17:45
Fuerteventuras Dünen und Vulkankegel glänzen wie Gold in der Sonne, die im Jahresdurchschnitt jeden Tag gut acht Stunden lang scheint. Die zweitgrößte Kanarische Insel liegt nur rund 120 Kilometer westlich von Afrika. Dort ist es extrem trocken und der Kampf ums Wasser hat eine lange Geschichte. Die 100 Jahre alten Windwasserpumpen sind ein Wahrzeichen der Insel und erleben eine Renaissance. Als Leocadio Araya Sanchez vor einigen Jahren einen kargen Berghang mit unzähligen Kakteen bepflanzte, hielten ihn Freunde und Nachbarn für verrückt: Kaktusfeigen, was soll das denn? Leo hoffte darauf, dass diese Pflanzen das extrem trockene Wetter aushalten. Aus den Kaktusfeigen wollte er einen gesunden Saft herstellen und hatte Erfolg. Doch die Frucht gibt ihren kostbaren Superfoodsaft nicht so einfach her. Bei der Ernte ist Vorsicht geboten: nur mit einer großen Spezial-Pinzette können die reizauslösenden Nesselhärchen und fiesen Stacheln der Kaktusfeige überwunden werden. Vor rund 100 Jahren brachten heimkehrende USA-Auswanderer die damals supermodernen Windradwasserpumpen der Aermotor Windmill Company mit nach Fuerteventura. Hunderte der nach dem Firmensitz kurz "Chicagos" genannten Windräder waren über die Insel verteilt, bis Elektromotoren ihnen den Rang abliefen. Heute erleben die umweltfreundlichen Chicagos eine Renaissance. Ignacio González, gerade 30 geworden, will unbedingt so ein altes Windrad wieder zum Laufen bringen. Doch gute Originalersatzteile sind schwer zu finden. Mehr als zwei Drittel aller spanischen Taubenzüchter leben auf den Kanaren. Kein Wunder, denn früher waren Brieftauben ein wichtiges Kommunikationsmittel zwischen den Inseln. Juan-Ramón sen., sein Sohn Juan-Ramón jun. und dessen Sohn Dylan halten zusammen gut 500 Tauben. Die jüngsten Tiere sollen jetzt ihren ersten Flug übers Meer absolvieren, eine Strecke von fünf Kilometern. Hoffentlich kommen alle heil zurück, denn ganz in der Nähe wurde ein Falke gesichtet. Auch Tinín Martínez lebt die alten Inseltraditionen: Er ist Stockkämpfer. Regelmäßig versammeln sich auf seinem Grundstück Gleichgesinnte. Die Kunst besteht darin, den Schlag nur anzudeuten. Dass der Gegner nicht getroffen werden darf, erfordert Übung, Geschick und hohe Konzentration. Heute gleicht die traditionelle Kampfkunst Juego del Palo eher einer getanzten Choreografie, doch für die Ureinwohner der Kanaren, oft Hirten, war der Stock die einzige Waffe, mit der sie sich gegen Piraten und Invasoren verteidigt haben. Marcos Tapia zieht es fast täglich an einen der paradiesischen Strände. Der 44-Jährige ist spanischer Meister und Vize-Weltmeister im Para-Body-Board Surfen. Mit 28 Jahren hatte er einen schweren Motorradunfall und ist seitdem querschnittsgelähmt. Surfen, eins sein mit der Natur: Die konstanten Wellen vor Fuerteventura gaben ihm wieder Kraft und neuen Lebensmut.
18:30
- Brasilien kämpft um den Amazonas Präsident Luiz Inácio Lula da Silva will die illegale Abholzung des Amazonas bis 2030 stoppen. Zwar sind die Rodungen deutlich zurückgegangen, doch wirtschaftliche Interessen, Umweltkriminalität und der Klimawandel bedrohen den Regenwald weiter. Ob Lula sein Ziel erreicht, ist entscheidend für Artenvielfalt, Klimaschutz und die Rolle des Amazonas als CO2-Speicher. - Rettungsversuch für die Sewanforelle Die Sewanforelle war einst prägend für das Ökosystem des armenischen Sewansees. Überfischung, eingeschleppte Arten und sinkende Wasserstände haben ihren Bestand stark geschwächt. Fischzüchter und Naturschützer Tigran setzt auf Nachzucht und die Aussetzung von Jungfischen. Doch Klimawandel, Verschmutzung und steigende Temperaturen gefährden den See weiterhin. - Tokios Samurai gegen den Müll Tokio zählt zu den saubersten Großstädten der Welt. Damit das so bleibt, sammelt eine Tanztruppe, als traditionelle Kämpfer verkleidet, Müll ein. Statt eines Schwerts benutzen die "Müll-Samurai" Abfallzangen. Mit ihrer ungewöhnlichen Performance wollen sie Menschen erreichen, sensibilisieren und zum Mitmachen motivieren. Die Idee findet Anklang auf der Straße und in den sozialen Medien.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:22
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:24
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Amerika steht vor einer Richtungswahl: Die Midterms 2026 entscheiden nicht nur über den Kongress, sondern auch darüber, wie viel Macht der Präsident in den kommenden zwei Jahren haben wird. Auf einer Reise durch die USA treffen SRF-Journalistin Barbara Lüthi und Peter Düggelin, ehemaliger USA-Korrespondent von SRF, Menschen, die Donald Trumps Amerika prägen - und jene, die sich dagegenstellen. Sie erleben, wie wirtschaftliche und politische Macht immer enger zusammenrücken: KI, Bitcoin und neue Industrien versprechen Wachstum und Reichtum, während viele Amerikaner mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen. Sie begegnen religiösen Aktivisten, MAGA-Anhängern und politischen Gegnern und erleben einen Wahlkampf, in dem längst auch um Wahlregeln und das Vertrauen in die Demokratie gerungen wird. Kann Trump seine Macht bei den Midterms sichern? Wo stößt sie noch an Grenzen? Und was bedeutet der Ausgang dieser Wahl für Amerika - und für Europa?
21:51
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Die achtjährige Nina ist selbstbewusst und lebenslustig, aber bei ihrer Geburt ist ein Fehler passiert: Sie wurde als Niklas geboren. Für Nina ist klar, dass dieser Irrtum behoben werden muss. Sie fasst sich ein Herz und teilt ihrer Familie klipp und klar mit, dass sie schon immer ein Mädchen war und endlich als solches leben möchte. Doch lediglich von Opa Thilo erfährt die mutige Grundschülerin volle Unterstützung. Ihre ohnehin zerstrittenen Eltern Simone und Martin sowie Bruder Ben kommen mit Ninas Neuigkeit nicht so leicht klar. Martin klammert sich an den Gedanken, dass Nina nur eine Phase durchlebt, Simone möchte ihr Kind unterstützen. Beide möchten Nina schützen - doch was ist der richtige Weg? Alte Streitigkeiten brechen auf. Auch in Ninas Umfeld, unter den Nachbarn und in der Schule tun sich nicht alle leicht. Hält die Familie trotzdem zusammen - und zu Nina?
23:58
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.