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TV Programm für 3sat am 01.04.2026

Die Fremde(n) - Ingeborg Bachmann zum 50. Todestag 04:00

Die Fremde(n) - Ingeborg Bachmann zum 50. Todestag

Musikerporträt

Sie war das Gegenbild der deutschen Hausfrau, erste Medienautorin überhaupt und wurde durch ihren frühen Tod zum Mythos: Ingeborg Bachmann. Sie starb am 17. Oktober 1973 mit nur 47 Jahren. Todesursache waren Entzugserscheinungen nach einem Brandunfall in ihrer römischen Wohnung. Rund 50 Jahre später stellt sich die Frage, wie (sehr) sich die Bedingungen des Schreibens für Frauen verändert haben. Und ob die Literatur Ingeborg Bachmanns noch heute Einfluss auf Autorinnen wie Anna Baar oder Tara Meister nimmt. Außerdem entsteht an der Ingeborg-Bachmann-Forschungsstelle des Literaturarchivs Salzburg die erste Gesamtausgabe der Werke und Briefe der Autorin. Sichtbar wird dabei die Verbindung von Leben und Schreiben einer großen Autorin, die auch eine große Philosophin war.

Hummeln - Bienen im Pelz 04:30

Hummeln - Bienen im Pelz

Tiere

Hummeln gehören neben Honigbienen und Fliegen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Ihre Temperatur-Unempfindlichkeit ermöglicht es ihnen, länger als Bienen auf Nahrungssuche zu sein. Eine Hummel fliegt täglich in bis zu 18 Stunden nahezu 1000 Blüten an - selten mehr als zwei verschiedene Blüten-Arten pro Flug. Einige Pflanzenarten, zum Beispiel Taubnesseln, werden ausschließlich von langrüsseligen Hummeln während der Nektar-Entnahme bestäubt. Außerdem bestäuben Hummeln auch viele Obstsorten. Weltweit gibt es etwa 250 Hummel-Arten, die vor allem in den gemäßigteren und kühleren Regionen der Nordhalbkugel vorkommen. Besonders artenreich sind die Hummeln in Europa und Asien vertreten, sie besiedeln praktisch die gesamte eurasische Landfläche nördlich des Himalajas.

Ameisen - die heimliche Weltmacht 05:15

Ameisen - die heimliche Weltmacht

Tiere

Ameisen sind in Wüsten ebenso heimisch wie in den Polarregionen. Sie leben in sozialen Staaten, verabreichen Medizin, betreiben Ackerbau und Weidewirtschaft, führen Kriege und halten Sklaven. Die Masse aller Ameisenarten zusammen übersteigt die Masse der gesamten Menschheit. Softwareentwickler holen sich Tipps bei Ameisenvölkern. Sie leben in einer Welt aus verschlüsselter Kommunikation, blitzschnellen Befehlsketten und geheimen Giftmischungen. Ameisen haben gigantische Körperkräfte. Sie sind seit Millionen Jahren allgegenwärtig auf der Erde. Und doch erscheint uns keine Lebensform fremdartiger. Der Filmemacher Wolfgang Thaler und der Biologe Bert Hölldobler erforschten gemeinsam die geheimnisvolle Welt der sozialen Insekten. Dabei gelang es ihnen, seltene Momente und Ameisenarten mit der Kamera festzuhalten: Etwa die Camponotus schmitzi aus Borneo, die als einzige Ameise der Welt schwimmen und tauchen kann. Bevorzugt tut sie das im Inneren einer fleischfressenden Kannenpflanze, wo sie nie lange auf Beute warten muss. Sensationelle Bilder gelangen Wolfgang Thaler auch in Argentinien, wo Wissenschaftler den Bau einer riesigen Kolonie von Grasschneiderameisen freilegten. Sie fanden ein über 50 Quadratmeter verzweigtes, gigantisches System von unterirdischen Gängen, Pilzgärten, Brutkammern und Komposthöhlen, das acht Meter tief in die Erde reichte. Der weltweit führende Ameisenexperte Bert Hölldobler, Professor an der Universität Würzburg, öffnete für diese Dokumentation erstmals sein Labor. Dort werden Ameisen auf Laufbändern, in Klimakammern und Zentrifugen auf ihre unglaubliche Leistungsfähigkeit getestet. Manche dieser sechsbeinigen Spitzenathleten können ein Mehrfaches ihres Körpergewichts halten, während sie kopfüber von der Decke hängen. Zusätzlich zu ihren titanenhaften Körperkräften haben Ameisen noch eine weitere unschlagbare Fähigkeit: Sie können so effizient zusammenarbeiten wie keine anderen Wesen auf der Welt. Spezialisierung und Arbeitsteilung, superflexible Methoden der Selbstorganisation und Kommunikationssignale, die ohne Verzögerung alle Mitglieder einer Kolonie erreichen - solche Fähigkeiten interessieren nicht nur Biologen, sondern auch Kybernetiker und Wirtschaftswissenschafter.

