Zu Ostern in Russland
Zum Osterwochenende lädt ARTE nach Russland ein. Den Schwerpunkt eröffnet "Die Romanows - Glanz und Untergang des Zarenreichs", die Geschichte der Romanows, jener Dynastie, die 300 Jahre lang die Geschicke des russischen Reiches lenkte. Als erster Romanow bestieg Michael Fjodorowitsch im Jahr 1613 den Zarenthron. Ende des 17. Jahrhunderts machte Peter der Große Russland zur europäischen Großmacht. Seine Großtante Anastassija hatte 1547 Iwan IV. geheiratet, den ersten Zaren der russischen Geschichte überhaupt.
"Iwan der Schreckliche" ist eine Analyse, die Mythen und Fakten über dessen Leben in den historischen Kontext setzt. Der Profiler Axel Petermann untersucht mit kriminalistischen Mitteln die Persönlichkeit und die Lebensumstände des Monarchen, der sich mit Krieg und Terror das Volk untertan machte und gleichzeitig den Staat modernisierte.
Die russischen Zaren waren aber nicht nur Tyrannen, sondern auch passionierte Kunstmäzene und -sammler und ließen prunkvolle Paläste, Opernhäuser und Kirchen bauen. Ein schönes Beispiel ist Sankt Petersburg. Hier stehen die Eremitage und das Mariinski-Theater. Die Eremitage, der ehemalige kaiserliche Winterpalast, ist heute eines der größten Kunstmuseen der Welt. ARTE lädt zum Rundgang durch die 2.000 Ausstellungsräume ein.
Mit einem Galakonzert aus dem Mariinski-Theater findet die Russlandtour ihren festlichen Abschluss. Doch zuvor wird noch die Osternacht gefeiert, in der Sendung "Walaam - Klang der russischen Orthodoxie" mit Mönchsgesängen aus dem Kloster Walaam. Es ist inmitten unberührter Natur auf der Insel Walaam im Ladogasee gelegen, die seit Jahrhunderten Pilgerort für Orthodoxe aus ganz Russland ist.