04:04
Die Reise durch Portugals Südosten beginnt in der Provinz Alentejo - eine Gegend, in der das ursprüngliche, bäuerliche Portugal bis heute überlebt hat. Die Filmautorin Katja Devaux besucht die geschichtsträchtigen alten Städtchen Evora und Monsaraz, entdeckt geheimnisvolle Megalith-Kreise zwischen riesigen Korkeichen und befährt den größten Stausee Europas an der Grenze zu Spanien. 200 Kilometer südlich trifft Portugal dann auf den Atlantik. Die Algarve-Küste gehört zu den beliebtesten Zielen für sonnenhungrige Touristen. Ihr Ostteil allerdings ist noch immer ein Geheimtipp - obwohl er mit einer einmaligen Lagunenlandschaft, großen Naturschutzgebieten, vorgelagerten Inseln und viel weniger Trubel aufwarten kann als andere Abschnitte. Per Boot geht es hinaus in die Lagune Ria Formosa. Katja Devaux trifft Austernzüchter und Leuchtturmwärter, probiert die Genüsse der Küste und genießt den entspannten Sommer an der Ost-Algarve.
04:49
Fuerteventuras Dünen und Vulkankegel glänzen wie Gold in der Sonne, die im Jahresdurchschnitt jeden Tag gut acht Stunden lang scheint. Die zweitgrößte Kanarische Insel liegt nur rund 120 Kilometer westlich von Afrika. Dort ist es extrem trocken und der Kampf ums Wasser hat eine lange Geschichte. Die 100 Jahre alten Windwasserpumpen sind ein Wahrzeichen der Insel und erleben eine Renaissance. Als Leocadio Araya Sanchez vor einigen Jahren einen kargen Berghang mit unzähligen Kakteen bepflanzte, hielten ihn Freunde und Nachbarn für verrückt: Kaktusfeigen, was soll das denn? Leo hoffte darauf, dass diese Pflanzen das extrem trockene Wetter aushalten. Aus den Kaktusfeigen wollte er einen gesunden Saft herstellen und hatte Erfolg. Doch die Frucht gibt ihren kostbaren Superfoodsaft nicht so einfach her. Bei der Ernte ist Vorsicht geboten: nur mit einer großen Spezial-Pinzette können die reizauslösenden Nesselhärchen und fiesen Stacheln der Kaktusfeige überwunden werden. Vor rund 100 Jahren brachten heimkehrende USA-Auswanderer die damals supermodernen Windradwasserpumpen der Aermotor Windmill Company mit nach Fuerteventura. Hunderte der nach dem Firmensitz kurz "Chicagos" genannten Windräder waren über die Insel verteilt, bis Elektromotoren ihnen den Rang abliefen. Heute erleben die umweltfreundlichen Chicagos eine Renaissance. Ignacio González, gerade 30 geworden, will unbedingt so ein altes Windrad wieder zum Laufen bringen. Doch gute Originalersatzteile sind schwer zu finden. Mehr als zwei Drittel aller spanischen Taubenzüchter leben auf den Kanaren. Kein Wunder, denn früher waren Brieftauben ein wichtiges Kommunikationsmittel zwischen den Inseln. Juan-Ramón sen., sein Sohn Juan-Ramón jun. und dessen Sohn Dylan halten zusammen gut 500 Tauben. Die jüngsten Tiere sollen jetzt ihren ersten Flug übers Meer absolvieren, eine Strecke von fünf Kilometern. Hoffentlich kommen alle heil zurück, denn ganz in der Nähe wurde ein Falke gesichtet. Auch Tinín Martínez lebt die alten Inseltraditionen: Er ist Stockkämpfer. Regelmäßig versammeln sich auf seinem Grundstück Gleichgesinnte. Die Kunst besteht darin, den Schlag nur anzudeuten. Dass der Gegner nicht getroffen werden darf, erfordert Übung, Geschick und hohe Konzentration. Heute gleicht die traditionelle Kampfkunst Juego del Palo eher einer getanzten Choreografie, doch für die Ureinwohner der Kanaren, oft Hirten, war der Stock die einzige Waffe, mit der sie sich gegen Piraten und Invasoren verteidigt haben. Marcos Tapia zieht es fast täglich an einen der paradiesischen Strände. Der 44-Jährige ist spanischer Meister und Vize-Weltmeister im Para-Body-Board Surfen. Mit 28 Jahren hatte er einen schweren Motorradunfall und ist seitdem querschnittsgelähmt. Surfen, eins sein mit der Natur: Die konstanten Wellen vor Fuerteventura gaben ihm wieder Kraft und neuen Lebensmut.
