19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:21
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:23
- Käfigkämpfe zum Geburtstag Trump wurde am 14. Juni 80 Jahre alt - Podcaster Aurel Mertz Buch "Alpha Boys" - Buch "Königreich für eine Schnecke" Gespräch Miriam Zeh - Gabriele Stötzer Ausstellung im Gropius Bau Berlin
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:16
Es gibt noch ein paar Oasen, in denen sich Kabarettfreunde an Spitzzüngigem laben können wie Dürstende an der kühlen Quelle. Eine davon heißt "Mitternachtsspitzen". Mit den Gästen Helene Bockhorst, Maxi Gstettenbauer, Christl Sittenauer, dem Musik-Comedy-Duo Ass-Dur und der Liedermacherin Dota sowie natürlich mit Gastgeber Christoph Sieber, mit Karen Dahmen, Michael Hatzius, Martin Maier-Bode und Philip Simon. Für die letzte Ausgabe vor der langen, medial vom Sport dominierten Sommerpause schickt Gastgeber Christoph Sieber noch einmal ein phantastisches Satire-Team aufs Feld. Um gemeinsam anzutreten gegen Angst, Ärger, Gram, Hoffnungslosigkeit, Langeweile, Müdigkeit, Verdruss und Verzagtheit. Ob man die Spiele der Weltmeisterschaft im Herrenfußball boykottieren sollte oder nicht, das lässt sich schließlich auch humorvoll beantworten. Wo sich die Seele der SPD finden lässt, klären die "Mitternachtsspitzen" ebenso wie die Frage, wie man das Problem mit den durch Kerosinmangel gefährdeten Urlaubsflügen lösen kann. Auch Social-Media-Abhängigkeit oder zwanghafte Selbstoptimierung oder ein Leben in Bayern lassen sich heiter betrachten. Ganz zu schweigen von der wissenschaftlich erforschten Angst einiger Vögel vor Frauen oder den messbar verringerten Füllmengen in Schokolade-Produkten. Unsere ganze derzeitige Situation verliert ihren Schrecken, wenn man sie mit Bade-Entchen erklärt. Und selbst das Dauerthema Migration erfährt eine Wendung ins Positive, wenn es Gastgeber Christoph Sieber anhand von Daten und Fakten aufbereitet
21:45
One-Woman-Show: Allein erziehen oder allein unterhalten, Lisa kann beides. Tour-Titel wie "Guter Sex ist teuer!", "Der Teufel trägt Pampers" und "Ich komm jetzt öfter!" sprechen für sich. Aber könnte Lisa Feller - extra für Bad Dürkheim - eigentlich auch Dirty Talk auf Pfälzisch? Leider nein, beichtet sie - aber dafür haben die Menschen in Bad Dürkheim sehr kreative Ideen, wie sich das anhören könnte!
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Claudia Andujar ist eine der bedeutendsten Fotografinnen weltweit. Ihr Werk umfasst über 60'000 Fotografien und zieht einen weiten historischen Bogen über drei Kontinente. Die heute 94-jährige Claudia Andujar entkam als Kind dem Holocaust. Seit den 1960er Jahren bereist die vielfach ausgezeichnete Fotografin den Amazonas. So entstand ein tiefreichender Kontakt mit dem Volk der Yanomami. Hier entstehen viele ihrer berühmtesten Fotoreihen, die voller Schönheit, Poesie und gleichzeitig ein politisches Statement sind: Sie bringen die Zerstörung des Regenwaldes, gegen die Claudia Andujar zusammen mit den Yanomami jahrzehntelang kämpft, ans Licht der Öffentlichkeit. Die Regisseurin Heidi Specogna entfaltet in ihrem Dokumentarfilm «Die Vision der Claudia Andujar» ein facettenreiches Porträt der renommierten Künstlerin. Dabei verbindet die Regisseurin retrospektive und aktuelle Einblicke in das Leben der Fotografin. So führt uns der Film erneut in den mehr als je zuvor bedrohten Regenwald, wo eine junge, selbstbewusste Generation von indigenen AktivistInnen den Kampf für ihre Rechte weiterführt. Entstanden ist ein einzigartiges, facettenreiches, eindringliches Porträt der leidenschaftlichen Fotografin, Aktivistin und Humanistin Claudia Andujar.
23:58
Ulrikes Schwester ist zugleich ihre Mutter. Winfried ist ein "Kriegsschadensfall". Die Kinder als Betroffene von Vergewaltigung ringen um Identität und gesellschaftliche Anerkennung. Die Zahl der gemeldeten Vergewaltigungen in Deutschland ist seit 2018 um 72 Prozent gestiegen. 2025 waren es 14.454. Betroffene scheuen sich, Anzeige zu erstatten, besonders wenn der Täter aus dem engsten Umfeld kommt. Daher bleiben viele Fälle im Verborgenen. "Meine Schwester ist meine Mutter". Ulrike M. Dierkes wurde 1957 geboren, weil ihr Vater seine älteste Tochter ab dem siebten Lebensjahr vergewaltigte. Mit 13 wurde das Mädchen vom Vater schwanger. "Ein Kind der Blutschande", wie es damals hieß. Ein Bluttest gleich nach der Geburt überführt den Vater, er kommt in Haft. Nach der Entlassung kehrt er in die Familie zurück, der Missbrauch geht weiter. Es folgt eine erneute Verurteilung und Gefängnis. Ulrike wird erzählt, der Vater sei im Krankenhaus. 1996 gründet sie den Verein M.E.L.I.N.A. Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e. V.. Vier Hilfesuchende im Monat wenden sich an den einzigen deutschen Verein für Inzestkinder. 2008 bekommt Ulrike M. Dierkes das Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit. "Ich bin ein Kriegsschadensfall". 13 Jahre und einen Tag ist Winfried Behlau alt, als er es erfährt. Sein Vater fällt 1942 im Krieg. 1946 wird er geboren. Fragen in der Schule, wie das sein könne, und wer sein Vater sei, kann er nicht beantworten. Die Lehrer nennen ihn daraufhin "Bastard". Als er 13 ist, bricht es aus Mutter Martha heraus: "Weißt du wie die kleinen Kinder entstehen? Damals kamen Russen, die haben mich vergewaltigt." Danach spricht seine Mutter nie wieder darüber. Winfrieds Versuche blockt sie alle ab, er gibt auf. Bis zu ihrem Tod, sie wird 102, gibt es keine Klärung für ihn, der unter jahrelangen Depressionen und Suizidgedanken leidet. Bis eine Reporterin einer Kirchenzeitung über einen Leserbrief auf seine Geschichte aufmerksam wird, hält Behlau seine Herkunft geheim. Er nimmt an einer Studie der Universität Leipzig teil, gründet den Verein Distelblüten Russenkinder und hilft heute anderen Betroffenen mit Kontakten und Informationen. Mindestens 200.000 Kinder von alliierten Soldaten und deutschen Müttern kamen nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland zur Welt. Sie entstanden oft durch Vergewaltigungen oder weil ihre Mütter Sex gegen die knappen Lebensmittel tauschen mussten. Auf der Straße und in der Schule waren sie damals nur die Russenkinder, die Amikinder, die Mongolenkinder. Das Thema ihrer Herkunft war für viele Betroffene lange ein Tabu, zu groß die Scham. Auch aus inzestuösem sexuellen Missbrauch geborene Kinder wissen oft nicht, wer ihr Vater ist. Das hat Folgen für ihr ganzes Leben.