04:30
Die Donau begründet Wiens Aufstieg zur Residenzstadt. Bis zu den Ufern des Flusses verlief einst das Römische Reich mit seinen Thermen, Tempeln und Palästen. 2021 hat das Welterbekomitee den an der Donau gelegenen Abschnitt des Limes zum UNESCO-Welterbe ernannt. Der Neusiedler See ist ein Naturparadies und Schmelzpunkt verschiedener Kulturen. Klöster und terrassierte Weinberge bestimmen hingegen die Wachau. Der Handelsplatz Wien profitierte vom Warentransport auf der Donau. Seit der Antike war Wien aber auch Heereslager und Vorposten des Römischen Reichs. Einer der bekanntesten Statthalter war Marc Aurel. Weltbekannte Sakralbauten wie der Stephansdom zeugen von der Bedeutung Wiens als mittelalterliche Residenzstadt. Nach dem Sieg über die Osmanen verwandelte sich die Metropole in eine barocke Hauptstadt. Innerhalb der Stadtmauern ließen die wichtigen Adelsdynastien ihre prächtigen Stadtpalais errichten. Vor den Stadtmauern entstanden eindrucksvolle Schloss- und Palastanlagen wie das Schloss Belvedere des Prinzen Eugen von Savoyen mit seinen Gartenanlagen. In der Gründerzeit entstand die Ringstraße. Als historistisches Gesamtkunstwerk sollte der Prachtboulevard der Bedeutung Wiens als eines der wichtigsten Zentren an der Schwelle zur Moderne gerecht werden. Die Grenzen des Römischen Kaiserreichs verliefen von Britannien über Mitteleuropa durch den Nahen Osten und ganz Nordafrika. Ein Teil davon, der "Donaulimes", ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. In Österreich erstreckt sich diese Kette aus Wachtu¨rmen, Kastellen, Straßen und Heerlagern von den Überresten des Quadriburgus in Oberranna bis zu den beeindruckenden Bauten der Römerstadt Carnuntum. Die Donau bot Schutz vor den "barbarischen" Germanen, diente aber auch als wichtiger Verkehrs- und Transportweg. Rund um größere militärische Einrichtungen entstanden zivile Siedlungen. Auch am äußersten Rand des Reichs konnte das Römische Leben mit den zivilisatorischen Errungenschaften des Imperiums aufwarten: Amphitheater und Thermen, Tempel und Paläste boten Unterhaltung und Komfort abseits der militärischen Disziplin in der Peripherie. Der Neusiedler See, ungarisch "Fertö", zählt zu den grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbestätten. Bis zum Ende der habsburgischen Doppelmonarchie gehörte das Burgenland zur ungarischen Reichshälfte. Auch sprachlich, kulturell und wirtschaftlich bildet die Region bis heute eine Einheit aus Vielfalt. Am westlichsten Steppensee Eurasiens sind 320 verschiedene Vogelarten heimisch. Zum Welterbe zählt der See aber auch als Kulturlandschaft. Dort verliefen vorgeschichtliche Handelswege wie die Bernsteinstraße, lebten Kelten und Illyrer von Viehzucht und Ackerbau. Die Region um den See bildet seit mehr als acht Jahrtausenden einen Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen. Der ungarische Landadel, allen voran die Familie Esterházy, bestimmt über Jahrhunderte die Geschichte dieses Raums. Die Adelsfamilien sind es auch, die rund um den See ihre Schlösser errichten, oft im Kontrast zur Einfachheit der landwirtschaftlich geprägten Siedlungen. Die Wachau ist seit der Steinzeit besiedelt. Klöster aus dem bayrischen Raum begannen, den Donauabschnitt zwischen Melk und Krems zu bewirtschaften. Noch heute prägen die von ihnen angelegten Weinterrassen die Landschaft. Hoch über der Donau wurden Burgen errichtet, die wie einst über die Landschaft wachen. An den Ufern des Flusses entstanden Dörfer und Ortschaften. In der eindrucksvollen Formensprache des Barocks bekrönen die Stifte Melk und Göttweig die Wachau. "Malerisch" ist der Landstrich im doppelten Sinne: Im 19. Jahrhundert entdecken bildende Künstler die Wachau als Inbegriff der Naturromantik. Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".
05:15
Kein Platz! Die UNESCO-geschützte Pracht der barocken Palais in Wien konzentriert sich auf Wiens Innenstadt, weil Bauflächen rar waren. Kunst und Kultur des Fin de Siècle zogen aufs Land entlang der Südbahn. Die Thermen der Römer existieren bis heute in der Kurstadt Baden. Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn bilden ein Gesamtkunstwerk. Bis heute ist Österreich bestimmt von den architektonischen Signaturen der Habsburger. Mit prunkvollen Schlössern, aristokratisch geprägten Stadtlandschaften und markanten Bauwerken. Graz war eine der wichtigsten Residenzen der Habsburger, bevor sie ihr Machtzentrum nach Wien verlegten. Dort lebte und baute man mit südlichem Charme. Der Weg von der Kaiserstadt Graz zur Kaiserstadt Wien führt über den Semmering mit der Südbahn. Sie wurde zur UNESCO-Welterbestätte erklärt. Die Strecke ist eine technische Meisterleistung ihres Erbauers Carl Ritter von Ghega aus dem 19. Jahrhundert. Sie verbindet die Adriaküste mit Wien und sorgte für zahlreiche Grandhotels, in denen sich Adel und Bürgertum im Fin de Siècle erstmals mischten. Zahlreiche Kur- und Küstenorte entlang der Südbahn wurden zu Sommerresidenzen der Künstlerinnen und Künstler des Fin de Siècle. Der Kurort Baden bei Wien ist seit 2021 die jüngste Welterbestätte von Österreich. Bereits in der Antike wurde der Ort von den Römern für die Kraft des heilenden Thermalwassers geschätzt, seinen größten Aufschwung erreichte er jedoch erst in der Monarchie. Die Kurorte übten einen starken künstlerischen, politischen und sozialen Einfluss auf die Gesellschaft aus. Ludwig von Beethoven soll dort große Teile seiner Kompositionen angefertigt haben, und auch für Franz Schubert und Walzerkönig Johann Strauß wurden die Schwefelbäder zu Inspirationsquellen. Die bis heute erhaltenen historischen Trink- und Wandelhallen, Parks, Lustgärten und Kurhotels sind Zeugen einer beeindruckenden Welt von gestern. Die innerstädtischen Palais von Wien künden von der Hochblüte barocker Gestaltungskunst der Habsburger. Bemerkenswert ist der große Anteil an hohen Militärs unter den Bauherren wie die Prinzen Eugen, Mansfeld, Caprara, Daun und Starhemberg. Sie erhielten für ihre Verdienste in den Türkenkriegen vom Kaiser große Summen oder Güter, wodurch sie sich ihre neuen Palais leisten konnten. Für den Bau eines jeden neuen Palais mussten mehrere Bürgerhäuser gekauft und abgerissen werden, weil es auf dem Gebiet des damaligen Wien - der heutigen Innenstadt - kaum mehr Bauplätze gab. So gab es 1730 in Wien etwa 1000 Bürgerhäuser, aber bereits 248 adelige Paläste, also fast ein Viertel des gesamten Baubestands. Von der außergewöhnlichen Konzentration an Prachtbauten profitiert die Stadt bis heute. Vorbild für die Wiener Barockpaläste waren ursprünglich jene in Rom. Daher beschäftigte man vorerst vorwiegend italienische Architekten. Für heutige Verhältnisse geradezu erstaunlich ist die oft sehr kurze Bauzeit: Zwei Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung waren keine Seltenheit. Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn sind ein besonders gut erhaltenes Beispiel einer barocken Herrscherresidenz. Gemeinsam bilden sie ein Gesamtkunstwerk und eine meisterliche Verbindung zahlreicher Kunstgattungen. Im Jahr 1752 gründete der wissenschaftsaffine Ehemann von Maria Theresia, Kaiser Stephan, eine Menagerie, die bis heute als Tiergarten weitergeführt wird und als ältester, kontinuierlich betriebener Zoo der Welt gilt. Auch er ist Weltkulturerbe. Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".