05:33
Dass wir in Deutschland großartige Weißweine haben, ist mittlerweile unbestritten in der Wein-Welt. Riesling und Silvaner erobern die Weinkarten von Berlin bis Bangkok. Aber Rotwein? Noch vor 20 Jahren hat man mitleidig gelächelt, wenn sich deutsche Winzer in dieser Disziplin versuchten. Vor der Klimakatastrophe, die jetzt "Klimaveränderung" heißt, wurden die Trauben oft nicht reif. Und: es war die Zeit der "Dicken Tinte" aus Italien, Spanien und Übersee. Schwergewichtige, hochprozentige Weine mit überbordendem Holzeinsatz dominierten den Markt in Deutschland. Das hat sich entscheidend geändert. Das Wunder trägt einen Namen - und der heißt "Spätburgunder". Klar, "Pinot Noir", wie er in seinem Geburtsland Frankreich heißt, klingt lässiger. Aber diese Rebsorte passt perfekt zu unserem Klima und zu den Böden. Filigran ist sie, geradezu durchsichtig in der Farbe, was keinerlei Aussage zur Qualität und Reifefähigkeit hat. Es ist ein moderner Rotwein: filigran mit mäßigen Alkoholgraden und ein perfekter Speisenbegleiter obendrein. Da macht auch das zweite Glas Freude. Auch dem Schmidt Max, der sich den Spätburgunder für "freizeit" in drei deutschen Regionen angeschaut hat: In Franken, wo Paul und Sebastian Fürst in Bürgstadt die vielleicht besten Rotweine Deutschlands erschaffen, die weltweit Preise gewinnen und mittlerweile auf einer Stufe mit den ganz großen "Pinot Noirs" aus Frankreich stehen. In der Pfalz, wo die junge Winzerin Sophie Christmann in Gimmeldingen tänzelnde Ausgaben dieser Rebsorte keltert, die nicht nur Frucht, sondern auch eine feine Würze ins Glas bringen. Und in Baden, wo Julian Huber in Malterdingen im wärmsten Anbaugebiet Deutschlands "Pinots" in die Flasche bringt - mit Kraft und Konzentration nach burgundischem Vorbild, das ja auch geografisch nah an Baden liegt. Natürlich war der Schmidt Max auch auf der Jagd nach dem besten Gericht zum Spätburgunder und den Tipps, die den Rotweingenuss noch schöner machen.
06:20
- Israel nach der Wahl Gespräch mit Ofer Waldman zur Situation in Israel: Nach der Parlamentswahl beanspruchen sowohl Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch sein Herausforderer Gadi Eisenkot die Regierungsbildung. - "Die Blauen Reiterinnen" in Wiesbaden Mit der Ausstellung "Die Blauen Reiterinnen" in Wiesbaden sollen Frauen in den Fokus gerückt werden, die den deutschen Expressionismus mitgeprägt haben. - ARD-Serie "Breitscheidplatz 19/12" Vor zehn Jahren, am 19. Dezember 2016, verübt der Tunesier Anis Amri im Namen des islamischen Staates einen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. 13 Menschen sterben, über 60 werden verletzt. Die ARD-Serie "Breitscheidplatz 19/12" erzählt fiktional von den Monaten vor dem Anschlag und rekonstruiert das Geschehen im Vorfeld. "Kulturzeit" spricht mit Schauspielerin Bayan Layla. - George Harrison als Fotograf Dass der "stille Beatle" auch mit der Kamera umgehen konnte, zeigt ein neuer Fotoband mit dem Titel "The Third Eye", kuratiert von seiner Witwe Olivia Harrison. Zu sehen sind noch nie veröffentlichte Fotos, die Harrison während seiner Reisen mit den Beatles rund um die Welt gemacht hat.
