11:30
Wenn der Herbst durch die steirischen Berge zieht, wird jede Stunde, die die Menschen noch mit ihren Nutztieren oben in der Seehöhe verbringen können, umso wertvoller. Denn der Tag naht, an dem die Alm eingewintert und die Herden zurück ins Tal getrieben werden müssen. Die Dokumentation zeigt auf mehreren steirischen Almen, wie dort die Saison zu Ende geht und wie die Einheimischen mit der Rückkehr der dunklen Jahreszeit umgehen.
12:15
Nina Horowitz stellt wieder sechs Singles auf Partnersuche ins Rampenlicht: Die drei Damen und drei Herren kommen diesmal aus Niederösterreich, Salzburg, der Steiermark und Kärnten. Beispielsweise möchte der naturverbundene Niederösterreicher August nach dem Verlust seiner Frau wieder eine Partnerin finden, mit der er gemeinsame Unternehmungen, Reisen und romantische Sonnenuntergänge genießen kann. Die humorvolle Salzburgerin Christine ist bereit für eine neue Liebe und sucht einen ehrlichen, respektvollen und tierlieben Mann, dessen Augen im besten Fall auch noch so richtig glitzern. Der tanzfreudige Steirer Hans hofft nach 45 gemeinsamen Jahren mit seiner verstorbenen Frau noch einmal auf die große Liebe - auch wenn die Richtige zu finden für ihn noch schwieriger zu sein scheint, als einen Lotto-Sechser zu bekommen. Die künstlerische Friederike aus Salzburg möchte ihren "Platz an der Sonne" künftig wieder mit einem liebevollen, intelligenten und aufgeschlossenen Mann teilen. Der tierliebe Steirer Alex sucht eine natürliche Frau für eine ernsthafte Beziehung, mit der sich der Vater einer Tochter auch weiteren Familiennachwuchs vorstellen kann. Die musikalische Kärntnerin Eveline hat nach fast zwölf Jahren genug vom Singleleben und sehnt sich nach einem bodenständigen und selbstständigen Mann mit Humor und dem Herz am richtigen Fleck.
13:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
13:10
"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.
13:15
In dieser Folge "Auf Schloss Neuschwanstein" schauen die "Grenzgänger" Sebastian Bezzel und Simon Schwarz hinter die Kulissen eines der berühmtesten Bauwerke der Welt. Nachdem sie von der Kutscherin Luise Pfeiffer zum großen Eingangsportal von Schloss Neuschwanstein gefahren wurden, führt Kastellanin Martina Neuner die beiden durch die beeindruckenden Säle und Gänge. Techniker Jürgen Hencir nimmt sie mit in die für die Öffentlichkeit verborgenen Ecken des riesigen Schlosses. Sebastian Bezzel und Simon Schwarz treffen zudem den heutigen Schlossherren Christian Luksch. Doch die Gemeinde Schwangau hat noch einen weiteren Touristenmagneten zu bieten: Schloss Hohenschwangau. Dort treffen sie Luitpold Prinz von Bayern, den Urenkel von Ludwig III. Beim Gang durch das Schloss erzählt er den "Grenzgängern" von seiner Familiengeschichte. Mit dem Künstler Robert Wilhelm kreieren Sebastian Bezzel und Simon Schwarz ihr ganz eigenes Bild von Ludwig II. - aber nicht mit dem Pinsel, sondern mit der Spraydose. Und mit der Touristenführerin Erih Gößler wandeln die beiden am Ufer des Alpsees auf den Spuren der Königsfamilie. Natürlich darf in Hohenschwangau ein Besuch eines Souvenirladens nicht fehlen. Besitzerin Barbara Stöger erklärt den beiden, was die größten Renner bei den mehr als eine Million Touristen sind, die jedes Jahr nach Hohenschwangau kommen.
