04:01
Mit der Hauptstadt Dublin ist die östliche Region der Insel ein Zentrum der Kultur, aber auch der Geschichte. Dort treffen das alte und neue Irland zusammen. Dublin präsentiert sich als moderne internationale IT- und Wirtschaftsmetropole. Nur wenige Kilometer außerhalb liegen Zeugnisse aus prähistorischen Zeiten: die keltischen Hügelgräber Newgrange und Knowth. Aus der Luft zeigt sich eindrucksvoll, dass sie in ihrer Bedeutung nicht weit von den ägyptischen Pyramiden entfernt sind. Die Wände und Mauern sind übersät mit 5000 Jahre alten Gravuren. Diese keltischen Motive bergen Geheimnisse, die Archäologen bis heute zu lüften versuchen. Von den Ebenen im Osten Irlands aus kolonialisierten die Engländer das Land über Jahrhunderte. Noch immer sind ihre Einflüsse in Architektur und Alltag spürbar. Die große Kunst des Gartenbaus, die ihren Ursprung in den englischen Herrenhäusern hat, hat vor allem im County Wicklow ihre Spuren hinterlassen. In bunter Farbenpracht lässt sich dort nachvollziehen, warum Gärtnern heute zu einem beliebten Hobby der Iren geworden ist. Irlands längster Fluss, der Shannon, auf dem einst die Wikinger in das Land einfielen, zieht sich durch das Zentrum der Insel. Mittlerweile ist der Fluss zur Heimat vieler Freizeitkapitäne geworden: eine eingeschworene Gemeinschaft. Die uralte Geschichte mit ihren verschiedenen Einflüssen ist im Osten der irischen Insel allgegenwärtig. Dort, wo das alte und das moderne Irland aufeinanderprallen, entsteht ein neuer Zeitgeist. So manche altgediente Tradition muss neuen Ideen weichen. Weitläufige Sandstrände, Dünenlandschaften und steile Küsten bis hin zu saftig grünen Hochebenen und idyllischen Inseln: Die Dokumentationsreihe "Irischer Kompass" zeigt in vier Teilen die besonders abwechslungsreiche Naturkulisse der "Grünen Insel".
04:45
Farben spielen eine entscheidende Rolle bei den Interaktionen vieler Tiere. Manche sind bunt, um Partner anzulocken und Rivalen zu beeindrucken. Andere warnen Feinde mit Farbe vor ihrem Gift. Die bunten Zeichnungen vieler Tiere sind für Menschen nur unvollständig sichtbar. Mit speziell entwickelter Kameratechnologie machen Sir David Attenborough und sein Team auch Farben erkennbar, die das menschliche Auge normalerweise nicht wahrnehmen kann. Wie bunt Tiere die Welt sehen, kommt auf die Anzahl und Art der Farbrezeptoren in ihren Augen an. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen und sehr verschiedene Bereiche des Farbspektrums beinhalten. Menschen sehen zum Beispiel den Gelbbarsch als einen rein gelben Fisch, wogegen andere Fische auch das ultraviolette Spektrum wahrnehmen. Bei Einsatz entsprechender Kameras werden auch für uns die verschiedenen Musterungen und sogar unterschiedliche Arten von Gelbbarschen sichtbar.
05:29
Farben helfen einigen Tieren, sich zu tarnen und zu verstecken. Andere stellen eine reiche Farbenpracht zur Schau - und diese muss nicht einmal bei allen Exemplaren derselben Art gleich sein. Filmemacher Sir David Attenborough reist von den Inseln der Karibik bis nach Indien und in die verschneiten schottischen Highlands, um zu zeigen, wie einzelne Tiere ihre bunten Farben nutzen, um andere zu beeindrucken, zu täuschen, zu warnen oder zu verwirren. Dem Filmemacher und seinem Team gelingen dank moderner Kameratechnik ungewöhnliche Einblicke in die Wirkungen von Farben und Mustern im Tierreich. Sie zeigen unter anderem, wie Mimikry funktioniert und welche Vorteile sie den Tieren bieten kann, warum Tiger für ihre wichtigsten Beutetiere nicht orange, sondern unscheinbar grün aussehen, warum Schneehühner im Sommer ganz anderes aussehen als im Winter und auf welche Weise Zebras von ihren individuellen Streifenmustern profitieren.
