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TV Programm für 3sat am 14.07.2026

Leben an der Nordsee: Belgien und die Niederlande 04:23

Leben an der Nordsee: Belgien und die Niederlande

Land und Leute

Die Reise beginnt im Westen Belgiens, wo ein jahrhundertealtes Handwerk lebendig ist: das Krabbenfischen zu Pferd. In den Niederlanden geht es an den Strand von Den Haag, wo Theo Jansen seine bizarren Strandbiester zum Laufen bringt. Weiter östlich in Friesland belebt eine junge Müllerin eine alte Mühle wieder. Breite Strände und Bettenburgen - so kennt man die kurze belgische Küste. In Westflandern betreiben Fischer ein uraltes Handwerk: das Krabbenfischen zu Pferd. Auf dem Rücken ihrer Kaltblüter pflügen sie mit Netzen durch den Meeresboden, auf der Suche nach einer besonderen Köstlichkeit: Nordseekrabben. Auch Muscheln sind in Belgien beliebt - nur kamen die bisher alle aus den Niederlanden. Das soll sich jetzt ändern: Vor der Küste wird die erste Hochsee-Muschelfarm installiert. Ganz im Osten liegt der Nationalpark Het Zwin - Rastplatz für Tausende Zugvögel und Arbeitsplatz für Ornithologen, die dort Daten über die Vögel sammeln und dabei Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Evolution studieren. Gleich hinter der Grenze zu den Niederlanden beginnt Zeeland - die Region an der Nordsee, die stark unter Sturmfluten zu leiden hatte. Die Dämme der gigantischen Deltawerke, eines Schutzsystems gegen Hochwasser und Sturmfluten, sind ein Bollwerk gegen das Meer und haben ganze Landstriche verändert. In Südholland, am Strand von Den Haag, versucht der Künstler Theo Jansen, seinen Strandskulpturen mit Hilfe des Windes Leben einzuhauchen. Das ist nicht immer leicht, denn seine Kreaturen sind riesig und die Elemente launisch. Weiter nördlich in der Marinestadt Den Helder trainiert Gert-Jan Wit für seine Überquerung des Ärmelkanals. Noch schwimmt er an der niederländischen Küste, aber in wenigen Tagen will er es von Dover nach Calais schaffen. Die Reise endet auf der westfriesischen Insel Schiermonnikoog. Dort ist Thijs de Boer zu Hause, ein leidenschaftlicher "Strandräuber", der seit 50 Jahren Schätze sammelt, die die Nordsee anspült.

Leben an der Nordsee: Deutschlands wilde Küste 05:07

Leben an der Nordsee: Deutschlands wilde Küste

Land und Leute

Weiße Sandstrände, wilde Stürme, das weite Wattenmeer - die deutsche Nordsee und ihre Küste sind aufregend und beruhigend zugleich wie kaum eine andere Region Deutschlands. Es gibt zahlreiche Deiche und Moore, Schafe und Rinder - und traditionelle Krabbenkutter. Diese Folge von "Leben an der Nordsee" führt an "Deutschlands wilde Küste", vom kleinen Hafen Dornum zur Seehundstation in Norddeich. Die deutsche Nordseeküste am UNESCO-Weltnaturerbe-Wattenmeer mit ihren Inseln und Halligen gilt als Sehnsuchtsort. Dort leben die Menschen von und mit dem Meer, ihrer Nordsee - wo die Krabbenkutter dazugehören wie der salzige Wind. Einer von ihnen ist Stephan Hellberg. Er fischt seit rund 33 Jahren Krabben. Früher sind sie im kleinen Kutterhafen Dornum in Kolonnen rausgefahren, heute stechen nur noch zwei Schiffe in See. Jeden Tag das gleiche Spiel. Bei Wind und Wetter, immer noch mit der gleichen Leidenschaft, fängt er das "rote Gold" der Nordsee. Die Küste dort ist auch Heimat der Kegelrobben und Seehunde. Zwischen Anfang Juni und Mitte Juli kommen die Seehundbabys auf einer Sandbank zur Welt. Leider kommt der Mensch ihnen immer wieder zu nahe. Aus Stress verstoßen die Mütter dann ihre Jungen. Mit viel Glück bringt dann jemand "die kleinen Heuler" in die Seehundstation nach Norddeich, wo Ramona Fetting sie wieder aufpäppelt. Auf der Halbinsel Eiderstedt, in St. Peter-Ording, liegt einer der längsten Strände Deutschlands - ein Paradies für Kinder, Surfer und Sonnenanbeter. Die Reise endet auf Sylt, der größten deutschen Nordseeinsel, bei Christoffer Bohlig, der auf der einzigen Austernfarm des Landes arbeitet. Die Zuchtfläche zwischen List und Kampen ist etwa 30 Hektar groß. Dort nimmt sich eine spezielle Sorte vier Jahre Zeit, um zum Edelhappen zu gedeihen: die Sylter Royal.

