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TV Programm für 3sat am 25.08.2026

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Wildes Venedig 16:15

Wildes Venedig

Tiere

Venedig ist ein Mythos, die prächtigste Kulisse der Welt. Doch die Stadt führt ein Doppelleben - hier die quirlige Lagunenstadt, dort die wilde Welt der vielen zum Teil unbewohnten Inseln. Sie vermitteln noch heute den Eindruck jener Zeit, als die ersten Siedler ihre Pfähle in den schlammigen Boden rammten. Mensch und Natur schufen einen gemeinsamen Lebensraum, den sie sich seit Jahrtausenden teilen: die Lagune. Hinter der malerischen Kulisse aus Palästen, Kirchen und Kanälen existiert ein kaum erforschter Kosmos, bevölkert von einer außergewöhnlichen Menagerie von Lebewesen, allgegenwärtig, aber kaum sichtbar. Sie leben mitten in der Stadt, tauchen unter ihr hinweg oder blicken von hoch oben aus der Luft auf sie herab. Wer hätte zum Beispiel in der Lagune von Venedig Korallenriffe vermutet, wer hätte gedacht, dass die Sandbänke und Inseln Lebensraum für eine Vielzahl von Wildtieren sind - von Füchsen über Marder bis hin zu den Abertausenden von Zugvögeln -, wer kennt schon die bunte Tierwelt der versteckten Gärten Venedigs? Die Dokumentation "Wildes Venedig" erkundet das unbekannte Venedig der Tiere. Sie erforscht anhand der reichen Fischpopulation den Zusammenhang von offenem Meer und Lagunengewässer, zeigt die reiche Vogelpopulation der unbewohnten Laguneninseln, beobachtet Venedigs junge Falken in ihrem gut versteckten Unterschlupf und blickt über die Mauern der geheimen Gärten der Stadt. Sie sind voller bunter Kleinlebewesen, deren Bestände sich seit dem Rückgang der hohen Zahl an Katzen langsam wieder erholen. Es ist auch eine Reise an die versteckten Plätze der Lagune, die Touristen üblicherweise nicht zugänglich sind.

Danach

Triest - Stadt der vielen Namen 17:00

Triest - Stadt der vielen Namen

Stadtbild

Über 500 Jahre habsburgisch geprägt, ist Triest nach wie vor Schnittstelle dreier großer Kulturen. Die Stadt der vielen Namen zeigt ihre vielen Facetten zwischen gestern und heute. Triest ist ein Ort, an dem sich die romanische, die slawische und die germanische Kultur begegnen. Auch Meer und Wind haben Einfluss auf die Stadt und ihre Umgebung, prägen die Menschen genauso wie den Wein und die Oliven. "Trieste è una donna" - "Triest ist eine Frau" - stellt der 1957 verstorbene Umberto Saba in seinem berühmten Gedicht fest. Dem stimmt auch Fremdenführerin Emanuela Guidoboni zu. Die Stadt verdanke ihre historische Bedeutung einer Frau: Maria Theresia, die im 18. Jahrhundert Triest zu einem wichtigen Handelszentrum der Monarchie ausbaute. Einzigartig ist die Piazza dell'Unità d'Italia, auch "Piazza Grande" genannt. "Sie ist der Salon der Stadt und der größte zum Meer hin geöffnete Platz Europas", erklärt der Wiener Architekt Erich Bernard, der in Triest lebt. Umgeben von stattlichen Gebäuden wie der Präfektur, dem "Grand Hotel Duchi d'Aosta" und dem Palast der Landesregierung liegt sie gegenüber der Mole Audace, einem Steinpier aus dem 18. Jahrhundert, der zum Flanieren einlädt. Doch die Habsburger hinterließen nicht nur im Zentrum der Stadt ihre Spuren: Rund um das Schloss Miramare wurden auf einer Felsklippe prächtige Gärten im englischen und deutschen Stil angelegt. Für den 22 Hektar großen Park, erbaut um 1860 für Erzherzog Maximilian von Österreich, wurden unzählige Zugwaggons mit Erde aus Kärnten und der Steiermark angeliefert. Dort wurden geometrische Blumenbeete angelegt und exotische Pflanzen aus aller Welt gesetzt. Triest war stets auch ein Ort vieler Sprachen und Literaten: Jules Verne, Richard Francis Burton, Sigmund Freud, James Joyce, Umberto Saba und viele andere prägten diese multilinguale Stadt mit ihren Werken, wohl oft bei einer Tasse des berühmten Triestiner Kaffees. Nicht umsonst nennt sich Triest "Il capoluogo del caffè" - "die Kaffeehauptstadt", wie Kaffeeröster Fabrizio Polojaz im Film erzählt. Triest hat viele Namen, sagt Polojaz: "Man nennt sie auch 'die Stadt der Hunde' - haben Sie schon bemerkt, wie viele Hunde hier sind?" Außerdem wird Triest auch "die Stadt der Winde" genannt. Kein Wunder, denn Triest hat gleich vier Winde zu bieten: die Bora, den Libeccio, den Scirocco und den Mistral. Und während der "Barcolana", der größten Segelregatta der Welt, trägt die Stadt alljährlich im Oktober den Titel "Hauptstadt des Segelns". Wind und Meer beeinflussen auch die Landwirtschaft Triests, vor allem den Wein- und Olivenanbau. Devan Sancin, Winzer und Olivenbauer im Breg, einem Gebiet in den Bergen über Triest, berichtet von den besonderen Bedingungen für den Anbau. Im Karst oberhalb der Stadt gibt es zahlreiche "Osmize", Buschenschanken, wie Igor und Diego, Vater und Sohn, erzählen. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kultur und Natur ist und bleibt Triest ein besonderer Ort, der eine tiefe Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart schafft.

