19:23
- Israels Krieg im Libanon Gespräch mit Kristin Helberg - Die israelische Band Haze'evot Punkband setzt auf Dialog - Ganymed-Projekt in Wien Von Regisseurin Jacqueline Kornmüller - Musical "Simsalabim" in Dresden Über den Zauberkünstler Kalanag
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen. Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontakts mit der großen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden. Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf "obszöne" und "rassistische" Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor "Pornografie" und allen, was bei ihnen "Unbehagen" oder "Schuldgefühle" hervorrufen könnte, geschützt werden müssten - indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen "Moms for Liberty" haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher wurden beanstandet, immer gezielter wurden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen - Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen - sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und Widerstand geleistet, sich organisiert und gekämpft. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Die Dokumentation "Verbotene Bücher" erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind - und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.
21:30
Das südindische Kerala ist bekannt für endlose Sandstrände, Tee- und Reisplantagen und für sein warmes tropisches Klima. Auch bei Touristen wird das "Land der Kokospalmen" immer beliebter. Auf fast 600 Kilometern Länge schmiegt sich Kerala an die Malabarküste. Dort kann man auf relativ kleinem Raum in Indiens buntes Leben eintauchen und spektakuläre Feste, rituelles Theater und die jahrhundertealte Ayurveda-Medizin kennenlernen. Die Reise beginnt in Thrissur, Schauplatz des über 200-jährigen Elefanten-Festivals "Thrissur Puram". Höhepunkt des Events ist die Prozession der prachtvoll geschmückten Dickhäuter - ein bei Tierschützern nicht unumstrittenes Spektakel. Nächste Station ist Palakkad, Heimat des roten Navara-Reises, der dort noch von Hand geerntet und verlesen wird. Eine Spezialität der Region sind "Idli": gedämpfte Reiskuchen, die vor allem zum Frühstück verzehrt werden. Im Koyyodan-Koroth-Tempel nahe der Stadt Mahé wird das Filmteam Zeuge des farbenfrohen "Theyyam"-Rituals. Geschminkte Darsteller schlüpfen in die Rolle verschiedener Gottheiten und tanzen traditionelle Tänze. Der Distrikt Wayanad ist geprägt von leuchtend grünen Urwäldern und weitläufigen Tee- und Gewürzfeldern. Das Pflücken des Tees ist harte Arbeit - und in dem steilen Gelände nicht ganz ungefährlich. Letzte Station ist das Fischerdorf Chowara mit seinem malerischen Strand. In den Morgenstunden fahren die örtlichen Fischer den Fang des Tages ein und ziehen ihre riesigen Netze an den Strand.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Wer bringt eine Komapatientin um und hinterlässt Tränen an deren Bett? Die Kommissare um J. Fischer bearbeiten einen Fall, der das Leben von acht Menschen für immer verändert hatte. Die Patientin (51) wurde von den lebenserhaltenden Maschinen getrennt. Ihre Identität bleibt genauso rätselhaft wie drei weitere Morde. Sartorius, Kettler und Fischer finden kaum Spuren und Zeugen, die just den entscheidenden Moment verpasst haben. Ein Foto aus dem Sommer 1995 lässt schließlich erahnen, dass alle Fälle miteinander verbunden sind. Damals vertrat eine 24-jährige Klavierlehrerin, Olivia Rentlow, an der örtlichen Schule eine erkrankte Musiklehrerin. Olivia bezauberte sofort das Kollegium wie ihre Schüler. Tobias Menne und Christine Falter kamen als junge Schüler in den Genuss ihres Klavierunterrichts. Doch so plötzlich, wie Olivia Rentlow gekommen war, verschwand sie auch wieder. Die Suche nach Olivia bringt die Kommissare auf die richtige Spur und auf das tragische Ereignis, das auch nach fast 30 Jahren noch alle Betroffenen in ihrem Bann gefangen hält. "Das Licht in einem dunklen Haus" zeigt ungewöhnlich genau die Mechanismen einer Gewalttat - hier einer Vergewaltigung - und deren lebenslange Auswirkungen auf alle Betroffene sowie deren Angehörige. Am Ende werden Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern. Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Jan Costin Wagner. Nach "Tage des letzten Schnees" ist es die zweite Romanverfilmung des Autoren.
23:59
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.