Faszination Vogelbeobachtung 06:05

Faszination Vogelbeobachtung

Dokumentation

Millionen von Menschen lieben es, in ihrer Freizeit Vögel zu beobachten. Die Forschung zeigt: Dieses Hobby baut Stress ab und macht glücklicher. Mit einer intakten, artenreichen Natur in Kontakt zu treten, fördert unser Wohlbefinden. Auch Vogelgesang soll sich positiv auf das menschliche Gemüt auswirken. Die Kurzdokumentation stellt Birdwatcher und ihre speziellen Zugänge zur Vogelbeobachtung vor. Leander Khil ist Naturschutzbiologe, Fotograf und Autor vieler Vogelbücher. Seine Faszination für Tiere zeichnete sich schon in früher Kindheit ab. Vögel sind sein roter Faden, um Lebensräume kennenzulernen, Zusammenhänge in der Natur zu verstehen sowie die Probleme, mit denen sich Tiere und Pflanzen konfrontiert sehen. Nicht nur in ihrer Heimat Kärnten ist Käthe Schroll auf der Suche nach Vögeln unterwegs. Die Pensionistin beobachtet sie mit ihrem Mann Peter schon seit Jahrzehnten, stets als Hobby. Während der Zugzeit sind es die Rastvögel, die sie hinaus in die Natur ziehen. Jeden Tag können andere Gäste in ihrem Stamm-Beobachtungsgebiet am Völkermarkter Stausee auftauchen. Vögel sind ein Fenster in die Natur und führen Muster wie den Jahresverlauf oder klimatische Veränderungen, aber auch Umweltzerstörung vor Augen.

Kulturzeit 06:20

Kulturzeit

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

nano 07:00

nano

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

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Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

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Kulturzeit

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nano 09:45

nano

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.

Geheimnisvolle Wiesenwelt 10:20

Geheimnisvolle Wiesenwelt

Natur und Umwelt

10.000 Tierarten leben mit oder von den Gräsern und Blüten unserer Wiesen. Aber viele sind stark gefährdet. Die industrialisierte Landwirtschaft hat viele heimische Weiden negativ verändert. Aber es gibt sie noch, die österreichischen Naturwiesen. Alles, was dort krabbelt, flattert, sich verpuppt, Blüten schnabuliert, schreit oder singt wurde von der Kamera filmisch festgehalten. Die Bedeutung von Artenvielfalt wird in spannenden Naturszenen erklärt. Nein: Der "Steirische Fanghaft" ist kein Codename für einen steirischen Polizeibeamten, der einen Haftbefehl vollstrecken soll. Es ist vielmehr ein gerade einmal 20 Millimeter großer Wiesenbewohner, dessen Larven sich von frisch geschlüpften Wolfsspinnen ernähren. Er lebt gemeinsam mit Wanstschrecken, Osterluzeifaltern, Rotbeinigen Erdböcken, Tapezierspinnen und Wachtelkönigen in den Wiesenwelten der Steiermark. Wiesen sind erdgeschichtlich betrachtet sehr junge Lebensräume. Sie entstanden nach der letzten Eiszeit, als Menschen sesshaft wurden und für Tierherden Weiden und Futterplätze schufen, Felder bestellten, rodeten und mähten. Wiesen sind das Ergebnis uralter Landwirtschaft. Doch diese Wiesen habe heute Seltenheitswert. Durch frühes und häufiges Mähen, sodass Blüten nicht mehr abblühen und Samen werfen können, durch Düngen und den Einsatz schwerer Geräte lebt nur noch auf knapp zwei Prozent aller Wiesen die einstige Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Viele Tiere und Pflanzen brauchen einander, um überleben zu können. So benötigt der Steirische Fanghaft - ein fragiles, bizarres, langflügeliges Insekt - die Wolfsspinne, um überleben zu können. Der zarte Bläuling, ein Schmetterling, wiederum ist abhängig von ganz bestimmten Blüten und Ameisen. Stirbt das eine aus, geht auch das andere für immer verloren. Um diesen komplexen Wiesenlebensgemeinschaften nachzuspüren, hat Kameramann Franz Posch tief in das Wiesendickicht geblickt. Mit Spezialtechniken, Können und Geduld hat er viele der winzig kleinen Lebewesen in beeindruckenden Bildern eingefangen und sichtbar gemacht. Für die erfahrene Naturfilmregisseurin Waltraud Paschinger waren die Dreharbeiten in den steirischen Naturwiesen ein besonderes Erlebnis. Vor allem die Insekten haben es ihr angetan. Waltraud Paschinger: "Insekten sind faszinierende Tiere. Wären sie größer, müsste man sich vor einigen fürchten, dann wären wohl sie mit ihren Waffen und Panzern, ihren blitzschnellen Reaktionen und ihrer Kraft die Beherrscher der Welt. So verwundert es mich nicht, dass viele der Wiesenbewohner schon Vorbilder für Science-Fiction-Monster waren." Einen Teil der rund 700 Wiesen - wie jene rund um die Gemeinde St. Anna am Aigen im steirischen Thermen- und Vulkanland - hat der Naturschutzbund Steiermark geschenkt bekommen. Von Menschen, die wollen, dass sie in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben und zur Arche Noah für bedrohte Arten werden. Denn jede Wiese ist durch das Gestein, die Zusammensetzung der Erde, der Höhenlage, der Neigung zur Sonne, der Tiefgründigkeit des Bodens, der Feuchtigkeit und vieler weiterer Faktoren anders. Jede ist einzigartig. Jede hat ihre Besonderheiten. Manche bringen ein Meer von prächtiger blauer Iris hervor, andere seltene, unscheinbare Orchideen. "Wer diesen Film sieht, wird die Bedeutung jedes einzelnen Quadratmeters naturnaher Wiese neu bemessen", so Produzentin Ursula Merzeder. Es ist eine geheimnisvolle Welt für sich, die Wiesenwelt in der Steiermark.

