19:20
- ICE-Truppen Gespräch mit Bernard Harcourt - Exil-Künstler aus Venezuela - Florian David Fitz Bayerischer Filmpreis für Fitz
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Unser Energiehunger wächst rasant - Digitalisierung, Gaming, KI und Elektromobilität treiben den Bedarf ins Grenzenlose. Dennoch: Deutschland will ihn bis 2045 klimaneutral decken. Eine gewaltige Herausforderung, denn Prognosen zufolge wird sich der Stromverbrauch bis 2045 mehr als verdoppeln. Ab 2030 sollen etwa 80 Prozent davon aus erneuerbaren Quellen stammen. Eine Jahrhundertaufgabe, die neue Lösungen in Erzeugung und Speicherung verlangt. Stabile Strompreise und eine zukunftsfähige Energieversorgung unabhängig von riskanten Erdgas-, Erdöl- und Kohleimporten sind das Ziel. Kathrin Goldammer, Elektrotechnikerin und Leiterin des Reiner Lemoine Instituts in Berlin drängt: "Die Umsetzung muss deutlich beschleunigt werden." Man dürfe jetzt nicht an Tempo verlieren. Allein der Strombedarf von Rechenzentren für KI-Anwendungen und andere Digitalisierungsprojekte wird sich in den nächsten fünf Jahren weltweit auf mehr als 150 Terrawattstunden verdreifachen - so die Prognose der Internationalen Energieagentur. Auch wenn Ausbau und Umsetzung häufig noch vor erheblichen Hürden stehen ist Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme zuversichtlich: "Rund 60 Prozent erneuerbare Energien haben wir schon bei der Stromversorgung. Die 100 Prozent sind greifbar." Dazu braucht es neben einer klaren Strategie visionäre Technologien und Forschung. Das Cleantech-Unternehmen Heliatek gewährt Einblicke in die Entwicklung innovativer, ultraleichter Solarfolien, die auf Gebäudefassaden oder sogar Zelten installiert werden können - ein Meilenstein für dezentrale und flexible Solarenergienutzung. Im Bereich der Energiespeicherung arbeitet das Start-up Batene bei der Forschung an einem neuartigen Metallvlies. Die neue Technologie macht Batterien leistungsfähiger und kostengünstiger. Ein interdisziplinäres Team der TU Darmstadt forscht an Alternativen für langfristige, netzunabhängige Speicher für erneuerbare Energien. Ihre revolutionäre Lösung: Eisen als Energiespeicher. Ein zukünftiger Gamechanger?
21:00
Klimaschutz trotz steigenden Strombedarfs? Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen, wie uns ein neues Verständnis für Energie dabei helfen kann, unseren Energiehunger zu stillen. Denn wir verbrauchen immer mehr Strom für Wärmepumpen, Elektroautos oder Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Wir müssen aber auch den Klimawandel eindämmen. Ein Dilemma, das sich lösen lässt, wenn man grundsätzliche Eigenschaften von Energie berücksichtigt. Stattdessen erleben wir einen globalen Backlash in der Energiepolitik. Wir diskutieren wieder über Öl, Gas und Atom. Wind und Sonne sind von Zukunftstechnologien zu Wohlstands-Gefährdern herabgestuft worden. Und das macht die ohnehin nur dürftigen Erfolge der Klimapolitik der vergangenen Jahre zunichte. Im Spannungsfeld von Klimakrise, Ressourcenknappheit und technischer Innovation ist Energie das zentrale Thema unserer Zeit. Was wissen wir über Energie, ihren Ursprung, ihre physikalischen Eigenschaften und ihre Wirkung? Nur über die richtigen Antworten auf diese Fragen ist eine verantwortungsvolle und nachhaltige Nutzung möglich. Gäste der Sendung: Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin, ist Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität Lüneburg und leitet die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, DIW in Berlin. Dort forscht sie an der Schnittstelle von Wirtschaft, Klima und Energie. Sie berät die Politik und ist Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen. Axel Kleidon ist Physiker und Meteorologe am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena. Dort beschäftigt er sich mit den physikalischen Grundlagen des Erdsystems und der Frage, wie Energieflüsse Klima und Biosphäre formen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört der Klimawandel, erneuerbare Energien und die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Biosphäre. Stefan Thurner ist Professor für die Wissenschaft komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien. Der Physiker leitet außerdem den Complexity Science Hub Vienna, wo er die Funktionsweise unterschiedlicher komplexer Systeme, wie zum Beispiel die Energiepolitik erforscht. Das Ziel: Muster erkennen, bevor sie zur Krise werden.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.
