04:10
Collio, ein fruchtbares Weinbaugebiet im äußersten Nordosten von Friaul-Julisch Venetien, besticht durch seine hügelige Landschaft, reizende Dörfer und kulinarische Besonderheiten. Ein spezielles Mikroklima prägt die Region, die kulturell von Österreich, Italien und Slowenien beeinflusst ist. Der Wein dort ist erstklassig, würzig der Essig und Prosciutto. Die gegenseitigen kulturellen Einflüsse merkt man auch der Küche an. Exemplarisch dafür steht die Guyana, die bekannteste Süßspeise des Friaul, die mit dem Reindling in Kärnten und der Potizza in Slowenien verwandt ist - ein Beispiel für eine länderübergreifende regionale Küche. Das Wort "Collio" bedeutet "Hügel" und ist die etwas unscharfe italienische Übersetzung der friulanischen Bezeichnung "I Cuei", "die Hügel". Auf slowenischer Seite wird das Gebiet "Brda" genannt, was ebenfalls "Hügel" bedeutet. Es ist tatsächlich ein ausgedehntes Hügelland, das sich sanft zum Meer hin öffnet und die Gebiete der Colli Orientali del Friuli, des Collio Goriziano und der slowenischen Brda umfasst. Viele Jahrhunderte lang gehörte das Gebiet zum Habsburgerreich. Am Hof in Wien wurde das Collio auch als "die Obstkammer der Monarchie" bezeichnet. Besonders beliebt in den Herrschaftshäusern: die saftigen Kirschen und der fruchtig, frische Weißwein. Bis heute ist der Collio ein Synonym für großartige Weißweine. Die Familie Felluga und einige andere Winzer waren die Ersten, die im Collio mit Qualitätsweinbau begonnen hatten. Heute finden sich in diesem Gebiet viele der wohl besten und anerkanntesten Weißweinproduzenten der Welt. Das in seiner Ausdehnung überschaubare Hügelland des Collio bietet eine gewaltige Konzentration an erstklassigen Weingütern und Edelwinzern. Das Weinbaugebiet ist nicht nur reich an besonderen Lagen und Rebstöcken, es beheimatet auch die größte Anzahl autochthoner Weine in ganz Italien. Der Picolit gilt als der kostbarste Tropfen unter ihnen, und auch der daraus gewonnene Grappa ist ein Geschmackserlebnis für sich. Die Destillerie Domenis bei Cividale war eine der ersten, die Grappa der Weinsorte Picolit auf den Markt brachte und den früher als Armeleuteschnaps verrufenen Tresterbranntwein zu einer anerkannten Spirituose von höchster Qualität erhob. Joško Sirk und sein Sohn Mitja lassen den Wein in Barriquefässern zu Essig gären. Mindestens drei Jahre muss er dort lagern, damit er zum vielleicht besten Essig Italiens reift. Andrea D'Osvaldo hingegen hat sich dem Prosciutto verschrieben. Eine besondere Räucherung und das perfekte Klima ergeben den unvergleichlichen Geschmack des Rohschinkens, der nicht umsonst als "Stradivari des Schinkens" bezeichnet wird. Die Gegend war allerdings auch ein schwer gezeichnetes Kampfgebiet in den beiden Weltkriegen, mit mehr Toten und Zerstörung als anderswo in Italien. Mitten durch Familien und Weinberge senkte sich dann der Eiserne Vorhang und teilte das Gebiet in die slowenische Brda und den italienischen Collio. Der Film ist sowohl ein Streifzug durch eine fruchtbare Region, ihre Dörfer, Städtchen und Köstlichkeiten, als auch eine Spazierfahrt durch längst vergangene Zeiten und Epochen - denn neben den Habsburgern haben lange vor diesen schon die Römer oder Langobarden diese Gegend für sich genutzt.
05:00
Wenn Goethe von dem Land "wo die Zitronen blüh'n" schrieb, muss er an Sizilien gedacht haben. Nirgendwo ist Zitronenanbau so zu Hause. Immer mehr Bauern besinnen sich auf ihre Tradition. Ihre Früchte gedeihen prächtig, auch ohne chemische Behandlung. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten als Zitronenhaine: großartige Landschaften und außergewöhnliche Menschen, genussvolles Essen und eine reiche Geschichte.
05:55
Der Tagliamento ist der letzte wilde Fluss in den Alpen. Ungezähmt bricht er sich durch die schroffen Berge im Nordosten Italiens und durch die friulanische Tiefebene bis zur Adria-Mündung. Die Inseln in seinem Flussbett und die Wälder an seinen Ufern gelten als die artenreichsten Ökosysteme Europas. Die Dokumentation führt entlang des Tagliamento und eröffnet ein tieferes Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge zwischen Mensch und Fluss. Die Forschungsergebnisse des Gewässerökologen Klement Tockner und seiner Kolleginnen und Kollegen haben geholfen zu verstehen, wie andere, bereits veränderte Flüsse renaturiert werden können. Vor allem der verzweigte Mittellauf ist der am meisten gefährdete Gewässertypus. Denn am Übergang von den Alpen in das Tiefland haben sich die Menschen schon immer besonders gern angesiedelt. Zwar kann ein mächtiger Strom bei Hochwasser eine große Gefahr darstellen, aber je natürlicher er bleibt, desto mehr Rückhaltevermögen besitzt er auch. Die Bewohnerinnen und Bewohner im Umfeld des Tagliamento haben ihre Dörfer aus Respekt vor dem Hochwasserrisiko meist in sicherer Entfernung zum Fluss gebaut und dadurch größere Probleme fast immer vermieden. Seit Jahrhunderten bildet der Tagliamento in erster Linie die Lebensgrundlage für die Bewohner an seinen Ufern. Die gesamte Landwirtschaft der friulanischen Tiefebene ist von ihm abhängig.
06:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
07:00
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
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08:33
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09:45
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10:20
Der Film porträtiert fünf besondere Almen im österreichischen Kärnten, die das kulturelle und landwirtschaftliche Erbe der Region widerspiegeln. Die Litzlhofalm der "Landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof" beispielsweise dient als lebendiges Klassenzimmer mit praxisnaher Ausbildung. Neben Rindern, Pferden und Ziegen prägen vor allem Lamas das Bild der Alm. Im malerischen Lavanttal befindet sich die Lamminger Halt - eine Niederalm, die sich ausschließlich auf die Rinderhaltung konzentriert. Bereits seit über 100 Jahren befindet sich die Bischofalm im Familienbesitz. Dort wird der traditionelle Gailtaler Almkäse hergestellt. Im "Nationalpark Hohe Tauern" setzt die Stappitz-Rabitsch Alm auf Mutterkuhhaltung und sanften Tourismus. Abschließend verbindet die Leppner Alm im oberen Drautal mit gelenkter Ziegenbeweidung traditionelle mit moderner Landwirtschaft.
11:05
Hoch über dem Golf von Genua spannt sich eine Kette vergessener Orte und beeindruckender Landschaften von der Französischen Riviera bis zu den Hügeln der Toskana: der Ligurische Höhenweg. Die Dokumentation "Ligurien - Leben zwischen Himmel und Meer" zeigt das Leben an dem Wanderweg - ein Stück unbekanntes Italien abseits touristischer Pfade. Das Leben in Ligurien ist geprägt von hohen Bergen und der Nähe zur Küste. Geliebt, gelebt und gestorben wird immer, "su o sciu", "oben oder unten". Der Rhythmus des unaufhörlichen Auf- und Abstiegs kulminiert in der Arbeit auf den schmalen Weinterrassen der Cinque Terre - einer unverwechselbaren Kulturlandschaft, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
11:55
Sie ist ein Wasser, das nicht nur tief ist, sondern auch viel zu erzählen hat: die Alte Donau. Und so erzählt sie in diesem Film von ihrer bewegten Geschichte. Sie erinnert sich, unter welchen Umständen sie entstanden ist, wer sich nach und nach an ihren Ufern niedergelassen hat und welche Freuden und vielleicht auch Leiden ihr Dasein heute mit sich bringt. Filmemacherin Katharina Reigersberg hat einen ehemaligen Bademeister des Strandbads Gänsehäufel besucht, der 40 Jahre lang an den Ufern der Alten Donau gearbeitet hat und nicht nur mit den Badegästen, sondern auch mit den Bibern vertraut ist. Sie trifft einen Bootsbauer, den die Alte Donau mit seinen Inseln bezaubert, und die Fishing Ladies, die die männlich dominierte Fischerszene ordentlich aufgemischt haben.
12:20
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:50
- Bayerische Junggärtner Über Begeisterung für den Beruf - Halbschattenbeet anlegen Tipps zur Gestaltung - Gartenschatzsuche in der Oberpfalz Sabrina Nitsche fragt nach - Thorsten Kuschel baut Sonnendeck Ein besonderer Gartenplatz
13:20
Die Philippinen mit fast 8000 Inseln warten mit einer einzigartigen Unterwasserwelt, großer Artenvielfalt und einzigartigen Karst- und Vulkanlandschaften auf. Palawan ist mit seinen vielen kleinen Felseninseln, Traumstränden und unberührten Wäldern eine der eindrucksvollsten Inseln des Archipels. An seiner Westküste mündet der Fluss Puerto Princesa ins Meer. Der durch ein Höhlensystem schiffbare Untergrundfluss gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Jean Paul Rodriguez taucht in der Bucht vor Port Barton. Die bunte Vielfalt der Fische und Korallen ist selbst für den früheren Rettungstaucher überwältigend. Verschiedene Strömungen in diesem Teil des Meeres halten die Wassertemperatur relativ stabil. Daher ist die zerstörerische Korallenbleiche kaum ausgeprägt. Auch die Grüne Meeresschildkröte findet dort noch genügend Nahrung. Im Norden liegen die bizarren Felseninseln rund um den Fischerhafen El Nido, die Palawan zu einem beliebten Touristenziel gemacht haben. Die stillen Zeugen einer längst vergangenen Epoche entstanden vor 200 Millionen Jahren aus Korallenriffen am Meeresgrund, die beim Auseinanderdriften der Kontinente an die Oberfläche geschoben wurden. An einer der steilen Felswände klettert Regie Veguilla auf der Suche nach verlassenen Schwalbennestern. Nach zwei Stunden gefährlichen Auf- und Abstiegs kehrt er mit zitternden Knien und drei weißlichen Nestern aus Vogelspeichel zurück. Die Nester gelten in China als Delikatesse, die zu Suppe verarbeitet wird.