Geheimnisvolle Parktiere - Wildes Leben in der Stadt 11:05

Geheimnisvolle Parktiere - Wildes Leben in der Stadt

Tiere

Parks bieten einer zahlreichen Tierwelt Lebensraum im Siedlungsgebiet. Sogar spezielle und seltene Tiere finden dort ein Zuhause. Für manche hat das Leben in der Stadt überdies Vorteile. In Parks kann man die Natur hautnah erleben. Unerwartete Bewohner wie Feldhamster, Schildkröten und eine reichhaltige Vogelwelt lassen sich entdecken. In der Dokumentation erzählen Sachkundige vom geheimen Leben der Tiere und wie sie erforscht werden. Tiere sind in Parks oft zutraulicher als außerhalb der Städte. Sie lassen sich daher aus kürzerer Distanz betrachten als zum Beispiel im Wald. Ein Umstand, den Vogelbeobachter schätzen: Zur Brutzeit beobachtet der Ornithologe Leander Khil, wie ein besonderer Zugvogel seine Nistplätze im Grazer Stadtpark besetzt. Halsbandschnäpper kehren im Frühling aus Afrika zurück. Unweit haben die Wanderfalken erstmals Junge zur Welt gebracht. Sie werden von Wissenschaftlern mit Kennringen markiert, damit die weitere Ausbreitung verfolgt werden kann. Im Klagenfurter Europapark zeigt sich eine bunte Artenvielfalt bei der Brut: Neben den gut bekannten Arten wie Amsel oder Kohlmeise findet im alten Baumbestand auch ein Paar des Waldbaumläufers einen geeigneten Nistplatz. Abends werden Fledermaus-Forscher aktiv. Daniela Wieser von der "Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich" erläutert, wie dem heimlichen Leben der kleinen Säugetiere auf den Grund gegangen wird. Der Wasserpark in Wien erlaubt ungewöhnliche Einblicke in das Brutgeschäft der Graureiher. Sie finden Nahrung an den zahlreichen Wasserflächen in Österreichs Hauptstadt und haben auf einer kleinen Insel in der Alten Donau eine Brutkolonie gegründet. Dieses Gewässer teilen sie sich mit exotischen Reptilien: Von Menschen ausgesetzte Schmuckschildkröten haben sich dort etabliert. Silke Schweiger vom Naturhistorischen Museum Wien erzählt, wieso sich verschiedene Reptilien dort angesiedelt haben, die in Mitteleuropa eigentlich gar nicht heimisch sind. Immer schon dort zu Hause sind die niedlichen Feldhamster und andere kleine Säugetiere. Auf die Erforschung von Mäusen konzentriert sich Patrick Buhmann, Student an der Universität Wien. Er will herausfinden, welche Vor- oder Nachteile das Stadtleben für sie mit sich bringt. Aaskrähen profitieren ohne Zweifel vom Leben mit dem Menschen. Sie sind Meister darin, sich Nahrungsquellen zu erschließen, die der Mensch ungewollt zur Verfügung stellt. Christine Schwab hat sich der Erforschung der klugen Vögel gewidmet und bricht eine Lanze für diese nicht immer hochgeschätzten, größten Vertreter der Singvögel. Christian Schulze von der Universität Wien forscht schon 15 Jahre lang in den Parkanlagen, um herauszufinden, ob und wie sich die Zahl der Vögel und die Artenzusammensetzung verändert. Er attestiert den städtischen Grüninseln eine besondere Qualität als Vogellebensraum. Der Entomologe Christian Komposch hat sein Leben den Spinnentieren verschrieben. Sein geschulter Blick entdeckt an Parkmauern so manchen Neubürger mit spannender Geschichte. Der Apennin-Weberknecht hat einen beispiellosen Siegeszug vollbracht und den einst häufigen Wandkanker bereits aus mehreren österreichischen Bundesländern verdrängt.

