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TV Programm für 3sat am 27.10.2026

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nano 18:30

nano

Magazin

- Europas Kampf um Rohstoffe Seltene Erden und kritische Rohstoffe sind Schlüsselressourcen für Energiewende, Digitalisierung und Verteidigung. Der Markt wird bislang von China dominiert, wodurch Europa in eine starke Abhängigkeit geraten ist. Mit dem "Critical Raw Materials Act" will die EU gegensteuern. Ob der Weg zu mehr Unabhängigkeit gelingt, bleibt jedoch offen. - Biodiversität sichert unser Überleben Jede achte Art ist vom Aussterben bedroht. Warum das Verschwinden einzelner Arten zum Kollaps ganzer Ökosysteme führen kann, zeigt die Suche von Ingolf Baur nach einem der letzten zehn Brutpaare des eurasischen Graukranichs in Armenien. - Problematische Tierzucht Die Idee, ausgestorbene Tiere zurückzubringen, fasziniert seit Jahrzehnten. Bereits in den 1920er-Jahren versuchten Forscher, den Auerochsen durch Nachzüchtungen wieder entstehen zu lassen. Daraus gingen die sogenannten Heck-Rinder hervor, von denen heute rund 3.000 Tiere existieren. Über Sinn, Nutzen und historische Hintergründe dieser Zucht wird bis heute kontrovers diskutiert.

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Nachrichten

- Richtungswahl in Israel Enges Rennen um Mehrheit erwartet - EU-Kommission will Frontex stärken Kapazitäten für Abschiebungen geplant - Ballon d'Or für Harry Kane Bundesligaspieler gewinnt Wahl

3sat-Wetter 19:19

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kulturzeit 19:21

Kulturzeit

- "Im Schatten der Drohnen" Alexander Gertz schreibt an gegen die Normalität eines Krieges, der langsam aus den Schlagzeilen verschwindet. An der Front in der Ukraine erlebt er als Sanitäter Unvorstellbares, auch weil neue Technologien den Krieg beherrschen. Um nicht zu vergessen, beginnt er ein Kriegstagebuch. - "Manifest der Menschlichkeit" Gespräch mit dem russischen Schriftsteller Michail Schischkin, der mit seinem ukrainischen Freund Gennadiy Druzenko das ukrainisch-russische "Manifest der Menschlichkeit" schreibt. - Nina Zimmer verlässt Kunsthaus Bern Kunsthistorikerin Nina Zimmer verlässt das Kunsthaus Bern. Sie hat in Sachen Umgang mit NS-Raubkunst neue Standards gesetzt, Kunst zugänglicher vermittelt als andere und für die Schweizer Museumswelt eine Art Vorbildfunktion für Frauen eingenommen. Sie übernimmt nun das Belvedere in Wien. - Viennale 2026 Das Festival macht Wien erneut zum Treffpunkt des internationalen Autorenkinos. Mit Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilmen setzt es aktuelle cineastische Akzente. Bis 3. November. - "Jeff Bridges' analoges Abenteuer" Die Doku erzählt die Geschichte der Wiedergeburt der legendären japanischen Panoramakamera "Widelux" und beleuchtet die besondere Rolle, die Schauspieler Jeff Bridges dabei spielt.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Vienna Blood 20:15

Vienna Blood: Die letzte Séance

Krimireihe

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Freudianer Dr. Max Liebermann und Inspector Oskar Rheinhardt ergänzen sich auf kongeniale Art. Der Tod der Wahrsagerin Charlotte Löwenstein gibt Rätsel auf. Es finden sich keine Spuren von Gewalt, ein Abschiedsbrief deutet auf Selbstmord hin. Rheinhardt glaubt weder dieser Theorie, noch daran, dass übersinnliche Kräfte im Spiel sind. Er bittet den jungen Arzt und Psychoanalytiker Dr. Max Liebermann, diesen mysteriösen Fall mit ihm aufzuklären. Der ist bekannt für seinen kühlen Verstand und für seine unkonventionellen Methoden. Madame Löwenstein hatte sich einen Zirkel von Menschen aufgebaut, die in ihr ein Medium sahen, um mit den Toten Zwiesprache zu halten. Doch jetzt liegt sie erschossen auf ihrer Couch, neben ihr ein Abschiedsbrief. Rheinhardt glaubt nicht an Selbstmord: Der Raum, in dem die junge Frau starb, war von innen verschlossen, und das Loch in ihrer Brust stammt zweifellos von einem Schuss, aber nirgendwo gibt es eine Waffe. Und wie der Gerichtsmediziner zweifelsfrei feststellt, finden sich im Leib der Toten weder ein Austrittsloch für eine Kugel noch das Projektil selbst. Max Liebermann kombiniert messerscharf. Durch seine Fähigkeiten als Psychoanalytiker und durch Gespräche mit der Näherin des Opfers wird ihm schnell klar: Das Opfer muss schwanger gewesen sein. Und der Mörder aus dem Umfeld der jungen Frau muss davon gewusst haben. Der Arzt und der Kriminalist rücken den Gästen einer von Madame Löwenstein kurz vor ihrem Tod veranstalteten Séance immer näher auf den Pelz. Sie sehen sich einer dubiosen Ansammlung exzentrischer Charaktere gegenüber, und so intensiv sie auch ermitteln, verhindern können sie nicht, dass es weitere Opfer unter ihnen geben wird. Redaktionshinweis: 3sat zeigt zwei weitere Folgen von "Vienna Blood" an den kommenden Dienstagen jeweils um 20.15 Uhr.