14:05
Luzon, die größte philippinische Insel, liegt auf dem Pazifischen Feuerring: Von den dortigen 33 Vulkanen sind acht zurzeit aktiv. Die Bewohner Luzons sind mit den Naturgewalten konfrontiert. Der letzte große Ausbruch des Taal-Vulkans 2020 verwüstete die Heimat lokaler Fischer unweit Manilas. So ist die Arbeit von Deborah Fernandez am philippinischen Vulkan-Institut besonders wichtig. Mit ihrem Team überwacht sie den Mayon, den aktivsten Vulkan des Landes. Die Wissenschaftler reparieren eine der Messstationen in unmittelbarer Nähe zum Vulkan - eine Zone in permanenter Gefahr. Sie haben den Vulkan durch ein weites Netz von Sensoren und Kameras genau im Blick, und die Menschen in der Umgebung können bei bevorstehenden Ausbrüchen evakuiert werden. Der Ausbruch des Pinatubo im Jahr 1991 vertrieb das indigene Volk der Aeta, die am Fuß des Vulkans lebten. Noch immer ist die Landschaft meterhoch mit feiner Vulkanasche bedeckt und hat sich stark verändert. Doch vor einigen Jahren konnten die Aeta in ihre Heimat zurückkehren und einen Neuanfang in ihrem Stammesgebiet wagen. Neben den gewaltigen Vulkanen ist Luzon die Heimat weiterer beeindruckender Naturwunder: Urwälder und hohe Bergketten beheimaten eine große Artenvielfalt. Dort sind endemische Arten wie der Luzon-Hornvogel und der philippinische Javaneraffe zu Hause.
14:50
Bohol ist eine der schönsten Inseln der Philippinen. Dichter tropischer Wald umhüllt ein weitläufiges Hügelland. Breite klare Flüsse, hohe Wasserfälle, weite Strände und ein artenreiches Korallenriff zeichnen die Insel aus. Dort leben seltene Tierarten wie der philippinische Koboldmaki, Javaneraffen und der Philippinen-Gleitflieger. Doch ihre Lebensräume sind in Gefahr. Vielerorts musste der tropische Wald der Landwirtschaft weichen. Nun wollen einige Einheimische die Natur zurückholen. Sie pflanzen Mangroven, schützen das Korallenriff und retten Waldgebiete, um den bedrohten Arten eine sichere Heimat zu bieten. Einer von ihnen ist Carlito Pizarras. Der ehemalige Jäger schoss früher auf philippinische Koboldmakis, um sie auszustopfen und zu verkaufen. Fast wären sie ausgestorben. Für die kleinen Primaten mit den riesigen Augen und Ohren hat der heutige Naturschützer ein Schutzgebiet aufgebaut. Im Landschaftsschutzgebiet Rajah Sikatuna finden bedrohte Tierarten noch einen ursprünglichen Lebensraum. Die Rangerin Marisol Elibeto überwacht den Tierbestand im Urwald, zählt Vögel und Säugetiere und kämpft für den Schutz der philippinischen Javaneraffen und der Philippinen-Gleitflieger. Viele der dort lebenden Arten sind endemisch. Inmitten der Chocolate Hills - einem Hügelland im Zentrum der Insel mit einzigartigen runden Bergrücken - widmet sich der Landwirtschaftsexperte Eric Albaño dem Kakaoanbau. Statt weiteren Reisfeldern legt er dichte Mischwälder mit Kakaobäumen an. Er hofft, damit auch dem Inselklima zu helfen.