06:20
- Superreiche in den USA Zwischen Megajacht und Machtpolitik - Beeples Roboterhunde in Berlin Ausstellung in Neuer Nationalgalerie - "Der Frosch und das Wasser" Kinostart in Deutschland - Sven Regener Neuer Stadtschreiber in Mainz - Helen Frankenthaler in Basel Sonderausstellung im Kunstmuseum
07:00
- Hitzerekorde und Handlungsdruck - Chinas Grüne Energie Wie uns China überholt - Let's sweat! Warum Schwitzen gesund ist - Hummeln als Gärtner der Zukunft
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
- Superreiche in den USA Zwischen Megajacht und Machtpolitik - Beeples Roboterhunde in Berlin Ausstellung in Neuer Nationalgalerie - "Der Frosch und das Wasser" Kinostart in Deutschland - Sven Regener Neuer Stadtschreiber in Mainz - Helen Frankenthaler in Basel Sonderausstellung im Kunstmuseum
09:45
- Hitzerekorde und Handlungsdruck - Chinas Grüne Energie Wie uns China überholt - Let's sweat! Warum Schwitzen gesund ist - Hummeln als Gärtner der Zukunft
10:20
Im Eryri-Nationalpark im Nordwesten von Wales verbinden sich wilde Berge mit britischer Industriegeschichte. Heute spielt dort neben dem Tourismus auch Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Viele kennen den Eryri-Nationalpark unter dem Namen "Snowdonia" als einen der ältesten britischen Nationalparks. Da dort walisisch gesprochen wird, nutzt man wieder Ortsnamen in der Landessprache - auch für den höchsten Berg, Yr Wyddfa - früher "Snowdon" genannt. Seit 1985 führt die "Snowdon Mountain Railway" - eine Zahnradbahn mit Dampfantrieb - auf den Gipfel des Yr Wyddfa. Für Zigtausende von Touristen bietet die Bahn eine bequeme Aufstiegsmöglichkeit. Wer es gern abenteuerlicher mag, dem bietet der Eryri-Nationalpark wilde Wanderwege und klassische Kletterrouten. In den malerischen Tallandschaften entstehen außerdem immer mehr barrierefreie Wander- und Fahrwege, die auch naturbegeisterten Menschen mit körperlichen Einschränkungen traumhafte Naturerlebnisse ermöglichen.
11:00
Inmitten der zentraltürkischen Region Kappadokien liegt der Göreme-Nationalpark. Seine Landschaft weist einzigartige, kegelförmige Felsformationen auf, die als "Feenkamine" bekannt sind. Vor allem Fahrten mit dem Heißluftballon über die Landschaft sind beliebt. Hinter der spektakulären Kulisse verbirgt sich jedoch auch eine beeindruckende Kulturgeschichte: In den weichen Tuffsteinklippen lassen sich Höhlenkirchen und uralte Behausungen entdecken. Von frühen Christen wurden regelrechte Höhlenstädte in diese Felsen gegraben, in denen sie sich vor ihren Feinden versteckten. Manche der angenehm temperierten Höhlenhäuser sind bis heute bewohnt oder werden als Hotel genutzt. Wie der Name Kappadokien - übersetzt "Land der schönen Pferde" - ahnen lässt, sind Pferde seit der Antike ein Teil der Landeskultur. Einst als Arbeitstiere gezüchtet, leben viele von ihnen heute halbwild in den Bergen und bieten Besuchern einzigartige Fotomotive.
11:45
Verborgene Gutshöfe, hartnäckige Legenden und wenig bekannte Ordensgeschichten: Engagierte Heimatforschung in Oberösterreich bringt erstaunliche historische Facetten ans Licht. Viele Heimatforscherinnen und Forscher verbringen Stunden in Archiven oder hinterfragen als wahr geltende Mythen. Ohne ihre vorwiegend ehrenamtliche Recherche wäre die Geschichtsforschung um viele Facetten ärmer so der emeritierte Historiker Roman Sandgruber. Er vermisst jedoch gleichzeitig systematische Publikationen dieser Arbeiten, die sich damit den wissenschaftlichen Diskursen entziehen. Der studierte Historiker Siegfried Kristöfl lehrt Geschichtsinteressierten in Kursen das Handwerkszeug für die Heimatforschung, etwa das Lesen der deutschen Kurrentschrift oder das systematische Erforschen von Quellen und ermuntert die Freiwilligen sich zu vernetzen.
