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TV Programm für 3sat am 08.01.2026

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Das Geheimnis der Meister: Maria Sibylla Merian 19:22

Das Geheimnis der Meister: Maria Sibylla Merian

Kunst und Kultur

Maria Sibylla Merians "Blumenstillleben in einer chinesischen Vase" ist das Werk einer Pionierin, die Kunst und Naturforschung früh miteinander verknüpfte. Das "Geheimnis der Meister"-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchiert es die Entstehungshintergründe des Werks und versucht sich an der perfekten Kopie. Maria Sibylla Merian war eine Ausnahmekünstlerin: Als Malerin, Entomologin und Naturforscherin verknüpfte sie Kunst mit Wissenschaft, zu einer Zeit, in der Frauen in diesen Bereichen weitgehend ausgeschlossen waren. Ihr "Blumenstillleben in einer chinesischen Vase" ist mehr als ein dekoratives Arrangement - es erzählt vom internationalen Austausch, botanischem Interesse und einem tiefen Blick in die Natur. Merians Werke sind geprägt von ihrer Unabhängigkeit als alleinerziehende Mutter, ihren Reisen nach Surinam und ihrer Arbeit im Dienste der Wissenschaft und erzählen die Geschichte einer Frau, die sich gegen jede Konvention auflehnte. In jeder Folge von "Geheimnis der Meister" wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild? Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider? Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Sex mit 40 plus - Freiheitsbooster oder Lustkiller? 20:16

Sex mit 40 plus - Freiheitsbooster oder Lustkiller?

Sexualität

Zwischen Menopause, Testosteronmangel, Sehnsüchten und mutigen Neustarts erleben Menschen in der Lebensmitte den besten Sex ihres Lebens - wenn sie sich trauen, alte Muster zu sprengen. Forschung und Beratung unterstützen dabei, die Sexualität zu gestalten - mit Expertise, Medikamenten oder praktischen Tipps. Viele lernen erst jetzt, offen über Bedürfnisse und Fantasien zu sprechen. Bei Frauen führen die Wechseljahre oft zwangsläufig zu einer neuen Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, doch auch Männer hinterfragen bisherige Vorlieben und Praktiken, zum Beispiel, wenn vermehrt sexuelle Funktionsstörungen auftreten. Die Soziologin Barbara Rothmüller erforscht an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, wie sich sexuelle Identität, Fantasien und Ausmaß der Lust im Lebensverlauf verändern. Bei einigen Menschen ist plötzlich alles neu, so wie bei Anna aus Berlin. Sie lebte lange monogam mit ihrem Ehemann zusammen, dann polyamor mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern und ist heute mit einer Frau verheiratet. Heike und Frederic aus Wien sind Ende 40, fühlen sich aber wie Teenies. Sie sind erst seit einem Jahr zusammen und bestätigen das Ergebnis wissenschaftlicher Befragungen: Frisch verliebte ältere Paare können ein weitaus aktiveres Sexualleben haben als junge Paare in Langzeitbeziehungen. Bettina Toth, Leiterin der Innsbrucker Uniklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, unterstützt Patientinnen in der Perimenopause. Ihr Ziel ist es, dass Frauen gesund alt werden, und dazu gehört eine erfüllende Sexualität. Genauso wichtig wie die Unterstützung durch Experten ist ein offener Austausch über die bisherigen Erfahrungen und das persönliche Erleben. Der fällt den über Vierzigjährigen noch immer nicht ganz leicht. Doch in Podcasts, Selbsthilfegruppen, Freundschaften und Partnerschaften kommen auch sie immer häufiger ins Gespräch und legen so den Grundstein für eine erfüllendere Sexualität in der zweiten Lebenshälfte. Um 20.15 Uhr beleuchtet die NANO Doku relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel im NANO Talk mit ihren Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.

