21:45
Nach dem Tod ihres Ehemanns möchte eine frühere Lehrerin es noch einmal wissen und endlich den ersten Orgasmus ihres Lebens erleben. Doch die Begegnung mit einem charmant-intelligenten Callboy wird für beide zu einer besonderen Erfahrung über das rein Körperliche hinaus. - Pointenreiche und tiefsinnige Erotikkomödie mit der unverwechselbaren Emma Thompson in der Hauptrolle. Nancy Stokes, eine verwitwete ehemalige Religionslehrerin, sehnt sich nach Abenteuern, zwischenmenschlicher Nähe und gutem Sex, der ihr in ihrer stabilen, aber langweiligen Ehe vorenthalten blieb. Nancy ist fest entschlossen, möglichst viel davon nachzuholen und engagiert einen Callboy für eine Nacht glückbringender neuer Erfahrungen. Sie trifft den jungen Leo Grande in einem anonymen Hotelzimmer. Leo ist wie erwartet äußerst attraktiv, aber womit Nancy ganz und gar nicht gerechnet hat: Leo ist nicht nur Experte in Sachen körperlicher Liebe, sondern außerdem ein interessanter und charmanter Gesprächspartner. Auch wenn er bei aller Offenheit nicht alles über sich verraten möchte, stellt Nancy fest, dass sie ihn mag. Und er mag sie. Im Laufe weiterer Rendezvous' verändern sich die Erwartungen und die Dynamik zwischen ihnen. Beide müssen ihre Komfortzonen endgültig verlassen. Drei Frauen bilden das kreative Zentrum dieser wunderbar leichten, unverschämten Erotikkomödie über späte erotische Erfüllung und das Begehren. Regisseurin Sophie Hyde inszenierte die intimen Begegnungen nach einem Drehbuch von Katy Brand. Die große britische Charakterdarstellerin Emma Thompson ("Viel Lärm um nichts", "Kindeswohl", "Men in Black International") verkörpert die weibliche Hauptfigur mit großem Mut und nuancenreich in ihrer Verletzbarkeit und späten Neugierde. Dabei macht der Film spielerisch und mit einiger Spannung klar, wie erotisch schon das Reden über Sex sein kann, wenn sich plötzlich und fast unmerklich Vertrauen und Verlangen gegenseitig verstärken. Der junge irische Schauspieler Daryl McCormack ("Peaky Blinders") ist bei alldem der sinnlich-clevere Partner für Thompson und bietet ihr in dem pointenreichen, intelligenten Dialogfeuerwerk mit all seinen Wendungen und Versteckspielchen jederzeit Paroli.
23:20
Eine Literaturdozentin gerät in eine süchtig machende Affäre zu einem russischen Diplomaten. In dem Maß, wie sie sich dieser Amour fou hingibt, stellt sie ihre Überzeugungen infrage. Die aus dem Libanon stammende französische Regisseurin Danielle Arbid zeichnet das kraftvolle Porträt einer Frau, die in einer Liebesbeziehung eine ganz neue Seite an sich entdeckt. Die Hauptrolle in dem aufwühlenden Erotikdrama spielt Lätitia Dosch. Hélène ist eine erfolgreiche Frau, die als Dozentin an der Sorbonne arbeitet. Eine verantwortungsvolle Mutter, die sich vom Vater ihres Sohnes trennte und den Jungen allein aufzieht. Doch eines Tages begegnet ihr Alexandre auf einer Party in Porto. Sie verbringt mit ihm eine leidenschaftliche Nacht. Bei ihrer Rückkehr nach Paris trifft Hélène ganz zufällig immer wieder auf Alexandre, der in der russischen Botschaft tätig ist. Eine Aura von Geheimnis und emotionaler Unnahbarkeit umgibt ihn. Obwohl er verheiratet ist - seine Frau lebt in Russland -, entwickelt sich aus den immer häufiger werdenden Treffen eine leidenschaftliche Affäre. Ständig erwischt sich Hélène dabei, wie ihre Gedanken zu Alexandre und dem nächsten Treffen abschweifen. Alles scheint sich nur noch um ihn zu drehen, obwohl er ihr keine Perspektive bietet - und aus der stürmischen Affäre entwickelt sich für die Frau eine Obsession, die nicht nur sie selbst, sondern auch ihren Sohn in Gefahr bringt. Emotionen und Erotik reißen sie mit, bis Alexandre für längere Zeit nach Russland zurückkehrt. Hélène beschließt, ihm nachzureisen. Die Verfilmung des erotischen Bestsellers von Annie Ernaux wird getragen von der Schauspielerin Lätitia Dosch, die mit dem Spielfilm "Bonjour Paris" in einer ähnlich fordernden Rolle international ihren Durchbruch hatte und nun zu den angesagtesten französischen Darstellerinnen zählt.
