21:40
Die offizielle Eröffnung der Ballnacht mit den Stars der Staatsoper wird kommentiert von Christoph Wagner-Trenkwitz und Karl Hohenlohe. Mirjam Weichselbraun, Teresa Vogl und Andi Knoll führen Interviews mit Ballgästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Kunst und Kultur.
23:01
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
23:14
Mirjam Weichselbraun, Teresa Vogl und Andi Knoll führen durch die große Ballnacht und laden Größen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Kultur zum Interview.
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Die festliche Eröffnungsgala der Berlinale mit viel nationaler und internationaler Kinoprominenz findet wie jedes Jahr im Berlinale Palast am Potsdamer Platz statt. Am Ende der Gala wird die 76. Berlinale von Intendantin Tricia Tuttle eröffnet. Redaktionshinweis: Vom 12. bis zum 22. Februar ist die Welt des Films wieder zu Gast in Berlin - bei den "76. Internationalen Filmfestspielen". 3sat ist dabei, wenn Berlin zur Filmmetropole wird. Nach der Eröffnung der Berlinale begrüßt um 1.25 Uhr Knut Elstermann die Zuschauer live aus dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zwei weitere Ausgaben vom "Berlinale-Studio" zeigt 3sat am Samstag, 14., sowie am Samstag, 21. Februar, im Nachtprogramm. Ab Freitag, 13. Februar, setzt 3sat seine Berlinale-Berichterstattung in "Kulturzeit" fort: Werktäglich um 19.20 Uhr meldet sich das 3sat-Kulturmagazin mit Berichten zur Berlinale.
01:10
Im "Berlinale-Studio" begrüßt in diesem Jahr wieder Knut Elstermann die Zuschauer aus dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zu Gast beim "Kino King" sind die interessantesten Schauspielerinnen und Schauspieler und die Kreativen des Festivals. Dazu gibt es das Wichtigste über die Filme und Menschen der Berlinale. Redaktionshinweis: Die weiteren beiden Ausgaben des "Berlinale-Studios" zeigt 3sat am Samstag, 14. Februar, um 1.05 Uhr, sowie am Samstag, 21. Februar, um 0.50 Uhr.
01:40
Die Reihe "Wiener Wässer" stellt den Wienfluss, die Alte Donau und den Donaukanal vor. Im ersten Teil geht es um den Wienfluss und seine historische Bedeutung. Der Wienfluss ist mit einer Gesamtlänge von 34 Kilometern der größte Donauzubringer der Region und gilt als Hauptfluss des Wienerwaldes. Er durchquert die Stadt vom Westen ins Zentrum. Bei der Urania mündet er in den Donaukanal, den ehemaligen Hauptarm der Donau. In Mittelalter war es üblich, Siedlungen entlang der Donau nach dem dort mündenden Nebenfluss zu benennen. Beispiele sind Ybbs, Enns, Tulln oder Schwechat. Für den Wienfluss ist erstmals im Jahr 881 in den Salzburger Annalen eine Ortsbezeichnung überliefert, die nach "Wean" klingt - im Zusammenhang mit einer Schlacht bei "Weniam". Der althochdeutsche Name "Wenia", von dem sich der heutige Name "Wien" ableitet, geht auf die keltoromanische Bezeichnung "Vedunia" zurück, was so viel wie "Waldbach" bedeutet. Auf seinem Weg durch das heutige Stadtgebiet nimmt "die Wien", wie der Fluss auch genannt wird, noch zehn bedeutende Bäche aus dem Wienerwald auf - die heute alle überwölbt und daher vom Straßenniveau unmerkbar in die unterirdischen Sammelkanäle links und rechts der Wien münden. Einst galt der Wienfluss als industrieller Treibmotor der Stadt, aber auch als Erholungsgebiet der Sommerfrische und Badefreuden. Außerdem wurde der Wienfluss schon früh für vielfältige Zwecke als energetische und materielle Ressource genutzt. Periodenweise waren mehr als 15 bedeutende Mühlen angesiedelt, von denen einige bis ins 20. Jahrhundert hinein in Betrieb waren. Der Hunger der stets wachsenden Stadt verlangte nach immer mehr Brot, und das Getreide des fruchtbaren Umlands musste gemahlen werden. Die Wasserkraft aus dem Wienerwald machte dies erst nahe der Stadtfestung möglich. Im 19. Jahrhundert verstärkte sich die gewerbliche und industrielle Nutzung des Wienflusses, und das Wiental entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Produktion. An die Mühlenbetriebe waren oft auch Weingärten und Wirtshäuser angeschlossen. Um die Mühlen siedelten sich Holz verarbeitende Betriebe an, da das Holz der Mühlen häufig erneuert werden musste. Regulierungsmaßnahmen wurden schon 1713 und 1781 avisiert, doch kam es nur zur Aushebung eines tieferen Flussbettes durch Sträflinge und zur Uferbepflanzung mit Weiden und Akazien. Die Realisierung der Wienfluss-Regulierung erfolgte aber erst in den 1890er-Jahren, lange nach der 1875 fertiggestellten Donau-Regulierung. Der Wienfluss macht sich immer wieder durch seine Eigenschaft als Wildgewässer bemerkbar. Da das Gefälle des Flusses zu Beginn recht hoch ist, kann die Wassermenge bei starken Regenfällen innerhalb kurzer Zeit stark anschwellen - innerhalb von Stunden kann der Fluss das 2000-fache seines Niederwasserstandes führen. Die Folge sind verheerende Überschwemmungen. Damit stellte der Wienfluss eine große Gefahr für das ständig wachsende Siedlungsgebiet dar. Um diese Gefahr abzuwenden, besitzt er heute ein ausgeklügeltes Hochwasser-Warnsystem. Schon Kaiserin Elisabeth unternahm gern Wanderungen durch den Wienerwald. Am 23. April 1882 machte sie Rast bei der Quelle des Wienflusses, dessen Wasser ihr so gut schmeckte, dass sie es für die Zubereitung ihres Kaffees nach Schönbrunn bringen ließ. Seit damals heißt die majestätisch eingefasste Quelle "Kaiserbründl". Es heißt, wer aus dieser Quelle trinkt, wird mit innerer Schönheit beschenkt.