Die Pornogesellschaft - Wie Porno unseren Sex beeinflusst 21:00

Die Pornogesellschaft - Wie Porno unseren Sex beeinflusst

Sexualität

Pornografie ist so leicht zugänglich wie nie. Die Nutzer werden immer jünger, der Konsum steigt rasant. Was das mit uns macht, darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen. Die digitale Pornokultur prägt nicht nur unser Begehren: Pornografie spiegelt auch die Gesellschaft - und formt sie zugleich. Denn Porno ist überall. Zwischen Lust und Leistungsdruck, Selbstbestimmung und Sucht: Wo endet Befreiung, wo beginnt Überforderung? Studien zeigen: Pornografie kann informieren, inspirieren und sexuelle Vielfalt sichtbar machen. Sie kann aber auch Erwartungen verzerren, Druck erzeugen und intime Beziehungen belasten. Es geht auch um Macht und Gewalt, um Körper gegen Geld - und um die Suche nach Echtheit in einer digitalisierten Fake-Intimität. Zwischen Selbstbestimmung und Kommerz, zwischen Neugier und Abhängigkeit entsteht ein Spannungsfeld, das Fragen aufwirft: Wann ist Lust noch Spiel - und wann verlieren wir die Kontrolle? Wie verändert Pornografie unser sexuelles Verhalten? Warum ist Gewalt in Pornos immer problematischer? Gibt es ein Suchtpotenzial? Welche Rolle spielen Plattformen wie OnlyFans, wo Sexarbeit und Social Media verschmelzen? Und wie können Jugendliche lernen, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden? Die Forschung sucht nach Antworten. Die Gäste der Sendung: Madita Oeming ist Kulturwissenschaftlerin, Sexual- und Medienpädagogin und engagiert sich seit Jahren dafür, Pornografie als gesellschaftlich relevantes Thema wissenschaftlich und öffentlich aufzuarbeiten. Zur Zeit forscht sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Johannes Fuß ist Psychiater und Sexualwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Er forscht zur Auswirkung von Pornografie auf Verhalten und Gehirn und untersucht dabei auch den Einsatz neuer Sexualtechnologien, wie Sexroboter, hochrealistische Puppen und virtuelle Realität. Rudolf Stark ist Professor für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er ist zudem Geschäftsführender Direktor des Bender Institute of Neuroimaging (BION) und entwickelt zur Zeit effektive Behandlungswege für Pornografie-Nutzungsstörungen.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Nymphomaniac 1 22:29

Nymphomaniac 1

Erotikfilm

Der alternde Junggeselle Seligman findet auf seinem Heimweg die zusammengeschlagene Joe. Während er ihre Wunden versorgt, erzählt sie ihm von ihren ausschweifenden sexuellen Abenteuern. In seinem skandalumwitterten Erotikdrama leuchtet Regisseur Lars von Trier die seelischen Abgründe seiner Protagonisten tabufrei aus. Die Hauptrollen spielen Charlotte Gainsbourg und Stellan Skarsgård. An einem kalten Winterabend liest der in die Jahre gekommene Junggeselle Seligman vor seiner Haustür eine übel zugerichtete Frau namens Joe auf. Mit Mühe schleppt er die schwer verletzte Joe in seine Wohnung und versorgt dort ihre Wunden. Während er sich rührend um sie kümmert, erzählt sie ihm ihre Geschichte: Schon früh merkt sie, dass sie anders fühlt als ihre Klassenkameraden und ihr Hunger nach sexueller Befriedigung kaum zu bändigen ist. Als sie von ihrer ersten Liebe, Jerôme, entjungfert und anschließend barsch verlassen wird, verliert sie jeden Glauben an die Liebe und verschreibt sich mit Haut und Haaren der Sexualität. So wettet sie im Teenager-Alter mit ihrer Schulfreundin B um eine Tüte Bonbons, wer sich erfolgreicher durch einen Zug-Waggon "fickt". Dass Joe am Ende die Süßigkeiten in der Hand hält, verdankt sie ihrem letzten Opfer, einem verheirateten Mann, der sich zunächst standhaft weigert, sich von ihr "einen blasen" zu lassen, schließlich aber dennoch der Versuchung erliegt. Nach zahllosen sexuellen Begegnungen, bei denen Gefühle so gut wie keine Rolle spielen, trifft sie schließlich wieder auf Jerôme, in Gestalt ihres neuen Vorgesetzten. Diesmal ist er es, der eine verbindliche Beziehung sucht, sie aber nichts anderes will als entfesselte Sexualität und größtmögliche Abwechslung. Seligman hört Joes Geschichten geduldig und frei von moralischen Vorhaltungen zu, wirft nur hin und wieder die eine oder andere Lebenserfahrung ein und seine daraus gezogenen Schlüsse. Joes Erzählungen sind in acht Kapitel unterteilt, wobei der erste Teil mitten in der fünften Episode mit einem Cliffhanger endet. Dabei arbeitet Regisseur Lars von Trier virtuos mit verschiedenen Stilmitteln und Metaphern, verknüpft beispielsweise die Theorie des perfekten Anglers oder Bachs Dreiklang mit Joes sexuellen Eskapaden. Wenn auch die Bilder explizit sind, ordnen sie sich dennoch immer ihrer Botschaft unter: dem zutiefst pessimistischen Psychogramm einer selbstzerstörerischen, von Selbsthass, Schuld und Zweifel gepeinigten Nymphomanin, die alles daran setzt, um nur eines nicht zu empfinden - die Nähe zu einem anderen Menschen. Die überragende Charlotte Gainsbourg hatte bereits in Lars von Triers Horrorthriller "Antichrist" und in seinem Endzeitfilm "Melancholia" tragende Parts inne. Diesmal spielt sie die verzweifelte Sexsüchtige in ihren Vierzigern, die Rolle der jüngeren Joe hat die Newcomerin Stacy Martin inne, die mit einem ebenso überzeugenden wie radikalen darstellerischen Talent reüssiert.