15:35
Süßwasser ist das Lebenselixier unseres Planeten. Viele Tierarten haben äußerst kreative Verhaltensweisen entwickelt, wie sie jeden Tropfen des kostbaren Nasses nutzen können. Lebensraum existiert in der kleinsten Pfütze genauso wie im gewaltigsten Strom - manche ziehen ihren Vorteil gerade aus dem Kommen und Gehen des Wassers. Regen und Flut prägen nicht nur das Aussehen von Landschaften, sie formen auch die Tiere und ihr Verhalten. In Sri Lanka beispielsweise müssen Sumpfkrokodile während der Trockenzeit zu alternativen Jagdstrategien greifen. Solange es irgendwie geht, halten die Reptilien an ihrem gewohnten Verhalten fest: Sie lauern in den Wasserlöchern auf ihre Beute. Ein Axishirsch kann einen der Jäger für bis zu vier Monate satt machen. Doch sobald kein Regen mehr fällt, schrumpfen die Wasserlöcher. Das führt zu Problemen: Denn entweder kann die Beute das Krokodil viel zu früh erkennen, oder zu viele Krokodile drängen sich auf engstem Raum zusammen. Der erstaunliche Trick: Statt sich im Wasser zu verbergen, graben sich die riesigen Echsen im Schlamm an den Rändern der Wasserlöcher ein und werden so zu wahren Sumpfmonstern. Solche Anpassungen können sich entwickeln, wenn Regen und Trockenheit sich regelmäßig abwechseln. Der zeitlich begrenzte Wassermangel schafft eine Herausforderung, die die Krokodile bewältigen können. Man könnte annehmen, dass Tiere in einem unveränderten Lebensraum keine Veranlassung haben, sich zu entwickeln. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Der Malawisee beispielsweise ist seit einer Million Jahren eine stabile Süßwasserwelt. Dort herrschen perfekte Bedingungen für die Seebewohner. Trotzdem gibt es gerade dort mehr einzigartige Fischarten als in irgendeinem anderen See auf der Erde. Allein 800 verschiedene Buntbarsche haben sich dort entwickelt. Grund dafür ist die Nahrungsverteilung. Damit alle satt werden, müssen sie sich unterschiedliche Nahrungsquellen suchen, und eine Art der großen Buntbarschfamilie gibt sich allergrößte Mühe, ihr Auskommen als Untote zu finden. "Schläfer" nennen Aquaristikfreunde diesen Barsch, weil er den Tag damit verbringt, auf dem Grund eines Gewässers zu liegen. Aber der Schläfer hält keineswegs ein Nickerchen, vielmehr versucht er so überzeugend wie möglich, seinen Tod zu inszenieren. Dabei bleibt er nicht nur völlig regungslos auf der Seite liegen, sondern wird auch noch von seiner Färbung unterstützt, die im Laufe seiner Evolution immer mehr das Aussehen eines verrottenden Kadavers angenommen hat. Nähern sich dann kleinere Aasfresser dem vermeintlichen Festmahl, erwacht der Zombiefisch zu neuem Leben und verschluckt den überraschten Angreifer mit Haut und Schuppe. Tiere haben viele Möglichkeiten, sich an die Wege des Wassers oder auch sein temporäres Fehlen anzupassen. Heute greift die Menschheit allerdings massiv in die Wege des Wassers ein. Flüsse werden gestaut, umgeleitet oder kanalisiert, aus Seen werden große Mengen von Wasser für die Landwirtschaft entnommen, und Regenfälle können manipuliert werden. Viele Tiere haben keine Chance, mit diesen Veränderungen mitzuhalten. Ein Beispiel ist der Indusdelfin. Schätzungen zufolge gibt es nur noch etwa 1500 dieser seltenen Art. Problematisch für Delfine sind die zahllosen Kanäle, die Flusswasser für die Landwirtschaft bereitstellen. Gelangt ein Delfin in einen solchen Kanal, schafft er es nicht, wieder in den Fluss zurückzukehren. Das wäre sein Todesurteil, wenn nicht Naturschützer begonnen hätten, regelmäßig die Kanäle zu überprüfen und gestrandete Tiere in den Indus zurückzubringen. Allein 2023 konnten 30 Delfine auf diese Weise gerettet werden. Ob solche Aktionen letztlich das Aussterben der bedrohten Süßwasserbewohner verhindern können, wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall zeigt das Beispiel, dass Süßwasser weit mehr ist als eine Ressource für die Menschheit.
16:15
