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TV Programm für 3sat am 22.03.2026

Wir Kinder aus Bullerbü 05:15

Wir Kinder aus Bullerbü

Familienfilm

Die Sommerferien haben begonnen. Langeweile kommt bei Lasse, Bosse, Ole und den Mädchen Lisa, Britta und Inga nie auf. Zumal da noch die kleine Kerstin ist, die immer für Aufregung sorgt. Die Kinder gehen schwimmen, lassen sich in der Mühle vom alten Johan schauerliche Geschichten erzählen, übernachten auf dem Heuboden, wo sich merkwürdige Gespenster herumtreiben, oder spielen auf einer "einsamen" Insel Piraten. Die Jungen bemühen sich nach besten Kräften, den Mädchen immer wieder Streiche zu spielen. So erzählen sie ihnen von einem verborgenen Perlenschatz, der sich allerdings als sehr seltsam erweist. Aber Lisa, Britta und Inga lassen sich nicht unterkriegen.

Sardinien - Traumstrände und schroffe Berge 06:45

Sardinien - Traumstrände und schroffe Berge

Landschaftsbild

Ob Wanderwege entlang felsiger Klippen, historische Orte oder azurblaues Meer - Sardinien hat seinen Besuchern viel zu bieten. Nicht zuletzt die sardische Kultur mit ihren uralten Traditionen. Je nach Region und Ort variieren in Sardinien die religiösen Bräuche, Musik, kulinarischen Spezialitäten und sogar die Sprache der Menschen stark - bis heute geprägt von einer meist einfachen und typisch mediterranen Lebensweise zwischen Meer und Bergen. Nahe der Ostküste Sardiniens liegt eine der "blauen Zonen" der Erde: Dort werden ungewöhnlich viele Menschen sehr alt, nicht selten über hundert Jahre. Das Geheimnis der alten Sarden liegt in einer Kombination aus einfacher Lebensweise mit viel Bewegung an der frischen Luft und der mediterranen Ernährung mit Hülsenfrüchten, Gemüse, Kräutern, Fisch und dem typisch sardischen Pecorino, also Hartkäse aus Schafsmilch.

kinokino 07:15

kinokino

Kinomagazin

Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Der Iran-Krieg und die Geopolitik der Gegenwart 09:05

Der Iran-Krieg und die Geopolitik der Gegenwart

Zeitgeschehen

In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt. "Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?

Wachau 10:05

Wachau

Landschaftsbild

Von idyllischen Weinterrassen über Burgen und Ruinen bis hin zur Donauschifffahrt - die Wachau ist eine unverwechselbare Kulturlandschaft mit bewegter Geschichte. Karl Hohenlohe begibt sich in die UNESCO-Weltkultur- und -Naturerbe-Region und beleuchtet die vielen Facetten der Wachau. Im Schifffahrtsmuseum in Spitz erforscht er die Nutzung der Donau über die Jahrhunderte und bekommt einen Einblick in den Schiffsbau. Im "Kellerschlössel" der Domäne Wachau in Dürnstein taucht er in die Geschichte des Wachauer Weins ein und darf den weitläufigen Weinkeller erkunden. Bei einem Spaziergang über die Wachauer Weinberge gibt die Fremdenführerin Ulrike Danninger einen Einblick in Mythen und Sagen sowie die jüngere Geschichte der Region.

Sebastian Kurz: Ist Europa bald am Ende? 10:35

Sebastian Kurz: Ist Europa bald am Ende?

Gespräch

"NZZ Standpunkte" bietet spannende Interviews und Gespräche zu aktuellen Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft oder Kultur. Moderiert wird die Sendung von "NZZ"-Chefredakteur Eric Gujer und der Politikphilosophin Katja Gentinetta.