10 vor 10 00:20

10 vor 10

Nachrichten

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.

Wildes Neuseeland 00:45

Wildes Neuseeland: Inseln am Ende der Welt

Tiere

Berge, Gletscher und die weiten Ebenen Neuseelands erinnern vielerorts an Nordamerika oder Europa. Doch die Tier- und Pflanzenwelt der Inseln sind erstaunlich anders und extrem skurril. Pinguine brüten im Wald, Urzeitechsen begeben sich im Unterholz auf die Jagd nach ihrem eigenen Nachwuchs, und Kiwis geben sich im Dunkel der Nacht ein Stelldichein. Isolation, die Kräfte des Wassers und der Einfluss des Menschen haben Neuseeland geprägt. Abgeschieden, zwischen drei Ozeanen gelegen, entwickelten sich dort in über 80 Millionen Jahren Tiere auf besondere Art und Weise. Räuberische Säuger gab es nicht. Ein Luxus, der dazu führte, dass einige Vogelarten ihre Fähigkeit zu fliegen ablegten. Der berühmte Wappenvogel Neuseelands, der Kiwi, ist nur einer von ihnen. Die dreiteilige Reihe "Wildes Neuseeland" bedient sich aller technischen Raffinessen: Schwerelos gleitet die Kamera durch Südbuchen- und Baumfarnwälder, über gigantische Gletscher, weite Flusstäler und dampfende Geysire, um mithilfe von Kran, Dolly und Steadycam eindringliche, aber auch ungewöhnliche Perspektiven einzunehmen. Zeitraffer zeigen die Lebendigkeit der grandiosen Landschaften über die Jahreszeiten, und extreme Zeitlupen lassen Tierverhalten, das in Bruchteilen von Sekunden abläuft, sichtbar werden: die Kämpfe der Seelöwen etwa oder die vor Lebensfreude überschäumende Sprungakrobatik Hunderter Schwarzdelfine. Unterwasserexkursionen in die Tiefen der Fjorde und atemberaubende Landschaftsaufnahmen aus der Luft ergänzen, gemeinsam mit einem stimmungsvollen Soundtrack, die große Erzählung von den Geheimnissen und Naturschätzen der Inseln am anderen Ende der Welt.