Sylt - Deutschlands edles Nordlicht 05:50

Sylt - Deutschlands edles Nordlicht

Land und Leute

Kaum eine Insel ist stärker geprägt von Gegensätzen als Sylt: zwischen Luxus und Ursprünglichkeit, Glamour und natürlicher Idylle. Ein bildgewaltiger Blick auf einen Ort voller Magie. Unter seiner Attraktivität leidet Sylt allerdings auch: Mehr als 750.000 Besucher jährlich statteten der Insel vor Corona einen Besuch ab, zum Nutzen, aber auch zum Leidwesen der Einheimischen. Dieser Film wirft einen Blick auf die Parallelwelt im hohen Norden. Außergewöhnlich ist für viele Touristen allein schon die Anreise nach Sylt. Die meisten kommen mit ihrem Wagen huckepack auf dem Autotransporter von Niebüll aus mit der Bahn an, erleben rechts und links des Hindenburgdamms die Wasserwelt des Wattenmeers. Auf der Insel geht es mit den Gegensätzen weiter: zwischen Luxus und Ursprünglichkeit, zwischen Kampen und Camping. Sylt ist eine Insel der Gegensätze. Quirliges Leben in Westerland, menschenleere Strandabschnitte am Lister Ellenbogen. Die Kurzreportage gibt einen Einblick in die Parallelwelt einer majestätischen und vermeintlich extravaganten Insel, jenseits der Touristen-Hotspots. Im Mittelpunkt des Films stehen dabei auch waschechte Insulaner, wie Landwirt John-Ricklef Petersen. Er ist einer von rund 14.000 Menschen, die von dort stammen und sogar noch den Sylter Dialekt Söl'ring beherrschen. Seit mehr als 100 Jahren betreibt die Familie Petersens auf den Wiesen der Insel Landwirtschaft, bereits in dritter Generation. Das Herzstück des landwirtschaftlichen Biobetriebes bilden die 250 Galloway-Angusrinder aus eigener Zucht. Die Familie arbeitet auch dann auf den Feldern und am Deich, wenn in der Hochsaison die Touristen in ihren Hotel- und Ferienhausbetten noch schlummern. Das Verhältnis zwischen ihnen und den Einheimischen ist zwiegespalten. Die Insel lebt vom Tourismus, doch die Naturschutzgebiete werden dadurch belastet und treiben die Immobilienpreise in die Höhe. Viele Einheimische können sich ihre eigene Insel schon lange nicht mehr leisten. Inzwischen fest verwurzelt mit der Insel ist der 20-jährige Phillip Grossmann. Ihn findet man meist vor Sylts Südspitze, etwa sechs Kilometer von Bauer Petersens Salzwiesen entfernt, auf der "Simon Alexander". Es ist eines von nur fünf Fangschiffen, das vor Sylt Muscheln fischen darf. Die Ausbeute ist groß, denn Sylt gilt als ein Paradies für Miesmuscheln. Landwirt John-Ricklef Petersen hat nicht nur seine Rinder ständig im Blick, sondern vor allem auch seine ebenso vielen Salzwiesen-Schafe, 250 wollige Ureinwohner von Sylt. Sie weiden bis in den November hinein auf den Salzwiesen an der Ostseite der Insel und bestimmen den Jahresrhythmus der Familie. Alles ist fast auf den Tag genau getaktet, damit rechtzeitig zu Ostern etwa 400 Lämmer das Licht der Welt erblicken.

San Sebastian - Kulinarik, Kunst und Tamborrada 06:05

San Sebastian - Kulinarik, Kunst und Tamborrada

Auslandsreportage

San Sebastián ist die kulinarische Hauptstadt Europas. An keinem anderen Ort gibt es mehr Sterne-Restaurants. Wenn in San Sebastián gefeiert wird, dann wird laut getrommelt. "Tamborradas" heißen die Trommelumzüge. Anlässlich der Eröffnung zur Kulturhauptstadt 2016 trommelten mehrere Tausend Menschen am Strand der malerischen Muschelbucht gemeinsam die Europahymne. Parallel dazu fand eine Gedenkfeier für die Opfer der ETA statt. Donostía, so der baskische Name des Seebads San Sebastián, ist eine Stadt voller Widersprüche. "Achtung Tourist, merke dir eins: Du bist hier weder in Spanien noch in Frankreich, Du bist hier im Baskenland", das steht an einer Hauswand in der Altstadt. Zwar hat die ETA vor ein paar Jahren ihre Waffen offiziell niedergelegt, aber die Region leidet immer noch unter dem Konflikt. Jahrzehntelang machten San Sebastián und die umliegende Region immer wieder Schlagzeilen, mit Bombenanschlägen, gezielten Morden, vor allem auf Vertreter des spanischen Staates. In keiner Stadt wurden mehr Menschen von der ETA getötet als dort. Ein Teil der Bevölkerung will das alles vergessen, ein anderer die Erinnerung wachhalten.

Kaminer Inside: Österreich - Auf der Suche nach dem Heimatgefühl 06:20

Kaminer Inside: Österreich - Auf der Suche nach dem Heimatgefühl

Kunst und Kultur

Was ist Heimat? Längst wird sie nicht mehr mit Spießigkeit verbunden, sondern mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit. - Eine Suche nach dem Heimatgefühl in den 3sat-Ländern mit Wladimir Kaminer. In Deutschland, Österreich und der Schweiz geht er der Frage nach: Wie unterscheiden sich die Vorstellungen von Heimat von Land zu Land, von Stadt zu Stadt, von Mensch zu Mensch? Die Suche beginnt in Österreich. Für Wladimir Kaminer ist Österreich ein kleines Land mit großer Geschichte. Die Schnitzel müssen groß sein, statt Kaffee bestellt man einen "Verlängerten": natürlich lauter Klischees. Wladimir Kaminer begibt sich auf die Suche nach den wahren Heimatgedanken der Österreicher. Für die einen ist und bleibt Heimat das österreichische "Sound of Music"-Berg-Idyll mit Trachten und Tradition. Andere finden sie im säuerlichen Geschmack von Obstsorten wie Mispeln oder in schwarzhumoriger Wiener Popkultur. Wenn Österreichs selbst ernannter "Volks-Rock-'n'-Roller" Andreas Gabalier zum Konzert ruft, schlüpfen bis zu 75 000 Menschen in Dirndl und Lederhosen. Die Sehnsucht nach der "heilen Welt" wird von ihm perfekt inszeniert und vermarktet. Anders im oberösterreichischen Hallstatt. Dort erfährt Wladimir Kaminer die bröckelnde Fassade der Postkartenidylle "als unwahr, wie in einem Märchen". Seit Hallstatt in China nachgebaut wurde, tummeln sich bis zu eine Million Tagesgäste pro Jahr in der kleinen Gemeinde mit 700 Einwohnern. Die Hallstätter Wirtin Verena Lobisser fühlt sich zwar noch heimisch, doch auch ihr ist der Trubel zu viel. Für Köchin Haya Molcho geht die Heimat, ganz klar, durch den Magen. Am Wiener Naschmarkt hat sie nach zahlreichen kulinarischen Reisen ihre ganz persönliche Heimat gefunden: "Es ist bunt hier. Ich habe die ganze Welt hier. Das ist für mich Heimatgefühl!" Kaminer bereist mit ihr dort die Vielfalt des Geschmacks von Orient und Okzident. Schattige Idylle und sonnige Skurrilität. Karikaturist Gerhard Haderer illustriert Österreichs Seele mit spitzer Feder: "Man kritisiert halt alles, was man liebt. Alles andere kann man ja ignorieren oder ablehnen. Aber ich persönlich verwende ja den Begriff 'Heimat' für mich nicht. In Österreich ist dieser Begriff schon mehrmals missbraucht worden, das darf man nicht vergessen." Um die politische Debatte des Heimatbegriffs kommt Wladimir Kaminer auch mit der Bloggerin Christl Clear nicht herum, die das Internet als ihre "virtuelle Heimat" betrachtet. Man kann demnach auch mehrere Heimaten haben - so wie die digital-österreichische Christl, die sich nicht nur durch ihren Geburtsort als Wienerin definiert, sondern erst durch die "richtige Mischung aus Charme und Grant". Die Dokumentation von Constanze Grießler und Franziska Mayr-Keber zeigt: Heimat kann man sehen, schmecken, riechen, hören und fühlen. Aber für die meisten braucht es für das wahre Heimatgefühl dann doch eher den sechsten Sinn.

