04:06
So manches Wiener Prachtpalais ist in Privatbesitz oder wird vom Bund für nicht öffentliche Zwecke wie Ministerienbüros verwendet. Moderator Karl Hohenlohe begibt sich hinter die Fassaden bekannter Häuser und lässt die Räume und die Historie auf sich wirken. Gemeinsam mit den aktuellen Bewohnern und Nutzern dieser Palais wälzt er Anekdoten und Geschichten. In dieser Folge widmet er sich Palais, die heute Amtssitze sind. Zum Beispiel das Palais Trautson, wo das Bundesministerium für Justiz untergebracht ist. Oder das Palais Dietrichstein, das das Zuhause für das Bundesministerium für Frauen, Familie, Integration und Medien ist. Und nicht zuletzt das Palais Metternich - die italienische Botschaft.
04:49
Juwelen der Stadt Wien, wie das Palais Wertheim, sind auf absehbare Zeit nicht öffentlich zugänglich. Karl Hohenlohe öffnet in diesem Film die Pforten dieser Häuser. Sie sind untrennbar mit der österreichischen Geschichte verbunden. Das Palais Lieben-Auspitz ist heute das Zuhause des berühmten Café Landtmann, der Libanesischen Botschaft und des Kellertheaters. Und das Palais Schönborn beherbergt das Volkskundemuseum. Der Film erzählt die bewegte Geschichte dieser Häuser und lässt die heutigen Nutzerinnen und Nutzer zum Leben in diesen prachtvollen Räumlichkeiten zu Wort kommen.
05:30
In dieser Folge öffnen sich exklusiv für Moderator Karl Hohenlohe die Tore des Palais Erdödy-Fürstenberg in der Himmelpfortgasse, das heute im Privatbesitz ist. Außerdem besucht er zwei Palais in der Singerstraße - nämlich das Palais Neubauer-Breuner, das im Besitz der Familie Metternich-Sandor ist und das Palais Rottal, das die Volksanwaltschaft und die Finanzprokuratur beheimatet. Karl Hohenlohe setzt seine Erkundungstour durch die Wiener Palais fort, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.
06:25
Wladimir Kaminer ist wieder auf Roadtrip. Diesmal geht es durch das kulinarische Österreich. Es wird sehr süß, so, wie es sich für das kleine Land gehört. Bestsellerautor Wladimir Kaminer kocht Marillenknödel, kostet Mehlspeisen und lernt, was die "Original" Salzburger Mozartkugel ausmacht. Natürlich dürfen Wein, "Wiener Tafelspitz" und Co nicht fehlen. Lukas Mraz ist ein sogenannter "Junger Wilder" unter den Köchen. Das mit zwei Michelin-Sternen gekrönte Familienrestaurant "Mraz und Sohn" betreibt er gemeinsam mit seinem Vater Markus in der Brigittenau in Wien, einem Arbeiterbezirk. Die beiden zeigen Wladimir, wie man einen Tafelspitz der etwas anderen Art kocht, nämlich aus Lamm. Um die Weinkultur des Landes besser kennenzulernen, geht es ins Burgenland, weltberühmt für seinen Rotwein, zum Weingut der Familie Göschl. Dort werden nicht nur Yogastunden angeboten, sondern auch Yogawein, der das klassische Sortiment bereichert. Hintergrund: Das Weingut wird von zwei Jungwinzerinnen, Daniela und Kathrin, geführt, eine von ihnen ist Yogalehrerin. Beide hatten andere Pläne, als das Weingut ihrer Eltern zu übernehmen, und sich erst nach Studium und Arbeitserfahrungen in Wien und Niederösterreich, dazu entschlossen. Wladimir erfährt, wie man die Weinstöcke richtig behandelt und warum die Verbindung von Wein und Yoga keine "liaison dangereuse" ist. Nach einer schweißtreibenden Yogastunde gibt es eine typische Brettljause und die Gelegenheit die Weinsorten der Region (blind) zu verkosten. Von der Weintraube ist es zur Marille nicht weit, denn bekannt ist Österreich, besser gesagt, die Gegend "Wachau" weltweit für eine ganz besondere Frucht: Die "Original Wachauer Marille" ist eine streng geschützte Marke. Mit Anita Brunner und deren beiden Eseln spaziert er durch einen Marillengarten und erntet die besonderen Früchte. Verkocht werden diese dann zu Marillenknödel mit der Köchinnen-Legende Lisl Wagner Bacher. Sie hat ein ganzes Kochbuch über die Obstsorte verfasst. Übrigens: Sag niemals Aprikose zu einer echten Marille! Das muss auch der Autor noch lernen. Noch süßer wird es für den Schriftsteller in Salzburg. Dort lernt er alles über die "Original" Salzburger Mozartkugel und darf sogar selbst Hand anlegen. Trotzdem: Die Rezeptur ist streng geheim. Mit Blick über die gesamte Stadt kostet er die luftigste Mehlspeise Österreichs, nämlich "Salzburger Nockerln": Ein luftig-leichtes Dessert, das aus Eischnee besteht, serviert von einem Kellner mit dem Namen Ferdinand - wir sind ja schließlich in Österreich.
