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TV Programm für 3sat am 05.11.2026

Heimat Tansania - Unter dem Kilimandscharo 04:44

Heimat Tansania - Unter dem Kilimandscharo

Land und Leute

In Tansania hat die Kolonialzeit ihre Spuren hinterlassen. Noch heute findet man an den Hängen des Kilimandscharo alte Farmhäuser, die einst deutsche Siedler erbauten. Aus jener Zeit stammt auch die Makoa-Farm. Sie gehört der deutschen Tierärztin Elisabeth "Elli" Stegmaier und ihrem Mann Laszlo, die sich damit ihren Traum erfüllt haben. In ihrer Tierklinik behandeln sie vor allem kranke und verletzte Wildtiere. Nicht weit vom Landhaus der beiden entfernt liegt die Momella-Farm. Anfang der 1960er-Jahre drehte dort der Schauspieler Hardy Krüger mit John Wayne den Hollywood-Klassiker "Hatari!". Dabei verliebte er sich in das Anwesen, kaufte es und errichtete eines der ersten Buschhotels in Ostafrika. Auch in vielen Städten haben die Deutschen ihre Spuren hinterlassen. So stehen in Lushoto, das einst Wilhelmstal hieß, immer noch die alte Schlachterei und das Posthaus - so, als seien die alten Besitzer gerade ausgegangen. Auch die Gleise der Usambarabahn aus früheren Tagen, die einst Tanga am Indischen Ozean mit der Stadt Moshi am Kilimandscharo verband, gibt es noch. Filmemacher Michael Höft zeigt aber auch ein anderes Tansania, fernab der Zivilisation: Er besucht ein abgelegenes Dorf der Massai. Der Stamm muss ständig neuen Weidegrund für die Rinder suchen, da ihre Zahl ständig wächst. Tierschwund gibt es aber auch in den Nationalparks - wie im größten Schutzgebiet Tansanias, dem "Selous Game Reserve". Vor allem verringert sich die Zahl der Elefanten. Nach wie vor werden die Dickhäuter wegen ihrer Stoßzähne illegal gejagt. Ihre Bestände sollen im Selous-Wildreservat innerhalb der vergangen fünf Jahre von 70.000 auf 13.000 gesunken sein.

Bergauf-Bergab 05:29

Bergauf-Bergab: Bergsteigen in Spanien - Picos de Europa

Alpinismus

Sie waren die Landmarke des europäischen Kontinents, als die spanischen Schiffe nach der Überfahrt von Amerika die heimatliche Biskaya erreichten: die Picos de Europa, die Spitzen Europas. Im Nordwesten Spaniens ragen die wild gezackten Kalkspitzen in einem 20 mal 40 Kilometer breiten Gebirgsstock auf und bilden ein kleines, aber einzigartiges Gebirge, in dem sich atlantische Nebelwälder und alpine Vegetation begegnen. Georg Bayerle und das Team von Bergauf-Bergab haben sich aufgemacht, dieses Gebirge zu erkunden - und zeigen all die großen und kleinen Entdeckungen, die sie dabei gemacht haben: Natürlich den "Naranjo de Bulnes", ein imposanter Felsendom und der höchste Gipfel der Picos. Die Nebelgeister, die die Wälder hier bewohnen, das Refugio Urriello, spektakulär gelegen inmitten einer Karsthochfläche oder das kleine Bergdorf Bulnes, in dem David Rodriguez Mendez, der Wirt der örtlichen Kneipe, erzählt, wie sich durch den Aufschwung des Tourismus und den Niedergang der Landwirtschaft das Leben dort verändert hat.

Erlebnisreisen 06:00

Erlebnisreisen: Namibia - Wilde Tiere, Meer und Wüste

Landschaftsbild

Die höchsten Sanddünen der Welt, tiefe Schluchten, Afrikas größte Wildtiere: Das ist Namibia. Das Land im südlichen Afrika zählt zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt. Eine Mischung aus afrikanischen und europäischen Einflüssen machen Namibia zu einem unvergesslichen Reiseziel. Der 3000 Kilometer lange Roadtrip ist ein einzigartiges Erlebnis.

Kulturzeit 06:20

Kulturzeit

- Nachruf auf Kinderbuchautor Janosch Der Kinderbuchautor und Illustrator schuf mehr als 150 Bücher, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden. Mit 95 Jahren ist er am 3. November auf Teneriffa gestorben. Wir sprechen mit Kunsthistorikerin und Leiterin des Bilderbuchmuseums Troisdorf Pauline Liesen. - USA nach den Midterms Gespräch mit Politikwissenschaftler Josef Braml zur Situation in den USA. - Mike Ds erstes Soloalbum Die Geschichte der Beastie Boys, einer der prägendsten Hiphop-Bands der Musikgeschichte, endete vor 14 Jahren mit dem Tod von Adam Yauch. Für Mike D, alias Michael Louis Diamond, Motor der Gruppe, war Musikmachen lange Jahre mit tiefer Trauer verbunden. Jetzt hat er erstmals ein Soloalbum veröffentlicht. - Ausstellung "Barcelona moderna" In Architektur und Malerei ist zwischen 1885 und 1920 Großartiges entstanden. Als Pendant zum Jugendstil erfindet Barcelonas Kunst sich neu in Bauten und Portraits. Die Ausstellung "Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso" ist bis zum 21. Februar in der Kunsthalle München zu sehen.

