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TV Programm für 3sat am 31.03.2026

Faszination Afrika 04:19

Faszination Afrika: Tiere im Luangwa-Tal

Tiere

Das Luangwa-Tal liegt im Osten Sambias. Es ist ein Tal der Extreme, das ein einzigartiges Naturschutzgebiet umfasst und unzähligen Wildtieren eine Heimat bietet. Mit einer Länge von rund 800 Kilometern schlängelt sich der Luangwa-Fluss durchs Tal und belebt Busch und Wälder. Seine Ufer ziehen mehr als 60 Säugetierarten und über 400 Vogelarten an. Doch die üppige Pracht verwandelt sich in der Trockenzeit in eine Wüste. Mit der sengenden Hitze verdunstet das Flusswasser. Übrig bleiben vereinzelte Tümpel, verstreut über das Tal. Dann treibt die Dürre Raub- und Beutetiere zu den verbliebenen Wasserstellen. Für die Bewohner des Tals beginnt ein Kampf ums Überleben: Flusspferde verteidigen ihre schrumpfenden Reviere. Giraffen- und Elefantenherden ziehen durch das Labyrinth der trockenen Wälder auf der Suche nach Wasser. Gelbschnabelstörche arbeiten mit hungrigen Krokodilen zusammen, um ihre Beute in die Enge zu treiben. Und Paviane, die normalerweise pflanzliche Nahrung bevorzugen, gehen auf die Jagd. Am Ende der Trockenzeit bringen heftige Regenschauer endlich die Erlösung. Das Tal erblüht, und der Kreislauf beginnt von vorn. Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in großer Vielfalt und in ihrem Kampf um Leben und Tod. Die Reihe "Faszination Afrika" stellt beeindruckende Naturschutzgebiete des "schwarzen Kontinents" vor.

Faszination Afrika 05:02

Faszination Afrika: Tiere in der Wüste Namib

Tiere

Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer einmaligen Schönheit und faszinieren mit ihrer Vielfalt an Tieren, die nicht selten einen Kampf um Leben und Tod führen. Diese Folge führt in die Namib. Die Wüste ist einer der lebensfeindlichsten Orte der Welt. Nur dank geschickter Anpassung überleben die dort heimischen Tiere die extremen Bedingungen. Mit über 55 Millionen Jahren ist die Namib-Wüste die älteste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 95.000 Quadratkilometern und zählt zu den wenigen Küstenwüsten der Erde. An der Skelettküste peitschen die rauen Winde des Atlantiks über das Land. Eine Süßwasserlagune direkt am Ufer ist die letzte Raststätte für Flamingos auf der Reise zu ihren Brutplätzen. Weiter im Landesinneren ist Nebel die einzige Wasserquelle. Er transportiert wertvolle Feuchtigkeit über die Dünen. Die Wüstenbewohner haben sich an die extreme Trockenheit angepasst. Der Nebeltrinker-Käfer nutzt seinen Körper, um Kondenswasser zu sammeln, während sich der Namib-Gecko den Tau direkt von den Augen leckt. Elefanten und Giraffen sind auf die Früchte des Anabaums angewiesen. Er grünt mitten in der Trockenzeit. Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte seiner Art. In seinen Schluchten wurden Rekordtemperaturen von 50 Grad Celsius gemessen. Nur wenige Tiere halten diesen extremen Bedingungen stand. Eines von ihnen ist die größte Schlange Afrikas, der Südliche Felsenpython. Mit einem speziellen Organ unter der Nase nimmt er Wärmestrahlung wahr, mit dem er seine Beute aufspürt. Südafrikanische Seebären versammeln sich zu Tausenden an der Küste im Westen des Landes. Während der Brutzeit kämpfen die Männchen um die besten Territorien. Vor wenigen Jahrzehnten war die Art beinahe ausgerottet. Nun erholen sich ihre Bestände wieder. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Seine gigantischen Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit - von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in ihrer großen Vielfalt und führen häufig einen Kampf um Leben und Tod.

