Zeit der Unschuld

Zeit der Unschuld

Scorseses Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Edith Wharton, die damit 1920 als erste Frau einen Pulitzer-Preis für Literatur gewann. Whartons Geschichte über die geheime Passion eines jungen Bourgeois klingt zunächst nicht nach typischem Scorsese-Stoff, reflektiert jedoch einige seiner typischen Themen: Familie, Schuld, gesellschaftliche Zwänge und zerstörte Träume. Scorsese bezeichnet "Zeit der Unschuld" als seinen "brutalsten" ("most violent") Film. "Martin Scorsese hat im Grunde drei Filme in einem gedreht. Der erste handelt von den Kleidern und Gesten, , der zweite behauptet, eine Liebesgeschichte zu erzählen, doch was man sieht, ist nur die ausgeglühte Hülle eines Melodramas. Der dritte ist ein reines Spiel der Erinnerung, ein Taumel der Sehnsucht über die Räume und Zeiten hinweg. So gelingt mit 'Zeit der Unschuld' das Kunststück, alles auf einmal zu machen: das Wahre, das Falsche und das Fantastische." (Andreas Kilb in "Die Zeit", 1993)

Der Film feierte seine Premiere bei den 50. Internationalen Filmfestspielen in Venedig. Regisseur Martin Scorsese widmete den Film seinem Vater, der kurz vor der Premiere verstarb. Seine Mutter Catherine Scorsese und er selbst haben kurze Cameo-Auftritte. Daniel Day-Lewis, Michelle Pfeiffer und Winona Ryder überzeugen in den Hauptrollen, alle drei waren Scorseses erste Wahl. Filmkritiker Roger Ebert bezeichnete "Zeit der Unschuld" 2005 als einen der besten Filme des renommierten Regisseurs (geboren 1942 in Queens). Scorsese erhielt 2003 einen Stern auf dem sogenannten Walk of Fame in Hollywood.

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