04:30
Malarina bringt dem Publikum beim "3satFestival 2025" jede Menge Witz, Charme und einen scharfen Blick auf gesellschaftliche Machtverhältnisse. Statt das Patriarchat zu bekämpfen, macht Malarina das einzig Logische in ihrem Programm "Trophäenraub": Sie nutzt es für sich. Als bürgerliche Pseudo-Feministin sucht sie ihren Vorteil - mit Klugheit und Eleganz. Also begibt sich die in Österreich lebende, selbst ernannte Trophäenfrau auf Partnersuche - und datet sich quer durch die Geschichte. All das und mehr präsentiert Malarina auf der 3sat-Bühne.
05:00
In "Die schönsten Untergänge der Welt" rechnet Sebastian 23 satirisch mit gängigen Untergangsszenarien ab und stellt ihnen seine narrativen Utopien entgegen - mit Humor, Herz und Hoffnung. Sebastian 23 untersucht den Weltuntergang ironisch konkret: Ölknappheit, Gendersternchen, Klimakrise. Doch die Menschheit widersetzt sich: Sie kämpft für Klimaschutz, Gerechtigkeit, Pommes - eine satirische Rettungsaktion mit Wortwitz und Utopien statt Panik. Sebastian 23, Jahrgang 1979, ist studierter Philosoph, Slam-Poet, Buchautor und Comedian. 2008 gewann er die deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften in Zürich. Er tritt auf verschiedenen Comedy- und Kabarettbühnen, in Mixed-Shows und Fernsehsendungen auf. In seinen Programmen kombiniert er Sprachwitz, Gesellschaftskritik und Optimismus - in "Die schönsten Untergänge der Welt" sein bestes Gegenmittel zur Weltuntergangspanik. Ausgezeichnet unter anderem mit dem Prix Pantheon (2010) und dem Deutschen Kabarettpreis (2024), ist er nun zu Gast beim "3satFestival 2025".
05:30
Dirk Stermann spürt es: Etwas braut sich zusammen! Seine Tochter heiratet, und er fragt sich: Hat er als Vater versagt oder alles richtig gemacht? In seinem ersten Soloprogramm "Zusammenbraut" hält er auf dem "3satFestival" eine Brautrede, obwohl er nicht einmal zur Hochzeit eingeladen wurde. Dirk Stermann hat Lust, sich allein auszuprobieren. Er präsentiert sein erstes Soloprogramm "Zusammenbraut" auf dem "3satFestival" in Mainz. Und passend zum Titel hat sich so einiges zusammengebraut. Nicht zuletzt dadurch, dass es in seiner Geschichte tatsächlich eine Braut gibt: Die Tochter von Dirk Stermann. Für einen Brautvater natürlich ein Moment voller Stolz - oder etwa nicht? Dirk Stermann wurde nicht zur Trauung eingeladen. Die Brautrede deshalb jedoch zu verwerfen und niemandem vorzutragen, fällt ihm gar nicht erst ein. Allein trinken, tanzen und feiern, das wird Dirk Stermann auf der Bühne des "3satFestival". Doch einsam wird er dabei nicht sein.
06:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
07:00
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
09:05
Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt. "Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur. Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.
09:35
"Bilder aus Südtirol" ist das Bundesländermagazin des ORF-Landesstudios Tirol. Die Dokumentationen stellen die Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen in Südtirol vor.
10:00
Gerlinde Kaltenbrunner ist die bekannteste österreichische Bergsteigerin. Sie hat alle 14 Achttausender der Welt bezwungen. Ihre Erfolge haben dazu beigetragen, dass Leistungen von Frauen im Bergsport anerkannt worden sind. Sie selbst meint dazu: "Es gibt immer wieder Männer, die nicht akzeptieren können, dass es auch starke Frauen gibt. Aber, das ist dann ihr Problem, nicht unseres." Bis in die 1990er-Jahre hatten es erfolgreiche Bergsteigerinnen nicht leicht. Vielfach wurden ihre Leistungen herabgewürdigt. "Lesbisch zu sein oder gegen Männer zu sein, das war einer dieser Anwürfe, der da gleich kommt. Diese Frauen wollen dorthin, wo die Männer auch sind. Das sind eigentlich Mannweiber, die sind eigentlich auch gegen Männer", erklärt im Film die Historikerin Martina Gugglberger von der Universität Linz. Sie hat das Thema Frauenalpinismus ausführlich erforscht. Die Gesellschaft sah Frauen in der Mutterrolle. Eine Mutter, die auf den Berg klettert, das galt lange Zeit als gesellschaftliches Tabu. Die sechsfache Weltmeisterin im Eisklettern, die Deutsche Ines Papert, kennt die Problematik. Sie selbst ist alleinerziehende Mutter und stellt fest: "Kein Kind der Welt braucht rund um die Uhr seine Mutter." Diese Dokumentation führt durch die österreichische Geschichte weiblicher Bergsteigerinnen und lässt unterschiedliche Frauen zu Wort kommen.
