21:07
Die Natur birgt viele Schätze, auch solche, die zur Gaumenfreude beitragen. Berge, traditionelles Handwerk gepaart mit innovativen Ideen prägen den Geschmack der Schweiz. Alchemistische Naturküche, meisterhafte Käsekunst, kreative Metzgerkultur - das kulinarische Erbe begleitet Persönlichkeiten, die mit der Natur in Einklang leben und Meister ihres Faches sind. Die Dokumentation führt in die kulinarische Seele der Schweiz. Dorthin, wo Handwerk, Herkunft und Innovation aufeinandertreffen. Fünf Persönlichkeiten zeigen, wie sie aus Rohstoffen der Natur Lebensmittel herstellen, die sie zur Kunst erheben. In den Hügeln des Toggenburgs wird aus Milch ein Weltstar. Der Käsemeister Willi Schmid schmeckt von welcher Kuh die Milch kommt und gar, was sie gefressen hat. Im Entlebuch verwandelt der Sternekoch Stefan Wiesner Natur in Poesie und schöpft aus Krisen neue Kraft und bringt die Natur mit Feuerküche auf den Teller. Im Bündnerland zeigt die Metzgerin Tanya Giovanoli, dass altes Handwerk und moderne Kreativität sich nicht ausschließen, sondern den Geschmack neu erfinden. Im Zürcher Oberland entsteht in der Manufaktur von Patrick Marxer aus Experimentierlust und Exzess eine Küche für die Zukunft, in der selbst Tempeh ohne Soja möglich wird. Und im Bergell mahlt eine Mühle seit über 300 Jahren Getreide - getragen von der Familie Scartazzini, die beharrlich und erfinderisch zugleich ist, weil Tradition nicht Stillstand bedeuten darf. Die zweiteilige Dokumentation erzählt von Höhenflügen und Rückschlägen, von Selbstzweifeln und Befreiungsschlägen, von Visionärinnen und Visionären, die nicht nach Trends arbeiten, sondern aus tiefem Antrieb heraus agieren. Sie alle verbindet eine Beziehung zum Land, zur Natur und zu den Menschen, die ihre Produkte genießen. Die Dokumentation "Die Schweiz - Der Geschmack der Berge" zeigt die Schweiz als ein Land, in dem Genuss Identität ist - stolz, eigenwillig und immer im Wandel.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Mit Anfang 30 erkrankt Laura Kansy an ME/CFS. Eine Erkrankung, für die noch kein Weg zur Heilung bekannt ist. Was bedeutet es, nicht zu wissen, ob und wann man wieder gesund sein wird? Wie findet man seinen Platz in dem neuen, nun kranken Ko¨rper? Der autobiografische Film ist der Versuch, das Filmemachen nicht aufzugeben, sondern es zu nutzen, um lebendig zu bleiben. Ein Versuch, in der Unfreiheit einen Raum von Freiheit zu erkämpfen. Die Filmemacherin Laura Kansy ist eine von geschätzt 650.000 Menschen in Deutschland, die an ME/CFS erkrankt sind. Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom ist eine Multisystemerkrankung, die seit 1965 von der WHO gelistet ist und meist durch Viren wie COVID oder Epstein-Barr ausgelöst wird. Obwohl die Krankheit lebenseinschneidend ist - 60 Prozent der Erkrankten sind arbeitsunfähig, 25 Prozent können das Haus oder sogar das Bett nicht mehr verlassen - gibt es kaum Forschung und keine Behandlungsmöglichkeiten. Viele Erkrankte sind auf tägliche Pflege angewiesen; die Verantwortung lastet auf pflegenden Angehörigen, die oftmals keine Unterstützung aus dem Gesundheitssystem bekommen. Laura Kansys künstlerischer Dokumentarfilm vermittelt in einer Mischform aus Beobachtungen, Elementen eines filmischen Tagebuchs und Animationen, welche Auswirkungen die Krankheit hat. Statement der Regisseurin Laura Kansy: "Dieser Film ist ein sehr persönlicher. Denn er geht um mich. Eines Morgens bekomme ich eine leichte Grippe: Gliederschmerzen, Muskel- und Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, nicht endende Müdigkeit. Diese Symptome halten bis heute - zweieinhalb Jahre später - an. Dieser Film ist ein Film über Carearbeit, über einen kranken Körper und einen Geist, der lernen muss, in ihm weiterzuleben. Er entsteht aus dem Bett heraus, in einer Zeit größter Unsicherheit: Werde ich wieder arbeiten können, wieder Filme machen, mein Leben selbstständig führen? Die Erinnerung an mein früheres, freies Leben ist nah - und zugleich fern." Laura Kansy hat an der Hochschule für Fernsehen und Film München, am "Satyajit Ray Film and Television Institute" in Kalkutta, Indien, und an der Filmuniversität Babelsberg Kamera und Regie studiert. Während ihres Studiums arbeitete sie auch als Videoku¨nstlerin im Theater und mit verschiedenen bildenden Ku¨nstler*innen. Diese Zusammenarbeiten prägten die Ästhetik ihre Filme. 3sat zeigt "Hello New Body, how are you today?" im Rahmen der 3sat-Dokumentarfilmreihe "DocuMe", die von Menschen in Veränderungsprozessen erzählt und mit Erzählformen abseits des medialen Mainstream experimentiert.