Die Elefanten der Victoriafälle 05:46

Die Elefanten der Victoriafälle

Land und Leute

Die Victoriafälle gehören zu den spektakulärsten Naturwundern Afrikas. Aber nicht nur Menschen zieht es dorthin - auch viele Wildtiere, denn dort können sie ihren Durst löschen. Der Sambesi speist die mächtigen Victoriafälle. Um an seinen Ufern zu trinken, laufen Elefanten oft durch die Stadt Victoria Falls, denn die liegt mitten auf einer ihrer alten Wanderrouten. Das führt immer wieder zu Konflikten zwischen Menschen und Elefanten. Der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone hatte im November 1855 ein Erlebnis, das ihn zutiefst beeindruckte. Er gilt als der erste Europäer, der die größten Wasserfälle Afrikas erblickte und nannte sie "Victoria Falls" - zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Mittlerweile gehören sie zum Weltnaturerbe der UNESCO. Lange vor Livingstone taufte die einheimische Bevölkerung die Fälle "Mosi-oa-Tunya", was "donnernder Rauch" bedeutet. Diesen klangvollen Namen verdienen die Victoriafälle vor allem nach der Regenzeit, wenn riesige Wassermassen in die Tiefe stürzen und hohen Sprühnebel entstehen lassen, der noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen ist. Daher regnet es in unmittelbarer Umgebung der Wasserfälle fast ständig. Die Anziehungskraft der Victoriafälle besteht auch darin, dass die Umgebung bis heute ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Landschaft und Wasserfälle sehen noch weitgehend so aus, wie Livingstone sie vorgefunden hatte. Besondere Bedeutung hat der Sambesi auch für Wildtiere, denn die Victoriafälle liegen mitten in einem wichtigen Netzwerk großer Schutzgebiete. Obwohl es an den Fällen Wasser im Überfluss gibt, ist ihre Umgebung sehr trocken. Die Tiere sind auf das lebenspendende Wasser des Sambesi angewiesen. Die Stadt Victoria Falls wurde mitten auf einer alten Wanderroute von Elefanten errichtet, die immer wieder in der Stadt auftauchen und Menschen gefährden. Lokale Naturschützer statten daher Elefanten mit Sendehalsbändern aus. Eine heikle Operation, doch die Mühe lohnt sich. Mit den Ergebnissen möchten die Naturschützer von "Connected Conservation" und vom "Victoria Falls Wildlife Trust" mehr Informationen über die Wanderungen der Dickhäuter erhalten. Ziel ist es besser zu verstehen, wann die Elefanten gefährlich werden. Die Dokumentation von Axel Gomille zeigt in herausragenden Bildern die Schönheit eines der größten Naturwunder Afrikas und geht der Frage nach, wie die Koexistenz von Menschen und Elefanten besser gelingen kann.

Kulturzeit 06:20

Kulturzeit

- Bruce Springsteen Der Boss und die "No-Kings"-Proteste - Porträt und Gespräch: Masih Alinejad Preisträgerin des Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie - Schönheit, Macht, Begehren Kulturgeschichte der Haare - Wolfgang Niedecken Geburtstag und Bühnenjubiläum

nano 07:00

nano

Magazin

- Protestforschung in den USA Wie Soziologen den Massenprotest gegen Trump erforschen - Spoofing in der Luftfahrt - Übergewicht auf der Straße Wie zu schwere LKW unsere Infrastruktur zerstören - Mobile Astra-Bridge - UN-Artenschutzkonferenz Konferenz zur Konvention zum Schutz wandernder Tierarten

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:30

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Kulturzeit 09:05

Kulturzeit

- Bruce Springsteen Der Boss und die "No-Kings"-Proteste - Porträt und Gespräch: Masih Alinejad Preisträgerin des Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie - Schönheit, Macht, Begehren Kulturgeschichte der Haare - Wolfgang Niedecken Geburtstag und Bühnenjubiläum

nano 09:45

nano

Magazin

- Protestforschung in den USA Wie Soziologen den Massenprotest gegen Trump erforschen - Spoofing in der Luftfahrt - Übergewicht auf der Straße Wie zu schwere LKW unsere Infrastruktur zerstören - Mobile Astra-Bridge - UN-Artenschutzkonferenz Konferenz zur Konvention zum Schutz wandernder Tierarten