07:00
- Brasilien kämpft um den Amazonas Präsident Luiz Inácio Lula da Silva will die illegale Abholzung des Amazonas bis 2030 stoppen. Zwar sind die Rodungen deutlich zurückgegangen, doch wirtschaftliche Interessen, Umweltkriminalität und der Klimawandel bedrohen den Regenwald weiter. Ob Lula sein Ziel erreicht, ist entscheidend für Artenvielfalt, Klimaschutz und die Rolle des Amazonas als CO2-Speicher. - Rettungsversuch für die Sewanforelle Die Sewanforelle war einst prägend für das Ökosystem des armenischen Sewansees. Überfischung, eingeschleppte Arten und sinkende Wasserstände haben ihren Bestand stark geschwächt. Fischzüchter und Naturschützer Tigran setzt auf Nachzucht und die Aussetzung von Jungfischen. Doch Klimawandel, Verschmutzung und steigende Temperaturen gefährden den See weiterhin. - Tokios Samurai gegen den Müll Tokio zählt zu den saubersten Großstädten der Welt. Damit das so bleibt, sammelt eine Tanztruppe, als traditionelle Kämpfer verkleidet, Müll ein. Statt eines Schwerts benutzen die "Müll-Samurai" Abfallzangen. Mit ihrer ungewöhnlichen Performance wollen sie Menschen erreichen, sensibilisieren und zum Mitmachen motivieren. Die Idee findet Anklang auf der Straße und in den sozialen Medien.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
09:05
- Israel nach der Wahl Gespräch mit Ofer Waldman zur Situation in Israel: Nach der Parlamentswahl beanspruchen sowohl Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch sein Herausforderer Gadi Eisenkot die Regierungsbildung. - "Die Blauen Reiterinnen" in Wiesbaden Mit der Ausstellung "Die Blauen Reiterinnen" in Wiesbaden sollen Frauen in den Fokus gerückt werden, die den deutschen Expressionismus mitgeprägt haben. - ARD-Serie "Breitscheidplatz 19/12" Vor zehn Jahren, am 19. Dezember 2016, verübt der Tunesier Anis Amri im Namen des islamischen Staates einen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. 13 Menschen sterben, über 60 werden verletzt. Die ARD-Serie "Breitscheidplatz 19/12" erzählt fiktional von den Monaten vor dem Anschlag und rekonstruiert das Geschehen im Vorfeld. "Kulturzeit" spricht mit Schauspielerin Bayan Layla. - George Harrison als Fotograf Dass der "stille Beatle" auch mit der Kamera umgehen konnte, zeigt ein neuer Fotoband mit dem Titel "The Third Eye", kuratiert von seiner Witwe Olivia Harrison. Zu sehen sind noch nie veröffentlichte Fotos, die Harrison während seiner Reisen mit den Beatles rund um die Welt gemacht hat.
09:45
- Brasilien kämpft um den Amazonas Präsident Luiz Inácio Lula da Silva will die illegale Abholzung des Amazonas bis 2030 stoppen. Zwar sind die Rodungen deutlich zurückgegangen, doch wirtschaftliche Interessen, Umweltkriminalität und der Klimawandel bedrohen den Regenwald weiter. Ob Lula sein Ziel erreicht, ist entscheidend für Artenvielfalt, Klimaschutz und die Rolle des Amazonas als CO2-Speicher. - Rettungsversuch für die Sewanforelle Die Sewanforelle war einst prägend für das Ökosystem des armenischen Sewansees. Überfischung, eingeschleppte Arten und sinkende Wasserstände haben ihren Bestand stark geschwächt. Fischzüchter und Naturschützer Tigran setzt auf Nachzucht und die Aussetzung von Jungfischen. Doch Klimawandel, Verschmutzung und steigende Temperaturen gefährden den See weiterhin. - Tokios Samurai gegen den Müll Tokio zählt zu den saubersten Großstädten der Welt. Damit das so bleibt, sammelt eine Tanztruppe, als traditionelle Kämpfer verkleidet, Müll ein. Statt eines Schwerts benutzen die "Müll-Samurai" Abfallzangen. Mit ihrer ungewöhnlichen Performance wollen sie Menschen erreichen, sensibilisieren und zum Mitmachen motivieren. Die Idee findet Anklang auf der Straße und in den sozialen Medien.