Kochstories: Nina kocht sich zum Lebensglück 11:50

Kochstories: Nina kocht sich zum Lebensglück

Essen und Trinken

Nina Senor-Megias studiert Architektur und arbeitet lange Zeit als Yogalehrerin. Doch ihr Lebensplan ändert sich schlagartig, als sie die Diagnose Krebs erhält. In dieser schwierigen Zeit findet sie für sich heraus, dass jeder sein Leben mit der richtigen Ernährung positiv beeinflussen kann. Diese Überzeugung bringt sie zu ihrer neuen Lebensaufgabe.

Servicezeit 12:20

Servicezeit

Ratgeber

Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.

freizeit 12:50

freizeit: Schmidt Max und das Wiener Schnitzel

Freizeit und Hobby

Goldgelb paniert liegt das Wiener Schnitzel auf dem Teller. Die Panade hebt sich fluffig ab. Der Kartoffelsalat daneben leuchtet poliert. Wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen? Das Wiener Schnitzel ist ein weltumspannendes Gericht. Deshalb hat sich der Schmidt Max für "freizeit" auch darum gekümmert und ist gleich an den Ursprung dieses Gerichts gefahren - nach Wien.

Campingroadtrip Bornholm 13:20

Campingroadtrip Bornholm

Dokumentation

Bornholm hat so feine Sandstrände, dass mit dem Sand Sanduhren betrieben wurden. Die Insel hat die meisten Sonnenstunden in Dänemark. Und so viel Wind, dass bis 2030 ein riesiger Offshore-Energiepark vor der Südwestküste entstehen soll. Das Filmteam trifft Bewohner, die alle auf ihre Art aus ihrem alten Leben ausgestiegen sind und dort ihre Erfüllung gefunden haben. So wie es etliche Touristen jedes Jahr tun, wenn sie die Insel mit dem Camper erkunden. Bornholm ist vor allem ein Hotspot für Wassersport. Sonne, Wind und Wellen gibt es fast jeden Tag rund um die gesamte Insel. Bjarke betreibt im Osten der Insel am "Balkan Beach" im weißen Sand mit türkisfarbenem Wasser die älteste Surfschule der Insel. Es ist seine 30. Saison. Gerade hat der Bornholmer seinem 8000. Schüler beigebracht, wie man mit Mast und Segel am besten umgeht bei ablandigem Wind. Die Sommermonate von Mai bis September sind die wichtigsten für den ehemaligen Filmproduzenten. Genau wie für den Campingplatzbetreiber Lasse. Über die ehemalige Fischerstadt Nexø mit ihren inzwischen künstlerisch genutzten Fabrikhallen geht es weiter es nach Svaneke. Dort wird die Küste felsiger und die Einwohner werden jünger. Nur die denkmalgeschützten Häuser mit ihren roten Ziegeldächern sehen aus wie früher, dank des ortseigenen Vereins. Svaneke hat es aus eigener Kraft geschafft, dass sich dort junge Familien ansiedeln. Manche "commuten" und pendeln per Fähre und Bus für zwei bis drei Tage die Woche nach Kopenhagen, manche sind seit der Pandemie ganz geblieben und sorgen für volle Strandbars, viel Kunsthandwerk und ein reges Gemeinschaftsleben. Jessica hat mit Mann und Sohn gerade eines der ganz seltenen Baugrundstücke erworben. Bis das neue Zuhause steht, arbeitet die ehemalige Chefdesignerin verschiedener Getränkeweltmarken im Glashaus im Garten eines Freundes mit Steinbutt, Tintenfisch und Hering. Was japanische Fischer im 18. Jahrhundert als Methode nutzten, um ihren Fang zu zählen und zu sortieren, ist heute in Japan als "Gyotaku", Fischdruckkunst, bekannt, in Skandinavien aber noch fast unbekannt. Mit japanischer Tinte bepinselt Jessica die Meeresbewohner und verewigt ihr Antlitz auf Gegenständen, vom Teller bis zum Sofakissen. Das "Who's who" der dänischen Musikszene spielt vor maximal 1000 Gästen einen Monat lang im Juli. Der mehrfach mit Platin ausgezeichnete und Grammy-nominierte Däne Lukas Graham tritt normalerweise in den größten Stadien der Welt auf. Aber schon seit dem Start seiner Karriere spielt er jedes Jahr vor Bornholmern, wenn er mit seiner kleinen Familie Sommerurlaub macht und gleichzeitig seinen Freund Henrik besucht. Eine sehr intime Konzertatmosphäre zum Festivalauftakt.

