Vier Tage Toskana

Vier Tage Toskana

Valerie Dorn, angehende Architektin, arbeitet rund um die Uhr. Aufgrund ihres komplett durchgeplanten Tagesablaufs hat sie ihre Mutter in letzter Zeit selten gesehen. Deshalb ist es ein Schock für sie, als sie erfährt, dass ihre Mutter Erika nicht nur ihren Job als Musiklehrerin verloren hat, sondern pleite ist. Das Finanzamt hat sämtliche Kreditkarten gesperrt, und auch alle anderen finanziellen Rücklagen sind eingefroren. Da weder Valerie noch ihre Schwester Susie die Mittel haben, Erika aus der katastrophalen Lage zu retten, gibt es nur eine Lösung: Das geliebte Ferienhaus der Familie in der Toskana muss verkauft werden. Motiviert und entschlossen verfolgt Valerie ihren Plan mit der ihr typischen Hartnäckigkeit. Valerie hat vier Tage Zeit. Vier Tage deshalb, weil ein extralanges Wochenende die längste Zeit ist, die sie sich leisten kann, frei zu nehmen - von ihrer Karriere und von ihrem Freund Andreas, der ihr soeben einen Heiratsantrag gemacht hat. Bereits am zweiten Tag in Pallino hat Valerie einen Kaufinteressenten gefunden. Ein kinderloser Witwer möchte seine letzten Jahrzehnte unter warmer toskanischer Sonne verbringen. Während sie auf die Ankunft ihrer Mutter und ihrer Schwester wartet, die das Haus zum letzen Mal sehen wollen, verzaubern sie die Landschaft und die Fülle ihrer Erinnerungen - ihre magischen Sommer als Teenager, die Liebe ihrer Familie und eine uneingestandene Sehnsucht nach ihrem verstorbenen Vater. Irgendwie erscheint es ihr wie eine glückliche Schicksalsfügung, dass die Achterbahn der Gefühle sie geradewegs in die Arme ihrer ersten großen Liebe führt: Stefan, ein inzwischen erfolgreicher florentinischer Designer. Valerie spürt, wie ihre Selbstkontrolle verschwindet und stellt nach all den Jahren ihre Entscheidung von damals in Frage, als sie nach dem Studium in Florenz Stefan zurückließ, um in Deutschland die größeren Karrierechancen wahrzunehmen. Am nächsten Morgen findet sich Valerie schnell in der Realität wieder. Erika scheint nach kritischer Prüfung den neuen Besitzer zu akzeptieren.

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