10:45
In dieser Dokumentation begibt sich die ehemalige Skirennläuferin Marlies Raich auf eine besondere Reise durch die Atterseeregion und das Höllengebirge. Im Spannungsfeld zwischen Berg und See taucht diese Produktion ein in das Lebensgefühl der Einheimischen - jenseits der üblichen Klischees des Salzkammergutes. Marlies Raich begegnet Menschen, die ihre Kraft gleichermaßen aus der Natur und dem Wasser schöpfen. Menschen, die mit Leidenschaft ihre Heimat prägen. Darunter eine Gruppe junggebliebener Frauen, die sich täglich zu ihrem morgendlichen Ritual am See trifft. Das Baden im Attersee ist für die vier weit mehr als nur eine Erfrischung - es ist eine Quelle der Energie und ihr persönliches Geheimnis für ewige Jugend. Für Lisa Berger wiederum ist der Attersee seit ihrer Kindheit untrennbar mit ihrer großen Leidenschaft verbunden: dem Segeln. Hoch hinaus geht es für Marlies Raich schließlich in Begleitung von Johann Resch von der Bergrettung und Werner Schnetzer vom Klettersteigverein. Gemeinsam nehmen sie den spektakulären Kugelzipf-Grat in Angriff. Österreichs größter Binnensee offenbart dabei so manches versteckte Juwel: von der mystischen Unterwasserwelt über naturbelassene Kaskaden wie jene des Gimbachs bis hin zu den beeindruckenden Gipfeln des Höllengebirges.
11:30
Die ehemalige Slalomkönigin und nunmehrige "Land der Berge"-Moderatorin Marlies Raich führt in dieser Sendung durch das mystische Gasteinertal. Sattgrüne Wiesen, heilendes Wasser, tosende Wasserfälle und schroffe Bergmassive bestimmen diese Landschaft. Gebettet ist sie in die imposante Natur der Salzburger Alpen, am Rand des Nationalparks Hohe Tauern. Gastein ist ein 40 Kilometer langes Tal im Pongau im Bundesland Salzburg. Es hat viele Gesichter: Diese zeigen sich in Form des architektonisch einzigartigen Bad Gasteins mit seinem Heilwasser, beim Luftbaden in den Wäldern rund um Bad Hofgastein oder in den Bergen oberhalb des Tals. Für Marlies Raich geht es in der Sendung auch hoch hinaus: Mit viel Bauchkribbeln fiebert sie ihrer Paragleit-Premiere über den Gasteiner Bergen entgegen. Gemeinsam mit Moderatorin Sandra König übt sie ihre Achtsamkeit beim Yoga am malerischen Reedsee oder versucht sich beim Klettern im gut versteckten Gasteiner Klettergarten. Hoch oben am Graukogel weiht der Nationalpark-Ranger Hans Naglmayr in die Geheimnisse der "Tauernkönigin" - der Zirbe - ein. Auch spannende Geschichten rund um die Entdeckung des Tauerngolds und des Gasteiner Heilstollens, dem Gesundheits-Schatz des Gasteinertals, erwarten das Publikum. Zum krönenden Abschluss rockt der siegreiche Nordische Kombinierer Bernhard "Bernie" Gruber mit der E-Gitarre am Bockhartsee, und Freeriderin Sandra Lahnsteiner zieht ihre Zauberspuren durch den Gasteiner Schnee.
12:10
Im Süden eingebettet von der Mieminger Kette und im Norden vom Wettersteingebirge, ragt die Zugspitze mit ihrem 2962 Meter hohen Gipfel auf. Marlies Raich macht sich auf Entdeckungstour. Auf unterschiedlichen Höhenmetern erkundet die ehemalige Skirennläuferin das Gebiet der Tiroler Zugspitz-Region zu Fuß, zu Wasser und in der Kletterwand. Sie trifft beim Trailrun Ex-Rennsportkollegin Nicole Hosp und Menschen, die das Gebiet prägen. Knapp unterhalb des Gipfels beginnt die Staatsgrenze zu Deutschland. Beinah von allen sieben Dörfern, die auf der Tiroler Seite der Zugspitze liegen - von Ehrwald, Lermoos, Biberwier, Berwang, Bichlbach und Heiterwang am See - hat man einen Blick auf die Zugspitze. Nur Namlos bleibt der Blick auf den Gipfel verwehrt.
13:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
13:10
"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.