06:20
- DIE LINKE Soziale Ungleichheit und hohe Mieten gehören zu den gesellschaftspolitischen Topthemen in Deutschland. Mit ihrer Forderung nach einer Vergesellschaftung von Immobilien hat DIE LINKE die Berliner Wahl gewonnen. Sie löst allerdings auch heftige Kritik aus. Außerdem sieht sich die Partei einer Reihe weiterer Vorwürfe ausgesetzt. - Wohnen, aber wie? Gespräch mit Journalist Heribert Prantl über das Thema Vergesellschaftung und ihre Verankerung in der Verfassung der Bundesländer. - Ost-Passage Theater in Leipzig Das Ost-Passage Theater Leipzig hat sich eine neue Spielstätte erkämpft. "Kulturzeit" hat mit den Theatermachern über ihr Projekt gesprochen und zeigt, wie es mit viel Eigeninitiative und ein wenig öffentlichen Fördermitteln gelingen kann, Kulturräume als Orte der Begegnung und des kommunikativen Austauschs zu schaffen. - Poetry-Slam-Weltmeisterschaft Der Schweizer Valerio Moser hat am 9. Oktober 2026 in Durban die 5. Weltmeisterschaft im Poetry-Slam gewonnen. - Wirtshaus in der Steilwand Alles begann im 17. Jahrhundert mit einer Eremitenklause an einer steilen Felswand bei Oberaudorf. Jetzt sucht der mittlerweile 81-jährige Konrad Walser, Wirt und Besitzer des einmaligen Wirtshauses "Weber an der Wand", einen Nachfolger.
07:00
- Sicherheitslücke PHP Eine neu bekannt gewordene Sicherheitslücke in der Webserver-Software-PHP sorgt für Alarm bei Betreibern von Internetdiensten. Aus Sorge vor möglichen Angriffen nahmen viele ihre Server vorsorglich vom Netz. Experten erklären, wie solche Schwachstellen entstehen, welche Risiken für persönliche Daten bestehen und warum ein schnelles Schließen der Lücke entscheidend ist. - Portrait: Dr. Roda Verheyen Mit ihrer juristischen Arbeit prägt Dr. Roda Verheyen seit Jahren die Debatte um Klima- und Umweltschutz. Als Rechtsanwältin, Gutachterin und Beraterin hat sie wegweisende Verfahren angestoßen und begleitet, die den gesellschaftlichen Umgang mit der Klimakrise nachhaltig beeinflusst haben. Für dieses Engagement wird die Umweltjuristin am Sonntag mit dem Deutschen Umweltpreis 2026 ausgezeichnet. - Portrait: Dr. Klaus Vossenkaul Millionen Liter Abwasser werden täglich gereinigt. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet Dr. Klaus Vossenkaul. Mit seiner neuartigen Membrantechnologie filtert er selbst kleinste Schadstoffe aus dem Wasser und verbessert die Leistung von Kläranlagen. Für diese Innovation wird der Gründer des Unternehmens Membion am Sonntag mit dem Deutschen Umweltpreis 2026 ausgezeichnet. - Die Rückkehr der Zauneidechse Die Zauneidechse gilt vielerorts als gefährdet, vor allem durch den Verlust ihrer Lebensräume. In Schleswig-Holstein züchten Naturschützer die Tiere nach und schaffen geeignete Biotope für ihre Wiederansiedlung. Mit vernetzten Lebensräumen und gezieltem Schutz soll die Art langfristig erhalten und ihre Ausbreitung gefördert werden.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
- DIE LINKE Soziale Ungleichheit und hohe Mieten gehören zu den gesellschaftspolitischen Topthemen in Deutschland. Mit ihrer Forderung nach einer Vergesellschaftung von Immobilien hat DIE LINKE die Berliner Wahl gewonnen. Sie löst allerdings auch heftige Kritik aus. Außerdem sieht sich die Partei einer Reihe weiterer Vorwürfe ausgesetzt. - Wohnen, aber wie? Gespräch mit Journalist Heribert Prantl über das Thema Vergesellschaftung und ihre Verankerung in der Verfassung der Bundesländer. - Ost-Passage Theater in Leipzig Das Ost-Passage Theater Leipzig hat sich eine neue Spielstätte erkämpft. "Kulturzeit" hat mit den Theatermachern über ihr Projekt gesprochen und zeigt, wie es mit viel Eigeninitiative und ein wenig öffentlichen Fördermitteln gelingen kann, Kulturräume als Orte der Begegnung und des kommunikativen Austauschs zu schaffen. - Poetry-Slam-Weltmeisterschaft Der Schweizer Valerio Moser hat am 9. Oktober 2026 in Durban die 5. Weltmeisterschaft im Poetry-Slam gewonnen. - Wirtshaus in der Steilwand Alles begann im 17. Jahrhundert mit einer Eremitenklause an einer steilen Felswand bei Oberaudorf. Jetzt sucht der mittlerweile 81-jährige Konrad Walser, Wirt und Besitzer des einmaligen Wirtshauses "Weber an der Wand", einen Nachfolger.