10:15
Rote Erde, tiefblaues Meer: Wunderschön ist es auf La Gomera! Die Vulkaninsel im Atlantik besticht durch ihre raue Küste und ihre zum Teil noch unberührte Natur. Tamina Kallert durchquert den wildromantischen Archipel, um Land, Leute und ihre Traditionen kennenzulernen. Die werden auf La Gomera sorgfältig gepflegt - zum Beispiel der Hirtensprung, eine uralte Form der Fortbewegung im Gebirge. Faszinierend ist auch eine Wanderung durch den hoch gelegenen, urzeitlichen Lorbeerwald im Nationalpark Garajonay. Dort befindet sich der imposante Roque de Agando, der höchste Berg La Gomeras. Am Strand von Vueltas geht Tamina Kallert schnorcheln und füttert einen Rochen mit der Hand. Wandern auf der Insel Rund 600 Kilometer Wanderwege gibt es auf La Gomera. Durch ein gut ausgebautes Busnetz sind die Routen bequem ohne Mietwagen zu erreichen. Eindrucksvoll ist die Strecke vom gläsernen Aussichtspunkt Mirador de Abrante hinab ins historische Dorf Agulo. Ebenso empfehlenswert ist eine Wanderung entlang der wilden Nordküste, um auf den rauen Wellengang des Atlantiks zu blicken. Wer Badestrände bevorzugt, findet sie auf der Insel weiter südwestlich. Die Gomeros Die Ureinwohner lebten auf La Gomera jahrhundertelang isoliert, bis die Spanier die Insel im 15. Jahrhundert eroberten. Die heutigen Einwohner pflegen die Traditionen ihrer Vorfahren: "El Silbo" ist eine Pfeifsprache, die die Ureinwohner entwickelt haben, um sich über weite Distanzen verständigen zu können. Heute wird sie wieder in der Schule gelehrt. Mit dem Hirtensprung bewegten sich früher die Hirten mithilfe eines eingefetteten Stabes durch die unwegsame Berglandschaft. Auch alte Handwerkstechniken werden bis heute praktiziert. Im Bergdorf El Cercado töpfern die Bewohner auf die gleiche Art wie ihre Vorfahren vor 2000 Jahren. Im Archäologischen Museum in San Sebastián kann man auch heute noch Überreste der Keramik der Ureinwohner bestaunen. Landwirtschaft und Wasserversorgung Auf La Gomera gedeihen Früchte und Gemüse wegen des warmen Klimas das ganze Jahr über. 90 Prozent des vorhandenen Wassers fließen daher in die Landwirtschaft. Vor allem für den industriell organisierten Bananenanbau findet man viele Wasserspeicher auf der Insel. Doch die Wassersituation der Insel verschlechtert sich kontinuierlich, weil es seltener regnet. Vielen traditionellen Farmern mangelt es dadurch an Wasser für den Anbau auf ihren Terrassen.
11:45
Der vergangene Herbst war der wärmste der österreichischen Messgeschichte, gleich gefolgt vom wärmsten Winter. Und auch das Frühjahr und der Sommer waren unter den Top 10. Ein Rekord jagt den nächsten. Die Schnelligkeit, mit der der Klimawandel weltweit voranschreitet, überrascht sogar die Klimaforscher. Hierzulande wird es ebenfalls immer wärmer. Doch was bringt uns der Klimawandel in Vorarlberg wirklich? Bringt er nur angenehme Badetage und laue Sommernächte, die an den Urlaub in Italien erinnern? Oder birgt er auch Risiken, die unsere Gesellschaft vor Herausforderungen stellen werden? Meteorologe Thomas Rinderer liefert in der Dokumentation Antworten dazu.
