12:24
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:54
Karl Ploberger öffnet die Tür zu einem internationalen Garten an der Côte d'Azur in Südfrankreich, widmet sich dem Pikieren und erklärt, worauf es beim Abhärten junger Pflanzen ankommt. Uschi Zezelitsch stellt den aromatischen Kräuterseitling in den Mittelpunkt, während auf der "Garten Tulln" Maßnahmen gegen die viel diskutierte Schnecke im Garten gezeigt werden. Die Künstlerin Anne Marie Deloire lebt im Hinterland von Nizza im Einklang mit der Natur. Sie liebt die Töpferkunst. Die Mauern sind voll mit getöpferten Muscheln, Glasmurmeln und Schneckenhäusern - maritime Kreationen, die in diesem Naturgarten den Eindruck eines Korallenriffs vermitteln. Karl Ploberger führt das Pikieren, das sorgsame Vereinzeln junger Keimlinge, vor. Zehn präzise Schritte zeigen, wie Wurzeln geschützt, Pflanzlöcher richtig vorbereitet und die Jungpflanzen in lockere, nährstoffreiche Erde gesetzt werden. Kräuterhexe Uschi Zezelitsch widmet sich dem Kräuterseitling, der ganzjährig erhältlich ist und wegen seines nussigen Aromas geschätzt wird. Im Mittelpunkt stehen einfache Hinweise zur eigenen Kultur sowie eine Antipasti-Kreation: Blanchierte Pilzscheiben werden mit weiteren Zutaten zu einem cremigen Aufstrich verarbeitet und in Gläsern auf getoastetem Pumpernickel angerichtet. Die Gärtnerinnen geben einen systematischen Überblick über Schnecken im Garten, ihre Lebensweise, Unterschiede zwischen Arten und typische Schadbilder. Neben Artenkenntnis stehen praktische Maßnahmen im Fokus.
13:20
Kosmetik gilt oft als Synonym für internationale Massenware. Und doch wächst in Österreich eine eigenständige Branche heran. Im Schatten globaler Kosmetikkonzerne etablieren sich heimische Betriebe mit naturnahen Produkten. Erfolgreich und zunehmend auch öffentlich sichtbar. Alexander und Nadeschda Schukoff begeben sich im Alpenland Österreich auf Spurensuche in Kräutergärten, Manufakturen, Labore und Klosterbibliotheken und blicken den Meistern ihres Fachs über die Schulter. Zu sehen sind eindrucksvolle Nahaufnahmen wenn Pflegeöle gemischt, Hautcremen gerührt oder Zahnpasten und Make-up und noch vieles mehr hergestellt werden. Dabei werden auch einige Geheimnisse enthüllt: Wie werden Pflanzenextrakte, ätherische Öle oder Bienenprodukte zu Kosmetik verarbeitet? Was steckt hinter der Kunst der Parfumherstellung? Und welche Erkenntnisse Leonardo da Vincis sind bis heute essenzieller Bestandteil der Parfum- und Kosmetikherstellung? Neben inhaltlicher Tiefe bietet der Film auch ein visuelles Erlebnis: Eine Reise durch die landschaftliche Vielfalt Österreichs - von dichten Wäldern über duftende Lavendelfelder bis zu saftigen Alpenwiesen und den hügeligen Weinbergen entlang der Donau.
14:05
Galizier, Italiener, Ungarn, Tschechen: Wien war der Schmelztiegel des k. u. k. Vielvölkerstaats. Die Zugereisten siedelten sich meist in eigenen Wohnbezirken an. Der Dreiteiler stellt sie vor. Es wurden alle Sprachen gesprochen, auch ihre Gepflogenheiten, Kochrezepte und Musik brachten die Zugereisten mit. So nahmen die Bezirke ganz die Farbe der jeweiligen Bewohner an: jüdisch, böhmisch, ungarisch. Teil eins führt ins jüdische Wien. Jüdische Geschäftsmänner bauten Ringstraßenpalais, Eisenbahnnetze und Krankenhäuser. Sie schrieben die großen literarischen Klassiker, begründeten die Tiefenpsychologie und die moderne Kinderpädagogik. Der Großteil der jüdischen Wiener Bevölkerung lebte aber ganz anders, nämlich als einfache Arbeiterinnen und Arbeiter. Jiddisch war weit verbreitet - nicht nur unter der jüdischen Bevölkerung. Bis heute verwenden die Wienerinnen und Wiener mit großer Selbstverständlichkeit jiddische Worte - vom "Masel haben" bis "Shlemassl".
