21:08
Ein treuherziger Blick und ein Fässchen um den Hals: Der Bernhardiner ist der Nationalhund der Schweiz. Die zweite Folge stellt Besitzer von Bernhardinern vor. Bernhardiner haben ihre Bekanntheit vor allem dem berühmten "Barry I" zu verdanken, der in seinem Hundeleben 40 Menschenleben gerettet hat. Daher ist es auch heute noch in den Köpfen der Schweizer, dass er als Lawinenhund unzählige Menschenleben rettet. Doch das ist schon lange nicht mehr so. Der heutige Bernhardiner ist viel zu groß und zu schwer für die Lawinensuche. Daher hat er eine neue Aufgabe bekommen, nämlich als Sozialhund. Claudia Müller lebt mit ihren zwei Bernhardinerhunden Alba und Halix sowie ihrem Wolfshund Tarek in einem kleinen Dorf namens "Fang" im Kanton Wallis. Claudia ist ausgebildete Heilpädagogin und hat sich in Richtung "tiergestützte Interventionen" spezialisiert. Sie führt mit ihrer Bernhardinerhündin verschiedene Sozialeinsätze in verschiedenen Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Spital Brig, durch. Toni Britschgi lebt mit seinen drei Bernhardinerhunden Emma, Sofie und Bubbel in St. Antönien. Diese Gemeinde befindet sich auf 1450 Metern über dem Meer im Kanton Graubünden. In der unberührten Natur befindet sich der "Michelshof". Dieses Berggasthaus ist die Grundlage der Existenz, die sich Britschgi zusammen mit seiner Frau Käthi aufgebaut hat. Seit Käthis Tod führt er den Berggasthof Michelshof allein weiter. Die zweiteilige Dokumentation "Schweizer Hundegeschichten" erzählt von der jahrtausendealten, tiefen Verbundenheit und der bedingungslosen Liebe zwischen Hund und Mensch. Sie porträtiert bemerkenswerte Hunde und ihre Besitzer. Hunde, die fernab vom lauten Trubel der Orte für Seelenheil und Sicherheit sorgen.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Eine Welt, über die Viele eine starke Meinung haben, aber die Wenige wirklich kennen: die Welt der Wölfe in Deutschland - eine Kinoerzählung. 100 Jahre nach ihrer Ausrottung kehren die Wölfe nach Deutschland zurück, in ein Industrieland voller Menschen. Sie kommen wieder, weil wir sie lassen. Das haben wir demokratisch entschieden - mit positiven und negativen Konsequenzen. Der Dokumentarfilm "Im Land der Wölfe" von Ralf Bücheler erzählt vom Leben unserer neuen Nachbarn. Die Tiere leben nicht in einer verwunschenen Wildnis in Naturschutzgebieten, sondern mitten unter uns. Sie finden Nischen in der Kulturlandschaft. Sie ziehen sich in die Wüstungen alter Tagebaue zurück, nutzen unsere Wege, überqueren Autobahnen und laufen durch Dörfer. Ihre Welpen spielen mit unseren Abfällen und trinken aus den Furchen, die Maschinen im Waldboden hinterlassen. Manchmal fressen Wölfe Nutztiere. Und viele Menschen haben eine tiefsitzende Angst vor ihnen. Die Landnahme der Wölfe fordert uns heraus - Verwaltung, Wissenschaft, Landwirtschaft: Forscher, Schäfer, Rissgutachter, Politiker, Naturschützer und viele andere agieren in einem Klima, das kennzeichnend ist für unsere Gegenwart: Polarisierend und auch polemisch wird über Wölfe debattiert. Im Film stehen Aufnahmen von Wildkameras neben privaten Videoaufnahmen von Wolfssichtungen. Sie zeigen zwei Seiten derselben Wahrheit: die wilden Tiere, die nachts jagen, verspielt herumtollen und die Kameras beschnüffeln, aber auch die Tiere, die tagsüber über Straßen laufen und den Menschen nahekommen. So wird deutlich, wie die verschiedenen Konfliktpositionen entstehen: Ist der Wolf ein schützenswertes Wildtier - oder eine Bedrohung? Der Dokumentarfilmer Ralf Bücheler beobachtet auch die Arbeit des "LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung" in Sachsen. Für die Menschen im Institut ist klar: Der Wolf ist zwar ein Raubtier, jedoch keines, dem wir mit Angst begegnen müssen. Stattdessen gilt dem Wolf wissenschaftliches Interesse, dem nachgegangen wird. Doch auch gerissene Schafe werden gezeigt, und wie ein Schäfer versucht, seine Herde vor den Wölfen zu schützen. Im Land der Wölfe" feierte Ende 2023 Premiere auf den Internationalen Hofer Filmtagen. Der Film wurde für den Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis auf dem "Dok.fest München" 2024 nominiert und bei der Ökofilmtour 2025 mit dem Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm ausgezeichnet. Ralf Bücheler, Jahrgang 1975, wuchs im Allgäu auf und studierte Volkskunde, Ethnologie und Literatur in München und Swansea. Anschließend Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Filme (Auswahl): "Mission Control Texas" (2015), "Leben - Gebrauchsanleitung" (2016), "Elternschule" (2018).