12:10
- Tracker im Check - Good Food - Ernährung Ü70 - Ordnung in Schrank und Schublade - Kochschinken im Labortest
12:40
- Genusspflanze des Jahres Wahl der bayerischen Gärtner - Muttertagsgesteck ohne Steckschaum S. Spengler-Mesch zeigt Varianten - Balkonblume des Jahres Eine Minipetunie - Kakteen veredeln Tipps vom Profi - "Moosschlucht" in Bayreuth Naturnaher Schaugarten
13:10
Mit den Schweizer Bergbahnen durch majestätische Landschaften auf die spektakulärsten Gipfel. Diese Folge führt mit der Zahnradbahn auf den Monte Generoso - ein ganz besonderes Erlebnis. Wer die schönste Aussicht des Tessins genießen will, ist gut beraten, sich auf den Monte Generoso zu begeben. Vom Gipfel auf 1601 Metern hat man einen atemberaubenden Rundumblick auf die höchsten Berge der Schweizer Alpen. Hoch hinauf kommt man am besten mit der "Ferrovia Monte Generoso", der einzigen Zahnradbahn des Kantons Tessin. Seit 130 Jahren fährt sie unermüdlich vom Ufer des Luganer Sees hinauf auf den Gipfel. Mit Lokführerin Stefanie Huber und dem jungen Geistlichen Don Marco als Reiseführer wird die Fahrt auf den Monte Generoso zu einem ganz besonderen Erlebnis. Von den saftig grünen Weinbergen führt die Route über eine ehemalige Einsiedelei, die heute nichts weniger als eine "Liebesgrotte" beherbergt, über eine der ältesten Mühlen der Schweiz, in der die Müllerin rote Polenta mahlt. Die "Grotta dell' Orso", die Bärenhöhle, hält so manch erstaunlichen Fund für ihre Besucherinnen und Besucher bereit. Weiter geht es in Richtung Gipfel, der die Reisenden mit einem wahrhaft himmlischen Ausblick belohnt. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition und Technik, Natur und Kultur beeindrucken die Bergbahnen heute genauso wie vor 150 Jahren. Mit viel Dampf und unter Aufbringung von Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert regelmäßig die Strecken. Genauso wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen.
13:50
Der Naturpark "Biosfera Val Müstair" bildet zusammen mit dem schweizerischen Nationalpark und Teilen des Gemeindegebiets von Scuol das UNESCO-Biosphärenreservat "Engiadina Val Müstair". Es ist geprägt von bedeutenden Kulturdenkmälern, darunter das Kloster St. Johann mit dem größten und besterhaltenen Freskenzyklus aus dem frühen Mittelalter. Die Natur bietet dort einzigartige Landschaften. Der Fluss Rom mäandriert als einer der letzten noch intakten Alpenflüsse durch das Tal, unter- und oberhalb der Baumgrenze finden sich artenreiche Wiesen. Drei Moderatoren aus verschiedenen Sprachregionen der Schweiz nehmen den Naturpark unter die Lupe. Sie erkunden, fragen nach und staunen. Sie lernen die Menschen kennen, die dort leben, und entdecken die natürlichen, historischen und kulturellen Besonderheiten dieser einzigartigen Region. Olivia Röllin widmet sich dem alten Handwerk des Trockenmauerbaus und trifft dafür Dario Fallet. Der Handwerker und Musiker ist mit der Region sehr verbunden und weiß alles über die ökologische, historische und kulturelle Bedeutung der Trockenmauern. Unten im Tal dienten sie hauptsächlich der Terrassierung der Hänge und der Abgrenzung der Weiden. Weiter oben, auf dem Umbrailpass, dienten sie auch dem Straßenbau, errichtet von Soldaten während des Ersten Weltkriegs. Alain Orange besucht Maya Repele in der Tessanda-Manufaktur, in der Weberinnen auf teilweise über 100 Jahre alten Webstühlen von Hand wertvolle Stoffe mit aufwendigen Mustern herstellen. Die Arbeit am Webstuhl erfordert ständige Konzentration und ist körperlich anstrengend. Für die Herstellung der Stoffe aus lokalen Produkten findet derzeit ein Projekt zur Wiedereinführung des Flachsanbaus im Tal statt, was auch dem Erhalt dieser traditionellen Kulturpflanzen dient. Christian Bernasconi setzt sich weiter mit der Berglandwirtschaft auseinander und trifft sich dazu mit dem Parkdirektor David Spinnler Hauschild. Der Naturpark "Biosfera Val Müstair" unterstützt zahlreiche Landwirtschaftsprojekte, darunter auch ein Herdenschutzprojekt beim Rimsersee. Durch eine ständige Behirtung mit Schutzhunden wollen die Bauern Konflikte mit Bären und einem sich neu bildenden Wolfsrudel verhindern. Die Schafe sind neben der Fleischproduktion auch nützliche Verbündete bei der Pflege artenreicher Trockenrasen, denn ohne die Beweidung würden diese wertvollen Lebensräume schon bald von Bäumen und Büschen überwachsen.
