Wildes Köln

Wildes Köln

Der Lebensraum Köln, dreimal größer als der nahe gelegene Nationalpark Eifel, ist besonders für Tierarten attraktiv, die die Wärme lieben. Am Rande des tosenden Autoverkehrs kämpfen Schwäne mit Nilgänsen um ihr Revier, Eichhörnchen streiten vor Hausfassaden mit Papageien um die Baumhöhlen. Füchse und Bussarde nutzen die Parkanlagen und Friedhöfe als Jagdrevier. Viele Tiere haben gelernt, den Menschen zu ignorieren und arrangieren sich mit der künstlichen Umwelt. Vögel singen immer früher und lauter, um dem Motorenlärm zuvorzukommen und Partner anzulocken. Und nur 15 Kilometer von Kölns Stadtkern entfernt, buhlen im Wald mächtige Rothirsche um ihre weiblichen Artgenossen. Die Kölner pflegen eine besondere Beziehung zu ihren Wildtieren. Sie füttern sie im Winter und bieten ihnen Nistkästen im Sommer. Manche pflegen verletzte Vögel, andere beobachten seltene Arten oder beringen Falkenküken. Zu allen Jahreszeiten hat die Domstadt ihren Reiz für die Tierwelt. Im Sommer suchen Mauersegler Unterkünfte an Fassaden, im Winter sammeln sich Möwen an den innerstädtischen Teichen. Aber es gibt auch Arten, die zunehmend Schwierigkeiten haben, in der dicht bebauten und befahrenen Stadt zu überleben. Immer seltener finden Amphibien Laichtümpel, aber immer häufiger werden sie auf ihren Wanderungen zu Verkehrsopfern. Und auch Kölns Natur hat fünf Jahreszeiten. Wenn die Karnevalshochburg sechs Tage lang zum Feuchtbiotop wird, kostümieren sich viele Bewohner auch als Tiere. Bunt- und Schluckspechte beherrschen das Straßenbild, farbenfrohe Spaßvögel wie die Sittiche staunen dann über die zweibeinigen 'Froschkönige' am Boden. Die Fauna der Rheinmetropole spiegelt im Prinzip das wider, für was Köln steht: Lebensfreude, Gelassenheit und Internationalität. Die Dokumentation beleuchtet unterhaltsam und informativ, wie die Tiere als freche und scheue Bewohner mit den besonderen Herausforderungen der größten Stadt am Rhein fertig werden.

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