Das slowenische Weinland 17:45

Das slowenische Weinland: Jeruzalem, der Šipon und das Erbe der Habsburger

Dokumentation

1139 hält das steirische Stift Admont erstmals schriftlich fest, dass es auf einem Hügel zwischen Mur und Drau Weinberge besitzt. Das Stift gibt es noch. Die Weinberge auch. Dazwischen liegen ein Ritterorden, die Habsburger, ein Weltkrieg, eine jugoslawische Planwirtschaft - und eine Grenze, die nach 1918 quer durch die Hänge gezogen wurde. Die Weinberge wurden nicht gefragt. Der Hügel heißt Jeruzalem und liegt in der slowenischen Steiermark bei Ormož. 344 Meter ist er hoch, das ist nicht viel - aber genug für einen der weitesten Ausblicke zwischen Mur und Drau. Und für eine Rebsorte, die dort zu Hause ist: Šipon, international Furmint, bekannt aus dem ungarischen Tokaj. Jeruzalem ist nach Tokaj das zweitgrößte Furmint-Gebiet der Welt. Den Namen Šipon beanspruchen gleich drei Länder. Eine Legende führt ihn auf Napoleons Soldaten zurück, die den Wein lobten - c'est si bon. Franci Cvetko vom Weingut Kogl, dessen Gut 1542 erstmals für die Türkensteuer erfasst wurde, sieht die Sache pragmatisch: "Alle drei Länder beanspruchen ihn - Slowenien, Kroatien und Ungarn. Meiner Meinung nach haben alle drei recht, denn er war überall präsent." Geschichte ist dort nicht nur alt. 2007 kündigen drei Männer ihre Jobs, legen ihre Familienweingärten zusammen und gründen ein Weingut. Das erste Büro: eine aufgelassene Bäckerei. Das erste Problem: ihre Namen - Schneider, Grabovac, Žlicar - sind im Ausland kaum auszusprechen. Also nennen sie sich Verus, lateinisch für wahr und ehrlich. Leichter zu merken. Franci Cvetko, der sein Gut ab 1983 aus zwei überlebenden Rebzeilen wiederaufgebaut hat, sagt einen Satz, der den ganzen Film trägt: "Wein ist nicht das Wichtigste auf der Welt. Aber die Breite des Lebens liegt genau darin, dass man seinen Horizont erweitert." Diese Breite zieht Menschen in die Region zurück. Katja Jurkovic führt in Svetinja die Winothek im alten Kaufhaus ihrer Familie - die Idee kam ihrem Bruder bei einem Anruf aus Santorini: "Ich habe für den Sonnenuntergang bezahlt - und der war nicht so schön wie bei uns." Vera Priegl wiederum kam nach 40 Wiener Jahren in Pension heim. "Bis jetzt war ich immer noch mehr Österreich", sagt sie - und lebt doch ganz selbstverständlich slowenisch. Beides ist wahr. Am 11. November, zum Martinstag, wird in Ormož der Most offiziell zu Wein. Fackeln, Blechmusik - und der Bischof tauft den jungen Jahrgang. Ritterorden, Habsburger, jugoslawische Genossenschaft, EU-Bürger mit Önologiestudium - diese Region hat in 1000 Jahren viele Herren erlebt. Geblieben sind der Hügel, der Šipon und die Menschen. Ob eine Grenze überhaupt etwas trennt, wenn alle drei sie ignorieren, beantwortet der Film nicht. Er stellt die Frage.