07:00
Norwegen gilt als eine der einsamsten, aber auch schönsten Regionen der Erde. Die Reise beginnt in Bergen und führt über die Lofoten und Tromsø bis zum Nordkap und zum Kirkenes Bay. Es ist das Land der eisigen Polarnächte, in denen im Winter die Nordlichter über den Nachthimmel tanzen und die schneebedeckte Landschaft in ein spektakuläres Licht tauchen. Im Sommer geht die Mitternachtssonne über dem Polarkreis mehrere Wochen lang nicht unter.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
Die Schynige Platte im Berner Oberland ist Ziel einer ganz besonderen Fahrt mit der Zahnradbahn. Seit über 130 Jahren tuckern die Dampfzüge von Wilderswil gemächlich den Berg hoch. Die Fahrt ist eine Reise zurück in der Zeit: Schienen, Züge und auch so manche Sehenswürdigkeit entlang der Strecke haben sich den Charme aus Großmutters Zeiten erhalten. Der neuste Zug der "Schynige Platte-Bahn" hat bereits über 100 Jahre auf dem Buckel. Entsprechend gemächlich ist auch das Tempo. Es lädt ein, innezuhalten und die malerischen Landschaften zu genießen, die sich beim Blick aus dem historischen Wagen auftun. Oder Menschen kennenzulernen, die entlang der Strecke leben und arbeiten. Etwa die Älplerfamilie Balsiger, die jeden Sommer mit Kind und Kegel auf den Berg zieht. Oder Jasmin Senn, die als Gärtnerin den eindrücklichen Alpengarten auf der Schynigen Platte betreut. Bei der Mittelstation Breitlauenen liegt den Reisenden der Thunersee zu Füßen. Ein Anblick, der den berühmten Schweizer Maler Ferdinand Hodler zu einigen seiner Landschaftsbilder inspiriert hat. Werkstattchef und Lokomotivführer Samuel von Känel gibt einen Einblick in den Führerstand einer der alten Dampfloks, während sich Zugbegleiterin Claudia Würsch um Sicherheit auf der Strecke und Wohlbefinden der Passagiere bei der Fahrt kümmert. Die Ankunft auf der Schynigen Platte verspricht zudem das wohl meistfotografierte Panorama des berühmtesten Schweizer Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau. Mit den Schweizer Bergbahnen durch majestätische Landschaften auf die spektakulärsten Gipfel. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition und Technik, Natur und Kultur beeindrucken die Bergbahnen heute genauso wie vor 150 Jahren. Mit viel Dampf und unter Aufbringung von viel Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert regelmäßig die Strecken. Genauso wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen.
09:45
Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden. Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen, wo Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation.
10:15
(aus der ORF-Reihe "Universum") Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder. Der Yellowstone-Nationalpark ist geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis: Vulkanische Aktivität im Untergrund sorgt auch im Winter für offene Wasserstellen, während die Landschaft ringsum bei 40 Grad Celsius unter Null in Frost und Kälte erstarrt. Diese Wasserstellen sind im Hochwinter die Bühne für so manches Drama: Dort bekommt es der noch unerfahrene Nachwuchs des Wolfsrudels zum ersten Mal mit einem ausgewachsenen Elchbullen zu tun. Was anfangs nach einer klaren Sache für den mächtigen Geweihträger aussieht, entwickelt sich im Laufe des Winters zu einem Kampf auf Leben und Tod. Im Gebiet des Yellowstone-Nationalparks herrschen einzigartige Umweltbedingungen: Durchschnittlich fallen im Bergmassiv der Rocky Mountains während der kalten Jahreszeit etwa drei Meter Schnee. Durch tiefe Gebirgseinschnitte gelangen jedoch feuchte Luftmassen vom Pazifischen Ozean im Westen bis nach Yellowstone, wo sie rasch abkühlen - und den Winter über für bis zu 15 Meter Schnee sorgen. Die mächtigen Bisons kommen mit der Kälte im Normalfall gut zurecht. Ihr dichtes, dickes Fell schützt sie weitgehend vor dem Frost. Yellowstone beherbergt die letzten wilden Bison-Herden, die dort seit Jahrtausenden überlebt haben. Aber auch die Bisons haben ihre Grenzen. Wenn es zu kalt wird, suchen sie einen ganz bestimmten Fluss auf, der von warmem Wasser aus der Tiefe gespeist und damit eisfrei gehalten wird. Der Fluss leitet die Bisonherde in ein Gebiet voller Geysire, deren heißes Wasser den Boden ringsum schneefrei hält und das verdorrte Gras zugänglich. Doch die Tiere dürfen nicht zu viel davon fressen, denn das dürre Gras enthält hohe Konzentrationen von Kieselerde und Arsen. Diese Nahrung ist nicht nur sehr karg, sondern sogar gesundheitsgefährdend. Den meisten Bewohnern des Nationalparks machen Schnee und Eis zu schaffen - so auch dem Fuchs. Dennoch hat er einen Weg gefunden, den Winter zu überstehen: Er jagt Schneemäuse, die sich am Boden in Gängen und Höhlen unter dem Schnee verbergen. Bei seinem Lauschangriff achtet der Fuchs auf das leiseste Geräusch, das den Standort einer Schneemaus verrät. Hat er ein potenzielles Opfer ausgemacht, vollführt der Fuchs eine sehenswerte Aktion: Er springt hoch in die Luft und taucht mit der Schnauze voran tief in den Schnee, wo er mit etwas Glück die begehrte Beute erwischt. Die winterlichen Bedingungen sind auch für die Otter ein Problem. Die meisten Flüsse und Bäche sind jetzt von einer zentimeterdicken Eisschicht bedeckt, und darüber türmen sich die Schneemassen. Die Otter ziehen die Ufer entlang, um einen offenen Zugang zum Wasser zu finden, wo sie ihre wichtigste Nahrung jagen können, Fische. Als einer der Otter endlich einen erwischt, hat er dabei einen höchst interessierten Beobachter: Ein Kojote trachtet danach, dem Otter den Fisch abzujagen. Dieser denkt jedoch nicht daran, seine Beute aufzugeben, sondern taucht blitzschnell ab und versteckt sich unter der verschneiten Eisdecke im Fluss. Am Ende muss der Kojote unverrichteter Dinge abziehen. Wenn es kalt genug ist, zeigt sich in Yellowstone ein faszinierendes Naturschauspiel: Aus heiterem Himmel gefriert die Feuchtigkeit der Luft zu winzigen Eiskristallen, die in der Sonne glitzern, ein Phänomen, das als "Diamond Dust", "Diamantenstaub", bekannt ist.