nano 07:00

nano

Magazin

- Impfstoff gegen Krebsrückfälle Triple-negativer Brustkrebs zählt zu den aggressivsten Krebsformen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Marcus Schmidt hat deshalb einen individuell angepassten mRNA-Impfstoff entwickelt, der Rückfälle verhindern soll. Erste Ergebnisse einer kleinen Studie machen Hoffnung. - Streit um die Flottengrenzwerte Die geplante Aufweichung der CO2-Flottengrenzwerte und die Debatte um das Verbrenner-Aus sollen die europäische Autoindustrie entlasten. Kritiker warnen hingegen vor Folgen für Klimaschutz, Batterieproduktion und Stromnetze. Diskutiert wird zudem, ob künftig eine Lebenszyklusanalyse die Klimabilanz von Fahrzeugen bewerten soll. - Energie aus organischen Resten Organische Reststoffe wie Gülle, Pflanzenreste oder Bioabfälle könnten direkt vor Ort in Wasserstoff umgewandelt und für Motoren oder die Energieversorgung genutzt werden. Das Forschungsprojekt "Waste2HyEngine" untersucht die Effizienz der Umwandlung, die nutzbare Energieausbeute nach der Gasaufbereitung sowie die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale dieses Ansatzes. - Pisa: Standfest trotz Erdbeben Anfang August erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4,3 die Region um Pisa. Das Beben richtete am berühmten schiefen Turm keine Schäden an - erinnerte aber daran, dass der Turm in einer seismisch aktiven Region steht. In seiner mehr als 850 - jährigen Geschichte hat er auch deutlich stärkere Erdbeben überstanden. Grund dürfte der Untergrund sein, auf dem er steht. - Artenspürhunde im Einsatz Seltene Tierarten nachzuweisen, ist oft schwierig und aufwendig. Artenspürhunde wie Arnie helfen dabei, Tiere aufzuspüren, die Menschen leicht übersehen. So können bedrohte Arten erfasst werden, ohne sie einzufangen oder der Natur zu entnehmen - ein wertvoller Beitrag für den Artenschutz.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:30

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Kulturzeit 09:05

Kulturzeit

- Nachruf auf Kinderbuchautor Janosch Der Kinderbuchautor und Illustrator schuf mehr als 150 Bücher, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden. Mit 95 Jahren ist er am 3. November auf Teneriffa gestorben. Wir sprechen mit Kunsthistorikerin und Leiterin des Bilderbuchmuseums Troisdorf Pauline Liesen. - USA nach den Midterms Gespräch mit Politikwissenschaftler Josef Braml zur Situation in den USA. - Mike Ds erstes Soloalbum Die Geschichte der Beastie Boys, einer der prägendsten Hiphop-Bands der Musikgeschichte, endete vor 14 Jahren mit dem Tod von Adam Yauch. Für Mike D, alias Michael Louis Diamond, Motor der Gruppe, war Musikmachen lange Jahre mit tiefer Trauer verbunden. Jetzt hat er erstmals ein Soloalbum veröffentlicht. - Ausstellung "Barcelona moderna" In Architektur und Malerei ist zwischen 1885 und 1920 Großartiges entstanden. Als Pendant zum Jugendstil erfindet Barcelonas Kunst sich neu in Bauten und Portraits. Die Ausstellung "Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso" ist bis zum 21. Februar in der Kunsthalle München zu sehen.

nano 09:45

nano

Magazin

- Impfstoff gegen Krebsrückfälle Triple-negativer Brustkrebs zählt zu den aggressivsten Krebsformen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Marcus Schmidt hat deshalb einen individuell angepassten mRNA-Impfstoff entwickelt, der Rückfälle verhindern soll. Erste Ergebnisse einer kleinen Studie machen Hoffnung. - Streit um die Flottengrenzwerte Die geplante Aufweichung der CO2-Flottengrenzwerte und die Debatte um das Verbrenner-Aus sollen die europäische Autoindustrie entlasten. Kritiker warnen hingegen vor Folgen für Klimaschutz, Batterieproduktion und Stromnetze. Diskutiert wird zudem, ob künftig eine Lebenszyklusanalyse die Klimabilanz von Fahrzeugen bewerten soll. - Energie aus organischen Resten Organische Reststoffe wie Gülle, Pflanzenreste oder Bioabfälle könnten direkt vor Ort in Wasserstoff umgewandelt und für Motoren oder die Energieversorgung genutzt werden. Das Forschungsprojekt "Waste2HyEngine" untersucht die Effizienz der Umwandlung, die nutzbare Energieausbeute nach der Gasaufbereitung sowie die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale dieses Ansatzes. - Pisa: Standfest trotz Erdbeben Anfang August erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4,3 die Region um Pisa. Das Beben richtete am berühmten schiefen Turm keine Schäden an - erinnerte aber daran, dass der Turm in einer seismisch aktiven Region steht. In seiner mehr als 850 - jährigen Geschichte hat er auch deutlich stärkere Erdbeben überstanden. Grund dürfte der Untergrund sein, auf dem er steht. - Artenspürhunde im Einsatz Seltene Tierarten nachzuweisen, ist oft schwierig und aufwendig. Artenspürhunde wie Arnie helfen dabei, Tiere aufzuspüren, die Menschen leicht übersehen. So können bedrohte Arten erfasst werden, ohne sie einzufangen oder der Natur zu entnehmen - ein wertvoller Beitrag für den Artenschutz.