Zum Nordkap mit Hurtigruten 07:00

Zum Nordkap mit Hurtigruten: Selfie am Polarkreis

Landschaftsbild

Sie gilt als eine der schönsten Postschifffahrten der Welt: die Hurtigruten-Tour entlang der norwegischen Küste. Im Winter ein außergewöhnliches Naturerlebnis für die Passagiere, aber auch harte Arbeit für die Crew. Die Post- und Frachtschiffe sind seit Jahren auch bei Touristen beliebt - als Alternative zu normalen Kreuzfahrtschiffen. Mit an Bord sind dieses Mal auch Reisebloggerin Henni, 24, und ihr Freund Cedric, 28, aus Köln. Die Influencerin und der Wirtschaftspsychologe freuen sich besonders auf die Polarlichter, die es zu dieser Jahreszeit fast täglich zu sehen geben soll. Außerdem wollen sie die Ausflüge genießen: Ob eine Husky-Schlittentour oder ein Besuch im traditionellen Wikingerdorf - ihre Followerschaft nehmen sie dabei digital mit. Auch Familie Koall hat sich für die Tour entschieden. Die Eltern Dominik und Aukje reisen zusammen mit Tochter Livia, fünf, und Sohn Dax, zwei, vom niederländischen Nijmegen bis ans Nordkap. Das deutsch-niederländische Paar hat Norwegen schon lange auf seiner Reiseliste stehen, obwohl Kreuzfahrten eigentlich nicht so ihr Ding sind. "Aber die norwegischen Hurtigruten haben eine lange Tradition und sind nicht nur ein schwimmender Ferienklub", meint Vater Dominik. Dass inzwischen umweltfreundliche Hybridschiffe zum Einsatz kommen, beruhigt das Gewissen vieler Reisender zusätzlich. Seit 1893 fahren die Schiffe von der Stadt Bergen im Süden Norwegens über den nördlichen Polarkreis bis nach Kirkenes und zurück. Vorbei an Fjorden, Fischerdörfern und den Inselgruppen Lofoten und Vesterålen. Schnell wurden die Hurtigruten so für die Einheimischen ein beliebtes Transportmittel und später ein Anziehungspunkt für Touristen. Seit Winter 2022 gehört auch das Hybridschiff "MS Richard With" zur neuen Hurtigruten-Flotte. Ein Blick hinter die Kulissen der traditionsreichen Postschiffe - Nordlichter und Winterspaß inklusive Redaktionshinweis: 3sat zeigt den zweiten Teil von "Zum Nordkap mit Hurtigruten" am Mittwoch, 15. Juli, um 7.00 Uhr.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:30

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Spektakuläre Bergbahnen der Schweiz II: "Furka-Bergstrecke" - Die Gemütliche 09:05

Spektakuläre Bergbahnen der Schweiz II: "Furka-Bergstrecke" - Die Gemütliche

Tourismus

Seit 100 Jahren zuckeln die historischen Garnituren am Wochenende durchs Furkagebiet mit seinen Lärchenwäldern, reißenden Flüssen und imposanten Gletschern. Das gemächliche Reisen mit der Dampfbahn versprüht Nostalgie pur. Der Weg ist das Ziel, das Ankommen wird zur Nebensache. Mit der 100-jährigen "Lok Nummer 9" startet die Reise in Realp und führt auf 18 Kilometern durch eines der schönsten Alpintäler der Schweiz. Den Furkareuss entlang zuckelt die historische Garnitur vorbei an eindrücklichen Landschaften und einzigartigen Attraktionen. Wie etwa die berühmte Furkapassstraße, auf der schon James Bond durch die Haarnadelkurven jagte. Unterwegs kreuzt der Zug die Wege zahlreicher Menschen, die in der Region heimisch sind. Wie etwa den der Ziegenzüchterin Sanna Laurén, die Wanderungen mit ihren Grauziegen entlang der Bahnstrecke anbietet. Hoch oben auf der Alp Galenstock geben die Meyers Einblick in die Herstellung ihres Käses, der laut eigenen Angaben schon fast an Hexerei grenzt. Und am Rhonegletscher tickt die Uhr für eine der schönsten Eisgrotten der Schweiz. Zugführer Oliver Studer und Zugbegleiterin Monika Fäh garantieren den Passagieren eine unvergessliche Nostalgiefahrt durchs Furkagebiet. Mit den Schweizer Bergbahnen durch majestätische Landschaften auf die spektakulärsten Gipfel. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition und Technik, Natur und Kultur beeindrucken die Bergbahnen heute genauso wie vor 150 Jahren. Mit viel Dampf und unter Aufbringung von viel Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert regelmäßig die Strecken. Genauso wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen.

