04:20
Albanien ist bekannt durch die Albanischen Alpen mit fruchtbaren Ebenen und vielen Seen und Flüssen sowie durch die Albanische Riviera mit Lagunen und sandigen Lebensräumen der Goldschakale. Das Valbona-Tal ist ein ehemaliges Grenzgebiet, heute aber Schutzzone für Wildtiere wie den Steinadler, Albaniens Wappentier. Vor über 25 Jahren kreisten noch bis zu 200 Steinadlerpaare über dem Gebirge. Heute hat sich diese Zahl halbiert. Den Großen Prespasee teilen sich drei Länder: Albanien, Nordmazedonien und Griechenland. Die Schlangeninsel Golem Grad, eine 18 Hektar große isolierte Naturzone, ist wie gemacht für Pelikane, Kormorane und Schildkröten. Doch die heimlichen Herrscher der Insel sind die Wasser- und Giftschlangen. Die Vjosa ist Europas letzter großer Wildfluss. Sie und ihre Nebenflüsse fließen frei über die gesamte Strecke - von der Quelle in den Bergen Griechenlands bis zur Mündung in die albanische Adria. Der Wildfluss ist Lebensraum unzähliger Pflanzen und Tiere. Der jahrelange Kampf gegen einen geplanten Staudamm und rund 40 Wasserkraftwerke machte die Vjosa zu einem Symbol: dem "Blauen Herzen Europas". Die Insel Sazan ist Teil des "Marine Nationalpark Karaburun-Sazan". Bis heute ist die Insel als Militärbasis nicht zugänglich. Rundherum liegen die Wracks vieler antiker griechischer und römischer Schiffe sowie die von Kriegsschiffen. Die Balkanhalbinsel ist eine der drei südeuropäischen Halbinseln und 500.000 Quadratkilometer groß. Sie bildet sie die geografische Grenze zwischen Orient und Okzident. Ihr Name verweist auf ihren natürlichen Reichtum: Balkan - Berge mit vielen Wäldern. Tatsächlich ist sie eine Schatzkammer ökologischer Vielfalt. Ihr verborgener Reichtum: eine Fülle von National- und Naturparks - von Slowenien bis Griechenland.
05:00
Die Natur Bulgariens reicht vom Hochgebirge Rila bis zum Schwarzen Meer. Die sieben Rila-Seen sind das Wahrzeichen des gleichnamigen Nationalparks mit jahrhundertealten Fichtenwäldern. Der Naturpark "Vrachanski Balkan" steht aufgrund seiner Karstlandschaft unter Naturschutz. Dort oben in der kargen Landschaft finden selbst Farne noch einen Platz zum Überleben. Einst überlebte der Farn die Eiszeit, heute gehört er zu den Gewächsen, die sich ihre Territorien als eine der Ersten von der Zivilisation zurückerobern - wie in der naheliegenden Stadt Wraza. Die Rhodopen sind ein Labyrinth aus Bergkämmen und Gebirgsmulden. Das beeindruckende Gebirge umfasst fast ein Siebtel Bulgariens und ist das größte Gebirge des Landes. Auf seiner östlichen Seite gibt es diverse Reservate. Bekannt sind die Rhodopen für ihre Wideransiedlungsprojekte mit Geiern und Wisenten. Das Naturschutzgebiet "Baltata" liegt im Nordosten Bulgariens am Schwarzen Meer. Dort befindet sich der nördlichste Longosen-Wald Europas - er breitet sich auf einer Fläche von 205 Hektar aus: uralte Sumpfwälder, die durch Sandbänke und den angestauten Fluss Baltowa entstanden. Dieser Wald hat einen eigenen Klang: ausgelöst durch die Winde, die dort permanent wehen. Die Balkanhalbinsel ist eine der drei südeuropäischen Halbinseln und 500.000 Quadratkilometer groß. Sie bildet sie die geografische Grenze zwischen Orient und Okzident. Ihr Name verweist auf ihren natürlichen Reichtum: Balkan - Berge mit vielen Wäldern. Tatsächlich ist sie eine Schatzkammer ökologischer Vielfalt. Ihr verborgener Reichtum: eine Fülle von National- und Naturparks - von Slowenien bis Griechenland.