22:55
Sie kämpften im Ghetto, in den Wäldern und selbst noch im Vernichtungslager gegen ihre Verfolger. Und doch sind die Frauen und Männer des jüdischen Widerstands bis heute weitgehend unbekannt. Die Gruppe um Simon und Gusta Draenger, die in Krakau spektakuläre Anschläge verübte, oder Marianne Cohn, die 200 jüdische Kinder in die Schweiz schleuste - sie stehen beispielhaft für viele jüdische Widerstandskämpfer, die ihren Mut meist mit dem Leben bezahlten. Beim Gedenken an die Shoah stehen die Opfer im Mittelpunkt. Wenig beachtet wird dabei, dass die Verfolgten sich keineswegs durchgängig "wie Lämmer zur Schlachtbank" führen ließen. Die jüdische Gegenwehr gegen den Völkermord war zahlreich, vielschichtig und unerschrocken, obwohl sie fast keine Chancen auf Erfolg hatte. Die Dokumentation zeigt ein Kapitel der Geschichte, das lange vernachlässigt wurde.
23:40
Sie wurden verfolgt, vertrieben und ermordet: Jüdinnen und Juden haben in Österreich unter den Nationalsozialisten unvorstellbares Leid durchgemacht. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Wien die größte jüdische Gemeinde im deutschsprachigen Raum. Nach dem Holocaust war die jüdische Gemeinde fast komplett ausgelöscht. Mittlerweile gibt es in Wien wieder eine aufgeblühte jüdische Gemeinde. Gewachsen ist sie vor allem durch Zuwanderung. Doch warum ziehen Jüdinnen und Juden angesichts der blutigen Geschichte ausgerechnet nach Österreich? Und fühlen sich Jüdinnen und Juden in Österreich heute sicher? Reporterin Ajda Sticker hat sich auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen gemacht.
00:10
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
00:40
- Philipp Amthor, CDU Parlamentarischer Staatssekretär - Gregor Gysi, Die Linke Langjähriger Fraktionsvorsitzender - Maria Kalesnikava Belarussische Oppositionelle - Matthias Deiß ARD-Hauptstadtstudio - Alisha Mendgen Focus - Claus Strunz Euronews
01:55
Hans-Viktor, Per, Olaf und 23 andere Männer treffen sich oft in ihrem "Schuppen" auf der Insel Poel. Die frühere Agrarhalle haben sie in eine Werkstatt mit Küche verwandelt. Der "Männerschuppen" ist ein Pilotprojekt in Deutschland - ein Ort, an dem sich Männer treffen, um an Projekten zu arbeiten: an Oldtimern schrauben, Fahrräder reparieren, für Kindergärten Möbel bauen, Ausflüge machen und zusammen kochen oder auch gemeinsam abnehmen.
02:25
In sieben Etappen bereist der Schweizer Reto Brennwald den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd, von Alaska nach Feuerland. Die erste Etappe führt von Alaska bis nach Atlin in Kanada. Zwei Kontinente, zehn Länder, 20.000 Kilometer: Die Reihe "Panamericana" ist eine Annäherung an Nord- und Südamerika, gekennzeichnet durch Begegnungen mit Menschen und Landschaften. Zunächst begleitet Reto Brennwald die Ureinwohner Alaskas, die Inupiat, auf der Jagd. Dabei vermittelt er Einblicke des Lebens am äußersten Rand des amerikanischen Kontinents. Mit dem Truck reist Reto Brennwald weiter auf einem der einsamsten Highways der USA durch die Tundra nach Süden. Die Stadt Cordova im Prinz-William-Sund lebt vom Lachsfang und ist umgeben von einer faszinierenden Gletscherlandschaft. Schließlich reist der Filmemacher mit dem Zug über die Grenze nach Kanada. Am White Pass verfolgt er die Spuren des Goldrauschs und trifft auf moderne Vertreter dieser Glücksritter.
