When We Were Kings - Einst waren wir Könige

When We Were Kings - Einst waren wir Könige

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1999 wurde Muhammad Ali vom Internationalen Olympischen Komitee zum Sportler des Jahrhunderts gewählt. Er selbst hielt sich seit seinen Anfängen in den frühen 1960er-Jahren für den Grössten, wenn er etwa zu seinen provozierenden Tiraden anhob, in denen er sich mental aufbaute und den nächsten Gegner demütigte. Der Kampf 1974 gegen den jüngeren George Foreman sollte der letzte des legendären Champions sein, der wegen seiner radikalen politischen Haltung im Gefängnis gesessen und die Gunst des Publikums verloren hatte. Um dem Comeback-Fight zusätzlich mediale Aufmerksamkeit zu verschaffen, verlegte Manager Don King ihn nach Zaire. Nur einer bot den Stars je fünf Millionen Dollar Preisgeld: Mobutu Sese Seko, Präsident des Landes, der sich davon eine gute Werbung für sein Land versprach. Der Rumble in the Jungle sollte eine Feier der Schwarzen werden. Ich lebe in Amerika, aber Afrika ist die Heimat des schwarzen Mannes. Ich war ein Sklave vor 400 Jahren und jetzt kehre ich nach Hause zurück, um bei meinen Brüdern zu kämpfen, sagte Ali vor dem Kampf in Kinshasa. Und das hohe Preisgeld kommentierte er: Manche Länder zetteln Kriege an, damit ihr Name auf der Landkarte erscheint. Ein Krieg kostet sehr viel mehr als zehn Millionen Dollar. Der Kampf des Jahrhunderts sollte am 25. September 1974 stattfinden, doch beim Sparring-Training verletzte sich Foreman am Auge, und die ganze Veranstaltung wurde um sechs Wochen verschoben. In dieser Zeit heftete sich Dokumentarfilmer Leon Gast an die Fersen Muhammad Alis, der die Wochen nutzte, um zum neuen König Afrikas zu werden. Für Organisator Don King und seine Kollegen Stuart Levine und John Daley war der Kampf zwischen dem 32-jährigen Ali und dem amtierenden Weltmeister Foreman nicht Spektakel genug. Sie liessen auch Musikgrössen wie James Brown, The Crusaders und den King of Blues, B.B. King, einfliegen; sie sollten den Sportanlass zum dreitägigen Festival ausbauen. When We Were Kings war als Film über dieses Musikfestival geplant.

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