05:45
Mit den Schweizer Bergbahnen durch majestätische Landschaften auf die spektakulärsten Gipfel. Diese Folge führt mit der Zahnradbahn auf den Monte Generoso - ein ganz besonderes Erlebnis. Wer die schönste Aussicht des Tessins genießen will, ist gut beraten, sich auf den Monte Generoso zu begeben. Vom Gipfel auf 1601 Metern hat man einen atemberaubenden Rundumblick auf die höchsten Berge der Schweizer Alpen. Hoch hinauf kommt man am besten mit der "Ferrovia Monte Generoso", der einzigen Zahnradbahn des Kantons Tessin. Seit 130 Jahren fährt sie unermüdlich vom Ufer des Luganer Sees hinauf auf den Gipfel. Mit Lokführerin Stefanie Huber und dem jungen Geistlichen Don Marco als Reiseführer wird die Fahrt auf den Monte Generoso zu einem ganz besonderen Erlebnis. Von den saftig grünen Weinbergen führt die Route über eine ehemalige Einsiedelei, die heute nichts weniger als eine "Liebesgrotte" beherbergt, über eine der ältesten Mühlen der Schweiz, in der die Müllerin rote Polenta mahlt. Die "Grotta dell' Orso", die Bärenhöhle, hält so manch erstaunlichen Fund für ihre Besucherinnen und Besucher bereit. Weiter geht es in Richtung Gipfel, der die Reisenden mit einem wahrhaft himmlischen Ausblick belohnt. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition und Technik, Natur und Kultur beeindrucken die Bergbahnen heute genauso wie vor 150 Jahren. Mit viel Dampf, Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert regelmäßig die Strecken. Genauso wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen.
06:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
07:00
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
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09:45
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10:15
Albanien, das sind unberührte Küsten, Hunderttausende Bunker, wilde Berge und einer der letzten Wildflüsse Europas. Ein Land im Aufbruch - wunderschön, aber mit Schattenseiten. Es ist in, nicht mehr so weit in den Urlaub zu fahren, und Albanien spürt das: Zu kommunistischen Zeiten abgeschottet und verarmt, hat es nun den Ruf, verwegen, unberührt und abenteuerlich zu sein. Albanien bietet alles Mögliche, nur nicht Mainstream. Dhërmi ist einer der Orte, die fast schon zu bekannt sind, um noch Geheimtipp zu sein. Breiter Sandstrand, coole Beachbars, Urlaubsresorts in wachsender Zahl. In der Altstadt retten sie Tradition und Unberührtheit auch dank EU-Förderung: Alte Häuser werden zu Hotels, denkmalbewusst restauriert. Ab und zu ein Stromausfall gehört dazu, auch das Internet geht nicht immer: Abenteuer eben! Die Zuschauer lernen die Menschen kennen, die den Wandel leben und gestalten. Die neue Generation fischt nicht mehr, sie bietet Bootsausflüge an. Die Frauen brechen aus traditionellen Rollen aus, managen Hotelkomplexe oder sorgen für das richtige Internetmarketing für Papas Käse, der seine Reife schon immer in einem alten Bunker aus der Zeit des diktatorischen Herrschers Enver Hoxha gewinnt. Die Hauptstadt Tirana ist jung und bunt, schrille Wandfarben vertreiben die Tristesse kommunistischer Architektur. Albanien, das sind neue Hotels in alten Dörfern, das ist eine europäische junge Generation in einer etwas verrückten Hauptstadt, das sind aber auch die Schattenseiten einer sehr alten Kultur wie Blutrache und ein patriarchalisches Frauenbild. Ein Land im Umbruch, das sich in rasantem Tempo entwickelt.
10:30
Reißende Wasserfälle, kristallklare Seen und wilde Flüsse: Bosnien und Herzegowina ist das "Blaue Herz Europas", ganz von Wasser geprägt. Und geschichtsträchtig: Illyrer, Römer, Osmanen und Österreicher haben in dieser Region ihre Spuren hinterlassen. So stehen Moscheen, Synagogen, katholische und orthodoxe Kirchen selbstverständlich nebeneinander. Geografisch besteht das Land aus der Region Bosnien im Norden, die rund 80 Prozent des Staatsgebiets einnimmt, und der kleineren Region Herzegowina im Süden. Der Norden Bosnien und Herzegowinas ist von dichten Mischwäldern durchzogen. Diesen Waldreichtum hat das Land vor allem dem Wasser zu verdanken: Seit Millionen von Jahren graben wilde Flüsse ihren Weg durch das Karstgestein des Dinarischen Gebirges und formen dabei beeindruckende Landschaften mit Seen, unterirdischen Flussläufen, grandiosen Kaskaden. Weltweit einzigartig ist der Wasserfall in Jajce. Mitten in der Stadt stürzt der Fluss Pliva 20 Meter tief in den Fluss Vrbas. Der Wasserfall ist vermutlich 50.000 Jahre alt und ein seltenes Naturphänomen. Dort findet seit einigen Jahren ein spektakulärer Extremsportwettkampf statt: Wasserfallspringen.
