Wir verstehen uns wunderbar

Wir verstehen uns wunderbar

Mitte der 1970er-Jahre endet die Beziehung zwischen dem Filmregisseur Louis und der Schauspielerin Alice mit einer über die Presse ausgetragenen Schlammschlacht. 30 Jahre später treffen sich die beiden Künstler durch Zufall wieder. Es ist der Auftakt eines pointierten Geschlechterkampfs, in dem es von verbalen Angriffen auf die jeweiligen Gefühle nur so wimmelt. Am 30. April 1975 endet mit der bedingungslosen Kapitulation Südvietnams der Vietnamkrieg. Und noch eine erbittert geführte Schlacht findet an diesem Datum ihr Ende: die Beziehung zwischen dem französischen Regisseur Louis Ruinard und der Schauspielerin Alice d'Abanville. Alice verlässt Louis, da sie den unzähligen Affären ihres Partners endgültig überdrüssig ist. 30 Jahre später: In einer großen Auktion werden Bilder aus dreißig Jahren französischer Filmgeschichte - von 1975 bis 2005 - versteigert; eine Filmgeschichte, die auch von Louis Ruinard und Alice d'Abanville mitgeschrieben wurde. Viel ist seitdem geschehen: Alice hat dem Kino abgeschworen und ist nun in London ein gefeierter Bühnenstar. Mit ihrem Partner Lord Evelyn Gaylord und ihrem Sohn Paul residiert sie in einem Schloss, in dem die Insignien ihres vergangenen Ruhms und des europäischen Films der 1960er- und 70er-Jahre einen würdigen Platz einnehmen. Louis geht es weniger gut: Eine Preisverleihung für sein Lebenswerk signalisiert das Karriere-Ende, sein aktueller Kinofilm ist zudem von einer veritablen Unterfinanzierung bedroht. Und dann bittet man ausgerechnet Alice, ihm den 'Lebenspreis' zu überreichen. Immerhin bekommt er so eine Chance, die Liebe seines Lebens wiederzutreffen. Doch Alice will nichts von ihm wissen. Louis gibt jedoch nicht so schnell klein bei. Damit entfesselt er einen pointenreichen Geschlechterkampf, bei dem jeder Beteiligte mit harten Bandagen kämpft. Mit 'Wir verstehen uns wunderbar' inszenierte der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Antoine de Caunes eine elegante Screwball-Komödie mit pointiert sarkastischen Dialogen, schräger Situationskomik und furiosen Gefühlsausbrüchen.

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