14:30
Familienschätze, Dachbodenfunde, Flohmarktschnäppchen. Was die Gäste den Experten zeigen, sorgt wertmäßig immer wieder für große Überraschungen und lässt Kunstgeschichte lebendig werden. Ist die düstere Hafenkneipe eine Originalgrafik von Käthe Kollwitz? Die Signatur fehlt, doch dafür haben die Experten in Eichstätt eine Erklärung. Außerdem begutachten sie das Porträt einer Dame aus dem 17. Jahrhundert und ein Medaillon aus Familienbesitz.
15:05
Karl Ploberger präsentiert einen steirischen Naturgarten, gibt praktische Tipps rund um Hortensien und Moorbeeterde und Kräuterhexe Uschi Zezelitsch widmet sich der Zitterpappel (Espe). Der weitläufige, naturbelassene Garten von Hannes Sailer in Greinbach liegt auf 900 Metern Höhe. Auf 8000 Quadratmetern verbindet der Landwirt eine intuitive Gestaltung mit ökologischer Kreislaufwirtschaft, in der tierische Düngemittel direkt eingesetzt werden. Vielfalt prägt das Bild: Stauden, Gehölze und seltene Tierrassen formen einen ruhigen, lebendigen Lebensraum. Im Zentrum steht torffreie Moorbeeterde, deren moderne Substrate mit Rindenhumus und Kompost arbeiten und einen niedrigen pH-Wert sichern - ideal für Hortensien, Rhododendren und Heidelbeeren. Rund um den bald bevorstehenden Muttertag rücken beliebte Sorten wie Bauernhortensien in den Fokus. Karl Ploberger beantwortet die Gartenfrage der Woche: Chlorose - warum kommt die immer wieder? Uschi Zezelitsch porträtiert die Espe, deren silbergraue, herzförmige Blätter für das typische "Zittern" sorgen. Junge Blätter werden von ihr zu einem aromatischen "Espen-Sauerkraut" fermentiert. Die Gärtnerinnen auf der Garten Tulln geben einen fundierten Überblick über organische und mineralische Mulchstoffe: von Grasschnitt und Laub über Stroh und Häckselgut bis zu Hanfschäben oder Kies.
15:30
Weiße Sandstrände, verträumte Buchten und türkisblaue Lagunen - die Region Chalkidiki in Nordgriechenland wird auch die "Karibik Europas" genannt. Die drei Finger der Halbinsel, Kassandra, Sithonia und Athos bieten viel Abwechslung, die pulsierende Metropole Thessaloniki ist nicht weit, und das Hinterland gilt als grüner Garten Griechenlands und gutes Wandergebiet.
16:00
Zypern ist ein kleines Universum: malerische Strände, moderne Großstädte, traditionelle Dörfer, viele Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren und eine große Leidenschaft für gutes Essen. Daneben Ausgrabungsstätten und Klöster, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Andrea Grießmann erkundet die geteilte Insel im östlichen Mittelmeer: Sie fährt von Paphos, Europas Kulturhauptstadt 2017, durch das Troodos-Gebirge in die geteilte Hauptstadt Nikosia. Dort überquert sie die Grenze von der Republik Zypern in die Republik Nordzypern - und ist sofort in einer anderen Welt. Dann geht es in den türkisch besetzten Norden der Insel, zur Ruine der Abtei Bellapais und zur Festung St. Hilarion. Schließlich fährt Andrea Grießmann in den Südosten nach Agia Napa, Zyperns Urlaubshauptstadt, und zu den schönsten Stränden der Insel.