Ein Jahr unter Elefanten - Zwei Hamburger im Süden Afrikas 10:25

Ein Jahr unter Elefanten - Zwei Hamburger im Süden Afrikas

Land und Leute

Als würden sie wie auf ein geheimes Zeichen hin am Ufer des Flusses Chobe im Norden Botsuanas auftauchen: Elefanten. Mitten unter ihnen sind Jens Westphalen und Thoralf Grospitz. In Botsuana im südlichen Afrika leben noch über 130.000 der größten Säugetiere der Erde. Ein idealer Ort, um die grauen Giganten hautnah zu filmen. Voller Emotionen und mit viel Humor berichten die beiden Biologen und Tierfilmer von ihrem Jahr unter Elefanten. Von anrührenden Begegnungen mit Familiengruppen etwa, in denen sich Elefantenmütter und -tanten liebevoll um die Kleinen kümmern. Oder auch von einem Treffen der Elefantenbullen an einem Wasserloch, das eine Art Erziehungscamp für Halbwüchsige ist. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz sind dabei, als ein verletztes Tier stirbt und die Familienmitglieder herbeikommen und mitfühlend Trost spenden. Ein einschneidendes Erlebnis, das die beiden nie vergessen werden. Seit mehr als 20 Jahren sind die vielfach ausgezeichneten Naturfilmer ein Team. Ihr Jahr mit den Elefanten hat sie besonders geprägt - die Glücksgefühle, den wilden Tieren so nah sein zu können, in emotionalen Bildern, mit aufwendigen Helikopterkameraaufnahmen und grandiosen Zeitlupenstudien eingefangen. Je mehr Zeit sie bei den Elefanten verbringen, desto besser können sie das Verhalten der Tiere deuten. Die beiden Hamburger sind dabei, als sich Hunderte Elefanten zum Bad verabreden. Während der Trockenzeit folgen sie einem durstigen Tier sogar bis zur "Damentoilette", die die Tiere als willkommene Wasserstelle gewittert haben. Und sie stellen fest, dass auch Löwen und Elefanten Kameras bedienen können. Elefanten sind weit mehr als nur majestätisch und kraftvoll. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz zeigen eine Welt, in der Erfahrung und Intelligenz, Mitgefühl und Ausdauer das Überleben sichern.

Das Kanaltal - Leben in Vielfalt 11:55

Das Kanaltal - Leben in Vielfalt

Land und Leute

Das Gebiet im italienisch-slowenisch-österreichischen Grenzgebiet am Schnittpunkt romanischer, slawischer und deutscher Kultur ist ein einzigartiger Grenzraum in Europa. Der Film erzählt die wechselvolle Geschichte des Gebiets bis zum Kanaltal von heute, in dem Grenzen Vergangenheit sind und die Menschen sich in Italienisch, Slowenisch, Deutsch und Friulanisch verständigen und verstehen. Die landschaftliche Schönheit des Tals erschließt sich nur jenen, die nicht vorbeifahren, sondern sich in einem Tal, das bis vor 100 Jahren noch Teil Österreichs war, auf Entdeckungsreise begeben. Ein Film, der von einer stillen Schönheit erzählt und von Menschen, die dort leben und arbeiten, die erhalten und bewahren, die neue Wege gehen und gelernt haben, die Welt der Berge zu verstehen.

Servicezeit 12:20

Servicezeit

Ratgeber

- E-Reader im Check - Wie praktisch sind Ingwer-Reiben? - Einfache Teppichreinigung - Gemahlene Haselnüsse im Labortest - So wird Wohnen (wieder) bezahlbar

Querbeet 12:50

Querbeet

Pflanzen

- Plattenbelag verlegen - Rewild your garden - 2 Mit Naturgartenplaner David Seifert - Obstschaugarten in Veitshöchheim - Herbstdeko Mit Floristin Beatrix Schaffranka