11:10
Im Herzen Europas überrascht eine wenig bekannte Welt mit spektakulären Landschaften. Eine von Wasser geprägte Region, vielfältig, wild und von rauer Schönheit. Bosnien und Herzegowina liegt im Westen der Balkanhalbinsel. Geografisch besteht das Land aus der Region Bosnien im Norden, die den Großteil des Staatsgebiets einnimmt, und der kleineren Region Herzegowina im Süden. Im oberen Lauf ist die Neretva von dichten Wäldern eingerahmt. Bosnien und Herzegowina gehört zu den waldreichsten Ländern Europas. Holzverarbeitung ist der wichtigste Wirtschaftszweig und Holz das "Gold" des Landes. Der raue Süden Bosniens und Herzegowinas: ein einzigartiger Naturraum, den es noch zu entdecken gilt.
11:55
Rund 40.000 Personen besuchen jährlich die rund 80 Veranstaltungen der Schubertiade in den Vorarlberger Gemeinden Hohenems und Schwarzenberg. Das weltweit renommierteste Franz-Schubert-Festival wurde 1976 gegründet, um dem großen österreichischen Komponisten einen gebührenden Platz neben Mozart und Beethoven einzuräumen. Es besticht durch erlesene Kammermusik und Auftritte der größten Stars des Liedgesangs. Die Schubertiade wurde auch zu einem Tourismusfaktor in Vorarlberg, denn viele Besucherinnen und Besucher verbinden Kulturgenuss und Urlaub in der Region. Die Dokumentation zeigt, was die Schubertiade, die 2026 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, so einzigartig macht.
12:20
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:50
Modern, frisch und widerborstig berichtet das Umweltmagazin "Unkraut" über neueste Entwicklungen im Umwelt- und Naturschutz, aber auch über Umweltsünden und wie man sie verhindern kann. Dazu gibt es ökologische Hintergründe - in Themensendungen vernetzt präsentiert.
13:20
Wilde Strände, schroffe Felsenküsten und mediterrane Landschaften: Das maritime Erbe der europäischen Küstenzüge ist reich und vielfältig. - Eine Reise entlang der europäischen Küsten. Die filmische Reise führt von der Westküste Norwegens über die Bretagne bis zur Atlantikküste Galiciens - und erzählt von den Menschen, die dort leben. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Küste von Wales. Die Südküste von Wales ist seit Jahrhunderten mit der Seefahrt verbunden, aber auch geprägt von Kriegen und Industrie. Ein großer Meeresarm, der Bristolkanal, ragt tief ins britische Kernland hinein. Nördlich des Kanals liegt Wales, das lange für die Wirtschaft des britischen Empire eine besondere Bedeutung hatte. Die Küste von Cardiff über Swansea und die Halbinsel Gower bis nach Pembroke Dock bietet weite Strände und wilde Steilküsten. Sie lockt Natur-, Wassersport- und Geschichtsfans. Matt Brown ist Inselwart auf der kleinen Insel Flat Holm vor Cardiff. Eine Wildnis, nur ein paar Meilen von der Großstadt entfernt. Spektakulär gelegen, mit Leuchtturm, alten Nebelhörnern und einem alten Farmhaus. Von dort aus wurden 1897 die ersten drahtlosen Funksignale übers Meer geschickt. In den Häfen müssen Ebbe und Flut mit Schleusenbauwerken ausgeglichen werden. In Swansea ist der alte Hafen zu einer großen Marina umgestaltet worden. Dort ist die Heimat der lokalen Seekadetten. Eine Organisation, die maritime Jugendarbeit macht - inklusive Drillübungen. Die Pwlldu Bay kann man nur per Fußmarsch erreichen. Die Bucht ist das Revier des Otters - und des Otterforschers Dan Forman. Er sorgt sich um die scheuen Pelztiere, denn Touristinnen und Touristen bedrängen deren Lebensraum. In Pembroke Dock ist der kleine Hafen der "West Wales Maritime Heritage Society". Mit ihrem historischen Boot segeln die Männer des Clubs im Gewässer der riesigen Bucht. Jenseits des Hügels liegt Tenby. Das pittoreske Städtchen an der Steilküste ist ein Mekka für Sommerfrischlerinnen und Sommerfrischler. Für die Sicherheit im Wasser sorgen die Männer des Lifeboats.
