12:11
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12:42
Ein unscheinbarer Bach bei Landshut, dicht gesäumt von Brennnesseln: Dort beginnt die Spurensuche von Arnie. Der Berger de Picardie ist ein ausgebildeter Artenspürhund. Gemeinsam mit seiner Besitzerin, der Biologin Irene Wagensonner, soll er eine Aufgabe lösen, an der Menschen schnell an ihre Grenzen kommen: das Aufspüren streng geschützter, fast unsichtbarer Tierarten. An diesem Tag jagt Arnie dem Geruch einer vom Aussterben bedrohten Art nach - der Bachmuschel. Niemand weiß, ob es in dem Bach noch welche gibt. Ohne Arnie müsste die Biologin das Gewässer mühsam Meter für Meter absuchen - mit dem Risiko, die empfindlichen Tiere zu übersehen oder versehentlich zu zertreten. Artenspürhunde wie Arnie eröffnen dem Artenschutz neue Möglichkeiten. Sie können Käfer finden, die nur nachts aktiv sind, ohne diese mit Fallen fangen zu müssen. Sie entdecken versteckt lebende Amphibien oder Reptilien wie Kreuzottern, die meist im Verborgenen leben. Im Bayerischen Wald testet der Kreuzotterspezialist Paul Hien Arnies Fähigkeiten: Bei kühlem Wetter zeigt sich keine einzige Schlange. Doch Arnie markiert gleich mehrfach Stellen in einem Steinriegel - genau dort, wo Hien im Frühjahr zahlreiche Kreuzottern beobachtet hat. Für ihn ist klar: Der Hund kann Vorkommen belegen, auch wenn kein Tier zu sehen ist. Ein unschätzbarer Vorteil, etwa wenn über Bauprojekte in sensiblen Lebensräumen entschieden wird. Während Arnie bereits routiniert arbeitet, steht seine Tochter Lupa noch am Anfang ihrer Karriere. In sorgfältig aufgebauten Trainings lernt sie zunächst, harmlose Zielgerüche wie Gewürze von sehr ähnlichen Düften zu unterscheiden - und den richtigen Fund durch Hinsetzen anzuzeigen. Trotz jugendlichen Übermuts und einer Kameratechnik, die sie zunächst irritiert, zeigt sie, wie viel Talent in ihr steckt. In etwa einem Jahr wird sie ihren Vater bei Einsätzen im Gelände unterstützen. Arnie und Lupa machen mit ihrer Nase sichtbar, was für den Menschen sonst unsichtbar bliebe. Sie helfen, seltene Arten zu entdecken, bevor sie verschwinden - und zeigen, wie innovative Methoden den Artenschutz entscheidend voranbringen können. Wie genau Arnie und Lupa arbeiten - und welche Entdeckungen sie dabei machen - zeigt die "Unkraut"-Reportage "Artenspürhunde - Schnüffeln für den Artenschutz".
13:11
Am J'ouvert in Trinidad feiern kurz nach Mitternacht mehr als zwei Millionen Menschen zwei Tage lang zu peitschenden Rhythmen die größte Party der Welt. Aber Port of Spain, die Hauptstadt von Trinidad und Tobago, ist nicht nur beim Karneval ein Schmelztiegel: Inder, Engländer, Spanier, Afrikaner, Chinesen - und damit Muslime, Juden, Hindus und Christen - leben dort friedlich zusammen. Auf Tobago, der kleinen Schwesterinsel von Trinidad, gibt es jedes Jahr ein verrücktes Ziegenrennen. Die Insel Mustique wurde in den 1950er-Jahren vom exzentrischen Adligen Lord Glenconner gekauft und in eine internationale Jetset-Destination verwandelt. Dort verbringen heute Topstars wie Mick Jagger und Elton John ihre Ferien.
13:56
Die französische Insel Martinique ist ein voll integrierter Teil der EU. Im Landesinnern gibt es sogar einen "Canton Suisse" - es ist der 27. Kanton der Schweiz. Seit einigen Jahren produziert eine kleine Kooperative auf der Karibikinsel Grenada Schokolade. Ihre dunkle Bioschokolade ist mittlerweile so gut, dass sie von einer englischen Jury mit Höchstlob ausgezeichnet wurde. Hinter der Schokoladenfabrik steckt ein umtriebiges Duo: Mott Green, ein Aussteiger aus New York, und der Rastafari Edmond Brown. Auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe sind die sozialen Spannungen zwischen Weißen und Schwarzen eskaliert. Die Folge: wochenlange Streiks, die Wirtschaft und Tourismus schädigten. Der Anführer der Opposition, Élie Domota, ist zum Helden vieler Menschen geworden.