02:25
Die Donau und ihre Nebenarme waren nicht immer so ruhige Gewässer, wie es heute den Anschein hat. Lange war dieser Fluss ein unbändiger Strom, der sich wild seinen Weg durch Wien bahnte. Mit der Regulierung entstand der rechte Donauarm, der heutige Donaukanal. Auf der linken Uferseite hatte sich mit der Leopoldstadt die erste Wiener Vorstadt gebildet. Ein Viertel, das vor allem Wiener Juden zugewiesen wurde, bis Leopold I. sie von dort vertreiben ließ. Der spätere Donaukanal bildete auch die natürliche Grenze zum kaiserlichen Jagdrevier, dem Prater. Die ersten Brücken, die dort errichtet wurden, hatten vor allem den Zweck, eine bessere Verbindung zwischen Hofburg und Prater herzustellen. Die Reihe "Wiener Wässer" stellt den Wienfluss, die Alte Donau und den Donaukanal vor. Im zweiten Teil geht es um den Donaukanal und seine historische Bedeutung.
03:10
Was die Wiener heute als "Alte Donau" bezeichnen, war einst der wasserreichste Arm der Donau. Dort verlief früher der Schiffsverkehr. Wild und verzweigt floss die Donau durch die Stadt. Auch änderte sie ständig ihren Lauf. Zum Schutz vor Hochwasser trennte die Gemeinde diesen Donauarm bei der umfassenden Donau-Regulierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Hubertusdamm ab. Die Alte Donau wurde zum stehenden Binnengewässer. Die Wiener Badekultur eroberte dieses neue Terrain rasch, unter anderem mit dem Strandbad Gänsehäufel. Die Reihe "Wiener Wässer" stellt den Wienfluss, die Alte Donau und den Donaukanal vor. Im dritten Teil geht es um die Alte Donau und ihre historische Bedeutung.
03:55
Wirts- und Gasthäuser waren lange nicht das, was sie heute sind - man ging nicht aus, um sich etwas Gutes zu gönnen, sondern man war auf der Durchreise und suchte Unterkunft und Verpflegung. Beispiele dafür waren "Der wilde Mann" in der Kärntnerstraße 17, der "Weiße Schwan" bei Neuer Markt 6, "Der Goldene Ochse" in der Seilergasse 14 oder "Der rote Apfel" in der Singerstraße 3. Diese Gaststätten waren nicht nur Treffpunkte in der kaiserlichen Residenzstadt Wien, sondern auch Ausgangspunkte für den regulären Postkutschenbetrieb und wurden auch als "kleine Bahnhöfe" bezeichnet. Zusätzlich war das Tauschen von Vorspannpferden für die Wirte ein ertragreiches Geschäft. Die Speisekarte war dabei nebensächlich - Standardgerichte wie Gulasch, Schnitzel, Frankfurter und Schweinsbraten wurden angeboten, und für die trinkfreudigen Gäste standen große Fässer mit Wein und Bier bereit. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Wirtshäuser in Wien und im Umland.
04:40
Manner, Heller, Aida, Demel, Pischinger - viele der Namen, die man heute noch mit süßem Vergnügen assoziiert, haben ihre Anfänge in der ausgehenden Donaumonarchie. Auch wenn die letzten sieben Jahrzehnte ein Asket auf dem Habsburger Thron saß, für den der Schratt-Gugelhupf schon das höchste aller Gefühle war, gehörte die zuckerhaltige Nachspeise schon dank der böhmischen Wurzeln der Wiener Küche zum Hofstaat dazu. Entsprechend hoch entwickelt und beliebt waren viele dieser Produkte. Viele Firmen wurden von dem Pioniergeist der Jahrhundertwende mitgerissen und setzten zu ambitionierten Erfolgsgeschichten an, die zum Teil bis heute andauern. Zucker wurde damals noch in kleinen, oft mit Schloss versehenen Dosen aufbewahrt, weil er so kostbar war. Von der Zuckerskepsis heutiger Tage ahnte damals noch niemand etwas, und so konnte man sich dem Genuss ohne jedes schlechte Gewissen hingeben.