Abenteuer Oman 10:15

Abenteuer Oman: Wüstenwind und Weihrauchduft

Dokumentation

Die zweiteilige Dokumentation "Abenteuer Oman" führt von den Höhen des Bergs Jebel Akhdar und seinen Rosengärten bis in die Sharqiya-Wüste und die Weihrauchregion Dhofar. Im Mittelpunkt stehen Menschen wie Humied Al-Mughairy und seine Familie, die die alte Beduinenkultur bewahren, sowie Klettertrainerin Alanood Alsalami und Modedesignerin Amal Al Raisi, die Omans Vielfalt und den Balanceakt zwischen Tradition und Moderne erlebbar machen. In Maskat, der modernen Hauptstadt Omans, gehen Tradition und Fortschritt Hand in Hand. Die Modedesignerin Amal Al Raisi kombiniert in ihren Entwürfen die reiche kulturelle Geschichte des Landes mit zeitgemäßer Eleganz. Ihre Arbeit und die Förderung junger Designerinnen stehen für den gesellschaftlichen Wandel im Sultanat. Ein weiteres Highlight ist die Reise in die Küche des Oman: Die Starköchin Dina Macki präsentiert die geschmackliche Vielfalt des Landes, beeinflusst von der arabischen, indischen und ostafrikanischen Küche. Ob Fischmärkte, Dattelpalmen oder Gewürze - alles erzählt von Omans Handelsgeschichte und Gastfreundschaft. Mit beeindruckenden Landschaften, spannenden Menschen und einem Blick auf die Rolle der Frauen in der Gesellschaft zeigt "Abenteuer Oman", wie das Sultanat seine reiche Tradition mit einer offenen und modernen Zukunft vereint, und lädt dazu ein, die Gastfreundschaft, Vielfalt und Visionen des Landes auf der arabischen Halbinsel zu entdecken.

Abenteuer Oman 11:00

Abenteuer Oman: Rosenblüten und Meeresbrise

Dokumentation

Zwischen kargen Wüsten, zerklüfteten Bergen und fruchtbaren Tälern zeigt die zweiteilige Dokumentation "Abenteuer Oman" die abwechslungsreichen Landschaften des Oman. Im Jebel Akhdar, dem "Grünen Berg", gedeihen auf Terrassen duftende Damaszener-Rosen, aus denen seit Generationen hochwertiges Rosenwasser hergestellt wird. Von den Rosenzüchtern geht die reise weiter bis zu der abgelegenen Insel Masira. Ali Al Amri, Rosenzüchter und Meister der traditionellen Destillation, hält dieses Erbe mit seiner Familie lebendig. Im Süden verwandeln Nebel und Regen während der Khareef-Saison Dhofar in eine blühende Oase. Traditionen wie das zum Fest des Fastenbrechens langsam im Erdofen gegarte Lamm "Omani Shuwa" und die Kunst der Rosendestillation zeugen von der tiefen kulturellen Verankerung in der Region. Gleichzeitig bricht eine neue Generation mit alten Rollenbildern: Die Tauchlehrerin Ehdaa Al-Barwani und die Klettertrainerin Alanood Alsalami zeigen, wie Frauen zunehmend zentrale Rollen einnehmen. In der königlichen Kavallerie prägen Reiterinnen den Fortschritt. Auf der abgelegenen Insel Masira nutzt Kitesurflehrer Ayman Al Ghafri die kräftigen Monsunwinde für spektakuläre Sprünge. Er ist Teil einer neuen Generation von jungen Omanis, die diesen Sport für sich entdeckt haben. Die zweiteilige Dokumentation "Abenteuer Oman" führt von den Höhen des Bergs Jebel Akhdar und seinen Rosengärten bis in die Sharqiya-Wüste und die Weihrauchregion Dhofar. Im Mittelpunkt stehen Menschen wie wie Humied Al-Mughairy und seine Familie, die die alte Beduinenkultur bewahren, sowie Klettertrainerin Alanood Alsalami und Modedesignerin Amal Al Raisi, die Omans Vielfalt und den Balanceakt zwischen Tradition und Moderne erlebbar machen.