14:05
Von Wismar bis zur Insel Usedom erstreckt sich eine Landschaft voller Schönheit und reichem maritimem Erbe. Wilde Strände und Steilküsten, die ihr Gesicht jedes Jahr verändern. Ein langer Reigen von Marschwiesen, Haff- und Boddengewässer mit Schilfbuchten und Vogelkolonien machen das Besondere dieser Region aus. Die Hansestädte der Ostseeküste stehen für eine jahrhundertealte Tradition von Überseehandel und Schiffbau. Die "Moret" ist ein Schiffsoldtimer. Auf seine alten Tage fährt der Trawler nun jeden Morgen mit Angeltouristinnen und -touristen hinaus auf die Ostsee. Am Rande der Altstadt von Wismar findet sich ein weiterer alter Kutter, aufgebockt auf dem Kai: die "Marlen". Behutsam wird das kleine Schiff auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Gleich bei Rostock, hinter den Dünen, liegt das so geheimnisvoll und romantisch wirkende Hütelmoor. Seit 1990 wird das Moor in seinen Urzustand zurückgeführt und die menschlichen Eingriffe rückgängig gemacht. Der "Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft" ist ein riesiges Biotop, das sich ständig verändert. In Ahrenshoop lebt der Bootsbauer Jens Lochmann. Liebevoll restauriert er die alten Boote der Gegend. Der Fischer André Grählert aus Barth muss kämpfen. Die Fische werden weniger, die Auflagen der Behörden immer mehr. Doch Grählert glaubt an die Zukunft. Die ersten Badegäste kamen vor 200 Jahren in die Seebäder auf Usedom. Dort wurde der Strandkorb erfunden. Der Strand und die Gäste, das ist seit Generationen das Leben der Familie Feldmann. Die Familienpension haben die Feldmanns nach dem Ende der DDR wieder in Schwung gebracht. Wilde Strände, schroffe Felsenküsten und mediterrane Landschaften. Das maritime Erbe der europäischen Küstenzüge ist reich und vielfältig. Diese Dokumentarreihe begibt sich auf eine Reise entlang der europäischen Küstenlinien - von der Westküste Norwegens über die Bretagne bis zur Atlantikküste Galiciens und erzählt von den Menschen, die dort leben, arbeiten und diese Regionen prägen.
14:50
Die Westküste Norwegens ist reich an maritimer Geschichte und Tradition. Das Nordmeer hat das Leben der Menschen schon immer beherrscht. Und sie haben sich das Meer zunutze gemacht. Von diesem jahrhundertealten Wissen ist die Provinz Møre og Romsdal bis heute geprägt. Der moderne und hochtechnologische Schiffsbau ist heute eine besondere Stärke Norwegens. Tief ins Land zieht sich der Geirangerfjord mit seinen Schluchten und Felsen. Die maritime Entdeckungsreise beginnt in Ålesund, der größten Stadt der Provinz, mit ihren für Norwegen ungewöhnlichen Jugendstilhäusern. Im alten Hafen der Stadt, auf einer stillgelegten alten Fähre aus den 1930er-Jahren, hat Karl Johan Skårbrevik einen Treffpunkt für pensionierte Fischerinnen und Fischer geschaffen. Ålesund ist umgeben von vielen kleinen und größeren Inseln entlang der Westküste. Giske und Godøya sind zwei davon. Fischer Johan Skjong betreibt dort entlang der Küste das Spinnerrutenfischen. Er hat einen großen Fang Kabeljau, den er zu einer kleinen Fischfabrik auf Godøya bringt. Der Kabeljau hat die Gegend schon vor über 100 Jahren reich gemacht. Im kleinen Hafen von Godøya geht Arne Tunheim zu seinem alten Wikingerschiff und rudert mit einigen Männern aufs Meer hinaus. Er kennt die Geschichten von den Wikingern und deren Eroberungsreisen und weiß, wie wichtig diese Tradition für die Inseln ist. Im Inland beeindruckt der Geirangerfjord mit steilen Felswänden und Wasserfällen. Vor der Küste liegt die Vogelinsel Runde, die in der Brutzeit von Anfang April bis Anfang August Tausende Seevögel beheimatet, vor allem Papageientaucher und Basstölpel. Wilde Strände, schroffe Felsenküsten und mediterrane Landschaften. Das maritime Erbe der europäischen Küstenzüge ist reich und vielfältig. Diese Dokumentarreihe begibt sich auf eine Reise entlang der europäischen Küstenlinien - von der Westküste Norwegens über die Bretagne bis zur Atlantikküste Galiciens und erzählt von den Menschen, die dort leben, arbeiten und diese Regionen prägen.