In Wäldern ist es für Tiere nicht einfach, sich mit Artgenossen zu verständigen. Dabei ist Kommunikation im Wald entscheidend, denn meistens ist die Sicht auf Freund oder Feind versperrt. Ob Lautäußerungen oder optische Signale, viele Arten lassen sich etwas Besonderes einfallen, wenn sie gehört oder gesehen werden wollen. Satyrhühner, auch Tragopane genannt, leben gut versteckt in den Gebirgswäldern Zentralchinas. Die Rufe der männlichen Vögel sind charakteristisch und bestehen aus einer Kombination von tiefen, grollenden und hohen, pfeifenden Tönen. Auch inmitten von Bäumen werden sie so über große Entfernungen wahrgenommen: Konkurrenten werden vor dem Übertritt ins eigene Territorium gewarnt, Weibchen dagegen angelockt. Bei der Balz kommunizieren die männlichen Tragopane auch optisch, inszenieren ihr prächtiges Federkleid mit komplexen Tanzbewegungen. Eine künstlerisch aufwendige Demonstration ihrer Attraktivität als Partner. Indische Teakwälder sind kein einfaches Jagdrevier. Das Unterholz ist meist dicht, und so mancher Bewohner kann sich leicht darin verlieren. Nicht die Rothunde. Die hochsozialen Tiere leben in Rudeln und sind begabte Kommunikationskünstler. Sie verständigen sich vorwiegend mit Winsel-, Fiep- oder Knurrlauten. Ihre Lautäußerungen stärken soziale Bindungen oder dienen als Warnrufe. Ein Wissenschaftler hat herausgefunden, dass bei der Jagd sogar ein sogenannter Glockenlaut zum Einsatz kommt, ein hohes zweisilbiges "huu huu". Ertönt dieser Laut, teilt sich das Rudel und nimmt die Beute in die Zange. Durch ihr akustisch perfekt koordiniertes Teamwork erlegen Rothunde sogar wehrhafte Axishirsche. Buckelzirpen, "Darth Vaders der Insektenwelt", gehören aufgrund ihres Aussehens zu den spektakulärsten Waldbewohnern. Sie tragen Hörner, Stacheln und Antennen auf ihrem Körper. Ob es sich um Tarnung oder um Schmuck handelt, ist nur teilweise geklärt. Über 3000 Buckelzirpen-Arten sind bekannt, sie sind weitverbreitet und leben vor allem in den Tropen. Die Insekten erzeugen Klopfgeräusche, die sie über ihre Beine und teils über ihren Saugrüssel auf Blattoberflächen oder Pflanzenstängel übertragen. Damit rufen Buckelzirpen-Nymphen zum Beispiel ihre Mutter herbei, wenn sie angegriffen werden. Und natürlich wird auch bei der Buckelzirpen-Partnerfindung angeklopft. Genauso einmalig wie der uralte Kaltregenwald an der Westküste Kanadas sind auch die Geisterbären. Diese extravaganten Erscheinungen sind Schwarzbären mit hellem Fell, nur ein einziges Gen ist mutiert. Im Herbst bedienen sich die Raubtiere an Lachsen, die vom Pazifik in die Flüsse zu ihren Laichplätzen wandern. Nach kurzer Zeit ist das Fischangebot so groß, dass die Bären oft nur den Rogen fressen und den Rest liegen lassen. Pilznetzwerke nehmen aus dem Boden Stickstoff und Phosphor auf und geben die Nährstoffe an "ihre" Bäume weiter, mit deren Wurzeln sie verbunden sind. Im Gegenzug erhalten die Pilze das Fotosyntheseprodukt Zucker von den Bäumen. Durch diese besondere Partnerschaft stehen an der kanadischen Westküste einige der weltweit höchsten Bäume. In den Wäldern unserer Erde existieren vielfältige Kommunikationsnetze, Universen voller überraschender, komplexer Verbindungen.
17:00
Küsten sind für die meisten Menschen verheißungsvolle Urlaubsorte mit langen Sandstränden und klarem Meerwasser. Vor allem aber sind sie Lebensraum für zahllose Tierarten, die vom offenen Meer oder vom Land an die Küsten kommen, weil sie dort Nahrung finden. Die arktische Küste ist der Schauplatz eines großen saisonalen Wandels auf unserer Erde. Im Frühling schmelzen Milliarden Tonnen Eis und setzen riesige Mengen von Nährstoffen in den Küstengewässern frei. Ein Ereignis, das zahllose Meeresbewohner anzieht. Unter ihnen schweben auch blinde, bizarr aussehende Wesen herbei: Meeresengel, fünf Zentimeter große Ruderschnecken. Die betörenden Kreaturen mit dem irreführenden Namen haben eine teuflische Seite. Blitzschnell stülpen sie ihren hakenbewehrten Schlund nach außen und vertilgen Seeschmetterlinge, ihre kleineren Verwandten: Szenen wie aus einem Horrorfilm. Weit im Süden unseres Planeten lockt ein üppiges Nahrungsangebot deutlich größere Meeresbewohner an die Küste, was zu dramatischen Szenen führt. Tausende von Seebären drängen sich auf einem kleinen Felsvorsprung der südafrikanischen Robberg-Halbinsel. Alle müssen irgendwann ins Wasser, um zu fressen, auch die Jungtiere. Ein Dilemma, denn dort warten ihre Todfeinde: Weiße Haie. Seebären sind eine beliebte Beute der Haie. Da es immer weniger Nahrung im Meer gibt, kommen die normalerweise einzelgängerisch lebenden Jäger dort in größerer Zahl zusammen. Schon dieses Verhalten ist ungewöhnlich. Doch für die Wissenschaftler noch erstaunlicher ist die Reaktion der Seebären. Sie bilden einen großen Pulk und treiben in einer konzertierten Aktion Weiße Haie zurück ins offene Meer. Diese völlig neue Verhaltensweise ist noch nicht lange bekannt und konnte für die Dokumentation erstmals über einen Zeitraum von vier Jahren gefilmt werden. An Namibias Skelettküste, wo die Wüste auf den