04:35
Die Nationalsozialisten duldete keine Gegenstimmen. Wer als Gegner des Regimes galt, wurde verfolgt, in Konzentrationslagern festgehalten oder gar ermordet. Schon vor der offiziellen Machtergreifung der Nationalsozialisten in Österreich führten diese Listen über politisch oppositionell gesinnte Personen. Wenige Wochen nach dem "Anschluss" Österreichs an Deutschland verließ abends ein Zug den Wiener Westbahnhof. Im Zug waren Politiker aus der Zeit der Ersten Republik und des Austrofaschismus. Sozialisten, Kommunisten, Monarchisten und andere Gegner des Nationalsozialismus wurden gemeinsam in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Nach dem Krieg wird diese Deportation unter dem Namen "Prominententransport" bekannt, weil unter den Abtransportierten bekannte Persönlichkeiten wie Leopold Figl, Franz Olah und Alfons Gorbach waren. Die Erlebnisse im Konzentrationslager prägen die Überlebenden über die Zeit der Verfolgung hinaus. Viele von ihnen bekleiden in der Zweiten Republik wichtige politische Ämter. Das geteilte Erlebnis der Verfolgung durch die Faschisten bestärkt die Politiker darin, über Gesinnungsgrenzen hinaus für ein friedliches Österreich der Kooperation einzustehen.
05:25
Der Lago Maggiore - seit ein paar Jahren haben Touristen den oberitalienischen See wieder als Ziel entdeckt. Im Hinterland liegt ganz andere Welt: das Val Grande. Das Tal mit seinem gleichnamigen Nationalpark wurde von Menschen vor Jahrzehnten verlassen, Wald und Wildnis haben sich dort ungehindert ausbreiten können. Der Naturfotograf Dino Perrotta ist in beiden Welten zuhause. Sein Heimatort liegt am Westufer des Lago Maggiore. Hier treffen mediterrane Atmosphäre und alpine Bergwelt, Campari Soda und Wildnis aufeinander. Im verlassenen Bergland des Val Grande ist für ihn ein reizvoller Kontrast zur touristischen Geselligkeit am Seeufer. Mit dieser Vorliebe ist Perrotta nicht allein. Der Deutsche Rolf Platen, der seit mehr als 20 Jahren ein kleines Urlaubsdomizil über dem See besitzt, entdeckte das Val Grande als begeisterter Bergwanderer für sich. Beide Männer haben sogar ein Buch über ihre Liebe zu dem Bergland geschrieben. Während sich Rolf mehr mit seiner Geschichte und Bergtouren befasst, beschreibt Dino in einem Fotoband seine Liebe zu den wilden Tieren, die im Val Grande leben. Wenn es ihm gelingt, so nah an das Wild zu gelangen, dass es seine Anwesenheit zwar bemerkt, ihn aber nicht als Feind auf zwei Beinen sieht, befällt ihn ein unwahrscheinliches Glücksgefühl. Mit beindruckenden Flugaufnahmen zeigt der Film, wie nah die Wildnis des Val Grande an das Westufer des Lago Maggiore reicht - zwei Welten, verbunden durch Dino Perrotta und Rolf Platen.
06:05
"Erlebnisreisen" sind die Zusammenfassung von Magazinbeiträgen oder kürzere exklusive Reportagen. Die Attraktivität der dargestellten Reiseziele steht im Vordergrund. Es werden praktische Tipps und konkrete Anregungen gegeben. Die Routen und Ziele sind nachvollziehbar beschrieben. Diesmal gibt es Tipps für eine Reise in den ruhigen Norden der kanarischen Insel Gran Canaria.
06:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
07:00
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
09:45
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
10:15
Der Vierwaldstättersee ist der facettenreichste und symbolträchtigste See der Schweiz. Seine sieben Arme greifen weit ins Land hinein. Zusammen mit einer einzigartigen Moor- und Karstlandschaft gibt es eine Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume zu entdecken. Die imposante Landschaft beeindruckt durch ihre Schönheit, birgt jedoch auch Herausforderungen. Ein Geologe klettert mehrmals pro Woche zu Messstellen im Felsen, um das Risiko von Erdrutschen, Gerölllawinen oder Felsstürzen zu minimieren. Einer der außergewöhnlichsten Köche der Schweiz - der "Hexer" - bezieht seine Produkte direkt aus der Natur. Die letzte noch verbliebene Berufsfischerin am Vierwaldstättersee leitet zusammen mit ihrem Vater den Familientrieb und muss sich wechselhaften Wetter und den Folgen des Klimawandels stellen. Die Dokumentation zeigt die einzigartige Landschaft der Zentralschweiz und erzählt dabei vom besonderen Verhältnis der dort beheimateten Menschen zum Vierwaldstättersee.
11:45
Alex Saltaren Castro hat kein Geld in der Tasche, als er aus Kolumbien in den Rheingau kommt. Aber seinen Traum hat er fest im Blick: einmal den eigenen Riesling produzieren. Der Weg zum eigenen Wein ist nicht immer einfach. Doch aufgeben ist keine Option. Unterstützt wird er von Winzerkollegen, Freunden und Familie.
12:15
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:45
Das Magazin für Bergsteiger vom BR Fernsehen. Eine Bergsendung, die mit dem "Erlebnis Berg" nicht nur den Spezialisten, sondern ein breites Spektrum an Bergfreunden erreicht.
13:15
"Friesische Karibik" nennen die Insel-bewohner ihre Heimat Föhr. Und Karibikfeeling erlebt auch der Fernsehmoderator Daniel Aßmann beim Sonnenuntergang zu Reggae-Klängen direkt am Meer. Die langen Sandstrände im Süden der zweitgrößten deutschen Nordseeinsel begeistern nicht nur Badefreunde, Kiter und andere Wassersportler: Für Familien mit Kindern gehört zum Beispiel eine Wattwanderung und eine Bootsfahrt zu den Seehundbänken zu gelungenen Ferien. Dagegen steuern Kunstbegeisterte das "Museum Kunst der Westküste" in Alkersum an. Und Natur- und Vogelfreunde schätzen das ruhige Marschland im Norden, das zum "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" gehört. Zeichen der langen Walfangtradition findet Daniel Aßmann währenddessen auf "sprechende Grabsteinen", im Friesenmuseum und in den reetgedeckten Kapitänshäusern im Dörfchen Nieblum. Die prunkvollen Jugendstilvillen im Seebad Wyk erinnern an die Zeit, als Christian VIII. von Dänemark Mitte des 19. Jahrhunderts mit seinem Hofstaat den Sommer dort verbrachte.
14:00
Mit einem ungewöhnlichen Wasserfahrzeug geht es auf die Reise: die Elbe hinab und über das Wattenmeer zum Jadebusen nach Wilhelmshaven, dann weiter hinein in die norddeutschen Flusslandschaften. Dazu braucht man ein Boot, das durch flaches Wasser kommt: ein historisches Plattbodenschiff, breit und behäbig. Mit dem Boot über Flüsse und Kanäle, kreuz und quer durch Niedersachsen und Bremen, lässt sich eine Welt voller Wunder entdecken. Als Entdecker am Ruder: Willem und Gerrit Ruempler, Vater und Sohn. Ideal für die romantische Fahrt auf dem schmalen Ems-Jade-Kanal, die quer durch Ostfriesland, das Alte Land der freien Friesen und mächtigen Häuptlinge führt. Von Torfbauern und Fehnschiffern urbar gemacht, liegt es oft unterhalb