11:00
(aus der ORF-Reihe "Universum") Ein halbes Jahr lang halten Eis und Schnee Yellowstone in frostigem Griff. Doch schließlich erwacht das Leben im Nationalpark langsam wieder. Nach dem langen Winterschlaf führt eine Grizzlybärin ihre neugeborenen Jungen zum ersten Mal durch ihr Revier. Doch sie könnte zu früh erwacht sein, denn das Land liegt dieses Jahr noch unter einer dicken Schneedecke verborgen - und so gibt es kaum Futter. Einmal mehr zeigt sich, wie anpassungsfähig Grizzlys sind. Mit Tatzen, die mit einem Hieb einen Hirsch töten können, tastet die Bärenmutter unter den Eisschollen nach Fischen, die sich zum Überwintern ein allzu seichtes Gewässer ausgesucht haben - und daher erfroren sind. Die Bärin stärkt sich mit gefrorenem Fisch, um bei Kräften zu bleiben und ihre Kleinen säugen zu können. Sobald die Tage wärmer werden, kehren auch Rudel von mächtigen Wapitihirschen und Herden pfeilschneller Gabelböcke auf das Hochplateau zurück. Die Hirsche hatten in den Wäldern am Rand des Nationalparks Schutz vor der Kälte gesucht, die Gabelböcke haben hingegen eine Wanderung von beinahe 200 Kilometern hinter sich. Die Winterquartiere der schnellsten Sprinter Amerikas liegen fernab der unwirtlichen Hochtäler. Gabelböcke sind faszinierende Tiere, die auf der Flucht Geschwindigkeiten von etwa 80 Kilometern pro Stunde erreichen können. Jetzt ist die Zeit für den Nachwuchs: Ob Bisons, Wapitis oder Gabelböcke - sie alle bekommen nun ihre Jungen. Auf diesen Moment haben die Wölfe und Kojoten nur gewartet, denn auch sie müssen ihre neugeborenen Kleinen durchbringen, bis diese sich selbst versorgen können. Dabei stoßen die Tiere auf unerwartete Probleme: Die spezielle Lage und Geologie von Yellowstone bringt es mit sich, dass dort sogar im Juni gelegentlich noch heftige Schneestürme über die Landschaft hereinbrechen. Sie ahnen nichts davon, aber all die Bewohner des Nationalparks verbringen ihr Leben auf einem schlafenden Supervulkan. Tief im Untergrund von Yellowstone verbirgt sich ein gewaltiges Magma-Reservoir. Im Lauf der Erdgeschichte kam es dort bereits mehrfach zu unvorstellbaren Ausbrüchen - seit einigen Jahren registrieren Forscher immer wieder einen zunehmenden Druck im Erdinneren, durch den manche Bereiche des Nationalparks langsam angehoben werden. Die spektakulären Landschaften von Yellowstone wurden auch von den Eiszeiten geprägt: Als die Gletscher wuchsen und vordrangen, planierten sie weite Gebiete und schliffen dabei den Untergrund ab. Als sich die Eismassen wieder zurückzogen, bildete der mineralreiche Gesteinsstaub einen besonders fruchtbaren Boden für schier endlose Grasebenen. Zu Beginn des Sommers beginnt das Land dort unter der sengenden Sonne zu verdorren. Mit Fortschreiten der heißen Jahreszeit trocknet die Landschaft immer mehr aus - und schon ein Blitzschlag genügt, um verheerende Waldbrände auszulösen. Diese alles vernichtenden Feuerstürme sind eine große Bedrohung für das Leben in Yellowstone. So zerstörte 1988 ein katastrophaler Waldbrand etwa ein Drittel des Baumbestandes im Nationalpark. Doch auch diese Brände sind Teil eines ewigen Kreislaufs - denn die Asche düngt den Boden, auf dem dann rasch wieder neues, üppigeres Leben gedeiht. Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder.
11:45
Rasend schnell auf Gras statt Schnee: Junge österreichische Athleten kämpfen um Weltmeistertitel. Ein Film über Leidenschaft, Grenzerfahrungen und einen Sport im Aufwind. Filmemacher Robert Styblo begleitete monatelang jugendliche Grasskifahrer aus Österreich bei ihren intensiven Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft in Rettenbach im Südburgenland - und hielt Training, Druck und Triumph eindrucksvoll fest. Sein Film zeigt das fast übermenschliche Training der Leistungssportler, Momente nervlicher Anspannung und die große Freude über den Erfolg bei der Weltmeisterschaft. Daneben steht auch der Grasski-Verein Rettenbach im Fokus: ein Verein, an dem alle am Zukunftsprojekt Grasski mitarbeiten. Klimawandel und sportliche Spitzenleistungen treiben diese einstige Nischensportart Richtung Mainstream.
12:10
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:40
- Griechischen Bergtee verarbeiten Im Hochbeet auf der Terrasse des Querbeet-Gartens wachsen verschiedene Kräuter. Momentan steht der Griechische Bergtee in voller Blüte. Sabrina Nitsche zeigt, wie man ihn erntet und zu Eistee weiterverarbeitet. - Wildkräuter mit Nadine Kräuterpädagogin Nadine Haser zeigt, wie man Kombucha selbst ansetzt - und anschließend mit Wildkräutern und Früchten aus dem Garten verfeinert. So wird aus dem fermentierten Tee ein spritziges Gartengetränk mit individueller Note und saisonalen Aromen. - Prüfung Feldbotanik Pflanzen sicher erkennen - mit Zertifikat. Mit der Prüfung Feldbotanik kann man seine Artenkenntnis nachweisen. Wir haben Teilnehmer begleitet, von den Übungen bis zur Prüfung. - Natursteinmauer als Beetbegrenzung Knapp 40 cm beträgt der Höhenunterschied von Garage zu Zufahrt in Sabrinas Garten. Sabrina möchte statt neuer Holzpfosten eine Trockensteinmauer setzen, als Lebens- und Pflanzraum für viele Tiere und Stauden. Fünf Tonnen Material warten auf die Gärtnerin.
