Weißer Gott

Weißer Gott

Die 13-jährige Lili und ihr Hund Hagen sind unzertrennliche Freunde. Bis zu dem Tag, als sie den Mischlingshund nicht länger in ihrer Wohnung halten darf, weil ihr Vater nicht bereit ist, die neue Sondersteuer auf nicht reinrassige Hunde zu zahlen. Er verspricht, Hagen in ein Tierheim zu geben. In Wahrheit setzt er den Hund aus. Lili ist enttäuscht und verbittert und hasst ihren Vater dafür, dass er sie gezwungen hat, ihren besten Freund zu verraten. Während Lili sich auf die verzweifelte Suche nach ihm macht, streift Hagen ziellos durch die Budapester Straßen. Als Haushund fällt ihm der Überlebenskampf im Großstadtdschungel schwer. Immer wieder gerät er in bedrohliche Situationen. Mit knapper Not entkommt er Hundefängern. Von einem Obdachlosen wird er benutzt, um beim Betteln größere Profite zu erzielen. Der verkauft ihn nach wenigen Tagen an einen Restaurantbesitzer. Schließlich wird er zum Gefangenen eines Hundetrainers, der ihn in einer qualvollen Ausbildung zum Kampfhund abrichtet. Nach einem siegreichen Kampf gelingt es Hagen jedoch, zu entkommen. Seinen Instinkten folgend meidet er nun die Menschen. Er verbündet sich mit anderen ausgesetzten Hunden zu einem Rudel und wird ihr Anführer. Hagen rottet seine Leidensgenossen zusammen und begibt sich auf einen blutigen Rachefeldzug gegen seine Peiniger. Lili muss einen Weg finden, diesen tödlichen Kampf zu beenden. Mit "Weißer Gott" ist dem ungarischen Regisseur Kornel Mundruczo eine bildgewaltige Parabel über die inhumane Politik von Ausgrenzung und Rassismus gelungen.

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