True Story - Spiel um Macht

True Story - Spiel um Macht

Fälle, wie der des Reporters Claas Relotius, der die Leser und die Redaktion des "Spiegel" mit gefälschten Artikeln getäuscht hat, verleihen dem Film "True Story - Spiel um Macht" große Aktualität. Debütregisseur Rupert Goold greift die wahre Geschichte des "New York Times"-Reporters Michael Finkel auf, der seine Reportagen mit Erfundenem aufhübscht und daraufhin entlassen wird.

Der ruhmverliebte Journalist trifft auf den selbstverliebten Inhaftierten Christian Longo, der des Mordes an seiner Frau und den drei Kindern angeklagt ist. Der Film kreist um die Begegnungen und gegenseitige Beeinflussung der beiden. Er basiert auf Michael Finkels 2005 erschienenem Buch "True Story: Murder, Memoir, Mea Culpa". Rupert Goold gelang ein spannendes Psycho-Duell zweier fast gleich starker Gegner um Lüge und Wahrheit, Manipulation und Vertrauen.

James Franco ("Planet der Affen: Prevolution", 2011 und "Revolution", 2014, "Alien: Covenant", 2017) und Komödienstar Jonah Hill liefern hervorragende Schauspielleistungen. Felicity Jones ("Rogue One: A Star Wars Story", 2016; "Star Wars: Die Mächte des Schicksals", 2017) überzeugt als Finkels Freundin.

Finkel und Longo haben bis heute Kontakt. Während der Journalist nie mehr für die "New York Times" geschrieben hat, druckte die Zeitung diverse Schriften von Longo ab, der seine Strafe in der Todeszelle absitzt, da seine Hinrichtung seit 2011 ausgesetzt ist.

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