kalten Atlantik trifft, zeigen sich unerwartete Besucher: Löwen. Das Filmteam konnte beobachten, wie die ersten Löwen nach 40 Jahren an die Küste Namibias zurückgekehrt sind. Die sogenannten Wüstenlöwen wurden von Farmern verfolgt, die sie als Bedrohung ansahen. Von Wissenschaftlern genau beobachtet und geschützt, konnte die Löwenpopulation ihr Revier wieder vergrößern. Aus ihren ursprünglichen Jagdrevieren vertrieben, bietet die Küste den Großkatzen ein Auskommen. Zwei junge Löwinnen haben sich darauf spezialisiert, nachts Kormorane zu jagen. Die Schwestern sind erfolgreich und lassen sich das Geflügel schmecken. Küstengewässer ziehen auch Besucher an, die nicht nur auf Nahrungssuche sind. Nach einer langen Reise erreichen Südliche Glattwale die argentinische Halbinsel Valdés. Eine besonders geschützte Bucht mit bequemem Sandboden wird nach und nach zum riesigen Kreißsaal für die gebärenden Glattwalweibchen. Sind die Walkälber auf der Welt, haben die Mütter große Mühe, die umtriebigen Jungen in Schach zu halten. An der Pazifikküste British Columbias haben sich Strumpfbandnattern darauf spezialisiert, in den Sommermonaten nicht nur an Land auf Nahrungssuche zu gehen, sondern auch im eiskalten Meer. Beim Fischzug strecken die wechselwarmen Schlangen immer wieder den Kopf aus dem Wasser, um sich aufzuwärmen. Doch das Risiko, auszukühlen und unterzugehen, lohnt sich für eine üppige Fischmahlzeit. Auch dieses ungewöhnliche Verhalten konnte erstmalig gefilmt werden, ein echter Leckerbissen für Herpetologen. Aber Küsten sind nicht immer ein Paradies. Gerade in der Übergangszone von Meer und Land können sich Stürme verheerend auswirken. Seit einigen Jahren wird eine riesige Kolonie Kubaflamingos an der ungeschützten Küste der Halbinsel Yucatán immer wieder durch heftige Unwetter malträtiert. Wasser von oben, Wasser von unten: Die Brutkolonie versinkt in den Fluten, fast alle Eier und Küken werden aus den Nestern geschwemmt. Es ist herzzerreißend, wie die Flamingoküken im Hochwasser kämpfen, sie können noch nicht fliegen. Zitternd vor Kälte versuchen sie mit letzter Kraft, zurück auf ihr Schlammhügelnest zu klettern. Im tropischen Raja Ampat, Indonesien, wird das Korallenriff von einem Mangrovenwald an der Küste geschützt. Ein Lebensraum, der Bogenschützenfische magisch anzieht. Die im Wasser stehenden salztoleranten Bäume mit ihrem verflochtenen Wurzelwerk bieten geniale Jagdmöglichkeiten für die Fische. Wie ihr Name schon sagt, setzen sie Wasserstrahlen wie ein Geschütz ein, schießen damit Insekten von Bäumen herunter. Im Jagdeifer gibt es schon mal Ärger unter den Fischen, wenn besonders schlaue oder faule Fische dem Schützenkönig seine ins Wasser purzelnde Beute wegschnappen. Dagegen hilft nur, noch smarter zu jagen. Die Cracks unter ihnen katapultieren sich aus dem Wasser und pflücken die Insekten direkt von den Ästen der Mangrovenbäume.
17:45
Eine neue Generation von Artenschützern versucht mit den ungewöhnlichsten Mitteln, Naturräume zu schützen und Arten vor dem unausweichlich scheinenden Aussterben zu retten. Die gute Nachricht ist, ihr Einsatz zeigt Erfolge. Die können ein Ansporn für alle sein und Hoffnung geben, dass die Vielfalt auf unserer Erde doch noch bewahrt werden kann. Einige Arten können nur noch vor dem Aussterben gerettet werden, indem die letzten, teilweise weit versprengten Exemplare gefunden und mit Artgenossen zur Fortpflanzung zusammengebracht werden. Solche Missionen erfordern viel Arbeit, Schweiß und Geduld, und manche Artenretter riskieren sogar ihr Leben. Zuchtprogramme sind oft eine Herausforderung, weil die infrage kommenden Tiere über ausgedehnte Gebiete verteilt sind oder sogar in verschiedenen Ländern leben. Und besonders schwierig ist es, wenn die Tiere besonders groß sind und die Umsiedlung schnell gehen muss. Dumisani Zwane, der gerade wohl berühmteste Wildhüter in Südafrika, ist mittlerweile Spezialist im Transport von Spitzmaulnashörnern. Die Tiere bringen über eine Tonne auf die Waage und müssen oft ausgeflogen werden, weil sie in ihrem ursprünglichen Lebensraum bedroht sind. "Dumis fliegende Nashörner" sind mittlerweile legendär. In Reservaten erhalten sie eine zweite Chance. Neben den Großen stehen auch viele Kleine vor dem Aus. Ein weltweites Froschsterben wird von einem Pilz ausgelöst, der sich auf der Haut der Amphibien ausbreitet und eine tödliche Krankheit auslöst. Weltweit sind dieser Epidemie bereits zahlreiche Arten zum Opfer gefallen. Der Biologe Jaime