13:15
Das aktuelle Wochenmagazin "quer" präsentiert ungewöhnliche Blicke auf das Zeitgeschehen. Kritisch und informativ, bissig und direkt, aber auch unterhaltsam präsentiert Moderator und Kabarettist Christoph Süß die Themen der Woche aus Politik, Gesellschaft, Szene, Sport und Kultur aus neuen, "queren" Blickwinkeln.
14:00
Das "Ländermagazin" erzählt vom Runterkommen und Zusammenkommen der Insulaner im Winter auf Spiekeroog - zeigt ihre Gemeinschaft und ihre Verbindung zur Natur. Die Strände leer, die Insel eingeschneit und die meisten Restaurants und Hotels geschlossen. Jetzt haben die Menschen auf Spiekeroog Zeit für ihre eigenen Aktivitäten wie Klootschießen, Winterbaden oder Schnitzen. Für viele ist es die schönste Zeit. Moderator Tullio-Francesco Puoti hat sich unter die Einheimischen gemischt, um herauszufinden, wie sich das Leben auf Spiekeroog ohne die vielen Touristen anfühlt. Er begleitet einen Fotografen bei einer Schneewanderung, ist sportlich aktiv beim Training der Spiekerooger Klootschießer - einer Art Kugelweitwurf am Strand - und will wissen, wo sich die Insulaner treffen, um Kraft zu tanken und neue Pläne zu schmieden. Außerdem stellt das "Ländermagazin" aus Niedersachsen eine Gruppe Extremwattwanderer vor, die bei eisigen Temperaturen vom Festland auf die Insel gehen. Und es erzählt von einer Herde Island-Ponys, denen die Kälte ebenfalls nichts ausmacht, die aber viele zweibeinige Helfer brauchen, die sie jetzt im Winter versorgen.
14:30
Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst + Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste. Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst + Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.
15:05
Die Oststeiermark hat eine Millionen Jahre alte Geschichte. Im Vulkanland formten Feuer und Wasser eine Landschaft, die bis heute prägt. Einst von einem Meer umgeben und durch Vulkane geformt, erstrecken sich nun sanfte Hügel mit Burgen, Schlössern und kraftvoller Natur. Eine filmische Reise durch eine Region, in der altes Vulkangestein auf moderne, nachhaltige Konzepte trifft. Thermalwasser versorgt die Oststeiermark mit Energie, während fruchtbare Vulkanerde eine reiche Landwirtschaft ermöglicht. Unternehmer wie Gernot Deutsch und Landwirt Manfred Hohensinner zeigen, wie Tradition und Innovation harmonieren. Mit Vulkanologe Ingomar Fritz erlebt man das Vulkanland aus der Luft, und bei Familie Nagl entdeckt man die tiefe Verbindung von Land, Tradition und dem einzigartigen Kürbiskernöl.
15:30
Viel Sonne und angenehme Wassertemperaturen, lange Sandstrände und eine gute Infrastruktur machen Gran Canaria vor allem im Winter zu einem beliebten Urlaubsziel. Doch fernab von Bettenburgen und Massentourismus lassen sich viele verborgene Schätze entdecken. Andrea Grießmann macht sich auf die Suche nach einem Gran Canaria abseits der Klischees.
16:00
Eine Insel des ewigen Frühlings: La Gomera ist das zweitkleinste Eiland der Kanaren, grüner, natürlicher und wilder als die großen Inseln des spanischen Archipels im Atlantik. Auf La Gomera verfangen sich die Passatwolken in den Bergen und spenden einem jahrtausendealten, immergrünen Nebelwald Feuchtigkeit. Die Felsen vulkanischen Ursprungs schichten sich zu bizarren Formationen auf. Massentourismus blieb der Insel bis heute erspart. Es gibt keine direkte Flugverbindung nach Kontinentaleuropa, die Landebahn des Flughafens auf La Gomera ist zu kurz für Langstreckenmaschinen. So wurde La Gomera zum Geheimtipp für Wanderer und Naturfreunde. Besondere Traditionen haben sich auf der Kanareninsel erhalten. Dazu gehört die Pfeifsprache "El Silbo", mit der sich schon die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner über Schluchten und Täler hinweg verständigt haben. "El Silbo" bildet die Melodie der gesprochenen Sprache nach und hat, je nach Tonhöhe, Lautstärke und Unterbrechungen, eigene Vokale und Konsonanten. Die Pfeif-Kommunikation ist heutzutage Pflichtfach auf den Schulen La Gomeras. Das Filmteam begleitet den kleinen Moises, der "El Silbo" unter Anleitung seiner Lehrerin Silvia Martin erstmals außerhalb des Klassenraums in der freien Natur ausprobieren soll. Auch für die Fortbewegung hat sich