15:30
Die Bretagne ganz im Westen Frankreichs ist ein Sehnsuchtsort. Die riesige Halbinsel, die sich weit in den Atlantik dehnt, ist mit 2700 Kilometern Küstenlinie eine Region voller Gegensätze. Im Süden lieblich und fast schon mediterran, sind Meer und Land durch die Gezeiten im steten Wechselspiel. Davon profitieren seit tausend Jahren die Salzbauern, die mit uralter Technik feinstes Meersalz gewinnen. Hier treffen Tradition und Moderne aufeinander. Weiter im Norden liegt raues Land, das fest im Griff der ewigen Gezeiten ist. Wild geht es zu an den schroffen Felsenküsten, und selbst überraschend weite Sandbuchten werden immer wieder von tosender Brandung heimgesucht. Wellenreiter finden dort ihr Paradies. Laurent Guéguen hat aus seinem Hobby einen Beruf gemacht. Er baut Surfbretter, die sehr begehrt sind. Und auf der entlegenen Insel Ouessant mitten im Atlantik hat Fischerin Ondine Morin ihr Glück gefunden. Schonend und nachhaltig fängt sie, was das Meer vor der Haustür zu bieten hat. Ihr Leben ist von harter Arbeit geprägt, aber etwas anderes ist für sie nicht vorstellbar. So geht es auch Florent Brodin. Er ist der Kapitän der "Ar Jentilez", des Nachbaus eines alten Algenkutters. Bis heute findet man vor der Küste der Bretagne die größten Algen- und Seetangfelder Europas, die noch immer abgeerntet werden. Die Crew der "Ar Jentilez" hat sich der maritimen Tradition verschrieben, die sie an die nächste Generation weitergeben will. Das Heimatgewässer des robusten Seglers, die Rosa-Granit-Küste, ist nicht zu unterschätzen - die Gezeiten sind dort heftig wie nirgendwo sonst in ganz Frankreich. Wilde Strände, schroffe Felsenküsten und mediterrane Landschaften. Das maritime Erbe der europäischen Küstenzüge ist reich und vielfältig. Diese Dokumentarreihe begibt sich auf eine Reise entlang der europäischen Küstenlinien - von der Westküste Norwegens über die Bretagne bis zur Atlantikküste Galiciens und erzählt von den Menschen, die dort leben, arbeiten und diese Regionen prägen.