Inselträume: Island - Hotspot des Nordens 13:20

Inselträume: Island - Hotspot des Nordens

Tourismus

Diese Weite! Diese Farben! Dieses Licht! Island bezaubert: Riesige Gletscher und einsame Kraterlandschaften, heiße Quellen und atemberaubende Fjorde machen Island zu einem Inseltraum. Rund 330.000 Menschen leben neun dunkle Wintermonate lang unter rauen Bedingungen. Im Sommer aber blüht Island auf: Die Mitternachtssonne taucht die Landschaft in Gold und Rot und Violett. Genau in dieser Zeit erkundet Autorin Barbara Lueg die Insel. Sie trifft etwa die Crossfitterin Björk. Die lässt gern die Muskeln spielen: "Ich wollte schon als Kind immer die Beste sein. Ich wollte immer gewinnen. Und jetzt bin ich 30 Jahre alt - und immer noch so!" In Akureyri, im Norden Islands, trainiert sie täglich stundenlang, hat schon mehrere Crossfit-Titel geholt. Gewichtheben, klettern, sprinten, turnen, darum geht es bei ihrem Sport. Das Zirkeltraining ist eines der härtesten Trainings der Welt. Genau deshalb passt es zu ihr und zu Island: Die Menschen dort, hoch oben im Norden, sind stark und eigenwillig. So wie auch der 42-jährige Hakon. Er lebt ganz im Süden Islands, auf einer kleinen Insel bei Traustholsthólmi. Schon als Jugendlicher hatte er nach Besuchen dort so ein Gefühl: "Es war für mich immer wunderbar, herzukommen. Statt von neun bis siebzehn Uhr irgendwo zu arbeiten, sollte man dorthin gehen, wo man sich zu Hause fühlt." Seit ein paar Jahren lebt Hakon deshalb auf der kleinen Insel, ganz ohne Wasser und Strom. Er lebt von dem, was die Landschaft hergibt, und dem, was ein paar Touristen bringen. "Ich folge eben meinem Herzen und baue mein Leben hier auf. Und auch, wenn ich hier allein bin: Einsam fühle ich mich nie!" Auch Robert ist seinem Herzen gefolgt: Einst verließ er Siglufjörður hoch im Norden der Insel, um die Welt zu sehen. Mit Fischfarmen machte er im Ausland Millionen - und investiert sie nun in seine Heimatstadt: Er holt Start-up-Firmen und Künstler, baut Hotels und Golfplätze, um der alten Heringsstadt Siglufjörður neues Leben einzuhauchen. "Wir Isländer sind eben Macher. Wir packen die Dinge anders an. Island ist als kleines Land schneller." Autorin Barbara Lueg und ihr Team zeigen ein Island, dessen Natur und dessen Menschen mitten ins Herz treffen. Weil sie Widrigkeiten trotzen und trotzdem Raum lassen. Weil die Menschen ihre Wurzeln nicht vergessen und trotzdem nach vorn schauen.

Leben an der Nordsee 14:05

Leben an der Nordsee: Schottland und die Orkneys

Land und Leute

Die schottische Nordseeküste ist geprägt von schroffen Felsenklippen, einsamen Inseln und kleinen Hafenstädten. Nördlich des Festlandes liegen die Orkneys. Dieser Archipel aus etwa 70 Inseln ist seit Jahrtausenden bewohnt. An der Küste erzählen Burgruinen die Geschichte Schottlands. Geheimnisvolle Steinkreise, wie der "Ring of Brodgar", geben bis heute Rätsel auf. Auf North Ronaldsay, der nordöstlichsten der Orkney-Inseln, leben nur gut 70 Menschen und über 4000 Schafe. Die North-Ronaldsay-Schafe sind sehr genügsam und ernähren sich hauptsächlich von Seetang. Dunrobin Castle wirkt mit seinen vielen Türmchen wie ein Märchenschloss am Meer. Die kleine Hafenstadt Arbroath ist berühmt für ihren Räucherfisch, den "Arbroath Smokie". Die Klippen bei Arbroath sind von unterirdischen Höhlen durchzogen. Dort verkauften früher Schmuggler ihre Waren. In der alten Hafenstadt Wick liegt eine der nördlichsten Whisky-Destillerien Schottlands. Die Fässer lagern in einer Halle direkt am Meer. Das gibt dem Whisky ein besonderes Aroma. Auf der "Isle of May" lebten früher Mönche. Heute gehört sie ganz den Seevögeln. Die einzigen menschlichen Bewohner sind heute Wissenschaftler, die von Frühjahr bis Herbst für eine Langzeitstudie die Vögel beobachten. Das Wetter an der schottischen Nordseeküste ist wechselhaft. Manchmal erlebt man vier Jahreszeiten an einem Tag. Die Schotten nehmen das gelassen und mit Humor. In St Monans suchte eine Lehrerin aus dem Ort eine Verwendung für ausgediente Gummistiefel. Sie bepflanzte sie mit Blumen und machte daraus einen Gummistiefelgarten.

Leben an der Nordsee 14:50

Leben an der Nordsee: Englands Ostküste

Land und Leute

Englands Nordseeküste ist vielfältig und bietet manche Überraschung. Weiße Sandstrände, Klippen und die von Kanälen durchzogenen Norfolk Broads. In Bamburgh, nahe der Grenze zu Schottland, thront "Bamburgh Castle" hoch über einem der schönsten Strände Englands. Ein Paradies für Surfer, die sich dort bei einer Wassertemperatur von kühlen zwölf Grad in die Wellen stürzen. Etwas weiter südlich, an der Küste von Yorkshire, türmen sich Klippen auf. Über eine schmale Straße erreicht man den kleinen Ort Staithes am Fuß der Klippe. Bei Ebbe ist der Strand ein Geheimtipp für Fossiliensammler. Die Hafenstadt Cromer war im 19. Jahrhundert ein mondäner Badeort. Heute kommen die Besucher hauptsächlich wegen der berühmten "Cromer Crabs". Die handtellergroßen Krabben schmecken so gut, weil sie auf einem Kreideriff vor der Küste leben. Eine andere Delikatesse wird auf der schmalen Landzunge Spurn gezüchtet. Heimische Austern, die aber auf keinen Fall gegessen werden sollen! Naturschützer züchten sie, um sie auszuwildern. Sie sollen ein neues Austernriff bilden. Die Norfolk Broads sind eine von Menschen geschaffene Kulturlandschaft. Die vielen Kanäle entstanden, weil dort früher Torf gestochen wurde. Heute schippern Freizeitkapitäne gemütlich durch das Labyrinth von Kanälen und Flüssen. An den Ufern wächst Schilfrohr, das zu Reet verarbeitet wird. Die Reetschneider sind mit einem Kahn unterwegs und transportieren ihre Ernte ab. Viele Häuser in den Norfolk Broads sind noch mit Reet gedeckt.