auf La Gomera eine eigenwillige Methode seit Jahrhunderten bewährt: Mit bis zu vier Metern langen Stangen, "Astia" genannt, konnten die Ziegenhirten kleine Schluchten und steile Abhänge überwinden. Der Hirtensprung, der "Salto del Pastor", wird heute von den Gomeros als Sport und Hobby betrieben. Mit Tempo und Eleganz gleiten sie die steinigen Hügel hinab. Jung-Gomero Aday Montes will es lernen, muss aber feststellen, dass doch eine gehörige Portion Mut und viel Übung dazugehören. Der Nebelwald im Inselinneren ist heute Biosphärenreservat und UNESCO-Weltnaturerbe. Den Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern war er heilig. Wer sie eigentlich genau waren, das ist noch gar nicht vollends geklärt. Vermutlich wurden die Kanarischen Inseln von Nordafrika aus besiedelt. Nach Ankunft der Spanier aber wurden die meisten Guanchen auf allen Kanarischen Inseln versklavt oder getötet. Wie viel Erbe von ihnen steckt bis heute in den Gomeros? Forscherin Rosa Fregel will das herausfinden und nimmt von freiwilligen Insulanerinnen und Insulanern Genproben. Laura Ramos hatte schon immer das Gefühl, eine direkte Nachfahrin der Alt-Gomeros zu sein. Sie wagt den Test. Bei aller Liebe zur Natur: Die engen Serpentinen, die sich die Hügel hinaufschlängeln, sind eine zu schöne Herausforderung für die Fans von Benzingeruch und Motorenlärm. Jose-Manuel Gonzales ist Berufsschullehrer und hat seine ganzen Ersparnisse in ein Renngefährt Marke Eigenbau gesteckt, mit Motorradmotor, Lenkradschaltung und bulliger Fiberglashaube. Im Jahr zuvor hat er damit die Zeitwertung gewonnen. Zweimal im Jahr ist das Bergrennen das große Ereignis der Insel, bei dem Freunde und Familien die Serpentinen säumen und sich ein bisschen Benzinspaß gönnen im Biosphärenreservat. Wird Jose-Manuel seinen Titel verteidigen können? Und im Meer vor La Gomera treffen sich einmal im Jahr geheimnisvolle Wesen: Engelhaie. Fotograf Marcos Peréz hat die ganze Pracht der Unterwasserwelt dieser Insel schon eingefangen, aber dieses eine Bild fehlt ihm noch: die Hochzeit der Engelhaie. Der Film zeigt ihn beim Tauchgang durch das klare Wasser des Atlantiks. Die Kanarischen Inseln liegen 100 Kilometer vor der afrikanischen Küste und sind als Teil Spaniens auch Teil der EU. Auf der Insel des ewigen Frühlings werden Bananen angebaut, die Palmen geben einen süßen Saft, aus dem ein Sirup, Palmhonig, gewonnen wird. Ausgerechnet diese kleine und beschauliche Insel war auch Startpunkt für die legendäre Entdeckungsfahrt von Christoph Kolumbus, der sich von dort aus auf die Suche nach Indien machte und versehentlich Amerika fand. La Gomera ist eben immer für eine Überraschung gut.
16:45
Mitten im Atlantik schlummert ein grünes Paradies: die Azoren. Neun Inseln vulkanischen Ursprungs zwischen Europa und Amerika. Eine vielseitige Pflanzen- und Tierwelt über und unter Wasser. Ein Garten Eden mit exotischer Blütenpracht, der immer noch ein Geheimtipp unter Reisenden und bislang vom Massentourismus verschont geblieben ist. Auf dem zu Portugal gehörenden Archipel befindet sich der höchste Berg des Landes, der Pico, ein erloschener Vulkan. Einige der rund 1700 Vulkane der Azoren sind immer noch aktiv. Ihr Nationalgericht Cozido schmoren die Bewohner wie in vergangenen Zeiten in der Hitze der Vulkane. An den immergrünen Hängen der erkalteten Vulkane grasen die schönsten Kühe des Atlantik, dort befindet sich Europas einzige Teeplantage. Das Filmteam geht auf den Azoren auf Entdeckungsreise und trifft Abenteurer, Jungbauern und Forscher. Darunter die Meeresbiologin Maria Ines Pavao, deren Vorfahren vor 500 Jahren als eine der ersten Siedler vom Festland Portugals auf die Azoren kamen. Zusammen mit ihrem Kollegen Andre Pacheco, der von Land aus als Walbeobachter arbeitet, ist sie vor der Hauptinsel der Azoren, São Miguel, auf der Suche nach den Delfinen und Walen der Azoren. An den Ausläufern des Pico stehen geheimnisvolle Pyramiden, deren Geschichte noch nicht erforscht ist. Der azorische Forscher Prof. Dr. Félix Rodrigues versucht, einige der Geheimnisse der azorischen Pyramiden zu entschlüsseln. Bislang ging man davon aus, dass die Azoren 1427 von portugiesischen Seefahrern entdeckt wurden. Der