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TV Programm für 3sat am 24.09.2026

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Kulturzeit 19:22

Kulturzeit

- Axel Springer Award für Peter Thiel Proteste gegen Ehrung in Berlin - Neue Bücher von Yuval Noah Harari Vorstellung zweier Werke in Köln - Kölner Bühnen wiedereröffnet Im Gespräch: Hein Mulders, Intendant - Kölner Oper und Schauspielhaus Einblick in die sanierten Bühnen - Film: "Das geträumte Abenteuer" Reise in bulgarisches Grenzgebiet - Erweiterung Fondation Beyeler Riehen Drei neue Bauten von Peter Zumthor

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ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Wundermittel Cortison: Neue Forschung - Weniger Nebenwirkungen 20:16

Wundermittel Cortison: Neue Forschung - Weniger Nebenwirkungen

Wissenschaft

Cortison ist eins der stärksten entzündungshemmenden Medikamente, hat aber Nebenwirkungen. Forschende entschlüsseln den Wirkmechanismus, um neue Therapien zu entwickeln. Die Nebenwirkungen können gravierend sein: Bluthochdruck, Osteoporose und das berüchtigte Vollmondgesicht. Sogar Psychosen können auftreten. Doch bislang sind Glukokortikoide unverzichtbar. Wie weit ist die Suche nach neuen, verträglicheren Medikamenten? Ob bei Allergien, Asthma oder chronischen Darmentzündungen - für viele Betroffene gehört die Therapie mit Cortison zum Alltag. Es unterdrückt das Immunsystem und stoppt Entzündungen enorm schnell. In der Notfallmedizin rettet es Leben. Cortison wirkt, indem es im Körper dieselben Signalwege nutzt wie das körpereigene Hormon Cortisol. Auch für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen ist seit über 80 Jahren im Akutfall Cortison das erste Mittel der Wahl - jedoch nicht als Dauertherapie. Nicht nur auf Social Media wird nun immer häufiger vor Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der dauerhaften Einnahme gewarnt. Die Psychologin Katja Wingenfeld von der Charité Berlin ordnet den Trend zum "Cortisol-Detox" wissenschaftlich ein und erklärt, warum das Hormon Cortisol für den Körper lebenswichtig ist. Generell überdenken Medizinerinnen und Mediziner den Einsatz von Cortison, überarbeiten Behandlungsleitlinien, setzen auf niedrigere Dosierungen - und konsequentes Ausschleichen der Therapie. Am Helmholtz Zentrum München erforscht die Molekularbiologin Henriette Uhlenhaut gemeinsam mit ihrem Team, wie Cortison auf den sogenannten Glukokortikoid-Rezeptor wirkt und so Entzündungen steuert. Diese Erkenntnisse könnten die Entwicklung neuer Medikamente grundlegend verändern. Aber was macht die Suche nach Alternativen mit viel Wirkung, aber wenigen Nebenwirkungen so schwer? Und wie könnten neue Medikamente aussehen? Um 20.15 Uhr beleuchtet die "NANO Doku" relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel im "NANO Talk" mit ihren Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.

