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TV Programm für 3sat am 03.10.2026

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Preis der Freiheit 21:55

Preis der Freiheit: Ost-West-

Miniserie

Januar 1988: Die Stasi versucht, die Opposition zum Schweigen zu bringen, und verhaftet unter anderen viele Mitglieder der Umweltbibliothek, darunter auch Lottes Freunde. Doch der SED-Staat erreicht damit das Gegenteil: Die friedliche Revolution formiert sich jetzt erst recht. Das aggressive Vorgehen der Stasi behindert zudem die Arbeit der KoKo. Margot ist mit der Partei-Elite auf der alljährlichen Gedenkfeier für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Parallel rollen Lottes Freunde aus der Bürgerbewegung Transparente zur Gegen-Demonstration auf: "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden". Die Stasi versucht, die Opposition zum Schweigen zu bringen, und verhaftet unter anderen viele Mitglieder der Umweltbibliothek. Margot muss ihre nervös gewordenen Geschäftspartner im Westen beschwichtigen. Ihre Warnungen an ihren Widersacher bei der Stasi, Norbert Krimling, dass sein Vorgehen der DDR schade, verhallen jedoch ungehört. Auch in Margots eigener Familie brodelt es: Margots Ziehsohn Roland sitzt wegen versuchter Republikflucht im Knast, während Ina Winter, Rolands Mutter, vom Westen aus Margots deutsch-deutschen Häftlingshandel torpediert. Margot erkennt ihre Chance: Sie wird Roland nur dann in die Freiheit verkaufen, wenn Ina im Gegenzug im Bonner Ministerium für Innerdeutsche Beziehungen kündigt. Ina gibt nach, und Roland sitzt im Bus gen Westen. Lotte und ihre Freunde bieten dem Staat immer mutiger die Stirn. In einer gewagten Aktion gelingt es ihnen, brisantes Bildmaterial über die unfassbare Umweltverschmutzung in Bitterfeld in den Westen zu schmuggeln, das dann im Westfernsehen läuft. Den Bürgern der DDR reicht es, sie gehen auf die Straße. Die Montagsdemonstrationen werden größer und größer. In Margots Umfeld herrscht Alarmbereitschaft. Alle in der KoKo um Leiter Alexander Schalck-Golodkowski ahnen längst: Sie können mit ihren Devisengeschäften weder den Staat vor dem Bankrott retten noch die SED-Führung zu notwendigen Reformen zwingen. Margot will die Hoffnung aber nicht aufgeben und verkauft, was zu verkaufen ist. Doch die Zeit spielt gegen sie. Unter dem Ansturm der friedlichen Revolution tritt Honecker am 18. Oktober 1989 zurück. Am 9. November fällt die Mauer.

Danach

Preis der Freiheit 23:25

Preis der Freiheit: Ost-West-

Miniserie

Mit dem Fall der Mauer im November 1989 weiß Margot, sie muss schnell handeln. Ihr Widersacher im Ministerium für Staatssicherheit, Krimling, ist jedoch schneller. Die Staatssicherheit lässt in großem Umfang Akten vernichten, jeder erhält eine neue Legende. In Margots Chef, Schalck-Golodkowski, findet die Stasi zudem einen öffentlichkeitswirksamen Sündenbock, der allen die nötige Zeit verschafft, neue Wege zu gehen. Krimling und andere wissen, wie sie durchkommen: Sie lackieren kurzerhand die Autoflotte des Ministeriums zu Taxen um. Die KoKo hingegen steht, so deckt es sogar der "Spiegel" auf, für Embargo-Verletzungen, Korruption und Veruntreuung. Margots Chef flieht in den Westen und hinterlässt ihr Vollmachten über ein Milliardenvermögen. Damit nichts in die Hände des kapitalistischen Feindes fällt, soll Margot das Vermögen der KoKo so schnell wie möglich verschwinden lassen. Sie steht jetzt allein vor den Scherben ihres Lebenswerks. Währenddessen arbeitet Ina, Margots Schwester, im Finanzministerium der BRD unter Hochdruck an Übergangsplänen: Wie kann man mit dem Zusammenbruch der alten DDR-Strukturen umgehen? Ina will mit den Bürgerrechtlern über eine schrittweise wirtschaftliche Annäherung verhandeln. Sehr schnell begreift sie aber, dass niemand im Westen daran interessiert ist. Familie Bohla versucht sich in Versöhnung - alle treffen auf Christas Party zum 18. Geburtstag zusammen. Christa und ihr in Westberlin lebender Bruder Roland fallen sich in die Arme. Dass er die tot geglaubte Mutter Silvia/Ina mitbringt, führt jedoch zum Eklat. Christa will nichts mit dieser Frau zu tun haben. Und Margots unversöhnliche Haltung lässt auch ihren Mann Paul zunehmend verzweifeln. Lotte holt ihren Sohn Ingo aus dem Jugendwerkhof und hofft, ihn wiederzugewinnen. Doch er hat sich dort nur weiter radikalisiert. Seine Loyalität gilt den Neonazis. Auch wenn sie ihren Sohn verliert, gibt Lotte nicht auf, gegen die Täter des DDR-Unrechtssystems zu kämpfen. Was sich für viele Anfang 1990 als hoffnungsvoller Neuanfang darstellt, ist für einen Großteil der Bohlas ein Scheitern. Allein die Kinder Christa und Roland sowie Lotte gehen in eine neue Zukunft - zwar beschädigt, doch auch mit Überzeugung und großen Hoffnungen.