Forscher findet in den Pyramiden Hinweise, die auf eine viel frühere Besiedelung schließen lassen. Die neben der Insel Pico gelegenen Insel Faial ist ein Treffpunkt für Weltumsegler und Abenteurer. Einer von ihnen ist Bryan Eaton, der sich mit einem zum Flugzeug umgebauten Schlauchboot das erste Mal in die Luft wagt. Das Wetter auf den Azoren ist dabei unvorhersehbar: Statt des allbekannten Azorenhochs sind auf den Azoren heftige Wetterwechsel an der Tagesordnung. Ohne den vielen Regen gäbe es nicht diese spektakuläre Naturkulisse. Das Archipel bildete sich aus Vulkanen, die sich über das Meer erhoben, als vor rund acht Millionen Jahren die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinanderstießen. Politisch zu Portugal und Europa gehörend, liegen die westlichsten Inseln des Archipels bereits auf der amerikanischen Kontinentalplatte. Rund 1300 verschiedene Pflanzenarten finden sich auf den Azoren. Darunter Farne so groß wie Bäume. Und doppelt so viele Kühe wie Menschen. Die beiden Jungbauern Henrique Lourenco und Joao Couto sind auf den Inseln bekannt für ihre besonders schönen Tiere: Bereits mehrere Male hat Joao mit seinen Tieren den Titel "schönste Kuh der Azoren" geholt. Auch Martim Cymbron nutzt die grünen Felder für sich - als Maler. Er setzt besonders die Farben Grün und Blau, die typischen Farben der Azoren, ein. Sein neuestes Werk hält die bekannteste Blume der Azoren fest, die Hortensie. Dabei kommt diese gar nicht von den Azoren, sondern aus Asien.
17:30
Die Anwältin Ella Wolf und ihr Kindheitsfreund Florian kommen aus dem gleichen Ort, leben aber in verschiedenen Welten. Er ist in Bad Friedlingen geblieben, sie ging nach München. Er führt in dem idyllischen Heimatort den Biobauernhof der verstorbenen Eltern weiter. Für ihn bedeutet die moderne Melkmaschine das Maximum an Veränderung. Ella dagegen steht kurz vor dem nächsten Karrieresprung in einer Münchner Topkanzlei. Noch eine Bewährungsprobe - und sie wird die jüngste Junior-Partnerin aller Zeiten! Bei der ausgelassenen Hochzeitsfeier ihrer besten Freundin begegnen sich die beiden wieder - und kommen einander näher denn je. Als Ella sechs Wochen später in ihr Heimatdorf zurückkehrt, hat sie gleich zwei nicht ganz einfache Themen im Gepäck: Erstens ist sie - was niemand weiß - ungewollt von "Flo" schwanger, zweitens soll sie für eine wichtige Mandantin ein Bauprojekt durchboxen, das ausgerechnet Florian als Anführer einer Bürgerinitiative bekämpft. Und die hat, wie Ella selbst weiß, gute Argumente gegen die rücksichtslose Planung, für die sogar der idyllische Dorfbach weichen soll. Ella möchte sich jedoch nicht für eine Seite entscheiden - und damit die andere verlieren. Besonders schwer tut sie sich mit Florian, der von seinem Glück noch nichts ahnt.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Maria Sibylla Merians "Blumenstillleben in einer chinesischen Vase" ist das Werk einer Pionierin, die Kunst und Naturforschung früh miteinander verknüpfte. Das "Geheimnis der Meister"-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchiert es die Entstehungshintergründe des Werks und versucht sich an der perfekten Kopie. Maria Sibylla Merian war eine Ausnahmekünstlerin: Als Malerin, Entomologin und Naturforscherin verknüpfte sie Kunst mit Wissenschaft, zu einer Zeit, in der Frauen in diesen Bereichen weitgehend ausgeschlossen waren. Ihr "Blumenstillleben in einer chinesischen Vase" ist mehr als ein dekoratives Arrangement - es erzählt vom internationalen Austausch, botanischem Interesse und einem tiefen Blick in die Natur. Merians Werke sind geprägt von ihrer Unabhängigkeit als alleinerziehende Mutter, ihren Reisen nach Surinam und ihrer Arbeit im Dienste der Wissenschaft und erzählen die Geschichte einer Frau, die sich gegen jede Konvention auflehnte. In jeder Folge von "Geheimnis der Meister" wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild? Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider? Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Pilot, Historiker, Fechter, Autor: Bruce Dickinson, der vielseitige Frontmann von Iron Maiden, ist eine Heavy-Metal-Ikone. Seine markante, hohe Stimme, "Die Luftschutzsirene", ist legendär.
