Zimt und Koriander

Zimt und Koriander

KomödieGB / TR / GR  

Fanis Iakovidis ist ein angesehener Professor für Astrophysik. Ein Mann der Wissenschaft, scheinbar sicher im Leben etabliert wie die mächtigen Teleskope, mit denen er allabendlich den Himmel absucht. Die Würze, der Sinn des Lebens ist dem 40-jährigen Sternengucker ein wenig abhanden gekommen. Doch dann kommt eine Botschaft, die ihn schmerzhaft an all die Träume und Sehnsüchte von einst erinnert. Sein Großvater Vassilis kündigt sich an. Die Verwandtschaft und Freunde der Familie geraten in helle Aufregung. Denn Vassilis ist einer der letzten Griechen, die noch in Istanbul leben seit der Vertreibung in den frühen 60er-Jahren. Vassilis ist ein Meister der Gewürze. Mit seiner Kunst hat er es verstanden, selbst die türkische Obrigkeit Istanbuls ein ums andere Mal zu beschwichtigen. So ist er auch in der Stadt geblieben, die für die Griechen immer noch Konstantinopel heißt. Hier hat auch Fanis im Gewürzgeschäft seines Großvaters einst das Kochen, den Umgang mit Gewürzen und Aromen gelernt. Mehr noch, hier hat der Enkel vom Großvater auch davon etwas erfahren, wie man die Seele eines Menschen in Schwingung bringen kann. Das Herz der schönen Türkin Saime hat Fanis einst zu betören verstanden. Selbst noch als Exilant in Griechenland hat Fanis dank der ererbten Künste seines Großvaters das Herz der Menschen zu berühren gewusst. Doch aus dem Verführer von einst ist eine angesehene wissenschaftliche Kapazität geworden. Das Mischen der Gewürze hat Fanis aufgegeben, die Liebe ist ihm abhanden gekommen. Doch man wartet vergebens auf den Großvater. Er kann seine Reise nicht antreten, denn er wird krank und kommt ins Krankenhaus. Obwohl Fanis sich beeilt, kann er nicht mehr mit ihm sprechen, denn der Großvater ist ins Koma gefallen und stirbt wenig später. Auf der Beerdigung kommt es zur Begegnung mit seiner ersten Liebe. Aus dem Mädchen Saime ist ein wunderschöne Frau geworden - verheiratet und Mutter einer Tochter. Fanis wird von Gefühlen überwältigt, die lange auf ihn gewartet haben. Ihn und Saime verbindet noch viel, aber das Leben schreibt seine eigenen Gesetze. Schon Fanis' Onkel hat gesagt: 'Es gibt zwei Arten von Reisenden. Solche, die zu neuen Ufern aufbrechen, und solche, die heimkehren - erstere studieren die Landkarte, andere betrachten sich im Spiegel.' Fanis wagt nach langer Zeit, sich anzuschauen und in sich hineinzuschauen.

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