Pop Secrets Stories: Der Bruce Springsteen Film - Das Erfolgsrezept hinter den Musik-Biopics 21:51

Pop Secrets Stories: Der Bruce Springsteen Film - Das Erfolgsrezept hinter den Musik-Biopics

Magazin

Biopics sind das Kino-Genre der Stunde. Doch warum spielen ausgerechnet die angesagtesten Hollywoodstars plötzlich Bob Dylan, Bruce Springsteen oder die Beatles? Timothée Chalamet als Bob Dylan, Jeremy Allen White als Bruce Springsteen und bald Paul Mescal und Harris Dickinson als Beatles-Legenden. Sie sehen ihren Vorbildern oft kaum ähnlich und singen nicht einmal selbst. Warum also dieser Trend? Diese Folge von "Pop Secret Stories" geht der Frage nach, weshalb Hollywood für Musikikonen vor allem die größten Stars der Gegenwart besetzt und was das über das Geschäft mit Bio-Pics verrät.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Die wundersame Rettung einer Tora 22:29

Die wundersame Rettung einer Tora: Jüdisches Leben in Amberg und Sulzbach-Rosenberg

Dokumentation

Es war purer Zufall, als 2013 Rabbiner Elias Dray die Torarolle in seiner Amberger Synagoge fand: Sie ist die älteste erhaltene Torarolle Süddeutschlands. Geschrieben wurde sie im Jahr 1792 in Sulzbach-Rosenberg, das zur damaligen Zeit europaweit einer der bedeutendsten Orte für die Fertigung von jüdischer Literatur und Gebetstexten war. Zwei große Unglücke hat die ehrwürdige Torarolle im Laufe der Jahrhunderte überlebt: 1822 den Stadtbrand in Sulzbach, bei dem mehr als ein Drittel der gesamten Stadt niederbrannte, und die Novemberpogrome am 9. November 1938. Ausgerechnet der Hinweis eines NSDAP-Mitglieds rettete sie vor den Flammen. Dennoch hatten die Jahrhunderte natürlich ihren Tribut gefordert. Einige der Pergamentseiten waren beschädigt und die Schrift teilweise verblasst. Die Tora durfte daher nicht mehr für den Gottesdienst verwendet werden. Doch anstatt sie wie üblich rituell zu bestatten, entschloss sich Rabbiner Dray, die Tora restaurieren zu lassen. Die Kosten übernahm die Bundesregierung. Die Torarolle trat daraufhin ihre Reise nach Israel an, denn nur speziell ausgebildete Schreiber dürfen eine Tora restaurieren. Auf ihrem Weg zurück nach Deutschland und in die Oberpfälzer Heimat machte die Tora noch eine ehrenvolle Zwischenstation in Berlin. Am 27. Januar 2021, dem Holocaustgedenktag, fand im Bundestag eine feierliche Zeremonie statt, bevor sie wieder nach Amberg zurückkehrte. Der Film "Die wundersame Rettung einer Tora" erzählt die spannende Geschichte dieser alten Torarolle und die der jüdischen Gemeinden in Sulzbach-Rosenberg und Amberg. Heutige Gemeindemitglieder verschiedener Generationen sowie der Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg, der die ehemalige Synagoge mit großem Engagement wiederherstellen ließ, werden porträtiert. Der Film legt die Grundlagen religiösen Judentums sowie Gebote und Bräuche dar und zeigt die Vorzüge des Gemeindelebens in einer Kleinstadt, wie wichtig der interreligiöse Dialog ist und wie sich die Erinnerung an die jüdische Vergangenheit wachhalten lässt.