21:40
Von Stuttgart nach Los Angeles: Roland Emmerich gilt als der erfolgreichste deutsche Hollywood-Regisseur - dabei hatte er keinen leichten Start. Für seine ersten Science-Fiction-Werke erntete er von deutschen Kritikern Hohn und Spott. Er verließ seine Heimat und ging nach L.A. Seine Homosexualität verbarg er, um nicht als Regisseur für schwules Kino abgetan zu werden, denn er wollte Actionfilme drehen. Sein erstes großes Projekt sollte ein Film mit Superstar Sylvester Stallone werden, doch das kam nie zustande, weil sich Emmerich mit dem damaligen Erfolgsproduzenten Joel Silver ("Stirb Langsam") zerstritt. Silver drohte ihm, dass er in Hollywood niemals wieder Arbeit finden würde. Doch der gebürtige Stuttgarter ließ sich nicht beirren. Mit "Independence Day" inszenierte er die Invasion außerirdischer Monster mit Charme, Witz und atemberaubenden Trickeffekten. Für die Effekte arbeitete Emmerich mit Talenten der Filmakademie Baden-Württemberg zusammen.
22:45
Wladimir Kaminer geht auf Erkundungstour in den Filmstudios Babelsberg, wo seit 1912 Filmgeschichte geschrieben wird. Ob in der Außenkulisse, im Requisitenfundus oder im volumetrischen Studio - er stößt auf eine Schatzkammer des großen Kinos. Das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt steht nicht in Hollywood, sondern in Potsdam Babelsberg. Es ist bis heute das größte Filmstudio Europas. Seit 1912 wurden dort mehr als 4000 Filme produziert. Namhafte Regisseurinnen und Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler haben dort gewirkt und nationale wie internationale Filmklassiker geschaffen, darunter Kultfilme wie "Metropolis" (1927) und "Der Blaue Engel" (1930). Ob in den Filmstudios Babelsberg oder ihren historischen Vorläufern Decla-Bioskop, UFA und DEFA: Die Filmgeschichte Babelsberg spiegelt immer auch deutsche Geschichte wider. Ein mystischer Ort voller Geschichten. "Babelsberg, die deutsche Traumfabrik", staunt Wladimir Kaminer und nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Reise in die Geschichte des deutschen Films. Vor über 100 Jahren begann in Babelsberg die Filmgeschichte mit der Gründung des heute ältesten Filmstudios. Asta Nielsen, der damals größte internationale Star, drehte dort 1912 ihren ersten Film "Der Totentanz" - ein überwältigender Publikumserfolg. Schnell fanden technische Innovationen Einzug in die Filmproduktion. Anfang der 1920er-Jahre ermöglichte die "entfesselte Kamera" den Perspektivwechsel, 1929 feierte der Tonfilm mit "Melodie des Herzens" sein Debüt. Babelsberg ist bis heute ein magischer Ort und ein Spiegel seiner Zeit: Auf die kriegspropagandistischen Stummfilme im Ersten Weltkrieg folgte Fritz Langs monumentales Science-Fiction-Epos "Metropolis", das heute zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehört. Die UFA-Ära der 1930er/1940er-Jahre hat Glanz und Glamour nach Babelsberg gebracht und Stars wie Zarah Leander, Heinz Rühmann, Marlene Dietrich und Hans Albers in die Welt. Genauso steht diese Ära aber auch für zahlreiche menschenverachtende Werke, die unter der Ägide des nationalsozialistischen Reichspropagandaministeriums entstanden sind. Unter sowjetischer Verwaltung wurde in den Nachkriegsjahren die Produktion am Standort schnell wieder aufgenommen. Zu wichtig war das Medium Film für die Propaganda. Bereits im Mai 1946 erfolgte die offizielle Gründung der Deutschen Film AG (DEFA). Der erste Nachkriegsfilm erschien noch im selben Jahr: "Die Mörder sind unter uns" von Wolfgang Staudte. Dem folgten bis 1990 1240 Spiel- und Fernsehfilme verschiedener künstlerischer und politischer Ausrichtungen, die auf dem Babelsberger Areal produziert wurden, darunter Meisterwerke wie "Die Legende von Paul und Paula" (1973) und "Jakob der Lügner" (1976), aber auch legendäre Märchenfilme wie "Der Kleine Muck" (1953) und "Drei Nüsse für Aschenbrödel" (1973). Die Wende und Wiedervereinigung Anfang der 1990er-Jahre hat für den Filmstandort eine neue Epoche eingeläutet. Die Medienstadt Potsdam-Babelsberg wurde geboren. Spiel-, Trick- und