Wildes Neuseeland 01:30

Wildes Neuseeland: Im Reich der Extreme

Tiere

Größer kann der Gegensatz kaum sein: Ist der Norden Neuseelands sonnig und warm und aus dem Feuer der Vulkane geboren, so ist der Süden seine kalte, wankelmütige Schwester. An manchen Tagen laufen alle vier Jahreszeiten auf einmal binnen 24 Stunden ab. Die Küsten sind geprägt von orkanartigen Winden, Gletscher reichen bis ans Meer, und in den schroffen Bergen der Südalpen müssen Tiere tagtäglich mit Eis und Schnee ringen. Wer im Reich der Extreme lebt, muss anpassungsfähig, robust und clever sein. Keas sind berühmt für ihren Spieltrieb - doch sie sind auch findige Jäger, die dank ihrer Neugier mit den harschen Bedingungen der Berge gut zurechtkommen. Neuseeländische Seelöwenweibchen dagegen sind eher zurückhaltende Charaktere. Sie säugen ihren Nachwuchs im Schutz einsamer Dünenwälder, um ihr Junges vor aggressiven Robbenbullen zu schützen. Folgt man kleinen Bachläufen zu ihrem Ursprung, entdeckt man tief in verborgenen Felsgrotten ein zauberhaftes Feenreich unter einem Firmament verhängnisvoller Irrlichter. Ihre Verursacher sind kleine Mückenlarven, die mit langen Fangfäden und selbst erzeugtem Licht nach Insekten angeln. Der Meister der Anpassung aber ist die Weta, eine Heuschrecke so groß wie eine Maus - ihre Überlebensstrategie lässt sie selbst von den Toten wiederauferstehen. Zeitraffer zeigen die Lebendigkeit der grandiosen Landschaften über die Jahreszeiten, und extreme Zeitlupen lassen Tierverhalten das in Bruchteilen von Sekunden abläuft, sichtbar werden: die Kämpfe der Seelöwen etwa oder die vor Lebensfreude überschäumende Sprungakrobatik Hunderter Schwarzdelfine. Unterwasserexkursionen in die Tiefen der Fjorde und atemberaubende Landschaftsaufnahmen aus der Luft ergänzen, gemeinsam mit einem stimmungsvollen Soundtrack, die große Erzählung von den Geheimnissen und Naturschätzen der Inseln am anderen Ende der Welt.

Wildes Neuseeland 02:15

Wildes Neuseeland: Kampf ums Paradies

Tiere

Brodelnde Geysire, verwunschene Urwälder, stille Fjorde und eisige Gletscher: Neuseeland ist unvergleichlich, was die Vielfalt seiner Landschaften und seiner Tierwelt angeht. Aber was geschieht, wenn Menschen und von ihnen mitgeführte Tiere in das neuseeländische Paradies eindringen? Was, wenn sich für Kakapo, Brückenechse, Kiwi und Riesenheuschrecke nach Jahrmillionen im natürlichen Gleichgewicht die Lebensbedingungen komplett ändern? Was wenn europäische Wiesel flugunfähige Tierarten, die nur in Neuseeland seit Urzeiten leben, flächendeckend dezimieren? Wie kann die besondere ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands überleben? Und wer wird diesen Kampf gewinnen? Das heutige Neuseeland ist nicht nur Heimat von Kiwi und Kea, Weta und Wekaralle - es ist auch die Heimat von Pflanzen aus aller Welt, von Amseln und Buchfinken, Bachforellen und Mäusen aus Übersee. Sie alle verdrängen auf die eine oder andere Art und Weise die tierischen Ureinwohner Neuseelands aus ihren Lebensräumen. Im modernen Neuseeland werden aber auch neue Allianzen geschlossen. Riesenforellen etwa haben sich darauf spezialisiert, Mäuse beim Durchqueren eines Gewässers zu erlegen. Fast überall auf den Inseln ist die Natur im Wandel. Einige der ursprünglichen Tier- und Pflanzenarten können sich behaupten, viele jedoch stehen kurz vor dem Aussterben: Der extrem seltene Chatham-Schnäpper etwa oder der flugunfähige Eulenpapagei Kakapo. Behütet wie die Kronjuwelen, leben einige wenige nachtaktive Kakapos auf Codfish Island, einer kleinen Insel im Süden Neuseelands. Die dicken Papageien haben ein merkwürdiges Fortpflanzungsverhalten: Nur wenn der Rimu-Baum ausreichend Früchte trägt - und das geschieht etwa alle vier Jahre - beginnen sie mit ihrer Balz. Dann "boomt" der Kakapo, stößt trommelartige Geräusche aus, die die Weibchen anlocken. Wie die Papageien gerettet werden können und ob modernste Schutzbemühungen fruchten, sind brennende Fragen, die Neuseelands Natur- und Artenschützer umtreiben. Die Folge "Kampf ums Paradies" aus der dreiteiligen Naturdokumentationsreihe "Wildes Neuseeland" gibt Einblicke in aufwendige und clevere Rettungsaktionen sowie in neue, Hoffnung gebende Allianzen und zeigt, dass die eigenwillige Tierwelt Neuseelands durchaus zu retten ist. Dabei bedienen sich die Naturfilmer aller technischen Raffinessen: Scheinbar schwerelos gleitet die Kamera durch Südbuchen- und Baumfarnwälder, über gigantische Gletscher, weite Flusstäler und dampfende Geysire, um mithilfe von Kran, Dolly- und Steadycam eindringliche, aber auch ungewöhnliche Perspektiven einzunehmen. Zeitraffer zeigen die Lebendigkeit der grandiosen Landschaften über die Jahreszeiten, extreme Zeitlupen lassen Verhaltensweisen von Tieren, die in Bruchteilen von Sekunden ablaufen, fürs menschliche Auge sichtbar werden. Dazu zählen etwa die Kämpfe der Seelöwen oder die vor Lebensfreude überschäumende Sprungakrobatik Hunderter Schwarzdelfine. Unterwasserexkursionen in die Tiefen der Fjorde und atemberaubende Landschaftsaufnahmen aus der Luft ergänzen zusammen mit einem stimmungsvollen Soundtrack die große Erzählung von den Geheimnissen und Naturschätzen der Inseln am anderen Ende der Welt.