Zum Nordkap mit Hurtigruten 09:45

Zum Nordkap mit Hurtigruten: Selfie am Polarkreis

Landschaftsbild

Sie gilt als eine der schönsten Postschifffahrten der Welt: die Hurtigruten-Tour entlang der norwegischen Küste. Im Winter ein außergewöhnliches Naturerlebnis für die Passagiere, aber auch harte Arbeit für die Crew. Die Post- und Frachtschiffe sind seit Jahren auch bei Touristen beliebt - als Alternative zu normalen Kreuzfahrtschiffen. Mit an Bord sind dieses Mal auch Reisebloggerin Henni, 24, und ihr Freund Cedric, 28, aus Köln. Die Influencerin und der Wirtschaftspsychologe freuen sich besonders auf die Polarlichter, die es zu dieser Jahreszeit fast täglich zu sehen geben soll. Außerdem wollen sie die Ausflüge genießen: Ob eine Husky-Schlittentour oder ein Besuch im traditionellen Wikingerdorf - ihre Followerschaft nehmen sie dabei digital mit. Auch Familie Koall hat sich für die Tour entschieden. Die Eltern Dominik und Aukje reisen zusammen mit Tochter Livia, fünf, und Sohn Dax, zwei, vom niederländischen Nijmegen bis ans Nordkap. Das deutsch-niederländische Paar hat Norwegen schon lange auf seiner Reiseliste stehen, obwohl Kreuzfahrten eigentlich nicht so ihr Ding sind. "Aber die norwegischen Hurtigruten haben eine lange Tradition und sind nicht nur ein schwimmender Ferienklub", meint Vater Dominik. Dass inzwischen umweltfreundliche Hybridschiffe zum Einsatz kommen, beruhigt das Gewissen vieler Reisender zusätzlich. Seit 1893 fahren die Schiffe von der Stadt Bergen im Süden Norwegens über den nördlichen Polarkreis bis nach Kirkenes und zurück. Vorbei an Fjorden, Fischerdörfern und den Inselgruppen Lofoten und Vesterålen. Schnell wurden die Hurtigruten so für die Einheimischen ein beliebtes Transportmittel und später ein Anziehungspunkt für Touristen. Seit Winter 2022 gehört auch das Hybridschiff "MS Richard With" zur neuen Hurtigruten-Flotte. Ein Blick hinter die Kulissen der traditionsreichen Postschiffe - Nordlichter und Winterspaß inklusive

Leben an der Nordsee: Schottland und die Orkneys 10:25

Leben an der Nordsee: Schottland und die Orkneys

Land und Leute

Die schottische Nordseeküste ist geprägt von schroffen Felsenklippen, einsamen Inseln und kleinen Hafenstädten. Nördlich des Festlandes liegen die Orkneys. Dieser Archipel aus etwa 70 Inseln ist seit Jahrtausenden bewohnt. An der Küste erzählen Burgruinen die Geschichte Schottlands. Geheimnisvolle Steinkreise, wie der "Ring of Brodgar", geben bis heute Rätsel auf. Auf North Ronaldsay, der nordöstlichsten der Orkney-Inseln, leben nur gut 70 Menschen und über 4000 Schafe. Die North-Ronaldsay-Schafe sind sehr genügsam und ernähren sich hauptsächlich von Seetang. Dunrobin Castle wirkt mit seinen vielen Türmchen wie ein Märchenschloss am Meer. Die kleine Hafenstadt Arbroath ist berühmt für ihren Räucherfisch den "Arbroath Smokie". Die Klippen bei Arbroath sind von unterirdischen Höhlen durchzogen. Dort verkauften früher Schmuggler ihre Waren. In der alten Hafenstadt Wick liegt eine der nördlichsten Whisky-Destillerien Schottlands. Die Fässer lagern in einer Halle direkt am Meer. Das gibt dem Whisky ein besonderes Aroma. Auf der "Isle of May" lebten früher Mönche. Heute gehört sie ganz den Seevögeln. Die einzigen menschlichen Bewohner sind heute Wissenschaftler, die von Frühjahr bis Herbst für eine Langzeitstudie die Vögel beobachten. Das Wetter an der schottischen Nordseeküste ist wechselhaft. Manchmal erlebt man vier Jahreszeiten an einem Tag. Die Schotten nehmen das gelassen und mit Humor. In St Monans suchte eine Lehrerin aus dem Ort eine Verwendung für ausgediente Gummistiefel. Sie bepflanzte sie mit Blumen und machte daraus einen Gummistiefelgarten.

Leben an der Nordsee: Englands Ostküste 11:10

Leben an der Nordsee: Englands Ostküste

Land und Leute

Englands Nordseeküste ist vielfältig und bietet manche Überraschung. Weiße Sandstrände, Klippen und die von Kanälen durchzogenen Norfolk Broads. In Bamburgh, nahe der Grenze zu Schottland, thront "Bamburgh Castle" hoch über einem der schönsten Strände Englands. Ein Paradies für Surfer, die sich dort bei einer Wassertemperatur von kühlen zwölf Grad in die Wellen stürzen. Etwas weiter südlich, an der Küste von Yorkshire, türmen sich Klippen auf. Über eine schmale Straße erreicht man den kleinen Ort Staithes am Fuß der Klippe. Bei Ebbe ist der Strand ein Geheimtipp für Fossiliensammler. Die Hafenstadt Cromer war im 19. Jahrhundert ein mondäner Badeort. Heute kommen die Besucher hauptsächlich wegen der berühmten "Cromer Crabs". Die handtellergroßen Krabben schmecken so gut, weil sie auf einem Kreideriff vor der Küste leben. Eine andere Delikatesse wird auf der schmalen Landzunge Spurn gezüchtet. Heimische Austern, die aber auf keinen Fall gegessen werden sollen! Naturschützer züchten sie, um sie auszuwildern. Sie sollen ein neues Austernriff bilden. Die Norfolk Broads sind eine von Menschen geschaffene Kulturlandschaft. Die vielen Kanäle entstanden, weil dort früher Torf gestochen wurde. Heute schippern Freizeitkapitäne gemütlich durch das Labyrinth von Kanälen und Flüssen. An den Ufern wächst Schilfrohr, das zu Reet verarbeitet wird. Die Reetschneider sind mit einem Kahn unterwegs und transportieren ihre Ernte ab. Viele Häuser in den Norfolk Broads sind noch mit Reet gedeckt.

Am Pass - Geschichten aus der Spitzenküche 11:55

Am Pass - Geschichten aus der Spitzenküche: Peter Wirbel, Sankt Ingbert

Doku-Reihe

In dieser neuen Folge von "Am Pass" erzählt Peter Wirbel, Küchenchef im "Midi" im saarländischen St. Ingbert-Rohrbach, wie er seinen ersten Michelin-Stern erkocht hat. In einer großen Kantinenküche hat er Gerichte für ein Gourmetrestaurant entwickelt. Eine wirkliche Herausforderung, da die Wege oft lang und nicht auf die detailverliebte Arbeit der Haute Cuisine ausgelegt sind. Auch den Pass im Gastraum, wo die Teller angerichtet werden, muss er jeden Abend umbauen. Auf Wunsch des Inhabers kocht Peter Wirbel fast ausschließlich mit regionalen Produkten aus dem Biosphärenreservat Bliesgau. Ebenfalls eine Herausforderung, aus eher Bodenständigem Fine-Dining-Gerichte zu zaubern. Besonders stolz ist Wirbel auf sein "Signature Dish" mit Roter Beete. Die perfekten Proportionen für die Komponenten musste er lange ausprobieren. Wesentlich für den Geschmack ist ein Sauvignon Blanc aus dem Bliesgau, der für den Spitzenkoch optimal zu seiner Beurre Blanc passt.