12:10
- Halloween-Süßigkeiten - Online-Falle Abo-Abschluss - Knusprige Lebensmittel - Leih-Großeltern - Nackenübungen - Kürbis-Carpaccio
12:40
Ein unscheinbarer Bach bei Landshut, dicht gesäumt von Brennnesseln: Dort beginnt die Spurensuche von Arnie. Der Berger de Picardie ist ein ausgebildeter Artenspürhund. Gemeinsam mit seiner Besitzerin, der Biologin Irene Wagensonner, soll er eine Aufgabe lösen, an der Menschen schnell an ihre Grenzen kommen: das Aufspüren streng geschützter, fast unsichtbarer Tierarten. An diesem Tag jagt Arnie dem Geruch einer vom Aussterben bedrohten Art nach - der Bachmuschel. Niemand weiß, ob es in dem Bach noch welche gibt. Ohne Arnie müsste die Biologin das Gewässer mühsam Meter für Meter absuchen - mit dem Risiko, die empfindlichen Tiere zu übersehen oder versehentlich zu zertreten. Artenspürhunde wie Arnie eröffnen dem Artenschutz neue Möglichkeiten. Sie können Käfer finden, die nur nachts aktiv sind, ohne diese mit Fallen fangen zu müssen. Sie entdecken versteckt lebende Amphibien oder Reptilien wie Kreuzottern, die meist im Verborgenen leben. Im Bayerischen Wald testet der Kreuzotterspezialist Paul Hien Arnies Fähigkeiten: Bei kühlem Wetter zeigt sich keine einzige Schlange. Doch Arnie markiert gleich mehrfach Stellen in einem Steinriegel - genau dort, wo Hien im Frühjahr zahlreiche Kreuzottern beobachtet hat. Für ihn ist klar: Der Hund kann Vorkommen belegen, auch wenn kein Tier zu sehen ist. Ein unschätzbarer Vorteil, etwa wenn über Bauprojekte in sensiblen Lebensräumen entschieden wird. Während Arnie bereits routiniert arbeitet, steht seine Tochter Lupa noch am Anfang ihrer Karriere. In sorgfältig aufgebauten Trainings lernt sie zunächst, harmlose Zielgerüche wie Gewürze von sehr ähnlichen Düften zu unterscheiden - und den richtigen Fund durch Hinsetzen anzuzeigen. Trotz jugendlichen Übermuts und einer Kameratechnik, die sie zunächst irritiert, zeigt sie, wie viel Talent in ihr steckt. In etwa einem Jahr wird sie ihren Vater bei Einsätzen im Gelände unterstützen. Arnie und Lupa machen mit ihrer Nase sichtbar, was für den Menschen sonst unsichtbar bliebe. Sie helfen, seltene Arten zu entdecken, bevor sie verschwinden - und zeigen, wie innovative Methoden den Artenschutz entscheidend voranbringen können. Wie genau Arnie und Lupa arbeiten - und welche Entdeckungen sie dabei machen - zeigt die "Unkraut"-Reportage "Artenspürhunde - Schnüffeln für den Artenschutz".
13:10
Am J'ouvert in Trinidad feiern kurz nach Mitternacht mehr als zwei Millionen Menschen zwei Tage lang zu peitschenden Rhythmen die größte Party der Welt. Aber Port of Spain, die Hauptstadt von Trinidad und Tobago, ist nicht nur beim Karneval ein Schmelztiegel: Inder, Engländer, Spanier, Afrikaner, Chinesen - und damit Muslime, Juden, Hindus und Christen - leben dort friedlich zusammen. Auf Tobago, der kleinen Schwesterinsel von Trinidad, gibt es jedes Jahr ein verrücktes Ziegenrennen. Die Insel Mustique wurde in den 1950er-Jahren vom exzentrischen Adligen Lord Glenconner gekauft und in eine internationale Jetset-Destination verwandelt. Dort verbringen heute Topstars wie Mick Jagger und Elton John ihre Ferien.
13:55
Die französische Insel Martinique ist ein voll integrierter Teil der EU. Im Landesinnern gibt es sogar einen "Canton Suisse" - es ist der 27. Kanton der Schweiz. Seit einigen Jahren produziert eine kleine Kooperative auf der Karibikinsel Grenada Schokolade. Ihre dunkle Bioschokolade ist mittlerweile so gut, dass sie von einer englischen Jury mit Höchstlob ausgezeichnet wurde. Hinter der Schokoladenfabrik steckt ein umtriebiges Duo: Mott Green, ein Aussteiger aus New York, und der Rastafari Edmond Brown. Auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe sind die sozialen Spannungen zwischen Weißen und Schwarzen eskaliert. Die Folge: wochenlange Streiks, die Wirtschaft und Tourismus schädigten. Der Anführer der Opposition, Élie Domota, ist zum Helden vieler Menschen geworden.