13:05
Mit Bedacht geht es auf dem Schienennetz der Rigi-Bahnen zu. Dort verkehrt der imposanteste historische Fuhrpark der Schweizer Bergbahnen. Die Rigi-Bahn war die erste Zahnradbahn Europas. Damals wie heute schlängeln sich die Schienen von Art-Goldau über die Ostflanke des Bergs auf den Gipfel der Rigi-Kulm. Die Bergfahrt im legendären Triebwagen "Sächsi" mit der Lokführerin Selina Gehrig bietet den Passagieren eine unvergessliche Reise. Über Viadukte, vorbei an Wasserfällen, entlang schroffer Felswände und zahlreicher "Trainspotter", für die die alten Rigi-Wagen ein ideales Fotomotiv bieten, schiebt die Lok den Zug bergwärts. Entlang ihrer Reise trifft man auf Menschen, deren Alltag unzertrennlich mit der Bahn verbunden ist: vom Gleisarbeiter über den Bierbrauer bis zur Bergschullehrerin. Am Gipfel angekommen gibt es einen fliegenden Wechsel, denn hinunter geht es auf der anderen Seite des Bergs mit der neuesten Generation an Zügen und Technologie. Dabei offenbaren sich der atemberaubende Ausblick über den Vierwaldstättersee und eine faszinierende alpine Flora mit enormer Vielfalt, und viele Mitreisende erzählen vom Leben auf dem Berg und mit der Bahn. Schweizer Bergbahnen fahren durch majestätische Landschaften und winden sich auf spektakuläre Gipfel. Sie beeindrucken mit einer einzigartigen Mischung aus Tradition, Technik und Natur. Und ziehen Menschen in ihren Bann. Mit viel Dampf, Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert regelmäßig die Strecken. Genauso wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen.
13:55
Kaum ein anderer Baum in Europa ist so eng mit den Menschen verflochten wie die Linde. Über Jahrtausende war sie Begleiterin und hat das Geschehen als stumme Zeugin der Zeit beobachtet. Die Linde ist nur selten in den Wäldern anzutreffen. Man findet sie in Dörfern und Städten, mitten unter den Menschen, die sie pflanzen und hegen. Sie hat die Menschen inspiriert, war aktiv an deren Schicksal beteiligt und ist heute nicht aus ihrem Alltag wegzudenken. Die Linde hat sich schon früh ins Leben der Menschen gestohlen. Zahlreiche Legenden ranken sich um den Baum und machen ihn zum Inhalt vieler Lieder. Die Menschen holten die Linde aus den Wäldern in die Städte, wo sie als Einzelbäume hervorragend wachsen konnten. So erhielt der Bürger eine "mütterliche" Baumpersönlichkeit, die durch ihren schönen Wuchs und den wunderbaren Duft ein Gefühl von Geborgenheit verbreitet. Sie gilt dank ihrer beruhigenden Ausstrahlung als weise Ratgeberin. Die Linde gilt überdies als ein Symbol für Gerechtigkeit, Frieden und Heimat sowie als Platz der Gemeinschaft. Die Linde ist ein Sinnbild für die Gemeinschaft, der "Baum des Volkes". Nicht zufällig stehen heute in so manchen Gemeinden Tanz-, Gerichts-, Gedenk- oder Liebeslinden. In der Natur findet man sie an unwegsamen Orten, wo sie durch ihre kämpferische Natur an Stellen gedeihen, an denen andere Bäume kaum Nährboden finden würden. Das hat sie mit einer unvergleichlichen Heilkraft ausgestattet, die nicht nur ihr selbst zugutekommt, sondern auch denen, die sie einzusetzen wissen.
14:45
Niemand baut mehr Schiffe aus Eichenholz. In Möbelhäusern sucht man Eichenholzmöbel vergebens. Die Eiche scheint ausgedient zu haben. In Wirklichkeit ist sie jedoch der Baum der Zukunft. Die Geschichte der Eiche reicht bis zu zwölf Millionen Jahre zurück. Der Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse steht symbolisch für Kraft und Ewigkeit - Eichen können bis zu 1000 Jahre alt werden. Das Holz ist sehr stabil, die Rinde rau, dick und furchig. Zur Pflanzengattung der Eichen gehören circa 400 Arten, von denen die Stieleiche und die Traubeneiche zu den häufigsten in Deutschland zählen. Eichen können ein enormes Alter erreichen. Auch im Hinblick auf die Erdzeitgeschichte liegen Eichen weit vorn: Belegt sind Fossilfunde von mindestens zehn Millionen Jahren. Die Früchte, die Eicheln, sind durch ihren hohen Anteil an Stärke zwar nahrhaft, aber wegen der Bitterstoffe für den Menschen ungenießbar und giftig. Für Nagetiere wie Mäuse und Eichhörnchen, Rotwild und Wildschweine sind Eicheln dagegen unverzichtbare Kohlenhydrat- und Proteinquellen, weswegen sich die Früchte für Nagetiere besonders gut beim Anlegen von Wintervorräten eignen. Der Film erzählt in drei Kapiteln von den Eichen, die man mit "Natur", "Nutzung" und "Zukunft" betiteln könnte. Der erste Teil beschreibt verschiedene Besonderheiten der Eichen und wie wertvoll die Eichen als Lebensraum für Vögel und Insekten sind. Teil zwei zeigt verschiedene Arten der Nutzung - zum Beispiel durch einen Künstler, der ausschließlich mit Eichenholz arbeitet -, der dritte Teil bringt eine überraschende Wendung, da sich herausgestellt hat, dass die Eiche mit dem Klimawandel besonders gut klarkommen wird. Sie ist schon jetzt dabei, Baumarten wie die Föhre zu verdrängen - und daher eindeutig der Baum der Zukunft. Es ist durchaus denkbar, dass unsere Wälder in Zukunft aus Eichen bestehen.