des Meeresspiegels. Ohne Entwässerungskanäle, Pumpen und Wasserschöpfmühlen wie die im Wynhamster Kolk würden viele Ostfriesen nasse Füße kriegen. In Emden gilt es, das Teegeheimnis der Ostfriesen zu lüften. Von dort führt die Reise über Ems und Leda hinein ins Fehngebiet, zum Elisabethfehnkanal. Eine ebenso spannende wie mühsame Etappe, wenn die Tide gegenan läuft. Nur einen Steinwurf entfernt lebt im Saterland eine alte Sprache wieder auf: das Saterfriesisch. Gesprochen in der kleinsten "Sprachinsel" Europas mitten im Moor, kam es sogar ins "Guinnessbuch der Rekorde". Auf den Torffeldern ringsum forscht ein Erdenproduzent nach klimafreundlichen Alternativen. Über den Küstenkanal geht es nach Oldenburg. Wieso sind die Oldenburger Farben Mittelpunkt des Königswappens von Dänemark? Was ist die "Oldenburger Palme"? Und wie kommt Grünkohl in die Praline? Hunte und Weser bringen die Schiffer nach Bremen, die alte Hanse- und Kaffeestadt. Im dortigen Rathauskeller schlummern die ältesten und edelsten Tropfen weißen Weins. Die Weser aufwärts trifft man auf visionäre Stromproduzenten, traditionelle Glasbläser und Herren, die von einer verwunschenen Wassersägemühle begeistert sind. Und in der Nähe, in Wietze an der Aller, kam es zur ersten Erdölbohrung der Welt. Am Wasserstraßenkreuz Minden quert der Mittellandkanal die Weser, die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands. Nördlich davon, am Steinhuder Meer, rattern schon seit 250 Jahren die Leinenwebstühle. Dann kreuzt die Leine den Mittellandkanal. An ihrem Ufer steht ein wahres Märchenschloss: die Marienburg, das "Neuschwanstein des Nordens". Flussabwärts speist das Wasser der Leine in Hannover die Fontänen der zauberhaften Herrenhäusergärten. Vom Mittellandkanal geht es in den Elbe-Seitenkanal. Nach der deutschen Teilung, als die Elbe hinter dem Eisernen Vorhang verschwand, wurde er als Verbindung nordwärts zur Elbe gebaut. Mitten im Kanal steht eins der größten und beeindruckendsten technischen Bauwerke Europas: das Schiffshebewerk bei Lüneburg. Dort werden große Frachtschiffe im "Fahrstuhl" in die Höhe gehoben. Das märchenhafte Lüneburg ist nicht nur Spielort einer beliebten TV-Serie, es gab auch der Heidelandschaft vor ihren Toren den Namen. Berühmt für die Lüneburger Heide sind die lila blühenden Hügel und Täler mit Wacholder und Heidehonig. Sie ist aber auch Anbaugebiet für eine ungewöhnliche Pflanze: Ginseng, eine asiatische Heilwurzel.
15:30
Willem und Gerrit Ruempler haben auf ihrer ungewöhnlichen Reise mit einem Plattbodenschiff durch Deutschlands Norden überraschende und berührende Erlebnisse. Schwebefähren, versunkene Dörfer, verschollenes Handwerk, weltberühmte Orgeln und ein Storchenvater, der den Tränen nahe ist - es ist eine Erlebnisfahrt, wie sie kontrastreicher und spannender kaum sein könnte. Mit dem Plattbodenschiff geht es über Flüsse und Kanäle, auf Elbe und Eider und deren verwunschene Nebenflüsse. Und zuletzt ein Stück durch den Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Mal einsam segelnd auf fast vergessenen Wasseradern, mal mitten im Getümmel der Containerriesen, mal auf Routen, die schon die alten Wikinger nutzten. Eine Reise durch beeindruckende und vielfältige Landschaften. Alle haben ihre ganz eigenen Geschichten: In Hamburg, der Metropole am Elbstrom, spielen Sturmflutschutz und Wasserversorgung seit jeher eine lebenswichtige Rolle. Elbabwärts, auf schleswig-holsteinischer Seite, liegt die idyllische Haseldorfer Binnenelbe, Rückzugsort für