Urlaub auf toskanisch

Urlaub auf toskanisch

Die Versilia, die Küstenregion der Nordtoskana, ist eine Gegend, in der sich kulturelles Leben und Badefreuden in einzigartiger Weise mischen. Das Wasser im Tyrrhenischen Meer leuchtet blau, darüber befinden sich die Apuanischen Alpen mit ihren kleinen Dörfern und weißen Marmorsteinbrüchen und, als 'gefühlter' Mittelpunkt, Forte dei Marmi, ein mondänes Seebad mit einer langen Geschichte. Dieses Zusammenspiel in der Landschaft hat seit dem Ende des Ersten Weltkrieges eine Elite von Aristokraten, Industrieprominenten und Intellektuellen angezogen, die meist aus Norditalien, Mailand, Parma oder Modena kommen. Die Adeligen aus Florenz sind auch gekommen und besitzen in Forte dei Marmi Sommerresidenzen, meist kleine Villen unweit des Strandes. Diejenigen, die nicht über ein eigenes Anwesen verfügen, finden in den Hotels Gastfreundlichkeit auf hohem Niveau. Es gibt zehn Vier-Sterne-Herbergen, das 'Augustus', eine ehemalige Villa der Fiat-Eigner-Familie Agnelli, hat sogar fünf Sterne. Das Herzstück von Forte dei Marmi sind jedoch die Bagni, kleine abgezäunte Bezirke mit Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih, Umkleidekabinen und einer kleinen Bar, wie es sie auch an anderen italienischen Badestränden gibt. Die 98 Bagni von Forte dei Marmi sind einzigartig und haben den Charme vergangener Zeiten bewahrt. Sie sind aus Holz, elegant und diskret stehen sie entlang des vier Kilometer langen Strandes. Die Gäste der Bagni kommen meist seit Generationen hierher. Wenn sie 'fuori stagione', also in der Vorsaison anreisen, bekommen sie von der Badeanstalt, in der sie normalerweise zu Gast sind, einen Schlüssel und können somit zu jeder Zeit eine Holzkabine am Strand benutzen. Meist mietet man 'seinen' Platz für die ganze Saison, was dann schon einmal 25.000 Euro kosten kann. Forte dei Marmi ist der Inbegriff des Dolce Vita, gepaart mit einem für Italien eher untypischen Understatement. Wenn man nicht im Bagno ist, bewegt man sich mit dem Fahrrad fort, spielt Tennis, reitet aus oder widmet sich den schönen Künsten.

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