Dopamin - Macht im Gehirn 21:00

Dopamin - Macht im Gehirn

Diskussion

Lange galt Dopamin als simples Glückshormon. Alena Buyx zeigt in ihrer Sendung, dass der Botenstoff viel mehr kann: Er wirkt als hochpräziser Steuermechanismus im Gehirn. Statt uns einfach nur glücklich zu machen, bestimmt Dopamin, wie wir lernen, Entscheidungen treffen und die Welt interpretieren. Es prägt Erwartungen und Vorhersagefehler - also die Diskrepanz zwischen dem, was wir erwarten, und dem, was tatsächlich eintritt. Genau diese Signale formen unsere Wahrnehmung, Motivation und letztlich unser Verhalten. Dabei wirkt Dopamin nicht diffus im ganzen Gehirn, sondern punktgenau in lokalen Netzwerken - wie ein präziser Laser. Dopamin steuert sowohl Annäherung als auch Vermeidung, je nach Kontext. So beeinflusst es Emotionen, soziale Entscheidungen und komplexe Lernprozesse. Dopamin ist damit mächtiger als bislang angenommen. Besonders deutlich wird die Bedeutung von Dopamin in der Medizin. In der Parkinson-Forschung zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Dopamin gilt nicht mehr nur als "Antrieb" für Bewegung, sondern als grundlegende Voraussetzung dafür, dass Bewegung überhaupt möglich ist. Denn wenn Dopamin in den fein abgestimmten neuronalen Systemen fehlreguliert ist, führt dies neben Parkinson auch zu psychischen Erkrankungen wie Depression, Angststörungen, Sucht oder Schizophrenie. Die Medizin hat heute ein tieferes Verständnis des Botenstoffs und kann daraus innovative Therapien ableiten, die erstaunliche Ergebnisse versprechen. Aber auch in der Populärmedizin ist der Botenstoff im Trend: Beim "Dopamin Detox" wird bewusst auf schnelle Reize wie Smartphones, Soziale Medien und ungesundes Essen verzichtet. Wissenschaftlich gesehen wird das Gehirn dabei nicht chemisch "entgiftet", vielmehr werden neue Verhaltensweisen trainiert. Das Ziel: verbesserte Impulskontrolle und Konzentration. Damit wird klar: Dopamin ist kein Randphänomen des Wohlbefindens, sondern ein zentraler Baustein menschlicher Denk- und Verhaltensprozesse. Wer seine Funktionsweise versteht, bekommt tiefe Einblicke in die Mechanik des Gehirns - und neue Ansätze, um einige der größten neurologischen und psychischen Erkrankungen unserer Zeit zu behandeln. Alena Buyx geht gemeinsam mit ihren Gästen der Frage nach, wie Dopamin als unterschätzte Macht im Gehirn unser Leben bestimmt. Gästevorstellung: Falk Kiefer leitet als Ärztlicher Direktor die Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Er ist Professor für Suchtforschung an der Universität Heidelberg und zählt zu den führenden deutschen Experten auf dem Gebiet der Suchtmedizin. Seine Forschung konzentriert sich auf die neurobiologischen Grundlagen von Suchterkrankungen, die Entwicklung innovativer psychotherapeutischer und pharmakologischer Behandlungsansätze sowie die Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren. Martin Korte ist Neurobiologe und Professor für Zelluläre Neurobiologie an der Technischen Universität Braunschweig, wo er zugleich das Zoologische Institut leitet. Darüber hinaus leitet er eine Forschungsgruppe zu Neuroinflammation und Neurodegeneration am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den zellulären Grundlagen von Lernen und Gedächtnis, synaptischer Plastizität sowie neurodegenerativen Erkrankungen. Als Autor und Wissenschaftsvermittler macht er neurobiologische Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Brit Mollenhauer ist Neurologin und eine international renommierte Parkinson-Forscherin. Sie ist Ärztliche Direktorin und Chefärztin für Bewegungsstörungen an der Paracelsus Elena Klinik in Kassel sowie Associate Professor an der Universitätsmedizin Göttingen. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Validierung von Biomarkern zur Früherkennung, Differenzialdiagnose und Verlaufskontrolle der Parkinson-Erkrankung. Darüber hinaus hat sie mehrere wegweisende Langzeit- und Beobachtungsstudien initiiert und engagiert sich in internationalen Forschungsnetzwerken zur Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

auslandsjournal extra 22:29

auslandsjournal extra

Auslandsreportage

"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.

Die Brexit-Erben: Uns reicht's! 22:58

Die Brexit-Erben: Uns reicht's!

Gesellschaft und Politik

Sie durften ihre Zukunft nicht wählen: Vor zehn Jahren waren Alisha, Dylan, Samuel und Ceira noch zu jung, um beim Brexit-Referendum in Großbritannien abzustimmen. Heute, als junge Erwachsene, müssen sie die Folgen tragen. Bezahlbarer Wohnraum, gute Jobs? Fehlanzeige. Europa-Tournee für Alisha und ihre Band? Bürokratie und Zölle fressen den Gewinn auf. Dylan kann es sich nicht leisten, zu Hause auszuziehen. Allen reicht's. Sie wollen ihre Zukunft jetzt selbst in die Hand nehmen. Doch wo liegt die? Wieder in der EU? Oder doch abgeschottet, Seite an Seite mit Trumps USA?

WeltWeit: 9/11 - Terror mit weltweiten Folgen 23:42

WeltWeit: 9/11 - Terror mit weltweiten Folgen

Auslandsreportage

25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 blickt "WeltWeit" auf ein Ereignis zurück, das die USA erschütterte und Politik, Gesellschaft und Sicherheit weltweit veränderte. Die "WeltWeit"-Reporterinnen und Reporter schauen sich an, wie sehr die Anschläge und ihre Folgen die Welt verändert haben. Barbara Wolschek reist nach New York und Washington, spricht mit Hinterbliebenen und einem Mitgestalter des umstrittenen Patriot Act. Sie fragt, wie stark die USA bis heute von den Folgen von 9/11 geprägt sind. Karim El-Gawhary kehrt in den Irak zurück, dessen Geschichte seit der US-Invasion 2003 eng mit den Folgen der Bush-Doktrin verknüpft ist. Er trifft Menschen, die bis heute unter den Auswirkungen von Krieg und Gewalt leiden. Benedict Feichtner besucht Molenbeek in Brüssel, einst als Zentrum der europäischen Dschihadisten-Szene bekannt. Dort spricht er mit einem ehemaligen Extremisten und mit Menschen, die sich dafür einsetzen, Radikalisierung zu verhindern und Jugendlichen neue Perspektiven zu eröffnen.