14:00
Die "Festung Königstein" führt ihre Besucher in eine Jahrhunderte alte Geschichte: Schließkapitän, Festungsbäcker und Bewohner erzählen von Geheimnissen und Alltag hinter dicken Mauern. Beate Werner erkundet Sachsens einst uneinnehmbare Feste und trifft Menschen, die den Königstein zum Erlebnis machen. Und ob mystisch oder militärisch, grandios oder spielerisch, der Königstein ist einen Besuch wert. Auf einem steilen für das Elbsandsteingebirge charakteristischen Tafelberg erhebt sich die Festung Königstein. Einst der sicherste Ort im Kurfürstentum Sachsen. 247 Meter über der Elbe gelegen und umringt von dicken Mauern galt sie als uneinnehmbar. Ihren Gegnern flößte die Feste stets Furcht ein. Besonders eindrucksvoll wirkt sie im Spätherbst, wenn die Festungsmauern lange gespenstische Schatten werfen. Das ist die Zeit, in der Beate Werner die mächtige Wehranlage besucht. Sie startet ihren Weg zum Königstein in der Pension "Kleiner König". Der Name ist Programm. Am schaurigen Festungstor mit Medusenkopf trifft die Moderatorin Schließkapitän Clemens alias Peter Göbel. Mit weißer Uniformhose, rotem Rock und schwarzem Dreispitz ist der Festungsoffizier historisch verbürgt. Heute bietet er amüsante Führungen durch die Wehranlage an, die lange Zeit auch Gefängnis war. Als populäre Haftgründe galten einst: "Unrichtiges Benehmen", "Herausforderung zum Zweikampf mit tödlichen Waffen" und "Majestätsbeleidigung". Beate Werner trifft Menschen, die auf der Festung leben und arbeiten. So berichten Selma und Vincent von ihrem anspruchsvollen Schulweg und Festungsbäcker Rico Hamisch verrät das Geheimnis seines Apfelkuchens. Die Festungsgärtner geben ihre Gießwasserquelle preis und der Festungschef erzählt, wie er zum Schwarzpulverschein kam. Wer die Festung lieber von außen betrachtet, meldet sich bei Patrick Pietsch zur Ziegenwanderungen am Fuße des Königsteins an.
14:30
Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst + Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste. Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst + Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.
15:00
Eine Rundreise durch Apulien: Vom Salento mit der Hafenstadt Otranto geht es durch Olivenhaine nach Ostuni, Alberobello und schließlich in die Metropole Bari. Die Reise führt zu einigen der bekanntesten Orte der Region - von Otranto über die weißen Gassen Ostunis bis nach Alberobello, der Hauptstadt der typischen runden Trulli-Häuser. Im Salento hat Denise eine neue Heimat gefunden. Mit ihrer Familie wanderte sie aus Hamburg aus und zeigt die Lieblingsorte ihrer Wahlheimat zwischen Küsten, Olivenhainen und historischen Städten.
15:20
"Reisezeit" führt diesmal in den Süden Frankreichs - in die Region Languedoc-Roussillon. Montpellier ist Hauptort der Region und wird heutzutage als "Boomtown" bezeichnet. Doch schon im 13. Jahrhundert war Montpellier eine wichtige Handelsstadt. Mitten im "Land der Katharer" thront die Abtei von Fontfroide wie ein Fels in der Brandung. Der mächtige Bau war eine der wichtigsten Bastionen im Kampf gegen die Katharer. Die Ländereien der Zisterzienserabtei umfassten damals 30.000 Hektar. Carcassonne, einst wichtiger Stützpunkt der Katharer, liegt am Fuß der Montagne Noire, dort wo die Aude Richtung Mittelmeer fließt. Die wunderschön erhaltene mittelalterliche Stadt darf man auf keinen Fall verpassen. Eines der reizvollsten Dörfer im Languedoc entstand im 11. Jahrhundert rund um das Kloster Gellone: Saint-Guilhem-le-Désert. Dort kann man den Duft des Südens förmlich riechen. Denn die Umgebung des Ortes ist von einer mediterranen Buschlandschaft mit duftenden Kräutern und widerstandsfähigen Gewächsen geprägt.