Leben an der Nordsee 15:35

Leben an der Nordsee: Belgien und die Niederlande

Land und Leute

Die Reise beginnt im Westen Belgiens, wo ein jahrhundertealtes Handwerk lebendig ist: das Krabbenfischen zu Pferd. In den Niederlanden geht es an den Strand von Den Haag, wo Theo Jansen seine bizarren Strandbiester zum Laufen bringt. Weiter östlich in Friesland belebt eine junge Müllerin eine alte Mühle wieder. Breite Strände und Bettenburgen - so kennt man die kurze belgische Küste. In Westflandern betreiben Fischer ein uraltes Handwerk: das Krabbenfischen zu Pferd. Auf dem Rücken ihrer Kaltblüter pflügen sie mit Netzen durch den Meeresboden, auf der Suche nach einer besonderen Köstlichkeit: Nordseekrabben. Auch Muscheln sind in Belgien beliebt - nur kamen die bisher alle aus den Niederlanden. Das soll sich jetzt ändern: Vor der Küste wird die erste Hochsee-Muschelfarm installiert. Ganz im Osten liegt der Nationalpark Het Zwin - Rastplatz für Tausende Zugvögel und Arbeitsplatz für Ornithologen, die dort Daten über die Vögel sammeln und dabei Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Evolution studieren. Gleich hinter der Grenze zu den Niederlanden beginnt Zeeland - die Region an der Nordsee, die stark unter Sturmfluten zu leiden hatte. Die Dämme der gigantischen Deltawerke, eines Schutzsystems gegen Hochwasser und Sturmfluten, sind ein Bollwerk gegen das Meer und haben ganze Landstriche verändert. In Südholland, am Strand von Den Haag, versucht der Künstler Theo Jansen, seinen Strandskulpturen mit Hilfe des Windes Leben einzuhauchen. Das ist nicht immer leicht, denn seine Kreaturen sind riesig und die Elemente launisch. Weiter nördlich in der Marinestadt Den Helder trainiert Gert-Jan Wit für seine Überquerung des Ärmelkanals. Noch schwimmt er an der niederländischen Küste, aber in wenigen Tagen will er es von Dover nach Calais schaffen. Die Reise endet auf der westfriesischen Insel Schiermonnikoog. Dort ist Thijs de Boer zu Hause, ein leidenschaftlicher "Strandräuber", der seit 50 Jahren Schätze sammelt, die die Nordsee anspült.

Leben an der Nordsee 16:15

Leben an der Nordsee: Deutschlands wilde Küste

Land und Leute

Weiße Sandstrände, wilde Stürme, das weite Wattenmeer - die deutsche Nordsee und ihre Küste sind aufregend und beruhigend zugleich wie kaum eine andere Region Deutschlands. Es gibt zahlreiche Deiche und Moore, Schafe und Rinder - und traditionelle Krabbenkutter. Diese Folge von "Leben an der Nordsee" führt an "Deutschlands wilde Küste", vom kleinen Hafen Dornum zur Seehundstation in Norddeich. Die deutsche Nordseeküste am UNESCO-Weltnaturerbe-Wattenmeer mit ihren Inseln und Halligen gilt als Sehnsuchtsort. Dort leben die Menschen von und mit dem Meer, ihrer Nordsee - wo die Krabbenkutter dazugehören wie der salzige Wind. Einer von ihnen ist Stephan Hellberg. Er fischt seit rund 33 Jahren Krabben. Früher sind sie im kleinen Kutterhafen Dornum in Kolonnen rausgefahren, heute stechen nur noch zwei Schiffe in See. Jeden Tag das gleiche Spiel. Bei Wind und Wetter, immer noch mit der gleichen Leidenschaft, fängt er das "rote Gold" der Nordsee. Die Küste dort ist auch Heimat der Kegelrobben und Seehunde. Zwischen Anfang Juni und Mitte Juli kommen die Seehundbabys auf einer Sandbank zur Welt. Leider kommt der Mensch ihnen immer wieder zu nahe. Aus Stress verstoßen die Mütter dann ihre Jungen. Mit viel Glück bringt dann jemand "die kleinen Heuler" in die Seehundstation nach Norddeich, wo Ramona Fetting sie wieder aufpäppelt. Auf der Halbinsel Eiderstedt, in St. Peter-Ording, liegt einer der längsten Strände Deutschlands - ein Paradies für Kinder, Surfer und Sonnenanbeter. Die Reise endet auf Sylt, der größten deutschen Nordseeinsel, bei Christoffer Bohlig, der auf der einzigen Austernfarm des Landes arbeitet. Die Zuchtfläche zwischen List und Kampen ist etwa 30 Hektar groß. Dort nimmt sich eine spezielle Sorte vier Jahre Zeit, um zum Edelhappen zu gedeihen: die Sylter Royal.