16:15
Galizien ist die nordwestlichste Region Spaniens. Vom Rest des Landes durch das gebirgige Hinterland getrennt und umgeben vom wilden Atlantik, hat sich eine maritime Ursprünglichkeit bewahrt. Im Nordosten lädt der zerklüftete Kathedralenstrand zum Staunen ein, das felsige Kap von "Estaca de Bares" markiert den nördlichsten Punkt Spaniens und im Südwesten grenzt Galizien an Portugal. Das Kap Finisterre hielten die alten Römer für das Ende der Welt. Carlos San Clodio, Kapitän der Motorjacht "Eureka", bringt Ornithologinnen und Ornithologen sowie andere Interessierte zu entlegenen Plätzen entlang der galicischen Todesküste, wo man seltene Seevögel ungestört beobachten kann. Der Holzbootbauer Francisco Fra will vor allem sein uraltes Handwerk bewahren. Er steht mit seiner alten Werft in einer über 200-jährigen Familientradition. Es macht ihn stolz, die alten Techniken an nachfolgende Generationen weitergeben zu können. Für Francisco macht das maritime Erbe den Reichtum Galiziens aus. Zu diesem Schatz zählt auch der Fischfang, wie ihn José Iglesias aus La Coruña betreibt. Jeden Tag fährt er mit seinem Boot hinaus und hofft auf einen guten Fang. Seine Erlebnisse verarbeitet er künstlerisch in Bildern und Schnitzereien. Muschelsammlerin Marie Carmen ist an der südlichen Westküste, wo sich die "Ría de Arousa" wie ein riesiger Fjord zum Meer hin öffnet, auf nachhaltiges Wirtschaften bedacht. Schließlich wollen sie und ihre mehr als 200 Kolleginnen übers ganze Jahr ausreichend Muscheln im feinen Sand der Bucht finden. Das sichert den Lebensunterhalt vieler Familien. Wilde Strände, schroffe Felsenküsten und mediterrane Landschaften. Das maritime Erbe der europäischen Küstenzüge ist reich und vielfältig. Diese Dokumentarreihe begibt sich auf eine Reise entlang der europäischen Küstenlinien - von der Westküste Norwegens über die Bretagne bis zur Atlantikküste Galiziens und erzählt von den Menschen, die dort leben, arbeiten und diese Regionen prägen.
17:00
Die Küste Liguriens an der Italienischen Riviera ist eines der schönsten und abwechslungsreichsten Meeresufer Europas. Es ist die Region der Segelschiffe, Jachten und Ruderboote. Am Strand von Sestri Levante wird ein altes Boot, ein Leudo, zu Wasser gelassen. So werden die Transportsegelschiffe genannt, die einst die Ostküste Liguriens prägten. Früher beförderten sie in ihrem Bauch Weinfässer, Käse oder Sand. In Nervi bei Genua kümmert sich auch Roberto Guzzardi um eine alte Tradition: Er restauriert die Gozzi di Liguria. Das sind kleine Ruderboote, die lange Zeit für den Sardellenfang dienten. Heute wären sie fast verloren, wenn sich nicht Menschen für ihren Erhalt einsetzen würden. In Genua, einem der größten Handelshäfen des Mittelmeeres, strahlt der Porto Antico seit der Neugestaltung durch den Architekten Renzo Piano in den 1990er-Jahren in neuem Glanz. Entlang der Ostküste, weiter in den Süden, geht die Reise zur Isola del Tino. Die Insel ist militärisches Sperrgebiet, das hat Tino zu einem natürlich gewachsenen Naturschutzgebiet gemacht. Dort steht einer der schönsten und ältesten Leuchttürme des Landes. In Imperia setzt sich die Meeresbiologin Elena Fontanesi mit ihrer Organisation "Delfini del Ponente" für den Schutz der dort zahlreich lebenden Großen Tümmler ein. Wilde Strände, schroffe Felsenküsten und mediterrane Landschaften. Das maritime Erbe der europäischen Küstenzüge ist reich und vielfältig. Diese Dokumentarreihe begibt sich auf eine Reise entlang der europäischen Küstenlinien - von der Westküste Norwegens über die Bretagne bis zur Atlantikküste Galiciens und erzählt von den Menschen, die dort leben, arbeiten und diese Regionen prägen.