15:45
In Italien gibt es noch viel zu entdecken. Simona Caminada, Korrespondentin des Schweizer Fernsehens, wandert durch das facettenreiche Land und lernt es abseits der Tourismusströme neu kennen. Statt vertraute Städte wählt Simona den Fernwanderweg Sentiero Italia, der auf Berge, in Täler und ans Meer führt. Unterwegs taucht sie in den Alltag der Menschen ein und fühlt der Nation den Puls: politisch, wirtschaftlich und kulturell. Stets begleitet wird Simona Caminada von Yuri Basilicò. Der quirlige Italiener mit großer Wanderleidenschaft steht hinter dem Projekt Sentiero Italia. Der über 7000 Kilometer lange Fernwanderweg verläuft in mehr als 300 Tagesetappen durch ganz Italien. Die Römer hielten den Monte Viso für den höchsten Berg der Welt. Das ist er zwar nicht, aber mit seinen fast 4000 Metern genießt der Riese eine Sonderstellung im Piemont. So dominant steht er da in der südlichen Alpenkette, dass man ihn bei klarer Sicht sogar vom Mailänder Dom aus sieht. Der Berg hat aber auch eine große politische Bedeutung für Italien. Deshalb wagt Simona Caminada den Versuch einer Besteigung. Auf ihrem Weg durchwandert sie ein geschichtsträchtiges Gebiet und begegnet Menschen mit überraschenden Biografien. Da ist die Frau, die ihr eine sonderbare Sprache beibringen will, der Mann, der das Wandern zum Beruf gemacht hat, und ein Gastgeber, der dank italienischem Improvisationstalent schnell die Jungmusiker des Dorfs für ein Konzert organisiert. Nach dem Schwelgen in Canzoni trifft Simona Caminada aber auch auf traurige Geschichten: Elena Tron bricht ihr jahrzehntealtes Schweigen und erzählt von einer Tragödie, die sich während des Zweiten Weltkriegs ereignet hat: In den entlegenen Tälern des Piemont machten Nazis Jagd auf junge Männer - ein Drama, das bis heute in den Familien nachwirkt. Mit all diesen Geschichten und Begegnungen im Gepäck macht sich die Nicht-Bergsteigerin Simona Caminada auf Richtung Gipfel. Es liegt Schnee - ein Umstand, der die Bergtour zu einer großen Herausforderung macht. Schafft sie es?
16:35
Diese Etappe führt Simona Caminada und ihren Wandergefährten Yuri Basilicò gleich in zwei Regionen: in die Emilia-Romagna und in die Toskana. Beide sind beliebte Urlaubsziele. Doch statt in stark besuchte Städte wie Bologna und Florenz zieht es die beiden ins Hinterland. Sie kommen an Orten vorbei, die nicht den gängigen Vorstellungen entsprechen - und trotzdem aussagekräftig für diesen Landstrich sind. Die Toskana etwa genießt mit ihren Kunstmetropolen Weltruhm. Simona Caminada und Yuri Basilicò machen sich auf die Spuren Michelangelos und blicken hinter die Kulissen: in einen gigantischen Marmorsteinbruch und in eine Werkstätte, wo aus Steinblöcken filigrane Skulpturen entstehen. Die Emilia-Romagna hingegen hat den Ruf einer linken Hochburg mit einer der modernsten und fleißigsten Bevölkerungen Italiens. Deshalb trifft Simona Caminada sowohl einen Bürgermeister, dessen Alter und Biografie ungewöhnlich sind für dieses Amt, als auch eine umtriebige Frau, die mit Erfindungsgeist Unternehmertum und soziales Engagement verbindet. Außerdem macht die Korrespondentin des Schweizer Fernsehens im Grenzgebiet der beiden Regionen eine überraschende Entdeckung und darf unter Geleitschutz der Polizei ein UNESCO-Weltnaturerbe besichtigen, zu dem nur ganz wenige Menschen Zutritt haben. Auf ihrem Streifzug zwischen Berg und Meer macht Simona Caminada schließlich auch in einem abgelegenen Kloster Halt und blickt hinter die Kulissen des Klosterlebens. Bei all diesen Begegnungen stehen Personen im Fokus, die mit Hingabe nach einem erfüllten Dasein streben, also die Kunst des Lebens praktizieren. In Italien gibt es noch viel zu entdecken. Simona Caminada wandert durch das facettenreiche Land und lernt es abseits der Tourismusströme neu kennen. Statt vertraute Städte wählt Simona den Fernwanderweg Sentiero Italia, der auf Berge, in Täler und ans Meer führt. Unterwegs taucht sie in den Alltag der Menschen ein und fühlt der Nation den Puls: politisch, wirtschaftlich und kulturell.
