Xenius: Kämpfen für den Artenreichtum im Mittelmeer Xenius: Kämpfen für den Artenreichtum im Mittelmeer Xenius: Kämpfen für den Artenreichtum im Mittelmeer

Xenius: Kämpfen für den Artenreichtum im Mittelmeer

ARTE Live-TV ARTE 13.02., 16:50 - 17:15 Uhr
WissensmagazinD / F 201625 Minuten 

Vom Unterwasserjäger zum Wächter des Meeres: Wie kam es dazu, dass der ehemalige Harpunenfischer Gérard Carrodano nun für die Artenvielfalt im Mittelmeer kämpft? "Xenius" gewährt einen Einblick in das Arbeitsleben des Naturschützers. Die "Xenius"-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade treffen Gérard Carrodano im südfranzösischen La Ciotat. Hier lebte er in jungen Jahren als erfolgreicher Unterwasserjäger seine Liebe zum Meer aus. Und hier wechselte er auch vor 20 Jahren die Seiten und arbeitet nun als "Lebendfischer", der die Meerestiere nicht zum Verzehr fängt, sondern um sie an große Aquarien wie Monaco oder Berlin und Forschungsinstitute in ganz Europa zu verkaufen. "Xenius" begleitet den passionierten Taucher bei seinem aktuellen Auftrag: Rote Kardinalbarsche für das Aquarium von La Rochelle. Gérard Carrodano zeigt seine Netze, Fangtechniken und Methoden, die ihm täglich unter und über Wasser bei seiner Arbeit helfen. "Xenius"-Moderatorin Emilie Langlade geht mit Gérard Carrodano auf einen besonderen Tauchgang: Eine geschützte Steckmuschelart, die versehentlich von Schiffsankertauen ausgerissen wurde, wird von den beiden wieder in den Meeresboden eingepflanzt. Auch auf eine andere Weise trägt Gerárd Carrodano zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Mit besonderen Lampenfallen fängt er Fischlarven, die er zur Aufzuchtstation Ecocean in Marseille bringt. Hier päppeln Meeresbiologen die kleinen Fische auf, um sie nach zwei bis drei Monaten wieder im Meer auszusetzen. So überleben mehr Wildfische das Larvenstadium. Und dann zeigt Gérard Carrodano den "Xenius"-Moderatoren noch einen handfesten Umweltskandal, gegen den er gemeinsam mit anderen Umweltschützern kämpft: In Gardanne bei Marseille steht die älteste Aluminiumerzfabrik der Welt, die seit 50 Jahren einen mit Schwermetallen verseuchten und sogar radioaktiven Rotschlamm ins Mittelmeer pumpt. Umweltaktivist Olivier Dubuquoy erklärt, dass mittlerweile sogar zwei Ökosysteme verseucht werden, da die Abfälle zum Teil auch an Land gelagert werden.

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Mitwirkende

  • Moderation Emilie Langlade
    Adrian Pflug