Dokumentarfilme, TV-Serien und auch digitale Formate "Made in Babelsberg": Dort entstehen nicht nur nationale Dauerbrenner wie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" (seit 1992), sondern auch internationale Blockbuster wie "Die Tribute von Panem - Mockingjay" (2014/2015), "Monuments Men - Ungewöhnliche Helden" (2014), "Bridge of Spies - Der Unterhändler" (2015), "Men in Black" (1997), "Anonymus" (2011) und der mit vier Oscars ausgezeichnete Film "Grand Budapest Hotel" (2014). Ob Steven Spielberg oder Roman Polanski, George Clooney oder Cate Blanchett - unzählige namhafte internationale Stars gaben und geben sich in Babelsberg die Klinke in die Hand. Wladimir Kaminer trifft Schauspielerin Anna Loos zum Walzer tanzen in der Marlene-Dietrich-Halle und schwelgt mit ihr in Erinnerungen. "Hier wird einfach permanent gezaubert, es ist unglaublich, welche großartigen Filme hier schon entstanden sind", so Anna Loos. Mit Szenenbildner Uli Hanisch erkundet Kaminer die Außenkulisse der Studios, die Neue Berliner Straße, die Hanisch entworfen hat. Im Möbelfundus zeigt Filmausstatter Bernhard Henrich Kaminer seine Lieblingsstücke, von Tom Cruises Stuhl aus "Operation Walküre" bis hin zum Schreibtisch aus "Bridge of Spies" und den Kunstwerken aus "Monuments Men". Mit Christine Handke vom Filmmuseum Potsdam spricht Kaminer darüber, wie der Mythos Babelsberg überhaupt entstanden ist. Sven Bliedung von der Heide weiht ihn ein in die Geheimnisse des volumetrischen Studios und die Zukunft des Films. Und Kunstmaler Robert Krüger zeigt Kaminer, wie er aus 25 verschiedenen Rosatönen den perfekten für "Grand Budapest Hotel" gefunden hat, und erzählt ihm, wie die Zusammenarbeit mit den berühmtesten Regisseuren unserer Zeit funktioniert.
23:20
Nelly taucht über ihre leicht demente Großmutter Rose-Marie in den faszinierenden Kosmos eines Schrebergartens ein: Leid gärtnert neben Freud, Toleranz neben Spießigkeit. Bald schon verheddert sie sich in einen Kleinkrieg mit dem Schrebergartenpräsidenten - und kommt dabei einem düsteren Familiengeheimnis auf die Schliche. Nelly, eine junge Studentin und Busfahrerin im Nebenberuf, wohnt zusammen mit ihrer Oma Rose-Marie. Rose-Marie zieht es aber eigentlich in ihre Schrebergartenparzelle, und zum wiederholten Mal büxt sie aus. Ihre Oma in ein Heim zu stecken, kommt für Nelly jedoch nicht in Frage. Und weil die beiden sowieso bald aus ihrer Wohnung geworfen werden sollen, will Nelly mit Rose-Marie ins alte Schrebergartenhäuschen ziehen. Dies ist gemäß Schrebergartenverordnung jedoch verboten - und wenn es um diese Verordnung geht, versteht der resolute Schrebergartenpräsident Franco gar keinen Spaß. Das stört die freche Nelly überhaupt nicht, und gemeinsam mit einem weiteren Neuling, dem Musiker Paolo Cesar, mischt sie den Schrebergarten auf, um die Verordnung zu ändern. Im multikulturellen Mikrokosmos wird gezeigt, wie diverse Nationalitäten ein Stück Heimat im Garten finden. Nach dem preisgekrönten Dokumentarfilm "Unser Garten Eden" (2010) von Mano Khalil erzählt Rolf Lyssy ein amüsantes Stück Schweiz und seine multikulturelle Diversität. "Eden für jeden" ist eine Produktion von SRF und Atlantis Pictures Ltd. Der Schweizer Film "Eden für jeden" ist der erste TV-Film des Altmeisters Rolf Lyssy. Mit "Die Schweizermacher" (1978) schuf Lyssy den erfolgreichsten Schweizer Film der letzten 50 Jahre. "Die letzte Pointe" war einer der meistgesehenen Schweizer Filme von 2018. Das Drehbuch zeichnet - in Zusammenarbeit mit Rolf Lyssy - Dominik Bernet verantwortlich ("Marmorera", "Der Bestatter", "Die letzte Pointe").
00:50
Im "Berlinale-Studio" begrüßt in diesem Jahr wieder Knut Elstermann die Zuschauer aus dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zu Gast beim "Kino King" sind die interessantesten Schauspielerinnen und Schauspieler und die Kreativen des Festivals. Dazu gibt es das Wichtigste über die Filme und Menschen der Berlinale.
01:20
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden. Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.
