Udo Lindenberg

Udo Lindenberg

Mit einem Zeppelin schwebt Udo Lindenberg zum Opener 'Odyssee' über den Köpfen der Zuschauer ein und wird von leicht beschürzten Stewardessen in Empfang genommen. Etwa 18.000 Besucher spenden Applaus für den 'Panikrocker', der wie gewohnt in schwarzer Montur mit Hut und Sonnenbrille auftritt. Von Rocksongs über melancholische Balladen bis zu Titeln des aktuellen Albums lässt es Udo Lindenberg an der Seite der legendären Panikband so richtig krachen. Prominente Gäste unterstützen den Auftritt. So gelingt Udo Lindenberg gemeinsam mit dem Erfurter Clueso eine gelungene Neuinterpretation des fast 40 Jahre alten Titels 'Cello' und damit ein emotionaler Höhepunkt, während eine Artistin in schwindelerregender Höhe ein weißes Cello streicht. 'Ganz anders' singt Udo Lindenberg mit seinem 'kleinen Bruder' Jan Delay in einem stimmigen Duett. Als Gastsängerin aus dem Berliner Erfolgsmusical 'Hinterm Horizont' darf die hinreißende Josephine Busch mit dem Rocker eine gefühlvolle Ballade singen. Und beim legendären 'Sonderzug nach Pankow' übernimmt niemand Geringeres als der Entertainer Stefan Raab den Schlagzeug-Part. Lindenberg inszeniert das emotionale Wechselbad zwischen gigantischen Special Effects auf der LED-Leinwand, ruhigen Akustik-Sets und politischen Botschaften, wie 'Wozu sind Kriege da?'. Der Song entstand 1981 als Reaktion auf den Nato-Doppelbeschluss, auf der Bühne wird er von einem Kinderchor begleitet. Nach fast drei durchgerockten Stunden steigt der Entertainer wieder in seinen silbernen Zeppelin und verschwindet - zu tosendem Applaus - in einem Flammeninferno.

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