19:40
Seit der Steinzeit leben in der "Bend of Boyne", einer Flussbiegung des Boyne, nördlich von Dublin, Menschen. Sie errichteten Gräber, die älter als die ägyptischen Pyramiden sind. Der Boyne war die wichtigste Straße dieser Gegend, Transportweg genauso wie Nahrungs- und Trinkwasserspeicher. Damals wurden die Menschen sesshaft. Die arbeitsteilige Gesellschaft entstand. Viele der Grabanlagen sind mit einer Vielzahl von Motiven verziert. Newgrange ist ein Hügelgrab aus der Jungsteinzeit, 5000 Jahre alt. Ein Bauwerk - ein Kunstwerk, in des Wortes wahrstem Sinne. Älter als das antike Babylon, die Mutter aller Städte. In der Umgebung finden sich noch zwei Grabstätten, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Knowth, das Hauptgrab ist umgeben von Satellitengräbern. Die dritte Anlage Dowth zeigt sich so, wie die Grabhügel im Mittelalter wahrgenommen wurden, als scheinbar natürlich gewachsener Teil der Landschaft. Die Gräber gehören zu den wichtigsten archäologischen Landmarken dieser Erde. Newgrange wurde zufällig entdeckt. Erst in den 1960er-Jahren erkannte man seine Bedeutung und die astronomische Ausrichtung. Das Grab wurde nach dem Bild restauriert, das sich die Archäologen von der Steinzeit machten. Ob es vor 5000 Jahren wirklich so ausgesehen hat, bleibt ungewiss. Auch ob die funkelnden Quarzsteine damals wirklich die Fassade zierten. Rund um die Wintersonnenwende am 21. Dezember dringt für wenige Minuten Licht in das ewige Dunkel des Grabes von Newgrange, das als einziges für Besucher zugänglich ist. Wer wurde in diesen Gräbern bestattet? Wie lange wurden die Gräber benutzt? Wie dachten unsere Vorfahren über den Tod? Glaubten sie an ein Leben im Jenseits? Sicher ist, Brú na Bóinne, der Palast des Boyne, wie die Iren dieses Welterbe nennen, war schon immer ein wichtiger Teil der irischen Mythologie. Für sie ist es der Sitz der Elfen und die Heimstatt der Götter.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Dieter Nuhr seziert messerscharf politische Unzulänglichkeiten, thematische Abseitigkeiten und den verlässlichen Irrwitz des Alltags. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Kabarett und Comedy geschieht dies auf gewohnt anspruchsvoll-bissige und vor allem witzige Art und Weise. Diesmal zu Gast: Simone Solga, Alfred Dorfer, Jonas Greiner und Wolfgang Trepper. Simone Solga wusste als "Kanzlersouffleuse" über die bestgehüteten Geheimnisse aus dem Amt zu berichten, war "Bei Merkels unterm Sofa" und "Im Auftrag Ihrer Kanzlerin unterwegs" und heimste dabei unter anderem 2018 den Deutschen Kleinkunstpreis ein. Mittlerweile sagt sie: "Wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, wird es höchste Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen." Alfred Dorfer ist legendär für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick. Dieser Meinung waren auch Jurymitglieder des Deutschen Kleinkunstpreises, des Deutschen und des Bayerischen Kabarettpreises, mit denen er genauso ausgezeichnet wurde wie mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon. Zudem ist er Schauspieler in Theater-, Fernseh- und Kinoproduktionen sowie Buchautor, Regisseur und Late-Night-Talker. Jonas Greiner, der mit 2,07 Metern wohl größte Stand-up-Comedian und Kabarettist Deutschlands, liefert in seinen Erzählungen spitze, freche und ironische Gesellschaftskritik und Alltagsgeschichten kombiniert mit hochkarätigem und erfrischendem Humor. Eine einmalige Mischung, die beste Unterhaltung verspricht. Wenn Kabarettist Wolfgang Trepper loslegt, gibt es kein Halten mehr: Er poltert und regt sich auf, analysiert Politiker und Fernsehmoderatoren, Serien und Fußballdramen. So kriegen alle ihr Fett weg und ordentlich den Marsch geblasen, die es sich verdient haben - an Typen und Themen mangelt es nicht. Neben seiner brachialen Art kann Wolfgang Trepper aber auch die ganz leisen Töne. Die ganze Palette an notwendigen Emotionen.
21:00
Moderatorin Negah Amiri lässt sich dieses Mal in "Ladies Night Youngstars" über die deutsche Art des Komplimentemachens aus. Bemerkungen, die beim ersten Hinhören wie ein Lob klingen, verbergen gern kleine Beleidigungen. Ganz anders, aber ebenso amüsant ist das in ihrer früheren Heimat Iran. Zu Gast in der Sendung: Teresa Jung, Josepha Walter, Iryna Prykhodzka und Lena Loster.
