21:00
Er ist eine Legende - und spricht doch nur selten über sich selbst: Wolfgang Ambros. Er gewährt überraschend persönliche Einblicke in ein Leben zwischen Ruhm, Rückzug und Vergänglichkeit. Mit Liedern wie "Schifoan", "Da Hofa" und "Es lebe der Zentralfriedhof" schrieb er Musikgeschichte. Für den Filmemacher Hanno Settele macht der 1952 Geborene eine Ausnahme: Bei einem Konzert in Wien entsteht ein persönliches Porträt. Hanno Settele trifft Wegbegleiter von Wolfgang Ambros wie Christian Kolonovits, Joesi Prokopetz und Christina Stürmer. Ambros spricht über Sturheit und Geradlinigkeit, über Altersmilde, Backgammon und die eigene Vergänglichkeit - ein Leben voller Höhen, Rückschläge und Neuanfänge.
21:50
Mit Erica Eloff (Sopran), Ilia Staple (Sopran), Adrian Eröd (Bariton) und Matthäus Schmidlechner (Tenor) Ein Sommerabend am Traunsee: Vor der Kulisse des Traunsteins erklingen große Opern- und Operettenhits sowie Schmankerl der Musikliteratur - gesungen von internationalen Solisten. Erica Eloff, Ilia Staple, Adrian Eröd und Matthäus Schmidlechner präsentieren Werke von Mozart bis Bernstein, von Johann Strauss bis Korngold und Beethoven - ein buntes Programm der "Heiterkeit & Fröhlichkeit", wie im "Wildschütz", verspricht. Zu hören sind unter anderem das "Uhrenduett" aus der "Fledermaus", "Bei Männern, welche Liebe fühlen" aus der "Zauberflöte", Bernsteins "Mambo" aus der "West Side Story" sowie Millöckers "Ich hab' kein Geld, bin vogelfrei" aus dem "Bettelstudent". Begleitet werden die Solistinnen und Solisten vom Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner, der damit seine letzte Saison als Chefdirigent beschließt. Das Open-Air-Konzert ist ein Fixpunkt der Salzkammergut Festwochen Gmunden.
23:05
Prächtige schlossähnliche Villen, üppige Rebhänge und Klöster mit langer Tradition gehören zu Venetien, einer sehenswerten Region im Nordosten Italiens. Einst als Sommerresidenzen der venezianischen Aristokratie genutzt, sind die beeindruckenden Villen mehr als nur architektonische Meisterwerke. Sie verkörpern eine Epoche, in der Kunst, Kultur und Natur eine einzigartige Symbiose bildeten. Rund 100 erloschene Vulkane bilden die Euganeischen Hügel mit ihren uralten Kulturlandschaften. Die Gegend ist eng mit der Lagunenstadt Venedig verbunden. Als eine der schönsten barocken Gartenanlagen Europas gilt in dem Regionalpark der Park von Valsanzibio rund um die Villa der Familie Barbarigo aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, die heute der Familie Pizzoni Ardemani gehört. Das Schloss Catajo in Battaglia Terme gilt als die ungewöhnlichste venezianische Villa: Es hat die Funktion einer Villa, sieht aber von außen wie ein Schloss aus - mit Mauern, Zinnen und einer Brücke. In der Nähe des Castello del Catajo befindet sich das Weingut der Familie Salvan, die das Filmteam in die Kunst des Weinbaus einführt. Eines der ältesten noch erhaltenen Klöster ist die Benediktiner-Abtei Praglia, die zu Beginn des 11. Jahrhunderts von der adeligen Familie der Maltraverso gegründet worden ist. Das Kloster beherbergt eine berühmte Bibliothek, in der man sich um die Restaurierung und Erhaltung der Schriften kümmert.
23:25
Der Dragkünstler Jules wird Opfer einer homophoben Attacke des insgeheim schwulen Preston. Als Jules Preston unerkannt wieder begegnet, beginnt er ihn zu daten. Sein Ziel: Er will ihn outen. Um ein verstecktes Sexvideo aufzunehmen, geht Jules ein hohes Risiko ein. Als sich Preston unerwartet in ihn verliebt, geraten auch Jules' Rachegefühle ins Wanken. Zwischen Vergebung und Vergeltung entscheidet sich Jules verhängnisvoll für eine Flucht nach vorne. Der Dragkünstler Jules alias Aphrodite Banks stellt den vorbestraften Preston nach einer homophoben Beleidigung vor seinen Freunden bloß und wird von diesem daraufhin brutal zusammengeschlagen. Als Jules seinen Angreifer drei Monate später zufällig in einer Schwulensauna wiedersieht, schmiedet er einen Racheplan und beginnt Preston zu daten, der Jules ohne sein Kostüm nicht wiedererkennt. Jules plant durch versteckte Sexaufnahmen ein Zwangsouting von Preston im Internet, doch sein riskantes Vorhaben wird immer wieder durch Prestons allgegenwärtige Clique um seinen kleinkriminellen Mitbewohner Oz behindert. Zwischen Jules und Preston entwickelt sich eine heimliche Liebesbeziehung, in der Jules immer mehr die Kontrolle übernimmt. Als angeblicher Ex-Zellengenosse von Preston sucht Jules dabei auch den Kontakt zu dessen privatem Umfeld. Prestons ehrliche Gefühle für ihn lassen auch Jules nicht kalt, der Gewissensbisse wegen seines Rachevorhabens bekommt und Preston seiner bunten Dreier-WG um Alicia und den insgeheim eifersüchtigen Toby vorstellt. Kurzentschlossen und innerlich zerrissen entscheidet sich Jules anlässlich eines Comebacks als Aphrodite Banks, Preston anders als geplant an den Pranger zu stellen, doch die Situation eskaliert. Das mit einer Erotikthriller-Spannung aufgezogene, queere Love-and-Revenge-Drama "Femme" erntete nach seiner Premiere bei der Berlinale weltweit Aufmerksamkeit bei Festivals und Preisverleihungen, wobei besonders die schauspielerischen Leistungen von Nathan Stewart-Jarrett ("Misfits") und dem aufstrebenden Hollywoodstar George MacKay ("1917", "Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück", "München - Im Angesicht des Krieges") honoriert wurden, die unter anderem eine gemeinsame Auszeichnung bei den British Independent Film Awards 2023 erhielten. Eine Besonderheit des Films stellt die schonungslos ambivalente Zeichnung der beiden Hauptfiguren dar, die von Täuschung und Selbsttäuschung geprägt ist. Gerade bei ihrem queeren Protagonisten Jules wollte das homosexuelle Regieduo Sam H. Freeman und Ng Choon Ping hierbei auch bewusst mit Klischees brechen. "Femme" basiert lose auf dem gleichnamigen, preisgekrönten Kurzfilm von Freeman und Ping, der mit Paapa Essiedu ("Men", "Gangs of London") und Harris Dickinson ("Triangle of Sadness", "Babygirl") bereits namhaft besetzt war.