17:45
Ligurien liegt zwischen Gebirge und Küste. Die Region begeistert mit ihrer rauen Schönheit, in der Natur und Mensch in einzigartiger Harmonie zusammenleben. Willkommen in den Cinque Terre - fünf bunte Dörfer, die sich zwischen Himmel und Meer an die Felsen schmiegen. Jedes besitzt eigenen Charme, Geschichte und lebendige Traditionen. La Spezia, mit seinem Golf und den grünen Bergen, bildet das pulsierende Herz der Region und das Tor zu dieser faszinierenden Landschaft. Pastellfarbene Häuser, alte Kirchen und Palazzi erzählen von einer jahrhundertealten Kultur. Die Küstenorte und das bergige Hinterland spiegeln die tiefe Verbindung der Menschen zur Natur wider. Der Nationalpark Cinque Terre erstreckt sich über 15 Kilometer und umfasst die Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Einst nur über Fußwege verbunden, ziehen sie heute Besucher aus aller Welt an - auf der Suche nach einem Ort, an dem Mensch und Natur im Einklang leben. Grüne Hügel und das blaue Meer verschmelzen dort zu einer Landschaft, die Künstler, Dichter und Träumer seit jeher inspiriert. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über beeindruckende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Anus und Gesäß gelten als Tabuzone. Dabei sind sie ein Wunderwerk der Evolution. Reporter Anthony Morgan bricht das Schweigen um unser Hinterteil. Im Alltag ist das Gesäß mit Verdauungsausgang, umgebender Muskulatur und Fettpolstern häufig Gegenstand von Spott und Witzen. Seine wichtige Funktion und Bedeutung vergessen wir oft. Wie und warum sind Po und After bei Mensch und Tier eigentlich entstanden? Im gesamten Tierreich finden sich erstaunliche Variationen: Kreaturen, die keinen Anus besitzen oder aber gleich mehrere, und solche, die besondere Funktionen haben. So kann zum Beispiel der Bombardierkäfer damit chemische Explosionen auslösen und Feinde mit seinen ätzenden und stinkenden Gasen vertreiben. Besonders faszinierend sind Schildkröten, die mit ihrer Kloake unter Wasser sogar atmen können. Anthony Morgan trifft einen japanischen Forscher, der versucht, dieses Phänomen auf Säugetiere zu übertragen. Seine Vision: eine rektale Beatmung für Menschen mit besonderem Sauerstoffbedarf, wie schwer kranken Patienten, Leistungssportlern und Astronauten. Oberflächlich betrachtet dient dem Menschen das intime Körperteil, das der Glutaeus Maximus - unser größter Körpermuskel - umschließt, als Sitzkissen. Doch im Grunde ist es ein Meisterstück der Evolution. Unerschrocken geht Sozialwissenschaftler und Host Anthony Morgan auf eine wissenschaftliche Entdeckungsreise des menschlichen Allerwertesten. Er versucht sich in Aktmalerei, erfährt, warum Fettpolster am Gesäß wichtig sind und begleitet eine Darmspiegelung, die Leben retten kann.
21:00
Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass es außerirdisches Leben gibt. Also höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen! Denn sobald wir Gewissheit haben, ändert sich alles für uns. Unsere Vorstellungskraft reicht vermutlich nicht aus, um uns ein gutes Bild von Außerirdischen zu machen. Das macht es nahezu unmöglich, die richtigen Methoden für eine Sichtung zu entwickeln. Das heißt aber nicht, dass es keine Außerirdischen gibt. Die Frage nach außerirdischem Leben ist eine der ältesten Fragen der Menschheit. Sie lässt sich schriftlich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen und beflügelt die menschliche Fantasie bis heute. Sie führte zu Mythen, Verschwörungstheorien, zahlreichen Hollywoodproduktionen und einer Unmenge von Science-Fiction-Romanen. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit dieser Frage und versucht, Antworten zu finden. Immer wieder gab es Erklärungsversuche wie der des Physikers Enrico Fermi, der als "Fermi-Paradoxon" in die Geschichte einging. Er hatte postuliert, dass sich eine intelligente Zivilisation sehr schnell in der gesamten Galaxie hätte ausbreiten müssen. Diesen Befund geben wissenschaftliche Beobachtungen allerdings nicht her. Suchen wir etwa mit den falschen Methoden? Gibt es vielleicht im Universum eine Art "großen Filter" auf dem Weg zu einer bestimmten Zivilisationsstufe? Avi Loeb, renommierter Professor für Astrophysik an der Harvard University, fasst die Situation so zusammen: Wenn das Unmögliche ausgeschlossen ist, muss das, was übrig bleibt, egal, wie unwahrscheinlich es ist, die Wirklichkeit sein. So sei es auch an der Zeit, sich eine weitere existenzielle Frage zu stellen: Sind wir hier auf der Erde überhaupt bereit für einen Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation? Sind wir bereit für eine evidenzgesicherte Hypothese, dass das Leben auf der Erde nicht einzigartig ist? Was würde das für die Menschheit bedeuten? Für unsere Identität und Kultur, für die urzeitliche Angst unserer Spezies vor allem Fremden, für Religion und Ethik?
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.