21:45
Nach 24 Ehejahren ist bei den Bremermanns die Luft raus: Einvernehmlich beschließen Innendesignerin Anja und Bauingenieur Christoph, sich in Frieden scheiden zu lassen. Sohn Frederik sagen sie es gleich, bei Tochter Franziska wollen sie noch die anstehende Hochzeit abwarten. Keine Eile, denken sich die Eheleute, schließlich kommen sie ja gut miteinander klar. Soweit die Theorie. Doch in der Praxis erwachen ungeahnte Dynamiken. Eine gemeinsame Anwältin soll zunächst Vermögensstand, Zugewinn und Aufteilung reibungslos abwickeln. Christoph sieht allerdings das Haus und den Wohlstand als verdienten Lohn seiner Arbeit. Anja dagegen fühlt ihre unbezahlte Arbeit im Haushalt nicht gewürdigt. Ein paar intrigante Tipps der Anwältin Dr. Schirmer und das überraschende Auftauchen von Christophs Ex-Freundin Monika - und schon beginnt die Schlammschlacht. Ehe er sich versieht, steht Christoph auf der Straße. Lange kann sich Anja, deren Unterhaltsforderungen stetig wachsen, ihres Erfolgs allerdings nicht sicher sein. Denn Christoph findet in Anwalt Hansen ebenfalls einen gerissenen Rechtsbeistand. Jetzt ist den beiden Eheleuten alles andere als langweilig miteinander. Was sich liebt, das neckt sich. Gilt auch der umgekehrte Fall? Dieser Beziehungsfrage gehen Andrea Sawatzki und Christian Berkel in der Familienkomödie "Scheidung für Anfänger" auf den Grund. Erst als die friedliche Trennung wider Erwarten zur Schlammschlacht mutiert, kommt die langvermisste Dynamik zurück ins Leben der erlahmten Beziehung. Vielleicht ist sogar ein gemeinsamer Neuanfang drin - allerdings nur, wenn bei der Gütertrennung nicht zu viel Porzellan zu Bruch geht.
23:15
Der Polizeichef von Sevilla, Javier Falcón, wird von seinem alten Freund Yacub um Hilfe gebeten. Der hatte sich vor einiger Zeit undercover in eine islamistische Terrorzelle eingeschleust. Diese hat es nun auf seinen Sohn abgesehen, der sich zunehmend radikalisiert. Die Gruppe spannt ihn jetzt für ihre Zwecke ein. Gleichzeitig wird der achtjährige Sohn von Falcóns Freundin Consuelo entführt. Die Spuren führen in die Kreise der russischen Mafia. Falcón wird von den Mafiosi beschattet, die um seine Beziehung zu Consuelo wissen, was auch ihn erpressbar macht. Die zwei rivalisierenden Gangs behaupten beide, Yacubs Sohn in ihrer Gewalt zu haben und fordern neben acht Millionen Euro Lösegeld auch ein wichtiges polizeiliches Beweisstück. Als sich die beiden Fälle überschneiden, muss Falcón wichtige Entscheidungen treffen. Wem kann er noch vertrauen, und wie kann er die Menschen, die er liebt, beschützen, bevor es zu spät ist? Der wendungsreiche Thriller ist die Verfilmung des vierten Teils der Javier-Falcón-Reihe des britischen Krimiautors Robert Wilson. Die Kinoproduktion aus dem Jahr 2014 entstand in Kooperation mit dem ZDF und den spanischen TV-Sendern TVE und Canal Sur. Die attraktiven Schauplätze umfassen neben Sevilla auch Marbella, Madrid und Marokko. Das orientalisch anmutende Flair Marokkos steht im Kontrast zu den südeuropäischen Touristenzentren an der Costa del Sol und der pulsierenden Metropole Sevilla.
00:50
Nach 24 Ehejahren ist bei den Bremermanns die Luft raus: Einvernehmlich beschließen Innendesignerin Anja und Bauingenieur Christoph, sich in Frieden scheiden zu lassen. Sohn Frederik sagen sie es gleich, bei Tochter Franziska wollen sie noch die anstehende Hochzeit abwarten. Keine Eile, denken sich die Eheleute, schließlich kommen sie ja gut miteinander klar. Soweit die Theorie. Doch in der Praxis erwachen ungeahnte Dynamiken. Eine gemeinsame Anwältin soll zunächst Vermögensstand, Zugewinn und Aufteilung reibungslos abwickeln. Christoph sieht allerdings das Haus und den Wohlstand als verdienten Lohn seiner Arbeit. Anja dagegen fühlt ihre unbezahlte Arbeit im Haushalt nicht gewürdigt. Ein paar intrigante Tipps der Anwältin Dr. Schirmer und das überraschende Auftauchen von Christophs Ex-Freundin Monika - und schon beginnt die Schlammschlacht. Ehe er sich versieht, steht Christoph auf der Straße. Lange kann sich Anja, deren Unterhaltsforderungen stetig wachsen, ihres Erfolgs allerdings nicht sicher sein. Denn Christoph findet in Anwalt Hansen ebenfalls einen gerissenen Rechtsbeistand. Jetzt ist den beiden Eheleuten alles andere als langweilig miteinander. Was sich liebt, das neckt sich. Gilt auch der umgekehrte Fall? Dieser Beziehungsfrage gehen Andrea Sawatzki und Christian Berkel in der Familienkomödie "Scheidung für Anfänger" auf den Grund. Erst als die friedliche Trennung wider Erwarten zur Schlammschlacht mutiert, kommt die langvermisste Dynamik zurück ins Leben der erlahmten Beziehung. Vielleicht ist sogar ein gemeinsamer Neuanfang drin - allerdings nur, wenn bei der Gütertrennung nicht zu viel Porzellan zu Bruch geht.
