21:44
Diese "Pop Secret Stories"-Folge zeigt, wie J. R. R. Tolkiens Fantasyroman "Der Herr der Ringe" seit Jahrzehnten politisch gedeutet - und immer wieder neu instrumentalisiert wird. Was als Geschichte über Macht, Versuchung und Moral begann, wird immer wieder von ganz unterschiedlichen Gruppen für die eigenen Narrative genutzt: von der Hippie-Bewegung über die Zeit nach dem 11. September 2001 bis zu Tech-Eliten mit politischer Agenda. Warum feiern heute ausgerechnet rechte Politiker und Silicon-Valley-Milliardäre die Hobbits? Was steckt hinter Firmennamen wie "Palantir"? Und: Was hat Tolkien selbst dazu gesagt - und was wird bewusst uminterpretiert?
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Der Name Rothschild steht für eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 19. Jahrhunderts. Wenig bekannt sind die Umstände, durch welche die Rothschilds zu ihrem Reichtum kamen. Das Doku-Drama erzählt die Geschichte der Dynastie aus der Perspektive einer Frau: Miriam Rothschild, eine angesehene Wissenschaftlerin des 20. Jahrhunderts, geht angesichts der Verfolgung durch den Nationalsozialismus den Ursprüngen ihrer Familie auf den Grund. Als Jude verachtet und diskriminiert, lebte Mayer Amschel Rothschild Ende des 18. Jahrhunderts im Frankfurter Ghetto. Seine fünf Söhne arbeiteten sich, über ganz Europa verteilt, zu einflussreichen Bankiers empor. Sie finanzierten Dynastien und Kriege, bauten Eisenbahnnetze, begründeten Industriekonzerne, waren wohltätig. Immer aber waren die Rothschilds mit Antisemitismus konfrontiert: Er kulminierte in den Verbrechen der Nationalsozialisten. Sie arisierten das Vermögen der Rothschilds in Wien, Frankfurt und Paris und vertrieben die Familie ins Exil. Es blieben ein großer Name, eine reiche Geschichte und ein unsterblicher Mythos.
23:13
Die Rothschilds und die Habsburger - das war eine besondere Beziehung. Denn von Bankhäusern wie ihrem waren die Herrscher de facto abhängig in Zeiten ständig überzogener Staatsbudgets. Durch ihren Stammsitz in Frankfurt und ihre Niederlassungen in London, Paris und Neapel waren die Wiener Rotschilds besser vernetzt als ihre Mitbewerber in der Habsburger Monarchie. Darüber hinaus verfügten sie über ein hervorragendes Kommunikationssystem. Sie konnten wichtige Entscheidungen auf den Finanzmärkten schneller als andere treffen. Die Filmemacher Martin Vogg und Matthias Widter gehen in Interviews mit Historikern und Wirtschaftswissenschaftlern der Frage nach, welche Macht die Rothschilds in Österreich und Europa tatsächlich besaßen: Bedienten sie die Interessen der Herrschenden, oder bestimmten sie die Interessen der Herrschenden? Entschieden sie tatsächlich über Krieg und Frieden im Europa des 19. Jahrhunderts, oder waren sie nur eine von mehreren Banken, die die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen mit ihrem Geld finanzierten?
23:59
Dieses Mal trifft Donat einen jungen Anlageberater, der mehrere Hunderttausend Franken pro Jahr verdient. Und einen Uhrmacher, umgeben von Hunderten von Uhren. Für diesen zählt nicht das Geld, sondern die Zeit, die er seinen Stücken widmet. In "Donat auf Achse" reist Moderator Donat Hofer durch die Schweiz, ohne festen Plan, geleitet vom Zufall und den Begegnungen am Weg. Er folgt dem, was sich ergibt, bleibt stehen, wo Menschen ihre Geschichten teilen, und lässt sich treiben durch Straßen, Plätze, Dörfer und Städte. Was bewegt die Schweiz im Alltag? Wie leben, lieben, hoffen oder zweifeln ihre Menschen? In spontanen Gesprächen entstehen direkte und oft überraschende Portraits. Es geht um das, was selten ausgesprochen wird: Tabus, Schmerz, Liebe und Menschlichkeit. Und immer wieder auch um das Leichte, das Unerwartete, das kleine Glück am Wegesrand.