Welt ohne Menschen?

Welt ohne Menschen?

Werkzeuge aller Art sind dazu da, das Leben zu erleichtern und Zeit zu gewinnen. Bionische Prothesen, künstliche Intelligenz, immer autonomere Roboter sowie medizinische und militärische Forschungsarbeiten aus den Bereichen der Neurowissenschaften, der Molekularbiologie und der Genforschung haben eine neue Ära eingeläutet, die 'Transhumanismus' genannte Technisierung der menschlichen Gesellschaft. In den Vereinigten Staaten, in Asien und Europa scheint sich diese Denkrichtung immer mehr zu verbreiten. Die sogenannten Technowissenschaften sind inzwischen in der Lage, die körperlichen und geistigen Kapazitäten der Gattung Mensch zu verändern und sie können neue, künstliche oder hybride Lebensformen schaffen. In einem Atemzug mit dem Transhumanismus kündigt man sogar schon den Posthumanismus an, ein neues Entwicklungszeitalter, in dem die künstliche Intelligenz dem Menschen überlegen sein wird. Bedeutet dies eine revolutionäre Neuerfindung von Körperlichkeit und Leben, oder legt diese Entwicklung den Menschen lediglich in neue Ketten einer anderen Form des schleichenden Konformitätsdrucks, vor dem Wissenschaftler, Philosophen und Antitechnologie-Aktivisten warnen? Die Dokumentation von Philippe Borrel ermittelt über die zukunftsträchtigen Weichenstellungen im Grenzbereich von Technowissenschaft, Philosophie und Politik.

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