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TV Programm für 3sat am 16.05.2026

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Trend Reloaded: Musik - Wie Retro unsere Gegenwart prägt 19:20

Trend Reloaded: Musik - Wie Retro unsere Gegenwart prägt

Zeitgeschichte

Das Revival gehört in der Musik dazu. Stile wie Neue Deutsche Welle oder Punk kehren immer wieder zurück - mit modernem Twist, aber vertrauter Ästhetik. Nostalgie schafft auch in der Musik eine emotionale Bindung, gerade bei den Fans von damals. Aber die alten Sounds wirken auch auf die Jungen cool, weil sie anders sind als der digitale Mainstream. Somit schlägt das Revival eine Brücke zwischen den Generationen. Die Neue Deutsche Welle (NDW) prägte Anfang der 1980er-Jahre eine ganze Generation. Mit ihrem unverwechselbaren Sound stürmten Bands und Künstlerinnen und Künstler wie Trio, DAF, Nena, Extrabreit oder Fehlfarben die Charts und veränderten die deutsche Musiklandschaft nachhaltig. Dass dieser Stil auch heute noch wirkt, zeigt das Beispiel Major Tom: Der Hit von Peter Schilling wurde jüngst zur Torhymne der deutschen Fußballnationalmannschaft der Männer - ein starkes Zeichen für die anhaltende Relevanz der NDW. Doch die musikalische Zeitreise geht weiter: Die "Neue Neue Deutsche Welle" (NNDW) bringt frischen Wind in die Szene - inspiriert von den Wurzeln der NDW, aber mit zeitgemäßem Sound und Haltung. Und sie ist nicht allein. Auch der Pop-Punk feiert ein kraftvolles Comeback. Die Rückkehr von Bands wie Blink-182 und Sum 41 trifft den Nerv der Zeit, während junge Künstlerinnen und Künstler wie Machine Gun Kelly, Olivia Rodrigo oder Meet Me @ The Altar den Sound der späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre neu interpretieren. Ein weiteres Revival erlebt der Euro-Dance - das prägende Genre der 1990er-Jahre. Schnelle Beats, männliche Rap-Parts und weibliche Gesangsstimmen sind wieder angesagt und sorgen für volle Tanzflächen und Streaming-Erfolge. Was steckt hinter diesen musikalischen Wiedergeburten? Was verbindet neue Genres wie die NNDW mit ihren Vorgängerinnen? Die Dokumentation geht diesen Fragen auf den Grund und zeigt, wie sich Musikstile in neuen Facetten immer wieder neu erfinden - zwischen Archiv und Algorithmus, zwischen Trash und Trend. "Trend Reloaded" beleuchtet in drei Teilen die Retro-Wellen in Film & Fernsehen, Musik und Mode. Die Reihe fragt, was der aktuelle Retro-Hype über unsere Gesellschaft aussagt - und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine bildstarke Reise durch die popkulturellen Jahrzehnte, entlang ikonischer Persönlichkeiten und prägender Phänomene.

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II Gattopardo von Giuseppe Tomasi di Lampedusa 20:15

II Gattopardo von Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Drama

Licht: Michel Güntert Dramaturgie: Hannah Schünemann Ein Theaterereignis von epischer Wucht: "Il Gattopardo" vom Schauspielhaus Zürich erzählt vom Untergang der alten Ordnung und der leisen Gewalt des Wandels: sinnlich, bildstark, hochaktuell. Regisseurin Pinar Karabulut inszeniert Giuseppe Tomasi di Lampedusas berühmten Roman als vielschichtiges Erzähltheater. Persönliche Verluste, politische Verschiebungen und historische Brüche verbinden sich zu einem Abend zwischen Eleganz, Melancholie und Gegenwart. In der monumentalen Weite der Zürcher Schiffbauhalle entfaltet die Inszenierung ihre besondere sinnliche Kraft. Das eindrucksvolle Bühnenbild öffnet Räume voller aristokratischer Pracht und brüchiger Eleganz. Die detailreichen Kostüme lassen die untergehende Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts noch einmal aufleuchten - Bilder zwischen Schönheit und Verfall. "Il Gattopardo" - "Der Leopard" - erzählt von historischen Umbrüchen, deren Nachhall bis in unsere Gegenwart reicht, und stellt Fragen nach Macht, Anpassung und Veränderung. Ein ruhiger, konzentrierter Theaterabend, der visuell beeindruckt und nachwirkt: Was bleibt, wenn sich alles verändert? Und wie viel Vergangenheit steckt in unserer Gegenwart?