Finnland - Sommer auf der Seenplatte 14:00

Finnland - Sommer auf der Seenplatte

Land und Leute

Finnland ist von imposanter Schönheit und Größe und eine der letzten wilden Regionen Europas mit dem saubersten Wasser der Welt. Nicht umsonst wird es auch "Land der tausend Seen" genannt. Nicht nur die Landschaft, auch die Menschen selbst machen Finnland einzigartig. Sie gelten als schräge, schweigsame, aber sympathische Europäer. Laut "The World Happiness Report" sind die Finnen sogar das glücklichste Volk der Welt. Das Filmteam verbringt einen Sommer auf der Finnischen Seenplatte und begleitet den Flößer Taisto, der ein 900 Meter langes Holzfloß unbeschadet über den Saimaa-See schiffen muss. Eine altbewährte Methode, mit der seit Jahrhunderten Holz durch das Land transportiert wird. Holz ist ein wichtiger Rohstoff, von dem viele Finnen leben. Laura Huovinen ist eine junge Holzfällerin, die ein großes Ziel vor Augen hat: Sie möchte Harvesterfahrerin werden. Diese gigantischen und tonnenschweren Forstmaschinen können über 1000 Bäume am Tag fällen. Die finnischen Wälder sind auch eine Schatztruhe für Sammler wie den Wild-Food-Koch Jyrki Tsutsunen. Er kennt die besten Stellen, um Pilze, Beeren und Kräuter zu sammeln. Aber auch Insekten kommen bei ihm auf den Teller. Seine Spezialität sind Waldameisen. Der Sommer läutet in Finnland eine unbeschwerte Zeit ein: Die Nächte sind kurz, und die Sonne geht kaum unter. Die Menschen drängen aus den großen Städten hinaus in die Ferienhäuser an den Seen. Was dabei keinesfalls fehlen darf, ist der regelmäßige Saunagang. Auf gerade einmal fünfeinhalb Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern kommen drei Millionen Schwitzstuben. Die Mitglieder des Saunavereins "Hasa" haben sogar eine Sauna auf Rädern gebaut, mit der sie durch die Sommerlandschaft dampfen.

Norwegens Westen 14:45

Norwegens Westen: Vom Sognefjord nach Bergen

Landschaftsbild

Fjorde und Wasserfälle, Gletscher und Hochebenen: An der Seite von Moderatorin Tamina Kallert wird der Westen Norwegens zu einem beeindruckenden Naturkino für die Augen. Die Stationen der Reise sind Fjaerland am Jostedalsgletscher, das Weltkulturerbe Närøyfjord, die Aussichtsplattform Stegastein und der Nationalpark Hardangervidda, Europas größte Hochebene. Und in Bergen trifft Tamina die norwegische Starviolinistin Ragnhild Hemsing. Norwegens Westen ist modern und zugleich nahe an der eigenen Vergangenheit. Tamina Kallert erkundet die Bautechnik der 850 Jahre alten, hölzernen Stabkirche Borgund und spricht mit den "Bewohnern" eines Wikinger-Freilichtmuseums über den Glauben an Trollgeister. Sie trifft einen Hotelbesitzer, der sich selbst als "Nationalromantiker" bezeichnet, und eine Biobäuerin verrät, wie man in nur sechs Monaten ausreichend Gemüse hochzuziehen kann. In Bergen geht es um das ehemalige Hanseviertel Bryggen und um den Komponisten Edvard Grieg. Stargeigerin Ragnhild Hemsing spielt auf der Hardangerfiddel und erklärt Tamina Kallert den Aufbau des norwegischen Nationalinstruments. Die Fjorde im Westen Norwegens sind UNESCO-Weltnaturerbe - und die Norwegerinnen und Norweger begreifen sie als Geschenk, auf das man gut aufpassen muss. Das tun sie. Auf dem engsten und schönsten Fjord, dem Närøyfjord zwischen Flam und Gudvangen, fährt Tamina Kallert mit der ersten Elektrofähre der Welt: lautlos und ohne Abgase. Das Bücherdorf Fjaerland liegt am Fuß des Jostedalsbreen, des zweitgrößten Gletschers in Europa. Dort hält Tamina 1000 Jahre altes Eis aus der Wikingerzeit in den Händen, das vom Gletscher heruntergespült wurde. Der von Einheimischen und Touristen mitgetragene Respekt vor der Natur macht das "Jedermannsrecht" möglich: Übernachten in der Natur und Fischen im Salzwasser ist jederzeit überall erlaubt. Das WDR-Funkhausorchester unterstreicht die atemberaubenden Bilder mit einem außergewöhnlichen Sound, komponiert von dem Australier Gordon Hamilton. Entstanden ist ein Film, der unter die Haut geht.

