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TV Programm für 3sat am 15.10.2026

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nano

Magazin

- Mini-Implantate für Tumore Medikamente wirken oft nicht nur dort, wo sie gebraucht werden. Besonders bei Chemotherapien verursachen Wirkstoffe teils schwere Nebenwirkungen. Forschende der TU Wien entwickeln deshalb Mini-Implantate, die Medikamente räumlich und zeitlich deutlich gezielter freisetzen sollen. - Überlastete Notaufnahmen Überlastete Notaufnahmen stellen Krankenhäuser in Deutschland vor große Herausforderungen. Hohe Patientenzahlen und Personalmangel führen zu langen Wartezeiten und belasten das medizinische Personal. Eine Reform der Notfallversorgung soll helfen, Patienten gezielter zu versorgen und die Notaufnahmen zu entlasten. - Wohnlokal Kassel Wohnen im Schaufenster: Studierende der Uni Kassel ziehen für sechs Wochen in ein leerstehendes Ladenlokal der Innenstadt. Mit selbst gebauten Wohnboxen testen sie, ob Leerstände als Wohnraum genutzt werden können. Das Reallabor soll zeigen, ob solche Konzepte Innenstädte beleben und zugleich zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen können. - Arten retten im Zoo Mehr als 49.500 Tierarten gelten als bedroht und sind auf der so genannten "Roten Liste". Um sie besser zu schützen, sollen Nachzuchtprogramme in Zoos und Maßnahmen zum Erhalt natürlicher Lebensräume künftig enger verzahnt werden. Der "One Plan Approach" soll Naturschutz und Zoologie zusammenführen. Einer der Vorreiter dieses Ansatzes ist der Zoologe Thomas Ziegler vom Kölner Zoo. - Riesenassel Eine spektakuläre Entdeckung im Archiv: Fossilienforschende der Universität Tübingen identifizierten eine bislang unbekannte Riesen-Assel, die dort seit mehr als 40 Jahren lagerte. Wissenschaftsredakteur Stefan Troendle stellt den außergewöhnlichen Fund vor und testet, ob Studierende das Tier erkennen.

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- Streit um Europas Finanzen Ausgaben in Billionenhöhe geplant - Reform der Notfallversorgung Bundestag beschließt Maßnahmen - Tödliche Überschwemmungen Tote nach Starkregen in Istanbul

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ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Arten retten im Zoo - Letzte Hoffnung für bedrohte Tiere? 20:16

Arten retten im Zoo - Letzte Hoffnung für bedrohte Tiere?

Tiere

Mehr als 49.500 Tierarten sind vom Aussterben bedroht, die Biodiversität in Gefahr. Zoos, Wissenschaftler und Behörden wollen nun an einem Strang ziehen, um die Artenvielfalt zu schützen. Die Rote Liste der gefährdeten Tiere wächst von Jahr zu Jahr. Mit der Initiative "Reverse the Red" will die Weltnaturschutzorganisation IUCN Maßnahmen in Zoos und im Freiland koordinieren und so das Verschwinden der Tiere stoppen. Die Aktivitäten zum Schutz der Lebensräume in den Heimatländern der bedrohten Arten sollen dabei eng mit Nachzuchtprogrammen in wissenschaftlich geführten Tiergärten synchronisiert werden. Bislang arbeiteten Naturschutz und Zoologen meist nebeneinander. Die Folge: Arten sterben aus, bevor man die Ökosysteme retten kann, in denen sie vorkommen - oder Zoos züchten Arten, deren natürliche Lebensräume längst zerstört sind. Nun gilt es, die Maßnahmen in Zoos und im Freiland besser abzustimmen und zu steuern - mit einem sogenannten "One Plan Approach". Einer der Pioniere bei der Umsetzung dieses Ansatzes ist der Zoologe Thomas Ziegler, der Leiter des Aquariums im Kölner Zoo. Er hat sein Haus nicht nur zu einer der wichtigsten Archen für gefährdete Arten weltweit umgebaut. Er kooperiert zudem mit Naturschützern, um Tiere, wie etwa das extrem seltene Philippinen-Krokodil, im Zoo nachzuzüchten und wieder in die Freiheit zu bringen. Auch die vom Aussterben bedrohten Przewalskipferde, deren ursprünglicher Lebensraum die kasachische Steppe war, wurden nicht zuletzt mit Hilfe von Nachzuchten des Kölner Zoos bereits erfolgreich auf der Roten Liste zurückgestuft. Sie leben heute wieder in der Wildnis. Internationale Kooperationen sind auch in Vietnam entstanden: Der Amphibien- und Reptilienexperte Cuong The Pham von der Vietnam Academy of Science and Technology arbeitet seit 20 Jahren eng mit Thomas Ziegler und dem Kölner Zoo zusammen. Die Wissenschaftler wollen jetzt unter anderem einen der größten Geckos der Welt schützen, den Reeves Tokeh, dessen Bestände gerade rapide abnehmen. Die Echsen werden massenhaft getötet, um zweifelhafte Heilmittel zu produzieren. Um 20.15 Uhr beleuchtet die "NANO Doku" relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel mit ihren Gästen im "NANO Talk" aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.