14:41
Dominica ist eine grüne, paradiesische Insel. Dorthin ist die Schweizer Familie Burkard ausgewandert. Ihr Leben dreht sich vor allem um Sport. Dank der Burkards haben heute alle 10.000 Schüler auf Dominica Sportunterricht. Eine Insel weiter, auf Montserrat, spuckt der Vulkan Soufrière Hills heftig Asche. Eine weitere Station ist St. Thomas, eine der amerikanischen Jungferninseln. Auf dem karibischen Meeresboden liegen wertvolle Schätze von versunkenen Kolonialschiffen. Früher wurden die Kostbarkeiten von Piraten gejagt, heute haben es waghalsige Schatztaucher auf die Fracht abgesehen - trotz Verbots. Was auf dem Meeresboden liegt, ist geschütztes Kulturgut. Bananen sind das bekannteste Exportgut aus der Karibik. Amerikanische multinationale Konzerne haben sich damit jahrzehntelang eine goldene Nase verdient. Unter dem Druck der Konsumenten in Europa hat sich die Bananenproduktion verändert. Sie wurde sozialer und umweltfreundlicher.
15:27
Die Karibikinsel St. Martin ist so groß wie der Schweizer Vierwaldstättersee - circa 145 Quadratkilometer - und zur Hälfte holländisch, zur Hälfte französisch. Deshalb gibt es zwei Währungen. Man kann mit Euro und Antillen-Gulden bezahlen. Im Tortuguero-Nationalpark in Costa Rica hat Fotograf Thomas Marent Urwaldtiere fotografiert. Die Bilder wurden millionenfach auf Abziehbilder kopiert und gesammelt. Nun sucht er im Regenwald nach Weißen Fledermäusen. Der kürzeste Weg vom Atlantik in den Pazifik führt seit 1914 durch den Panamakanal. Früher ging der Weg über den Grenzfluss Río San Juan zwischen Nicaragua und Costa Rica. Die Insel Saba in den Niederländischen Antillen hat 1500 Einwohner, keine Sandstrände, kein Handynetz, dafür aber den höchsten Berg der Niederlande.
16:12
Kein Land hat so viele international erfolgreiche Schönheitsköniginnen wie Venezuela. Viele junge Frauen werden dort mit Skalpell und Kalkül für die Misswahlen geformt. Mehr als 20 Millionen sonnenhungrige Touristen suchen jedes Jahr Erholung an den traumhaften Stränden der Karibik, unter anderem am Maho Beach in St. Martin. Dort donnert alle paar Minuten ein Jet über den schmalen Strandstreifen. Er landet unmittelbar hinter der Sandbank auf dem internationalen Flughafen und begeistert die Urlauber. In Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, versucht der in der Schweiz aufgewachsene Franmil Tavarez sein Glück als Urimat-Vertreter. Er ist fest entschlossen, dem wasserlosen Pissoir - eine helvetische Erfindung - in der Heimat seiner Eltern zum Durchbruch zu verhelfen.
16:58
Die Karibik hat auch eine andere Seite als weiße Sandstrände, Palmen und lebensfrohe Menschen: Armut, politische Instabilität und Naturkatastrophen machen den Staaten zu schaffen. Seit dem Erdbeben im Januar 2010 auf Haiti haust Familie Gard in einem Zelt. Marise hat bei dem Erdbeben ein Bein verloren. Die Spezialisten des neuen Prothesenzentrums im Hôpital Albert Schweitzer konnten ihr helfen. Die Filmstudentin Keziah Jean erzählt, wie sie während eines Übungsfilms vom Erdbeben überrascht wurde und die ersten Bilder der Katastrophe machte - Aufnahmen, die um die Welt gingen. Seither dokumentiert Keziah Jean die Folgen des Erdbebens und hofft, dass ihr Land nicht wieder in Vergessenheit gerät.