Iss besser! Mit dem Ernährungs-Doc 11:45

Iss besser! Mit dem Ernährungs-Doc: Kochen mit Tarik Rose und Dr. Matthias Riedl

Essen und Trinken

Wie lässt sich Tofu lecker zubereiten? Der Fernsehkoch Tarik Rose und der Ernährungsexperte Matthias Riedl haben dafür schmackhafte Tipps parat. Der fleischlose Eiweißlieferant aus Sojabohnen wird in Sojasoße mariniert und mit frischen Erbsen, Möhren und Brokkoli gebraten. Geröstete Sesamkörner und frischer Koriander geben dem vegetarischen Gericht noch eine raffinierte und gesunde Note. Eine Vielzahl an Vitaminen und anderen gesundheitsfördernden Zutaten hat das Dessert zu bieten: Ofenbanane mit Passionsfrucht und Nüssen. Vor allem Letzteres gilt laut Ernährungs-Doc Matthias Riedl als Superfood, denn bei täglichem Genuss können Nüsse das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Infektionen vermindern.

Servicezeit 12:15

Servicezeit

Ratgeber

- Gebrauchtrad kaufen - Plissee-Rollos im Check - Beliebt: einkaufen in Niederlande - Gesunde Snackriegel? - Die Idee: Es werde Licht!

Natur im Garten - Raum für den Gartentraum 12:45

Natur im Garten - Raum für den Gartentraum

Pflanzen

Der penible Kunst-Grünpfleger Robert Haslinger wurde auserwählt, bei "Die Gärten Tulln", der Niederösterreichischen Landesgartenschau 2008, eine Parzelle zu gestalten. Nicht so einfach! "Natur im Garten - Raum für den Gartentraum" stellt in humorvollen Spielszenen die Parzelle und ihren Besitzer vor. Mit der Vision, schon bald Eigentümer eines kleinen Schlossgartens zu sein, übersiedelt Haslinger mit seinem Wohnmobil nach Tulln. Dort steht er vor einem leeren braunen Acker. Im Garten seiner beiden ökologisch versierten Nachbarn blüht es dagegen schon in allen Farben. Mit Argusaugen beobachten die beiden die gärtnerischen Taten des Herrn Haslinger.

Ameisen - die heimliche Weltmacht 13:45

Ameisen - die heimliche Weltmacht

Tiere

Ameisen sind in Wüsten ebenso heimisch wie in den Polarregionen. Sie leben in sozialen Staaten, verabreichen Medizin, betreiben Ackerbau und Weidewirtschaft, führen Kriege und halten Sklaven. Die Masse aller Ameisenarten zusammen übersteigt die Masse der gesamten Menschheit. Softwareentwickler holen sich Tipps bei Ameisenvölkern. Sie leben in einer Welt aus verschlüsselter Kommunikation, blitzschnellen Befehlsketten und geheimen Giftmischungen. Ameisen haben gigantische Körperkräfte. Sie sind seit Millionen Jahren allgegenwärtig auf der Erde. Und doch erscheint uns keine Lebensform fremdartiger. Der Filmemacher Wolfgang Thaler und der Biologe Bert Hölldobler erforschten gemeinsam die geheimnisvolle Welt der sozialen Insekten. Dabei gelang es ihnen, seltene Momente und Ameisenarten mit der Kamera festzuhalten: Etwa die Camponotus schmitzi aus Borneo, die als einzige Ameise der Welt schwimmen und tauchen kann. Bevorzugt tut sie das im Inneren einer fleischfressenden Kannenpflanze, wo sie nie lange auf Beute warten muss. Sensationelle Bilder gelangen Wolfgang Thaler auch in Argentinien, wo Wissenschaftler den Bau einer riesigen Kolonie von Grasschneiderameisen freilegten. Sie fanden ein über 50 Quadratmeter verzweigtes, gigantisches System von unterirdischen Gängen, Pilzgärten, Brutkammern und Komposthöhlen, das acht Meter tief in die Erde reichte. Der weltweit führende Ameisenexperte Bert Hölldobler, Professor an der Universität Würzburg, öffnete für diese Dokumentation erstmals sein Labor. Dort werden Ameisen auf Laufbändern, in Klimakammern und Zentrifugen auf ihre unglaubliche Leistungsfähigkeit getestet. Manche dieser sechsbeinigen Spitzenathleten können ein Mehrfaches ihres Körpergewichts halten, während sie kopfüber von der Decke hängen. Zusätzlich zu ihren titanenhaften Körperkräften haben Ameisen noch eine weitere unschlagbare Fähigkeit: Sie können so effizient zusammenarbeiten wie keine anderen Wesen auf der Welt. Spezialisierung und Arbeitsteilung, superflexible Methoden der Selbstorganisation und Kommunikationssignale, die ohne Verzögerung alle Mitglieder einer Kolonie erreichen - solche Fähigkeiten interessieren nicht nur Biologen, sondern auch Kybernetiker und Wirtschaftswissenschafter.