Culebras arbeitet an einem Zuchtprogramm, um gefährdete Arten zu erhalten. Allerdings gleicht die Fahndung nach den winzigen Patienten im ausgedehnten Regenwald der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ein kleiner Harlekinfrosch hat es Jaime besonders angetan. Das Team nennt den winzigen Hüpfer "Sad Santiago". Traurig ist er vor allem deshalb, weil Jaime seit Jahren keine Partnerin für ihn finden kann. Mittlerweile gilt der "traurige Santiago" als Letzter seiner Art. Die Bestände mancher Arten könnten sich auch ohne solch massive Eingriffe erholen, wenn entsprechende Schutzmaßnahmen erlassen und vor allem deren Durchsetzung gewährleistet werden könnten. Die Waldelefanten der Elfenbeinküste beispielsweise sind durch den illegalen Elfenbeinhandel stark bedroht. Selbst Elefantenbabys werden abgeschlachtet, obwohl ihre winzigen Zähnchen nur wenig verwertbares Elfenbein liefern. Die Aktivistin Tang Nguyen ist eine junge Frau aus Vietnam, die mit dem internationalen Naturschutz-Netzwerk EAGLE zusammenarbeitet. Sie wird als potenzielle Käuferin in die Elfenbeinmafia eingeschleust, um Wilderer, Hehler und Schmuggler dingfest zu machen und so dabei zu helfen, die charismatischen Dickhäuter vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Ist ein Tier in einer Region bereits ausgestorben, kann es oft nur unter schwierigsten Bedingungen wieder angesiedelt werden. Die Auswilderung von Zootieren ist lange nicht so einfach, wie sie klingt. Oft haben Tiere, die in menschlicher Obhut aufgewachsen sind, schlicht und einfach nicht mehr das Know-how, um in der Wildnis zu überleben. Ein gutes Beispiel für dieses Problem ist der in Europa seit Jahrhunderten ausgestorbene Waldrapp. Der Ibis mit dem auffälligen Federbüschel am Hinterkopf sollte als Zugvogel im Sommer in Deutschland, Österreich und anderen nördlich der Alpen gelegenen Gebieten brüten und im Herbst nach Italien migrieren. Damit der Waldrapp jedoch seinen Weg über das Gebirge findet, müssen jedes Jahr Jungvögel von Hand aufgezogen und auf ihre menschlichen Betreuerinnen geprägt werden. Die Biologin Katharina Huchler und ihre Kollegin Helena Wehner ziehen als Pflegemütter eine Schar von 28 Waldrappen auf und führen sie mit Leichtfluggeräten über die Alpen. Einmal mit der Zugroute vertraut, sind die Vögel ab diesem Zeitpunkt in der Lage, auch allein ihren Weg über die Alpen zu finden. Als Kulturfolger hat der Waldrapp mit etwas Hilfe keine Probleme, auch im dicht besiedelten Europa wieder heimisch zu werden. Fatal wird die Sache allerdings, wenn es keine oder zu wenige Habitate gibt, in denen gerettete Wildtiere ein neues Zuhause finden können. Alessandra Korap ist eine der Sprecherinnen des indigenen Volkes Munduruku. Sie musste mit ansehen, wie ihre Heimat, der Regenwald Brasiliens, immer mehr durch Bergbau, Holzindustrie und vor allem für die Landwirtschaft zerstört wurde. Um die Öffentlichkeit auf das Ausmaß der Zerstörung aufmerksam zu machen, organisierte sie gemeinsam mit anderen Völkern des Regenwaldes die größte Protestaktion von Indigenen, die jemals in Brasilien stattgefunden hat. Schon Ex-Präsident Bolsonaro musste ein Gesetz wieder zurücknehmen, das die Rodung der Wälder am Amazonas erleichtern sollte. Auch der aktuellen Regierung von Lula da Silva traut Alessandra wenig zu: "Wenn Lula ins Ausland reist, sitzt er mit reichen Leuten zusammen und nicht mit Waldschützern. Ein Ministerium ist nutzlos, wenn die Regierung über unser Land verhandelt, ohne anzuerkennen, dass wir hier sind." Ein Umdenken auf politischer Ebene ist die wichtigste Voraussetzung, wenn man Klimawandel und Artensterben stoppen will. Bislang haben sich allerdings weltweit nur wenige Politiker als Klimaretter und Artenschützer erwiesen. Einer davon ist Mohamed Nasheed. Als er 2008 Präsident der Malediven wurde, überraschte er die Welt mit seinen Forderungen zum Klimaschutz. Ein Jahr später hielt er sogar eine Parlamentssitzung unter Wasser ab, um darauf aufmerksam zu machen, dass sein Inselstaat schon bald untergehen wird, wenn die Klimaerwärmung nicht gestoppt werden kann. Zwischenzeitlich wurde er gestürzt, eingesperrt, gefoltert und entging nur knapp dem Anschlag durch eine Motorradbombe. Trotzdem kann ihn nichts und niemand davon abhalten, weltweit Politiker auf die Klimaerwärmung anzusprechen und immer wieder die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius einzufordern. Für Nasheed ist die Klimafrage das wichtigste politische Thema der Gegenwart.