00:55
Der Cairngorms-Nationalpark in den schottischen Highlands bietet eine vielfältige Landschaft mit Bergen, Seen und Flüssen. Auch die Landeskultur spielt eine wichtige Rolle. Der Film führt vom rauen, fast arktisch anmutenden Hochland bis in die fruchtbaren Flusstäler mit ihren Whisky-Brennereien. Dabei begleitet er Menschen, die die Geschichten des Landes erzählen, schottische Traditionen pflegen, und alte Wälder wieder wachsen lassen. Viele Gemeinden der Highlands pflegen voller Stolz ihre Jahrhunderte alte Traditionen. Das harte Leben in den Bergen prägt Landeskultur und Gemeinschaftssinn - von schottischer Tracht und Musik über die Jagd bis zum bekanntesten Produkt des Landes, dem Whisky. Schon steinzeitliche Jäger und Sammler lebten in diesen Bergen, die sich heute auf vielfältige Art erleben lassen - ob zu Fuß oder auf dem Motorrad. Nationalparks bilden einzigartige Landschaften, wild und doch zugänglich für alle, die ihre Schönheit genießen möchten. Orte, an denen Geschichte gelebt wird und die Natur ihre Geheimnisse offenbart.
01:40
Die vulkanische Insel Island wartet mit drei Nationalparks auf - voller Gletscher, Wasserfällen, heißer Quellen, und beeindruckender Zeugnisse der Wikinger, die dieses Land besiedelten. Die Nationalparks in Island, Snäfellsness und Vatnajökull, sind vom Zusammenspiel der Vulkane und Gletscher geprägt. Feuer und Eis haben einzigartige Landschaften geformt, in denen Forscher bis heute neue Erkenntnisse über die Frühgeschichte der Erde sammeln. In Thingvellir, dem ältesten Nationalpark Islands, begegnen sich Natur und Kultur auf einzigartige Weise. Kaum irgendwo sonst lässt sich das Auseinanderdriften zweier Kontinentalplatten so deutlich erkennen - und genau dort trafen sich einst die Bewohner des Landes zu ihren Versammlungen. In diesem frühen Parlament wurden Gesetze beschlossen und Konflikte beigelegt. Aus der Luft können Archäologen besonders viele Überreste aus der Wikingerzeit ausmachen.
02:25
Im Eryri-Nationalpark im Nordwesten von Wales verbinden sich wilde Berge mit britischer Industriegeschichte. Heute spielt dort neben dem Tourismus auch Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Viele kennen den Eryri-Nationalpark unter dem Namen "Snowdonia" als einen der ältesten britischen Nationalparks. Da dort walisisch gesprochen wird, nutzt man wieder Ortsnamen in der Landessprache - auch für den höchsten Berg, Yr Wyddfa - früher "Snowdon" genannt. Seit 1985 führt die "Snowdon Mountain Railway" - eine Zahnradbahn mit Dampfantrieb - auf den Gipfel des Yr Wyddfa. Für Zigtausende von Touristen bietet die Bahn eine bequeme Aufstiegsmöglichkeit. Wer es gern abenteuerlicher mag, dem bietet der Eryri-Nationalpark wilde Wanderwege und klassische Kletterrouten. In den malerischen Tallandschaften entstehen außerdem immer mehr barrierefreie Wander- und Fahrwege, die auch naturbegeisterten Menschen mit körperlichen Einschränkungen traumhafte Naturerlebnisse ermöglichen.
