Wie ein wilder Stier

Wie ein wilder Stier

Jake La Motta, als Sohn eines italienischen Einwanderers in den Slums der New Yorker Bronx aufgewachsen, ist besessen von dem Wunsch, Weltmeister im Boxen zu werden. Als er den Franzosen Marcel Cerdan 1949 besiegt, hat er es geschafft, bleibt aber nicht lange Champion. Die wütende Aggressivität, mit der er im Ring auf seine Gegner eindrischt, zerstört auch seine Ehe und das Verhältnis zu seinem Bruder, der ihn managt. Als Nachtclub-Entertainer treibt er schließlich nur noch billige Späße für ein gelangweiltes Publikum. Jake La Motta ist ein Kind der Bronx mit Dynamit in den Fäusten. Gemanagt von seinem Bruder Joey kämpft er als Profi verbissen um seinen Aufstieg, den ihm die Boxmafia schwermacht. So aggressiv, wie er über seine Gegner im Ring herfällt, zeigt er sich auch zu Hause, daran zerbricht seine erste Ehe. Durch Joey lernt er die junge Vickie kennen und gewinnt sie zur Frau. An seiner Seite erlebt sie La Mottas Aufstieg, der 1949 im Gewinn der Weltmeisterschaft im Mittelgewicht gipfelt. 1951 nimmt ihm Sugar Ray Robinson den Titel in einem erbarmungslosen Kampf wieder ab, und damit beginnt La Mottas Abstieg. Von seiner quälenden Eifersucht zermürbt, verlässt ihn Vickie, auch Joey trennt sich nach einem der Amokläufe Jakes von seinem Bruder. La Motta gibt das Boxen auf, kauft einen Nachtclub und produziert sich, früh gealtert, aufgeschwemmt und vom Alkohol gezeichnet, vor seinen Gästen als unbeholfener Entertainer. Selbst das Gefängnis bleibt ihm nicht erspart. Martin Scorseses meisterhafte filmische Biografie von Jake La Motta, des ehemaligen Weltmeisters im Mittelgewicht, ist eine eindringliche Studie eines selbstzerstörerischen, gewalttätigen Menschen und seines sozialen Umfelds. Der Film wurde von der Kritik als der bisher beste Film über Berufsboxer gefeiert. Entscheidenden Anteil daran hatte Robert De Niro, der sich für den Film ein Jahr lang von dem ehemaligen Boxchampion trainieren ließ.

Bewertung

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