dein buch - Das Beste von der Leipziger Buchmesse 2026 11:30

dein buch - Das Beste von der Leipziger Buchmesse 2026

Literatur

Auf der ARD/ZDF/3sat-Literaturbühne der Buchmesse Leipzig treffen sich an vier Tagen die wichtigsten Autoren aus Sachbuch und Belletristik und stellen ihre aktuellen Bücher vor. Fast 70 Autorinnen und Autoren sind zu Gast auf der gemeinsamen Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat, darunter die Trägerinnen und Träger des Preises der Leipziger Buchmesse und des "Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung". Literaturstars wie Bodo Kirchhoff und Lukas Rietzschel diskutieren in Gesprächen mit Thea Dorn ihre neuen Romane. "Literaturpapst" Denis Scheck stellt seinen persönlichen Literaturkanon vor. Peggy Mädler und Judith Hermann sprechen über ihre aktuellen Erscheinungen. Redaktionshinweis: Auf der gemeinsamen Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat präsentieren während der diesjährigen Leipziger Buchmesse (19.-22.3.2026) wieder namhafte Autorinnen und Autoren ihre aktuellen Romane und Sachbücher. In Gesprächen und Talkrunden treffen sie auf Moderatorinnen und Moderatoren der Kultursendungen der beteiligten Sender. Zu den Gästen zählen auch die Preisträgerinnen und Preisträger des Leipziger Literaturpreises sowie des "Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung". Zuschauer des "Literarischen Quartetts" diskutieren zudem live mit Thea Dorn über Bücher aus der Sendung. Alle Gespräche von der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat auf der Buchmesse sind in der 3satMediathek zu sehen. Auch auf dem Bildschirm begleitet 3sat das alljährliche Literaturevent: Zwei Mal 90 Minuten "dein buch - Das Beste von der Leipziger Buchmesse 2026" bündeln am Sonntag, 22. März, 11.30 Uhr, sowie am Montag, 23. März, um 2.00 Uhr die Höhepunkte des Bühnenprogramms. Am Sonntag, 22. März, um 18.00 Uhr stellen Sandra Kegel, Kai Sina und Kais Harrabi in "Buchzeit" ausgewählte neue Romane vor und geben Lesetipps. Am Samstag, 21. März, zeigt 3sat außerdem einen Thementag mit Literaturverfilmungen.

ZIB 13:00

ZIB

Nachrichten

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Böhmen - Land der hundert Teiche 13:20

Böhmen - Land der hundert Teiche

Landschaftsbild

Entlang der Moldau, südlich der "Goldenen Stadt" Prag, liegt ein verstecktes Mosaik von Seen und Teichen, Wiesen und Wäldern: Böhmen - ein einmaliges Tierparadies im Herzen Europas. Der Reiz dieser Landschaft wurde maßgeblich vom Menschen geprägt, als im Mittelalter begonnen wurde, die unzugänglichen Sümpfe und Moore im Oberlauf der Moldau in eine Teichlandschaft umzuwandeln. Heute ist diese Teichlandschaft UNESCO-Biosphärenreservat. Und sie ist ein außergewöhnliches Beispiel dafür, wie Mensch und Natur in Harmonie miteinander existieren können. Mehr als 150 Vogelarten brüten dort. Zwergdommel, Drosselrohrsänger und Rohrweihe finden im Schilfdschungel ideale Bedingungen für die Aufzucht ihrer Jungen vor, während Blaumeisen in bis zu 400 Jahre alten Eichen auf den Dämmen brüten. Das offene Wasser ist das Revier der Haubentaucher, die ihren Nachwuchs auf Schwimmnestern großziehen. Sogar die anderswo raren Seeadler, die auf große Gewässer angewiesen sind, finden einen idealen Lebensraum. Im Süden Böhmens hat sich ein stabiler Bestand entwickelt.

Hoch hinaus II: Der Bergretter und Hüttenwart - Monte Rosa, bitte kommen! 14:05

Hoch hinaus II: Der Bergretter und Hüttenwart - Monte Rosa, bitte kommen!

Dokumentation

Richard Lehner ist seit 20 Jahren Bergführer in Zermatt und fast ebenso lange nebenberuflicher Bergretter. "Hoch hinaus II" begleitet ihn in seinem Alltag inmitten der imposanten Viertausender. Bei Rettungsaktionen wird Richard Lehner als Bergprofi aufgeboten und muss an der Helikopter-Winde oder zu Fuß zu den Verletzten stoßen. Wie weit riskiert Lehner, der selbst eine Familie mit zwei Söhnen hat, sein eigenes Leben, um andere zu retten? Richard Lehner ist jedoch nicht nur Bergführer und Bergretter: Im Duo mit Killian Emmenegger führt er die moderne "Monte Rosa Hütte" im Herzen der Gletscherwelt in Zermatt. Die Schweiz ist ein Land der Berge. Schweizerinnen und Schweizer sind geprägt von ihnen, leben und arbeiten oder suchen Zuflucht in den Bergen. Viele von ihnen in sicheren Höhen, die gut zu erreichen sind. Doch es gibt auch Menschen, die höher gehen, die weit oben arbeiten oder etwas wagen und dabei ihre Erfüllung finden. So auch die Protagonisten der zweiten Staffel von "Hoch hinaus".

