The Tale - Die Erinnerung

The Tale - Die Erinnerung

Die mit dem liebevollen Martin glücklich verlobte 48-jährige Jennifer, eine Dokumentarfilmerin und Journalistin aus New York, wird eines Tages von ihrer Mutter Nettie angerufen und mit einer Geschichte aus der Vergangenheit konfrontiert, die Nettie beim Ausräumen gefunden hat. Diese im Jahr 1973 für den Englischunterricht geschriebene Geschichte der damals 13-jährigen Jennifer beschreibt die "besondere Beziehung" eines Mädchens zu ihrem angesehenen Trainer und dessen Geliebter auf einem Reiterhof, wo sie die Sommerferien verbrachte.

Jennifer versichert ihrer aufgebrachten Mutter, dass es sich hierbei um Fiktion handele, jedoch erkennt Nettie ganz klar alle Protagonisten der Geschichte wieder, denn die kleine Jenny hat den Sommer als 13-Jährige auf dem Reiterhof verbracht. Sie ist davon überzeugt, dass ihre Tochter die Geschichte damals geschrieben hat, um den Missbrauch zu verarbeiten. Jennifer streitet vehement ab, als Opfer bezeichnet zu werden. "Darum habe ich dir das damals nie erzählt, weil ich wusste, dass du das nicht verstehen würdest!"

Jennifer erinnert sich gut an die Zeit, schließlich handelte es sich um ihre erste Liebesbeziehung. Doch als Nettie ein altes Fotoalbum holt, welches Jennifer im Alter von 13 Jahren zeigt, ist sie schockiert, wie viel jünger sie aussah, als es in ihrer Erinnerung abgespeichert war. Das Bild weckt erste Zweifel an ihren Erfahrungen und Erinnerungen, als so junges Mädchen ihre erste sexuelle Beziehung mit dem 40-jährigen Trainer Bill freiwillig eingegangen zu sein und diese als einvernehmliche Liebesbeziehung empfunden zu haben.

Sie beginnt, an die Orte ihrer Vergangenheit zu reisen, um sich mit den beteiligten Personen und den beschriebenen Geschehnissen auseinanderzusetzen, und erkennt dabei zunehmend die Wahrheit hinter der "Fassade", die sie zu jener Zeit errichtet hat, um den Missbrauch durch ihren Lehrer zu "überleben" und nicht in einer Opferrolle zu verharren.

Während der schmerzlichen Wahrheitsfindung der tatsächlichen Erlebnisse in ihrer Kindheit findet Jennifer heraus, dass der Sachverhalt noch viel komplexer ist, als sie es jemals geahnt hat. Weder war sie die einzige "Auserkorene", wie sie damals dachte, noch war ihre geliebte Mentorin und Reitlehrerin Mrs. G. unschuldig in dem ganzen Spiel. Jennifer taucht in einen Dialog mit ihrem jüngeren Ich ein und erkennt sich selbst kaum wieder. Nach diesen erschreckenden Enthüllungen sind es Nettie und Martin, die Jennifer die nötige Unterstützung zukommen lassen, um nicht an der Aufarbeitung ihres Traumas zu zerbrechen. Und für Jennifer ist klar: Sie muss Bill, heute ein alter und gefeierter Mann, nun endlich konfrontieren.

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