Leben an der Nordsee 17:00

Leben an der Nordsee: Dänemark und Schweden

Land und Leute

An Dänemarks Nordseeküste gibt es spektakuläre Dünenlandschaften, verwunschene Küstenwälder und endlose Sandstrände. Die Fischer nutzen den Strand als Liegeplatz für ihre Boote. Im Norden bei Skagen treffen Skagerrak und Kattegat aufeinander. Dort ziehen im Herbst große Thunfischschwärme vorbei. Nicht weit entfernt: die schwedische Nordseeküste, geprägt von Schären. An Dänemarks Nordseeküste weht selbst in den kurzen Sommermonaten ein frischer Wind. Die Küste ist wegen ihrer Wellen bei Surfern aus ganz Europa beliebt. An Dänemarks Nordspitze verhinderten über Jahrhunderte der lockere Sand und die Dünen, dass richtige Häfen gebaut werden konnten. Fischer nutzen bis heute den Strand als Liegeplatz. Sten Christensen hat hierbei den wohl wichtigsten Job. Als "Windenmann" bedient er die Seilwinde, mit der die Boote vom Strand aufs Wasser und vom Wasser auf den Strand gezogen werden. Bei Skagen ziehen seit rund zehn Jahren wieder große Thunfischschwärme vorbei. Seit 2017 organisiert der Meeresbiologe Kim Aarestrup einmal im Jahr das große "Thunfisch-Rennen". Rund 70 Hobbyangler stechen in See, um im Auftrag der Wissenschaft Thunfische zu fangen. Die Tiere bekommen Sender, die den Wissenschaftlern ein Jahr lang wichtige Daten schicken. Nur etwa 60 Kilometer Luftlinie entfernt liegt Schweden. Dort ist das Meer überall, wenn der Skagerrak sich in etwa 3000 Schären auflöst. Diese kleinen Inseln entstanden als Folge der Eiszeit, als die Eismassen sich zurückzogen und die darunter liegenden Gesteinsmassen durch den Druck erodierten. Im malerischen Fjällbacka beginnt Ende September die Hummersaison. Fischer Ingemar Granqvist darf zur legendären Hummerpremiere 40 Fangkörbe im Wasser auslegen - das Fest zur Eröffnung der Saison ist in dem kleinen Ort fast so wichtig wie Weihnachten.

Leben an der Nordsee 17:45

Leben an der Nordsee: Norwegens Küsten und Fjorde

Land und Leute

In den Schären von Kristiansand entlang der Nordseeküste im Süden Norwegens gibt es unzählige idyllische Fischerdörfer, einsame Buchten und ertragreiche Angelplätze. Norwegen ist Europas größter Exporteur von Fisch. Als eine der fischreichsten Gegenden Norwegens gilt die Region rund um Kristiansand. Meeresbiologen fangen Kabeljau im flachen Wasser der Schären, sie untersuchen, wie sich die Population durch Umwelteinflüsse verändert. Nicht weit von der Küste entfernt, in den von Seen durchzogenen Wäldern, lebt das Nationaltier Norwegens - der Elch. Rund 300.000 gibt es, doch die scheuen Einzelgänger sind schwer zu finden. Eine von ihnen ist Elchkuh Anna. Sie lebt in den Wäldern von Kristoffer Kallhoud. Im seichten Gewässer vor der geschäftigen Hafenstadt Bergen sind zwischen den kleinen Inseln Algenfischer unterwegs. 450 verschiedene Sorten Algen gibt es in Norwegens Nordsee. Alle sind essbar, aber nicht alle schmecken - wie Algenfischer Runar Trellevik festgestellt hat. Die Leckeren liefert er an Gourmetrestaurants. Zusätzlich produziert er Gewürze, Hautcremes und Schokolade aus den Meerespflanzen. Die Reise entlang Norwegens Nordseeküste endet in Ålesund. Mit ihren Jugendstilhäusern gilt sie als eine der schönsten Städte Norwegens. Jedes Jahr baut die Jugend der Stadt in wochenlanger Schwerstarbeit einen riesigen Holzturm und in der Mittsommernacht, wenn die Sonne nicht untergeht, brennt er bei einem Volksfest über Stunden nieder.

nano 18:30

nano

Magazin

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

heute 19:00

heute

Nachrichten

Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

3sat-Wetter 19:18

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kulturzeit 19:20

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Brain Code: Können wir bald Gedanken lesen? 20:15

Brain Code: Können wir bald Gedanken lesen?