17:30
Volker kann sich kaum etwas Schöneres vorstellen, als Vater einer Tochter zu sein. Über das tatsächliche Leben der 17-jährigen Daphne weiß er jedoch nach der Trennung von seiner Frau wenig. Mit dem ersten Papa-Tochter-Urlaub, angekündigt als Reise zu Kretas Traumstränden, möchte er das ändern. Doch was sich der Lektor als Bildungsprogramm überlegt hat, passt wenig zu den Interessen der Teenagerin. Daphne findet ihren Papa langweilig bis peinlich. Denn dieser referiert fast pausenlos über die Götterwelt. Die Reise scheint einem schnellen, desillusionierten Ende entgegenzugehen - bis Daphne den gut aussehenden Barkeeper Dimitri kennenlernt. Auch bei ihrem Papa bahnt sich eine reizvolle Urlaubsbekanntschaft an: Ausgerechnet die attraktive Barbara interessiert sich für den geistreichen Touristen. Das könnte sehr schön sein - wäre Barbara nicht die Verlobte von Manolis, Dimitris eifersüchtigem Onkel. Als dieser von dem Flirt erfährt, wird es gemäß Kretas ebenso antiquiertem wie strengem Ehrenkodex für Volker brandgefährlich. Der Experte für antike Dramen muss schleunigst untertauchen - aber dann ist plötzlich Daphne verschwunden.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Auf Laufstegen, in Boutiquen oder Sozialen Medien: Die Mode der 1970er- bis frühen 2000er-Jahre wird heute neu aufgelegt. Mode-Revivals sind aber nicht nur stilistische Wiederholungen. Mode ist Ausdruck individueller wie kollektiver Identität. Kleidung kann zeigen, wer wir sind und verbergen, was wir nicht zeigen wollen. Sie sind Zeichen gesellschaftlicher Umbrüche. Ein Grund, warum Mode so empfänglich für das Prinzip des Revivals ist. Mode ist mehr als Stil - sie ist Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Soziale, politische und technologische Veränderungen prägen, was wir tragen. Was erzählen uns aktuelle Modetrends über Gender, Herkunft, Rebellion und Klasse? Kaum ist ein Trend vorbei, wird er neu aufgelegt. Doch das ist mehr als bloße Wiederholung: Die Auflösung starrer Geschlechterbilder in der Mode etwa ist nicht nur ein Fortschritt, sondern auch eine Rückbesinnung - auf historische Momente, in denen Kleidung bereits mit Normen gebrochen hat. Die "neue Frau" der Weimarer Republik im Herrenanzug oder die Protestmode der 1968er-Bewegung sind nur zwei Beispiele für Mode als Ausdruck gesellschaftlicher Haltung. Vintage ist heute das sichtbarste Revival - und zugleich ein Statement gegen Fast Fashion, Überfluss und digitale Erschöpfung. In den Straßen von Berlin, Mailand oder Paris zeigt sich: Wer heute modisch sein will, greift auf "damals" zurück - aber mit neuer Interpretation. Dabei stellt sich die Frage: Feiern wir nur den Stil vergangener Jahrzehnte oder auch die Ideen, die ihn einst geprägt haben? Die Dokumentation beleuchtet, welche alten Looks heute wieder "in" sind, wer mit ihnen Normen bricht und auf welche historischen Vorbilder sich die Mode von heute beruft. "Trend Reloaded" beleuchtet in drei Teilen die Retro-Wellen in Film & Fernsehen, Musik und Mode. Die Reihe fragt, was der aktuelle Retro-Hype über unsere Gesellschaft aussagt - und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine bildstarke Reise durch die popkulturellen Jahrzehnte, entlang ikonischer Persönlichkeiten und prägender Phänomene.