Ein Jahr auf den Lofoten 16:15

Ein Jahr auf den Lofoten: Norwegens Inselwelt am Polarkreis

Land und Leute

Türkisfarbenes Wasser, weiße Strände, hohe Klippen - und das im hohen Norden! Vor der Nordspitze Norwegens, weit jenseits des Polarkreises, liegen die Lofoten. Rund 80 Inseln, eingebettet ins Europäische Nordmeer, ein Randmeer des Arktischen Ozeans. Die wichtigsten Inseln sind über Brücken und Inseln verbunden, andere erreicht man nur per Boot. Das Leben der Menschen wird bestimmt vom Wetter und den Jahreszeiten. Seit weit über 1000 Jahren sind die Lofoten eine Hochburg der Kabeljau-Fischerei. Von Januar bis April ziehen riesige Schwärme aus der Barentssee in diese Gewässer und locken Fischer aus dem ganzen Land auf die Lofoten. Einer der jüngsten ist der 20-jährige Jonas. Zusammen mit seinem Bruder Elias hat er einen kleinen Kutter gekauft. Jetzt hoffen die zwei auf den "ganz großen Fang". Rund ein Viertel des Fischfangs landet zum Trocknen auf Leinen. Nur wenn das Wetter im Frühling gut ist und der Fisch richtig durchtrocknet, ist es ein gutes Jahr für Unternehmer wie Harald. Er ist in vierter Generation dabei und will das Geschäft einmal weitergeben an seine Tochter Sara. Die ist gerade einmal zehn, aber verdient schon jetzt etwas dazu: mit dem Herausschneiden der Fischzungen. Die sind dort eine echte Delikatesse und werden von den Einheimischen gern verspeist. Rund 5000 Euro Taschengeld verdiene sie so im Jahr, erzählt Sara nicht ohne Stolz. Neben dem Fisch ist der Tourismus die zweitwichtigste Einnahmequelle. Auch Ragna und seine Frau kümmern sich um Gäste aus aller Welt. Die beiden betreiben ein kleines Hotel mit Café im Zentrum von Henningsvej. Ragna ist im Ort bekannt wie ein bunter Hund. Das liegt nicht nur an seinen Stadtführungen und Bootsausflügen, sondern vor allem an seiner Lieblingsrolle, in die er an Weihnachten schlüpft: den Santa Claus von Henningsvej. "Es ist einfach wahnsinnig schön, hier zu Hause zu sein. Das vergisst man manchmal. Aber das Interessante ist, dass einem die Gäste wieder klar machen, wo wir eigentlich leben". Kari ist mehrfache Weltmeisterin im Kitesurfen und Zugezogene. Sie hat ihr komfortables Leben in Südnorwegen aufgegeben und ist in ein Wohnmobil auf die Lofoten gezogen. Zusammen mit Hund Truls. "Ich habe mich für ein sehr einfaches Leben entschieden: Mir genügt der Camper, eine Hütte oder ein Zelt. Ich will keinen Nine-to-five-Job. Für mich ist Freiheit wichtiger als ein großes Haus." Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, hat sie ein Wassersportzentrum eröffnet. Wenn mal keiner da ist, zum Beispiel weil es regnet, schnappt sich Kari ihr SUP-Board und geht selbst raus in die Natur. Truls darf natürlich mit. Die Lofoten sind dünn besiedelt. Nur 24.000 Menschen leben dort. Unstad ist mit 15 Einwohnern einer der kleinsten Orte, aber auch eine echte Berühmtheit. Dort befindet sich das nördlichste Surfcenter der Welt. Jedes Jahr bereitet die Truppe um Kristoffer das "Lofoten Surf Festival" vor. Dazu reisen Surfer aus ganz Norwegen an. Eigentlich geht es aber nicht um Höchstleistungen, sondern mehr um eine Performance der anderen Art: Es gewinnt, wer beim Surfen im Bären- oder Weihnachtsmannkostüm den größten Spaß hat.