Fährpassagen: Neuseelands Straße der Stürme 03:00

Fährpassagen: Neuseelands Straße der Stürme

Dokumentation

Die Cookstraße ist die Meerenge zwischen den beiden Hauptinseln von Neuseeland. Sie ist nach dem Seefahrer James Cook benannt und zählt zu den stürmischsten Meeresstraßen der Welt. Fährgesellschaften können ihren Passagieren eine reizvolle Passage von Wellington im Norden nach Picton auf der Südinsel bieten. Die Fahrt auf dem rund 100 Kilometer langen Schifffahrtsweg führt auch durch die eindrucksvolle Landschaft der "Marlborough Sounds". Es geht vorbei an zahlreichen Zeugnissen aus der Geschichte dieser berühmt-berüchtigten Meerenge, die früher ein beliebtes Revier für den Walfang war. Heute werden die einstigen Beobachtungsposten der Walfänger genutzt, um die verbliebenen Bestände der Meeressäuger wissenschaftlich zu erforschen. Die Menschen an Bord der Fähren und entlang der Küsten erzählen ihre Geschichten, die auf die eine oder andere Weise immer etwas mit dem Mythos der "Cook Strait" zu tun haben. In der Sprache der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, heißt die Meeresstraße "Raukawa", und sie war ihnen stets heilig. Die Fahrt mit einem Kanu über die Meerenge ist bei rauer See ein höchst gefährliches Unternehmen. Die Legende sagt, dass jungen Männern, die zum ersten Mal in einem Boot über die "Raukawa" fuhren, das Blickfeld mit Blättern als Scheuklappen verhüllt wurde. Was sie nicht sahen, konnte ihnen auch keine Angst machen.