17:44
1000 Kilometer fährt Mona Vetsch durch das farbenprächtige Kuba, bis sie in Havanna - dem Ziel ihrer großen Karibikreise - ankommt. In der Schweinebucht erzählt ihr ein alter Kämpfer, wie es damals war, als die USA zur Invasion Kubas ansetzten. Auf Kuba lebt die Bienenelfe, der kleinste Vogel der Welt. Dieses Vögelchen ist etwa so groß wie eine Libelle. Es ist schwer zu finden. Der Schweizer Erich Ritter ist ein weltberühmter Haiforscher. Auf der Insel Grand Cay auf den Bahamas betreibt er eine Haischule, wo abenteuerlustige Tauchtouristen lernen, mit Haien umzugehen.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:20
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:22
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Warum schmeckt uns Salz? Und weshalb gilt umami als Inbegriff des Wohlgeschmacks? Die zweiteilige Dokumentation zeigt, wie lebenswichtige Elemente unsere Vorlieben bis heute prägen. Der erste Teil erzählt die Geschichte von Natrium und Stickstoff, zwei Grundbausteinen des Lebens. Er zeigt, wie Evolution Geschmack mit Genuss verknüpfte, um die Versorgung mit lebenswichtigen Stoffen zu sichern. Ausgehend von der kosmischen Entstehung der Elemente erklärt die Dokumentation, warum Natrium für Körperzellen unverzichtbar ist und Tiere aktiv nach Salz suchen. So decken Gorillas ihren Natriumbedarf mit verrottendem Holz. Außerdem geht es um den Geschmackssinn umami, der unter anderem durch Glutamat ausgelöst wird und dem Körper stickstoffreiche Nahrung signalisiert. Gute Köche nutzen diesen Effekt gezielt, um Speisen besonders aromatisch werden zu lassen.
21:01
Warum lieben wir Süßes und meiden Bitteres? Die zweite Folge zeigt, wie Zucker, Pflanzen und Tiere eine evolutionäre Partnerschaft eingingen und warum Bitterkeit schützen kann. "Die geheime Macht des Geschmacks - Genuss und Gefahr" beleuchtet die Gegensätze von süßem und bitterem Geschmack. Die Folge erklärt, warum Tiere Zucker selbst in kleinsten Mengen aufspüren und welche Rolle er in der Evolution spielte. Vor Millionen Jahren begannen Blütenpflanzen, Tiere mit zuckerhaltigen Früchten für den Transport ihrer Samen zu belohnen. Doch nicht immer verlief dieser Handel fair: Die westafrikanische Oubli-Pflanze lockt mit Früchten, deren extreme Süße von einem nährstofffreien Protein erzeugt wird. Gleichzeitig entwickelte sich zwischen Pflanzen und Pflanzenfressern ein Wettrüsten. Pflanzen schützten sich mit bitter schmeckenden Giften, worauf Tiere Rezeptoren für Bitterkeit ausbildeten. Die Dokumentation zeigt aber auch, dass bittere Stoffe nicht nur Warnsignale sein können, sondern mitunter wertvolle Arzneiwirkstoffe anzeigen.
21:47
Die flämische Metropole Antwerpen ist berühmt für den jahrhundertealten Stadtkern, das Rubens-Haus und die Liebfrauenkathedrale. Die Stadt hat sich auch längst als Metropole der Kreativen, der Modedesigner und der berühmten Mode-Akademie einen Namen gemacht. Die Mischung von Luxus und Öko-Charme, von Avantgarde und flämischer Geschichte ist Teil der Lebenskultur dieser belgischen Stadt.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.
22:58
Was Hunde und Katzen in den ersten 16 Lebenswochen erleben, prägt sie für immer. Fehlt die Sozialisierung, reagieren die Tiere oft ängstlich oder aggressiv. Der frühe Kontakt zu Menschen, Erfahrungen mit Geräuschen und anderen Tieren ist entscheidend für eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Der Film begleitet eine frischgebackene Dackelbesitzerin über ein halbes Jahr und zeigt die Höhen und Herausforderungen im Alltag mit dem lebhaften Welpen. Eine Maine-Coon-Züchterin zeigt: Gut sozialisierte Kätzchen entwickeln eine enge Bindung zum Menschen - das erleichtert das Zusammenleben von Anfang an. Tobias Müller wagt ein Experiment: Im Tierheim des Zürcher Tierschutzes soll er der eigensinnigen Katze Thunder ein "High Five" beibringen - und sie auf Kommando in die Transportbox bringen. Mit positiver Konditionierung. Unterstützung erhält er von Klickertrainerin Christianne Gasser. Doch kann man Katzen überhaupt erziehen? Auch bei Hunden zeigt sich: Mit Strenge kommt man nicht weit. Australian Shepherd Sky ist hyperaktiv, kaum zu bändigen und bringt seine Halter an ihre Grenzen. Statt Druck setzt die Hundetrainerin auf Geduld und positive Verstärkung. Schritt für Schritt lernt Sky, sich zu konzentrieren und besser mit Reizen umzugehen. Früher wurden Tiere mit Härte erzogen. Heute gilt das als überholt. Verhaltenstierärztin Maya Bräm erklärt, warum Belohnung und Partnerschaft der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben sind.