15:35
Lärchen wuchsen bereits vor 60 Millionen Jahren auf der Erde. In der Schweiz findet man einen Großteil dieser Baumart vor allem im Wallis, in den Tälern des Tessins sowie in Graubünden. Die lichtbedürftige Lärche gehört zur Gattung der Nadelbäume und ist eine Pionier-Baumart. Dank ihrer bis zu zwei Meter tief verankerten Wurzeln ist sie als Schutzbaum sehr beliebt. Die Europäische Lärche wird bis zu 54 Meter hoch und über 1000 Jahre alt. Heute ist die Europäische Lärche vor allem im Alpenraum, den Sudeten, den Karpaten sowie dem südöstlichen Polen verbreitet. In der Schweiz wachsen Lärchen in der Regel oberhalb von 1400 Metern über Meer. Als Pionier-Baumart passt sie sich den örtlichen Begebenheiten an und ist ein guter Schutzbaum. Dank ihrer kräftigen, tiefen Wurzeln festigt die Lärche vor allem im Gebirge erosionsgefährdete Waldböden. Sie ist ein wichtiges Element im inneralpinen Schutzwald. Ihre dicke Borke zeichnet sie zudem als "Prellbock" bei Steinschlag aus. Im Mischwald wird sie deshalb gern gefördert. Wegen ihres gut bearbeitbaren und dauerhaften Holzes wird sie sehr geschätzt. In tieferen Lagen muss sie im Mischwald gepflegt werden, weil ihr dort Tannen und Fichten das notwendige Licht rauben. Das witterungsbeständige, schwere Lärchenholz findet Verwendung im Innenausbau, Erd-, Brücken- und Schiffsbau sowie bei Wasserarbeiten. Unter Wasser wird es steinhart. Auch als Schindelholz ist es beliebt. Überdies ist die Lärche aus forstwirtschaftlicher Sicht eine wertvolle Baumart. Wie die meisten Bäume lebt sie in Symbiose mit Pilzen. Die fetten Lärchensamen dienen vielen Vögeln als Nahrungsquelle. Eine spezielle Bedeutung kommt der Lärche in den Alpentälern zu: Das Vieh kann sich gut vom reichlich wachsenden Gras unter den lichten, schattenspendenden Kronen der Lärchen ernähren. Unter dem dichten, immergrünen Geäst von Fichten würde hingegen kaum Gras wachsen. Als einziger Nadelbaum färben sich die Nadeln der Lärche im Herbst goldgelb und fallen schlussendlich ganz ab. Mit dieser Strategie übersteht die Lärche den Winter unbeschadet. Wegen ihrer schützenden Kräfte wurde die Lärche schon früh kultisch verehrt. Im Altertum galt sie als heiliger Baum. Weiter wird der Lärche heilende Wirkung zugeschrieben. Am bekanntesten ist das Terpentin, bekannt auch unter dem Namen "Venezianisches Terpentin": Die aus der Lärche gewonnene Harzsalbe soll gegen Gicht, Hexenschuss, Rheuma, Neuralgien, Erkältungen, Durchblutungsstörungen und Infektionen wirksam sein.
16:25
Beeindruckende Bergpanoramen, wilde Naturparadiese, atemberaubende Landschaften, historische Städte: Vorderrhein, Hinterrhein, Alpenrhein und Hochrhein sind wie ein Schweizer Mikrokosmos. 375 Flusskilometer lang windet sich der Rhein durch Schweizer Gebiet und ist ein nie versiegender Quell spannender Geschichten. Natur und Kultur - alles, was die Schweiz so beliebt macht, findet sich auch rund um die Ufer des mächtigsten Stroms der Schweiz. Eingerahmt von einer stattlichen Reihe Dreitausender liegt der Tomasee, der offiziell als Rheinanfang gilt. Drei Wochen wird das Wasser, das von dort über eine Felskante ins Vorderrheintal stürzt, brauchen und 2000 Meter Höhenunterschied überwinden, bevor es in Holland ins Meer fließt. Im Himmel geboren: Eine majestätische Reihe Dreitausender säumt den Ursprung des Rheins, Wasser quillt überall aus ihren Berghängen, bildet unzählige Bäche und vereint sich schließlich zu zwei Quellströmen. Am Tomasee kämpft Anita Mazetta dafür, dem jungen Rhein seine Wildheit wiederzugeben, denn seine wertvolle Energie wird ihm schon wenige Meter nach seinem Beginn abgezapft. Einige Quellflusskilometer weiter schlummern im Flussbett noch ganz andere Schätze: Rheingold. An jedem Wochenende leitet "Gold-Gusti", wie August Brändle sich nennt, Scharen von Glücksrittern an. Seine Expertise ist gefragt, schließlich hat er einst einen beeindruckenden Klumpen des Edelmetalls aus dem Flussschotter geschürft. Kostbare Naturerlebnisse genießen Eveline Hauser und Dominik Waldmeier dagegen mit ihren Packziegen. Mit ihren zahmen Tieren bieten sie Trekking-Touren dort an, wo der junge Rhein noch ein Wildbach ist. Weiter flussabwärts genießt Rangerin und Wildhüterin Pirmina Caminada ihren spektakulären Arbeitsplatz: die Rheinschlucht, "Ruinaulta" auf Rätoromanisch. Bei jedem ihrer Kontrollgänge liest sie aus Spuren und tierischen Hinterlassenschaften ihre "Tageszeitung der Natur". Tief grub sich der Rhein am Rheintal durch die Schuttkegel des Flimser Bergsturzes. Das bröselige Gestein, das schon die Zugbauer der Rhätischen Bahn zur Verzweiflung trieb, ist Rest eines urgewaltigen Ereignisses. Vor "nur" 10.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, ereignete sich dort der größte Bergsturz Europas: Millionen Kubikmeter Kalkfelsen stu¨rzten ins Tal. Früher nahm ab dort die Macht des Stroms zu, bescherte den Menschen Katastrophen, Nöte und Unheil. Jetzt fließt er ganz selbstverständlich durch Wohn- und Industriegebiete. Der Fluss ist begradigt, in ein Korsett gezwängt durch das historische Jahrhundertbauwerk "Rheinbegradigung". Heute steht es in der Kritik. Ein schweres Hochwasser, weiß Anita Mazetta, könnte im unteren Rheintal einen riesigen Schaden anrichten, deswegen soll renaturiert werden. Vorbild sind die Mastrilser Auen. Sie und das Rheindelta kurz vor dem Einfluss des Rheins in den Bodensee sind die letzten echten Naturparadiese. Hinter dem Bodensee wird der Rhein Freizeit- und Touristenparadies. Maja Tappolet wohnt mit ihrem Mann Kai und sieben Kindern in der Nähe vom Rheinfall und ist mit Leib und Seele Landfrau. Ab jetzt fließt der Fluss immer zwischen Deutschland und der Schweiz. Deshalb ist die Rheinfelder Brücke mehr als nur ein Flussübergang: Sie ist gelebte Völkerverbindung. Deutsche und Schweizer treffen sich in der Flussmitte zum Schwimmen. Knallbunte Kissen prägen ab da das Flussbild: der Wickelfisch, das Erkennungszeichen der routinierten Strömungsschwimmer. Zu Christian Hosslis perfektem Flussglück würde allerdings auch ein richtiger Fisch gehören. Und zwar der Lachs, der bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Basel in Massen aus dem Rhein gezogen wurde. Der Naturschützer kämpft für dessen Rückkehr und ist verhalten optimistisch. Noch stoppen französische Kraftwerke den Weg des Lachses in die Schweiz, doch Christian Hossli glaubt fest daran: Die völkerverbindende Kraft des großen europäischen Stroms wird letztlich dafür sorgen, dass alle Rheinanrainer sich zusammentun und dem Lachs seinen Weg zurück vom Meer in Richtung Quelle bahnen.