09:45
- Sicherheitslücke PHP Eine neu bekannt gewordene Sicherheitslücke in der Webserver-Software-PHP sorgt für Alarm bei Betreibern von Internetdiensten. Aus Sorge vor möglichen Angriffen nahmen viele ihre Server vorsorglich vom Netz. Experten erklären, wie solche Schwachstellen entstehen, welche Risiken für persönliche Daten bestehen und warum ein schnelles Schließen der Lücke entscheidend ist. - Portrait: Dr. Roda Verheyen Mit ihrer juristischen Arbeit prägt Dr. Roda Verheyen seit Jahren die Debatte um Klima- und Umweltschutz. Als Rechtsanwältin, Gutachterin und Beraterin hat sie wegweisende Verfahren angestoßen und begleitet, die den gesellschaftlichen Umgang mit der Klimakrise nachhaltig beeinflusst haben. Für dieses Engagement wird die Umweltjuristin am Sonntag mit dem Deutschen Umweltpreis 2026 ausgezeichnet. - Portrait: Dr. Klaus Vossenkaul Millionen Liter Abwasser werden täglich gereinigt. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet Dr. Klaus Vossenkaul. Mit seiner neuartigen Membrantechnologie filtert er selbst kleinste Schadstoffe aus dem Wasser und verbessert die Leistung von Kläranlagen. Für diese Innovation wird der Gründer des Unternehmens Membion am Sonntag mit dem Deutschen Umweltpreis 2026 ausgezeichnet. - Die Rückkehr der Zauneidechse Die Zauneidechse gilt vielerorts als gefährdet, vor allem durch den Verlust ihrer Lebensräume. In Schleswig-Holstein züchten Naturschützer die Tiere nach und schaffen geeignete Biotope für ihre Wiederansiedlung. Mit vernetzten Lebensräumen und gezieltem Schutz soll die Art langfristig erhalten und ihre Ausbreitung gefördert werden.
10:15
Die zweiteilige Dokumentation führt dorthin, wo Österreich noch wild und ursprünglich ist: tief hinein in die Nationalparks. Teil eins veranschaulicht die Einzigartigkeit der Parks. In den Nationalparks versucht man, die Natur und Tierwelt, allen Bedrohungen zum Trotz, auch für kommende Generationen zu bewahren. Der Großglockner befindet sich im größten und ältesten Nationalpark, dem Nationalpark Hohe Tauern im Westen des Landes. Die Auenlandschaft im Nationalpark Donau-Auen ist die größte, weitgehend intakte Auenlandschaft Mitteleuropas. Der Nationalpark Gesäuse sticht aufgrund seiner imposanten Felsformationen hervor, wohingegen tiefe Wälder die Besonderheit des Nationalparks Kalkalpen darstellen. Dieser lüftet sein Geheimnis um die älteste Buche, die schon vor Christoph Kolumbus' Entdeckung Amerikas keimte.
11:00
So unterschiedlich die österreichischen Nationalparks in ihrer Entstehung und in ihrem Wesen auch sind, so haben sie doch alle mit denselben Herausforderungen zu kämpfen. Bildgewaltig und eindringlich erzählt der zweite Teil von den Errungenschaften der Nationalparks und den Herausforderungen, die sie angesichts klimatischer Veränderungen bewältigen müssen, um Wildnis und Natur auch für künftige Generationen zu bewahren. Wie geht man in den Nationalparks mit eingeschleppten invasiven Arten um? Welche Erfolgsgeschichten gibt es zu berichten? Auf dem Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern gelang es beispielsweise, die zuvor ausgerotteten Steinböcke und Bartgeier wieder anzusiedeln. Im Nationalpark Gesäuse ist zu beobachten, dass Lawinen einen der artenreichsten Lebensräume schaffen. Wie man mit dem so gefürchteten Borkenkäfer in einem Schutzgebiet umgehen kann, zeigt sich im Nationalpark Kalkalpen.
11:45
Atemberaubende Landschaften, spannende Kultur und Gastfreundschaft zu kleinen Preisen: Albanien lockt Besucher aus aller Welt mit kristallklarem Meer und idyllischen Stränden an der Adria. Die Zahl der Touristen in Albanien ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Doch abseits der touristischen Standardpfade warten im bergigen Hinterland noch immer Attraktionen auf ihre Entdeckung. Vom günstigen Hostel bis zum Luxusapartment ist alles zu haben. Adrian hat seinen Traum wahr gemacht. Der 27-jährige "kölsche Jung" ist nach einem Albanienurlaub einfach dortgeblieben. "Die Albaner haben nicht so viele Sorgen, die denken nicht drüber nach, was alles passieren kann. Die leben ihr Leben und sind sehr frei und total relaxed. Das habe ich vorher noch nie erlebt", schwärmt er. Seit fünf Jahren lebt Adrian in dem kleinen Dorf Vuno, dort betreibt er mit seiner amerikanischen Frau Bri ein Hostel. Das hat er im typisch albanischen Stil wiederhergerichtet. Seine Gäste schätzen die Aussicht von der Sonnenterrasse aufs Meer und die ruhige Lage. Für Jessica und Manuel aus Thüringen der perfekte Ort, um das Land zu erkunden: "Die Leute sind supernett und die Strände teilweise noch unbebaut. Irgendwie haben wir unser Herz daran verloren." Wer mehr auf Party steht, kann Meer und elektronische Musik beim UNUM Festival in Shëngjin verbinden. Fünf Tage lang am Strand vor drei Bühnen abtanzen oder einfach nur auf dem Festivalgelände chillen. Mario aus Hamburg ist begeistert: "So ein Festival habe ich noch nicht miterlebt. Alle sind offen, es ist internationales Publikum hier, also megageil." Action in unberührter Natur bietet eine Rafting-Tour im Osumi-Canyon in Zentralalbanien. Die Schlucht von fast zehn Kilometern Länge, durch die sich der Osumi-Fluss schlängelt, ist noch immer ein echter Geheimtipp. Rafting-Guide Alma bietet dort Wassertouren unter haushohen Felswänden. Doch die zunehmende Zahl an Touristen bedroht die ursprüngliche Natur auch in Albanien. Die vielerorts wild wuchernden Hotel- und Ferienanlagen an der Küste verbrauchen immer mehr Ressourcen, vor allem Wasser. Das kommt zum Teil aus dem Hinterland, wie zum Beispiel aus der kleinen Kommune Tragjias. Dort sprudeln zahlreiche Quellen - noch. In einem großen Projekt soll dort ein riesiger Brunnen gebaut und große Mengen Wasser über eine Pipeline in die Tourismusprojekte an der Küste gepumpt werden. Ela betreibt in Tragjias an einem idyllischen Teich seit vielen Jahren ein Familienrestaurant. Das Wasser aus dem Hahn in der Küche kommt direkt aus der Quelle vor der Tür. "Ich habe Angst, dass wir irgendwann kein Wasser mehr haben", sagt Ela. Die "ZDF.reportage" begleitet Besucher und Bewohner in einem Land, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen hat.