Wilde Schweiz II: Das Calancatal 14:45

Wilde Schweiz II: Das Calancatal: Die schönsten Naturparks

Landschaftsbild

Das Calancatal im Süden Graubündens ist eines der abgelegensten und ursprünglichsten Täler der Schweiz. Dort liegt der "Parco Val Calanca", der kleinste Naturpark des Landes. "Calanca" bedeutet steil, abschüssig. Seinen Namen trägt das wilde und schöne, aber schmale Tal, da es sich tief in die Berge eingeschnitten hat. Kleine Dörfer und Weiler klammern sich an Sonnenterrassen, einige sind nur zu Fuß oder per Seilbahn zu erreichen. Vom Talboden erstreckt sich das Calancatal bis auf eine Höhe von 3200 Metern. Eine majestätische Bergwelt mit kargen Felswänden und schroffen Gebirgskämmen. Mittendrin liegt der herzförmige Lago Calvaresc. Der kleine See ist das Wahrzeichen des Tals und eines der Lieblingsmotive von Mario Theus. Der Naturfilmer liebt die Ruhe und Abgeschiedenheit des Tals. Oft ist er tagelang unterwegs, ohne einen Menschen zu treffen. Eine Kamera hat er immer dabei. Damit filmt er Steinböcke, Gämsen, Hirsche und Bartgeier. Die nahezu unberührte Natur im Calancatal, sagt Theus, biete Wildtieren einen idealen Lebensraum. Die Angst vor Lawinen und Erdrutschen von den steilen Bergflanken ist im ganzen Calancatal präsent. Immer wieder kam es in schneereichen Wintern zu Unglücken mit Todesfällen. Deswegen werden jetzt alte, instabile Trockenmauern abgetragen und durch moderne Stahlverbauungen ersetzt. Verantwortlich für das Naturgefahren-Management im Naturpark ist Davide Lurati. In kaum einer anderen Gegend in der Schweiz, so der Forstingenieur, seien Lawinenverbauungen und ein intakter Schutzwald so wichtig wie im Calancatal. Richtig wohl auf den abschüssigen Hängen fühlt sich die Capra Grigia, die für das Tal typische Graue Bergziege. Um ein Haar wäre sie von der Bildfläche verschwunden. 1997 startete die Stiftung "ProSpecieRara" eine Rettungsaktion für die bedrohten Tiere. Heute gibt es im Calancatal wieder einige Hundert der grauen Ziegen. Die von Züchterin Dorothea Rigonalli verbringen den Sommer auf der Alp Stabveder. Dort bleiben sie Tag und Nacht über im Freien. Ihre Milch wird zu einem besonders schmackhaften Käse verarbeitet. Der Raclettekäse der Rigonallis wurde schon zwei Mal als bester Käse Graubündens ausgezeichnet. Der einzige größere Betrieb im Tal ist der Steinbruch in Arvigo. Seit mehr als 100 Jahren wird dort der begehrte Calanca-Gneis abgebaut. Firmenchef Giovanni Polt führt den Familienbetrieb in dritter Generation. Das Gelände beeindruckt durch seine Steilheit und Höhe. Das macht den Abbau des Natursteins kompliziert.

Wilde Schweiz II: Die Jungfrau-Region 15:40

Wilde Schweiz II: Die Jungfrau-Region: Die schönsten Naturparks

Landschaftsbild

Kaum eine andere Region der Schweiz kann mit so einer Artenvielfalt aufwarten wie die Jungfrau-Region. Die Landschaft um Eiger, Mönch und Jungfrau ist geprägt von krassen Gegensätzen. Extrem trocken ist es auf der Walliser, sehr wasserreich hingegen auf der Seite des Berner Oberlandes. Lieber würden die Menschen ein Fass des besten Weines auf den Boden schlagen, als nur einen Tropfen Wasser zu verschenken, heißt es im Wallis. Seit ein Erdbeben die letzten beiden Quellen versiegen ließ, muss in Ausserberg das Wasser dem Gletscher entzogen werden. Das geschieht über sogenannte Suonen. Wasserrinnen, die größtenteils im 14. Jahrhundert unter immensen Anstrengungen gebaut wurden und sich spektakulär an steilen Felswänden entlangmäandern. Einst waren sie überlebenswichtig für die Bevölkerung. Auf der anderen Seite des Berner Oberlands gibt es hingegen Wasser im Überfluss: Das Lauterbrunnental ist die feuchteste Gegend der Schweiz. 380 Gewässer zählt das Tal. Klare Bergseen, rauschende Wildbäche - und mittendrin die lebhafte Lütschine. Dazu stürzen 72 Wasserfälle in die Tiefe. Der spektakulärste, der Staubbachfall, hat schon Johann Wolfgang von Goethe inspiriert. Die Ahnen erlebten diese grandiose Landschaft, die heute zu den bekanntesten Ferienzielen der Schweiz zählt, wohl einzig als bedrohliche unbezähmbare Wildnis. Riesige Berge - 50 davon über 3500 Meter hoch - säumen den majestätischen Aletschgletscher. Heute leben die Menschen von und mit dieser beeindruckenden Natur. Sie wagen das Abenteuer Alpabtrieb, erforschen den Gletscher oder betreiben ein stromfreies Hotel. Traditionsbewusst züchten sie die urigen Walliser Kampfkühe oder halten auf 3500 Metern auf dem Jungfraujoch die wohl berühmteste Forschungsstation der Welt am Laufen. Mal fördert, mal bedroht die Natur ihre Mission. Das Weltnaturerbe zu erhalten, darum geht es ihnen allen.