22:55
Weltweit, auch in der Schweiz, erleben psychedelische Substanzen ein Revival. LSD, MDMA und Psilocybin - manchmal auch in Microdosen - sind aus der Partyszene nicht mehr wegzudenken. Aber auch im medizinischen Kontext werden sie immer häufiger gegen Depressionen oder Suchtkrankheiten eingesetzt. Die Schweiz mischt ganz vorne mit. Mit Ausnahmebewilligungen dürfen Psychiater und Psychologen LSD, MDMA, Ayahuasca oder Psilocybin einsetzen. Das Universitätsspital Genf hat eine eigene Abteilung dafür geschaffen und bildet Medizinstudierende entsprechend aus. Halluzinogene werden auch weiter erforscht, um Medikamente zur Behandlung von Depressionen, Ängsten, posttraumatischen Belastungsstörungen oder Suchterkrankungen herzustellen. Auf dem globalen Pharmamarkt winkt damit das große Geschäft, denn immer mehr Menschen haben psychische Probleme. Braucht es heute Tabletten oder einfach Ekstase, um das durchgetaktete Leben auszuhalten? Ist die so erzielte Verbundenheit mit der Natur effektiv ein Weg zur psychischen Heilung und zu einer besseren Welt? Oder ist dieser neue Hype nur eine weitere Kommerzialisierung der Natur, bei der einige wenige Firmen große Gewinne machen? Der Film von Michèle Sauvain zeigt, wo die Schweiz steht.
23:50
Zum Jahreswechsel gibt es viele Rituale und Glücksbräuche: Man verschenkt Kleeblätter oder Glücksschweinchen, deutet die Zukunft beim Wachsgießen und auch das Silvesterfeuerwerk hat Symbolik. Es war ursprünglich zum Vertreiben der bösen Geister gedacht. Aberglaube in all seinen Ausformungen gibt es in so gut wie jeder Kultur. Doch warum halten Menschen seit Jahrhunderten an Ritualen fest, deuten Zeichen oder folgen magischen Versprechen? Welchen Platz Aberglaube in unserer modernen Welt einnimmt - zwischen Kulturgut und Geschäftemacherei - haben sich die "WeltWeit"-Reporterinnen und -Reporter angeschaut. In Island ist der Glaube an Elfen und Trolle fest in der Kultur der Insel verankert. Diese menschenähnlichen Wesen leben angeblich in Felsen und Hügeln und setzen sich zur Wehr, wenn ihr Lebensraum bedroht ist. Lena Hager trifft eine junge Frau, die als Medium mit Elfen kommuniziert und regelmäßig Zeremonien abhält. Während diese Bräuche für viele Isländerinnen und Isländer für den nostalgischen Blick zurück stehen, hat auch der Tourismus die alten Traditionen für sich entdeckt. Das Angebot reicht von Souvenirs über Elfentouren bis hin zu Tattoos im Runen-Design. In Ägypten verschwimmt die Grenze zwischen Glauben und Aberglauben. Karim El-Gawhary hat die seltene Gelegenheit, einem "Zar" beizuwohnen. Dabei wird mit speziellen Ritualen und rhythmischen Gesängen Kontakt zu den Dschinn, den Geistern aus der alten arabischen Mythologie, aufgenommen. "Es ist, als ob ich zum Psychotherapeuten gehe, nach der Sitzung fühle ich mich einfach besser", sagt eine der Teilnehmerinnen im Interview. Im letzten verbliebenen Stadttor Kairos soll der Geist eines islamischen Heiligen wohnen. Bei der Restaurierung sind unzählige Fundstücke zum Vorschein gekommen, die belegen, wie sehr die Menschen an seine Existenz glauben. In Italien ist Neapel die Stadt, in der der Aberglaube zu Hause ist. Nichts geht ohne das "Corno" oder "Cornicello" - ein Amulett, das Missgunst und Neid von einem abhalten soll. Die Einheimischen verschenken es bei jeder Gelegenheit, denn in der Stadt gilt das Motto: Es ist zwar nicht wahr, aber ich glaube daran. Und in der Zwischenzeit haben die Menschen auch entdeckt, dass sich mit dem Aberglauben ein gutes Geschäft machen lässt. Cornelia Vospernik taucht ein in die Mysterien der Stadt und erfährt, dass es dort den einzigen Totenschädel mit Ohren gibt. Weil er sich so viele Gebete und Fürbitten anhören muss, sagt die Überlieferung.