19:22
Schweizer Bergbahnen fahren durch majestätische Landschaften und winden sich auf spektakuläre Gipfel. Sie beeindrucken mit einer einzigartigen Mischung aus Tradition, Technik und Natur. Und ziehen Menschen in ihren Bann. Mit Dampf, Schweiß und Fingerspitzengefühl befahren auch heute noch historische Loks und Triebwagen aus dem 19. Jahrhundert die Strecken. Wie ihre modernen Nachfolger, die mit dem neuesten Stand der Technik und Technologie glänzen. Das Brienzer Rothorn im Berner Oberland darf sich eines der spektakulärsten Panoramen rühmen, die die Alpenwelt zu bieten hat, und auch die einzige Bergbahnstrecke der Schweiz mit täglichem Dampfbahnbetrieb sein Eigen nennen. Vor 130 Jahren von Hand in den Berg getrieben, führt die 7,6 Kilometer lange Strecke vom Fuß des smaragdgrünen Brienzersees bis auf 2244 Meter Seehöhe. Hinauf geht es mit einer der traditionsreichen Dampfloks - die ältesten stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Lokführer Ueli Fischer nimmt die Zuschauer mit auf das Rothorn. Er und Zugbegleiterin Stefanie Aebersold sind ein eingespieltes Team, das Zug und Passagiere sicher ans Ziel bringt. Durch die charakteristischen Felsengalerien an der Flanke des Rothorns bahnt sich der Zug seinen Weg vorbei an allerlei tierischen und neugierigen Zaungästen, über die Mittelstation Planalp mit ihrem traditionellen Berggasthaus hinauf bis zur Rothorn-Kulm. Ein Highlight für Bahnfans aus aller Welt sind die regelmäßigen Fahrten mit dem "Würschtli-Bummler", einem Nostalgiegespann, das neben dem Lokführer auch einen Heizer braucht und für einmal Pilatus und zurück 300 Kilogramm Kohle benötigt. Das Rothorn ist aber nicht nur Magnet für Touristen und Erholungssuchende: Der Berg bietet einen idealen Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna wie Adler oder große Gämsen- und Steinbockpopulationen. Auch die Menschen zieht es in die Höhen des Rothorns. Sie suchen oft alternative Wege - ob bei einer Wanderung oder im Leben generell - und finden auf dem Berg ihre eigene Vorstellung von Zufriedenheit. Ob beim sommerlichen Käsen auf der Planalp, als Wildhüter oder als Gastwirtin. Ihr Alltag ist dabei oft eng mit den Geschicken der Bahn verwoben, die ein Leben auf dem Berg erst möglich machen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Die Zeit nach dem Krieg ist hart, doch Hunger und Entbehrungen gehören für Ursula Gothe der Vergangenheit an. Ihr Mann Richard, ein aufstrebender Ingenieur, bietet ihr ein luxuriöses Leben. Ursulas geordnetes Leben wird jedoch jäh erschüttert, als sie in einer Illustrierten die Suchanzeige eines Mädchens entdeckt. Das "Suchkind 312" ist ihre Tochter Martina, von der sie auf der Flucht aus dem Osten getrennt wurde - und von der sie glaubte, sie sei tot. Deshalb hat sie Richard nie erzählt, dass sie mit dem als in Russland gefallen geltenden Offizier Achim Lenau bereits ein Kind hatte. Nun aber ist ihre Sehnsucht nach Martina, die in einem Heim untergebracht wurde, groß. Aber Ursula hat auch Angst, mit dem Bekenntnis zu ihrem unehelichen Kind ihre Ehe aufs Spiel zu setzen. Als sie ihren Mann endlich einweiht, fühlt er sich hintergangen und zeigt wenig Verständnis. Richard steht kurz vor der ersehnten Beförderung zum Fabrikdirektor und will vor seinem Chef Lohmann das Gesicht wahren. So zwingt er Ursula, nichts zu unternehmen. Erst als seine Schwester Johanna ihm zuredet, ist Richard bereit, das Kind zu adoptieren. Da inzwischen eine zweite Frau behauptet, Martina sei ihre Tochter, muss die Frage der Mutterschaft vor Gericht entschieden werden. In dieser schwierigen Situation kehrt der tot geglaubte Achim unverhofft aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurück. Ursula ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu ihm und ihrem gemeinsamen Kind auf der einen und ihrer Verpflichtung gegenüber ihrem Mann, mit dem sie auch einen kleinen Sohn hat, auf der anderen Seite. Nach den Erfolgen als "Frau des Heimkehrers" und "Erntehelferin" verkörpert Christine Neubauer als Ursula Gothe abermals eine perfekt auf sie zugeschnittene Frauenrolle in einem bewegenden Nachkriegsmelodram. Gabi Kubach setzte die emotional mitreißende Geschichte atmosphärisch in Szene. Das Buch von Susanne Beck und Thomas Eifler basiert auf dem erfolgreichen Fortsetzungsroman von Hans-Ulrich Horster alias Eduard Rhein, der bereits 1955 von Gustav Machatý verfilmt wurde.
21:45
Der blonde Transvestit Christina läuft mit seinem blonden Mops Teddy durch Dresden und verteilt Friedensbotschaften. Plötzlich wird Christina direkt in ihrer Wohnung vom Krieg eingeholt. Ein Film über Krieg oder wie nah der Krieg uns ist.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Ein Gaunertrio raubt während der Filmfestspiele von Cannes ein Diamantcollier. Der Coup geht schief, doch es gelingt der Diebin Laura, die Beute an sich zu nehmen und allein zu fliehen. Ihre Komplizen überlässt sie ihrem Schicksal. Durch eine Verwechslung landet Laura bei einem Ehepaar, das sie für ihre Tochter hält. Laura schlüpft in die Rolle und reist unter falschem Namen nach Amerika, wo sie einen US-Politiker heiratet. Mit ihm kommt sie Jahre später als Botschaftergattin zurück nach Frankreich. Als ihr Foto auf dem Titel einer Illustrierten erscheint, kommen ihr die ehemaligen Komplizen auf die Spur und sinnen auf Rache. In einer gelungenen Mischung aus Suspense und Erotik spielt Regie-Altmeister Brian De Palma geschickt mit Identitäten und präsentiert ein visuell beeindruckendes Werk, das mit Rebecca Romijn und Antonio Banderas glänzend besetzt ist.