Der Rosengarten von Madame Vernet 16:30

Der Rosengarten von Madame Vernet

Komödie

Die schönsten Rosen wachsen nicht einfach so: Niemand weiß das besser als Madame Vernet. Die Rosenzucht ihres verstorbenen Vaters, die sie übernommen hat, genießt großes Ansehen. Geschäftlich läuft es weniger gut: Um die drohende Insolvenz abzuwenden, muss Madame Vernet endlich wieder den begehrten Züchterpreis gewinnen. Die "Goldene Rose" geht jedoch seit Jahren an ihren übermächtigen Konkurrenten Lamarzelle. Lamarzelle lässt züchten und behält seine kostbaren Stecklinge exklusiv für sich. Um sich mit ihm messen zu können, brauchen Madame Vernet und ihre treue Mitarbeiterin Véra dringend Verstärkung. Mit Nadège, Samir und Fred, die über ein Sozialprogramm kommen und reichlich unmotiviert wirken, weiß die verzweifelte Rosenzüchterin zunächst wenig anzufangen. Doch dann kommt Madame Vernet eine Idee, wie ihr neues Team bei der Beschaffung eines einzigartigen Stecklings helfen könnte, den sie für eine preisträchtige Rosenkreation benötigt.

Buchzeit 18:00

Buchzeit: Talk über literarische Neuerscheinungen - von der Leipziger Buchmesse

Literatur

Jedes Frühjahr wird Leipzig zum Treffpunkt der internationalen Literaturszene. Am 19. März 2026 öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Tore erneut - "Buchzeit" ist wieder dabei. Das "Buchzeit"-Team stellt neue Romane vor und gibt Lesetipps. Auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat diskutieren Sandra Kegel, Kai Sina und Kais Harrabi über ausgewählte Titel. Moderiert wird die Runde von Katrin Schumacher. Vier herausragende Neuerscheinungen aus dem internationalen Frühjahrsprogramm stehen im Mittelpunkt der Sendung - Bücher, die sich mit Erinnerungen und Abschieden beschäftigen, mit Liebe, Schuld und der spannenden Frage, wie Geschichten weiterleben. In "Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung" schreibt die amerikanische Autorin und Essayistin Siri Hustvedt über den Tod ihres Mannes Paul Auster. Hustvedt zählt zu den bedeutendsten literarischen Stimmen der USA. In diesem zutiefst persönlichen Buch verbindet sie Tagebuchnotizen, Briefe und Erinnerungen zu einem vielschichtigen Blick auf Trauer, Liebe und das Weiterleben. "Ghost Stories" ist ein berührendes Erinnerungsbuch - und ein Nachdenken darüber, wie Schreiben dabei helfen kann, mit einem Verlust umzugehen. Der italienische Schriftsteller und Journalist Roberto Saviano erzählt in "Meine Liebe stirbt nicht" eine wahre Geschichte: Saviano, 1979 in Neapel geboren und seit seinem Buch "Gomorrha" unter permanentem Personenschutz, widmet sich dem Schicksal von Rossella Casini. Die junge Frau verliebt sich in einen Mann aus einer Mafiafamilie der 'Ndrangheta und weigert sich, Gewalt und Schweigen hinzunehmen. Aus dokumentarischen Fakten formt Saviano einen packenden Roman über Mut, Idealismus und den hohen Preis der Wahrheit. Mit "Erzähl mir alles" kehrt die amerikanische Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout in die fiktive Küstenstadt Crosby in Maine zurück. Die Autorin ist bekannt für ihre präzisen, unaufgeregten Erkundungen menschlicher Beziehungen. In ihrem neuen Roman begegnen sich vertraute Figuren wie Lucy Barton und Olive Kitteridge erneut. Vor dem Hintergrund eines rätselhaften Verschwindens erzählt Strout von Freundschaft, Einsamkeit, unerfüllter Liebe und dem, was im Leben unausgesprochen bleibt. In "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" setzt sich die Berliner Autorin Judith Hermann mit der eigenen Familiengeschichte auseinander. Ausgangspunkt ist die lang verdrängte Vergangenheit ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS in Polen stationiert war. In ihrer charakteristisch leisen Sprache verbindet Hermann Erinnerung, Reisen und Gegenwart zu einem literarischen Essay über Schuld, Herkunft und das Schweigen der Generationen.

heute 19:00

heute

Nachrichten

Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

3sat-Wetter 19:25

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

CO2-Sauger für Klimaschutz? - Zwischen Wunsch und Wirklichkeit 19:30

CO2-Sauger für Klimaschutz? - Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Dokumentation