12:15
- Herbstlaub, Hecken, Bäume Wer muss was machen? - Lippenpflege im Labortest - Halloween-Make-up bis Mitternacht - Wurst, Steak, Schnitzel Gesunde Ernährung: Wie viel Fleisch? - Geschmacksprobe Bienenstich
12:45
Stockholm, die schwimmende Stadt - ein Drittel ihrer Fläche besteht aus Wasser. Von dort will Moderator Michael Friemel die schwedische Hauptstadt erkunden. Michael Friemel will ausprobieren, ob er alles, was er sich ansehen will, mit einem der vielen Wasserfahrzeuge erreichen kann. Außerdem trifft er unter anderen einen Österreicher, der ihm das angesagte Viertel Södermalm kulinarisch näherbringt. Des Weiteren erfährt der Moderator, warum manche Boote dort auch Räder haben, testet die unterschiedlichen Fähren im Zentrum und bestaunt das berühmteste Schiffswrack Schwedens. Mit der Fähre setzt Michael Friemel auf die Insel Tranholmen über und verbringt bei "davidathome" einen unvergesslichen Abend. Autos sind dort Fehlanzeige, Bullerbü-Feeling und schwedische Leckerbissen dafür inklusive. Nicht ohne Grund wird Stockholm "Die Schöne am Wasser" genannt - es ist eine unvergessliche, teils geradezu magische Art, Schwedens Hauptstadt zu erleben.
13:15
Zwischen Ritterturnieren, Opernaufführungen und moderner Kunst - die Burgen und Schlösser im östlichen Waldviertel werden mit viel Leidenschaft auch heute lebendig gehalten. Das Waldviertel beherbergt eine besonders große Anzahl an mittelalterlichen Burgen und Schlössern. Im östlichen Teil der Region finden sich insbesondere an den Ufern des Kamp und der Thaya bis heute Zentren des gesellschaftlichen Lebens. Hoch über den Ufern des Kamp erstrahlt weithin sichtbar das Renaissanceschloss Rosenburg. Seit 1681 ist es im Besitz der Familie Hoyos, einem ursprünglich spanischen Adelsgeschlecht. Der heutige Schlossherr Markus Hoyos führt durch die Räumlichkeiten und damit auch durch die Geschichte seiner Familie. Einer seiner bedeutendsten Vorfahren, Ernst Karl Reichsgraf von Hoyos-Sprinzenstein, ließ das Haus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfassend restaurieren, wobei er auf einen originalgetreuen Wiederaufbau größten Wert gelegt hat. Heutige Attraktionen sind das jährlich stattfindende Rosenburger Ritterturnier, der Falkenhof und nicht zuletzt die prächtigen Rosengärten, die der Rosenburg ihren Namen gaben. Wohnsitz der Familie Hoyos ist bis heute das nahegelegene Schloss Horn, das das Stadtbild von Horn dominiert. Erbaut wurde es im 12. Jahrhundert, ursprünglich als Wehranlage. Eine weitere imposante Burganlage, jedoch in völlig anderem Erhaltungszustand, ist die Burgruine Gars am Kamp. Sie ist der gut erhaltene Rest einer der ältesten Burgen Österreichs - erbaut um 1120. Die Anlage wird im Sommer als Location für Open-Air-Opernaufführungen genutzt. Der Intendant der Oper Burg Gars ist der ehemalige Geiger der Wiener Philharmoniker und Dirigent Johannes Wildner. Künstlerisches Schaffen steht auch auf Schloss Buchberg am Kamp im Mittelpunkt. 1965 erwarb Familie Bogner das Haus - der Kunsthistoriker und Museumsplaner Dieter Bogner und seine Frau, die Ethnologin Gertraud Bogner, besitzen das Schloss bis heute. Sie erzählen von ihrer nicht enden wollenden Motivation, der Kunst einen Raum zu geben. In den späten 1970er-Jahren gründeten sie den Kunstraum Buchberg. Künstler wie Peter Weibel und Heimo Zobernig haben dort künstlerische Interventionen im Innen- und Außenraum realisiert. Am Ufer der Thaya im Nordosten des Waldviertels liegt Schloss Drosendorf inmitten der gleichnamigen Ortschaft. Die einstige Burg, deren Mauerwerk bis heute Teil der historischen Stadtmauer ist, wurde 1694 zu einem Schloss ausgebaut. Schlossherr Baudouin de Troostembergh hat die weitläufige Anlage zu einem Zentrum des sozialen Lebens ausgebaut. Neben Künstlern nutzt auch die Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien die Anlage, um dort Konzepte der Revitalisierung des ländlichen Raums zu entwickeln.