Tiere und Pflanzen, die es nur noch dort gibt, und Heimat der Bandreißer. Bandreißer stellen ein wichtiges Bauteil für Holzfässer her, eine Handwerkstradition, die speziell an der Unterelbe beheimatet ist und eine überraschende Renaissance erlebt. Eins der Dörfer, in dem viele Bandreißer lebten, Bishorst, wurde von einer Sturmflut verschlungen. Die einst viel befahrene Krückau, die die Elbe mit Elmshorn verbindet, ist fast versandet. Die Fahrt auf ihr ist ein kleines Wagnis. Dicht am Elbufer liegt das verträumte Städtchen Glückstadt, einst dänisch und berühmt für seinen Matjeshering. Weiter westlich führt die Stör nach Wilster und zur Wilsterau, wo der Norden Deutschlands am tiefsten ist, dreieinhalb Meter unter Null. Gäbe es nicht Deiche und Schöpfmühlen, wäre dort zweimal am Tag Land unter. Auf der niedersächsischen Seite zweigt die Oste von der Elbe ab und schlängelt sich durch alte Kulturlandschaften, in der reiche Marschbauern und arme Moorkolonisten lebten. Und Künstlerinnen und Künstler: Die Künsterkolonie Worpswede mitten im Teufelsmoor ist weltberühmt. Die Elbe mündet ins Wattenmeer, ein UNESCO-Weltnaturerbe, wo sich Robben, Krabben und Gliebfischer mit ihren Schiebenetzen tummeln. Vor der Vogelinsel Trischen lässt die Crew des Plattbodenschiffs ihr Boot trockenfallen. Und bekommt Besuch. Die Vogelwartin erzählt, was ihr Leben ganz allein auf Trischen so besonders macht. Mit dem nächsten Hochwasser geht es weiter zur Eidermündung und von dort wieder landeinwärts, durch altes Siedlungsgebiet der Wikinger. Auch Dänen und Holländer haben dort Spuren hinterlassen, so wie auch im von Grachten durchzogenen Luftkurort Friedrichstadt. Den damals dänischen Eiderkanal zählte man einst zu den technischen Weltwundern. Die Flusslandschaften dort sind wieder anders: trockengelegtes Seenland, Refugium für bedrohte Wiesenvögel sowie Storchendörfer und uralte Feldsteinkirchen. Die alte Eisengießerei bei Rendsburg direkt am Nord-Ostsee-Kanal ist heute ein bedeutender Ausstellungsort für moderne Kunst. Von dort ist Kiel-Holtenau nicht mehr weit mit seinen gewaltigen Schleusen auf die Förde hinaus zur Ostsee, dem Ziel dieser Reise.
17:00
Mit ihrem selbst gebauten Motorboot gehen Werner Svejda und Birgit Krause-Schmidt auf Entdeckungstour quer durch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Bootsfahrt zur Mecklenburgisch-Brandenburgischen Seenplatte beginnt in der alten Festungsstadt Dömitz an der Elbe. Dort wacht ein Brückenzugkommando alter Herren über die fünfeckige Zitadelle. Nur einen Steinwurf entfernt mündet die Elde in die Elbe. Für die Crew des Motorboots "AlBi" ist die Mündung der Zugang zur Müritz-Elde-Wasserstraße. Die erste Etappe: 120 Kilometer und 17 Schleusen bis Plau am See mit einem Abstecher nach Ludwigslust. Die Stadt ist entstanden, weil ein Herzog aufs Land wollte. Da seine Familie nicht wohlhabend genug war, ihr Schloss mit Gold und Marmor auszuschmücken, nahm man Messing und Papier. So wurden die Ludwigsluster zu Pappmaschee-Künstlern und ihre "Cartons" europaweit zu Exportschlagern. Weiter nördlich zweigt der Störkanal ab nach Schwerin, der Stadt von Heinrich dem Löwen. Imposant thront dort auf einer Insel im Schweriner See das prachtvolle Schloss, jahrhundertelang Residenz mecklenburgischer Herzöge. Einem dieser Herren rettete der Fischer Cordt Prignitz vor 300 Jahren das Leben. Wohl als Dank erhielt er eine Erbpachtfischerei, die seine Familie noch heute betreibt. In Plau führt die Elde mitten durch die Stadt, deren