Hummeln - Bienen im Pelz 14:30

Hummeln - Bienen im Pelz

Tiere

Hummeln gehören neben Honigbienen und Fliegen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Ihre Temperatur-Unempfindlichkeit ermöglicht es ihnen, länger als Bienen auf Nahrungssuche zu sein. Eine Hummel fliegt täglich in bis zu 18 Stunden nahezu 1000 Blüten an - selten mehr als zwei verschiedene Blüten-Arten pro Flug. Einige Pflanzenarten, zum Beispiel Taubnesseln, werden ausschließlich von langrüsseligen Hummeln während der Nektar-Entnahme bestäubt. Außerdem bestäuben Hummeln auch viele Obstsorten. Weltweit gibt es etwa 250 Hummel-Arten, die vor allem in den gemäßigteren und kühleren Regionen der Nordhalbkugel vorkommen. Besonders artenreich sind die Hummeln in Europa und Asien vertreten, sie besiedeln praktisch die gesamte eurasische Landfläche nördlich des Himalajas.

Geheimnisvolle Wiesenwelt 15:15

Geheimnisvolle Wiesenwelt

Natur und Umwelt

10.000 Tierarten leben mit oder von den Gräsern und Blüten unserer Wiesen. Aber viele sind stark gefährdet. Die industrialisierte Landwirtschaft hat viele heimische Weiden negativ verändert. Aber es gibt sie noch, die österreichischen Naturwiesen. Alles, was dort krabbelt, flattert, sich verpuppt, Blüten schnabuliert, schreit oder singt wurde von der Kamera filmisch festgehalten. Die Bedeutung von Artenvielfalt wird in spannenden Naturszenen erklärt. Nein: Der "Steirische Fanghaft" ist kein Codename für einen steirischen Polizeibeamten, der einen Haftbefehl vollstrecken soll. Es ist vielmehr ein gerade einmal 20 Millimeter großer Wiesenbewohner, dessen Larven sich von frisch geschlüpften Wolfsspinnen ernähren. Er lebt gemeinsam mit Wanstschrecken, Osterluzeifaltern, Rotbeinigen Erdböcken, Tapezierspinnen und Wachtelkönigen in den Wiesenwelten der Steiermark. Wiesen sind erdgeschichtlich betrachtet sehr junge Lebensräume. Sie entstanden nach der letzten Eiszeit, als Menschen sesshaft wurden und für Tierherden Weiden und Futterplätze schufen, Felder bestellten, rodeten und mähten. Wiesen sind das Ergebnis uralter Landwirtschaft. Doch diese Wiesen habe heute Seltenheitswert. Durch frühes und häufiges Mähen, sodass Blüten nicht mehr abblühen und Samen werfen können, durch Düngen und den Einsatz schwerer Geräte lebt nur noch auf knapp zwei Prozent aller Wiesen die einstige Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Viele Tiere und Pflanzen brauchen einander, um überleben zu können. So benötigt der Steirische Fanghaft - ein fragiles, bizarres, langflügeliges Insekt - die Wolfsspinne, um überleben zu können. Der zarte Bläuling, ein Schmetterling, wiederum ist abhängig von ganz bestimmten Blüten und Ameisen. Stirbt das eine aus, geht auch das andere für immer verloren. Um diesen komplexen Wiesenlebensgemeinschaften nachzuspüren, hat Kameramann Franz Posch tief in das Wiesendickicht geblickt. Mit Spezialtechniken, Können und Geduld hat er viele der winzig kleinen Lebewesen in beeindruckenden Bildern eingefangen und sichtbar gemacht. Für die erfahrene Naturfilmregisseurin Waltraud Paschinger waren die Dreharbeiten in den steirischen Naturwiesen ein besonderes Erlebnis. Vor allem die Insekten haben es ihr angetan. Waltraud Paschinger: "Insekten sind faszinierende Tiere. Wären sie größer, müsste man sich vor einigen fürchten, dann wären wohl sie mit ihren Waffen und Panzern, ihren blitzschnellen Reaktionen und ihrer Kraft die Beherrscher der Welt. So verwundert es mich nicht, dass viele der Wiesenbewohner schon Vorbilder für Science-Fiction-Monster waren." Einen Teil der rund 700 Wiesen - wie jene rund um die Gemeinde St. Anna am Aigen im steirischen Thermen- und Vulkanland - hat der Naturschutzbund Steiermark geschenkt bekommen. Von Menschen, die wollen, dass sie in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben und zur Arche Noah für bedrohte Arten werden. Denn jede Wiese ist durch das Gestein, die Zusammensetzung der Erde, der Höhenlage, der Neigung zur Sonne, der Tiefgründigkeit des Bodens, der Feuchtigkeit und vieler weiterer Faktoren anders. Jede ist einzigartig. Jede hat ihre Besonderheiten. Manche bringen ein Meer von prächtiger blauer Iris hervor, andere seltene, unscheinbare Orchideen. "Wer diesen Film sieht, wird die Bedeutung jedes einzelnen Quadratmeters naturnaher Wiese neu bemessen", so Produzentin Ursula Merzeder. Es ist eine geheimnisvolle Welt für sich, die Wiesenwelt in der Steiermark.