Wissenschaft

Mit Gehirn-Computer-Schnittstellen können Gelähmte allein kraft ihrer Gedanken Roboter und Autos bewegen oder kommunizieren. Tech-Oligarchen wie Elon Musk haben noch andere Visionen. Forschende sind dabei, die komplexen Codes unseres Gehirns immer umfassender zu entschlüsseln. Mithilfe von KI und hoch spezialisierten Chips, die ins Gehirn implantiert werden, sind sie diesem Ziel so nah wie nie zuvor. Für Menschen wie den ALS-Patienten Casey Harell in Los Angeles bedeutet diese Entwicklung bereits heute einen enormen Gewinn an Lebensqualität: Mithilfe eines "Brain Computer Interface" (BCI), einer Gehirn-Computer-Schnittstelle, kann er wieder mit seiner Familie kommunizieren. Der querschnittsgelähmte Amerikaner James Johnson steuert aus rund 1000 Kilometern Entfernung ein Auto allein mit seinen Gedanken. Und Michi Mehringer aus Oberbayern, der nach einem Motoradunfall komplett gelähmt ist, trainiert am Klinikum rechts der Isar in München unter Anleitung des Neurologen Simon Jacob, einen Roboterarm mental zu steuern - mit einem ganz konkreten Ziel: Er möchte wieder selbstständig trinken können. An der Charité in Berlin forscht der Mediziner und Professor für Neurotechnologie Surjo Soekadar an nicht invasiven Möglichkeiten: Ein Helm mit Quantensensoren soll schwache Magnetfelder des Gehirns auffangen und auslesen. Diese bahnbrechenden Fortschritte wecken auch das Interesse der großen Tech-Konzerne. Unternehmen wie Elon Musks Firma Neuralink investieren enorme Summen in die Erforschung und Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen. Damit werfen sie massive ethische Fragen auf. KI-Ethiker Marcello Ienca von der TU München warnt: "Gehirndaten können extrem interessant und profitabel sein." Durch die Verschmelzung von neuronalen Implantaten und KI droht eine völlig neue Dimension der Überwachung. "Darauf müssen wir vorbereitet sein." Um 20.15 Uhr beleuchtet die "NANO Doku" relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel mit ihren Gästen im "NANO Talk" aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.

Ist die Menschheit noch zu retten? - Wie uns Krisen und KI entzaubern 21:00

Ist die Menschheit noch zu retten? - Wie uns Krisen und KI entzaubern

Gespräch

Noch steht der Mensch im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Dieses Selbstbild kann uns jetzt unsere Existenz kosten. Neue Perspektiven bespricht Stephanie Rohde. Angesichts der Folgen von Klimakrise, Artensterben, Künstlicher Intelligenz und weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen wachsen die Zweifel an der Rolle des Menschen als Maß aller Dinge und Herrscher über die Welt. Insbesondere die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz führt uns vor Augen: Die Ära des Menschen als intelligentestes Wesen geht zu Ende. KI-Systeme drohen außer Kontrolle zu geraten und sind inzwischen eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Menschheit. Mächtige KI-Entwickler bitten aktuell Regierungen um Hilfe, manche verlassen ihre milliardenschweren Unternehmen. Die selbstkritische Frage nach einem Gegenentwurf zum vorherrschenden anthropozentrischen Weltbild ist nicht neu und wird gerade zur Überlebensfrage. Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs stießen diese zentrale ethische Diskussion an, die die Ideale des traditionellen Humanismus vom souveränen vernunftbegabten Menschen als Maßstab der Welt als widerlegt sah. Es entstand die Forderung nach einer neuen Perspektive, nach einem anderen Selbstverständnis des Menschen und seinem Platz in der Natur, die heute vor dem Hintergrund ganz anderer Dimensionen neu geführt werden muss. Bislang träumten Transhumanisten vor allem davon, den Menschen zu perfektionieren und seine biologischen Schwächen, allen voran die Sterblichkeit, durch Technologien zu überwinden. Neuroimplantate, genetische Optimierung und digitale Unsterblichkeit klang vor wenigen Jahrzehnten noch nach Science-Fiction, heute ist Vieles davon bereits möglich. Mittlerweile geht es um Eingriffe in die gesamte planetare Evolution. KI revolutioniert die Möglichkeiten mit unabsehbaren Folgen. Die Grenzen von menschlichem, tierischem und maschinellem Leben müssen deshalb neu definiert werden. Nur so kann eine neue Vision von Zusammenleben entstehen - mit intelligenten Maschinen, empfindungsfähigen Tieren und komplexen Ökosystemen. Weshalb ist eine andere Perspektive zur Lösung vieler existenzieller Probleme und Krisen nötig? Wie lässt sich die wachsende Bedrohung durch KI noch auffangen? Inwiefern hat die Wissenschaft schon längst einen Großteil von Fakten und Annahmen zum "souveränen und vernünftigen" Menschen widerlegt? Warum ist es wichtig, dass wir uns endlich als einen Teil der Natur verstehen und nicht länger als Herrscher über sie? Über diese und viele weitere drängende Fragen diskutiert Moderatorin Stephanie Rohde im "NANO Talk" mit Ihren Gästen. Gästevorstellung: Toni Loh hat eine Professur für Angewandte Ethik - insbesondere Ethik und Transformation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am Zentrum für Ethik und Verantwortung (ZEV) inne. Loh erforscht unter anderem Trans- und Posthumanismus sowie Roboterethik und fragt danach, wie sich Konzepte wie Freiheit, Verantwortung und Menschenwürde neu denken lassen, wenn der Mensch nicht mehr als alleinige Instanz im Zentrum steht. Philipp Blom ist Historiker, Philosoph und Publizist. Er beschäftigt sich mit den großen Transformationen der Menschheitsgeschichte und der Frage, wie Gesellschaften auf tiefgreifende Umbrüche reagieren. Angesichts von Künstlicher Intelligenz, Biotechnologie und digitalen Technologien fragt er: Stehen wir am Beginn einer neuen Epoche des Menschen? Für ihn dabei von zentraler Bedeutung: das anthropozentrische Selbstverständnis des Menschen und die daraus resultierenden fatalen Konsequenzen.