Coriolanus 23:15

Coriolanus

Drama

Coriolanus ist ein Kriegsheld, den das Volk hasst. Als er Konsul werden will, sorgen Gegner dafür, den Hass der Bürger zu schüren. Coriolanus wird verbannt und sinnt auf Rache. Mit internationaler Starbesetzung verfilmte Ralph Fiennes als Regisseur und Hauptdarsteller die Tragödie von William Shakespeare um Machtkämpfe, Intrigen und Größenwahn. Dabei siedelt er die actionreiche Geschichte in der Gegenwart an. Roms Bürger sind ausgehungert, und Unzufriedenheit greift zusehends um sich. Der hochmütige General Cajus Martius Coriolanus verachtet das Leid der Bürger und stellt sich offen auf die Seite der Reichen. Seine extremen Ansichten provozieren einen blutigen Massenaufstand des Volks. Den Erfolgen als Feldherr im Kampf gegen die Volsker, die Rom bedrohen, verdankt er aber einen politischen Aufstieg bis in den Senat. Da jedoch etablierte Politiker in ihm eine Gefahr für ihre eigene Macht sehen, nutzen sie Coriolanus' Hochmut, um die Bürger gegen ihn aufzubringen. Als Coriolanus zur Strafe aus Rom verbannt wird, bietet er seinem Erzfeind Tullus Aufidius, einem Volsker, Leib und Leben an und stellt sich in dessen Dienste. Gemeinsam ziehen sie gegen Rom in der Absicht, die Stadt zu zerstören. Als Coriolanus' Mutter Volumnia von diesem Plan erfährt, hält sie ihren Sohn vom Vormarsch ab und bringt ihn zur Räson. Hin- und hergerissen zwischen Familienehre und den geleisteten Loyalitätsschwüren für Aufidius, muss Coriolanus sein weiteres Handeln genau abwägen, wohl wissend, dass ein Treuebruch verheerende Folgen für ihn haben könnte. Ralph Fiennes wurde mit Rollen in großen Hollywoodfilmen wie "Schindlers Liste" (1993), "Der englische Patient" (1996), "Roter Drache" (2002) und den "Harry Potter"-Filmen bekannt. Im "James Bond"-Franchise übernahm er 2012 in "Skyfall" die Rolle des "M". 2011 führte er bei "Coriolanus" zum ersten Mal Regie. Mit "Coriolanus" verfilmte Ralph Fiennes mit sich selbst in der Titelrolle eine Tragödie von William Shakespeare, die dieser Anfang des 17. Jahrhunderts geschrieben hatte. Wie so oft bei Shakespeare geht es um Macht, politische Ränkespiele und Intrigen, um Hochmut, Größenwahn, Desillusionierung und den anscheinend unvermeidlichen Fall. Die unübersehbare Aktualität Shakespeares macht Fiennes deutlich, indem er zwar die Anmutung des klassischen Textes weitgehend erhält, die Geschichte aber - ähnlich wie Julie Taymor 1999 mit "Titus" - aus dem 5. Jahrhundert vor Christus in die Gegenwart verlegt. Gekämpft wird in modernen Uniformen mit MGs, Handgranaten, Hubschraubern und Panzern. Um sich als Titelheld gruppiert Fiennes einige internationale Filmstars, allen voran Vanessa Redgrave, Jessica Chastain, Gerard Butler, Brian Cox und James Nesbitt.