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Tomaten vom Balkon, Gemüse aus dem Selbsterntefeld, Pilze aus dem Keller - Urban Farming liegt voll im Trend. Immer mehr Menschen versuchen sich im Eigenanbau von Obst und Gemüse. Oder sie beziehen ihre Lebensmittel bei lokalen Produzenten. Manch einer glaubt, so den Weg zur optimalen Ernährung gefunden zu haben und damit auch noch das Klima retten zu können. Doch ist diese Form von Lebensmittelproduktion tatsächlich so nachhaltig? Und lohnt sich das, selbst anzupflanzen und zu ernten? Oder geht man dabei nur der Gartencenter-Werbung auf den Leim? Filmemacher Martin Pusch hat sich das Geschäft mit Urban Farming näher angesehen und dabei einige spannende Entdeckungen gemacht.
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Wie wichtig das Thema Essen ist, zeigt die große Zahl an Ernährungsberatern, Food-Coaches und Essensratgebern, die es am Markt gibt - von den unzähligen Kochbüchern ganz zu schweigen. Zahlreiche Studien belegen auch, dass die Ernährung noch vor Bewegung und sogar vor der Genetik unsere Gesundheit prägt. Was wir essen beeinflusst demnach maßgeblich, wie es uns geht. Doch in den vergangenen Jahren haben sich unsere Essgewohnheiten stark verändert. Wir sind eine dauer-snackende Gesellschaft geworden, die sich immer seltener Zeit für ein gemeinsames Essen nimmt. Die "WeltWeit"-Reporterinnen geben sich dem Genuss hin, erleben den Niedergang der Essenskultur und üben sich im Verzicht. In Japan gelten frische und hochwertige Lebensmittel als essenziell und sind der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben. Jede Mahlzeit soll nicht nur ausgewogen sein und geschmacklich überzeugen, sondern auch optisch ansprechend präsentiert werden. Schon früh lernen Kinder, eine bewusste Ernährung zu schätzen. Korrespondentin Isabella Purkart besucht eine Volksschule in Tokio und erlebt, wie dieses Prinzip umgesetzt wird. Das Schulessen wird täglich frisch zubereitet, wobei neben den gesundheitlichen Aspekten auch der Genuss nicht zu kurz kommt. Niemand in Europa isst so ungesund wie die Menschen in Großbritannien. 60 Prozent der Ernährung im Vereinigten Königreich besteht aus Junkfood - wertlose Lebensmittel, die industriell hoch verarbeitet sind. Korrespondent Jörg Winter isst sich durch London abseits der Michelin-Star-Restaurants, trifft Übergewichtige, die auf die neuen Wunderspritzen zum Abnehmen setzen und besucht eine "Food Desert". Das sind Stadteile und ganze Regionen, in denen sich die Menschen nicht nur keine gesunden Lebensmittel leisten können, sondern wo es Frisches gar nicht mehr zu kaufen gibt - Nahrungswüsten. In Deutschland taucht Korrespondentin Maresi Engelmayer ein in die Welt der Fasten-Retreats und Kliniken. Ähnlich wie in Österreich nimmt der Trend zum regelmäßigen Fasten dort zu. Insgesamt finden 72 Prozent der Deutschen den bewussten Verzicht auf Nahrung aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll. Neben dem mehrtägigen Fasten erlebt auch das Intervallfasten sowohl in den sozialen Medien als auch in der Wissenschaft einen regelrechten Hype. Dabei hat die Forschung die positive Wirkung des Fastens auf viele chronische Krankheiten entdeckt.