17:15
Hoch oben auf 2484 Metern entspringt einer der längsten und mächtigsten Alpenflüsse: der Inn. Der Fluss ist Lebensader für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt. Mal eingedämmt und geradlinig, mal wild, ungezähmt und naturbelassen: Auf seiner Reise durch die Schweiz schlängelt sich der Inn im Oberengadin durch glasklare Seen und ein weites Tal; im Unterengadin durch steile, tiefe Schluchten. Von oberhalb des Lunghinsees aus fließt der Inn etwa 100 Kilometer durch die Schweiz, danach durch Österreich. Im deutschen Passau mündet er in die Donau und fließt schließlich ins Schwarze Meer. An seinen Ufern spricht man Italienisch, Deutsch und Rätoromanisch. Die Dokumentation begleitet Gioconda Segantini an die Innquelle, in die Albula-Alpen. Sie stimmt den Zuschauer ein in die farbenreiche, faszinierende Welt des Engadins. Am Silvaplanersee gibt es eine Verabredung mit Fotograf Daniel Meuli zum Fotoshooting. Mit seiner selbst gebauten Camera obscura hält er die Schönheit der Natur in Einzelstücken auf Papier fest. Mehr über die Spitzfindigkeiten der Wasserversorgung auf knapp 2500 Metern Höhe weiß Älpler Christian Bartl zu berichten, der im Sommer 160 Angusrinder auf dem Muottas Muragl beherbergt und eine kleine Alp-Beiz betreibt. Züchter Gian Peter Niggli erzählt von den schwarzen, edlen Rindern und über die Viehwirtschaft in den Bergen. Die Revitalisierung des Inns spielt im Oberengadin eine immer größere Rolle. Bei Bever möchte man dem eingedämmten Flusslauf ein Stück Natur zurückgeben. Dort werden in einem zehn Millionen Franken teuren Megaprojekt zurzeit alte Dämme abgerissen, der Inn auf 2,1 Kilometern Länge revitalisiert - er kann sich seinen Flusslauf wieder selbst suchen. Christine Levy und David Jenny berichten, welch neue Lebensräume für Pflanzen- und Tierwelt dort bereits entstanden sind. Entlang des Flusses gibt es noch vollkommen unberührte Natur. Im Schweizer Nationalpark begleitet der Film Seraina Campell auf einer spannenden Hirschsuche durch eine gigantische Landschaft. Dort ist die Natur auf 170 Quadratkilometern sich selbst überlassen. Im Unterengadin, bei Scuol, führt Sabina Streiter zu extrem hoch mineralisierten Quellen, die ein besonderes Markenzeichen der Gegend sind. Sie sind auch Ursprung der hiesigen Tradition des Bädertourismus, wurden früher zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Viele Menschen entlang des Flusslaufs setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander. So kocht Küchenchef und Gastgeber des Hotels "Guarda Val", René Stoye, vornehmlich mit Zutaten aus dem Tal. Er besucht auch die kleine Käserei von Peter Mair, von der er seinen Käse bezieht. Das Engadin: ein Naturidyll, umgeben von Bergen und Gletschern, durchzogen von einem wilden Fluss, der Mensch, Flora und Fauna mit seinem Wasser speist. Viele große Künstler ließen sich einst von dieser farbenreichen Schönheit inspirieren. Die Menschen dort tun dies noch heute. Sie achten auf ihre Umgebung, damit das Idyll auch künftigen Generationen erhalten bleibt.
