19:00
- Wird das Verbrenner-Aus aufgeweicht? Deutschland und Frankreich sind einig - EU-Gipfel: Ukraine braucht mehr Geld Rund 65 Milliarden Euro allein 2027 - Wald- und Buschbrände in Indonesien Gifter Rauch erreicht Nachbarländer
19:22
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:24
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Der zweiteilige Fernsehfilm erzählt vom Überlebenskampf einer regimekritischen und teils jüdischen Hoteliersfamilie in Bonn über drei Generationen nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Das historische TV-Epos wirft einen ungewöhnlichen Blick auf die "Wilden Neunzehnzwanziger" jenseits von Berlin und thematisiert die damaligen Konflikte um Demokratie, Freiheit und Frauenbilder. "Wir Jungen müssen uns die Welt zurückholen" - daran glaubt Emil Dreesen nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg. Traumata aus den Schützengräben und eine schwere Schuld möchte er hinter sich lassen. Anders als sein nationalistischer Vater Fritz, der sich gegen die französischen Besatzer in seinem Rheinhotel Dreesen auflehnt, will sich der Hotelierssohn Emil mit den Franzosen arrangieren und aussöhnen. Für den Juniorchef geht der Blick nach vorn. Um neue Gäste zu gewinnen, setzt der 21-Jährige mit Unterstützung seiner jüngeren Schwester Ulla auf Kultur und Unterhaltung. Rückendeckung bekommt er von seiner lebensfreudigen Großmutter Adelheid als Hotelbesitzerin. Verlassen kann sich Emil auch auf seinen Freund Robert aus Kriegstagen. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das ihnen jederzeit zum Verhängnis werden kann. Als ein ehemaliger Frontkamerad auftaucht, um Emil zu erpressen, bekommt dieser unerwartete Unterstützung von dem Zimmermädchen Elsa. Die überzeugte Kommunistin, die für die Rechte der weiblichen Bediensteten streitet, ist jedoch seinen Eltern ein Dorn im Auge.
21:45
Das Filmteam erkundet mit Roller, Boot und Taxi den Süden Thailands. Das Abenteuer beginnt während des thailändischen Neujahrsfests Songkran, der größten Wasserschlacht der Welt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Nach einem illegalen Deal mit tödlichem Ausgang bei seiner letzten Schicht muss ein Mailänder Polizist cool bleiben. - Fesselnder Cop-Thriller mit toller Atmosphäre. Italiens Star Pierfrancesco Favino ("Illuminati", "Suburra") brilliert in einem aufregenden Polizeithriller im Neo-Noir-Look, der auf moderne Weise die Tradition des europäischen Polizeifilms aufnimmt. Regisseur Andrea Di Stefano sorgt für Hochspannung. Nach 35 Dienstjahren als schlecht bezahlter Polizist bei der Mailänder Kriminalpolizei steht Franco Amore unmittelbar vor dem Ruhestand. Seine Frau Viviana hat schon die Überraschungsparty am Abend des letzten Arbeitstags gestartet. Doch diese letzte Nacht wird völlig anders ablaufen als geplant. Als Franco auf der Party erscheint, ist schon alles schiefgelaufen, was nur schieflaufen kann. Denn um die Ansprüche seiner Frau einigermaßen erfüllen zu können, hat sich Franco schon einige Zeit zuvor auf dubiose Deals mit Cosimo eingelassen, einem halbseidenen Verwandten Vivianas: Mit der Autorität des Polizisten flankiert er dessen illegale Geschäfte. Durch Cosimo geriet er auch an einen chinesischen Paten, der unter anderem Geschäfte mit geschmuggelten Diamanten macht. Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag muss er - zusammen mit seinem Kollegen Dino - zwei Kuriere transportieren. Doch Cosimo spielt auf eigene Rechnung und sabotiert den Transport mit weiteren korrupten Polizisten. Am Ende fallen drei Beamte und zwei Kuriere der Aktion zum Opfer. Nur Franco kann entkommen und die Diamanten verstecken. Auf der Abschlussparty spielt er den Ahnungslosen. Doch als sein Chef ihn zum Tatort zitiert, beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel. Während Franco versucht, jeden Verdacht von sich abzulenken und sich dabei nicht in Widersprüchen zu verzetteln, begibt sich seine Frau am Tatort auf die Suche nach den Diamanten. Denn sollte Franco überführt werden und ins Gefängnis kommen, wäre auch seine gesamte Rente verloren. Doch auch die Chinesen haben die Diamanten noch nicht aufgegeben und sind in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Nach einer spektakulären Einstiegssequenz - einem Flug über die nächtliche Mailänder Innenstadt, begleitet von einem pulsierend-atemlosen Sound - beginnt der Film mit einer Überraschungsparty, bei der unter der Oberfläche nichts so ist, wie es scheint. Erst nach und nach, mit einer geschickt verschachtelten Erzählstruktur, deckt Regisseur und Drehbuchautor Andrea Di Stefano ("Escobar - Paradise Lost", "The Informer") in seinem Polizeithriller die wahren Hintergründe der Ereignisse auf. In eindringlichen Nachtbildern, die Kameramann Guido Michelotti in Schatten und Lichteffekte taucht, führt Andrea Di Stefano durch Mailands düstere Straßen und verkehrsreiche Tunnel. Dabei knüpft er geschickt an die europäische Tradition des Polizei- und Kriminalfilms an, die besonders in Italien mit dem gesellschaftskritischen Untergenre des Poliziottesco in den 1970er-Jahren verbreitet war und unter der Regie von Enzo Castellari ("Tote Zeugen singen nicht") und Stefano Vanzina ("Das Syndikat") einheimische Stars wie Fabio Testi und Franco Nero hervorbrachte. Unumstrittener Star in "Die letzte Nacht in Mailand" - der doppeldeutige Originaltitel lautet "L'ultima notte di Amore" - ist Pierfrancesco Favino. Der 1969 in Rom geborene Schauspieler wurde Anfang der 2000er-Jahre mit einigen Bibelverfilmungen bekannt, später gelang ihm der Sprung nach Hollywood, wo er in Filmen wie "Nachts im Museum", "Die Chroniken von Narnia", "Illuminati" und "World War Z" auftrat. Einen Polizisten am Rand der Legalität verkörperte er bereits in Stefano Sollimas "A.C.A.B. - All Cops Are Bastards". Ebenfalls unter der Regie von Sollima spielte Favino die Hauptrolle als politischer Handlanger der Mafia in dem Neo-Noir-Thriller "Suburra" sowie in dem düsteren Kriminalfilm "Adagio", der 2023 in Venedig Premiere hatte. Auch in "Nostalgia" und als U-Boot-Kapitän in "Commandante" beeindruckte Favino zuletzt mit seiner starken physischen Präsenz, die aber zumeist auch eine tragische, verletzbar-emotionale Seite hat.