22:59
Sucht und Straftaten - mit 17 Jahren hatte Nikolai die Wahl zwischen einem Jahr Gefängnis oder Therapie: Er entschied sich für die stationäre Jugendsuchthilfe in Leimbach. Der Film begleitet Nikolai knapp zwei Jahre auf seinem Weg: vom erstem "Clean-Geburtstag" - damit ist ein Jahr nüchtern sein gemeint - bis zum Ende der richterlichen Auflagen und erzählt von Nikolais Ringen mit Regeln und seinem Kampf mit inneren Dämonen. Die Frankfurter Kamerafrau Vita Spieß begleitete für ihren ersten Dokumentarfilm den inzwischen 20-jährigen Nikolai auf seinem langen und nicht immer einfachen Weg aus der Sucht - bis hin zu einem erfolgreichen Schulabschluss. Mit Geduld und Empathie fängt sie Momente voller Humor und Lebensfreude ein. Inmitten von Rückschlägen und kleinen Siegen offenbart sich Nikolais unerschütterlicher Wille, sich selbst neu zu finden: "Aufgeben ist keine Option für mich", sagt er. Unterstützung findet er dabei in der Gemeinschaft der Jugendhilfe Leimbach, einer vollstationären Einrichtung für süchtige männliche Jugendliche. Grundlage für das Leimbacher Modell ist eine Lebensgemeinschaft von ehemals süchtigen Erwachsenen, die aufgrund ihrer eigenen Biografie eine Nähe zur Erlebnis- und Erfahrungswelt der Jugendlichen aufbauen können und 365 Tage im Jahr mit ihnen zusammenleben, zusammen lernen und zusammen arbeiten. Vita Spieß hat sich als Cinematografin dem künstlerischen Dokumentarfilm für Kino und Fernsehen verschrieben. Besonders interessiert es sie, Menschen zu begleiten und dabei eine besondere Nähe zu den Protagonist*innen herzustellen. Viele der von ihr fotografierten Filme wurden mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2021 mit dem Preis von HessenFilm und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur für die beste Bildgestaltung des Kinodokumentarfilms "Heil Dich Doch Selbst" von Yasmin C. Rams. 3sat zeigt "Nikolai" im Rahmen der 3sat-Dokumentarfilmreihe "DocuMe", die von Menschen in Veränderungsprozessen erzählt und mit Erzählformen abseits des medialen Mainstream experimentiert.
