Überlebt - Reinhold Messner
Reinhold Messner stand als erster Extrembergsteiger auf allen 14 Achttausendern der Erde. Heute ist er auch erfolgreicher Buchautor, Museumsgestalter, Politiker, Bergbauer, Schlossherr.
1978 schrieb Messner Alpingeschichte, als er mit dem Tiroler Peter Habeler als erster Mensch ohne Flaschensauerstoff den den Mount Everest bestieg. Nach den Abenteuern in der Todeszone suchte er die unendliche Weite der Eiswüsten und durchquerte die Antarktis.
Kurz vor Kriegsende in Brixen geboren und im abgelegenen Südtiroler Villnößtal als zweites von neun Kindern aufgewachsen, stand Reinhold Messner schon mit fünf Jahren auf einem Dreitausender in den Dolomiten. Seine erste Achttausender-Expedition endete in einer Tragödie. Nach dem Gipfelerfolg am Nanga Parbat im Jahr 1970 wurde sein Bruder beim Abstieg von einer Lawine verschüttet. Reinhold Messner erlitt schwere Erfrierungen. Der Südtiroler wurde, völlig entkräftet und dem Tod nahe, von pakistanischen Bergbauern durch das Karakorum-Gebirge zurück ins Leben geschleppt.
Das Drama in Asien war der Auftakt zu einer unvergleichlichen Bergsteiger-Karriere. Messner wurde zum Alpinstar, zum "König der Berge". Viele seiner Expeditionspartner sind in den Bergen tödlich verunglückt. Reinhold Messner hat den risikoreichen Grenzgang überlebt, mit viel Glück und mit Gespür für die Gefahren am Berg. Seine letzte große Reise führte Messner durch die Wüste Gobi. Ein kritischer Geist ist der Vater von vier Kindern bis heute geblieben.
Siegfried Giuliani zeichnet die Meilensteine im Leben eines eigenwilligen und selbstbestimmten Grenzgängers nach. Mehrere Expeditionspartner von Reinhold Messner, wie Hans Kammerlander aus dem Ahrntal, die Tiroler Extrembergsteiger Peter Habeler und Wolfgang Nairz und der Vorarlberger Höhenmediziner Oswald Oelz erinnern sich an die gemeinsamen Abenteuer im Himalaja und im Karakorum und erzählen Berggeschichten, die unbekannte Seiten des kühnen Extremabenteurers und "Yeti-Forschers" Reinhold Messner zeigen.