17:22
(aus der ORF-Reihe "Universum") Tektonische Kräfte haben die Baja California vor Millionen Jahren vom mexikanischen Festland losgerissen. Die Dokumentation präsentiert die zweitgrößte Halbinsel der Welt. Die Baja California grenzt an Kalifornien, den berühmtesten Küstenstreifen der Welt, dennoch ist über die mexikanische Halbinsel wenig bekannt. Die Küsten sind weitgehend menschenleer, aber voll von atemberaubenden Landschaften und biologischen Sensationen. Die fast 1000 Kilometer lange Landzunge zwischen dem Pazifik und der See von Cortez bietet spektakuläre Megafauna, und in den Lagunen der Pazifik-Seite versammeln sich jeden Winter Grauwale, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und sich zu paaren. Auf der anderen Seite der Halbinsel schwimmen Blauwale und Teufelsrochen zwischen Schwärmen von bunten tropischen Fischen.
18:15
Es sind keine schönen Entscheidungen, die Thomas Helbling inzwischen in fast jedem Sommer treffen muss. Der Bürgermeister von Bad Königshofen muss dann das "Wasser-Spargebot" erlassen. Das bedeutet: Rasenflächen, Spiel- und Sportplätze dürfen nicht besprengt, die landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr bewässert werden. Selbst Autowaschen ist verboten. Bad Königshofen ist kein Einzelfall. In ganz Bayern wird das Wasser knapper, die Grundwasserstände sinken. Seit 2010 sei die Grundwasserneubildung im Freistaat um ein Fünftel zurückgegangen. Besonders betroffen ist der Norden Bayerns. Die Region um Bad Königshofen, der Landkreis Rhön-Grabfeld, trägt schon den Spitznamen "Steppe Bayerns". Der Hauptgrund für das knapper werdende Wasserdargebot ist der Klimawandel: Seit Beginn der flächendeckenden Messungen im Jahr 1881 hat sich die Erde um 0,9 Grad erwärmt, Unterfranken aber um 2 Grad. Mehr als doppelt so viel also wie der globale Durchschnitt! Was tun? Der Film zeigt die Bemühungen in der Landwirtschaft, der Industrie und bei den Kommunen. Die Bewirtschaftung der Felder wird sich vor allem in Nordbayern verändern. "Direktsaat" ist das Zauberwort. Dabei wird das Feld vor der Saat überhaupt nicht mehr bearbeitet, nicht gepflügt, nicht mal gegrubbert. Dadurch bleibt der Boden feuchter. In der Forstwirtschaft wird der Wald für die Zukunft fit gemacht. Der Umbau von Monokulturen zu Mischwäldern ist deshalb so wichtig, weil der Wald eine Schwammwirkung hat, also Wasser "in der Fläche" hält. In der Industrie wird immer mehr Wasser eingespart, etwa durch fast geschlossene Kreisläufe. Und auch die Kommunen sparen Wasser. Einmal im täglichen Verbrauch, hier ist ebenso jeder einzelne Bürger gefragt. Aber auch bei der Umgestaltung der Kommune selbst: weniger Bodenversiegelung, besserer Umgang mit Regenwasser. Ob das reicht?
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
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19:22
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
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20:15
DDR 1988. Armin Glaser, linientreuer Oberleutnant der Stasi, lebt mit seiner Frau Marie und Tochter Kati in Karl-Marx-Stadt. Plötzlich wird bei Kati Multiple Sklerose diagnostiziert. Bei Kindern eine extrem seltene Krankheit, doch es gibt Hoffnung: Im Stadtkrankenhaus gibt es eine neuartige Behandlung, die vielversprechend sein soll. Im Glauben, das Richtige zu tun, geben Armin und seine Frau ihre Tochter in die Obhut von Dr. Sigurd. Doch schon bald treten Ungereimtheiten im Behandlungsverlauf auf. Armin beginnt, die Therapie zu hinterfragen. Er will herausfinden, welche Medikamente die Ärzte seiner Tochter geben, und nutzt seinen hohen Rang in der Stasi, um an Informationen zu kommen. Doch je mehr er sich der Wahrheit zu nähern meint, desto weniger kann er sie glauben. Kann es sein, dass westdeutsche Pharmakonzerne heimlich Medikamente an ostdeutschen Bürgern testen? Armin will seine Tochter sofort aus der Klinik entlassen, doch Marie ist dagegen. Sie hofft, dass Kati so eine Chance auf ein Medikament erhält, das sie so niemals bekommen würde. Doch Armin hat mit seiner Suche bereits die Aufmerksamkeit von Akteuren auf sich gezogen, die eine ganz eigene Agenda verfolgen, und auch auf den Rückhalt seines Vorgesetzten Oberst Petershans kann er nicht mehr zählen. Denn der Deal, den westdeutsche Pharmahändler wie Diller und Jungclausen der an Devisen knappen DDR bieten, soll geheim bleiben. Armin muss eine schwere Entscheidung treffen.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