14:05
Die einen erstrahlen längst in neuem Glanz, die anderen werden noch vor dem Verfall gerettet: Die Burgen und Schlösser im Mühlviertel sind Ausdruck der Liebe der Menschen zu ihrem Land. Hier ein Mittelalterfest, da ein Zentrum für Erwachsenenbildung: Entlang des Burgen- und Schlösserwegs im Mühlviertel in Österreich stehen Authentizität und Atmosphäre in der Nutzung der historischen Gemäuer, die es dort so zahlreich gibt, an vorderster Stelle. Wenn sich die Männer der Ritterschaft zu Judenburg zum Kampf rüsten, ist es Zeit für das frühsommerliche Mittelalterspektakel auf Burg Clam. Burgherr Carl Philip Clam-Martinic beehrt Bernold Mraulak und seine Gefolgschaft wie jedes Jahr zum abendlichen Umtrunk. Clam-Martinic hatte das Glück, die 1149 erbaute Burg im Jahr 2003 in einem sehr guten Zustand von seinen Eltern übernehmen zu können. Bei seinen Burgführungen lässt er kein Detail aus - vom Burgtor, das allen Angriffen quer durch die Jahrhunderte getrotzt hat, bis hin zur prächtig gedeckten Tafel im sogenannten Landschaftszimmer. Burg Reichenstein, im Jahr 1230 errichtet, war seit der Mitte des 18. Jahrhunderts dem Verfall preisgegeben. In den 1980er-Jahren hat sich ein Verein formiert, der sogleich mit der Sanierung und der Renovierung der Gemäuer begonnen hat. Heute befindet sich dort das "Oberösterreichische Burgenmuseum Reichenstein", das von den Lebenswelten auf den Burgen der Region erzählt. Geleitet wird es von Edeltraud Jungwirth, die seit über 20 Jahren im Renaissancetrakt, einem baulichen Restbestand aus dem 16. Jahrhundert, lebt. Auch auf der Ruine Prandegg hat sich ein Burgverein der Instandhaltung der immer noch imposanten Mauerreste verschrieben. Alljährlich im Sommer trifft sich dort ein beherztes Team von ehrenamtlichen Helfern, um das Mauerwerk aus dem 13. Jahrhundert zu sichern. Verköstigt werden die Arbeiter von Franz Leitner, der die Taverne am Fuß der Ruine betreibt. Im wiederaufgebauten Backhäuschen aus dem 16. Jahrhundert kann der gelernte Bäcker das Brot zur reichhaltigen Jause wie anno dazumal backen. Und der pensionierte Geschichtslehrer Berthold Moser vom Burgverein erzählt im Museum im "Zehentstöckl" vom einst so schwierigen Verhältnis zwischen Herrschaft und Untertanen. Eine aufwendige Restaurierung durch das Land Oberösterreich ab 1986 hat für die heutige Pracht von Schloss Weinberg in Kefermarkt gesorgt. Seit 1629 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie von Carl-Friedrich Wentzel. Der deutsche Agrarunternehmer ist froh, dass er das Schloss Ende der 1980er-Jahre an das Land Oberösterreich verpachten konnte. Für ihn war es in all den Jahren zuvor vor allem eine Belastung. Heute genießt er seine Aufenthalte in Kefermarkt, wo er im ehemaligen Meierhof des Schlosses einen Wohnsitz hat. Schloss Weinberg ist heute ein Zentrum für Erwachsenenbildung. Die historische Substanz von Freistadt - mit 8000 Einwohnern ein urbanes Zentrum des Mühlviertels - ist so gut erhalten wie an wenigen anderen Orten in Österreich. Schloss Freistadt wurde zwischen 1363 und 1397 unter Herzog Rudolf IV. errichtet. Neben dem Finanzamt ist das Mühlviertler Schlossmuseum untergebracht. Museumsleiterin Nicole Wegscheider wacht über 21.000 Exponate der Volkskultur, des Handwerks und der Stadtgeschichte.
14:45
Von der Ritterburg bis zum Friedenszentrum - die Burgen und Schlösser im Südburgenland zeugen auf charmante Art und Weise von der bewegten Geschichte im südöstlichen Grenzland Österreichs. Lebensfreude und das Miteinander prägen heute die südburgenländischen Burgen und Schlösser. In einem Land, das jahrhundertelang umkämpft war, tummeln sich Opernstars und Möchtegern-Ritter, Friedensvermittler und Hochzeitsverkünder rund um die einstigen Wehrbauten. Die Schlossherren und -damen, die dort die Geschicke der prunkvollen Bauwerke lenken, haben sich dem Schönen verschrieben, der unbändigen Lebenslust und dem gemeinschaftlichen Blick in die Zukunft. Einer von ihnen ist Gilbert Lang. Ein waschechter Südburgenländer, der als Standesbeamter der Gemeinde Güssing so manche Liebestrunkenen mit bedächtiger Hand in den Hafen der Ehe führt - und das auf der wohl schönsten Location des Landes: der Burg Güssing, die er mit Leidenschaft verwaltet. Dort gibt er Einblicke in die Familiengeschichte der Batthyánys, jenem bedeutenden ungarischen Adelsgeschlecht, das die Geschichte des Südburgenlandes und seiner Wehrbauten am entscheidendsten geprägt hat. Auch Werner Glösl aus Stadtschlaining ist durch und durch Südburgenländer. Er ist verantwortlich für die Burg Schlaining, deren imposanter Burggraben ihm schon als Kind als Abenteuerspielplatz gedient hat. Kaum eine andere Burg der Region zeugt optisch derart von ihrer ursprünglichen Bestimmung als Wehranlage - umso konsequenter ist es, dass sich dort das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung befindet. So tummeln sich auf dem Burgareal immer wieder Schüler, die sensibilisiert werden für einen friedvollen Umgang miteinander. Wesentlich ruppiger geht es auf Burg Lockenhaus zu. Die Ritterburg ist Schauplatz deftiger Rittersmahlzeiten und mittelalterlicher Wettkämpfe. Und der Zeremonienmeister ist Manuel Komosny, bekennender Mittelalter-Fan, der das wilde, und doch so liebevolle Treiben auf der Burg lenkt. Und er weiß von so manchem Mysterium der charakteristischen starken Mauern zu erzählen, sodass es einem einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Im Herbst bricht der Horror alljährlich über die Burg herein - dann, wenn Graf Dracula bei einem Theater-Event, das seinesgleichen sucht, das Bauwerk heimsucht. Einer, der sich in das Südburgenland verliebt hat, ist Professor Heinz Schinner aus Wien. Der erfolgreiche Versicherungsmakler hat 2008 Schloss Rotenturm in Rotenturm an der Pinka erworben und aus der völlig desaströsen Ruine mit einem gesunden Hang zum Perfektionismus ein wahres Schmuckstück gemacht - nicht zuletzt auch für seine Tochter und Enkeltochter. Auch Alexandra Rieger hat im Südburgenland eine neue Heimat gefunden. Die Sopranistin wurde vom international bedeutenden Opernsänger Dietmar Kerschbaum nach Neuhaus am Klausenbach gelotst, wo sie sich um die Geschicke von Schloss Tabor kümmert. Kerschbaum, der seine Wurzeln in dieser idyllischen Abgeschiedenheit im Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien hat, hat aus dem ehemaligen Gutshof der Batthyánys einen Schauplatz der Hochkultur gemacht - das alljährliche Opernfestival hat sich längst zu einem Fixpunkt für internationale Opernfans gemausert. Für den reibungslosen Ablauf sorgt Alexandra Rieger.