14:40
Dominica ist eine grüne, paradiesische Insel. Dorthin ist die Schweizer Familie Burkard ausgewandert. Ihr Leben dreht sich vor allem um Sport. Dank der Burkards haben heute alle 10.000 Schüler auf Dominica Sportunterricht. Eine Insel weiter, auf Montserrat, spuckt der Vulkan Soufrière Hills heftig Asche. Eine weitere Station ist St. Thomas, eine der amerikanischen Jungferninseln. Auf dem karibischen Meeresboden liegen wertvolle Schätze von versunkenen Kolonialschiffen. Früher wurden die Kostbarkeiten von Piraten gejagt, heute haben es waghalsige Schatztaucher auf die Fracht abgesehen - trotz Verbots. Was auf dem Meeresboden liegt, ist geschütztes Kulturgut. Bananen sind das bekannteste Exportgut aus der Karibik. Amerikanische multinationale Konzerne haben sich damit jahrzehntelang eine goldene Nase verdient. Unter dem Druck der Konsumenten in Europa hat sich die Bananenproduktion verändert. Sie wurde sozialer und umweltfreundlicher.
15:25
Die Karibikinsel St. Martin ist so groß wie der Schweizer Vierwaldstättersee - circa 145 Quadratkilometer - und zur Hälfte holländisch, zur Hälfte französisch. Deshalb gibt es zwei Währungen. Man kann mit Euro und Antillen-Gulden bezahlen. Im Tortuguero-Nationalpark in Costa Rica hat Fotograf Thomas Marent Urwaldtiere fotografiert. Die Bilder wurden millionenfach auf Abziehbilder kopiert und gesammelt. Nun sucht er im Regenwald nach Weißen Fledermäusen. Der kürzeste Weg vom Atlantik in den Pazifik führt seit 1914 durch den Panamakanal. Früher ging der Weg über den Grenzfluss Río San Juan zwischen Nicaragua und Costa Rica. Die Insel Saba in den Niederländischen Antillen hat 1500 Einwohner, keine Sandstrände, kein Handynetz, dafür aber den höchsten Berg der Niederlande.
16:10
Kein Land hat so viele international erfolgreiche Schönheitsköniginnen wie Venezuela. Viele junge Frauen werden dort mit Skalpell und Kalkül für die Misswahlen geformt. Mehr als 20 Millionen sonnenhungrige Touristen suchen jedes Jahr Erholung an den traumhaften Stränden der Karibik, unter anderem am Maho Beach in St. Martin. Dort donnert alle paar Minuten ein Jet über den schmalen Strandstreifen. Er landet unmittelbar hinter der Sandbank auf dem internationalen Flughafen und begeistert die Urlauber. In Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, versucht der in der Schweiz aufgewachsene Franmil Tavarez sein Glück als Urimat-Vertreter. Er ist fest entschlossen, dem wasserlosen Pissoir - eine helvetische Erfindung - in der Heimat seiner Eltern zum Durchbruch zu verhelfen.
16:55
Die Karibik hat auch eine andere Seite als weiße Sandstrände, Palmen und lebensfrohe Menschen: Armut, politische Instabilität und Naturkatastrophen machen den Staaten zu schaffen. Seit dem Erdbeben im Januar 2010 auf Haiti haust Familie Gard in einem Zelt. Marise hat bei dem Erdbeben ein Bein verloren. Die Spezialisten des neuen Prothesenzentrums im Hôpital Albert Schweitzer konnten ihr helfen. Die Filmstudentin Keziah Jean erzählt, wie sie während eines Übungsfilms vom Erdbeben überrascht wurde und die ersten Bilder der Katastrophe machte - Aufnahmen, die um die Welt gingen. Seither dokumentiert Keziah Jean die Folgen des Erdbebens und hofft, dass ihr Land nicht wieder in Vergessenheit gerät.
17:45
1000 Kilometer fährt Mona Vetsch durch das farbenprächtige Kuba, bis sie in Havanna - dem Ziel ihrer großen Karibikreise - ankommt. In der Schweinebucht erzählt ihr ein alter Kämpfer, wie es damals war, als die USA zur Invasion Kubas ansetzten. Auf Kuba lebt die Bienenelfe, der kleinste Vogel der Welt. Dieses Vögelchen ist etwa so groß wie eine Libelle. Es ist schwer zu finden. Der Schweizer Erich Ritter ist ein weltberühmter Haiforscher. Auf der Insel Grand Cay auf den Bahamas betreibt er eine Haischule, wo abenteuerlustige Tauchtouristen lernen, mit Haien umzugehen.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Warum schmeckt uns Salz? Und weshalb gilt umami als Inbegriff des Wohlgeschmacks? Die zweiteilige Dokumentation zeigt, wie lebenswichtige Elemente unsere Vorlieben bis heute prägen. Der erste Teil erzählt die Geschichte von Natrium und Stickstoff, zwei Grundbausteinen des Lebens. Er zeigt, wie Evolution Geschmack mit Genuss verknüpfte, um die Versorgung mit lebenswichtigen Stoffen zu sichern. Ausgehend von der kosmischen Entstehung der Elemente erklärt die Dokumentation, warum Natrium für Körperzellen unverzichtbar ist und Tiere aktiv nach Salz suchen. So decken Gorillas ihren Natriumbedarf mit verrottendem Holz. Außerdem geht es um den Geschmackssinn umami, der unter anderem durch Glutamat ausgelöst wird und dem Körper stickstoffreiche Nahrung signalisiert. Gute Köche nutzen diesen Effekt gezielt, um Speisen besonders aromatisch werden zu lassen.