18:05
Auf 2208 Metern entspringt der wasserreichste Strom der Schweiz: die Rhône. Von der Zunge des Rhonegletschers fließt sie 264 Kilometer durch das Land, bevor sie im Mittelmeer mündet. Eingebettet in eine atemberaubende Landschaft schlängelt sie sich durch Wallis und ist geprägt von den Menschen an ihren Ufern. Wo sie frei fließen darf, besticht die Rhône mit ihrer wilden Schönheit und einer überraschend reichhaltigen Pflanzen- und Tierwelt. Filmemacherin Anja Glücklich entdeckt Natur und Menschen im Rhonetal. Sie begleitet den Gletscherkundler David Volken auf den Rhonegletscher in der spektakulären Bergwelt des Gotthardmassivs. Die "Faszination Eis" ist in der Eisgrotte im Herzen des Gletschers zu erleben. Doch der Gletscher ist durch den Klimawandel in Gefahr. Er schmilzt mehrere Zentimeter pro Tag. Die Dokumentation von Anja Glücklich erklärt auch die Bedeutung der Wälder zum Schutz vor Hochwasser und Erosion und beschreibt die Merkmale eines natürlichen Flussbetts und dessen Sinn für den Fischbestand. Im Naturschutzgebiet Pfynwald kann der einst eingedämmte Fluss wieder frei fließen und sich in all seiner Pracht entfalten. Der Biologe Pierre-Alain Oggier stellt verschiedene Lebensräume mit einer beeindruckenden Biodiversität vor, die dort wieder entstanden ist. René Schnyder sorgt mit seinen Schwarznasenschafen für den Erhalt der Almwiesen auf der Bachalpe. Hannelore Tsokhim-Bumann verköstigt die Gäste ihres historischen Wirtshause im verwinkelten Bergweiler Albinen nach alter Selbstversorgertradition. Was früher selbstverständlich war, trifft heute den Nerv der Zeit. Die umweltschonende und nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft wirkt über den Wasserkreislauf bis zur Rhône. Die Natur durch Nachhaltigkeit für die kommenden Generationen zu bewahren, das ist auch im Sinne der Winzerin Caroline Frey. Alle Naturliebhaber im Tal sind sich einig: Das traumhafte Rhonetal ist schützenswert! Bleibt zu hoffen, dass es sich in Zukunft mit einem freifließenden Fluss und mehr Biodiversität zeigen darf. Ganz im Sinne des Dichters Rainer-Maria Rilke, der das breite Tal mit den Anhöhen so liebte und für den die Rhône immer einer der wunderbarsten Ströme war.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Mit den Schweizer Bergbahnen durch majestätische Landschaften auf die spektakulärsten Gipfel. Diese Folge führt mit der Zahnradbahn auf den Monte Generoso - ein ganz besonderes Erlebnis. Wer die schönste Aussicht des Tessins genießen will, ist gut beraten, sich auf den Monte Generoso zu begeben. Vom Gipfel auf 1601 Metern hat man einen atemberaubenden Rundumblick auf die höchsten Berge der Schweizer Alpen. Hoch hinauf kommt man am besten mit der "Ferrovia Monte Generoso", der einzigen Zahnradbahn des Kantons Tessin. Seit 130 Jahren fährt sie unermüdlich vom Ufer des Luganer Sees hinauf auf den Gipfel. Mit Lokführerin Stefanie Huber und dem jungen Geistlichen Don Marco als Reiseführer wird die Fahrt auf den Monte Generoso zu einem ganz besonderen Erlebnis. Von den saftig grünen Weinbergen führt die Route über eine ehemalige Einsiedelei, die heute nichts weniger als eine "Liebesgrotte" beherbergt, über eine der ältesten Mühlen der Schweiz, in der die Müllerin rote Polenta mahlt. Die "Grotta dell' Orso", die Bärenhöhle, hält so manch erstaunlichen Fund für ihre Besucherinnen und Besucher bereit. Weiter geht es in Richtung Gipfel, der die Reisenden mit einem wahrhaft himmlischen Ausblick belohnt. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition und Technik, Natur und Kultur beeindrucken die Bergbahnen heute genauso wie vor 150 Jahren. Mit viel Dampf und unter Aufbringung von Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert regelmäßig die Strecken. Genauso wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Die Kriminalinspektion Stralsund hat seit drei Monaten einen neuen Chef: Gregor Meyer kommt aus Schwerin und war dort jahrelang in der Abteilung für interne Ermittlungen tätig. Die Personalie sorgt für einige Unruhe in der Mordkommission. Ist es Zufall, dass jemand auf den Chefposten in Stralsund gesetzt wird, der in den vergangenen Jahren vornehmlich mit internen Ermittlungen gegen Polizeikollegen befasst war? Nina Petersen ist deshalb aber nicht weiter beunruhigt. Ganz anders reagieren ihre erfahrenen Kollegen Karl Hidde und Benjamin Lietz. Nina stellt erstaunt fest, dass Meyers Anwesenheit die Haudegen hemmt. Als Nina Benjamin bei einem Bier darauf anspricht, sagt er nur: "In jedem Lebenslauf gibt es schließlich dunkle Stellen. Man muss nur die richtige Seite aufschlagen." Das wiederum irritiert Nina. Haben ihre Kollegen etwas zu verbergen? Gibt es da eine große Geschichte in deren Berufsleben, von der sie keine Ahnung hat? Oder ist es die Furcht vor der Aufdeckung der vielen kleinen Unsauberkeiten im beruflichen Alltag, die die Kollegen so angespannt erscheinen lassen? Dass der neue Chef Nina und die Kollegen immer wieder mit detaillierten Kenntnissen aus ihren Personalakten überrascht, trägt nicht unbedingt zur Entspannung der Situation bei. Als Nina, Karl und Benjamin zu einem Einsatz gerufen werden, droht das Ganze aus dem Ruder zu laufen. Ein Geldtransporter wurde überfallen, und die Gangster schrecken auch vor Mord nicht zurück.
