Zwei ritten zusammen

Zwei ritten zusammen

Eine Expedition zu den Indianern soll verschleppte Kinder und Frauen weißer Siedler zurückholen. Als Kenner der Indianer wird Sheriff McCabe Leiter der Expedition, sein Begleiter ist der Leutnant der US-Kavallerie Jim Gary. Für den abgebrühten McCabe ist das eine Aufgabe, der er sich zunächst entziehen will und aus der er dann soviel Geld wie möglich ziehen möchte. Für den schlecht besoldeten Jim Gary ist es eine Frage der Moral und der Pflicht. Ablauf und Folgen der Expedition führt John Ford mit radikaler Illusionslosigkeit vor: Die Indianer sind keine romantisierten Wilden (ihr Handeln den Weißen gegenüber ist genauso zerstritten wie das der Weißen gegenüber den Indianern), die Siedler sind ohne jede idealisierte Pioniergeist-Attitüde gezeichnet (ein von den Indianern zurück gewonnenes Kind wird gelyncht). Ford spart nicht mit drastischen Bildern, wenn er vorführt, dass unter die Indianer zu fallen fast weniger schlimm ist, als von den weißen Siedlern 'befreit' zu werden. Zwei einander ausschließende Kulturen stoßen aufeinander: die der Indianer, die unter dem Druck der Weißen zerfällt, und die der Siedler, die noch keine ist. Entfremdung auf beiden Seiten, die auch nicht durch Handel und Tausch (Geld, Waffen) aufzuheben ist. Kein Zufall, dass die einzige glücklich endende Beziehung ohne Tausch und gegen den Widerstand der Indianer wie der Weißen zustande kommt: die Verbindung zwischen Sheriff McCabe und der Weißen Elena, die die Indianer freiwillig verlassen hat.

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