15:30
Ob als Ort des Gebets, der Seelsorge oder als Schauplatz für moderne Designkultur - die Schlösser vom steirischen Joglland bis in die Weststeiermark werden stärker genutzt denn je. Die Schlossdamen und -herren wollen die perfekten Gastgeber sein und setzen die Häuser ebenso traditionsbewusst wie bunt in Szene. So laden sie beispielsweise zur Hochzeit im romantischen Ambiente oder zum Boxtraining in einer barocken Anlage ein. Den Ausgangspunkt der filmischen Reise bildet Stift Vorau. Es ist eines der wichtigsten geistlichen Zentren der Steiermark, dessen wehrhafter Burg-Charakter bis heute spürbar ist. In der Stiftsbibliothek werden Handschriften gehütet, die für die Kulturgeschichte des gesamten deutschen Sprachraums von größter Bedeutung sind. Der erst 34-jährige Bernhard Mayrhofer lenkt als Probst die Geschicke der Augustiner-Chorherren, die sich von dort aus um die Seelsorge in der Region kümmern. Im steirischen Apfelland befindet sich das zweitgrößte Barockschloss Österreichs, Schloss Schielleiten. Was einst als stolzer Wohnbau der Reichsgrafen Wurmbrand-Stuppach errichtet wurde, beheimatet heute das älteste Bundessportzentrum Österreichs samt zugehörigem Hotel. Direktor Gerhard Reiterer lotst Sportler*innen aller Art hierher - vom Boxernachwuchs bis zum Tanz-Nationalteam. Schloss Schielleiten und sein Schlosspark bieten nicht nur Ruhe für jene, die konzentriert trainieren müssen - der steirische Schlosskutscher Rudi Allmer, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt, nutzt die barocke Anlage auch als Startpunkt für seine Rundfahrten quer durch das Land. Ein urbanes Zentrum der Oststeiermark ist die Stadt Hartberg. Dort verdeutlichen Reinhold Glehr und Johann Hofer vom historischen Verein Hartberg, dass die Geschichte des im 12. Jahrhundert als Teil der Stadtwehranlage errichteten Schlosses Hartberg, das heute vor allem als Veranstaltungsort dient, und die Entwicklung der Stadt untrennbar miteinander verbunden sind - ein Schloss als Keimzelle des weltlichen Kleinstadtlebens. Weiter südöstlich am Rande der Stadt Fürstenfeld befindet sich Schloss Welsdorf, eine beschauliche Schlossanlage und Eigenheim von Silvia und Clemens Sadnik, die den romantischen Schlosshof im Sommer als Hochzeits-Location vermarkten - mit Witz, Charme und Leidenschaft. Zudem sind sie Nebenerwerbslandwirte, halten und züchten Hochlandrinder. Abschließend führt der Film in die Weststeiermark zu Schloss Hollenegg, das seit 1821 im Besitz der Familie Liechtenstein ist. Dort lebt und wirkt Alice Stori Liechtenstein. Die Kuratorin bietet aufstrebenden Designerinnen und Designern Ausstellungsmöglichkeiten im Schloss, lädt sie aber auch zu Residenzprogrammen ein, um im historischen Ambiente, das viele Stilepochen vereint, an zeitgenössischen Designprojekten zu arbeiten.
16:15
Sie sind Wahrzeichen und hüten unverwechselbare Kulinarik - die Burgen und Schlösser vom Vulkanland bis ins Schilcherland. Ihre Geschichten sind unerlässlich für die steirische Identität. Dem Edlen verpflichtet - dafür stehen die Schlossherren und - damen in diesen Regionen. Ob als freigeistige Winzer oder als Hüter der weltberühmten Lipizzaner - sie alle haben sich der Tradition ihrer Häuser verschrieben und diese in die Moderne geführt. Ausgangspunkt der filmischen Reise vom steirischen Vulkanland ins Schilcherland in der Weststeiermark ist die imposante Riegersburg, die wohl stärkste historische Festung des Abendlandes, die noch heute im Besitz des Fürstenhauses Liechtenstein ist und als eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Steiermark gilt. Prinz Emanuel von und zu Liechtenstein ist in die Fußstapfen seiner Eltern getreten und hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Sonja eigene Visionen zum Erhalt der wohl bekanntesten steirischen Burg entwickelt. Auf Schloss Kornberg führt Schlossherr Andreas Bardeau höchstpersönlich durch die opulent ausgestatteten Salons seines Schlosses und hat so manches Bonmot aus der weitreichenden Familiengeschichte der Bardeaus parat. Das Adelsgeschlecht, das seit 1871 in Besitz von Schloss Kornberg ist, wurde 1911 von Kaiser Franz Joseph in den österreichischen Grafenstand erhoben. Schloss Kapfenstein im Vulkanland hat sich zu einem wahren Genusstempel entwickelt. Hier kreiert die zehnköpfige Winzer- und Hoteliersfamilie Winkler-Hermaden international anerkannten Wein auf vulkanischem Boden. Christof Winkler-Hermaden, der sich um die Geschicke des Weinkellers kümmert, lädt zu seiner stilechten Hochzeit in die malerischen Weinhänge rund um das Schloss. Besonders in der Weststeiermark sind unverwechselbare Weine und Schlossanlagen untrennbar miteinander verbunden. Schloss Stainz, das Zentrum des Schilcherlandes, war einst im Besitz des steirischen Reformers Erzherzog Johann. Er hat die Kultivierung der Blauen Wildbacherrebe in der Region forciert und damit den Siegeszug des typisch weststeirischen Schilcherweins eingeläutet, der bis heute im einstigen Versuchsweingarten am Fuße des Schlosses angebaut wird. Franz Meran, der Urururenkel des Erzherzogs, leitet heute die Geschicke des Hauses. Als Förster ist er ein wahrer Naturbursche und lädt zum Sinnieren in seinen Wald - jenen Ort, an dem er sich am wohlsten fühlt. Ein Zentrum der Archäologie ist die Burg Deutschlandsberg. Ständige Ausgrabungen im Burg-Areal fördern zahlreiche Fundstücke zutage, die die frühgeschichtliche Besiedelung des Landes dokumentieren. Ein Team von Wissenschaftlern und Restauratoren hegt und pflegt die kostbaren Güter im reichhaltig ausgestatteten Burgmuseum. Auch Schloss Piber hat sich zu einem weststeirischen Wahrzeichen entwickelt. Im einstigen kaiserlichen Militärgestüt des Schlosses werden seit über 100 Jahren die weltberühmten Lipizzaner gezüchtet und für ihren Einsatz in der Spanischen Hofreitschule in Wien vorbereitet. Sonja Klima, die neue Leiterin der Hofreitschule, ist auch die Herrin über das Schloss und das Gestüt in Piber. In der Welt der Pferde ist sie ganz in ihrem Element - bereits als kleines Mädchen war sie von den edlen Tieren fasziniert.