03:05
Inmitten der zentraltürkischen Region Kappadokien liegt der Göreme-Nationalpark. Seine Landschaft weist einzigartige, kegelförmige Felsformationen auf, die als "Feenkamine" bekannt sind. Vor allem Fahrten mit dem Heißluftballon über die Landschaft sind beliebt. Hinter der spektakulären Kulisse verbirgt sich jedoch auch eine beeindruckende Kulturgeschichte: In den weichen Tuffsteinklippen lassen sich Höhlenkirchen und uralte Behausungen entdecken. Von frühen Christen wurden regelrechte Höhlenstädte in diese Felsen gegraben, in denen sie sich vor ihren Feinden versteckten. Manche der angenehm temperierten Höhlenhäuser sind bis heute bewohnt oder werden als Hotel genutzt. Wie der Name Kappadokien - übersetzt "Land der schönen Pferde" - ahnen lässt, sind Pferde seit der Antike ein Teil der Landeskultur. Einst als Arbeitstiere gezüchtet, leben viele von ihnen heute halbwild in den Bergen und bieten Besuchern einzigartige Fotomotive.
03:50
Der Nationalpark Los Glaciares liegt auf der argentinischen Seite Patagoniens. Ein weites, windgepeitschtes Land mit Gletschern, türkisfarbenen Seen und atemberaubenden Bergpanoramen. In eindrucksvollen Bildern - darunter spektakulären Drohnenaufnahmen - führt diese Dokumentation durch Argentiniens wilden Süden. Sie stellt nicht nur die Naturschätze vor, sondern auch seine Bewohner, die eng mit ihrer Heimat verwurzelt sind. Zu Wort kommen Bergführer und Tourguides, die alles daransetzen, Besucher für den Schutz der Gletscherlandschaft zu sensibilisieren. Aber auch Kunstschaffende, deren Werke im Einklang mit der Natur stehen. Sie verdeutlichen, wie sehr Klimawandel und Gletscherschwund dem 4459 Quadratmeter großen Nationalpark zusetzen. Stationen der Reise sind neben den namensgebenden Gletschern auch die Gemeinden El Calafate und El Chaltén. Aber auch die artenreiche Laguna Nimez am Ufer des mächtigen Lago Argentino, deren größte Attraktion die rosafarbenen Flamingo-Kolonien sind. In El Chaltén - einem Hotspot der Trekking-Community - berichten Kletter-Guides und Bergretter über die Herausforderungen ihres Berufsalltags.
04:35
Im Süden des französischen Zentralmassivs erstreckt sich der Cevennen-Nationalpark. Wo einst Dinosaurier umherstreiften, findet sich heute ein Naturparadies par excellence. Saftig grüne Berge, karge Hochebenen und tiefe Schluchten prägen diese Landschaft, die im Gegensatz zu Frankreichs Küsten noch nicht vom Massentourismus entdeckt worden ist. Dabei finden sich dort die wohl spektakulärsten Flusslandschaften des Landes. Die Reise beginnt im Dorf Valleraugue, wo im Frühsommer große Schafherden auf die Weiden getrieben werden. Der "Transhumanz" genannte Brauch gehört zum Immateriellen UNESCO-Welterbe Frankreichs und ist in den Cevennen tief verwurzelt. Von dort aus geht es weiter zum Mont Aigoual, dem zweithöchsten Berg der Cevennen. Auf seinem sturmgepeitschten Gipfel thront eine Wetterstation mit Observatorium. In der Nähe der Ortschaft Meyrueis liegt die Tropfsteinhöhle Aven Armand. Sie beeindruckt mit einem Wald aus über 400 Stalagmiten - eine Pracht, die der Höhlenforscher Édouard Alfred Martel als "Traum aus Tausendundeiner Nacht" beschrieb.