Servicezeit-Reportage: Die Tricks mit Brot und Brötchen 12:25

Servicezeit-Reportage: Die Tricks mit Brot und Brötchen

Wirtschaft und Konsum

Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.

Natur im Garten 12:55

Natur im Garten

Pflanzen

"Natur im Garten" besucht diesmal einen Garten in der oststeirischen Gemeinde Floing. Karl Ploberger präsentiert zehn hitze- und trockenheitsverträgliche Sommerkräuter. Kräuterhexe Uschi Zezelitsch stellt die traditionsreiche Haus- oder Dachwurz vor, und auf der "Garten Tulln" entsteht eine Kräuterspirale als vielfältiger Lebensraum. Der 4500 Quadratmeter große Garten von Sabine und Herbert Bauer in Floing wurde 2010 angelegt. Aus dem einst verwilderten Grundstück entstand ein fernöstlich inspirierter Naturgarten mit Teich, Insel und Holztempel, markanten Steinschlichtungen und einer vielfältigen Pflanzenwelt von heimischen Kräutern bis zu Bambus und Mammutbäumen. Zwischen Wasser, Steinen und Kräuterbeeten finden Sabine und Herbert Bauer Rückzugsorte, die sie als "Energietankstelle" erleben. Karl Ploberger stellt ideale Sommerkräuter für sonnige, trockene Standorte vor. Sie benötigen wenig Wasser, schätzen durchlässige Böden und danken Rückschnitte mit kräftigem Wachstum. Kräuterhexe Uschi Zezelitsch widmet sich der Haus- oder Dachwurz, eines der ältesten "Erste-Hilfe-Kräuter". Die robuste Pflanze gedeiht an extrem trockenen Standorten. Uschi zeigt einfache Anwendungen vom Pflanzensaft bei Insektenstichen bis zu kühlenden Masken für gereizte Haut. Auf der "Garten Tulln" errichten die Gärtnerinnen eine Kräuterspirale, deren Aufbau auf der Permakultur beruht. Sie erklären Standortwahl, Steinsetzung, Bodenaufbau und die verschiedenen Bepflanzungszonen - von mediterranen Kräutern oben bis zu nährstoffliebenden Arten unten.

Mein Afrika - Cheetah und ihre Jungen 13:20

Mein Afrika - Cheetah und ihre Jungen

Dokumentation

Geparde stehen für viele Beobachter als Inbegriff der afrikanischen Steppe und ihrer Tierwelt. Der Film zeigt erstaunliche und selten gesehene Verhaltensweisen dieser schnellen Laufkatzen. Tierfilmer Reinhard Künkel wohnt am Südrand der Serengeti, mitten in der Wildnis Afrikas. Besonders interessieren ihn gerade die Gepardenmutter "Cheetah" und ihre fünf Jungen. Täglich muss Cheetah darum kämpfen, ihren Nachwuchs durchzubringen. Weil er sich ständig zwischen den Tieren aufhält und auch erlebt hat, wie eines der Fünflinge verloren ging, hat Reinhard Künkel eine ganz persönliche Bindung zu der kleinen Gepardenfamilie entwickelt.

Travel like a local: Marokko 13:50

Travel like a local: Marokko

Tourismus

Marokkos orientalisches Flair, Gastfreundschaft und vielfältige Natur, von den Weiten der Wüste über grüne Oasen bis zur Atlantikküste, das alles erlebt Mona Ameziane auf ihrem Roadtrip. Dabei taucht Mona tiefer in das Land ein, als Pauschaltouristen es können. Sie zeigt ihre Lieblingsorte und Geheimtipps. Ihr Vater ist in Marokko geboren, ihre Familie wohnt im Norden Marokkos. Sie selbst hat bereits große Teile des Landes bereist. Außerdem ist Mona ein Jahr in Marokko zur Schule gegangen. Deshalb weiß sie, was man auf einer Reise auf gar keinen Fall verpassen sollte. Sie schaut Künstlern und traditionellen Handwerkern bei der Arbeit zu, besucht Nomaden im Gebirge und erfährt von zwei Gründerinnen, wie sie das kostbare Arganöl gewinnen. Fès ist weltberühmt für seine Altstadt, die größte "Medina" Nordafrikas. Marrakesch bietet typische orientalische Märkte und mittelalterliche Architektur, aber auch die moderne Seite des Landes. Im Surferparadies Taghazout wagt sich Mona in die Wellen. Abenteuerlicher als geplant wird ihre Übernachtung in der Wüste: Statt Dünenwanderung mit Kamel und Sternenhimmel gibt es heftige Unwetter, und Monas Zeltcamp muss evakuiert werden.

Afrikas geheimnisvolle Welten 14:35

Afrikas geheimnisvolle Welten: Im Herzen des Vulkans

Landschaftsbild

Afrika war lange Zeit der Kontinent mit den größten unerforschten Regionen der Erde. Das ist Vergangenheit, glauben viele Menschen. Doch es gibt noch Gebiete, in denen noch nie gefilmt wurde. Im Herzen Kenias liegt eine solche geheimnisvolle Welt: der Krater des Mount Suswa im Rift Valley. Der Vulkan besteht aus drei Lebensräumen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und einer Vielzahl von Tieren eine Heimat bieten. In den weiten Ebenen rings um die Caldera grasen Gazellen, ziehen Löffelhunde ihre Welpen groß, und ein Rudel der extrem seltenen Wildhunde ist ständig auf der Suche nach leichter Beute. Eines der Tiere hat eine verkrüppelte Vorderpfote und kann nur schwer mit den anderen mithalten. Die Wildhund-Familie lässt das junge Männchen aber nicht im Stich, sondern versorgt es mit. Ein Beweis dafür, dass die Tiere äußerst sozial sind. Am Rande einer Lavaröhre versammeln sich am Morgen große Gruppen von Pavianen. Sie teilen sich den Lebensraum mit Klippschliefern und Klippspringern. Im Inneren der Höhle liegt eine unerforschte Welt mit Kalkformationen und unterirdischen Gärten. Zudem gibt es eine der weltweit größten Kolonien von Großohrfledermäusen, die sich tagsüber in einem Labyrinth aus unterirdischen Lavaröhren verbergen. Nach Sonnenuntergang verlassen sie die Höhle und gehen auf die Jagd nach Insekten, fallen aber nicht selten selbst Eulen und Greifvögeln zum Opfer. Währenddessen ziehen sich die Paviane in die Höhle zurück. Aufnahmen mit Thermokameras zeigen, was man sonst nicht sehen könnte: An der Decke hängen noch die letzten Fledermäuse, die im Licht der Wärmebildkamera zu glühen scheinen. Die Höhle ist als "Parlament der Paviane" unter den Einheimischen bekannt. Nirgendwo sonst auf der Welt wurde bisher beobachtet, dass Paviane nachts Schutz in Höhlen vor ihren Feinden suchen. Ein Verhalten, das zuvor noch nie gefilmt wurde. Ein unerforschter Wald liegt versteckt im tiefer gelegenen inneren Krater. Eine ganz eigene Welt, die vom Rest des Bergs isoliert ist. Dampf steigt an vielen Stellen auf. Der Wald ist so undurchdringlich, dass die wenigen Tiere dort im Verborgenen bleiben. Die Dokumentation gibt spannende Einblicke in eine geheimnisvolle, bisher kaum erforschte Region der Erde im Herzen Afrikas.