Die Vertreibung der Juden aus Prag 23:12

Die Vertreibung der Juden aus Prag: Maria Theresias dunkle Seite

Dokumentarfilm

Wien, 18. Dezember 1744. Kurz vor Weihnachten. Im Zentrum der Macht des Habsburgerreichs beginnt ein unheilvolles Drama mit Auswirkungen auf ganz Europa. Die blutjunge Herrscherin Maria Theresia befiehlt die Vertreibung der Juden aus Prag. Angeblich haben sie sich im Österreichischen Erbfolgekrieg illoyal verhalten. Nun werden sie zu Sündenböcken. Die Dokumentation "Die Vertreibung der Juden aus Prag" von Monika Czernin fragt, wie sich der Judenhass der zur "Mutter ihrer Völker" hochstilisierten Habsburgerin erklären lässt, die in den Juden "die ärgste Pest" vermutet. Was treibt die angeblich so aufgeklärte Monarchin zu diesem mittelalterlichen Akt gegen die größte und wichtigste jüdische Gemeinde Europas? Ist es der Einfluss ihres jesuitischen Beichtvaters oder die Familientradition? Ihr Großvater Leopold I. ließ 1670 alle Juden aus Wien vertreiben. Nach Jahrhunderten der antijüdischen Verfolgung im christlichen Europa ist Maria Theresias Befehl der letzte von einer Herrscherin oder einem Herrscher verordnete Terrorakt gegen Juden im Alten Europa vor dem Holocaust. Es ist der politische Amoklauf einer absolutistisch regierenden Monarchin, die in diesem Fall beratungsresistent ist und tiefes Leid über Menschen in ihrer Machtsphäre bringt. "Das ist Maria Theresias dunkle Seite", so Historikerin und Maria-Theresia-Biografin Barbara Stollberg-Rilinger, "in der populären Geschichtsvermittlung ist das bisher nicht vorgekommen." Prag 22. Dezember 1744. Der Befehl der Monarchin ist eingetroffen. Er gibt der jüdischen Gemeinde von Prag einige Wochen Zeit. Ein Countdown beginnt, denn die Juden Prags haben eine europaweite Kampagne gestartet, um die Monarchin zum Einlenken zu bringen. Zwei Hofjuden - Männer aus jüdischen Familien, die die Herrscher und Herrscherinnen damals mit Kapital und Luxusgütern versorgten - werden zu prominenten Anführern: Wolf Wertheimer in Augsburg und Diego d'Aguilar in Wien. Schreiben über Schreiben treffen in der Wiener Hofburg ein, die Gesandten Englands und Hollands antichambrieren bei Maria Theresia, sogar der Papst bittet um Menschlichkeit. Es ist die erste diplomatische Großaktion der Juden als Volk vor der Staatsgründung. Doch was wird Maria Theresia tun? Wird sie einlenken? Die Habsburgerin bleibt hart, und so beginnt im März 1745 ein Exodus von 10.000 Menschen - bei Eiseskälte und mitten im Winter. Historiker Michael Silber von der Hebrew University: "Die Winter im 18. Jahrhundert waren extrem hart. In vielen Fällen mussten die Juden ihr Eigentum verkaufen, sie wussten ja nicht, dass sie in drei Jahren zurückkommen würden. Vieles verkauften sie daher unter Preis. Es erinnert wirklich an die 1930er Jahre, als die Juden Deutschland verließen." Nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus Prag bricht die Wirtschaft des wichtigsten Habsburgischen Kronlandes Böhmen zusammen, die Auswirkungen sind bis ins Heilige Römische Reich zu spüren. "Das war ja nicht irgendeine Gemeinde. Prag war die jüdische Gemeinde in Europa, die größte, die wichtigste und die bedeutendste", sagt Historikerin Rotraud Ries. 1748 wird Maria Theresia deshalb ihren verhängnisvollen Befehl zurücknehmen, und die jüdischen Familien werden - allerdings gegen eine hohe Toleranzsteuer - nach Prag zurückkehren. "Um Europa besser zu verstehen, muss man diese Geschichte kennen", sagt die Regisseurin Monika Czernin über die Bedeutung des Themas. "Dieser jahrhundertealte Antijudaismus des Christentums ist eindeutig ein Nährboden für den Faschismus, den Nationalsozialismus, für den Antisemitismus und den Judenhass", zieht der Judaist und Berater Papst Franziskus im christlich-jüdischen Dialog ein nachdenklich stimmendes Fazit. Der Film erzählt die letzte große Vertreibung der Juden im alten Europa vor dem Holocaust als ein Drama, das angesichts des wiedererstarkten Antisemitismus hoch aktuell ist.

Russlands Zukunft - Leben in der Ungewissheit 23:57

Russlands Zukunft - Leben in der Ungewissheit

Auslandsreportage

Der Westen will die russische Elite durch Sanktionen spalten. Sie soll Präsident Putin vom Kriegskurs abbringen. Dieser Plan geht bisher nicht auf. Reporter Christof Franzen trifft Menschen, die sich den neuen Lebensumständen anpassen. Politischen Widerstand leisten sie nicht. Wie geht es weiter mit Russland? Diese Frage treibt die Welt um. Die Antwort darauf: schwierig. Zuviel hängt von den schwer vorhersehbaren Entscheidungen des Präsidenten Wladimir Putin ab. Reporter Christof Franzen ist in verschiedene Regionen Russlands gereist. Er hat Menschen gefragt, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Die Bandbreite der Emotionen ist groß: Während die einen den imperialen Kurs des Präsidenten feiern, packen andere im Stillen ihre Koffer. Und die Mehrheit? Sie arrangiert sich mit einer immer düstereren Realität. Redaktionshinweis: Die beiden weiteren Folgen von "Russlands Zukunft - Leben in der Ungewissheit" zeigt 3sat an den kommenden Dienstagen im Nachtprogramm.