18:30
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19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
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20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Joe Jessens Vater Conrad liegt nach einem Mordanschlag im Koma, und an seinem Bett sitzt eine Frau, die behauptet, die Ehefrau seines Vaters zu sein. Doch Joe hat diese Frau noch nie gesehen. Die Polizei bestätigt ihre Geschichte, und Joe muss erkennen, dass sein Vater 20 Jahre lang ein Doppelleben geführt hat. Hilfe suchend wendet er sich an Karl Reiser, den langjährigen Anwalt und Freund der Familie. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Unstimmigkeiten in den Finanzen von Conrads wohltätiger Stiftung und dem vermeintlichen Anschlag? Von Kommissar Ruiz erfährt Joe, dass der Tod von Olivias erstem Ehemann kein Unfall war. Wollte sie nun auch Conrad zur Strecke bringen? Derweil entpuppt sich Charlotte Jessens neuer Freund Kolja als Olivias Sohn und Joe Jessens Stiefbruder. Nach und nach offenbart sich Joe ein erschütterndes Familiengeheimnis.
21:45
Mitte Mai beginnt der Almsommer. Sennerinnen und Senner ziehen mit Kühen, Schweinen und Schafen in die Mittel- und Hochlagen der Gebirge, denn dort finden sie saftige Weideflächen. Angelika und Andreas Schuchard bewirtschaften jeden Sommer die Sennalpe "Thalhofer Berg" in den Allgäuer Alpen. Für ein paar Monate bricht das Ehepaar aus seinem "normalen" Leben aus. Warum tun die beiden das? Barbara Lueg und Jutta Sonnewald suchen nach Antworten. Der Film gibt einen intimen Einblick in das Leben und die Gefühlswelt von Angelika und Andreas Schuchard. Er erzählt von ihrem Alltag auf der Alm, der um 4.00 Uhr morgens beginnt und spät am Abend endet. Er begleitet Andreas, wenn er im Dunkeln die in den Bergen verstreuten Kühe zum Melken einsammelt, und Angelika bei ihrer schweren Arbeit in der Käserei. Und er taucht dabei ein in ihre Träume, ihre Sorgen, ihre Motivation. Angelika ist von Beruf Krankenschwester. Durch zusätzliche Nachtdienste ermöglicht sie sich, den Sommer in den Bergen zu sein. Ihr Mann, der Malermeister ist, schließt während des Sommers seinen Betrieb komplett. Was finden die beiden in dieser völlig anderen Welt? Der Film erzählt zwischen Kuhstall und Bergzauber auch von der Suche nach Einsamkeit und dem Reiz der Herausforderung - in einer Zeit, in der eine entfesselte Welt die Flucht aus dem Alltag wohl besonders anheizt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Ein Ferienhaus am Fließ wird in Brand gesetzt und zerstört. Außerdem wird ein Politiker ermordet. Fichte, Luise Bohn und Krüger suchen auf unterschiedlichen Wegen Brandstifter und Täter. Sie stoßen in einer psychiatrischen Klinik auf die Patientin Maja Wiechmann. Sie hat eine dissoziative Identitätsstörung, und überraschenderweise laufen bei ihr beide Fälle zusammen. Eine geheimnisvolle Frau taucht bei Krügers Bauwagen auf und warnt ihn vor einer Gefahr. Am selben Tag wird die Leiche von Gernwart Voss gefunden, Lokalpolitiker des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, der für die Verteilung von Fördermitteln des Strukturwandels zuständig war. Angesichts dieses Verbrechens informiert Krüger Luise Bohn und Fichte über seine mysteriöse "Warnerin". Luise und Fichte folgen allerdings der Spur eines Brandstifters, der in der Nähe der Leiche ein Ferienhaus angezündet hat. Krüger erkennt in Maja Wiechmann die geheimnisvolle Besucherin. Er befasst sich mit der Psyche von Maja, die laut ihrer empathischen Betreuerin, der Psychologin Jenny Trumaschek, in sechs verschiedene Persönlichkeiten aufgespalten ist. Doch nun scheint sich in der verstörten Maja eine 7. Person breitgemacht zu haben. Wer ist diese 7. Person? Als Fichte und Luise bei ihren Ermittlungen im Mordfall Voss über Umwege schließlich auch in der psychiatrischen Klinik landen, sorgt die Enttarnung der 7. Person für eine unerwartete Wendung und zur Aufklärung der beiden Fälle und ihrer Zusammenhänge.
23:55
Eine schwer verletzte junge Prostituierte wird von Kolleginnen auf der Polizeiinspektion abgeliefert. Helga und Leila starten ihre Ermittlungen und stoßen bald auf Boris, den Zuhälter. Um Misshandlung geht es auch im Fall Benny Bruckner: Benny, ein siebenjähriger Stöpsel, terrorisiert den Aufseher einer Fitnesshalle. Sylvester Thaler versucht das zu klären - nicht zuletzt, weil er bei der Tochter des Opfers Eindruck schinden möchte. Lukas und Altan wiederum sind an einer Raubüberfallserie dran, bei der die Täter scheinbar endlich einen Fehler gemacht haben und erwischt werden könnten. Altans Sorgen mit seinem Bruder Efe und seinem Cousin Dogan bleiben währenddessen Eberts, der immer noch Innendienst verrichten muss, nicht verborgen.