nano 18:30

nano

Magazin

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

heute 19:00

heute

Nachrichten

Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

3sat-Wetter 19:21

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kulturzeit 19:23

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Die Toten am Meer - Der Wikinger 20:15

Die Toten am Meer - Der Wikinger

TV-Kriminalfilm

Am Strand von Husum spült die Flut einen erschlagenen Wikingerkrieger an: Der ungewöhnliche "Tote am Meer" ist jedoch kein Fall für Historiker, sondern für Kommissarin Ria Larsen. Kommissarin Ria Larsen kehrt mit gemischten Gefühlen aus der Reha in den Dienst der Kripo Husum zurück: Ihre vorübergehende Aufgabe als Leiterin einer frisch geschaffenen "Task Force für ungelöste Fälle" verspricht reichlich Büroarbeit. Und sie zeigt, wie wenig Vertrauen ihr Vorgesetzter in die junge Kommissarin hat: Kripo-Chef Bergmann möchte sie aus dem aktuellen Fall auf jeden Fall heraushalten. Auch Rias "Vertretung" Sellien verbittet sich jegliche Einmischung - obwohl ihre kriminalistischen Fähigkeiten gebraucht werden: Der Unbekannte muss zunächst identifiziert werden, seine Fingerkuppen wurden abgetrennt. Die ehrgeizige Kommissarin lässt sich aber weder einschüchtern noch auf dem Dienstweg ausbremsen. Mit der Unterstützung ihres früheren Partners Brandt und der Ex-Kommissarin Haller nimmt sie eigene Ermittlungen auf. Spuren führen zu dem 17-jährigen Jan, der in Drogengeschäfte verwickelt scheint, und in das nahe gelegene Wikinger-Museumsdorf von Freya Sörensen. Die Matriarchin und ihr Sohn Yall Peder schlüpfen nicht nur in historische Kostüme, sie leben auch in einer eigenen, von nordischen Riten geprägten, entrückten Welt. Als Ria die Identität des Ermordeten herausfindet, muss sie nicht nur den Täter suchen, sondern auch einen Racheakt verhindern. Marlene Tanczik verkörpert die angeschlagene, aber kämpferische Ermittlerin. Christoph Letkowski spielt ihren Partner Brandt, der an Rias besondere Fähigkeiten glaubt und loyal zu ihr hält. Die Konflikte im Kripoteam und die fesselnde Krimihandlung verknüpft Regisseurin Michaela Kezele in "Der Wikinger" zu einem spannungsgeladenen nordischen Thriller. Brillante Bilder lassen in die geheimnisvolle Welt dunkler Mythen eintauchen.

Pop Secret Stories: Reality TV - Ein Genre ringt mit den Geistern, die es rief 21:44

Pop Secret Stories: Reality TV - Ein Genre ringt mit den Geistern, die es rief

Magazin

Von der Wüste Arizonas ins Sommerhaus der Stars: Diese Folge von "Pop Secret Stories" erzählt die völlig skurrile Geschichte des Reality-TV. Wie aus einem gescheiterten Wissenschaftsexperiment ein globales TV-Phänomen wurde, das heute an einem Scheideweg steht. Der Film schildert spannend den Schlüsselmoment, der alles ausgelöst hat, und erklärt die Zusammenhänge. Welche popkulturellen Phänomene stehen aktuell im Fokus? Der Film überrascht mit Details, die wahrscheinlich selbst ein Fan der Popkultur noch nicht kennt.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Tirol unter Palmen 22:29

