13:13
Die Alp lockt: Einen Bergsommer lang dem Alltagstrott entfliehen und im Einklang mit der Natur leben - genau das wollen jährlich rund hundert junge Frauen und Männer. In einem fünftägigen Crashkurs der Landwirtschaftsschule Hondrich im Kanton Bern lernen die "Time-out-Sennen" die allernötigsten Grundlagen des Sennen-Handwerks. Dann heißt es für drei Monate: Ab auf die Alp! Harte Arbeit und lange Tage erwarten sie. Wenn das Käsen misslingt oder der Hüttensegen schiefhängt, werden die Aussteiger-Sennen auf die Probe gestellt. Die fünfteilige Reihe "Ab auf die Alp!" zeigt ein unbekanntes Stück Schweiz zwischen Mythos und Moderne.
13:56
Für die Sennen aus der Stadt wird es ernst. Als Erste beginnen Anna und Dänu mit dem Käsen. Anna macht sich Sorgen, weil sie vom Melken starke Schmerzen im Handgelenk hat. Anna käst zum ersten Mal in ihrer primitiv eingerichteten Hütte auf der kleinen Alp Gugglen-Geissrück. Dort ist alles anders als in der hochmodernen Schulkäserei in Hondrich. Sie ist froh, dass ihr der Alpbauer Hans-Peter Schmid noch über die Schulter schaut. Res, der Pöstler aus Bern, und Katharina, die Hebamme aus Stuttgart, haben es auf der Rinderalp noch ruhig. Bei den vier jungen Studenten aus Deutschland endet der Alpaufzug in einer wilden Rinderjagd. Auch Miriam muss käsen - jetzt stellt sich heraus, ob sie in der Sennenschule alles verstanden hat. Es sieht nicht schlecht aus für die Sennen aus der Stadt. Aber der Sommer ist noch lang, und die Schwielen an den Händen tun jetzt schon weh.
14:40
Die Sennen aus der Stadt werden langsam, aber sicher zu richtigen Alp-Profis. Das ist auch nötig, denn jetzt kommen harte Zeiten auf sie zu. In der dritten Folge gibt es einen unerwarteten Wintereinbruch auf der Rinderalp. Auf der Alp Gugglen-Geissrück leidet Anna: Ihr Handgelenk ist noch immer entzündet. Und ein ausgebüxtes Schweinchen hält die deutschen Studenten auf Trab. Der Wintereinbruch hat die steilen Weiden glitschig gemacht. Res und Katharina bringen das Vieh sicherheitshalber in den Stall. Ein Rind lahmt. Pöstler Res muss ihm eine Spritze setzen.
15:24
Die Sennen haben sich auf ihren drei Alpen im Berner Oberland gut eingelebt. Aber zur Ruhe kommen sie nicht. Dänu muss nach Bern, Katharina kehrt nach Stuttgart zurück. Das Vieh auf Gugglen-Geissrück wird auf eine höhere Weide getrieben. Die Hühner bringen das deutsche Studentenquartett auf der Alp Oberer Kaltenbrunnen ins Schwitzen. Denn kaum sind sie da, büxt eines aus, und es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd. Eine Kuh sorgt auf der Alp der Studenten für noch mehr Aufregung: Sie will kalben, doch es wird eine Geburt mit großen Komplikationen. Der Bauer ist im Tal. Ob die Studenten es ohne ihn schaffen? Nur Res hat es ruhiger: Er pflegt im Keller der Rinderalp den Käse.
16:06
Bereits einen ganzen Sommer lang leben die Stadt-Sennen auf drei Alpen des Berner Oberlandes. Jetzt kommt die Zeit der Bewährung. Bringen die deutschen Studenten das Kalb trotz der Komplikationen auf die Welt? Wie wird der Käse von Anna und Dänu vom Fachmann taxiert? Der Alpabzug bringt das Ende des Alpsommers. Die deutschen Studenten sind fröhlich und kuscheln ein letztes Mal mit den Kälbern. Bald werden sie wieder in der Uni sitzen. Als Res hilft, die Kuhglocken abzuhängen, kann er plötzlich seine Tränen nicht mehr zurückhalten: Alpabzug heißt für ihn Abschiednehmen vom geliebten Sennenleben. Und Pöstler wird er bald auch nicht mehr sein: Er hat sich für eine berufliche Veränderung entschieden.