17:25
"Rumpeivel e custeivel" - kostbar und zerbrechlich: Monas Ehe mit Gieri ist nach 20 Jahren etwas eingeschlafen. Mona versucht, ihre Beziehung wiederzubeleben. "Amur senza fin" ist der erste professionelle rätoromanische Fernsehfilm. Eine Beziehungskomödie aus Graubünden - abgeschmeckt mit einem Hauch von Indien -, die einem breiten Publikum die rätoromanische Sprache näherbringen will. Nach 20 Ehejahren knistert es zwischen Mona und Gieri nur noch leise. Mona beschließt, den Funken erneut zu entfachen und sucht sich Hilfe bei Nanda Sharma, dem neuen Gemeindepfarrer mit indischen Wurzeln. Doch anstatt seelsorgerische Ratschläge eines Geistlichen zu erteilen, ermutigt sie der Pfarrer, sich ganz weltlicher Mittel zu bedienen und sich in der Liebeskunst zu üben. Aber einfacher gesagt als getan. Denn Gieri ist eifrig mit der anstehenden Steinbockjagd beschäftigt und schenkt den Bemühungen seiner Frau keine Beachtung. Zumindest lässt er Mona das glauben. Was sie nicht weiß: Gieri hat eine Affäre mit ihrer besten Freundin Giulia. Als das gut gehütete Geheimnis auffliegt, gerät Monas Welt in Aufruhr. Aufgebracht verlässt sie Heim und Herd - Gieri und die beiden Kinder sich selbst überlassend. Mona mietet - ermutigt vom Pfarrer - die ehemalige Kaffeestube im Dorf, renoviert sie und haucht ihr neues Leben ein. Dabei bekommt sie Unterstützung von Michael, einem attraktiven Architekten. Mona blüht auf. Ihrem Vorbild folgend suchen immer mehr Frauen Rat bei Pfarrer Sharma, was die Gemüter der Dorfgemeinschaft gleich reihenweise zum Kochen bringt. Und mittendrin Gieri, der erkennt, dass er seine Frau noch liebt und sie zurückerobern will. "Amur senza fin" ist eine Komödie mit hohem Unterhaltungswert und eine Alltagsgeschichte, die Bündner Traditionen wie etwa die Hochwildjagd aufnimmt und sich mit ländlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzt.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Melancholie, Humor und Provokation: "Metropolen des Pop: Prag" zeigt die Popkultur einer Stadt zwischen Kommunismus-Erbe und künstlerischem Aufbruch. Prag ist heute einflussreiche Pop-Hauptstadt. Aus Zensur und Begrenzung ist eine lebendige Kulturszene erwachsen, die Melancholie und Optimismus gleichermaßen feiert. Prag liegt im Herzen Mitteleuropas, wo slawische, deutsche, österreichische und jüdische Einflüsse seit Jahrhunderten aufeinandertreffen. Aus einem von Zensur geprägten System ist eine vielfältige Popkultur hervorgegangen, die Freiheit neu verhandelt. Die Dokumentation "Metropolen des Pop: Prag" folgt dieser Entwicklung durch Musikclubs, Filmstudios und Kunsträume. Künstler wie Adam Mišík und Marta Jandová greifen die Melancholie der Vergangenheit auf und übersetzen sie in zeitgenössische Musik. Gleichzeitig verkörpern Künstler wie Karel Gott und Miroslav Žbirka die Spannungen zwischen staatlicher Kontrolle und internationalem Erfolg. Orte wie der legendäre Lucerna-Palast machen diese Geschichte bis heute erfahrbar. Auch als Filmstadt hat Prag eine lange Tradition: Die Barrandov-Studios gelten als "europäisches Hollywood". Regisseur Martin Kopp bricht mit Tabus, Produzent Petr Jákl setzt auf historische Stoffe wie den Mythos um Jan Žižka. Einer der größten Exportschlager sind nach wie vor Märchenfilme. Heute nostalgische Erinnerungen an die Kindheit, boten sie früher kreative Freiräume in einem streng kontrollierten System. Der Einfluss Franz Kafkas bleibt überall spürbar - in Literatur, Musik und Kunst. Künstler wie David Cerný übersetzen dieses kafkaeske Lebensgefühl in Arbeiten im öffentlichen Raum, die irritieren und zugleich typisch für die Stadt sind. Prag ist eine Stadt voller Widersprüche. In Kneipen, auf Bühnen und in Ausstellungen wird diese Vielfalt sichtbar - als Popkultur, die aus ihrer Geschichte lebt.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Vor der Kulisse der toskanischen Hügel lädt Andrea Bocelli auf die Bühne des "Teatro del Silenzio" zu einem musikalischen Sommerabend voller Emotionen, großer Stimmen und besonderer Gäste. Unter freiem Himmel präsentiert Andrea Bocelli ein vielseitiges Programm mit internationalen Gästen. Zu hören sind Opernklassiker und populäre Hits - darunter natürlich auch "Time to Say Goodbye" von Francesco Sartori. Andrea Bocelli steht im "Teatro del Silenzio" in der Toskana auf der Bühne, unweit seines Geburtsortes Lajatico. Der Ort wird nur einmal im Jahr für ein Konzert geöffnet und bietet mit seiner Landschaft eine besondere Kulisse für diesen Abend. Das Programm verbindet Opernklassiker mit bekannten Stücken aus Bocellis Repertoire. Im Mittelpunkt stehen seine Stimme, die offene Bühne und die Atmosphäre eines Sommerabends unter freiem Himmel. Begleitet wird Bocelli von internationalen Gästen aus Oper, Pop und Klassik. Mit dabei ist auch Henry Maske: Der frühere Boxweltmeister beendete 1996 seine Karriere zu Sartoris Abschiedslied.