02:20
- Fußball: Bundesliga, 23. Spieltag Abendspiel: RB Leipzig - Bor. Dortmund Bayern München - Eintr. Frankfurt VfL Wolfsburg - FC Augsburg Union Berlin - Bayer Leverkusen 1. FC Köln - TSG Hoffenheim - Fußball: Zweite Liga, 23. Spieltag Abendspiel: FC Schalke 04 - 1. FC Magdeburg SV Elversberg - Braunschweig Karlsruher SC - Holstein Kiel Darmstadt 98 - Düsseldorf
03:55
Seit 1982 berichtet "Terra X" über die Natur und Kultur der Welt. Die Jubiläumsreihe "Unsere Kontinente" fügt beides zu einer großen Gesamtschau zusammen. Wie hat die Natur unseres Planeten die Kulturen geformt? Prof. Harald Lesch, Prof. Colin Devey, Prof. Antje Boetius, Mirko Drotschmann, Dr. Mai Thi Nguyen-Kim und Jasmina Neudecker präsentieren die sechs dauerhaft von Menschen besiedelten Kontinente. Die gewaltigen tektonischen Kräfte erschaffen in Afrika eine einzigartige Landschaft: das Great Rift Valley. Die natürlichen Bedingungen Ostafrikas werden zur Wiege der Menschheit und zum Startpunkt ihrer langen Reise: Von dort aus ziehen die Menschen los, um nach und nach andere Kontinente zu besiedeln. Der afrikanische Kontinent erstreckt sich über sehr viele Breitengrade und äußerst vielfältige Naturlandschaften und Klimazonen. Seine so unterschiedlichen Regionen und Bedingungen erfordern immer wieder andersartige Anpassungsstrategien und das Erlernen neuer Kulturtechniken. Vielerorts sind die Böden des Kontinents ausgelaugt. Es entwickeln sich völlig unterschiedliche Lebensmodelle als Antwort auf die extremen Naturbedingungen. Die natürlichen Barrieren des Kontinents - Flüsse, die nicht durchgängig schiffbar sind, die tropische Zone mit ihren tödlichen Krankheiten, undurchdringliche Wälder und die großen Wüsten im Norden und Süden des Kontinents - verhindern den Austausch der verschiedenen Kulturen in Afrika. Darüber hinaus verfügen die Nord- und Westküste über wenige natürliche Häfen und zum Teil schwer zu beherrschende Winde, was einen Austausch der Kulturen über die Grenzen des Kontinents hinaus lange Zeit verhindert. Das gut schiffbare Kap - gelegen auf den internationalen Schiffhandelsrouten - wird zum Einlasstor für Abenteurer und Ausbeuter, die selten das Wohl des Kontinents im Fokus haben. Es sind auch diese natürlichen Faktoren, die Afrikas Aufschwung behindert haben. Und das, obwohl der Kontinent reich an Rohstoffen und Bodenschätzen ist, die bis heute systematisch ausgebeutet werden.
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Asien, der größte Kontinent der Erde, überbietet sich in Superlativen: Er reicht von Sibirien im Nordosten bis zum Suezkanal im Südwesten. In Asien befinden sich der kälteste Ort, die seismisch heißeste Region und die höchsten Gebirge des Planeten. Die Geschichte des Superkontinents Asien beginnt vor 55 Millionen Jahren. Damals schiebt sich der indische Subkontinent unter Eurasien und faltet den Himalaja auf. Dieses gewaltige Hochland bildet eine natürliche Barriere für Regenwolken und teilt Asien in zwei sehr unterschiedliche Teile: einen regnerischen und fruchtbaren Süden und einen trockenen und kalten Norden. Eine Pflanze verändert im feuchten und fruchtbaren Südosten Asiens die Siedlungsgeschichte. Reis wird Nahrungsgrundlage einer stetig und schnell wachsenden Bevölkerung. Es ist dieses besondere Klima, ermöglicht durch den Himalaja, das Südostasien bis heute zur Heimat der größten Megacitys der Welt macht. Asien ist aber auch ein Kontinent der Gegensätze und der menschlichen Anpassung an die unterschiedlichen Lebensräume. Das Wüstenklima im Südwesten inspiriert Weltreligionen, in der Mitte des Kontinents diktiert die Steppe die Lebensbedingungen der Menschen. Das weite Grasland bietet ideale Bedingungen für Pferde. Ihre Domestizierung lässt die Menschen der Steppe zu gefürchteten Kriegern und Herrschern der größten Reiche der Welt werden. Sibirien und Saudi-Arabien halten harte Lebensbedingungen bereit, ihr Reichtum an Bodenschätzen zieht dennoch Menschen in diese eher lebensfeindlichen Regionen. Kein anderer Kontinent hat die Ideen vom Zusammenleben der Menschen so geprägt wie Asien - als Taktgeber für den Rest der Welt. Asien war der Schauplatz der Anfänge der neolithischen Revolution. Heute hat der Kontinent die größte Ansammlung an Megacitys.