16:49
Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbock-Population der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben - nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln. Obwohl das Wetter es nicht vermuten lässt, bestehen die Engadiner darauf, die Schnittkante zwischen Afrika und Europa zu sein. So verblüffend das klingt, plattentektonisch gesehen stimmt es: Dort stoßen die Afrikanische und die Eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Als sie sich einst entschlossen, zu kollidieren, haben sie die Berge aufgeschoben, und es kam zu der sogenannten Blattverschiebung, die noch heute dafür sorgt, dass es hinter dem Malojapass erst sechs Kilometer später wieder ins Tal geht. Dazwischen liegen die vier Seen. Mit ihren knapp 10.000 Quadratkilometern Fläche sind sie von großer Bedeutung für den Wasserhaushalt, für das Klima und auch als reichhaltige Ökosysteme. Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Flora und Fauna der Alpen Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer dort ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche. Auch in Sachen Wetter wird an einem Tag schon mal das ganze Repertoire aufgefahren: Sonnenstrahlen im Morgennebel, gleißendes Mittagslicht, abgelöst von plötzlich aufziehenden spektakulären Wolkenformationen und wildem Gewitter. Alles zusammen ein Naturschauspiel, das schon Philosophen, Dichter und Maler beflügelte, die die Oberengadiner Seenplatte immer wieder bereisten und in deren Licht und Farben sie Inspiration und Frieden fanden.
17:40
Das Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen. Es ist ein raues, wildes Tal mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.
18:31
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
In Nordfrankreich finden sich wildromantische Küstengebiete, prunkvolle Schlösser und Kathedralen sowie eine der schönsten Städte der Welt: Paris. Das Tal der Loire wartet mit prächtigen Burgen und Palästen auf. Aus der Luft erschließt sich die ganze Schönheit des Parks von Versailles, ebenso wie die wilde Kraft des Atlantiks, der die Küste der Bretagne umtost. In den Ardennen und entlang der Küste der Normandie erinnern noch immer viele Festungen, Bunkeranlagen und Soldatenfriedhöfe an die beiden Weltkriege, die in diesem Teil des Landes wüteten.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Auf dem Flughafen BER landet ein Mann mit seiner sechsjährigen Tochter aus St. Petersburg, der um sein Leben fürchtet: der deutsch-russische Journalist Kolja Petrow. Er ist ein Jugendfreund von Karla Lorenz. Doch statt der Diplomatin, die nichts von seinem Besuch weiß, erwartet ihn und die kleine Manja ein russisches Geheimdienstkommando. Bevor ihn die Entführer stellen, lässt Kolja einen Datenstick verschwinden. Rasch kann er auch noch Manja in einem Mietwagen verstecken. Als kurz darauf die Polizei das Mädchen entdeckt, fehlt von dem Entführten jede Spur. Eine Telefonnummer, die Kolja auf Manjas Arm geschrieben hat, führt jedoch zu Karla. Sie wundert sich zwar, nach langer Funkstille auf diese Art von ihm zu hören, nimmt aber seine Tochter bei sich auf. Während sich ihr Freund Jan um das Mädchen kümmert, unterstützt Karla den Krisenstab, darunter auch die BND-Beamtin Weimer. Man findet heraus, dass Kolja in der russischen Botschaft festgehalten wird. Als Staatssekretär Wagner außenpolitischen Druck macht, senden russische Staatsmedien eine überraschende Begründung: Petrow soll geflohen sein, weil er seine Frau in St. Petersburg ermordet habe. Karla, die den Verdächtigen seit Kindertagen kennt, hält das für einen Vorwand. Tatsächlich hatte er Beweise für russische Einflussnahme durch deren Geheimdienste auf wichtige politische Wahlen in Deutschland im Gepäck, die vertuscht werden sollen.