14:35
Ein Hochzeitsschloss, ein Heim für Jugendliche und ein barockes Wohnschloss: Drei unterschiedliche historische Gebäude erzählen die Geschichte ihrer Entstehung und ihrer heutigen Bewohner. Im Schloss Spiez am malerischen Thunersee wird jedes Wochenende im Akkord geheiratet. Weniger romantisch geht es auf der Aarburg zu, denn im Jugendheim ist ein Umbau im Gange. Auf Schloss Waldegg öffnen die adeligen Bewohner ihre Türe in eine aristokratische Welt. Auf Schloss Spiez residierten einst namhafte Berner Adelsfamilien. Heute hat der Schlosswart Patrick Bürchler, 49, Residenzpflicht. Mit seiner Frau und den drei Kindern sucht er nach der Balance zwischen märchenhaftem Familienleben auf einem Schloss und dem harten Alltag eines Hausmeisters, der immer erreichbar sein sollte. Das malerische Schloss am See, das auch Ausstellungen namhafter Künstler kuratiert, zieht vor allem eines magisch an: Brautpaare aus aller Welt. Die Messnerin Dora Sempach ist für die Brautleute am schönsten Tag ihres Lebens der Fels in der Brandung. Auf der Festung Aarburg im Kanton Aargau brachte man einst "jugendliche Verbrecher und Taugenichtse" unter. Mit diesem düsteren Kapitel Schwarzer Pädagogik hat das heutige Jugendheim längst abgeschlossen. Direktor Hanspeter Neuenschwander führt durch den geschlossenen Vollzug und zeigt den jüngsten Umbau der offenen Wohngruppen. Dort wohnt Timo. Der 16-Jährige kommt in den historischen Mauern der Aarburg zur Ruhe und bereut seine Delikte. Er möchte wieder am Leben außerhalb der Schlossmauern teilnehmen und freut sich auf seine Berufslehre im Gartenbau. Das Schloss Waldegg in Solothurn sollte einst an den französischen Sonnenkönig erinnern. Patrizierfamilien bewohnten es als Sommerresidenz, wenn es in der Stadt heiß und stickig war. Auch heute noch leben im Ostflügel des Schlosses die Nachfahren der ehemaligen Besitzerfamilie von Sury-Büssy. Felix und Susan von Sury Genießen das Leben in den prunkvollen Räumlichkeiten - ohne dabei einen Standesdünkel zu haben. Währenddessen verwandelt das Schlosswart-Ehepaar Fredy und Tamara Hug die Waldegg und das Museum im Westflügel in einen Ort, an dem Kulturschaffende zusammenkommen. Die Reihe "Schlösser und Burgen der Schweiz" erzählt nicht nur die Geschichte Europas, sondern auch Geschichten aus der Gegenwart: die Geschichten der Menschen, die hinter den Schlossmauern wohnen, wirken und arbeiten. Denn es ist nicht immer einfach, solch ein Gebäude zu unterhalten.
