Walkout - Aufstand in L.A.

Walkout - Aufstand in L.A.

In den Sechzigerjahren im Osten von Los Angeles. Von den Latinos, welche die grösste Bevölkerungsgruppe stellen, verfügt nur jeder vierte Einwohner über einen Schulabschluss, gerade einmal zwei Prozent haben ein College besucht. An seiner Highschool ermuntert der junge Lehrer Sal Castro (Michael Peña, World Trade Center) die Teenager, sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen, sich zu bilden und in der Gesellschaft aktiv zu werden. Bei Paula (Alexa Vega, Spy Kids) und ihren Freunden stösst er auf offene Ohren. Der Schikanen an ihren von der öffentlichen Hand vernachlässigten Schulen überdrüssig beginnen sich die Jugendlichen zu einer Bewegung zu formieren. Sie fordern gleiche Rechte und Chancen, wie sie die vorwiegend weissen Schüler in den besseren Schulen geniessen. Nachdruck verleihen sie ihrem Appell mit sogenannten Walkouts, bei denen sämtliche Schüler diverser Klassen zeitgleich die Schulzimmer verlassen. Anfänglich mit Stolz, zunehmend aber auch mit Sorge verfolgt Lehrer Castro, wie seine Zöglinge für sich einstehen - und bald schon mit den Ordnungshütern in Konflikt geraten, die vor dem Einsatz von Gewalt nicht zurückschrecken. Ein Drama nach tatsächlichen Begebenheiten, illustriert Walkout eine Episode, die charakteristisch ist für die US-Bürgerrechtsbewegung in den Sechzigern und mittlerweile in Vergessenheit geriet. Mit Moctesuma Esparza amtet einer der damaligen Rädelsführer als Produzent des Filmes. Dargestellt wird Esparza vom jungen Bodie Olmos, dem Sohn des Regisseurs, der selbst in East Los Angeles fest verwurzelt ist. Dass Walkout zu inszenieren für Edward James Olmos eine Herzensangelegenheit war, ist dem kämpferischen Drama anzumerken. Mehr denn als Regisseur ist Olmos als Schauspieler bekannt, sein pockennarbiges Gesicht machte ihn zum hispanischen TV- und Filmschauspieler mit dem vielleicht grössten Wiedererkennungswert.

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