Geheimnisvolle Parktiere - Wildes Leben in der Stadt 16:00

Geheimnisvolle Parktiere - Wildes Leben in der Stadt

Tiere

Parks bieten einer zahlreichen Tierwelt Lebensraum im Siedlungsgebiet. Sogar spezielle und seltene Tiere finden dort ein Zuhause. Für manche hat das Leben in der Stadt überdies Vorteile. In Parks kann man die Natur hautnah erleben. Unerwartete Bewohner wie Feldhamster, Schildkröten und eine reichhaltige Vogelwelt lassen sich entdecken. In der Dokumentation erzählen Sachkundige vom geheimen Leben der Tiere und wie sie erforscht werden. Tiere sind in Parks oft zutraulicher als außerhalb der Städte. Sie lassen sich daher aus kürzerer Distanz betrachten als zum Beispiel im Wald. Ein Umstand, den Vogelbeobachter schätzen: Zur Brutzeit beobachtet der Ornithologe Leander Khil, wie ein besonderer Zugvogel seine Nistplätze im Grazer Stadtpark besetzt. Halsbandschnäpper kehren im Frühling aus Afrika zurück. Unweit haben die Wanderfalken erstmals Junge zur Welt gebracht. Sie werden von Wissenschaftlern mit Kennringen markiert, damit die weitere Ausbreitung verfolgt werden kann. Im Klagenfurter Europapark zeigt sich eine bunte Artenvielfalt bei der Brut: Neben den gut bekannten Arten wie Amsel oder Kohlmeise findet im alten Baumbestand auch ein Paar des Waldbaumläufers einen geeigneten Nistplatz. Abends werden Fledermaus-Forscher aktiv. Daniela Wieser von der "Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich" erläutert, wie dem heimlichen Leben der kleinen Säugetiere auf den Grund gegangen wird. Der Wasserpark in Wien erlaubt ungewöhnliche Einblicke in das Brutgeschäft der Graureiher. Sie finden Nahrung an den zahlreichen Wasserflächen in Österreichs Hauptstadt und haben auf einer kleinen Insel in der Alten Donau eine Brutkolonie gegründet. Dieses Gewässer teilen sie sich mit exotischen Reptilien: Von Menschen ausgesetzte Schmuckschildkröten haben sich dort etabliert. Silke Schweiger vom Naturhistorischen Museum Wien erzählt, wieso sich verschiedene Reptilien dort angesiedelt haben, die in Mitteleuropa eigentlich gar nicht heimisch sind. Immer schon dort zu Hause sind die niedlichen Feldhamster und andere kleine Säugetiere. Auf die Erforschung von Mäusen konzentriert sich Patrick Buhmann, Student an der Universität Wien. Er will herausfinden, welche Vor- oder Nachteile das Stadtleben für sie mit sich bringt. Aaskrähen profitieren ohne Zweifel vom Leben mit dem Menschen. Sie sind Meister darin, sich Nahrungsquellen zu erschließen, die der Mensch ungewollt zur Verfügung stellt. Christine Schwab hat sich der Erforschung der klugen Vögel gewidmet und bricht eine Lanze für diese nicht immer hochgeschätzten, größten Vertreter der Singvögel. Christian Schulze von der Universität Wien forscht schon 15 Jahre lang in den Parkanlagen, um herauszufinden, ob und wie sich die Zahl der Vögel und die Artenzusammensetzung verändert. Er attestiert den städtischen Grüninseln eine besondere Qualität als Vogellebensraum. Der Entomologe Christian Komposch hat sein Leben den Spinnentieren verschrieben. Sein geschulter Blick entdeckt an Parkmauern so manchen Neubürger mit spannender Geschichte. Der Apennin-Weberknecht hat einen beispiellosen Siegeszug vollbracht und den einst häufigen Wandkanker bereits aus mehreren österreichischen Bundesländern verdrängt.

