20:15
Die Inseln in der griechischen Ägäis stehen vor dem Kollaps. Zum Beispiel Mykonos und Santorini, Traumziele vieler Deutscher, werden von Touristen überrannt. Mit fatalen Folgen. Wassermangel, Müllprobleme, explodierende Preise und eine immer brutaler agierende Bau-Mafia herrschen vor. Die Filmautoren begeben sich auf Spurensuche. Sie sprechen mit deutschen Urlaubern und genervten Einheimischen, die brisante Einblicke liefern. In Athen wurde beispielsweise ein Landvermesser aus Mykonos mit 15 Schüssen aus einer Pistole regelrecht hingerichtet. Wurde er Opfer der Bau-Mafia, die laut griechischer Staatsanwaltschaft große Teile der Luxusinsel unter Kontrolle hat? Und: Während in den noblen Partyclubs von Mykonos der Jetset feiert, hat sich ein gnadenloses System der Schutzgelderpressung ausgebreitet. Gibt es Alternativen zum zerstörerischen Massentourismus? Die Autoren besuchen die kleine Insel Astypalea, die ganz bewusst auf sanften Tourismus setzt.
21:00
Touristen genießen in der Dominikanischen Republik ihren Urlaub, während im Nachbarland Haiti die Menschen ums tägliche Überleben kämpfen. In der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince ist das Überleben ein täglicher Kampf - gegen Armut, Seuchen, Wassermangel, Hunger, Müll und Bandenkriminalität. Einen Staat gibt es quasi nicht mehr, bewaffnete kriminelle Banden regieren 80 Prozent der Stadt. Nur 300 Kilometer Luftlinie entfernt liegen die Traumstrände der Dominikanischen Republik. Urlauberinnen und Urlauber genießen dort die Karibik unter Palmen, in Hotels am Pool, mit Seafood-Cocktails. Korrespondentin Marie-Kristin Boese reist zwischen den Welten und zeigt in der Dokumentation diese krassen Gegensätze. Sie begleitet Etienne, einen Kite-Lehrer in der Dominikanischen Republik, der ursprünglich aus Haiti kommt und davon träumt, dort eine Kite-Schule zu eröffnen. "Die Strände sind die gleichen", sagt er. Als er seine Familie in der Heimat besucht, muss er seinen Traum von der eigenen haitianischen Kite-Schule vorerst begraben: Der Strand ist zugemüllt, Chaos und Gewalt halten Touristinnen und Touristen fern.
21:45
Mexiko, das heißt Tausende Kilometer Küste. Aber auch Lagunen, die in den schönsten Farben schillern, mit Hunderten von Flamingos. Dazu die Ruinen der Mayas, einer mystischen alten Kultur.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
In einem Dorf bei Aachen taucht eines Morgens ein japanischer Mönch auf: Er spricht kein Wort, hat eine Kopfverletzung und ist offenbar auf der Flucht. Hauptkommissarin Louise Bonì spürt sofort, dass der junge Mann in großer Gefahr schwebt. Allerdings glaubt ihr Vorgesetzter Bermann ihr kein Wort - denn seit einem tödlichen Einsatz ist Bonì psychisch angeschlagen und fällt vor allem durch ein Alkoholproblem auf. Bonì folgt dem Mönch durch die hügelige Winterlandschaft und kann sich im letzten Moment mit ihm vor mehreren Verfolgern verstecken. Kurz darauf ist der Mönch verschwunden. Zurück in Aachen hält Bermann Bonìs Vermutungen und die Verfolger für Hirngespinste einer labilen Alkoholikerin - bis es in dem ländlichen Waldstück zu einer brutalen Bluttat kommt. Dennoch entzieht Bermann Bonì wider besseres Wissen den Fall und suspendiert sie wegen ihrer Alkoholprobleme vom Dienst. So leicht aber lässt Bonì sich nicht ins Abseits stellen: Ohne Waffe und ohne Dienstmarke setzt sie die Ermittlungen auf eigene Faust fort. Ihr seelischer Zustand droht sie dabei immer wieder aus der Bahn zu werfen - trotzdem macht sie unnachgiebig weiter. Die Spur des Mönchs führt sie zu einem abgelegenen Zen-Kloster und einer privaten Hilfsorganisation, die asiatische Adoptivkinder nach Europa vermittelt. Alles ganz legal. Doch für Louise ist der erste Eindruck zu harmlos und perfekt, um unverdächtig zu sein. Einmal mehr vertraut sie ihrem Instinkt - und gerät dadurch in höchste Gefahr. Krimifans kennen Louise Bonì längst aus den Bestsellern des preisgekrönten Autors Oliver Bottini. Grimme-Preisträgerin Brigitte Maria Bertele hat den ersten Roman der Reihe verfilmt: "Mord im Zeichen des Zen" zeigt die Kommissarin als eigenwillige und zielsichere Ermittlerin, die jedoch immer wieder von den Dämonen ihrer Vergangenheit eingeholt wird - genau das macht sie so verletzbar und menschlich. Das Drehbuch stammt von Hannah Hollinger, die bereits das Buch zu "Grenzgang" geschrieben hat. In der Hauptrolle liefert Melika Foroutan, bekannt aus Wim Wenders' "Palermo Shooting" und Lars Beckers "Unter Feinden" eine beeindruckend nuancenreiche Darstellung.
23:59
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.