mareTV: Dänemarks Insel Møn 17:45

mareTV: Dänemarks Insel Møn: Weiße Klippen in der Ostsee

Landschaftsbild

Die dänische Insel Møn wurde vor 70 Millionen Jahren durch eine tektonische Bewegung aus dem Wasser gehoben. Zum Vorschein kam ein Superlativ: die höchsten Kreidefelsen Dänemarks. Die weißen Klippen sind bis zu 143 Meter hoch und erstrecken sich über sechs Kilometer an Møns Ostküste. An einer Stelle führt eine steile Treppe mit 497 Stufen zum Meer hinunter, eine Attraktion, aber auch ganz schön anstrengend. Vor allem im Sprinttempo bergauf. Lone Fogsgaard Rasmussen nimmt am alljährlichen Møn-Lauf teil: 50 Kilometer ist die Strecke inklusive dreimal die Treppe hoch. Wenn der Wind aus Nordwest bläst und frisches Seegras angespült wurde, macht sich Kurt Schierup mit Bagger und Anhänger auf an den Strand. Er ist einer der letzten Seegrasbauern Europas. Rund 400 Tonnen erntet er im Jahr und liefert es in die ganze Welt: als Dämmmaterial, Dünger oder zum Dachdecken. Die Kirchen auf Møn sind berühmt für ihre Kreidezeichnungen. In einem der Kirchenchöre zu singen, ist für die Bewohnerinnen und Bewohner Ehrensache und hat eine lange Tradition. Im Hauptort Stege bereitet sich die zwölfjährige Asta Helene auf einen besonderen Auftritt vor: Ihr Mädchenchor ist der älteste Dänemarks. Und schon Astas Urgroßmutter, Großmutter und Mutter haben dort gesungen. Nun steht eine Premiere bevor - Asta und ihre Großmutter treten gemeinsam auf. Für Lotte Vinge ist der Herbst die Hauptsaison. Dann ist ihr Hopfen reif zur Ernte. Lotte ist die Bierbrauerin der Insel. Die Rezeptur stammt von ihrer Großmutter. Die hatte ausschließlich für Nachbarn und Freunde starkes Bier gebraut und war dadurch zur Insellegende geworden. Der unscheinbare Hofladen ist bis heute ein Geheimtipp, den nur Einheimische kennen. In Nyord hat William Houman eigentlich immer ein Platzproblem. Er leitet das kleinste Museum Dänemarks. In einem rund vier Quadratmeter großen Lotsenausguck hat er ein Museum eröffnet. Königin Margrethe II. weihte das Museum bei einem Besuch der Insel im Jahr 2013 ein. Nun steht eine Sonderausstellung an: ein altes Fernrohr, ein altes Lotsenbuch und ein paar Postkarten. Viel mehr Exponate kann William beim besten Willen nicht unterbringen, schließlich müssen auch noch Besucherinnen und Besucher Platz finden. Rekord waren 23 Personen.

nano 18:30

nano

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heute 19:00

heute

Nachrichten

Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

3sat-Wetter 19:18

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kulturzeit 19:20

Kulturzeit

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Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

Die Supergurus 20:15

Die Supergurus

Reportage

Egal ob Reichtum, Persönlichkeit, Gesundheit oder Liebe - für jeden nur erdenklichen Bereich des Lebens gibt es Coaches, die ein erfolgreiches und erfülltes Leben versprechen. Coaching boomt. Man muss nur das richtige Mindset haben, wie es im Fachjargon heißt, die richtige Einstellung, dann schafft man es spielerisch zu Glück und Wohlstand. - Eine Reportage über viele falsche Erfolgsversprechen in der boomenden Coachingszene. Immer mehr Menschen vertrauen Coaches und sind bereit, in kurzer Zeit Tausende Euros zu bezahlen. Reporterin Nora Zoglauer hat in der österreichischen Coachingszene recherchiert. Sie hat Investmentpunk Gerald Hörhan getroffen, aber auch Menschen besucht, die auf der Suche nach Glück, Reichtum und Erfolg viel Geld verloren haben. "Die Beschäftigung mit dem verunsicherten 'Ich' ist in unübersichtlichen Zeiten ein lukratives Geschäft geworden", sagt Ulrike Schiesser, Leiterin der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen. Einen seriösen von einem unseriösen Coach zu unterscheiden, ist oft kaum möglich, da die Berufsbezeichnung "Coach" nicht geschützt ist. Jeder kann in Österreich als Coach sein Geld verdienen.