Das große Artensterben - Wie wir die Vielfalt erhalten können 21:00

Das große Artensterben - Wie wir die Vielfalt erhalten können

Tiere

Das Artensterben ist die größte Menschheitskrise. Denn ohne Vielfalt ist kein Leben auf der Erde möglich - auch nicht für den Menschen. Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen. Versiegelung von Flächen, intensive Landwirtschaft, Umweltgifte und der Klimawandel zerstören Ökosysteme. Doch Biodiversität braucht intakte Lebensräume. Sie ist kein Luxus, sondern die kritische Infrastruktur unseres Planeten. Doch die Zerstörung geht weiter. Nach Einschätzung des Weltbiodiversitätsrats IPBES ist Biodiversitätsverlust damit längst nicht mehr nur ein Naturschutzproblem, sondern ein systemisches Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft. Unternehmen und Volkswirtschaften sind von Leistungen der Natur abhängig, etwa von Wasserverfügbarkeit, fruchtbaren Böden, Rohstoffen oder Hochwasserschutz. Nur intakte Ökosysteme liefern sauberes Wasser, saubere Luft und tragen zur Regulierung von Krankheiten bei. Besonders wichtig ist die Vielfalt der Mikroorganismen im Boden. Bakterien, Pilze und andere Bodenlebewesen bauen organisches Material ab, stellen Nährstoffe bereit, speichern Kohlenstoff und ermöglichen Pflanzenwachstum. Wenn diese unsichtbare Biodiversität verloren geht, sinken Bodenfruchtbarkeit, Ernteerträge und die Widerstandsfähigkeit ganzer Ökosysteme. Welche Möglichkeiten hat die Wissenschaft, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten? Mithilfe der Synthetischen Biologie versuchen Wissenschaftler beispielsweise Organismen gezielt zu verändern, um Ökosysteme widerstandsfähiger zu machen. Neue Verfahren der Genom-Editierung ermöglichen mittlerweile Eingriffe in die DNA von Pflanzen und Tieren, um gefährdete Arten resistenter zu machen und an veränderte Bedingungen anzupassen. Lässt sich verlorene Natur technologisch ersetzen? Entstehen dadurch neue Risiken für bestehende Ökosysteme? Wie weit darf der Mensch in die Evolution eingreifen? Wird die Rettung der Artenvielfalt künftig im Labor entschieden? Welche Verantwortung tragen wir für kommende Generationen? Gästevorstellung: Aletta Bonn ist Leiterin des Departments Biodiversität und Mensch am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ und Professorin für Ökosystemleistungen an der Universität Jena/ Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung , Halle-Jena-Leipzig. Zu den Forschungsschwerpunkten der Biologin gehören u.a. Ökosystemleistungen, der Zusammenhang Biodiversität- Mensch, Stadtökologie, Citizen Science sowie transformatorische Fragen für die politische Umsetzung nötiger Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität. Dirk Brockmann ist Physiker und Mathematiker. Der Professor für Biologie komplexer Systeme und Direktor des Zentrums Synergy of Systems an der TU Dresden erforscht, wie sich komplexe, Dynamiken in vernetzten, bsp. biologischen Systemen entwickeln- von epidemiologischen Prozessen über Biodiversitätsverlust und Artensterben bis hin zu kollektiven gesellschaftlichen Verhaltensmustern. Seine Forschung zeigt, wie Daten und Systemforschung helfen können, große globale Herausforderungen besser zu verstehen. Tobias Erb ist Biologe und Chemiker. Er ist Direktor des Max-Planck Instituts für Terrestrische Mikrobiologie in Marburg und zählt zu den international führenden Forschern auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie. Tobias Erb erforscht die biochemische Grundlagen der Evolution, die die Entstehung unserer heutigen Biodiversität überhaupt erst möglich gemacht haben. Ihm und seinem Team gelang es 2022, Fotosynthese im Labor künstlich zu rekonstruieren und zu optimieren.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

auslandsjournal extra 22:29

auslandsjournal extra

Auslandsreportage

"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.