21:45
Programm: - Henry Purcell: Suite aus "The Fairy Queen" - Kristine Tjøgersen: "Wolpertinger" (Auftragswerk des WDR Sinfonieorchesters) - Felix Mendelssohn Bartholdy: "Ein Sommernachtstraum" Marie Jacquot verbindet Purcells "The Fairy Queen", Mendelssohns "Sommernachtstraum" und Musik der norwegischen Komponistin Kristine Tjøgersen zu einer Reise durch Shakespeares Zauberwelten. Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" inspiriert dieses Programm des WDR Sinfonieorchesters. Unter der Leitung von Marie Jacquot treffen Henry Purcells barocke "Fairy Queen" und Felix Mendelssohns romantische Schauspielmusik auf die fantasievollen Klangwelten. Ein Konzert zwischen Traum, Natur und Märchenwelt.
23:30
Adri identifiziert sich selbst als Junge und macht unter dem Pseudonym Andrea ihre erste Liebeserfahrung. Zu Hause entdeckt sie in ihrer Identitätssuche unerwartete Parallelen zu ihrer Mutter. Wie Adri fühlt sich auch Clara im patriarchalen Alltag gefangen. Aufgrund der Untreue von Adris Vater und ihrer Sehnsucht nach ihrer spanischen Heimat gerät sie psychisch an ihre Grenzen. Stumm verbünden sich die beiden in ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung. Im Rom der 1970er-Jahre sehnt sich die zwölfjährige Adri danach, ein Junge zu sein. Überzeugt davon, dass sie "falsch" geboren wurde, sucht sie sowohl spirituell als auch außerirdisch Beistand. Adris Verunsicherung wegen ihres Körpers und ihrer Identität wird durch die Schönheit ihrer Mutter Clara verstärkt. Dabei hat die gebürtige Spanierin angesichts von Heimweh sowie der Untreue ihres Ehemanns Felice selbst mit einer schwierigen psychischen Belastung zu kämpfen. Die toxische Ehekrise von Clara und Felice spitzt sich schließlich aufgrund einer schwerwiegenden Enthüllung zu. Auch Adri und ihre jüngeren Geschwister Gino und Diana bleiben davon nicht unberührt - wobei Adri eine neue Sensibilität für die Mental-Health-Probleme ihrer Mutter entwickelt und zu ihrer stillen Verbündeten wird. Abseits ihrer Familie macht Adri erste Liebeserfahrungen mit dem Roma-Mädchen Sara, das sie beim heimlichen Besuch einer baufälligen Arbeitersiedlung kennenlernt. Dabei lebt Adri unter dem Pseudonym Andrea erstmals ihren Traum aus, ein Junge zu sein. In seinem mit großen Bildern inszenierten Drama "L'Immensità" verarbeitet der italienische Filmemacher Emanuele Crialese lose Erinnerungen an seine eigene Kindheit in Rom. Im Zuge der Premiere des Films bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2022 machte der zu diesem Zeitpunkt 57-jährige Regisseur erstmals seine Transidentität publik, wobei er in seinem privaten Umfeld bereits seit seinen frühen Zwanzigern offen als Transmann lebte. In "L'Immensità" gibt die jugendliche Hauptdarstellerin Luana Giuliani ihr Schauspieldebüt an der Seite von Oscarpreisträgerin Penélope Cruz ("Volver - Zurückkehren", "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten", "Vicky Cristina Barcelona"). Vor ihrem Casting war Giuliani als Nachwuchsrennfahrerin im Motorradsport erfolgreich. Der vor einer italienischen Sommerkulisse in Rom und am Mittelmeer gedrehte Kinofilm ist immer wieder von zum Teil in Musicalform eingebundenen Italo-Schlagern untermalt, von denen einer titelgebend für den Film war.