Tirol unter Palmen

Reportage

1933 überqueren knapp 100 "Pioniere" aus Österreich den Atlantik, um ein Stück Tirol in den brasilianischen Urwald zu verpflanzen. Anführer der Expedition ist Andreas Thaler. Der ehemalige Landwirtschaftsminister hat eine skurrile Vision: eine alpenländische Kolonie für bis zu 30.000 Österreicher im Süden Brasiliens: "Dreizehnlinden", auf Portugiesisch "Treze Tílias". Heute leben dort knapp 9000 Menschen. Rund 60 Prozent von ihnen haben noch österreichische Wurzeln. Der Film dokumentiert ein von "echten" Bewohnerinnen und Bewohnern betriebenes "Alpen-Disneyland" in Südamerika - ein einzigartiges Mini-Universum, in dem österreichische und brasilianische Kultur verschmolzen sind.

Leopoldina Habsburg - Die Geburt des modernen Brasilien 23:20

Leopoldina Habsburg - Die Geburt des modernen Brasilien

Geschichte

September 1822: Prinz Pedro I. und seine Gemahlin Leopoldina rufen das brasilianische Kaiserreich aus und befreien das Land vom Joch der Kolonialmacht Portugal. Ein wagemutiger Schritt, der die Granden der europäischen Politik überrascht und verärgert. Hätte ihn das Herrscherpaar nicht gesetzt, würde es Brasilien in seiner jetzigen Form nicht geben - die Region wäre in Teilrepubliken zerfallen. Zerrissen von einem Zweifrontenkrieg gegen Feinde in der Nachbarschaft und auf dem europäischen Kontinent: Visionärin und Schlüsselfigur in der Geschichte Brasiliens ist Leopoldina von Habsburg, die bis heute als "Mutter der Nation" verehrt wird. Die Kaisertochter aus Wien - eine Großnichte Marie-Antoinettes - wird aus politischem Kalkül mit dem portugiesischen Kronprinzen Pedro I. verheiratet. Sein Vater, der König von Portugal, hat sich auf der Flucht vor Napoleon mit seinem Hof in die Kolonie Brasilien zurückgezogen. So wird die "verkaufte" junge Habsburgerin im frühen 19. Jahrhundert zur ersten europäischen Prinzessin auf südamerikanischem Boden. Hochgebildet und mit großem Interesse an Botanik, Mineralogie und Politik übt sie von Beginn ihrer anfangs glücklichen Ehe an großen Einfluss auf die Entscheidungen ihres Gemahls Dom Pedro aus. Sie ist es, die ihn schließlich dazu drängt, die brasilianische Bevölkerung bei ihrem Kampf um Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Portugal zu unterstützen und dadurch den Fortbestand der Monarchie in Brasilien zu sichern. Mit den legendären Worten "Der Apfel ist reif. Pflücke ihn!" gibt sie ihm den entscheidenden Anstoß, Brasilien vom Joch Portugals zu befreien und das Kaiserreich Brasilien auszurufen. Doch vor den Gewaltattacken ihres cholerischen Mannes schützt sie ihr Einfluss nicht. Zeit ihres kurzen Lebens ist sie seinen Misshandlungen ausgesetzt. Er nimmt sich eine Geliebte, demütigt Leopoldina in aller Öffentlichkeit und ist gewalttätig. Schließlich bringt Leopoldina den lang ersehnten Thronfolger auf die Welt - die dynastische Pflicht ist erfüllt, und es gibt nun keinen Grund mehr für den Kaiser, sich mit seiner Gemahlin zu arrangieren. Leopoldina stellt ein Ultimatum - was den Konflikt vollends eskalieren lässt. Dom Pedro reagiert mit Gewalt. Wenig später stirbt Leopoldina nach einer Fehlgeburt. Das brasilianische Volk gibt dem Kaiser die Schuld am Tod der "Landesmutter" - er muss den Thron an seinen Sohn Pedro II. abgeben und das Land verlassen. Die Dokumentation beleuchtet eine weitgehend unbekannte Episode in der Geschichte der Habsburger, in deren Zentrum die tragische Frauenfigur Leopoldina steht, deren Streben nach Wissen und Unabhängigkeit sie nicht vor Einsamkeit, Schmerz und den Zwängen des Patriarchats bewahren konnte.