23:38
Alisa Safina hatte eine Karriere als Künstlerin in Moskau vor sich. Doch dann hielt es sie im Land Putins nicht mehr. Mit 200 Euro in der Tasche ging sie auf volles Risiko nach Paris. Zunächst gelingt ihr eine sanfte, wenn auch nicht komfortable Landung in der Pariser Künstlerszene. Alisa betreut eine frühere Galeristin mit Parkinson, und erfindet sich als Performance-Künstlerin neu. Doch Ölfarben und das Leben in Paris sind teuer. Privat findet Alisa schnell Anschluss. Erstmals in ihrem Leben kann sie ihre Liebe zu Frauen offen zeigen, und erstmals hat sie eine feste Freundin. Es sind dann nicht nur finanzielle Gründe, die Alisa und ihre Partnerin Katya zum Umzug nach Marseille veranlassen. Alisa nimmt dort ihr "Kimono-Projekt" in Angriff, in dem sie sich auf ihre Heimat Russland bezieht, wo Patriarchen sich traditionell gern im Morgenmantel fotografieren lassen. Auch begibt sie sich nach Phasen des Grübelns und der Selbstzweifel als eine Art Vergangenheitsbewältigung zurück in die Welt des Eiskunstlaufs, der sie als Kind einige Zeit angehörte, auch wenn ihr Körper dafür immer zu groß geraten war. Der ebenfalls aus Russland stammende Filmemacher Mikhail Barynin hat Alisa seit ihrer Ankunft in Paris begleitet. Wie er ist Alisa mittlerweile Teil einer russischen Diaspora von Künstlerinnen und Kreativen in der französischen Hauptstadt, die bereits im 19. Jahrhundert Referenzpunkt für Kunstambitionen und unkonventionelle Lebensentwürfe war. "Alice in Paris" zeichnet das Porträt einer unangepassten jungen Frau, die gern vorgeschriebene Rahmen sprengt und als Künstlerin versucht, in einem fremden Land Fuß zu fassen. Mikhail Barynin, Jahrgang 1985, ist Absolvent der renommierten "Moscow International Film School". Sein Dokumentarfilm "24 Snow" über die harten Lebensbedingungen eines Pferdezüchters in der Arktis wurde 2017 auf der Berlinale gezeigt. 3sat zeigt "Alice in Paris" im Rahmen der 3sat-Dokumentarfilmreihe "DocuMe", die von Menschen in Veränderungsprozessen erzählt und mit Erzählformen abseits des medialen Mainstream experimentiert.
00:15
Sechs Menschen, eine Generation, fünf Liebesleben. In einer Bar kommen sie zusammen, ohne irgendetwas voneinander zu wissen: ein Blind Date zum Thema Sex, Liebe und Glück in der Gen Z. Sexuell offen, kinky, monogam - im Gespräch fallen die Hemmungen, und alle erzählen, wer und wie sie im Bett sind. Aber ist die Gen Z nicht eigentlich prüde? Zumindest legt das eine Studie nahe. Die sechs sprechen offen über intime Wünsche, Fantasien und Ängste. Die sechs Protagonist*innen treffen zum ersten Mal aufeinander: Nine, eine 30-jährige Jungfrau, Nico und Jo, ein monogames Paar, das vor Kurzem geheiratet hat, die lesbische, nach Liebe suchende Defne, der polyamor lebende Emmanuel "Emma" und Surferin Yaz, die ihre Sexualität völlig frei lebt, ohne zu definieren, mit wem oder wie vielen - Hauptsache ungebunden. Wer ist hier wer? Worin finden sich Schnittmengen, und wer kann mit wem so gar nichts anfangen? Das erste Beschnuppern geht los, und ziemlich schnell wird klar: Hier treffen sich fünf Extreme. Interessant wird es, als jede*r sagen soll, mit wessen Lebensentwurf er oder sie sich so gar nicht identifizieren kann - der Startschuss für eine spannende Reise mit Höhen und Tiefen, Lachen und Weinen, kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Bekenntnissen. Decken sich diese mit den Erkenntnissen der aktuellen Studie "Jugendsexualität" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, nach der junge Menschen später und weniger Sex haben als die Generationen vor ihnen? Ist die Gen Z trotz ihrer sexuellen Freiheiten nicht vielleicht sogar prüde? Die Protagonist*innen sprechen Klartext miteinander: über Dating, Lust, ihre intimen Fantasien, sexuelle Ideale oder Kinks. Aber auch über Scham, Unsicherheiten, Intimitätsängste und andere Schwierigkeiten beim Thema Sex.
00:45
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
01:10
- Bärbel Bas, SPD-Parteivorsitzende Bundesministerin Arbeit und Soziales - Clemens Fuest, Ökonom Präsident ifo Institut - Daniel Friedrich Sturm, Journalist Leiter Hauptstadtbüro Tagesspiegel
02:10
Tiere können erstaunlich schnell sein: zum Beispiel eine Schlange, die besonders flink über den Sand huscht, oder ein einem Vogel, der im Sturzflug über 300 Stundenkilometer schnell wird. Aber nicht alle tierischen Rekordhalter laufen, schwimmen oder fliegen besonders schnell - manche ihrer Höchstleistungen betreffen nur eine bestimmte Bewegung. Das sonst eher langsame Chamäleon etwa schnappt seine Beute mit der schnellsten Zunge der Tierwelt. Der schnellste Zweibeiner der Erde ist kein menschlicher Sprinter, sondern der Vogel Strauß. Mit seinen langen Beinen legt er bis zu fünf Meter bei jedem Schritt zurück und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von fast 70 Kilometern pro Stunde. An Land wird er nur von Vierbeinern übertroffen, die ebenfalls in Afrika zu Hause sind - wie der Springbock und natürlich der Gepard, der in nur drei Sekunden von Null auf 100 beschleunigen kann. Tiere haben Verhaltensweisen entwickelt, von denen auch der Mensch lernen kann. In der fünfteiligen Reihe werden jeweils 20 tierische Rekordhalter vorgestellt, die auf unterschiedliche Weise beeindrucken.