1992 verschwinden zwei Schwestern in einem mecklenburgischen Städtchen spurlos. Zwei Kommissare suchen nach den Vermissten und machen eine schreckliche Entdeckung. In der ländlichen Umgebung finden sie die Leichen der beiden Mädchen. Bei ihren Befragungen unter den Einheimischen müssen sie feststellen, dass dort in den vergangenen Jahren einige junge Frauen verschwanden, die sich angeblich in den Westen abgesetzt hatten. 1992 in Ostdeutschland: Über dem Land schwebt die vage Hoffnung auf eine rosige Zukunft, doch auf dem Boden der Tatsachen macht sich Enttäuschung breit. So auch in einem kleinen Städtchen in Mecklenburg-Vorpommern nahe der polnischen Grenze. Dort treffen die beiden Kommissare Stein und Bach ein. Sie sollen dem mysteriösen Verschwinden zweier Schwestern auf den Grund gehen. Die Eltern mutmaßen, dass sich die Mädchen in den Westen abgesetzt haben. Die Einheimischen sind wortkarg, die Polizei vor Ort kaum an der Aufklärung der Fälle interessiert. Zumal in den vergangenen Jahren immer wieder junge Mädchen verschwanden - angeblich, um in einem Berliner Hotel zu arbeiten. Kurze Zeit darauf finden Stein und Bach zwei Mädchenleichen, kaum bekleidet und offensichtlich missbraucht. In einem alten Brunnen stoßen die Kommissare schließlich auf die Handtaschen der Mädchen. Ein halb verbranntes Foto mit Aktaufnahmen und die Beobachtungen eines Zeugen führen die beiden schließlich zu einem verlassenen Gehöft, in dem von Zeit zu Zeit Zimmer an Gäste vermietet werden. "Freies Land" entstand als Kino-Koproduktion gemeinsam mit dem ZDF. Nach dem "Montagskino"-Erfolg "Steig.Nicht.Aus!" ist dies bereits die zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Christian Alvart, der sich wie folgt zu seinem Film äußerte: "Viele Filme beschäftigen sich mit den Ereignissen der Wende, andere mit dem Erstarken der Rechten im ehemaligen Osten. Es gibt starke Sozialdramen und historische Komödien. Das Wesen des Thrillers ist die Beschäftigung, die Auseinandersetzung mit der Angst. 'Freies Land' nähert sich dem Thema mit den Werkzeugen des Genres. Mit 'La isla mínima - Mörderland' (2014) fand sich eine starke Vorlage, die ihrerseits anhand des Kriminalfalls ein Porträt Spaniens in der Post-Franco-Ära zeichnet. Für die deutsche Version bot sich in der Begegnung der beiden Kommissare die Möglichkeit, sie als eine Begegnung von Ost und West zu erzählen, als ein Aufeinanderprallen unterschiedlicher Charaktere mit radikal entgegengesetzten Lebensläufen - nicht nur exemplarisch, sondern auch als Individuen. ... Unsicherheit prägt nahezu alle Figuren, es gibt keine Gewissheiten mehr, und hinter jeder Antwort lauert die nächste Frage." Alvart konnte für sein in frostkalten Bildern eingefangenes Krimidrama einen exzellenten Cast vor seiner Kamera versammeln. Mit Felix Kramer hatte er schon für seine Netflix-Serie "Dogs of Berlin" zusammengearbeitet. Hier verpasst er dem attraktiven Schauspieler in der Rolle des ebenso findigen wie unergründlichen Ex-Stasi-Manns Bach eine ungewöhnliche Maske aus Schmerbauch und Brillengestell, die seiner Performance eine große physische Präsenz geben. Trystan Pütter ("Ku'damm") verleiht seinem Kommissar Stein die missmutige Arroganz des Westlers, der in den unbekannten Osten strafversetzt wurde und sich nicht nur regelmäßige Diskussionen mit seinem ungeliebten Partner liefert, sondern schließlich zu detektivischer Hochform aufläuft. An der Seite der beiden spielt Nora Waldstätten ("Die Toten vom Bodensee") die ängstliche Ehefrau und Mutter, die viel zu lange in ihrem versteinerten Leben verharrt. Pressezitate: "Das, was war, lässt sich auf Dauer weder verdrängen noch übertünchen. Aus Idealisten werden im besten Fall Pragmatiker, im schlimmsten Kollaborateure. Das ist das Leben. Christian Alvarts Sicht auf die deutsche Geschichte ist zutiefst fatalistisch. Aber sie hat auch etwas Befreiendes. Er reißt alte Wunden noch einmal auf und hofft, dass sie nun endlich richtig heilen können." ("epd Film") "Als Helmut Kohl im Wahljahr 1990 von den 'blühenden Landschaften' sprach, in die sich die neuen Bundesländer im Osten bald verwandeln würden, war das die Theorie. Eine Erinnerung an die Praxis sieht man in diesem Film." ("sueddeutsche.de") "Es geht weniger um den Mordfall als um die triste Stimmung, die heute noch auf dem Land im Osten spürbar ist. Ein atmosphärisch bedrückender, gelungener Krimi." ("bild.de")