Wilde Jahre West-Berlin

Wilde Jahre West-Berlin

Als der Punk nach West-Berlin kommt, versetzt er die kreative Bohemé der Stadt in Aufbruchsstimmung. Fast ist es absurd, Resignation und Aufbruch bedingen einander. Niemand glaubt an die Zukunft, viele denken, dass bald alles vorbei ist. Im Schatten der atomaren Bedrohung, der Umweltzerstörung und der Massenarbeitslosigkeit gibt es Freiräume. No future heißt: Leben im Hier und Heute - so intensiv und radikal es eben geht. Null Bock auf Funktionieren im gesellschaftlichen System, heißt sich Verwirklichen jenseits der bürgerlichen Ideale. Keine Autoritäten zu akzeptieren, führt zu einem enormen Selbstbewusstsein: Wahr ist, was du selber machst. Alle sind geniale Dilettanten - also auch wir: We could be heroes ... West-Berlin wird zum Mekka des deutschen Punks und des avantgardistischen Undergrounds. Ein Paradies für Paradiesvögel. Sie brechen Tabus, verabscheuen Konformität und Kommerz, erschaffen den ¨Genialen Dilletantismus". Die Undergroundszene tummelt sich im "Kumpelnest", im "SO 36" oder im "Risiko". Von hier aus machen sie Kunst. Oder haben einfach nur Spaß. Die wilde Zeit des Undergrounds dauert ein dutzend Jahre von Ende der 70er bis zum Mauerfall - als West-Berlin fast über Nacht verschwindet.

Die Musiker Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten und Wolfgang Müller von "Die tödliche Doris", die Künstler Salomé, Danielle de Picciotto und Thomas Hornemann, die Modedesignerin Claudia Skoda und der Filmemacher Jörg Buttgereit erzählen von ihrem aufregenden Leben in der Mauerstadt West-Berlin.

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