Wahrzeichen die stählerne Hubbrücke ist, ein Industriedenkmal. Dahinter liegt der Plauer See, einer der schönsten der Mecklenburger Seenplatte. Die Drehbrücke vor der charmant restaurierten Inselstadt Malchow erweist sich als Nadelöhr für Sportschiffer. Noch zwei Seen, dann ist die Müritz erreicht, der größte deutsche Binnensee. An ihrem Nordufer liegt Waren, ein alter Handelsplatz. Heute werden dort Propeller für die großen Schiffe gegossen. Die Müritz ist das Herz der Seenlandschaft, der Nationalpark Müritz teilweise UNESCO-Weltnaturerbe. Einst von Slawen bevölkert, ist die Region Heimat illustrer deutscher Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Hans Fallada und Theodor Fontane und des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann. Dort entspringt die Havel, auf der die "AlBi" weiter über den Müritz-Havel-Wasserweg schippert. Er gehört zu den beliebtesten Wassersportrevieren Europas, früher bekannt für seine Ziegeleien. 15 Milliarden Ziegelsteine wurden von dort aus in die damalige Reichshauptstadt Berlin verschifft. Die farbenprächtig blühende Strelitzie ist eine "Neustrelitzerin", benannt nach der Heimat der englischen Königin Charlotte, einer Prinzessin aus dem Haus Mecklenburg-Strelitz. Eberswalde, weiter östlich, gilt als Wiege der preußischen Industrialisierung, möglich durch den vor 400 Jahren erbauten Finowkanal. Er ist die älteste noch aktive Wasserstraße Deutschlands, verwunschen und mit uralten, handbetriebenen Schleusen. Heute abgelöst vom Oder-Havel-Kanal, dessen Höhepunkt im wahrsten Sinn das Schiffshebewerk Niederfinow ist, ein technisches Meisterwerk. Kurz dahinter endet an der Oder die Reise über das Wasser quer durch den Nordosten Deutschlands, einem Land zwischen den Strömen: von der Elbe bis zur Oder.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Künstliche Intelligenz verändert die Welt rasend schnell. Und in vielen Bereichen unberechenbar. Die Dokumentation zeigt, wie tief KI bereits in unser Leben eingreift. Zum Beispiel verlieben sich Menschen in KI-Partner, Roboter übernehmen Management-Entscheidungen oder militärische Systeme agieren autonom. Forscher berichten von KI-Lösungen, die funktionieren, aber nicht mehr verstanden werden. Gleichzeitig warnen internationale Experten vor einem Kontrollverlust, während Wirtschaftsführer KI als Rettung aus der Krise feiern. Die Dokumentation beleuchtet die Widersprüche, Risiken und Chancen der neuen Technologie. Und stellt die entscheidende Frage: Wer bestimmt künftig die Spielregeln, wir oder die Maschinen? Ein Doku-Magazin über Macht, Moral und die Zukunft der Menschheit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
21:00
Ob Vogel- oder Fischschwarm: Tausende Tiere bewegen sich, ohne zusammenzustoßen - und doch perfekt koordiniert. Der Film beleuchtet das Phänomen und fragt, was wir von Schwärmen lernen können. Forschende in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersuchen, wie Tiere in Schwärmen Informationen austauschen und ohne Anführer agieren. Ihre Erkenntnisse fließen in Robotik, Logistik und neue Beteiligungsmodelle - mit Vorteilen für Wirtschaft und Demokratie. Der "Imaging Hangar" des "Center for the Advanced Study of Collective Behaviour" (CASAB) an der Universität Konstanz ist eine 225 Quadratmeter große Halle mit Kameras, Sensoren und einer 3D-Umgebung - eines der größten Schwarmforschungslabore weltweit. "Nicht alle Schwärme folgen derselben Motivation. Heuschrecken fliehen aus Angst, von Artgenossen gefressen zu werden", erklärt Iain Couzin, Direktor des Instituts für Verhaltensbiologie und Sprecher des CASAB, eins seiner überraschenden Ergebnisse. Tiefe Einblicke in das Leben der Bienenkönigin bietet das "Artificial Science Lab" in Graz. Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts "RoboRoyal" beobachtet Biologe Thomas Schmickl den Hofstaat eines Bienenvolks aus nächster Nähe - mithilfe eines Roboters mit Kamera und künstlicher Intelligenz. "Die Bienenkönigin hat eine enorme Bedeutung für unser Ökosystem, und wir wissen überraschend wenig über sie. Das können wir jetzt ändern", so der Forscher. Seit Jahrzehnten nutzt er Technologien, um die Logik von Schwärmen zu entschlüsseln. Ein Mini-Roboterschwarm demonstriert, wie Jungbienen in der Gruppe schnellere und bessere Entscheidungen treffen. Wie das Prinzip Schwarm eine Halbleiterfabrik in Kärnten optimieren könnte, erforscht Melanie Schranz an den "Lakeside Labs" in Klagenfurt. "Wir haben eine Bibliothek mit Schwärmen, von Ameisen bis zu Schleimpilzen. Besonders spannend sind die Bienenalgorithmen." Produkte, die sich wie Bienen verhalten, suchen selbstständig die nächstbeste Futterquelle - in diesem Fall eine freie Maschine für den nächsten Fertigungsschritt. Fällt eine aus, läuft die Produktion weiter - ohne, dass zentral eingegriffen werden muss.
21:50
Moore sind gigantische Kohlenstoff-Lager und können dadurch im gleichen Ausmaß entweder zum Segen oder zum Fluch werden. Schätzungen zufolge haben sie etwa doppelt so viel Kohlenstoff gespeichert wie alle Wälder der Erde. Werden Moore trockengelegt oder geschädigt, setzen sie ihn frei und wandeln sich zu Klimafeinden. Im sauren Moorwasser unter Sauerstoffabschluss werden abgestorbene Pflanzen nicht zersetzt. Ihr Kohlenstoff lagert über Jahrtausende im Torf. Aber wenn ein Moor trockengelegt oder abgebaut wird, kommt der gespeicherte Kohlenstoff mit Sauerstoff in Berührung und oxidiert. Es bildet sich CO2 oder das noch weitaus klimaschädlichere Lachgas. Die Dokumentation veranschaulicht diesen Vorgang und zeigt Versuche, Mooren ihre ursprüngliche Funktion als Kohlenstoffspeicher zurückzugeben und Ausgasungen zu verhindern.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Eine junge Frau versucht die Vergewaltigung ihrer Freundin aufzuklären und stößt überall auf Widerstand - auch beim Opfer selbst. Die jungen Physiotherapeutinnen Kim und Maja jobben als Hostessen beim "Gentlemen's Evening", einer exklusiven, jährlichen Veranstaltung der Wirtschaftselite. Begeistert trifft Kim dort auf ihren alten Schulfreund Max. Doch der Abend nimmt einen tragischen Verlauf. Max bringt Kim nach Hause, während Maja noch auf einen Absacker an der Bar bleibt. Am nächsten Tag ist nichts mehr wie zuvor: Maja wacht orientierungslos und nackt in einem Hotelzimmer auf. Die Anzeige der Vergewaltigung läuft ins Leere. Während Maja am liebsten vergessen und ihr altes Leben zurückhaben möchte, will sich Kim nicht damit abfinden. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Inzwischen datet Kim Max, den Anwalt, und der ihr hilft, mehr herauszufinden. Im Umfeld des illustren Männer-Klubs stößt sie auf weitere Vorfälle und ein sich gegenseitig schützendes Geflecht aus Beziehungen und Mitwissern. Als Maja realisiert, dass Kim die Vorfälle nicht ruhen lässt, kommt es zum Zerwürfnis. Kim glaubt, ihre Aufklärung zum erfolgreichen Ende zu bringen - bis sie erkennen muss, welche Dimension Macht und Geld wirklich spielen.
23:55
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.