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Programm; - Pierre Boulez: Mémoriale (... explosante-fixe ... Originel) - Gustav Mahler: Rückert-Lieder - Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 10 in Fis-Dur Der Stardirigent Riccardo Chailly und die weltweit gefeierte Mezzosopranistin Elina Garanca eröffnen das "Lucerne Festival" 2025 mit den zeitlos schönen Werken von Gustav Mahler. Im Zentrum steht Gustav Mahlers unvollendete Sinfonie Nr. 10 - eine tief persönliche Partitur, deren Aufführungsversion Deryck Cooke erstellte. Garanca interpretiert Mahlers zeitlos schöne Rückert-Lieder. Zum 100. Geburtstag von Boulez erklang seine "Mémoriale". Die 10. Sinfonie wird zu einer schmerzlichen Liebeserklärung an Mahlers Frau Alma. Als Mahler im Sommer 1910 an der Sinfonie arbeitete, erfuhr er über Almas Affäre mit dem Architekten Walter Gropius. Die Nachricht stürzt den Komponisten in tiefe Verzweiflung. Seine Not spiegelt sich in Notizen am Rand der Partitur: "Erbarmen! O Gott, warum hast du mich verlassen?" Vollenden konnte er die Zehnte nicht - nur wenige Monate später erlag er seinem schweren Herzleiden. Elina Garanca verleiht Gustav Mahlers Rückert-Liedern eine ergreifende Tiefe und stille Intensität. Das Lieder-Zyklus behandelt die Themen wie Liebe, Tod und Natur. Als Mezzosopranistin mit einem dunklen Timbre verbindet Elina Garanca lyrische Sanftheit mit innerer Dramatik und offenbart die zeitlose Schönheit dieser introspektiven Lieder. In seinen international gefeierten Interpretationen der Mahler-Kompositionen vermeidet Riccardo Chailly falsches Pathos und Sentimentalität, ohne auf die dramatische Intensität der Musik zu verzichten - ein bedeutender Beitrag zur Mahler-Rezeption und ein Höhepunkt des Festivalprogramms.
22:15
"Roman Singer - Die ideale Reisegeschwindigkeit" ist ein sehr persönliches filmisches Porträt des Schweizer Bildhauers, Zeichners, Aktionskünstlers und Filmers. Es gewährt an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten Einblicke in Arbeiten, die im Verlauf eines langen und eigenwilligen künstlerischen Wege Roman Signers sind. Im Jahr 2002 begann eine ungewöhnliche Reise: Der Künstler Roman Signer hatte die Idee, mit einem kleinen, dreirädrigen Ape-Fahrzeug eine alte Skisprungschanze nahe Zakopane in Polen zu befahren - und das Ganze filmisch festzuhalten. Ohne Drehbuch und ohne festes Konzept machte sich ein achtköpfiges Team mit drei Fahrzeugen auf den Weg durch Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien und die Slowakei bis nach Polen. Unterwegs kam es zu unerwarteten Begegnungen, poetischen Momenten und "kleinen Ereignissen", wie Signer seine künstlerischen Eingriffe nennt. Die Reise endete mit einer Ausstellung, einer Segnung - und dem Ape auf der Schanze. Doch der Film blieb lange unvollendet. Erst über 20 Jahre später, anlässlich Signers 80. Geburtstag, wurde das Projekt abgeschlossen. Eine Hommage an das Reisen, an Signers künstlerisches Schaffen und an die Freiheit des Erkundens - persönlich, leise und voller Poesie.