Afrikas geheimnisvolle Welten 15:20

Afrikas geheimnisvolle Welten: Die Insel der Affen

Landschaftsbild

Vor der Küste Zentralafrikas liegt eine geheimnisvolle Insel im Atlantik: Bioko. Bedeckt von dichten Regenwäldern ist sie die Heimat für eine der seltensten Affenarten der Welt: Drills. Die noch wenig erforschte Primatengattung ist heute jedoch vom Aussterben bedroht. Der Film zeigt erstmals den Lebensraum der Drills, der zu den artenreichsten der Erde zählt. Und er folgt Motuku, dem Alphamännchen, und seiner Familie. Das jüngste Familienmitglied ist der kleine Sipoti. Über die nächsten Jahre wird er noch viel lernen müssen, um die Spielregeln der Drills zu beherrschen. Als Motukus Sohn könnte der Kleine vielleicht eines Tages selbst der Anführer einer Drill-Gruppe werden und über ein Territorium auf dieser vergessenen Insel im Atlantik herrschen. Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg - Preisträger des "Wildscreen Animal Behavior Award" - haben sich der Herausforderung dieses extremen Drehorts gestellt. Zusammen mit dem Drill-Experten Justin Jay schufen sie die erste und bislang einzige Dokumentation über das heimliche Leben der Dschungelkönige in einem ihrer letzten Refugien. Auch Wissenschaftlern bieten die einzigartigen Aufnahmen eine Gelegenheit, mehr über das Verhalten dieser extrem scheuen Affen herauszufinden, da es bisher kaum Beobachtungen dieser Primaten in freier Wildbahn gibt.

Afrikas geheimnisvolle Welten 16:00

Afrikas geheimnisvolle Welten: Das Abenteuer

Landschaftsbild

Afrika war lange Zeit der Kontinent mit den größten unerforschten Regionen der Erde. Noch heute gibt es dort Gebiete, die bisher nur wenigen bekannt sind und in denen noch nie gefilmt wurde. Im Herzen Kenias liegt eine solche geheimnisvolle Welt: der Krater des Mount Suswa im Rift Valley. Der Weg zu diesem Krater ist abenteuerlich: Um die dicht bewaldete innere Caldera zu erreichen, müssen sich die Filmemacher knapp 100 Meter abseilen. Ihr Camp schlagen sie über heißen Dampfquellen auf, da ist die Sauna im Zelt gleich inklusive. Auf ihrer Suche nach den letzten Leoparden kämpfen sie sich durch den Busch. Die Spur einer der Raubkatzen direkt am Camp lässt hoffen - aber wird das Filmteam sie auch vor die Kamera bekommen? Im Umland des Vulkans entdeckt das Filmteam ein gewaltiges Höhlensystem. Am Rand einer dieser Lavaröhren versammeln sich am Morgen große Gruppen von Pavianen. Im Inneren liegt eine unerforschte Welt mit Kalkformationen und unterirdischen Gärten. Zudem gibt es eine der weltweit größten Kolonien von Großohrfledermäusen, die sich tagsüber in einem Labyrinth aus Gängen verbergen. Die Hamburger Tierfilmer Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg - Preisträger des "Wildscreen Animal Behavior Award" - erkunden die unterirdische Welt zum ersten Mal mit Thermo- und Helikopterkameras. Die dabei entstandene Dokumentation gibt Einblicke in eine geheimnisvolle, bisher kaum erforschte Region der Erde im Herzen Afrikas.

Die Kapverden - Sound der Sehnsucht 16:45

Die Kapverden - Sound der Sehnsucht

Landschaftsbild

Mitten im Atlantik bereiten sich die Kapverden auf ihr größtes Ereignis vor: den Karneval - ein Fest voller Musik, Farben und Leidenschaft. Der Inselstaat, rund 500 Kilometer vom Festland entfernt, lebt für diese Tage. Fast alle helfen bei den Vorbereitungen. Trommler Nuno probt mit seiner Band, während Zahnärztin Catarina sich auf ihren großen Auftritt vorbereitet - als Karnevalskönigin. Für ihren Auftritt lässt sie ein einzigartiges, prunkvolles Kostüm anfertigen - nur für diesen einen Moment. Denn auf den Kapverden ist der Karneval mehr als ein Fest: Er ist Herz und Identität der Menschen. Das Archipel beeindruckt zugleich mit seiner Vielfalt: ein aktiver Vulkan, grüne Gärten im Sahelklima und weite Strände mit Saharasand. Die Morna - eine traditionelle Musikrichtung, berühmt durch Cesária Évora - zeigt die stille, sehnsuchtsvolle Seite des Lebens und inspiriert die junge Studentin Claudia: Jede freie Minute investiert sie in ihr Gitarrenspiel und den Gesang. Es ist eine Musik voller Leidenschaft und Sehnsucht, denn auch das gehört zum Lebensgefühl auf den Kapverden, mitten im Atlantik.