Königliche Gärten - Schloss Hof 16:45

Königliche Gärten - Schloss Hof

Landschaftsbild

Schloss Hof in Niederösterreich gilt als das bedeutendste der Marchfeldschlösser. Ab 1725 ließ Prinz Eugen von Savoyen dort ein barockes Refugium von europäischem Rang errichten. Ein Ort, an dem Architektur und Gartenkunst eine harmonische Verbindung eingehen. Unter Maria Theresia entfaltete sich die Anlage zur kaiserlichen Sommerresidenz, erweitert im Geiste des Spätbarock und verfeinert mit Anklängen des Frühklassizismus. Die Dokumentation spürt der Geschichte, der Ästhetik und der Atmosphäre dieses einzigartigen Ensembles nach. Anhand stimmungsvoll komponierter Bilder und fundierter Gespräche mit Experten entsteht ein filmisches Porträt, das Schloss Hof als lebendiges Zeugnis barocker Lebenskunst zeigt.

Königliche Gärten - Schloss Schönbrunn 17:35

Königliche Gärten - Schloss Schönbrunn

Pflanzen

Das Schloss Schönbrunn in Wien zählt zu den größten und bekanntesten Barockanlagen der Welt und ist nicht nur ein imposantes Gebäude, sondern auch von ganz besonderen Gärten umgeben. Die Gärten sind ein wahres Meisterwerk der Landschaftsarchitektur und ein bedeutendes Erbe der österreichischen Geschichte. Sie spiegeln die Macht und den Glanz der Habsburger-Dynastie wider und sind bis heute ein Symbol kaiserlicher Eleganz und barocken Lebensstils. Doch hinter der grünen Pracht verbirgt sich mehr als nur ein Ort der Erholung: Die Gärten von Schönbrunn erzählen Geschichten von Machtkämpfen, Liebe und Intrigen, aber auch von der komplexen Pflege und Erhaltung eines historischen Kulturerbes.

nano 18:30

nano

Magazin

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

heute 19:00

heute

Nachrichten

Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

3sat-Wetter 19:18

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kulturzeit 19:20

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Die Toten vom Bodensee - Das zweite Gesicht 20:15