15:25
Schloss Chillon, das berühmteste Wasserschloss der Schweiz, lockt jährlich über 400 000 Touristen an. Das Stockalperschloss im Oberwallis hingegen ist ein Ort der Ruhe. Die Schweiz besitzt eine stattliche Anzahl an Burgen und Schlössern - ohne jemals eine Monarchie gehabt zu haben. Es waren meist Landvögte und Grafen, die alte Burgen prunkvoll umgebaut haben. So auch die Grafen von Savoyen auf Schloss Chillon im Genfer See. Das berühmteste Inselschloss der Schweiz lebt von zahlreichen Legenden und historischen Fakten, die Schloss-Führerin Mirjam in vier Sprachen einer großen Touristenschar weitergibt. Auch die Kommunikationschefin Lise Dorier ist ein Sprachtalent und vermarktet Chillons Souterrain mit Begeisterung. Der Gipfel der ausgeklügelten Marketing-Strategie: Im Seewasser vor dem Schloss ist eine Kiste versenkt mit Weinflaschen des prämierten "Clos de Chillon". Das Stockalperschloss im Wallis ist ein Zufluchtsort der lokalen Politiker und der Briger Bevölkerung. In dem barocken Gebäude, in dem auch die Briger Stadtverwaltung untergebracht ist, beginnt nach 33 Jahren ein neuer Schlosswart - Andy Ley. Ein Basler, der mit seiner ganzen Familie für seine neue Stelle einmal quer durch die Schweiz gezogen ist. Im Rahmen des großen Fronleichnamsfestes nimmt der früher Schlosswart, Arthur Huber, Abschied, während für Ley eine neue berufliche Herausforderung beginnt. Die vierteilige Reihe "Schlösser und Burgen der Schweiz" blickt auf das alltägliche Leben hinter den zahlreichen historischen Mauern der Schweiz und zeigt, wie schwierig es ist, solch ein Gebäude zu unterhalten.
16:15
Die Reihe "Hüttengeschichten" begleitet eine Saison lang, von Frühling bis Herbst, das arbeitsreiche Leben der Hüttenwarte und ihrer Familien auf drei SAC-Hütten in der Schweiz. Diesmal sind die Filmemacher zu Gast auf der Hundsteinhütte im Appenzellischen, der Gaulihütte im Berner Oberland und auf der Cluozza-Hütte im Schweizerischen Nationalpark. In der ersten Folge der Reihe ist Saisoneröffnung auf allen drei Hütten. Die Sommersaison in den Schweizer Alpen bedeutet arbeitsintensive Tage für Hüttenwartinnen und Hüttenwarte. Viele von ihnen haben sich mit diesem anspruchsvollen Job einen Traum erfüllt, wohl wissend, dass ihnen als "Gastgeber unter dem Himmel" wenig Zeit zum Träumen bleibt.
17:00
Auf der Cluozza-Hütte im Schweizerischen Nationalpark ist Hochbetrieb. Das schöne Wetter lockt viele Wanderer in den Nationalpark, die Hütte ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Aber gerade dann, in der strengsten Zeit, verreist Hüttenwart Jürg Martig für zwei Wochen nach Norwegen. Als Bergführer leitet er dort ein Kletterlager. Seine Frau Marlies muss mit ihren Helferinnen und Helfern die Hütte allein schmeißen. Auf der Gaulihütte im Urbachtal erwartet Hüttenwartin Susanne Brand ihre neue Hüttengehilfin Christina. Die zwei Frauen kennen sich nur vom Bewerbungsgespräch am Telefon. Persönlich haben sie sich noch nie getroffen. Bald wird sich zeigen, wie gut die neue Helferin anpacken kann. Ruth und Paul Graf von der Hundsteinhütte im Alpsteingebiet freuen sich auf die Zukunft. Nach neun Jahren Tätigkeit als Hüttenwart geben sie den Job auf, wollen wieder mehr Zeit haben für eigene Bergtouren und Wanderungen. Die Filmemacher sind zu Gast auf der Hundsteinhütte im Appenzellischen, der Gaulihütte im Berner Oberland und auf der Cluozza-Hütte im Schweizerischen Nationalpark.