Löwenbrüder 17:30

Löwenbrüder: Wege zur Macht

Tiere

In der Serengeti kümmert sich ein Löwenrudel liebevoll um seine insgesamt neun Jungen. Doch so idyllisch es auch scheint, für die Kleinen geht es darum, einen Platz in der Savanne zu finden. Ihre Reise beginnt tragisch: Einer der Brüder ermordet eine Schwester. Seitdem sind die Männchen auf sich allein gestellt. Der Film begleitet die fünf Brüder fünf Jahre lang mit der Kamera und zeigt, wie sie die Herausforderungen der Serengeti meistern. Die Voraussetzungen sind gut: Zusammen haben sie viel bessere Chancen, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen als allein. Doch auf die "Königskinder" kommen noch raue Lehrjahre zu. Bald geben ihnen die Masai Namen nach ihren individuellen Eigenschaften: Olomina, der Lahme. Er trägt keine Schramme im Gesicht, denn er beteiligt sich weder an der Jagd noch an Kämpfen. Olosiadu, der Nachzügler. Bedächtig und zurückhaltend, sondert er sich oft ab. Lorkulup, der Assistent. Ein Huftritt brach sein Nasenbein - seitdem läuft ihm dauernd die Nase. Orrpadan, der Jäger. Immer vorneweg und als erster an der Beute. Und schließlich Oloborr, der Schwestermörder. Als stärkstes Männchen ist er der unangefochtene Chef der Brüder. Vom Hunger vorangetrieben, versuchen die Brüder sogar manchmal, Beute von alten Löwen zu stehlen - was böse enden kann. Oft haben sie Glück und kommen mit ein paar Schrammen davon, doch einer der Fünf wird bei so einem Versuch schwer verletzt und für sein Leben gezeichnet. Eines Tages kommt es zu einer Überraschung: Bei den Löwenbrüdern tauchen ihre Mütter auf. Diese unerwartete Wiedervereinigung sorgt allerdings für eine ungewöhnliche Konstellation.

Löwenbrüder 18:15

Löwenbrüder: Zeit der Bewährung

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Nach einem tragischen Vorfall sind die Brüder auf sich allein gestellt, und aus den fünf kleinen Männchen werden bald selbstbewusste Löwen - ihr Leben ist von Gewalt geprägt. Gemeinsam gelingt es ihnen, ein Rudel zu übernehmen. Doch es wird unerwartet kompliziert. Solange die Gnus wandern, gibt es Beute im Überfluss. Sind die Herden fort, müssen sie wieder in riskante Kämpfe gehen - mit den mächtigen Büffeln. Die Wildrinder sind für Löwen deutlich schwieriger zu erlegen als die Antilopen. Nicht nur weil sie mit bis zu 800 Kilogramm massiger sind - sie haben auch einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu allen anderen Huftieren Afrikas lassen Büffel einen in Not geratenen Artgenossen nicht im Stich. Ihr Geheimnis liegt in ihrer Sozialstruktur. Die Herden bestehen aus miteinander verwandten Kühen, die von zugewanderten Bullen begleitet werden. Gemeinsam schaffen sie es immer wieder, die Angriffe der Löwen abzuwehren - und aus Jägern werden oft Gejagte. Bei einem Kampf mit konkurrierenden Löwen wird Orrpadan, der beste Jäger der fünf Löwenbrüder, schwer verletzt. Das ist die andere Seite des "Paschadaseins": Es ist nicht nur ein bequemes, sondern auch ein sehr gefährliches und deshalb manchmal kurzes Leben. Ohne diesen Schutz der Männchen ist es für eine Löwin kaum möglich, ihren Nachwuchs durchzubringen. Auch die ersten Jungen der fünf Brüder deuten auf Veränderungen in diesem besonderen Rudel hin.

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Spektakuläre Bergbahnen der Schweiz II: "Montreux-Rochers de Naye" - Die Extravagante 19:20

Spektakuläre Bergbahnen der Schweiz II: "Montreux-Rochers de Naye" - Die Extravagante

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2000 Meter hoch thronen die "Rochers de Naye", die "Felsen von Naye", über dem Genfer See. Mit etwas Wetterglück zeigt sich oben am Gipfel ein fast unwirkliches Panorama: 360 Grad Rundumblick. Vom glitzernden Blau des Lac Leman über steil aufragende Felswände, die Schweizer Alpenkette mit ihren schneebedeckten Gletschern bis zum Dach des Mont Blanc - da bekommt "Fernsehen" eine ganz neue Bedeutung. Die "Ligne Montreux - Les Rochers-de-Naye" verbindet schon seit 1892 zwei Welten: die beinahe subtropisch-sonnige Riviera von Montreux, die mit ihren Palmen und Orangenbäumen das Flair von Meer verströmt, und die raue, wilde Landschaft ihrer Hausberge. Diese besondere Mélange übt schon seit über einem Jahrhundert große Anziehungskraft auf Menschen aus aller Welt aus. Nebst Kaiserin Sisi und dem englischen Dichter Lord Byron sind zahlreiche namhafte Persönlichkeiten dem Charme dieser Region erlegen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass man entlang der Bahngleise immer wieder auf Originale, auf Individualisten und auch Exzentriker trifft, die sich dort nach ihrer ganz persönlichen Façon ihren Lebensmittelpunkt gestalten konnten. Von der Uferpromenade in Montreux geht es hoch über die Stadt in die letzte noch existierende Schule für höhere Töchter in Glion. Im Chalet des verstorbenen Gründers des "Montreux Jazz Festival" kommt man nicht zuletzt ob der immensen Modelleisenbahn-Sammlung ins Staunen. Und der Besuch beim 100-jährigen Paul du Marchié wird zur eindrücklichen Zeitreise. Lokführer Nicolas Jaunin und Zugbegleiterin Stefania Bandolfi nehmen die Passagiere mit zu einem Gipfelsturm der Extraklasse. Mit den Schweizer Bergbahnen durch majestätische Landschaften auf die spektakulärsten Gipfel. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition und Technik, Natur und Kultur beeindrucken die Bergbahnen heute genauso wie vor 150 Jahren. Mit viel Dampf und unter Aufbringung von viel Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert regelmäßig die Strecken. Genauso wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen.