21:43
- "Disclosure Day" Spielberg und die Aliens - Coming-of-Age-Drama "Truly Naked" Wenn Papa Pornos dreht - "Manipulation" Mit Heino Ferch in Kirchenkutte - Dokumentarfilm "Azza" Über eine saudische Fahrlehrerin - Besuch am Set von "Glück im Arsch" Familienkomödie von Natalie Spinell
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Die Dokumentation widmet sich der Geschichte der Erdölindustrie in Österreich und stellt sie in den Kontext internationaler Ereignisse. Erdöl ist eine der wichtigsten Energiequellen der Gegenwart und gleichzeitig eine der umstrittensten. Viele weltpolitische Zerwürfnisse hatten ihren Ausgangspunkt beim Zugang zum Rohstoff Öl und mündeten in Krisen und Kriegen. Die Geschichte der österreichischen Erdölindustrie begann in der Zeit der Monarchie, als auf den Erdölfeldern Galiziens, des heutigen Polens, das "schwarze Gold" gefördert wurde. In den Jahren des Nationalsozialismus wurde die Erdölwirtschaft "germanisiert". Für die Kriegswirtschaft des Dritten Reiches nahm die "Ostmark" eine bedeutende Rolle ein, 1944 lag etwa der österreichische Anteil an der Erdölproduktion innerhalb des Deutschen Reiches bei über 60 Prozent. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und nach Abschluss des Staatsvertrags wurde 1956 die ÖMV gegründet, heute als teilprivatisiertes Unternehmen OMV immerhin einer der führenden Öl- und Gaskonzerne Mitteleuropas. Wie sich die Ölindustrie in Österreich unter geänderten weltpolitischen Bedingungen bis hin zur aktuellen Energiekrise entwickelt hat, erzählt Regisseur Alfred Schwarz in einer spannenden Doku-Rückblende.
23:15
Jahrzehntelang war die Gasversorgung in Österreich kein Thema. Das hat sich seit dem Ukrainekrieg geändert. Der Film blickt zurück auf die Geschichte der Gasversorgung des Alpenlandes. Dabei spannt der Filmemacher Werner Müller den Bogen vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, in der nun versucht wird, sich von alten Abhängigkeiten zu lösen. Dank langfristiger Verträge lieferte Russland seit den späten 1960er-Jahren Erdgas nach Europa - und das zu einem ausgesprochen günstigen Preis. Doch mit dem Ukrainekrieg sind zum Entsetzen der heimischen Wirtschaft diese Lieferungen ins Stocken geraten, was massive Auswirkungen auf das wirtschaftliche und soziale Gefüge Österreichs und ganz Europas hat. Schon einmal war Europas Gasversorgung von einem einzigen Staat abhängig: In England nutzte man am Beginn des 19. Jahrhunderts den dortigen Wissensvorsprung bei der Gasproduktion und Gasversorgung und verkaufte dieses Know-how für teures Geld an das kontinentale Europa. Innerhalb weniger Jahrzehnte machten die Engländer ihr Monopol zur Errichtung von Gaswerken und Leitungen in ganz Europa zu einem lukrativen Geschäft. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte sich Österreich vom Würgegriff der Engländer befreien. 1896 entschied der damalige Wiener Bürgermeister Lueger, die Gasversorgung in die eigenen Hände zu nehmen. Die Gaswerke Simmering und Leopoldau entstanden. Der Bedarf an Gas stieg über die Jahrzehnte massiv an. Da die Gasförderung in Österreich nicht ausreichte, um den Inlandsbedarf zu decken, suchte man nach weiteren Quellen, was letztlich in die Gaslieferverträge mit der Sowjetunion mündete.