CO2 aus der Luft saugen - Vision oder Lösung? "NZZ Format" zeigt den Hype um die CO2-Entfernungsbranche und deren Rückschläge in der Realität. Von Hightechanlagen bis Pflanzenkohle: Genügt dies, um die Klimaziele zu erreichen? Ein "NZZ Format" über den Wettlauf gegen die Zeit. In einer Welt, in der es immer schwerer wird, die Klimaziele doch noch zu erreichen, haben Wissenschaft und Start-ups bahnbrechende Technologien entwickelt. Inzwischen kann man CO2 direkt aus der Atmosphäre entfernen, um so das Klima zu retten. Doch nach dem Hype kommt jetzt der Realitätscheck. Bis 2050 sollen jährlich mehrere Milliarden Tonnen CO2 aus der Luft gesogen werden - bisher hat man gerade einmal eine Million Tonnen geschafft. Reicht das noch? "NZZ Format" taucht tief in die aufstrebende CO2-Entfernungsbranche ein, in der Schweizer Unternehmen wie Climeworks und Neustark eine führende Rolle spielen. Der Ideenreichtum und der Pioniergeist sind immens: Von riesigen Direct-Air-Capture-Anlagen in Island über CO2-bindenden Beton und Pflanzenkohle bis hin zur Nutzung des Meeres als CO2-Speicher und zur Versteinerung im Untergrund - die Lösungen sind vielfältig. Doch nun stellt sich die entscheidende Frage: Sind die derzeitigen Anstrengungen, die verfügbare Finanzierung und die politischen Rahmenbedingungen ausreichend, um die Milliarden Tonnen CO2 zu entfernen, die zusätzlich zur Emissionsreduktion dringend für das Erreichen der globalen Klimaziele benötigt werden?

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Deutscher Kleinkunstpreis 2026 20:20

Deutscher Kleinkunstpreis 2026

Kabarettshow

Der Deutsche Kleinkunstpreis wird 2026 zum 54. Mal verliehen. Tobias Mann sorgt im Frankfurter Hof in Mainz erneut für einen würdigen, satirischen Rahmen. Seit 1972 wählt eine Fachjury unter der Leitung des Mainzer Kleinkunst-Theaters "unterhaus" die besten Künstlerinnen und Künstler des Jahres - diesmal wieder in den Kategorien Kabarett, Musik, Stand-up-Comedy, Kleinkunst, Förderpreis und Ehrenpreis. Die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026 sind: Claus von Wagner in der Sparte Kabarett, William Wahl in der Kategorie Musik, Dr. Pop in der Kategorie Kleinkunst und Abdelkarim in der Sparte Stand-up-Comedy. Der Förderpreis der Stadt Mainz geht an Ana Lucía, den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz erhält Gardi Hutter. Claus von Wagner ist ein Künstler, der sich in anspruchsvolle und scheinbar humorfeindliche Regionen wagt, die andere meiden. Der akribische Aufklärer stellt sich den großen Fragen der politischen Ökonomie mit großer Neugier und mutiger Detailverliebtheit. Die Wucht seiner Bühnenpräsenz und sein Sinn für Situationskomik verwandeln auch schwere Stoffe in fesselnde Theaterkunst. Seine scharfe Analyse wird nie verletzend, weil sie sich nicht an Feindbildern abarbeitet, sondern an Fakten, die er durch genau gezeichnete Figuren sichtbar macht - auch die des verzweifelten Satirikers, womit er abstrakte Probleme zu unserer persönlichen Angelegenheit werden lässt. Mit William Wahl würdigt die Jury einen Künstler, dem es mit virtuoser Leichtigkeit am Klavier, seiner wandlungsfähigen Stimme und einer präzisen Beobachtungsgabe gelingt, alltägliche Situationen in poetische, pointierte und oft zartbitterböse Lieder zu verwandeln. Wahl versteht es dabei, sein Publikum nicht nur zum Lachen zu bringen, sondern auch zu berühren und zum Nachdenken anzuregen - stets mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Charme, Selbstironie und musikalischem Können. Mit Humor, Präzision und Leidenschaft macht Dr. Pop Musik nicht nur hörbar, sondern auch begreifbar. Als Entertainer und promovierter Musikwissenschaftler nimmt er das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Musik und zeigt, wie sie unser Leben prägt. Seine ständig aktualisierte Musik-Comedy-Stand-up-Show "Hitverdächtig" ist pointiert, intelligent und verbindet Witz mit Wissen. Dr. Pop besitzt die Fähigkeit, komplexe Inhalte leicht zugänglich zu machen und beweist, dass Kleinkunst klug, unterhaltsam und relevant zugleich sein kann. Abdelkarim beweist wie kaum ein anderer, dass Stand-up-Comedy nicht nur witzig, sondern auch politisch und gesellschaftlich relevant sein kann. Ob Konflikte im Nahen Osten, Homophobie oder Alltagsrassismus, den er oft selbst erlebt - seine Geschichten mitten aus dem Leben transportieren die aktuellen Themen unserer Zeit. Mal subtil, mal schonungslos - und immer mit dem großen Ziel der Völkerverständigung. Damit hat er sich nicht nur als unverzichtbare Größe in diversen Bühnen-, Fernseh- und Satireshows etabliert, Abdelkarim hat auch die gesamte deutsche Stand-up-Szene mit seinem lakonisch-tiefgründigen Humor maßgeblich geprägt und bereichert. Ana Lucí hat laut Jury mit authentischer Bühnenpräsenz, präzisem Timing und kluger Comedy die deutsche Stand-up-Szene innerhalb kürzester Zeit neu belebt. Zielsicher trifft sie Themen, Sprache und Humor ihrer Generation. Sie scheut keine ernsten und persönlichen Motive wie Mobbing, gesellschaftlichen Erwartungsdruck, Depression oder Leben mit Migrationshintergrund. Dabei nutzt sie geschickt ihre Perspektive zwischen Gen Z und Millennial, zwischen peruanischen Wurzeln und deutscher Herkunft, um mit feiner Balance zwischen Nähe und Distanz den Spaß aus den Problemen unserer Gesellschaft zu sezieren. Eine Künstlerin, die die deutsche Comedy-Szene um eine frische, kompromisslos originelle Handschrift bereichert. Mit Gardi Hutter zeichnet die Jury eine Künstlerin für ihr bedeutendes Lebenswerk aus, das die Kunst der Clownerie neu definiert hat. Seit Jahrzehnten hebt Hutter die Grenzen zwischen Komik, Tragik und Poesie auf und zeigt, dass eine einzige Figur - ihre unnachahmliche Clownfrau Hanna - mehr über die menschliche Seele erzählen kann als Worte. Mit radikaler Körperlichkeit, präzisem Timing und unerschütterlicher Bühnenpräsenz erschafft sie Momente, in denen das Publikum gleichzeitig lacht, schluckt und staunt. Sie ist nicht nur eine Pionierin des zeitgenössischen Clownsspiels, sondern auch eine Meisterin der leisen Wucht, die weit über die Kleinkunst hinausstrahlt. Der Ehrenpreis würdigt eine Künstlerin, deren Werk bleibt: im Gedächtnis, im Herzen und in der Geschichte des europäischen Theaters. Redaktionshinweis: 3sat begleitet auch die 54. Preisverleihung im linearen Fernsehen, in der Mediathek und auf seinen Onlineplattformen.