Chakra mit Gewerbeschein - Die Energetiker-Branche boomt 21:05

Chakra mit Gewerbeschein - Die Energetiker-Branche boomt

Reportage

Hand auflegen, Aura reinigen, Energieblockaden lösen - alles Dienstleistungen, die äußerst gefragt sind. "Am Schauplatz" hat sich in der österreichischen Energetiker-Branche umgesehen. Für den Gewerbeschein braucht man keinerlei Ausbildung. Energetiker kann jeder sein, wenn er oder sie sich berufen fühlt. Während die einen auf die Kräfte der Energetiker schwören, reden die anderen von Abzocke und Geschäftemacherei. Doch was stimmt? Petra Steinacker ist Energetikerin im steirischen Bad Gleichenberg. Sie behandelt ihre Klienten gern mit technischen Gerätschaften: "Einmal hat mich eine Freundin angerufen, deren Mann starke Zahnschmerzen bekommen hat. Obwohl die beiden gerade im Regenwald waren und ich in Österreich, waren die Zahnschmerzen nach 15 Minuten weg." Petra Strasser ist eigentlich Wirtin im oberösterreichischen Ried im Innkreis. In einem Wifi-Kurs in Wels hat sie sich zur Energetikerin ausbilden lassen: "Wir haben uns dort die Chakren gereinigt, die Meridianbahnen gezogen, und wir haben gelernt, wie man als Energetikerin einen guten Business-Plan erstellt." Jetzt erzeugt Frau Strasser daheim Aura-Sprays, die auf Esoterik-Messen guten Absatz finden. Doch leben kann sie von dem Verkauf nicht. Am Abend kellnert sie im Kaffeehaus. Wie viele andere betreibt sie ihr Energetiker-Geschäft nur im Nebenerwerb. "Wenn die Kinder größer sind und man den beruflichen Wiedereinstieg wagen möchte, ist der Job verlockend", sagt Charly Lechner, Sprecher für die Energetiker in der Wirtschaftskammer. Auch deshalb seien vier von fünf Energetikern Frauen. Dass keine der Methoden medizinisch nachweisbar funktioniert, beschäftigt in der Energetiker-Branche niemanden. "Kein Wunder, den Energetikern geht es um ihren Profit. Es handelt sich um Scharlatane, die einfach auf ihr Geschäft schauen", sagt der Buchautor und Ethnologe Christian Kreil, der sich seit vielen Jahren mit der Branche beschäftigt.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster 22:25

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Drama

Karla, eine starke, sinnliche und lebenserfahrene Frau, erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Nach einem wilden Leben als Fotografin bleiben ihr nur noch wenige Monate. Die Mitsechzigerin hat keine Lust auf Sentimentalitäten. Sie will mit ihrem Schicksal allein bleiben und plant einen würdevollen Abgang. Die Hilfe des ehrenamtlichen Sterbehelfers Fred, ein alleinerziehender Verkehrsplaner, der es immer gut meint, lehnt sie ab. Doch Freds Sohn Phil, ein schüchterner Teenager mit viel Sinn für Poesie, gelingt der Zugang zu der todkranken Künstlerin. Er darf ihre Konzertfotos für die Nachwelt archivieren - und lernt dabei die flippige Studentin Rona kennen. Indem sich Fred, Phil und Karla einander öffnen, entsteht eine wunderbare Freundschaft. Glaubten Vater und Sohn anfangs noch, Karla beim Sterben zu begleiten, passiert auf einmal das Gegenteil: Die beiden lernen von ihr zu leben. In eine eindrucksvolle Charakterrolle schlüpft Iris Berben in dem Fernsehfilm "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster": Grandios verkörpert die preisgekrönte Schauspielerin eine starke Künstlerin, die selbst kompromisslos über sich und ihr Werk bis in den Tod bestimmt. An ihrer Seite spielen Godehard Giese und Claude Heinrich berührend zwei Menschen, die eine freundschaftliche Nähe zu der vereinsamten Protagonistin aufbauen. Mit feinem Gespür für Gefühlslagen verzichtet Regisseur Till Endemann auf Pathos in der Verfilmung des Romans von Susann Pásztor. Das Berliner Großstadtleben liefert das Setting für eine Geschichte über das Sterben, die auf ungewöhnliche Weise das Leben feiert.