14:47
Ende des 19. Jahrhunderts zählte sich ein Drittel der Wiener Bevölkerung zur tschechischen Volksgruppe. Die böhmische Küche und Sprache waren integraler Bestandteil der Wiener Alltagskultur. Kommt doch das Wiener Wort "Beisl" aus dem tschechischen "pajzl", was so viel wie "Kneipe" oder "Spelunke" bedeutet. Die tschechische Tradition der Bierhalle kam über die böhmische Bevölkerung in die Kaiserstadt, nirgends besser zu sehen als im Schweizerhaus im Prater. Es war schon immer in tschechischem Besitz, bis heute arbeiten dort viele Tschechen. Manche nennen es die "inoffizielle tschechische Botschaft". Serviert werden noch immer böhmische Gerichte: Stelze, Mohnnudeln und Powidltascherl. Mit dem zunehmenden Bildungsgrad der Tschechen wandelte sich auch ihre soziale Struktur. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen die ersten tschechischen Abgeordneten des Reichsrats nach Wien, mit ihnen Beamte und Journalisten. Einige Tschechen schafften es bis zum Ministerposten. An der Wiener Universität studierten Tschechen, auch unter den Lehrenden waren Tschechen anzutreffen. Galizier, Italiener, Ungarn, Tschechen: Wien war der Schmelztiegel des k. u. k. Vielvölkerstaats. Die Zugereisten siedelten sich meist in eigenen Wohnbezirken an. Es wurden alle Sprachen gesprochen, auch ihre Gepflogenheiten, Kochrezepte und Musik brachten die Zugereisten mit. So nahmen die Bezirke ganz die Farbe der jeweiligen Bewohner an: das jüdische, böhmische, ungarische Wien. Der Dreiteiler stellt sie vor.
15:30
Ungarn ist aus der Wiener Geschichte nicht wegzudenken. Ohne den Ungarn Gabor Steiner zum Beispiel gäbe es eins der bekanntesten Wiener Wahrzeichen nicht: das Riesenrad. Von Franz Lehár, Attila Hörbiger und Ignaz Semmelweis bis zu den Adelsgeschlechtern Esterházy, Batthyány und Pálffy reicht der Glanz dieser Nation in der Reichshauptstadt. Die Ungarn brachten natürlich auch ihre Kulinarik und ihre Traditionen mit. Etwa die Reitweise, die man als "ungarische Post" bezeichnet: Der Reiter steht dabei auf den Rücken zweier Pferde. Husarenromantik, Geigenmusik und Kesselgulasch wurden schon in der Monarchie als beliebte Stereotypen gehandelt. Das Budapester Kabarett - kurz "Budapester" genannt - war ein Kultort, der dem Wiener Kabarett Sternstunden bescherte. Galizier, Italiener, Ungarn, Tschechen: Wien war der Schmelztiegel des k. u. k. Vielvölkerstaats. Die Zugereisten siedelten sich meist in eigenen Wohnbezirken an. Es wurden alle Sprachen gesprochen, auch ihre Gepflogenheiten, Kochrezepte und Musik brachten die Zugereisten mit. So nahmen die Bezirke ganz die Farbe der jeweiligen Bewohner an: das jüdische, böhmische, ungarische Wien. Der Dreiteiler stellt sie vor.
16:14
Es ist in Wien eine beinahe schon mythische Institution: das Kaffeehaus. Es gilt als Schauplatz des Fin de Siècle, in dem Weltliteratur entstand und Politik gemacht wurde. Und es hat sich als Gemeinplatz der Wiener Gemütlichkeit etabliert - dort darf man noch sitzen bleiben, solange es einem beliebt. Anhand einiger ausgewählter Kaffeehäuser zeigt der Film von Gebhard Hölzl die ganze Bedeutung der Wiener Kaffeehauskultur. Dabei sind die heutigen Traditionscafés nur mehr ein Nachhall der früheren Kaffeehauskultur - über 50 großer Cafés gab es allein an der Ringstraße, man konnte dort den ganzen Tag zwischen Zeitungen, Billard und Tarock verbringen, ohne dass einem langweilig wurde.