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Die Bestatterin - Der Tod zahlt alle Schulden 20:15

Die Bestatterin - Der Tod zahlt alle Schulden

TV-Krimikomödie

Lisa Taubenbaum, jung und lebenslustig, ist nach dem ungeklärten Unfalltod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf auf der Schwäbischen Alb zurückgekehrt. Dort passieren zwei merkwürdige Todesfälle. Gemeinsam mit ihrem Vater Alfons, der seit dem Unfall im Rollstuhl sitzt, und ihrem Bruder Hannes, der leidenschaftlich gern Särge schreinert, will Lisa das familieneigene Bestattungsunternehmen weiterführen. Allerdings gehen die Geschäfte ausgesprochen schlecht. Doch dann passieren innerhalb von 24 Stunden gleich zwei Todesfälle: Der örtliche Bankdirektor erschießt sich versehentlich bei der Jagd, und Oma Wertbacher erliegt augenscheinlich einem Herzanfall. Ganz natürliche Todesfälle, so zumindest der Befund des Landarztes - was dem örtlichen Polizeichef Goller genügt, um beide Fälle zu den Akten zu legen. Doch wie kommen die Würgemale an Oma Wertbachers Hals? Und wie erschießt man sich unabsichtlich mit seiner eigenen Flinte? Dorfpolizist Goller findet daran nichts Ungewöhnliches, Lisa hingegen schon. Doch erst als der Stuttgarter Kommissar Zellinger anrückt, beginnen die Ermittlungen, aus denen Lisa sich natürlich nicht heraushalten kann.

kinokino 21:45

kinokino

Kinomagazin

- Womanizer aus Niederbayern "Chéri, ich komme!" - Spektakel oder Schiffbruch Historienepos "Die Odyssee" - Vom Schmerz der ersten Liebe "Ninja Motherf*cking Destruction" - Eberhofer-Krimi "Steckerlfischfiasko" Mit S. Bezzel und L. M. Potthoff - Pedro Almodóvars neuer Film "Bitteres Fest" - Harry-Potter-Star Rupert Grint Im Horrorfilm "Nightborn" - Boxerinnen-Biografie "That's Why The Lady Is A Champ"

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Brandmal 22:25

Brandmal

TV-Kriminalfilm

Eine Mordserie erschüttert Hamburg: Erst wird ein Liedermacher ermordet und skalpiert, dann ein renommierter Wissenschaftler. Der Täter hinterlässt eine rote Haarsträhne am Tatort. Die Ermittlungen von Kommissar Jan Fabel führen in die linke Studentenszene der 1980er-Jahre. Die Opfer kannten den bei einem Polizeieinsatz erschossenen Terroristen Franz Mühlhaus. Beide haben kurz vor ihrem Tod mit der Esoterikerin Beate Brandt telefoniert. Auch sie gehörte einst zum Umfeld von Mühlhaus und weiß offenbar mehr, als sie zugeben möchte. Will sie ihren gewalttätigen Sohn Thomas schützen, der kurz vor Beginn der Mordserie aus der Haft entlassen wurde? Thomas avanciert bald zum Hauptverdächtigen, und es stellt sich heraus, dass er das gemeinsame Kind von Beate Brandt und Franz Mühlhaus ist, dem er gleicht wie aus dem Gesicht geschnitten. Auch die roten Haare hat er von seinem Vater. Die langen Haarsträhnen am Tatort stammen aber nicht von ihm, sondern von Franz Mühlhaus. Fabel ist schnell klar, dass der Schlüssel zu den aktuellen Morden in der Vergangenheit liegt. Ermittlerin Anna Wolf stößt in den gefilterten BKA-Akten auf auffällige Lücken, der damalige Leiter der Ermittlungen kooperiert nur pro forma. Fakt ist: Von den sieben Personen, die einst, angeführt von Mühlhaus, einen Mordanschlag verübt haben, wurden vier bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen. Wer sind die Terroristen, die unbehelligt ein neues Leben anfangen konnten? Infrage kommen angesehene Persönlichkeiten wie Umweltsenator Müller-Voigt, Kulturpolitiker Hans Schreiber und Stararchitekt Paul Menge. Diese haben wenig Interesse daran, dass ihre Vergangenheit ans Licht kommt. Noch mehr müssen sie aber fürchten, die nächsten Mordopfer zu werden. Nicht nur der Zeitdruck lässt Fabel nicht schlafen: Seine Kollegin Maria Klee bereitete ihm zusätzliche Sorgen. Maria hat einen gegen sie gerichteten Mordanschlag noch nicht verarbeitet, bei Einsätzen wird sie wiederholt von Angstzuständen blockiert. Auch ihr Freund, der Spurensicherer Frank Grueber aus Fabels Team, kann ihr nicht helfen. Maria ist für jeden Polizeieinsatz ein unkalkulierbares Risiko. Fabel kann nicht anders, er muss seine hochgeschätzte Kollegin von Polizeieinsätzen entbinden. Und gerade jetzt schlägt der Serienmörder wieder zu. Nach Erfolgen von "Wolfsfährte" und "Blutadler" ist "Brandmal" die dritte Verfilmung eines Craig-Russell-Romans mit Hauptkommissar Jan Fabel alias Peter Lohmeyer in der Hauptrolle. Regisseur Nicolai Rohde inszenierte den spannenden Thriller und schuf eine düstere Großstadtwelt, die eher an Gotham City als an Hamburg denken lässt.

Nachtschicht 23:55

Nachtschicht: Cash & Carry

Krimi

Eine Einkaufsstraße wird gesperrt, mitten in der Nacht. Autos werden umgeleitet. Auch ein Streifenwagen. Kein Problem. Eigentlich. Doch an diesem Tag sitzt Harry Tönnies in dem Wagen - der sofort ahnt, dass die Sperrung nicht angemeldet ist. Er fährt rechts ran und verlangt Auskunft vom "Mann vom Straßenverkehrsamt", der Balou heißt und keineswegs vom Amt ist, sondern der Komplize von Norman. Der hockt unweit der Straßensperre in einem Gabelstapler, reißt unter großem Getöse einen Geldautomaten aus der Wand und lädt ihn auf einen Kleinlaster. Sobald der Geldautomat verladen ist, rennt Balou los, springt in den Laster und rast mit Norman - und dem Geld - davon. Harry und seine Partnerin Milla nehmen die Verfolgung auf und können die Diebe festsetzen. Während Milla Verstärkung ruft, nähert Harry sich dem Kleinlaster. Er fordert die Gangster auf, sich zu ergeben. Balou folgt der Aufforderung, aber Norman kommt gerade erst aus dem Knast, und da will er nicht wieder hin. Er schießt Harry aus nächster Nähe in die Brust. Und verschwindet - mit Balou, der Waffe, dem Geld. Harry stirbt in Millas Armen, noch bevor sie ihm sagen kann, dass sie sein Kind erwartet.