21:00
Warum lieben wir Süßes und meiden Bitteres? Die zweite Folge zeigt, wie Zucker, Pflanzen und Tiere eine evolutionäre Partnerschaft eingingen und warum Bitterkeit schützen kann. "Die geheime Macht des Geschmacks - Genuss und Gefahr" beleuchtet die Gegensätze von süßem und bitterem Geschmack. Die Folge erklärt, warum Tiere Zucker selbst in kleinsten Mengen aufspüren und welche Rolle er in der Evolution spielte. Vor Millionen Jahren begannen Blütenpflanzen, Tiere mit zuckerhaltigen Früchten für den Transport ihrer Samen zu belohnen. Doch nicht immer verlief dieser Handel fair: Die westafrikanische Oubli-Pflanze lockt mit Früchten, deren extreme Süße von einem nährstofffreien Protein erzeugt wird. Gleichzeitig entwickelte sich zwischen Pflanzen und Pflanzenfressern ein Wettrüsten. Pflanzen schützten sich mit bitter schmeckenden Giften, worauf Tiere Rezeptoren für Bitterkeit ausbildeten. Die Dokumentation zeigt aber auch, dass bittere Stoffe nicht nur Warnsignale sein können, sondern mitunter wertvolle Arzneiwirkstoffe anzeigen.
21:45
Die flämische Metropole Antwerpen ist berühmt für den jahrhundertealten Stadtkern, das Rubens-Haus und die Liebfrauenkathedrale. Die Stadt hat sich auch längst als Metropole der Kreativen, der Modedesigner und der berühmten Mode-Akademie einen Namen gemacht. Die Mischung von Luxus und Öko-Charme, von Avantgarde und flämischer Geschichte ist Teil der Lebenskultur dieser belgischen Stadt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.
22:55
Was Hunde und Katzen in den ersten 16 Lebenswochen erleben, prägt sie für immer. Fehlt die Sozialisierung, reagieren die Tiere oft ängstlich oder aggressiv. Der frühe Kontakt zu Menschen, Erfahrungen mit Geräuschen und anderen Tieren ist entscheidend für eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Der Film begleitet eine frischgebackene Dackelbesitzerin über ein halbes Jahr und zeigt die Höhen und Herausforderungen im Alltag mit dem lebhaften Welpen. Eine Maine-Coon-Züchterin zeigt: Gut sozialisierte Kätzchen entwickeln eine enge Bindung zum Menschen - das erleichtert das Zusammenleben von Anfang an. Tobias Müller wagt ein Experiment: Im Tierheim des Zürcher Tierschutzes soll er der eigensinnigen Katze Thunder ein "High Five" beibringen - und sie auf Kommando in die Transportbox bringen. Mit positiver Konditionierung. Unterstützung erhält er von Klickertrainerin Christianne Gasser. Doch kann man Katzen überhaupt erziehen? Auch bei Hunden zeigt sich: Mit Strenge kommt man nicht weit. Australian Shepherd Sky ist hyperaktiv, kaum zu bändigen und bringt seine Halter an ihre Grenzen. Statt Druck setzt die Hundetrainerin auf Geduld und positive Verstärkung. Schritt für Schritt lernt Sky, sich zu konzentrieren und besser mit Reizen umzugehen. Früher wurden Tiere mit Härte erzogen. Heute gilt das als überholt. Verhaltenstierärztin Maya Bräm erklärt, warum Belohnung und Partnerschaft der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben sind.