The Five Obstructions

The Five Obstructions

DokumentarfilmDänemark / Belgien / Schweiz  

"The Five Obstructions" ist ein Schlüsselfilm zum Verständnis des Filmemachers Lars von Trier und des Filmemachens an sich. Zentral geht es darum, wie man Widerstände und Hindernisse durch kreative Energie in etwas Neues verwandelt. Für ein Experiment zu diesen Themen hat sich von Trier einen Mitstreiter und ein Demonstrationsobjekt gesucht: Der Mitstreiter ist Jorgen Leth, ein hoch geschätzter Regisseur von Avantgarde-Filmen und Dokumentationen; und das Objekt ist dessen Kurzfilm "Der perfekte Mensch" von 1967.

Von Trier schlägt nun dem von ihm bewunderten Freund Jorgen Leth vor, seinen damaligen Film in fünf Versionen neu zu drehen. Für jede Version gibt von Trier bestimmte Einschränkungen und Hindernisse vor, die verhindern sollen, dass Leth noch einmal ein derart "perfekter Film" gelingt wie das Original: Die erste Bedingung ist, an einem Ort zu drehen, an dem Leth nie zuvor war. Zweitens muss es sich um einen trostlosen Schauplatz handeln. Der vierte der neuen Filme muss ein Animationsfilm sein, da beide Animationsfilme nicht gerade schätzen.

Leth nimmt die Herausforderung an und beweist ein ums andere Mal, dass noch die merkwürdigsten Einschränkungen einen kreativen Prozess auslösen können, der zu immer neuen, erstaunlichen Varianten der Ursprungsidee führt. In diesem spielerischen Zweikampf nimmt von Trier die Rolle des zusehends frustrierten Prüfers ein, dem es nicht gelingt, seinen Prüfling auf dem falschen Fuß zu erwischen. Bis er schließlich mit einem eigenen Film, dem fünften, in den kreativen Prozess eingreift.

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