Freiwilligenarbeit - Unverzichtbare Stütze der Gesellschaft 22:59

Freiwilligenarbeit - Unverzichtbare Stütze der Gesellschaft

Gesellschaft und Soziales

Sie sind unbezahlt, aber unbezahlbar: Menschen, die ihre Freizeit in den Dienst von anderen stellen. Der Film begleitet drei von ihnen bei ihrer freiwilligen Arbeit. Sei es beim Sportclub, im Sterbehospiz oder für den Kampf gegen Armut: Überall arbeiten Menschen ohne Gegenleistung, obschon sie eigentlich bereits sehr ausgelastet sind. Aus welchen Impulsen heraus machen sie das? "Mir geht es nicht um die Bezahlung, sondern um den Sinn hinter meiner Arbeit", sagt Susan Ponti zu ihrer Motivation. Die fünffache Mutter aus Langnau am Albis ZH leistet Hunderte Stunden Freiwilligenarbeit jedes Jahr - in diversen Projekten. Sie hat die Organisation "Aufgetischt statt Weggeworfen" mitgegründet, die seit Bestehen bereits mehr als 800 Tonnen Lebensmittel vor der Vernichtung gerettet und so Menschen an der Armutsgrenze geholfen hat. Managerin Maria Bichler arbeitet zwischen 60 und 70 Stunden pro Woche. Im Sterbehospiz in Brugg AG begleitet sie in ihrer raren freien Zeit Menschen auf ihrem letzten Weg. "Vieles würde ohne Freiwilligenarbeit gar nicht existieren", ist sie überzeugt. Slavko Egeric betreut eine Nachwuchsmannschaft des EHC Basel. Woher er seine Energie nimmt, kann er selbst nicht genau sagen. Aber es sind auch bei ihm Dutzende Stunden Freiwilligenarbeit, die er neben seinem 100-Prozent-Job jedes Jahr leistet.

WeltWeit: Hitze, Dürre, Wassernot. Wie rüsten für den nächsten Sommer? 23:49

WeltWeit: Hitze, Dürre, Wassernot. Wie rüsten für den nächsten Sommer?

Auslandsreportage

Auch wenn es Richtung Herbst geht, die Rekordtemperaturen vom diesjährigen Sommer sind vielen in lebhafter Erinnerung. Prognosen zeigen, Sommer wie dieser werden künftig zur neuen Realität. Mit oft mehr als 40 Grad kommen Mensch und Natur an ihre Grenzen: überhitzte Wohnungen, verdorrte Felder, austrocknende Flüsse und Brunnen. "WeltWeit"-Reporter schauen, welche Länder bereits Lösungen für die Herausforderungen zunehmender Hitze gefunden haben. Die spanische Region um Murcia ist eine der trockensten Gegenden Europas. Trotz großer Wasserknappheit ist Murcia aber ein wichtiges landwirtschaftliches Anbaugebiet. Isabella Purkart schaut sich Lösungen an, die auch für Österreichs Bauern von Interesse sein können: Anders als bei uns wird dort gereinigtes Abwasser zusätzlich aufbereitet und für die Bewässerung der Felder verwendet. Spanien gehört auch zu den europäischen Ländern, die besonders stark von Waldbränden betroffen sind. Auch hier geht das Land neue Wege in Sachen Prävention: eine spezielle Beweidung und gezielte Landschaftspflege tragen dazu bei, brennbare Vegetation zu reduzieren und zu verhindern, dass sich Feuer großflächig ausbreiten. In Frankreich war die Millionenmetropole Paris in der Vergangenheit schon öfter mit Hitzewellen konfrontiert. In einem extremen Klimaszenario könnte Paris künftig Temperaturen von bis zu 50 Grad erleben, erfährt Leonie Heitz bei ihren Recherchen. Eine der Maßnahmen, mit denen man den Hitzerekorden begegnen will, liegt tief unter der Stadt: Das Pariser Fernkältenetz versorgt mittlerweile rund 1000 Gebäude mit Kühlung - mithilfe von Wasser aus der Seine. Gleichzeitig schafft die Stadt mehr Grünflächen, entsiegelt Böden und gestaltet öffentliche Räume neu. Doch reicht all das aus, wenn extreme Hitze künftig in Europas Städten immer häufiger zum Alltag wird? Auch in Ungarn hat der extrem heiße und trockene Sommer zu massiven Folgen geführt: Wegen des niedrigen Wasserstands der Donau musste das Atomkraftwerk Paks zeitweise heruntergefahren werden - was eine veritable Energiekrise ausgelöst hat. Die neue Regierung von Péter Magyar versucht nun, den Wasserpegel der Donau langfristig zu stabilisieren. Paul Krisai hat sich die Maßnahmen in Paks angesehen und Ungarns größten Solarpark besucht. Denn überraschenderweise gehört das Land bei Solarenergie zu Europas Spitzenreitern. Strom soll vorrangig aus Sonnenenergie gewonnen werden und damit zu Versorgungssicherheit auch in herausfordernden Zeiten beitragen.