02:15
Weites Outback, rote Felsen, sengende Hitze: Westaustraliens bizarre Landschaft hat raue Lebensbedingungen. Die Kimberleys im Norden gehören den Aborigines, dem Volk der Wunambal-Gaambera. Sie nutzen ihr Ahnenwissen, um Flächenbrände unter Kontrolle zu bekommen. Sie glauben, dass Wandjina - Wolken- und Regengeister - Felsen, Bäume und die Tiere erschaffen haben, die sie jagen. Zeichnungen der Wandjina sind auf vielen Felswänden verewigt. Der dreistufige Mitchell-River-Wasserfall ist die Ikone der Kimberleys. Cathy, die Älteste einer Aborigine-Familie, erzählt dort die Geschichte von Wungurr, der Regenbogenschlange. Die unbestrittenen Herrscher der Windjana-Schlucht sind die Süßwasserkrokodile. Aber seit sich die hochgiftige Aga-Kröte ausbreitet, sind sie in Lebensgefahr. Miles versucht deshalb, die wilden Krokodile so zu trainieren, dass sie keine Kröten mehr fressen.
03:00
Ganzjährig gefüllte Flüsse und Seen sowie Wälder, die bis an den Ozean wachsen: Die "Walpole Wilderness" im Südwesten Australiens ist ein Zusammenschluss mehrerer Schutzgebiete. Ungewöhnlich für den meist trockenen Kontinent, die Region gehört zu seinen biologisch vielfältigsten Landschaften. Dort lebt die größte Schwindlerin Westaustraliens: die "Königin von Saba" - eine Orchidee, die im Südwinter ihre Pracht entfaltet. Die Wildblumen-Orchidee nimmt die Gestalt einer anderen Pflanze an, um die bestäubenden Insekten zu täuschen. In den Wäldern rufen Papageien, die Carnaby-Schwarzkakadus. Die Untersuchung ihrer DNA bringt Erstaunliches ans Licht: Etwa ein Viertel ihrer Eier stammen von einem anderen Männchen. Zum Staunen sind auch die riesigen Eukalypten, die Red Tingles - uralte Bäume, denen oft die Mitte des Stamms fehlt. Wie diese Hohlräume entstanden sind und wie sich die Red Tingles trotzdem halten, untersucht Biologe Nate Anderson. Durch ihre hoch brennbaren Öle sind sie und die anderen Eukalypten wie die Karribäume extrem anfällig für Feuer. Dafür unterhält die Naturschutzbehörde eine eigene Feuerwehr. Über die Jahrhunderte haben die Wälder der Red Tingles viele Buschfeuer überstanden. Manchmal aber kann ein Brand der Vegetation sogar nützen. Feuerökologe Ben Miller erforscht, welche Pflanzen Feuer regelrecht brauchen. Das Holz ist Nahrung für Termiten. Sie zerkauen umgestürzte Bäume. Und wo Termiten sind, sind auch Numbats. Ihr Bestand ist ebenso in Gefahr wie der der süßen kleinen Honigbeutler, die sich vom Nektar der Banksia-Blüten ernähren.
03:45
"Pilbara" nennen die Ureinwohner die wüstenartige, rote Landschaft im Westen Australiens. Tiefe Schluchten, sprudelnde Bäche und dichte Wälder durchziehen die trockene Ebene. Westaustralien ist extrem trocken. Sobald Regen fällt, breitet sich ein Blumenmeer aus, wo eben nur rostroter Staub zu sehen war. Botaniker erforschen, wie die Pflanzensamen die Trockenzeit überstehen und woher sie die Nährstoffe bekommen, um zu blühen. Vor etwa 50 Millionen Jahren löste sich Australien von allen anderen Kontinenten. Seitdem ist seine Tier- und Pflanzenwelt isoliert. Geologen, die der Frage nachgehen, wie und wann organisches Leben auf der Erde entstanden ist, werden im Karijini-Nationalpark fündig: Sie entdecken dort Fossilien von ersten Organismen.
04:30
Sydney gilt als eine der schönsten Städte weltweit. Ihr Opernhaus am Hafen ist ein ebenso unverkennbares Markenzeichen wie der Eiffelturm in Paris oder die Freiheitsstatue in New York. Sydney ist zwar nicht die Hauptstadt Australiens, sondern "nur" die des Bundesstaates New South Wales, aber mit fast fünf Millionen Einwohnern ist es die größte Stadt des Kontinents und ein Anziehungspunkt für Besucher aus der ganzen Welt.