17:00
Rauchfangkehrermeister und Meisterinnen erzählen aus ihrem Berufsleben, woher es kommt dass sie als Glücksbringer gelten oder den Doppeladler des Kaiserhauses auf ihrer Gürtelschnalle tragen dürfen. Wo es die ersten Rauchfänge gab oder von wo aus die Rauchfangkehrer ihre Wanderung durch den Kontinent starteten. Aber wie wird es mit dem Beruf des Rauchfangkehrers weitergehen, wenn fossile Brennstoffe weitgehend aus dem Verkehr gezogen werden? Die Antwort wird überraschen: Der Film zeigt, wie sich diese Zunft schon seit Jahrhunderten stets neu erfinden musste und nun den Wandel zu einem hochtechnisierten Beruf im Dienste der Sicherheit, Luftqualität und Klimaschutz vollzieht.
17:45
Ein Wahrzeichen der Stadt, Schauplatz politischer Entscheidungen und Sitz der Verwaltung - aber auch Bühne für rauschende Bälle, große Empfänge und besinnliche Feste: das Wiener Rathaus. Jeder kennt den Platz davor mit seinen unzähligen Veranstaltungen - vom Eistraum bis zum Sommerfestival, vom Zirkus bis zum Adventmarkt. Doch was geschieht hinter seiner - gerade erst sanierten - Fassade? Alexander und Nadeschda Schukoff nehmen das Publikum mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch das Innere des Rathauses und blicken jenen über die Schultern, die es mit Leben füllen: Hausmitarbeiter, Handwerker, Techniker, Restauratoren und Verwaltungsangestellte. Sie pflegen die historischen Strukturen, halten sie instand, restaurieren oder bringen sie mit modernster Technologie auf den neuesten Stand. Der Film öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben, und enthüllt verborgene Details dieses einzigartigen Bauwerks - von den "sprechenden Steinen" der Fassade bis zur genialen "Fernkältetechnik" des Architekten Friedrich Schmidts aus dem 19. Jahrhundert. Die Kamera folgt stillgelegten Schienen im Keller, führt durch verborgene Gänge unter dem Rathaus, entlang weitläufiger Lüftungsschächte und über schmale Holzstege zum imposanten Dachstuhl und darüber hinauf aufs Dach. Zu Wort kommen in diesem Film Mitarbeiter des Rathauses, Wiener Handwerksmeister, Historiker und politische Würdenträger.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:20
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:22
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Eine junge Krankenschwester wird grausam ermordet aufgefunden. Kommissar Vincent Ruiz bittet den renommierten Hamburger Psychiater Dr. Johannes "Joe" Jessen um Hilfe. In der Rechtsmedizin erkennt Jessen Parallelen: Die schweren Verletzungen des Todesopfers stimmen in erschreckender Weise mit den Gewaltfantasien seines Patienten Robert Mohren überein. Handelt es sich bei Mohren um einen Patienten, bei dem er als Arzt zum ersten Mal die Schweigepflicht brechen muss? Drohen sonst weitere Gewalttaten? Doch Jessen behält seinen Verdacht für sich und gerät stattdessen selbst ins Visier des Kommissars, denn er kannte das Mordopfer. Als er sich schließlich Kommissar Ruiz anvertraut, ist es zu spät. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ausgerechnet Jessens frühere Geliebte, die ehemalige Prostituierte Elisa, wird umgebracht. Mit ihrem Tod zerbricht Jessens Alibi für den ersten Mord. Hinzu kommt, dass sich auch am zweiten Tatort Spuren des Psychiaters finden, da er Elisa kurz vor ihrem Tod besucht hatte. Die Ermittlungen von Ruiz richten sich nun mit voller Härte gegen Jessen selbst, der noch nicht ahnt, dass er bereits Teil eines perfiden Plans ist - der nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Frau Nora und seiner Tochter Charlotte in Gefahr bringt. Um die eigene Unschuld zu beweisen, ist Jessen gezwungen zu fliehen und auf eigene Faust zu ermitteln. Im Wettlauf gegen die Zeit kommt er einem Rachefeldzug auf die Spur, bei dem seine Familie in eine heimtückische Falle gerät.