17:45
Auf der Cluozza-Hütte im Schweizerischen Nationalpark ist die Hüttenwartfamilie Martig wieder komplett. Vater Jürg führt keine Touren mehr und kümmert sich mit seiner Frau um die Gäste. Susanne Brand auf der Gaulihütte im Haslital liebt es, wenn die Hütte voll ist. Sie will ihren Gästen einen perfekten Aufenthalt bieten. Auch die Rolle als Alleinunterhalterin am Abend, mit der Erzählung von Geschichten, ist ihr auf den Leib geschrieben. Ruth und Paul Graf auf der Hundsteinhütte stehen immer noch etwas unter Schock: Paul hatte ein Riesenglück, dass ihn ein Steinschlag nicht schwerer verletzt hatte. Kaum aus dem Spital entlassen, ist der 62-Jährige wieder in der Hütte und hilft mit, wo er nur kann. Die Filmemacher sind zu Gast auf der Hundsteinhütte im Appenzellischen, der Gaulihütte im Berner Oberland und auf der Cluozza-Hütte im Schweizerischen Nationalpark.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Schwitzen gehört nicht zu den beliebtesten Körperfunktionen. Doch die Rolle, die Schweiß für unser Überleben spielt, wird oft unterschätzt. Mit diesem hocheffektiven Kühlsystem können wir unsere Körpertemperatur konstant regulieren. Wissenschaftler entdecken den Schweiß als wertvolle Informationsquelle. Was verrät die besondere Körperflüssigkeit über Krankheiten, Ernährung, Fitness und unsere DNA? Host und Sozialwissenschaftler Anthony Morgan begibt sich auf eine schweißtreibende Reise. In Finnland trifft er eine "Saunaelfe" und lernt das Lieblingsritual der Nordeuropäer kennen. In verschiedenen Experimenten stellt er sich in den Dienst der Wissenschaft: Der Journalist unterzieht sich einer Schweißanalyse und lässt sich in einem überhitzten Raum an die körperlichen Grenzen bringen. So wird seine Feuchtkugeltemperatur bestimmt - eine Messgröße, die im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit eine wichtige Rolle spielt. Aber wo liegen die Grenzen dieses genialen Kühlsystems der Natur? Und kann es uns auch in Zukunft einen evolutionären Vorteil verschaffen? "Der Mensch hat eine zehnmal höhere Dichte an Schweißdrüsen in der Haut als andere Primaten" erklärt Genetikerin Yana Kamberov in Philadelphia. Schwitzen kann auch krankhaft sein. Thorax Chirurg Kashif Irshad operiert eine junge Patientin, die an Hyperhidrose - übermäßigem Schwitzen - leidet. Für sie beginnt ein Leben ohne ständige Scham.
21:00
Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben. Die Ökonomie agiert noch globaler. Wovon sollen wir in Zukunft leben? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Lange ging es beim modernen Arbeiten um Homeoffice, Sinnsuche oder Kickertisch. Doch plötzlich wird es existenziell. Es ist keineswegs mehr so klar, welche Arbeit wir in Zukunft noch verrichten werden. Und ob wir auch ausreichend Geld verdienen. New Work klingt noch immer wie die freundliche Modernisierung der bestehenden Arbeitswelt. Doch die Zeiten der Diskussionen um flache Hierarchien, Selbstverwirklichung und flexible Arbeitszeiten sind vorbei. Mit dem Aufstieg von künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie stellt sich die Frage nach der Arbeit der Zukunft grundlegend neu. Tech-Optimisten und Optimistinnen sehen in der KI erstmal keine Bedrohung, sondern den ultimativen Produktivitätssprung. Automatisierung befreit die Arbeitenden von Routinen, schafft neue Berufe, ermöglicht mehr Wohlstand. Dabei gibt es neue Anforderungen: Beschäftigte müssen schneller lernen, Organisationen müssen transformiert werden, Kompetenzen lebenslang weiterentwickelt werden. Im Gegensatz dazu sehen viele nicht die Ausgestaltung von Arbeit als Problem. Sie stellen das Wachstumsmodell selbst radikal in Frage: Warum definieren wir den Wert von Arbeit ausschließlich über Erwerbstätigkeit? Warum bleibt Sorgearbeit unsichtbar? Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über diesen radikalen Wandel unserer Arbeitswelten. Die Gäste der Sendung: Fabian Braesemann ist Dozent für Künstliche Intelligenz und Zukunft der Arbeit am Oxford Internet Institute der Universität Oxford. In seiner Forschung analysiert er große Datenmengen, um die komplexen Wirkmechanismen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu entschlüsseln. Simon Schaupp arbeitet an der KU Leuven und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Als Soziologe untersucht er die Verbindung von digitaler Transformation, Arbeitspolitik und ökologischer Krise. Er gilt als einflussreiche Stimme der kritischen Techniksoziologie, die technologischen Wandel als Ergebnis politischer Machtkämpfe einordnet. Eva von Redecker ist für ihre Analysen des Kapitalismus und moderner Herrschaftsformen bekannt. Sie prägt als Philosophin aktuelle Debatten über gesellschaftliche Transformation, Geschlechtergerechtigkeit und Solidarität. Seit dem Sommersemester 2026 ist sie Gastprofessorin für Philosophie an der HFBK in Hamburg.