17:00
Zwischen UNESCO-Weltkulturerbe, vielbesuchten Schauburgen und mächtigen Wehrburgen - die Burgen und Schlösser im Weinviertel sind lebhafte Monumente einer vielbewegten Geschichte. In jedem Winkel der Häuser wird Weltgeschichte spürbar. Die Schlossherren und Burgdamen des Weinviertels und des tschechischen Grenzgebiets bezeugen in mühseliger Kleinarbeit das Bedürfnis, Geschichte in Szene zu setzen und Vergangenheit greifbar zu machen. Die filmische Reise durch die Herrschaftshäuser des Weinviertels und den Süden Tschechiens beginnt auf der Burg Kreuzenstein. Die einstmals mittelalterliche Burg der Habsburger wurde im Dreißigjährigen Krieg vollends zerstört. Im 19. Jahrhundert gelangte die Ruine in den Besitz des Polarforschers Graf Johann Nepomuk Wilczek. 1874 veranlasste er den Wiederaufbau zu einer neuromantischen Schauburg und Ort für seine umfangreiche Kunstsammlungen. Immer noch im Besitz der Familie Wilczek ist das Haus seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch eine beliebte Filmkulisse. Anschließend werden die Häuser der Familie Liechtenstein an der österreichisch-tschechischen Grenze besucht. Schloss Wilfersdorf ist seit 1436 durchgehend im Besitz der fürstlichen Familie Liechtenstein. Ein Museum zur Familiengeschichte, die fürstliche Hofweinkellerei und der Verwaltungssitz für die fürstlichen Familiengüter in Niederösterreich sind dort beheimatet. Schlossadministrator Hans Huysza führt durch das schlicht gegliederte barocke Wohnschloss und das von ihm in jahrzehntelanger Kleinarbeit aufgebaute Liechtenstein-Museum. Von Wilfersdorf geht die Reise nach Südmähren zum Schloss Valtice, dem ehemaligen Wohnsitz der Familie Liechtenstein. Von dort hat die Familie aus Ablehnung des Nationalsozialismus 1938 ihren Sitz auf Schloss Vaduz im heutigen Fürstentum Liechtenstein verlegt. Durch die Prunkräume des Schlosses führt der pensionierte Fremdenführer Vladimir Smycka. Im nahe gelegenen Schloss Lednice, dem ehemaligen Sommerschloss der Familie Liechtenstein, empfängt die Verwalterin Ivana Holásková das Filmteam. Sie führt durch die neugotische Anlage sowie das gusseiserne Gewächshaus, das bei seiner Fertigstellung 1845 das größte Glashaus der Welt war. Als "Garten Europas" wird die weitläufige Parklandschaft aus englischen und französischen Gärten bezeichnet, in der man ein Minarett, eine künstliche Burgruine und andere romantische Bauten entdecken kann. Majestätisch thront die Burg Hardegg auf einem Felsen im Nordwesten des Weinviertels über der kleinsten Ortschaft Österreichs. Die Wehrburg wurde im 12. Jahrhundert von den Grafen von Plain und Hardegg errichtet. Der heutige Burgherr, Octavian Pilati, der dort mit seiner Familie wohnt, präsentiert die historischen Räumlichkeiten und erzählt von den Herausforderungen bei der Erhaltung der weitläufigen Anlage. Grafenegg ist die letzte Station der filmischen Reise. Der heutige Besitzer, Tassilo Metternich-Sándor, führt durch die bedeutendste Schlossanlage des romantischen Historismus in Österreich. Ein einzigartiges Erlebnis sind die abendlichen Konzerte auf der futuristischen Open-Air-Bühne Wolkenturm inmitten des 32 Hektar großen Landschaftsgartens der romantischen Vierflügelanlage.
17:45
Zwischen Ritterturnieren, Opernaufführungen und moderner Kunst - die Burgen und Schlösser im östlichen Waldviertel werden mit viel Leidenschaft auch heute lebendig gehalten. Das Waldviertel beherbergt eine besonders große Anzahl an mittelalterlichen Burgen und Schlössern. Im östlichen Teil der Region finden sich insbesondere an den Ufern des Kamp und der Thaya bis heute Zentren des gesellschaftlichen Lebens. Hoch über den Ufern des Kamp erstrahlt weithin sichtbar das Renaissanceschloss Rosenburg. Seit 1681 ist es im Besitz der Familie Hoyos, einem ursprünglich spanischen Adelsgeschlecht. Der heutige Schlossherr Markus Hoyos führt durch die Räumlichkeiten und damit auch durch die Geschichte seiner Familie. Einer seiner bedeutendsten Vorfahren, Ernst Karl Reichsgraf von Hoyos-Sprinzenstein, ließ das Haus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfassend restaurieren, wobei er auf einen originalgetreuen Wiederaufbau größten Wert gelegt hat. Heutige Attraktionen sind das jährlich stattfindende Rosenburger Ritterturnier, der Falkenhof und nicht zuletzt die prächtigen Rosengärten, die der Rosenburg ihren Namen gaben. Wohnsitz der Familie Hoyos ist bis heute das nahegelegene Schloss Horn, das das Stadtbild von Horn dominiert. Erbaut wurde es im 12. Jahrhundert, ursprünglich als Wehranlage. Eine weitere imposante Burganlage, jedoch in völlig anderem Erhaltungszustand, ist die Burgruine Gars am Kamp. Sie ist der gut erhaltene Rest einer der ältesten Burgen Österreichs - erbaut um 1120. Die Anlage wird im Sommer als Location für Open-Air-Opernaufführungen genutzt. Der Intendant der Oper Burg Gars ist der ehemalige Geiger der Wiener Philharmoniker und Dirigent Johannes Wildner. Künstlerisches Schaffen steht auch auf Schloss Buchberg am Kamp im Mittelpunkt. 1965 erwarb Familie Bogner das Haus - der Kunsthistoriker und Museumsplaner Dieter Bogner und seine Frau, die Ethnologin Gertraud Bogner, besitzen das Schloss bis heute. Sie erzählen von ihrer nicht enden wollenden Motivation, der Kunst einen Raum zu geben. In den späten 1970er-Jahren gründeten sie den Kunstraum Buchberg. Künstler wie Peter Weibel und Heimo Zobernig haben dort künstlerische Interventionen im Innen- und Außenraum realisiert. Am Ufer der Thaya im Nordosten des Waldviertels liegt Schloss Drosendorf inmitten der gleichnamigen Ortschaft. Die einstige Burg, deren Mauerwerk bis heute Teil der historischen Stadtmauer ist, wurde 1694 zu einem Schloss ausgebaut. Schlossherr Baudouin de Troostembergh hat die weitläufige Anlage zu einem Zentrum des sozialen Lebens ausgebaut. Neben Künstlern nutzt auch die Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien die Anlage, um dort Konzepte der Revitalisierung des ländlichen Raums zu entwickeln.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Wie beeinflusst das Bergwetter das Leben? Was wäre, wenn die Alpen nicht da wären? SRF-Meteorologe Thomas Bucheli und sein Pendant von Servus TV, Sebastian Weber, machen sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch den Alpenbogen und erforschen Wetterphänomene. Die Reise führt die beiden Meteorologen vom höchsten Punkt am Mont Blanc in Frankreich bis zu den östlichen Ausläufern des Gebirges in Wien. Die Alpen, der massive Felsriegel mitten in Europa, sind eine Wetterküche, die das Leben seiner Bewohnerinnen und Bewohner prägt. Die Meteorologen treffen Menschen, die vom Bergwetter beeinflusst werden, wie die Surfschule am Silvaplanersee, die vom Föhn profitiert, oder beleuchten die schwierige Vorhersage der Wetterprognosen in der Eigernordwand. Sie geben Einblicke in die Forschung der Wetterstation am Säntis, wo Wolken und das Wasser eine wichtige Rolle spielen, oder zeigen, wie die genaue Analyse des Schnees durch das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut Davos hilft, vor Lawinen und Naturkatastrophen zu warnen. Vertieft werden die Geschichten durch die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Forschende in aufwendigen 3D-Animationen erläutern. Hochwertige Wetteraufnahmen, Zeitraffer und Hubschrauberaufnahmen zeigen die Wetterphänomene in eindrucksvoller Weise.