21:45
Zur 41. Ausgabe des DOK.fest München geht "kinokino" auf einen Streifzug durch das Festival, das zu den wichtigsten Dokumentarfilmfestivals Deutschlands zählt. Über 100 Filme aus knapp 50 Ländern laufen im Programm - darunter "Watching People Watching Birds": ein Film über Menschen, die sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Vögel zu beobachten. Späher hierzulande und weltweit, ein Hobby, das zum Piepen ist. Was macht den Reiz des "Birdwatching" aus? Und warum ausgerechnet Vögel? Weltpremiere auf dem DOK.fest feiert "Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war": Ein Porträt über die österreichische Schriftstellerin, die den Literaturbetrieb maßgeblich prägte, indem sie Machtverhältnisse und das Patriarchat anprangerte. Der Dokumentarfilm verwebt Archivaufnahmen mit Spielszenen, in denen Sandra Hüller in die Rolle der emanzipierten Lyrikerin schlüpft. Chancen und Auswüchse Künstlicher Intelligenz sind auch im Doku-Fach längst ein Thema: Der Film "Finding Connection" zeigt Menschen, die sich von KI-Chatbots angezogen fühlen und emotionale Bindungen eingehen, weil sie ihnen mehr geben als reale Beziehungen. Und in Zeiten des Klimawandels beschließen drei Naturwissenschaftler, ihr Forschungsfeld zu verlassen, um Aktivisten zu werden. Sie tragen auf ihren Schultern "Das Gewicht der Welt", wie der gleichnamige Dokumentarfilm schildert. Die Highlights des DOK.fest München in einer Schwerpunktsendung von "kinokino".
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Österreich im Frühjahr 1945: Trotz der herannahenden Befreiung durch die Alliierten aus Ost und West finden in den letzten Kriegstagen noch vereinzelt heftige Abwehrkämpfe statt. Im Zentralraum Linz-Amstetten-Steyr leben die Menschen mit den Zerstörungen der Bombenangriffe, die auf Infrastruktur und Rüstungsindustrie der Region abzielten. KZ-Häftlinge werden auf kilometerlange Todesmärsche getrieben. Junge Burschen und alte Männer werden immer noch für den Kriegsdienst rekrutiert. Gleichzeitig erschießen oder erhängen vom Endsieg überzeugte Nazis noch immer Deserteure der Deutschen Armee. Während des Vormarschs der Alliierten aus Ost und West retten sich zahlreiche Soldaten über die Enns oder die Donau in die amerikanische Zone, in der Hoffnung, der russischen Gefangenschaft zu entgehen. Amerikanische Soldaten befreiten die Gefangenen der Konzentrationslager. Am 8. Mai wurde die Demarkationslinie zwischen russischer und amerikanischer Armee vorwiegend an Enns und Donau die Grenze zwischen Ost und West. Steyr und das Mühlviertel waren vorläufig geteilt. Das vorherrschende Chaos stellte die Besatzungsmächte und die ernannten österreichischen Politiker vor große Herausforderungen.
23:14
In der Dokumentation erzählen prominente Zeitzeugen vom neuen Leben in Österreich nach dem Kriegsende 1945. Der Alltag wurde durch die vier Siegermächte im Land "plötzlich international". Statt Völkerball spielte man in den wiederaufgebauten Turnsälen etwa Basketball. Was heute einer jungen Generation YouTube beim Englischlernen ist, das war für den österreichischen Altkanzler Vranitzky das Radio der Amerikaner. Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky, die Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi, die Tänzerin Susanne Kirnbauer-Bundy, der 2024 verstorbene Alt-ORF-Intendant Thaddäus "Teddy" Podgorski, die Schauspielerin Erika Pluhar und der Jazz-Experte Felix Dillmann zeichnen das Bild von einem Aufbruch und einem neuen internationalen Einfluss auf das Alltagsleben in Österreich, in dem gerade Radio und Kino das Tor zur Welt weit öffnen.
23:59
Herbert Ammann will nach seinem Tod zu Kompost werden. Die beiden offiziellen Bestattungsformen der Kremation und Erdbestattung passen ihm nicht. Weder will er verbrannt werden noch in einem Sarg unter der Erde vermodern - sondern zu fruchtbarer Erde werden. In der Schweiz gibt es vielleicht bald eine dritte Bestattungsform, nämlich die "Kompostbeerdigung". Herbert Ammann hat in Zürich erfolgreich eine Einzelinitiative lanciert, welche sich dem Thema annimmt. In 40 Tagen wird ein Mensch zu Erde. Dann kann er auf dem Friedhof beigesetzt werden oder Angehörige könnten die Erde auch zu sich nach Hause nehmen. Genau das möchte Herbert Ammann: Als Kompost in seinem Garten landen, damit ein Nussbaum aus seinen irdischen Überresten wachsen kann. Aber seine Krankheit schreitet wohl schneller voran, als dass der politische Prozess die dritte Bestattungsform abgesegnet hat.