Mitternachtsspitzen 21:50

Mitternachtsspitzen

Kabarettshow

Es gibt noch ein paar Oasen, in denen sich Kabarettfreunde an Spitzzüngigem laben können wie Dürstende an der kühlen Quelle. Eine davon heißt "Mitternachtsspitzen".

Johann König findet: Kinder sind was Wunderbares 22:50

Johann König findet: Kinder sind was Wunderbares

Comedyshow

In seiner neuen, im Bonner Pantheon aufgezeichneten TV-Show "Johann König findet ..." widmet sich der Gastgeber Woche für Woche einem großen Thema, unterstützt von großartigen Comedians. In der Folge sind zu Gast: Michael Mittermeier, Hinnerk Köhn, Florentine Osche, Ivan Thieme und Tony Bauer. Mit seiner gewohnt eigensinnigen Perspektive, trockenem Humor und liebevoll bissigen Lebensabsurdität beleuchtet Johann König das Alltägliche auf ganz und gar unalltägliche Art und Weise. Seine Gäste bringen ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und Pointen mit und eröffnen neue, manchmal überraschende Blickwinkel auf das tönende Thema des Abends. So entsteht ein rundes, manchmal herrlich schiefes, in jedem Fall aber sehr lustiges Gesamtbild - ein Abend zwischen Denkanstoß und Comedy-Workout der üblichen Lachmuskelverdächtigen, zwischen absurdem Theater und wahrem Leben. Absolut pointenpervers und königlich bekloppt, oder wie Johann es ausdrückt: "Das muss man sich nur immer wieder sagen!"