21:05
Lawinen, Felsstürze, Murgänge - das Bergwetter hat eine Zerstörungskraft, die ganze Lebensräume vernichten und über Leben und Tod entscheiden kann. SRF-Meteorologe Thomas Bucheli und Sebastian Weber von "ServusTV" erforschen in der zweiten Folge die bedrohliche Seite des Bergwetters. Auf der einen Seite ermöglicht das Bergwetter ein Leben in Fülle: Sichere Energieversorgung und Tourismusparadiese sorgen für Wohlstand in den Alpen. Zum anderen hat es eine beachtliche Zerstörungsgewalt. Dazu gehören Murgänge, Lawinen, Überschwemmungen oder zunehmend Felsstürze genauso wie die Gefahr des Blitztodes. Das Bergwetter beeinflusst aber nicht nur Alpenbewohnerinnen und -bewohner. Viele Europäerinnen und Europäer sind von den Wetterphänomenen betroffen. 40 Prozent des europäischen Süßwassers stammen aus den Bergen. Der Rhein, die Donau, die Rhone oder der Po speisen sich aus Alpenwasser. Immer stärker leidet das Bergwetter unter dem veränderten Klima. Gletscher schmelzen, die Berge bröckeln, die Auswirkungen sind dramatisch. Forschende erläutern die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Hochwertige Wetteraufnahmen, 3D-Animationen und Zeitraffer verdeutlichen die Gefahren und Veränderungen.
21:55
Ein Jahr nach dem Bergsturz im Mai 2025 besuchen Reporter das Schweizer Dorf Blatten, in das erste Familien zurückkehren, und fragen: Wie lebt es sich mit der Angst vor dem nächsten Unglück? Außerdem reisen drei Reporterinnen nach Kandersteg, ins sizilianische Niscemi und nach Istanbul - zu Menschen, die mit der ständigen Gefahr von Erdrutschen, Felsstürzen oder Erdbeben leben. Am 28. Mai 2025 wird das Walliser Dorf Blatten von einem gewaltigen Bergsturz weitgehend zerstört. Weil die Bevölkerung rechtzeitig evakuiert wird, kommt niemand ums Leben. Ein Jahr später sind einige Familien zurückgekehrt. In Kandersteg begleitet die Reporterin Marion Flatz-Mäser Ernst Müller bei der Überwachung des Rutschgebiets rund um den Spitzen Stein. Dort erleben die Menschen seit Jahren, wie eine mögliche Katastrophe dauerhaft präsent bleibt. Cornelia Vospernik reist nach Niscemi auf Sizilien. Nach schweren Regenfällen hat ein Erdrutsch dort 1500 Menschen ihr Zuhause gekostet. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter des italienischen Zivilschutzes besucht sie die rote Zone und spricht über die Folgen der Katastrophe sowie die Sorge vor weiteren Hangrutschungen. Rosa Lyon geht in Istanbul der Frage nach, wie die Millionenmetropole mit der Gewissheit lebt, dass ein schweres Erdbeben jederzeit eintreten könnte. Ihre Recherchen zeigen, wie unzureichend viele Gebäude vorbereitet sind und welche dramatischen Folgen ein starkes Beben für die dicht besiedelte Stadt haben könnte. Die Reporterinnen treffen Menschen, die mit der ständigen Bedrohung leben müssen, und zeigen, wie sie zwischen Vorsorge, Hoffnung und Unsicherheit ihren Alltag gestalten.
22:25
Der Dokumentarfilm "Wir Erben" begleitet Simon Baumann und seinen Bruder Kilian, die das Lebenswerk ihrer Eltern übernehmen sollen: einen Hof in Südfrankreich. Der Film erzählt von Erwartungen, Privilegien und familiären Konflikten - und stellt die Frage: Was bedeutet gerechtes Erben? Die Eltern haben Großes vor: Sie möchten ihren Hof in Südfrankreich an die nächste Generation weitergeben. Was nach einem Geschenk klingt, ist aber auch ein Paket voller Erwartungen, Ideale und Diskussionen über Geld. Der Dokumentarfilmer Simon Baumann beobachtete seine Eltern schon als Kind im Fernsehen - bewunderte sie, schämte sich aber auch für sie. Sie kämpften als Nationalräte für eine naturnahe Landwirtschaft und verwirklichten ihre Ideale auf einem Hof in Südfrankreich. Nun wollen sie diesen Hof an Simon und seinen Bruder vererben. Doch sollen die Söhne das Werk weiterführen oder eigene Wege gehen? Während sein Bruder Kilian als Nationalrat und Bauer die politischen Kämpfe der Eltern fortsetzt, sucht Simon als Filmemacher Distanz - und bleibt ihnen doch verbunden. Der Film erzählt von familiären Prägungen, Erwartungen und der Verantwortung, die mit dem Erbe einhergeht. "Wir Erben" ist ein persönliches Familienporträt, das die private Suche nach Antworten zu einem gesellschaftlich relevanten Thema ausweitet: Was ist gerecht, wenn es ums Erben geht? Der Film wurde am Locarno Film Festival 2024 uraufgeführt und mit dem "Grand Prix Semaine de la critique" ausgezeichnet. Zudem wurde der Film mit dem Schweizer Filmpreis 2025 ausgezeichnet.