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TV Programm für 3sat am 31.03.2026

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Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch 22:29

Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch: 1939 - 1945

Geschichte

8. Mai 1945: Mit Ende des Zweiten Weltkriegs endet auch die Herrschaft der Nazis in Deutschland. Die Dokumentation erzählt von sieben Menschen auf Basis ihrer überlieferten Tagebücher. "Ich habe es von ganzem Herzen herbeigesehnt", schreibt die 20-jährige Ortrun Koerber. Die schwangere junge Nationalsozialistin Inge Thiele notiert: "Das ist das Ende des Dritten Reiches, an das wir geglaubt haben. Vielleicht geht es besser ab, als wir glauben." Willy Cohn, seine Frau Trudi und die beiden Töchter Susanne und Tamara erleben das Kriegsende nicht, sie wurden im November 1941 von den Nazis ermordet. 14 Tage zuvor hatte Cohn im Tagebuch notiert: "Wir müssen die Wohnung räumen und werden voraussichtlich verschickt werden. Gott wird uns schon helfen!" Die sieben Tagebuchschreiberschreiber repräsentieren unterschiedliche soziale Schichten, politische Lager und Konfessionen. Und sie schreiben aus der Unmittelbarkeit des Alltages heraus. Sie sind Anhänger der Nazis, Gegner, Ausgestoßene und Opfer der NS-Herrschaft. Sieben Lebenslinien, sieben Schicksale aus Deutschland: die Würzburger Schülerin Ortrun Koerber, der Wittlicher Gastwirt Matthias Mehs, der Breslauer Lehrer Willy Cohn, der Funktionär im Reichsarbeitsdienst, Egon Oelwein, die Hamburger Hausfrau Luise Solmitz, eine Gärtnerin und ein Wehrmachtssoldat. Sieben Leben im Nationalsozialismus zwischen euphorischer Gefolgschaft, Karriere, Zerrissenheit, Anpassung, Verzweiflung und Tod. Ihre Tagebucheinträge berichten von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten: von Jugend und Chancen, Sehnsucht, Ausgrenzung, drohender Deportation. Von Hunger und Liebe, vom Wegschauen, vom Schweigen, von Schuld. Sie beschreiben, wie der Krieg "nach Hause" kommt, erzählen von den Bunkernächten, dem Wunsch, "nur noch zu überleben". Es entsteht eine Erlebnisgeschichte aus der Unmittelbarkeit des Tags und der Situation der Zeit heraus. Sie alle lebten im Heute - und kannten das Morgen nicht. In ihren Lebensgeschichten spiegeln sich die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs. Die Filmemacher Eva Röger, Daniel und Jürgen Ast verweben die Lebensgeschichten zu einem Panorama der Zeit. Der Graphic Novelist Vincent Burmeister "übersetzt" die Tagebuch-Eintragungen in Szenen, gibt den Momenten des Erlebens eine emotionale Qualität. Es entstehen "Erinnerungsbilder", die ein Ausdruck der Seelenlandschaften der Protagonistinnen und Protagonisten sind.

Danach

Quereinstieg als Lehrperson - Kein Diplom, dafür mehr Lebenserfahrung? 23:59

Quereinstieg als Lehrperson - Kein Diplom, dafür mehr Lebenserfahrung?

Reportage

"Ich will der Lehrer sein, den ich selbst nie hatte", sagt Marko Ristic über seinen Quereinstieg als Oberstufenlehrer. Nach fünf Jahren zieht er Bilanz. Reporterin Anna Kreidler will von drei Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern wissen, wie sie sich im Bildungssystem zurechtfinden. In den nächsten Jahren braucht es in der Schweiz mehr Lehrpersonen, als an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden - Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sollen die Lücke füllen. Das hat einen Preis: "Ich werde den Kindern nicht immer gerecht", sagt Jasna Hollenstein. Sie arbeitet als Heilpädagogin, studiert aber Soziale Arbeit. Auch Michèle Nuspel unterrichtet ohne PH-Abschluss - mit 20 Prozent Lohnabzug. "Wir sind billige Arbeitskräfte", sagt sie. Schulleiter José Oberson schätzt das Engagement der Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, weiß aber: Fehlende Ausbildung kann das Bildungsniveau der Kinder gefährden. Geht er ein Risiko ein?