Black Box - Gefährliche Wahrheit 23:35

Black Box - Gefährliche Wahrheit

Thriller

Nach einem Flugzeugabsturz in den Alpen stößt der junge Black-Box-Analyst Mathieu schnell auf die vermeintliche Ursache der Tragödie. Doch bald kommen ihm infolge neuer Beweise Zweifel. Mathieu setzt seine Untersuchungen eigenmächtig fort und dringt dabei in die korrupten Abgründe der von achtlosen Wirtschaftsinteressen geleiteten Luftfahrtindustrie vor. Um die Wahrheit zu enthüllen, riskiert er sein Leben und seinen Verstand. Infolge des Absturzes eines Passagierflugzeugs in den französischen Alpen wird einzig der Stimmenrekorder der Maschine unversehrt geborgen. Nach dem spurlosen Verschwinden des eigentlichen Ermittlungsleiters, Victor Pollock, betraut Philippe Rénier, Leiter der französischen Untersuchungsbehörde für Flugunfälle, den Black-Box-Analysten Mathieu Vasseur mit dem Fall. Schnell isoliert der junge Experte eine Bordaufzeichnung, die auf einen islamistischen Terrorakt hindeutet. Der Verdacht wird publik gemacht. Durch die Auswertung von Handydaten aus dem Umfeld der Verunglückten gerät Mathieu jedoch ins Zweifeln. Als er erfährt, dass Pollock vor seinem Verschwinden allein mit dem Stimmenrekorder zugange war, bricht er in dessen Haus ein. Mathieu findet Videoaufnahmen von Geheimtreffen zwischen Pollock und dem Unternehmer Xavier Renaud, dessen Firma Computersicherheitssysteme für Flugzeuge entwirft - auch für den Hersteller der Unglücksmaschine. Ein Pilot berichtet Mathieu, dass das in der abgestürzten Maschine verbaute Assistenzsystem als unausgereift galt. Mathieu beschafft sich über den Laptop seiner Frau Noémie, die bei der Agentur für Luft- und Raumfahrtsicherheit arbeitet, sensible Unterlagen zum holprigen Testvorgang des Flugassistenzsystems. Damit gefährdet er Noémies Job - und seine Ehe. Mit den Dokumenten erwirkt Mathieu bei Rénier weitergehende Tests, die allerdings ergebnislos bleiben. Er vermutet, dass der Stimmenrekorder ausgetauscht wurde. Mathieu wird freigestellt, ermittelt jedoch weiter und entdeckt bald eine neue Spur. Als er die notwendigen Beweise für die wahre Ursache des Flugzeugabsturzes in den Händen hält, gerät er in Lebensgefahr. Dem Dreh des französischen Paranoia- und Wirtschaftsthrillers "Black Box - Gefährliche Wahrheit" ging eine weitreichende Recherche voraus, die in besonderem Maße von Frankreichs realer Untersuchungsbehörde für Flugunfälle, BEA, begleitet wurde, die Regisseur Yann Gozlan und seinem Team sowohl beim Drehbuch als auch am Set beratend zur Seite stand. Mit einem präzisen Bild- und Sounddesign nähert sich der Film detailgenau seinem Milieu der Luftfahrt und ihrer technischen Aufschlüsselung an. Die Spannung des Kinohits, der in Frankreich deutlich die Millionenmarke bei den Besucherinnen und Besuchern knackte, steht seinem Authentizitätsanspruch dabei in nichts nach. Die Hauptrolle des Films schrieb Gozlan dem französischen Schauspielstar Pierre Niney auf den Leib. Inspirieren ließ sich Niney für seine Darstellung unter anderem durch die Beobachtung eines realen Black-Box-Analysten und durch Gene Hackmans Figur aus Francis Ford Coppolas Genre-Klassiker "Der Dialog".

Wilde Schweiz II: Naturpark Beverin 01:35

Wilde Schweiz II: Naturpark Beverin: Die schönsten Naturparks

Natur und Umwelt

Inmitten von himmlisch schönen Bergeshöhen thront der Piz Beverin über dem Naturpark, dem er seinen Namen verleiht. Zu seinen Füßen erstreckt sich eine Landschaft voller wilder Natur. Tiefe Schluchten und glasklare Bergseen, artenreiche Trockenwiesen und seltene Moore, majestätische Steinböcke und zurückkehrende Wölfe - der Naturpark im Schweizer Kanton Graubünden ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber. Vier Täler, drei Schluchten, zwei Sprachen - aber ein Park. Das war die gemeinsame Idee der anliegenden Gemeinden. Der "Capricon", wie der Steinbock auf Rätoromanisch heißt, ist das Wahrzeichen des Parks. In den 1960er-Jahren wurde er erfolgreich wieder ausgesetzt. Jüngst zurück ist auch der Wolf. Eine Wildnis, die unterschiedlichste Menschen rund um den Beverin begeistert und für Herausforderungen sorgt. Der Zusammenhalt zeigt Erfolg. Ob Landwirte oder Wildhüter, Umweltschützer oder Senner, Handwerker oder Köche, sie alle engagieren sich für den Erhalt der zauberhaft schönen Natur.