21:45
Mehr als 300 Brauereien lassen die Herzen der Bierliebhaber in Franken höherschlagen. Egal ob im kleinsten Dorf oder in den Städten, die nächste Brauerei ist nie weit entfernt. ZDF-Autor Stefan Leifert fährt genussvoll mit dem Roller entlang der fränkischen Bierstraße und entdeckt die wohl kleinste Brauerei Bayerns, besichtigt historische Felsenkeller, trifft innovative Brauer. Das Ziel der Reise ist "Bierhauptstadt Bamberg". Die Roller-Tour durch Franken beginnt bei Roberto Carbone im Herzen von Bayreuth, morgens um acht. Feierlich schiebt der Italiener das Garagentor zu seinem Roller-Fuhrpark hoch. Fast ein Dutzend italienische Roller stehen dort aufgereiht, die ältesten aus den 1950er-Jahren. Er ist Gründer und Vorsitzender des größten Vespa-Clubs Deutschlands. Am Wochenende rollern sie zu den schönsten Bierkellern, kreuz und quer durch die Landschaft, und verbinden "Dolce Vita" mit Bayrischer Heimat. ZDF-Autor Stefan Leifert fährt ein Stück des Weges mit. Erste Station der Erlebnisreise ist der Ort Seßlach. Dort steht das wohl kleinste Brauhaus der Region. Das "Kommunbräu" ist eine Rarität, es gehört den Bürgerinnen und Bürgern, der Braumeister ist Angestellter der Stadt. Einmal im Monat ist "offene Bierausgabe": Mit Eimern, Kanistern und Flaschen kommen die Seßlacher und füllen sich für einen Euro den Liter selbst "ihr" Bier ab. Bierbrauen ist häufig eine Männerdomäne. Aber nicht überall: Die Tour führt weiter nach Grafenberg, dort brauen Barbara und Sigi Friedmann. Mutter und Tochter führen gemeinsam die Familienbrauerei und haben sich dem Erhalt der kleinen fränkischen Brauereien verschrieben. Bei einem Abstecher nach Norden entdeckt Reporter Stefan Leifert ein junges Start-up-Unternehmen. Es will das Bier vom "Altherren-Image" befreien und in die Welt des Metaverse überführen. 2022 gegründet, rettete der Bamberger Holger Mannweiler nicht nur eine traditionsreiche fränkische Brauerei vor dem Verschwinden, sondern startete eine fränkische Erfolgstory: Als erste Internetbrauerei der Welt verknüpft die "MetaBrewSociety" das Produkt Bier mit dem Metaverse. Bei der Fahrt durch die Landschaft fallen in Oberfranken die vielen weltberühmten Bierkeller auf. Dort wird genossen, was die Region mit der höchsten Brauerei-Dichte produziert. Doch die Bierkeller sind mehr als Genuss-Orte: Seit Jahrhunderten werden sie zur kühlen Lagerung des Biers benutzt. Besucher können das unterirdische Geflecht aus Kellern und Gewölben besichtigen, sie zeigen, wie früher in einer Zeit "vor dem Kühlschrank" gelagert wurde. Die Roller-Erlebnisreise endet im Bamberg, der Stadt, die mehr Brauereien als Kirchen hat. ZDF-Autor Stefan Leifert ist dabei, wenn das weltberühmte Rauchbier im "Schlenkerla" hergestellt wird, und lässt die Bierstraßen-Tour zwischen den Türmen des UNESO-Weltkulturerbes ausklingen.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Der berüchtigte "Engel von St. Pauli" ist zurück! Für Hauptkommissar Jan Fabel besteht kein Zweifel, wer hinter dem grausamen Mord an einem 48-jährigen Journalisten steckt. Die Tat gleicht einer ungeklärten Verbrechensserie, die sich vor zehn Jahren ereignete und Fabel keine Ruhe lässt: Jemand schnitt neun Männern, allesamt Sexualstraftäter, Zuhälter und prügelnde Ehemänner, die Kehle durch und kastrierte sie bei lebendigem Leibe. So als ob diese für ihre Gewalt gegen Frauen büßen sollten. Das aktuelle Opfer, gegen das eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung vorliegt, passt ins Schema. Um das Rachemotiv zu verstehen, bittet Fabel nicht die Polizeipsychologin Susanne, sondern seine Ex-Freundin um Hilfe, die ein Buch über den "Engel" geschrieben hat. Schon bald merkt der Kommissar jedoch, dass der Fall komplexer ist als angenommen: Eine Mörderin, die bereits vor dem "Engel" auf die gleiche Weise tötete, ist aus der geschlossenen Psychiatrie ausgebrochen. Damals wie heute scheidet sie jedoch als Täterin aus. Als ein zweites Opfer im Rotlichtmilieu gefunden wird, schlägt Fabels Intuition Alarm: Der Ermordete hatte wie der Journalist einen Bezug zu einem Recyclingunternehmen, das Simon Blohm mit der Unterstützung seines Schwiegervaters führt. Benutzt jemand die Handschrift des "Engels", um von etwas anderem abzulenken? Fabel bleibt wenig Zeit, um herauszufinden, was hier wirklich gespielt wird. In "Todesengel", Jakob Ziemnickis Verfilmung des Romans "Walküre" von Craig Russell, tut Peter Lohmeyer alias Jan Fabel alles dafür, um seine bislang bitterste Schlappe als Ermittler ausmerzen: Der Hamburger Hauptkommissar jagt erneut eine von der Presse als "Engel von St. Pauli" bezeichnete Serienmörderin, die vor zehn Jahren Sexualstraftäter "bestrafte", unerkannt blieb und nun offenbar wieder aktiv wird. Gemeinsam mit seinen von Ina Paule Klink und Proschat Madani gespielten Kripokolleginnen stößt der Chefermittler jedoch auf rätselhafte Abweichungen vom früheren Opferschema. Raffiniert baut Regisseur Jakob Ziemnicki in seiner düster-spannenden Romanadaption eine zweite Geschichte ein, die in einem geheimen Stasiausbildungslager zu DDR-Zeiten beginnt.
23:55
Ausgangssperre - Hamburg befindet sich im Ausnahmezustand. Ein Orkan mit Windstärke 12 rast auf die Stadt zu, in weniger als zwölf Stunden steht alles unter Wasser. Der Kriminaldauerdienst unter der Leitung von Ömer Kaplan und seinem besten Mann Erichsen kümmert sich um die sozial Schwachen in den nah am Wasser gebauten Gebieten - da, wo es wie immer am schmutzigsten wird. Und kaum kündigen die ersten Regentropfen das nahende Chaos an, kollidiert auch schon ein Gefangenen- mit einem Tiertransporter. Zwei Affen und der Schwerverbrecher Axel Krakoff entkommen. Derweil versucht die Versicherungsbetrügerin Bonnie, noch schnell ein paar Scheinchen zu verdienen, bevor die Ausgangssperre greift, und die beiden Rapper Luka und Moses starten einen Drogenlieferservice per Drohne. Damit der Stoff auch für die Dauer der Ausgangssperre reicht, überfallen sie den Ex-Boxer Micky Mommsen und stecken ihn in den Kofferraum. Dumm nur, dass Micky eine echte Kiezgröße ist. Einer, mit dem man sich nicht anlegt - und ein guter Freund von Krakoff. Und so kommt es, dass die Drohne bald keine Drogen mehr liefern kann, ehemalige Eishockeyprofis kopfüber von ihren Balkonen hängen, Affen mit Pistolen rumwedeln und Mickys Ex-Frau Marylou als Geisel genommen wird. Viel zu tun für Erichsen und seine Kolleginnen Tülay Yildrim und Lulu Koulibaly. Eigentlich nichts Neues für das Team der Nachtschicht - käme da nicht ein Jahrhundertsturm auf sie zu.