Die Toten vom Bodensee - Das zweite Gesicht

Krimireihe

Die völlig verstörte 17-jährige Lisa gibt bei der Polizei an, beim "Fasnet"-Umzug Zeugin eines Mords gewesen zu sein. Doch das von ihr beschriebene Opfer lebt. Auch der Umzug wird erst am folgenden Tag stattfinden. Oberländer und Zeiler sind ratlos. Womit haben sie es zu tun? Mit einer pubertierenden Wichtigmacherin? Doch dann wird beim Maskenumzug tatsächlich der Mann erstochen, den Lisa beschrieben hat. Die Cops stoßen bei ihren Ermittlungen auf familiäre Abgründe. Was hat Lisas Bruder mit dem Mord zu tun? Und was weiß die Geliebte der nicht ganz so trauernden Witwe? Und über all dem die Frage: Wie konnte Lisa den Mord schon vorhersehen?

kinokino 21:45

kinokino

Kinomagazin

- "Segeljungs Mit null Ahnung um die Welt" - "Der Magier im Kreml" Jude Law als Putin - "Les Misérables Die Geschichte von Jean Valjean" - "The History of Sound" Paul Mescal und die Liebe - "Alpha" Body-Horror trifft Virusangst

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch 22:25

Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch: 1939 - 1945

Geschichte

8. Mai 1945: Mit Ende des Zweiten Weltkriegs endet auch die Herrschaft der Nazis in Deutschland. Die Dokumentation erzählt von sieben Menschen auf Basis ihrer überlieferten Tagebücher. "Ich habe es von ganzem Herzen herbeigesehnt", schreibt die 20-jährige Ortrun Koerber. Die schwangere junge Nationalsozialistin Inge Thiele notiert: "Das ist das Ende des Dritten Reiches, an das wir geglaubt haben. Vielleicht geht es besser ab, als wir glauben." Willy Cohn, seine Frau Trudi und die beiden Töchter Susanne und Tamara erleben das Kriegsende nicht, sie wurden im November 1941 von den Nazis ermordet. 14 Tage zuvor hatte Cohn im Tagebuch notiert: "Wir müssen die Wohnung räumen und werden voraussichtlich verschickt werden. Gott wird uns schon helfen!" Die sieben Tagebuchschreiberschreiber repräsentieren unterschiedliche soziale Schichten, politische Lager und Konfessionen. Und sie schreiben aus der Unmittelbarkeit des Alltages heraus. Sie sind Anhänger der Nazis, Gegner, Ausgestoßene und Opfer der NS-Herrschaft. Sieben Lebenslinien, sieben Schicksale aus Deutschland: die Würzburger Schülerin Ortrun Koerber, der Wittlicher Gastwirt Matthias Mehs, der Breslauer Lehrer Willy Cohn, der Funktionär im Reichsarbeitsdienst, Egon Oelwein, die Hamburger Hausfrau Luise Solmitz, eine Gärtnerin und ein Wehrmachtssoldat. Sieben Leben im Nationalsozialismus zwischen euphorischer Gefolgschaft, Karriere, Zerrissenheit, Anpassung, Verzweiflung und Tod. Ihre Tagebucheinträge berichten von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten: von Jugend und Chancen, Sehnsucht, Ausgrenzung, drohender Deportation. Von Hunger und Liebe, vom Wegschauen, vom Schweigen, von Schuld. Sie beschreiben, wie der Krieg "nach Hause" kommt, erzählen von den Bunkernächten, dem Wunsch, "nur noch zu überleben". Es entsteht eine Erlebnisgeschichte aus der Unmittelbarkeit des Tags und der Situation der Zeit heraus. Sie alle lebten im Heute - und kannten das Morgen nicht. In ihren Lebensgeschichten spiegeln sich die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs. Die Filmemacher Eva Röger, Daniel und Jürgen Ast verweben die Lebensgeschichten zu einem Panorama der Zeit. Der Graphic Novelist Vincent Burmeister "übersetzt" die Tagebuch-Eintragungen in Szenen, gibt den Momenten des Erlebens eine emotionale Qualität. Es entstehen "Erinnerungsbilder", die ein Ausdruck der Seelenlandschaften der Protagonistinnen und Protagonisten sind.