Wilde Schweiz II: Das Calancatal 02:30

Wilde Schweiz II: Das Calancatal: Die schönsten Naturparks

Landschaftsbild

Das Calancatal im Süden Graubündens ist eines der abgelegensten und ursprünglichsten Täler der Schweiz. Dort liegt der "Parco Val Calanca", der kleinste Naturpark des Landes. "Calanca" bedeutet steil, abschüssig. Seinen Namen trägt das wilde und schöne, aber schmale Tal, da es sich tief in die Berge eingeschnitten hat. Kleine Dörfer und Weiler klammern sich an Sonnenterrassen, einige sind nur zu Fuß oder per Seilbahn zu erreichen. Vom Talboden erstreckt sich das Calancatal bis auf eine Höhe von 3200 Metern. Eine majestätische Bergwelt mit kargen Felswänden und schroffen Gebirgskämmen. Mittendrin liegt der herzförmige Lago Calvaresc. Der kleine See ist das Wahrzeichen des Tals und eines der Lieblingsmotive von Mario Theus. Der Naturfilmer liebt die Ruhe und Abgeschiedenheit des Tals. Oft ist er tagelang unterwegs, ohne einen Menschen zu treffen. Eine Kamera hat er immer dabei. Damit filmt er Steinböcke, Gämsen, Hirsche und Bartgeier. Die nahezu unberührte Natur im Calancatal, sagt Theus, biete Wildtieren einen idealen Lebensraum. Die Angst vor Lawinen und Erdrutschen von den steilen Bergflanken ist im ganzen Calancatal präsent. Immer wieder kam es in schneereichen Wintern zu Unglücken mit Todesfällen. Deswegen werden jetzt alte, instabile Trockenmauern abgetragen und durch moderne Stahlverbauungen ersetzt. Verantwortlich für das Naturgefahren-Management im Naturpark ist Davide Lurati. In kaum einer anderen Gegend in der Schweiz, so der Forstingenieur, seien Lawinenverbauungen und ein intakter Schutzwald so wichtig wie im Calancatal. Richtig wohl auf den abschüssigen Hängen fühlt sich die Capra Grigia, die für das Tal typische Graue Bergziege. Um ein Haar wäre sie von der Bildfläche verschwunden. 1997 startete die Stiftung "ProSpecieRara" eine Rettungsaktion für die bedrohten Tiere. Heute gibt es im Calancatal wieder einige Hundert der grauen Ziegen. Die von Züchterin Dorothea Rigonalli verbringen den Sommer auf der Alp Stabveder. Dort bleiben sie Tag und Nacht über im Freien. Ihre Milch wird zu einem besonders schmackhaften Käse verarbeitet. Der Raclettekäse der Rigonallis wurde schon zwei Mal als bester Käse Graubündens ausgezeichnet. Der einzige größere Betrieb im Tal ist der Steinbruch in Arvigo. Seit mehr als 100 Jahren wird dort der begehrte Calanca-Gneis abgebaut. Firmenchef Giovanni Polt führt den Familienbetrieb in dritter Generation. Das Gelände beeindruckt durch seine Steilheit und Höhe. Das macht den Abbau des Natursteins kompliziert.

Wilde Schweiz II: Die Jungfrau-Region 03:20

Wilde Schweiz II: Die Jungfrau-Region: Die schönsten Naturparks

Landschaftsbild

Kaum eine andere Region der Schweiz kann mit so einer Artenvielfalt aufwarten wie die Jungfrau-Region. Die Landschaft um Eiger, Mönch und Jungfrau ist geprägt von krassen Gegensätzen. Extrem trocken ist es auf der Walliser, sehr wasserreich hingegen auf der Seite des Berner Oberlandes. Lieber würden die Menschen ein Fass des besten Weines auf den Boden schlagen, als nur einen Tropfen Wasser zu verschenken, heißt es im Wallis. Seit ein Erdbeben die letzten beiden Quellen versiegen ließ, muss in Ausserberg das Wasser dem Gletscher entzogen werden. Das geschieht über sogenannte Suonen. Wasserrinnen, die größtenteils im 14. Jahrhundert unter immensen Anstrengungen gebaut wurden und sich spektakulär an steilen Felswänden entlangmäandern. Einst waren sie überlebenswichtig für die Bevölkerung. Auf der anderen Seite des Berner Oberlands gibt es hingegen Wasser im Überfluss: Das Lauterbrunnental ist die feuchteste Gegend der Schweiz. 380 Gewässer zählt das Tal. Klare Bergseen, rauschende Wildbäche - und mittendrin die lebhafte Lütschine. Dazu stürzen 72 Wasserfälle in die Tiefe. Der spektakulärste, der Staubbachfall, hat schon Johann Wolfgang von Goethe inspiriert. Die Ahnen erlebten diese grandiose Landschaft, die heute zu den bekanntesten Ferienzielen der Schweiz zählt, wohl einzig als bedrohliche unbezähmbare Wildnis. Riesige Berge - 50 davon über 3500 Meter hoch - säumen den majestätischen Aletschgletscher. Heute leben die Menschen von und mit dieser beeindruckenden Natur. Sie wagen das Abenteuer Alpabtrieb, erforschen den Gletscher oder betreiben ein stromfreies Hotel. Traditionsbewusst züchten sie die urigen Walliser Kampfkühe oder halten auf 3500 Metern auf dem Jungfraujoch die wohl berühmteste Forschungsstation der Welt am Laufen. Mal fördert, mal bedroht die Natur ihre Mission. Das Weltnaturerbe zu erhalten, darum geht es ihnen allen.

Der Bärenmann 04:10

Der Bärenmann: Reno Sommerhalders Leben unter Bären

Tiere

Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst - gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz - vor allem das Tessin - durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains - und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als "Ersatzmutter" für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären in dem Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor - und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen - und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.