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Die Operation "Epischer Zorn" hat eine lange und komplexe Vorgeschichte, die seit der Islamischen Revolution geprägt ist von Hass, Gewaltandrohung und Misstrauen zwischen Iran und den USA. Denn Amerika war lange die Schutzmacht des korrupten Schahregimes in Teheran und zudem wichtigster Verbündeter Israels. Die Rückeroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels jedoch waren und sind für die radikalen Mullahs die Staatsräson ihrer Islamischen Republik. Die Dokumentation zeichnet die historischen Linien der letzten 70 Jahre nach, die unter US-Präsident Trump in den Ausbruch des bewaffneten Konflikts mündete, der die ganze Welt in einen unheilvollen Strudel zu reißen droht. Vom Sturz des demokratisch gewählten Premiers Mossadegh durch die Briten und die CIA 1953, das verschwenderische Regime des reformorientierten Reza Pahlavi, der es versäumte, die Bevölkerung für seine Politik zu gewinnen, die islamische Revolution und Errichtung des Gottesstaates werden die wichtigsten Stationen der jüngeren iranischen Geschichte erzählt. Genauso wie die verhängnisvolle Faszination des 47. US-Präsidenten mit der Stärke seines Militärs und den Eifer seines selbst ernannten "Kriegsministers" Hegseth, der sich im Auftrag des Herrn zum Kreuzzug berufen wähnt.
23:10
Eistee gefällig? Kommt per Drohne. Ein Baum stürzt auf die Straße? Das fahrerlose Taxi weicht aus - in Shenzhen längst Alltag. Doch China drängt massiv auch auf europäische Märkte. Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz und Automatisierung in der Megametropole Shenzhen zeigt, wie Hightech-China Innovationen im Alltag integriert. Wie sehr gefährdet dies Deutschlands Wirtschaft und die innere und äußere Sicherheit? Digitalisierung ist überall - Behördengänge laufen ganz selbstverständlich übers Handy. Aber in Shenzhen zeigt sich auch: Die deutsche Wirtschaft droht bei Schlüsseltechnologien von China abgehängt zu werden - etwa bei KI, Robotik und Elektroautos. Innerhalb von nur fünf Jahren ist China vom Nobody zum größten Auto-Exporteur der Welt aufgestiegen. Deutschlands Autoindustrie hat lange auf den chinesischen Markt gesetzt - die Konsumenten dort favorisieren aber zunehmend "Made in China". Hinter diesem chinesischen Erfolg stecken viel staatliche Planung und Innovationsförderung: Die Volksrepublik hat jahrelang heimische Hersteller, vor allem im Bereich der Elektromobilität, gefördert. Nun soll dieser Erfolg in Europa wiederholt werden. Um den europäischen Markt zu erobern, setzten chinesische Hersteller von Batterien und Elektroautos auf den Standort Ungarn. Dort werden Fabriken gebaut, auch um EU-Zölle zu umgehen. Das Land wirbt aktiv um chinesische Investitionen. Innerhalb der EU blockiert Ungarn immer wieder eine schärfere Gangart gegenüber China. Das setzt Deutschlands Autoindustrie unter Druck. China schafft auch in anderen Bereichen wirtschaftliche und technologische Abhängigkeiten - etwa bei den sogenannten Seltenen Erden und Technologiemetallen. Die sind nicht nur für Photovoltaik, Windkraft und Robotik unverzichtbar. Auch viele Rüstungsgüter, die in Deutschland hergestellt werden, sind auf diese - fast ausschließlich durch China gelieferten - Rohstoffe angewiesen. Derweil streitet China mit den USA um die dominierende Rolle in der Welt. Die Volksrepublik versucht, sich mit einer Charme-Offensive als verlässlicher Partner darzustellen. Gleichzeitig rüstet China massiv auf, wird vor allem für Taiwan zur immer größeren militärischen Gefahr. Es geht um Fragen der Cybersicherheit, um Wirtschaftsspionage und Einflussversuche auf Politiker. Das Filmteam ist in China, Deutschland und Ungarn unterwegs und blickt auf Wirtschaft, Weltpolitik und die Beziehungen zu China bis zur lokalen Ebene. Hochkarätige Interviewpartner in Deutschland, Europa, den USA und in China stellen sich den Fragen des Teams.