02:55
Tiere erschaffen einzigartige Konstruktionen, ganz ohne Bauplan. Von den Fangnetzen kleiner Spinnen bis hin zu mächtigen Horsten der Steinadler oder den Staudämmen der Biber. Menschen können sich von den tierischen Baumeistern einiges abschauen, wie zum Beispiel die natürliche Klimatisierung der Termitenhügel, die nur durch geschickt angelegte Luftschächte gekühlt werden. Manche modernen Hochhäuser nutzen diese Technik bereits. Auch die Baumaterialien der Natur sind beeindruckend - so etwa die extrem zugfeste Spinnenseide. Sie ist zehnmal stärker als die besten synthetischen Materialien, und dabei dünner als ein Menschenhaar. In der Medizin kann Spinnenseide vielseitig angewendet werden, zum Beispiel zum Vernähen nach chirurgischen Eingriffen. Denn Spinnenseide ist antibakteriell, biologisch abbaubar und für den menschlichen Körper gut verträglich. Tiere haben Verhaltensweisen entwickelt, von denen auch der Mensch lernen kann. Die fünfteilige Reihe stellt jeweils 20 "Tierische Überflieger" vor, die auf unterschiedliche Weise beeindrucken.
03:40
Einige Tiere überraschen mit zirkusreifen Fähigkeiten. Darunter Flugechsen, singende Lemuren, Wale, synchron winkende Krabben und tanzende Vögel. Manche Tiere fallen schon durch ihre grellbunten Farben und Muster auf. Das ist in der Natur meist eine Warnung an Fressfeinde. Die südamerikanischen Pfeilgiftfrösche etwa sondern über ihre Haut Giftstoffe ab, die schon in kleinsten Mengen tödlich wirken. Bei den meisten Showtalenten der Natur dient ein auffälliges Verhalten der Kommunikation mit Artgenossen - vor allem bei der Partnerwerbung. Dann ziehen vor allem männliche Tiere alle Register. Sie singen, rufen, springen, tanzen und zeigen prachtvollen Körperschmuck - so wie die in allen Farben schillernden Paradiesvögel in den Regenwäldern Neuguineas. Tiere haben Verhaltensweisen entwickelt, von denen auch der Mensch lernen kann. Die fünfteilige Reihe stellt jeweils 20 "Tierische Überflieger" vor, die auf unterschiedliche Weise beeindrucken.
04:25
Dank körperlicher Anpassung sind manche Tiere zu ungeahnten Höhenflügen in der Lage. Das gilt für "fliegende" Frösche und Schlangen nicht minder als für Vögel, die Tausende Meter hoch fliegen. Geier lassen sich von aufsteigender Warmluft in große Höhen tragen. Streifengänse hingegen steigen aus eigener Kraft bis über 7000 Meter auf und überqueren so zweimal jährlich den Himalaja. Auch kleinere Vögel und sogar Schmetterlinge halten Flugrekorde. Zu den Flugkünstlern der Tierwelt zählen auch weniger bekannte Tiere wie der Gleitbeutler - ein kleines Beuteltier, das in den Regenwäldern von Neuguinea lebt und mithilfe einer Flughaut von Baum zu Baum durch die Luft gleitet. Sogar manche Fische scheinen gern zu fliegen: die Teufelsrochen schnellen bis zu zwei Meter hoch aus dem Wasser und landen mit einem Bauchklatscher wieder. Tiere haben Verhaltensweisen entwickelt, von denen auch der Mensch lernen kann. Die fünfteilige Reihe stellt jeweils 20 "Tierische Überflieger" vor, die auf unterschiedliche Weise beeindrucken.