03:05
Die zweite Etappe führt von Atlin in Kanada nach San Francisco. In der Goldmine im Goldsuchernest Atlin spielt Ron Smallwood Golf und ist auf der Jagd nach dem raren Edelmetall. Der Banff-Nationalpark ist berühmt für seine Wölfe und Bären. Der Schweizer Peter Dettling fotografiert sie in freier Natur und nimmt Reto Brennwald mit auf eine Foto-Jagd. Weiter östlich spricht man Deutsch, bei den Hutterern, einer Täufergemeinde aus Südtirol. Ihr strenges, aber heiteres Leben in Gütergemeinschaft beeindruckt Reto Brennwald. Südlich der Grenze zu den USA folgt ein landschaftlicher Höhepunkt: der Yellowstone, ein brodelnder Vulkankessel unter dem gleichnamigen Nationalpark. Zwei Kontinente, zehn Länder, 20.000 Kilometer: Die Reihe "Panamericana" ist eine Annäherung an Nord- und Südamerika, gekennzeichnet durch Begegnungen mit Menschen und Landschaften.
03:45
Mit den unbekannten Seiten der Traumstadt San Francisco beginnt der dritte Teil der Reise. Reto Brennwald unterhält sich auf einem Stadtrundgang über das Leben der Schwarzen in den USA. Auf dem legendären Highway 1 hat er spontane Begegnungen mit Asphalt-Abenteurern und gelangt nach Santa Cruz, der Hauptstadt der kalifornischen Surfer. Eine völlig andere amerikanische Realität ist das konservative Utah. Im Staat der Mormonen trifft Reto Brennwald Waffenliebhaber und erhält Einblicke, die überraschend, aber auch schockierend sind. Mit einer Gruppe bärtiger Harley-Fahrer gelangt der Reporter zum Naturwunder Arches-Nationalpark im Südosten vom Colorado River und schließlich in die Pueblo-Stadt Taos in New Mexico. Zwei Kontinente, zehn Länder, 20.000 Kilometer: Die Reihe "Panamericana" ist eine Annäherung an Nord- und Südamerika, gekennzeichnet durch Begegnungen mit Menschen und Landschaften.
04:30
Die vierte Etappe führt Reto Brennwald von Taos über Mexiko nach El Salvador. Am Rande von Taos erkundet er die "Earthships" des Architekten und Abfallpropheten Mike Reynolds. Bärbeißig und beharrlich verfolgt Reynolds seine Vision. Seine "Erdschiffe" sind aus recycelten Materialien gebaute und mit Erdwärme und Solarenergie versorgte, bewohnbare Häuser, die auch einen Teil der Ernährung der Bewohner liefern. Einladende Plazas und prunkvolle Paläste prägen das Bild der mexikanischen Kolonialstadt Guanajuato auf fast 2100 Metern Höhe. Die barocken und neoklassischen Gebäude und Kirchen aus der Blütezeit der Silberminen im 18. Jahrhundert sind wahre Meisterwerke und gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. In San Salvador zeigt das vom Bürgerkrieg geprägte El Salvador sein furchterregendes Gesicht: Die berüchtigten Mara-Salvatrucha-Banden erpressen, vergewaltigen und morden. Zwei Kontinente, zehn Länder, 20.000 Kilometer: Die Reihe "Panamericana" ist eine Annäherung an Nord- und Südamerika, gekennzeichnet durch Begegnungen mit Menschen und Landschaften.