ZIB 2 22:00

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auslandsjournal spezial: Midterms - Amerika hat gewählt 22:25

auslandsjournal spezial: Midterms - Amerika hat gewählt

Auslandsreportage

- Ein Zimmer, kein Fenster: 1.500 Euro Teurer leben in New York - Hart, härter, Trump Amerikas umstrittene Abschiebungen - Wenn der Arztbesuch arm macht Amerikas krankes Gesundheitssystem

Inside Fankurve - radikal und extrem 23:15

Inside Fankurve - radikal und extrem

Dokumentation

Fußball - das ist Adrenalin, Emotion und für viele Fans ihr allerliebstes Hobby. Doch immer häufiger gerät der Sport unter Druck von Extremen, vor allem aus dem rechten Spektrum. Immer offener wird in den deutschen Fußballstadien radikale Gesinnung zur Schau gestellt: in Ost und West, von der Bundesliga bis zur Kreisliga. Wie sehr wird der Sport bewusst für radikale Meinungsmache von rechts missbraucht? Der deutsche Fußball feiert ungebremst Erfolge in Sachen Ticketverkäufe, Einschaltquoten und TV-Deals. Auch die unteren Ligen haben ihre feste Anhängerschaft und treue Fans. Die Schattenseite: Es mehren sich negative Schlagzeilen von den Rängen. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, die mit dem Sport wenig zu tun haben. Mehr als in anderen Sportarten scheinen im Fußball gesellschaftspolitische Dynamiken sichtbar zu werden. Ex-Neonazi Philip Schlaffer war 20 Jahre lang in der rechtsextremen Szene aktiv, angefangen als Hooligan in den Fußballstadien. Der Insider gibt Einblicke in die Verbindung zwischen Fußball und Rechtsextremismus, in die verführerischen Mechanismen und in das Vorgehen der neuen rechten Strömungen. Mitten im Ruhrgebiet begleitet das Filmteam einen Kreisliga-Verein, der sich offen gegen Rechtsextremismus positioniert. Die Amateurkicker vom SK Bochum um Trainer Bastian Böcker haben Schlagzeilen gemacht, als sie Ende 2024 bei einem Spiel nicht angetreten sind, weil der gegnerische Verein offenbar rechtsradikale Gesinnung zuließ. Ein Vorfall, der Folgen hatte. Auch im Osten Deutschlands spüren die Amateurvereine den zunehmenden Druck. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Maja Wallstein ist Extremismus-Expertin und gleichzeitig als Schiedsrichterin im Fußball aktiv. Sie gibt Einblicke in ihre Arbeit, in der sie einen deutlichen Rechtsruck wahrnimmt. Dass vermehrt gerade Amateurvereine ins Visier der Rechten geraten, bestätigt auch die Kriminologin Dr. Thaya Vester von der Universität Tübingen. Denn diese stehen weniger im Fokus als Profiligen und haben keine ausreichenden Kapazitäten, Vorfälle aufzuarbeiten. Am Beispiel des Chemnitzer Fußballklubs zeigt die Dokumentation "Inside Fankurve", wie aus tief verankertem rechtem Gedankengut in Teilen der Anhängerschaft physische Gewalt werden kann: Bei der sogenannten Hetzjagd von 2018, die weltweit für Schlagzeilen sorgte, organisierten mehrere hundert rechte CFC-Fans die offene Jagd gegen ausländisch aussehende Passanten in der Stadt. Und auch heute noch kämpft der Verein gegen rechtsextreme Tendenzen in den eigenen Reihen. Beim Heimspiel des CFC gegen den linksorientierten Klub Carl Zeiss Jena in der Regionalliga Nordost gibt es ein Polizeiaufgebot wie bei einem Bundesligaspiel. Am Rande des Spiels gibt Felix Müller vom Bündnis "CFC-Fans gegen Rassismus" einen Einblick in die heutige Situation in Chemnitz. Der Traditionsverein Schalke 04 spielt mittlerweile in der 2. Bundesliga. Der Verein hat den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in seine Satzung aufgenommen. Seit 2020 gibt es bei jedem Heimspiel die "#STEHTAUF-Anlaufstelle" für Extremismus jeglicher Art. Für ZDFinfo darf erstmals ein Kamerateam die sensible Arbeit vor Ort bei einem Heimspiel begleiten. Expertinnen und Experten ordnen die Entwicklungen ein und zeigen auf, welch entscheidende Rolle der Fußball als Brennglas der Gesellschaft spielt. Ein Phänomen, das nicht neu ist, sondern eine Historie hat, die bis in die Zeit des Nationalsozialismus zurückreicht. Für die ZDFinfo-Dokumentation "Inside Fankurve - radikal und extrem" hat das Team von Dezember 2024 bis August 2025 in ganz Deutschland von den unteren Amateurligen bis hoch in den deutschen Profifußball gefilmt. Der Film zeigt auf, wie sehr der deutsche Fußball aktuell mehr und mehr unter Druck von Rechtsextremen gerät und wie der Kampf dagegen die Vereine oft an ihre Grenzen bringt.