23:30
Tulsa, Oklahoma 1966: Ponyboy und Johnny, beides "Greasers" aus den ärmeren Stadtvierteln, flirten mit der attraktiven Cherry und ihrer Freundin Marcia, die zu den wohlhabenden "Socs" gehören. Als deren Freunde das mitbekommen, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen. Johnny ersticht in Notwehr einen von ihnen. Die Freunde müssen untertauchen. Amerika in den 1960er-Jahren: In der amerikanischen Stadt leben die Wohlhabenden im Süden, die ärmere Bevölkerung im Norden. Die Teenager aus dem Süden werden "Socs" (für Social) genannt. Sie fahren gern in schicken Ford Mustangs in die nördlichen Viertel der Ärmeren, um regelrecht Jagd auf einzelne Teenager zu machen. Sie schimpfen sie "Greasers" wegen der Pomade in ihren Haaren. Der 14-jährige Teenager Poyboy Curtis, ein Greaser, erinnert sich für seinen Schulaufsatz an die Zeit mit seinen besten Freunden: den älteren und toughen Dallas und den gleichaltrigen Johnny, mit dem er sich am besten versteht. Geld haben sie keines, was sie aber nicht davon abhält, sich trotzdem zu vergnügen. Als Johnny aus dem Kino kommt, in dem er soeben "Haie der Großstadt" ("The Hustler") mit Paul Newman sah, wird er von einer Gruppe Socs im Mustang verfolgt und schließlich heftig verprügelt. Gerade noch rechtzeitig kommen seine älteren Brüder Darrel und Sodapop sowie weitere Kumpel, ebenfalls alle Greasers wie Two-Bit und Steve, zu Hilfe, um Schlimmeres zu verhindern. Nach dem Tod der Eltern sind die drei Brüder auf sich allein gestellt. Ponyboys Freund Johnny hatte nicht so viel Glück: Erst kürzlich richteten die Socs ihn übel zu, worunter der sensible Junge sehr leidet. Eines Abends schleichen sich Dallas, Johnny und Ponyboy in ein Autokino. Während sich Dallas sehr rüpelhaft gegenüber zwei jungen Frauen verhält, können Ponyboy und Johnny mit ihrem Charme das Interesse der attraktiven Cherry und ihrer Freundin Marcia wecken. Die sechzehnjährige Cherry und der intelligente Ponyboy verstehen sich auf Anhieb. Doch Cherry ist eine Socs. Als die Jungs Cherry und Marcia zusammen mit Two-Bit nach dem Kino begleiten, treffen sie auf deren männlicher Freunde, die wütend darüber sind, dass sich ihre Freundinnen mit den Greasers abgeben. Ohne die beiden Frauen und ohne den starken Two-Bit kommt es in der Nacht zu einer weiteren Begegnung zwischen den Socs und den zwei jungen Greasers. Die Socs, immer noch rasend, dass Ponyboy und Johnny ihnen vermeintlich die Frauen ausspannen, versuchen Ponyboy im Brunnen zu ertränken. Der abermals zusammengeschlagene, traumatisierte Johnny rettet Ponyboy, in dem er einen der Socs niedersticht - den Freund von Cherry. Dallas hilft seinen beiden Freunden, unterzutauchen, während die Polizei nach ihnen sucht. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, und allen ist klar: Ein großer Kampf zwischen Socs und Greasers wird unausweichlich. Francis Ford Coppolas Kultfilm von 1983 über rivalisierende Jugendgangs zählt zu den eindrucksvollsten Werken des Regisseurs. Mise-en-Scene und Kamera (Stephen H. Burum "The Untouchables - Die Unbestechlichen", "Mission: Impossible") lassen den Zuschauer visuell überwältigend in eine amerikanische Vorstadt in den 1960er-Jahren eintauchen. "Die Outsider" basiert auf dem Jugendbuch-Bestseller von Susan E. Hinton aus dem Jahr 1967 und gilt als der erste "Brat Pack"-Film, in dem viele damals noch unbekannte junge Schauspieler in ihren ersten Rollen zu sehen sind, darunter C. Thomas Howell ("E.T. - Der Außerirdische", "Die rote Flut"), Rob Lowe ("Class", "The West Wing"), Emilio Estevez ("The Breakfast Club", "St. Elmo's Fire - Die Leidenschaft brennt tief"), Matt Dillon ("Rumble Fish", "Verrückt nach Mary", "L.A. Crash"), Ralph Macchio ("Karate Kid", "Cobra Kai") sowie Tom Cruise ("Top Gun", "Geboren am 4. Juli", die Mission Impossible-Reihe, "Jerry Maguire - Spiel des Lebens"), Patrick Swayze ("Dirty Dancing", "Ghost - Nachricht von Sam", "Gefährliche Brandung"), und Diane Lane ("Untreu", "Unter der Sonne der Toskana"). Coppolas Film war der Durchbruch für viele dieser Schauspieler.