Mit dem Zug durch Neuseeland 03:45

Mit dem Zug durch Neuseeland: Die Nordinsel - Das vulkanische Herz

Tourismus

"Aotearoa", "Land der langen weißen Wolke", so nannten die Maori einst Neuseeland. Damit könnten sie die dampfenden Vulkane im Norden und schneebedeckten Gebirge im Süden gemeint haben. Durch diese ursprünglichen Landschaften fahren die neuseeländischen Züge. Eine Panoramareise ohne Pünktlichkeitsgarantie. Denn die Launen der Natur geben den Takt an. Es ist eins der schwierigsten Gelände der Welt, durchzogen von Gebirgen und dichten Urwäldern. Lange Zeit war Neuseeland schienenfrei, erst in den 1960er-Jahren wurde der Bau der Trassen fertiggestellt. Seitdem fahren drei Züge durchs Land. Der "Northern Explorer" fährt in Auckland ab und führt ins vulkanische Herz des Landes. Die Millionenstadt brodelt, rund 50 Vulkane ragen in den Himmel. Noch schlafen sie, aber sie können wieder ausbrechen. Nördlich von Auckland liegt "Little Barrier Island", eine Vulkaninsel mit gigantischen Insekten. Nicola Toki, Botschafterin für bedrohte Arten, ist auf der Suche nach der Wetapunga, der größten Heuschrecke der Welt. Nur noch ein paar Dutzend sollen in freier Wildbahn leben. Für spektakuläre Lichteffekte sorgen die Glühwürmchen in den Waitomo Caves. In den dunklen, feuchten und engen Höhlen arbeitet Umweltschützerin Shannon Corkill. Sie kennt den Weg zur Glühwürmchen-Brutstätte, in der blaue Lichter tanzen. Weiter südlich dampft es. Am Rotorua-See ist Soltice Morrison aufgewachsen. Es ist ein geothermales Gebiet, um deren Wärme sich die Ureinwohner angesiedelt haben. Die Umweltwissenschaftlerin arbeitet an einem Mammutprojekt. Sie hat sich dem Schutz der insgesamt 3800 Seen gewidmet und verbindet altes Maori-Wissen mit neuer Wissenschaft. Im Zentrum der Nordinsel liegt der Tongariro-Nationalpark, wo sich der Zug um den Mount Ruapehu schlängelt, den höchsten Vulkan des Landes. Sein smaragdgrüner Kratersee lockt Bergsteiger an seine Ränder. Es ist ein riskantes Abenteuer, auch weil der Vulkan noch aktiv ist. Endstation ist die Hauptstadt Wellington, wo eine Fähre die Nord- mit der Südinsel verbindet. Die Seereise ist den Launen der Natur völlig ausgeliefert. Starke Westwinde schlagen hohe Wellen, oft kommt die Fähre zu spät, manchmal für Stunden und Tage.

Mit dem Zug durch Neuseeland 04:30

Mit dem Zug durch Neuseeland: Die Südinsel - Vom Pazifik in die Südalpen

Tourismus

Die Südinsel Neuseelands ist die rauere, wildere Schwester der Nordinsel. Dort überwinden die Züge spektakuläre Strecken vom Pazifischen Ozean bis zu den Bergen der Südalpen Neuseelands. Entlang der Ostküste kommt der "Coastal Pacific-Train" am Lake Rotoiti vorbei. Im Gletschersee forscht Biologe Don Jellyman nach neuseeländischen Langflossenaalen. Es sind meterlange, respekteinflößende und etwas gruselige Urtiere. Sie steigen aus den kalten Tiefen empor und schwimmen irgendwann zum Laichen in den tropischen Ozean, wo sie spurlos verschwinden. Vorbei an der Kaikoura-Halbinsel geht es nach Christchurch. Im Jahr 2011 legte ein Erdbeben die Stadt in Schutt und Asche. Riki Manuel ist einer der bekanntesten Maori-Holzschnitzkünstler des Landes. In seinen Werken verarbeitet er die Katastrophe und trägt die Geschichte von Generation zu Generation weiter. In Christchurch übernimmt der "TranzAlpine" die Führung. Doch die Südinsel ist auch Erdbebengebiet. Immer wieder verbiegen Verwerfungen die Schienen. Der Zug durchquert die Südalpen, Gebirge und Gletscherflüsse, bis er die Westküste erreicht. Dort sind die weißen Strände fast menschenleer. Das raue Klima und die isolierte Lage haben die Urlandschaften bewahrt. Es ist auch eine Fahrt zurück in die Kolonialgeschichte. Die europäischen Siedler gründeten in der Einsamkeit der Natur die ersten Dörfer. Seit Generationen werden Hunderte von Rindern zwischen Regenwäldern und steilen Felswänden durch den Gletscherfluss am Arawhata-Tal getrieben. Eine Familie ist bis heute geblieben. Seit Generationen betreibt JJ Nolan dort traditionelle Rinderzucht. Mit seinem Jetboat lenkt er die Tiere unfallfrei durch das kalte Wasser des Arawhata-Flusses mitten in einem Urwald. Viehtrieb mit dem Motorboot, das dürfte weltweit einmalig sein. Weiter südlich verdichten sich die Regenwälder in Fiordland, der größten Urlandschaft Neuseelands. Bis heute ist sie für die schmalen Gleise unbezwingbar und gilt als eins der am wenigsten erforschten Gebiete der Welt. Ein Bergsteiger soll eine alpine Eidechse gesehen haben. Es ist eine seltene Art, die seit Jahrmillionen in diesem rauen Klima ausharrt, doch seit der Begegnung fehlt vom Urtier jede Spur.